Über das Desinteresse an TTIP – und am Fußball

by f.luebberding on 17. April 2015

Wir leben bekanntlich in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Nicht jeder muss alles wissen, aber auf die Professionalität von denen vertrauen, die mit einem Thema beruflich beschäftigt sind. Oder will man in Zukunft etwa eine Ingenieursausbildung machen bevor man über eine Brücke fährt? Jeder vertraut dem Statiker, ohne sich vorher mit dessen Ausbildung oder Berechnungen zu beschäftigen, um die Brücke sicher benutzen zu können. Eine andere Frage ist dagegen, ob man diese Brücke politisch will oder nicht. Sie kann völlig unsinnig sein, selbst wenn der Statiker seine Berechnungen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Offenkundig wäre es suboptimal, die Transparenz des Statikers als politisches Argument zu nutzen.

Nun hat die EU-Kommission wohl nicht diesen Sinn des Politischen verstanden. Oder warum kommt sie jetzt mit dem Argument um die Ecke, dass sich niemand für ihre “transparente Verhandlungsführung” in den TTIP-Verhandlungen mit den USA interessiert? Schließlich hat sie die Öffentlichkeit mit einer Dokumentenflut überrollt, um für das völlig unsinnige Projekt ein Legitimationssurrogat herzustellen.

So ist gestern in der FAZ folgendes zu lesen:

“Die Verhandlungen fänden nach wie vor im Geheimen statt, klagen die TTIP-Gegner. Dabei hat die EU-Kommission auf die Vorwürfe reagiert und seit Anfang des Jahres neun EU-Verhandlungstexte ins Internet gestellt. Drei Monate später zeigt sich jedoch: Die Öffentlichkeit hat daran offenbar gar kein Interesse.”

Nun betrifft die Kritik an der Verhandlungsführung aber gar nicht primär diese ominöse Öffentlichkeit. Vielmehr werden deren Repräsentanten in den Parlamenten offensichtlich unzureichend informiert. Wem nützt also die Transparenz der EU-Kommission bei dem Thema? Welchen Sinn soll sie haben, außer das vermeintliche Desinteresse der “Öffentlichkeit” an TTIP zu dokumentieren? Immerhin könnte man aber auf diesem Weg der EU-Kommission den Sinn des Journalismus vermitteln:

“Zum Vergleich: Ein normaler Politik- oder Wirtschaftsartikel auf FAZ.NET wird am Tag zigtausend Mal angeklickt. Der Artikel über den Rücktritt des Dortmunder Fußballtrainers Jürgen Klopp wurde am Mittwoch immerhin 87.000 Mal abgerufen. Selbst das erst am 10. Februar ins Netz gestellte EU-Verhandlungsangebot zur heftig umstrittenen regulatorischen Zusammenarbeit erhielt bis zum 8. April nur 4958 Klicks, was 87 Klicks am Tag entspricht. In der Frage der regulatorischen Zusammenarbeit geht es darum, inwieweit der europäische oder amerikanische Gesetzgeber künftig den Handelspartner einbindet, bevor er neue Standards oder Gesetze erlässt.”

Der Journalismus hat nämlich die Funktion, die Öffentlichkeit über TTIP zu informieren, ohne dass jetzt jeder alles lesen muss, was die Verhandlungsführer beider Seiten so am Tag zusammenschreiben. Ansonsten müsste jeder Fußballfan erst einen Trainerschein machen, um sich eine Meinung zum Rücktritt des BVB-Trainers zu bilden, inclusive einer Fachausbildung zum Thema Menschenführung. Genau deshalb kommt auch niemand auf die Idee, die Debatte über diesen Rücktritt mit der Forderung nach Transparenz zu verbinden. Ansonsten müsste man jetzt das Desinteresse der deutschen Öffentlichkeit am Fußball konstertieren. Oder hat jemand in den vergangenen Tagen auf diese Seite des DFB geklickt? Wahrscheinlich noch nicht einmal die im FAZ-Artikel erwähnten 87 Leser, die sich jeden Tag über die “regulatorische Zusammenarbeit” informieren.

Die EU-Kommission sollte daher tatsächlich transparent agieren – und keinen Unsinn über das vermeintliche Desinteresse der “Öffentlichkeit” verbreiten. Ansonsten erwarten wir von den europäischen Verhandlungsführern erst dann wieder eine Brücke zu benutzen bevor sie sich transparent über die Arbeit der Ingenieure informiert haben. Oder diesen Grundsatz auf die Flugreisen nach Washington anzuwenden. Dann werden die zuständigen EU-Bürokraten nämlich kein Flugzeug mehr besteigen können.

Das wäre eine politische Lösung für die TTIP-Verhandlungen. Vielleicht sollte dazu der Bundeswirtschaftsminister eine Expertengruppe einsetzen. Über die Ergebnisse darf Sigmar Gabriel anschließend transparent den deutschen Bundestag informieren. Es könnte sich dort schließlich die wirtschaftspolitische Kernkompetenz der deutschen Sozialdemokratie verstecken. Bekanntlich ist nichts mehr auszuschließen: Noch nicht einmal die Entdeckung von Wirtschaftskompetenz in der SPD.

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holger April 28, 2015 um 20:06

~ gotteshalber ~ April 28, 2015 um 18:55
… holger

… seitdem du KMU-Oligarsch geworden bist, bistu ganz schön neoliberal geworden”

Ich bin schon immer neoliberal gewesen, halte es aber immer damit, dass der Allgemeine Dödel voll Sozialistisch mit Geld gefüttert werden muss.

Gewisse Dinge gehören nicht neoliberal. Da Existenz bedrohend.

Nun zähle doch mal Uno und Uno zusammen!

Ich kann nur noch die nächsten 15 Jahre nutzen, um genügend Holz vor der Hütte zu haben. Danach iss der Ofen eh aus. Ich habe als letzter meiner Zunft sogar noch das SCHMIEDEN erlernt. Ja, so richtig mit Feuer… Selbst Sensen kann ich noch dengeln. Treckers reparieren Motoren, Schweißen ab und zu. Hydraulik zu flicken. Ich bin universale Wollmilchsau. Energieversorgung kein Thema. Holzvergaser bauen auch nicht. Schnapps brennen geht auch.

Tabak anbau net zu vergessen.

Du WING noch bin ich jung (nehme ich mal an mit knapp 46) und brauche die Kohle. Aber die wird nicht auf Malle versoffen. Ich liebe den Neoliberalismus… endlich mal Sieger. Aber da das kommende kömmt wie es kömmt, werde ich das natürlich gleich in Sachwerte umsetzen. also sofort wieder investieren. Ich brauche kein Geld und kein Gold horten.

Hilfe dir selbst dann hilft dir Gott oder so. Wer die Zeichen der Zeit, jetzt nicht für sich umsetzen kann, der hat eben ma Pech gehabt. So wie ich in jungen Jahren unter den Neoliberalismus zu leiden hatte, gibt mir die schwache Geburten Rate jetzt es wieder zurück.

Scheixx auf die Solidarität, nach 4 Jahren Landesverteidigung sowie 3 erlernten Berufen, und Meister Schule in die Sozialhilfe gerutscht. \o/ Ich ficke nun zurück.

Und das beste ist, die Zeit spielt für mich. Ich danke den Neoliberalen. Ich danke der Pille, ich danke allen die sich nicht fortpflanzen wollten. Wegen der Selbstverwirklichung what ever.

Du WING

willst ein Totes Pferd retten… steig ab.

ruby April 28, 2015 um 20:07

musikalisch ne absolute grotte
https://www.youtube.com/watch?v=5qPjiNPruOA
;-)

holger April 28, 2015 um 20:09

ruby April 28, 2015 um 19:59

ich aaabeite nicht länger, nie und nimmer, und ich werde mein Leben ein Ende setzen, sollte ich jemals wieder Lohnsklave sein sollen. Ein Unding sondergleichen. Das ist für Exoteriker etwas. Aber doch nicht etwas für mich. :D

ruby April 28, 2015 um 21:33

Schade, dass in München über die unmoralischen Packisten verhandelt wird statt Energien für Nachhaltigkeit und Innovationen einzusetzen.
Leistungen und Nutzen
statt
Kosten und Verschwendungen

Natalius April 28, 2015 um 21:47

Peewet

“Our airline had no official UFO policy (nor did any that I ever worked for), but at the time we were both young with long and promising careers in front of us. We knew through the grapevine that pilots weren’t supposed to talk about UFOs so we swore the station agent on duty to secrecy and agreed not to talk about our incident to any of our co-workers. (Aus dem verlinkten Interview)”

Mannomann. Lesekompetenz bei Dir ist escht zero. Da fragen die beiden Piloten, ob air traffic control (ATC) etwas auf ihrem Radarschirm (zwischen 1 und 2 Uhr in Flugrichtung) gesehen haben – was von ATC verneint wird. Trotzdem springt die Prozedur an, denn ATC fragt “Wollen Sie ein Ufo melden?”, was die Piloten bejahen. Sie kriegen daraufhin von ATC die toll-free-number der NSA-Kontaktstelle (s. Richard Dolan “Ufos and the National Security State”, Link verweist auf Project Blue Book). Die beiden rufen an, melden und werden anschliessend vom “station agent” zur absoluten Geheimhaltung verpflichtet.

Wie nennt man dieses Vorgehen wohl? Von einem cover-up haste nie etwas gehört, oder?

Die Sache ist ganz einfach: Es gibt keine Ufos (und allgemein RIEK), weil es das nicht geben DARF (Nichtexistenz des Existenten). Das gehört sozusagen zur Staatsreligion nach 1947. Den umgekehrten Fall, nämlich die Existenz des Nichtexistenten gibt es auch, er ist sehr häufig im Bereich historischer Narrative anzutreffen. Bereits Voltaire wusste das. (“Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat”).

Schlaf weiter, Du wirst es nie begreifen. Du schreibst hier nicht wie etwa Morph krumme Realität gerade, nein, Du glaubst echt daran(!) Alles, was die Onkels und Tanten im Kindergarten, in der Schule, an der Uni erzählen, ist wahr – weil es ja schliesslich auch in den Medien bis zum Abwinken wiederholt wird – und alles, was “pöhse Eso-Spinner” im Internet behaupten, ist unwahr.

sol1 April 28, 2015 um 22:05

@ Natalius

…und werden anschliessend vom “station agent” zur absoluten Geheimhaltung verpflichtet.

Lesekompetenz bei Dir ist escht zero.

Die Piloten haben den station agent zur Verschwiegenheit angehalten, nicht umgekehrt:

We knew through the grapevine that pilots weren’t supposed to talk about UFOs so we swore the station agent on duty to secrecy and agreed not to talk about our incident to any of our co-workers.

Natalius April 28, 2015 um 22:38

sol1

Bingo! Hast recht. Ich hatte es aus Dolan anders in Erinnerung. Der station agent war wohl kein NSA-Mann. Troztdem bleibt cover up.

sol1 April 28, 2015 um 23:30

Troztdem bleibt cover up.

Nö – der Pilot wurde ja von niemandem gehindert, seine Erlebnisse in einem Zeitungsartikel zu erzählen.

happy2007 April 28, 2015 um 23:51

@O Vos Omnes
…to whom it may concern,

Lamentations of Jeremiah by The Hong Kong Virtuoso Chorus ??????

https://www.youtube.com/watch?v=jXGxsSyuV5o

(…was für ein Thread)

Natalius April 29, 2015 um 00:33

Sol1

Nö – der Pilot wurde ja von niemandem gehindert, seine Erlebnisse in einem Zeitungsartikel zu erzählen.

Formal richtig, aber:
but at the time we were both young with long and promising careers in front of us. We knew through the grapevine that pilots weren’t supposed to talk about UFOs

Ist also genau so wie in dem Beruf, den du selbst gewählt hast. Was ist aus Sicht eines gesellschaftlichen Systems effizienter als diejenigen, die innerhalb dieses Systems auf eine Karriere hoffen, glauben zu lassen, dass man besser nicht über Dinge spricht, die es nicht zu geben hat. Oder umgekehrt: Wenn man – juristischer Term “offenkundig” weiss, welche Dinge es zu geben hat, was ist effizienter als das sich diese offenkundige Realität immer wieder neu erschreibt. Von Leuten, die berechtigterweise ein Interesse daran haben, innerhalb des Systems nicht auf das Niveau eines gesellschaftlich missachteten Sozialhilfeempfängers herunterzufallen.

Ich bleibe deshalb bei meinem “cover up”, weil die Existenz der NSA-Kontaktstelle für “Ufo-Angelegenheiten” schwer zu bezweifeln ist, die Existenz eines Prozederes ebensowenig (“Wollen sie ein Ufo melden?” seitens ATC), aber diese Dinge offiziell nicht existieren. Hierzu:
https://petitions.whitehouse.gov/petition/formally-acknowledge-extraterrestrial-presence-engaging-human-race-disclosure

Dass ältere und etablierte Piloten, Astronauten, Mondfahrer, Wissenschaftler und Politiker inclusive zweier US-Präsidenten eine andere Meinung äussern als der offiziellen Diktion entspricht, hat m.E. damit zu tun, dass mit zunehmenden Alter und “gelebten Leben” Ängste bzgl. Karriere- oder Existenzverlust abnehmen. Je näher man sich dem Ableben nähert, desto mehr scheint “Wahrheit” und “Authentizität” eine Rolle zu spielen.

Natalius April 29, 2015 um 00:49

happy2007 April 28, 2015 um 23:51

Wunderschön. Danke!

Systemfrager April 29, 2015 um 06:58

Je näher man sich dem Ableben nähert, desto mehr scheint “Wahrheit” und “Authentizität” eine Rolle zu spielen.

Eben!

peewit April 29, 2015 um 08:14

@Nat

Für jemand, der mindestens eine Woche chillen wollt, bist du ganz schön rege.

Aber das macht ja nichts, meine Geduld ist bekanntlich sprichwörtlich.

Die Frage um die Lesekompetenz der Beteiligten hat sich erledigt. Darauf muss ich nicht mehr eingehen.

Die Sache ist ganz einfach: Es gibt keine Ufos (und allgemein RIEK), weil es das nicht geben DARF

Das stimmt nicht. Was stimmt ist, dass es bisher keinen einzigen überzeugenden Beweise für die Existenz von UFOs gibt. (UFO := von Aliens gesteuertes Raumschiff im Luftraum der Erde). So einfach ist das. Überzeugend heißt, jedenfalls für einen “scientific mind”, soviel wie: das wissenschaftliche Prozedere der Beurteilung von vorgelegten Daten erfolgreich überstanden habend. Deine Vermutung, hinter der Tatsache, dass es an Beweisen für UFOs mangele, stecke eine Verschwörung zu deren Vertuschung, folgt genau dem zweiten von mir gestern hier vorgestellten, ungültigen E-Argument.

Bereits Voltaire wusste das.

Dass du, der du die Aufklärung für ein Menschheitsunglück hältst, dich ausgerechnet auf den Aufklärer Voltaire beziehst, ist pikant.

“pöhse Eso-Spinner”

Die allermeisten Eso-Spinner sind vollkommen harmlos, schätze ich mal, wie etwa @g.w. Es gibt allerdings ein paar, deren Spinnerei mit einem Gedankengut kontaminiert ist, wo sich der Spaß aufhört…

Dass ältere und etablierte Piloten, Astronauten, Mondfahrer, Wissenschaftler und Politiker inclusive zweier US-Präsidenten eine andere Meinung äussern als der offiziellen Diktion entspricht, hat m.E. damit zu tun, dass mit zunehmenden Alter und “gelebten Leben” Ängste bzgl. Karriere- oder Existenzverlust abnehmen. Je näher man sich dem Ableben nähert, desto mehr scheint “Wahrheit” und “Authentizität” eine Rolle zu spielen.

Der Vollständigkeit halber gehe ich halt auch noch auf dieses Argument ein. Du behauptest immer wieder, auf Piloten würde ein unwahrscheinlicher Druck ausgeübt, die Sichtung von UFOs zu verschweigen, andernfalls drohten ihnen persönliche Nachteile. Und dahinter stecke natürlich eine Verschwörung zur Vertuschung der Existenz von UFOs.

Ich kann mir gut vorstellen, dass keine Airline ein Interesse daran haben kann, Piloten zu beschäftigen, von denen bekannt ist, dass sie “kleine grüne Männchen” sehen, wie du das bezeichnest. Das wäre nämlich geschäftsschädigend. Es mag ja eine Eso-Fraktion bei potentiellen Passagieren geben, die ganz wild darauf wäre, mit einem Piloten mit “UFO-Erfahrung” zu fliegen, der weitaus größere Teil würde aber vermutlich Piloten vorziehen, deren Bekanntschaft mit Aliens sich auf das Angucken von “Raumschiff Enterprise” beschränkt.

Und nun noch zur “Wahrheit” und “Authentizität” der kurz vor dem Ableben stehenden Astronauten, Präsidenten etc.

Ich würde ja eher vermuten, dass bei nicht wenigen der älteren Herrschaften mit zunehmenden Alter die Realitätskontrolle allmählich “weich” wird. Das sagt mir jedenfalls meine Lebenserfahrung.

Fazit: Alle deine bisher vorgelegten Argumente für die Existenz von UFOs sind nichts wert.

Manfred Peters April 29, 2015 um 09:06

@ “Ich würde ja eher vermuten, dass bei nicht wenigen der älteren Herrschaften mit zunehmenden Alter die Realitätskontrolle allmählich “weich” wird.”
Ist zwar alles OT und ich wiederhole mich, aber das passt doch 100% auf den “Autopiloten” Piech. ;-)

Messias mit Atombombe April 29, 2015 um 10:17

Ein neues Highlight aus der Putinisten-Szene

“Orban will Todesstrafe wieder einführen

Ungarns Präsident Viktor Orban hat die Wiedereinführung der Todesstrafe angeregt. Lebenslange Haftstrafen seien nicht abschreckend genug. Dass dies gegen EU-Verträge verstieße, stört Orban weniger.”

http://www.stern.de/politik/ausland/ungarns-praesident-viktor-orban-erwaegt-wiedereinfuehrung-der-todesstrafe-2190439.html

Systemfrager April 29, 2015 um 10:50

Dass dies gegen EU-Verträge verstieße, stört Orban weniger.

So ist es!
Weiter so Herr Orban.
Es reicht mit der Gängelei der westlichen Plutokratie-Tyrannei.

Systemfrager April 29, 2015 um 10:58

Tja,
die EU-Verträge
Sie haben keine Legitimität

Es wäre schwierig, die Gültigkeit eines Vertrages zu zeigen, der nur eine der Parteien verpflichtete, in dem man der einen Seite alles und der anderen nichts übertrüge, und der nur dem zum Schaden gereichte, der sich verbindlich macht.

Ob es nun um das Verhältnis eines Einzelnen zu einem anderen oder zu einem Volk geht, so wird es immer gleich sinnlos sein, wenn jemand sagt: Ich schließe mit dir, allein zu deinen Lasten und allein zu meinem Nutzen, einen Vertrag, den ich einhalten werde, solange es mir paßt, und an den du dich halten wirst, solange es mir gefällt.

Jean-Jacques Rousseau

ruby Mai 1, 2015 um 07:24

Einstmals auf dem Bahnhof

Es muß so an die zwanzig Jahre her sein als ich mit dem Zug pendelte und auf dem Heimatbahnhof von Günter Grass gestrandet war und unseren wahrhaftigen Nobelpreisträger mit seiner Ehefrau auf dem Bahnsteig erspähte. Neugierig überlegte ich die Gunst der Stunde zu nutzen und ein Gespräch zu beginnen. Doch ehe ich die richtigen Worte gefunden hatte, stürmte eine kleine Gruppe HSV-Fußballfans aus dem Bahnhofsgebäude und erkannte ebenfalls die Prominenz des Literaten. Getan gesagt verwickelten diese, nicht mehr ganz nüchternen Blauweißschwarz Gekleideten, meine Zielperson in ein Fachgespräch über das bevorstehende Bundesligaspiel. Es ist müßig die bleibenden Inhalte zu erinnern.
Aber, was ich sagen will ist, dass Günter und seine Frau der Situation völlig gewachsen waren, auch wenn man ihnen etwas ihr Unbehagen, Unwohlsein vielleicht auch Unverständnis anmerkte.
Aber sie stellten sich der Frontlinie der verschieden Welten mutig und offen.
Und so zog Günter schliesslich an seiner Pfeife und wir alle unserer Wege.

Wünsche einen spannenden Bundesligaspieltag.
;-)

Manfred Peters Juni 5, 2015 um 21:35

“Wir alle müssen uns vor terroristischen Anschlägen schützen, dazu muss man mit anderen Nachrichtendiensten zusammenarbeiten, vor allem den amerikanischen“, …”
Wer sagt das wo?
Ein Tipp, der Kirchentag als Propagandaforum für die NSA und eine Frau, die seit ihrer Arschkriecherei bei G.W.B. absolut nichts im Interesse der Bürger dazu gelernt hat. :-(

ruby Juni 5, 2015 um 23:31

Na das ist doch SiggiPop mit dem Schmutzzuschlag…
den er sich siegesgewiss verdienen will!!!
Abendgruß an Andi Kreuz für den Lassalle Link ;-)
No Bail-Out from Amerika ???
http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/05/die-regeln-der-eurozone/

Manfred Peters August 13, 2015 um 15:58

Um mal wieder ein konkretes Thema anzusprechen.
Das Imperium schlägt zurück: “Der überwiegende Teil der Berichterstattung über TTIP in Deutschland ist negativ. Die Chancen des Abkommens, etwa die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen oder faire und diskriminierungsfreie Regeln für Handel und Investitionen, werden in großen Teilen in der medialen Berichterstattung entweder ganz ausgeklammert oder in einem kritischen Licht dargelegt. “
Sagt die KAS der Denkpanzer der “Schwarzen …Löcher”
http://politikparadox.blogspot.de/2015/08/campact-gegen-ttip-gefallt-mir.html

Andreas Kreuz Oktober 4, 2015 um 09:41
Manfred Peters November 18, 2015 um 13:02

Ecuador von Schiedsgericht zu 1,1 Milliarden US-Dollar Strafzahlung verurteilt*
Fußball wird gerade nicht gespielt. Dafür steigt antizyklisch das Interesse daran aber die CETA- und TTIP-Terroristen arbeiten im Untergrund erfolgreich weiter und wenige bemerken es bei der aktuell provozierten Nachrichtenlage. :-(
“Zwar anerkannte das Gericht, dass Oxy (Occidental Petroleum) gegen ecuadorianische Gesetze verstoßen habe, geht aber davon aus, dass die Firma durch den Staat benachteiligt wurde.”
https://amerika21.de/2015/11/136361/oxy-urteil-gegen-ecuador

* Gegen Ecuador sind z.Zt. 24 Klagen transnationaler Konzerne in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar bei Schiedsgerichten anhängig. So versuchen die US-Imperialisten alle aufmüpfigen Gesellschaften auch auf “unblutigem” Wege zur Räson zu bringen.

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