Debatte um Griechenland ein Rätsel, ökonomisch betrachtet

by f.luebberding on 18. Juni 2015

Eigentlich ist es ganz einfach. Griechenland braucht Wirtschaftswachstum, um aus der Krise herauszukommen. Insofern müsste man jetzt darüber diskutieren, wie dieses Wirtschaftswachstum zu erreichen wäre. Etwa auf welcher Grundlage Unternehmen in Griechenland wieder investieren. Man könnte es mit den Strukturreformen versuchen, die in keiner Sonntagsrede fehlen dürfen. Wie wäre es mit den berühmten Arbeitsanreizen für Arbeitslose? Das kennen wir noch aus der deutschen Diskussion früherer Zeiten. Dort wurde die Höhe von Lohnersatzleistungen für die fehlende wirtschaftliche Dynamik verantwortlich gemacht. In Griechenland ist das allerdings kein Thema: Dort fallen Arbeitslose nach 12 Monaten aus den sozialen Sicherungssystemen heraus. Kein Vergleich mit dem Generositätsniveau des deutschen Sozialstaats, trotz der Agenda 2010. Daran kann es in Griechenland nicht liegen. Es ist in dieser Beziehung vorbildlich zu nennen, wenigstens aus der Perspektive von Neoklassikern. Woran liegt es dann?

An den Strukturdefiziten der griechischen Staatsverwaltung? Sicher fehlt es immer noch an funktionierenden Katasterämtern. Allerdings ist nicht sicher, ob das in China wirklich besser funktioniert – und die haben bekanntlich trotzdem Wirtschaftswachstum. Sind die Löhne im Vergleich zur Produktivität zu hoch? Niemand hat in den vergangenen Jahren ernsthaft den gelungenen Anpassungsprozess des griechischen Lohnniveaus an die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft bezweifelt. Oder ist das Rentenniveau für das fehlende Wirtschaftswachstum verantwortlich? Bekanntlich wurde in den vergangenen Tagen darüber viel geredet. Das Problem der Renten ist aber dummerweise eine Folge der ökonomischen Misere, nicht umgekehrt. In jeder Volkswirtschaft wird das Rentensystem unbezahlbar, wenn sie fünf Jahre lang in der Dauerkrise steckt. Warum das Rentenniveau für fehlende Unternehmensinvestitionen verantwortlich sein soll, ist angesichts dieser Fakten ein Rätsel. Oder werden Unternehmen von den überbordenden Kosten für andere Sozialsysteme behindert? Da wäre an die Krankenversicherung zu denken. Nur sind in Griechenland mittlerweile 25 % der Bevölkerung aus dem Krankenversicherungssystem herausgefallen. Angesichts dessen kann man nur feststellen: Eigenverantwortung wird in Griechenland groß geschrieben, sogar unter einer linken Regierung. Diese hat daran nämlich bis heute nichts geändert. Wahrscheinlich regieren in Deutschland die Kommunisten, weil dort an einem vergleichsweise generösen Sozialstaat festgehalten wird, während in Griechenland die Neoklassiker im linken Schafspelz an der Macht sind.

Dann bliebe noch die Kritik am griechischen Steuerwesen zu nennen. Das ist sehr großzügig, wenn man etwa die Logik des deutschen „Bundes der Steuerzahler“ anwendet. Ein regelrechtes Unternehmerparadies, wenn man die historisch überlieferte Großzügigkeit im Umgang mit Steuerschuldnern ernst nimmt. Unternehmensinvestitionen können also nicht am fiskalischen Zugriff des Staates scheitern. Dieser lässt den Unternehmern vielmehr jeden Spielraum, den sie wünschen. Im historischen Vergleich können damit eigentlich nur Luxemburg und Irland konkurrieren, die ebenfalls versuchten, die Belastung von Unternehmen möglichst gering zu halten.

Fassen wir also zusammen: In Griechenland sind alle Voraussetzungen gegeben, die sich ein Neoklassiker wünscht. Eine Bevölkerung, die nicht in der sozialen Hängematte liegt, sondern Eigenverantwortung lebt. Unternehmen, die von der Sozial- und Steuerpolitik kaum behelligt werden. Selbst der aufgeblähte Staatssektor war Ende 2014 kein Problem mehr gewesen, weil Griechenland den berühmten Primärüberschuss in seinem Staatshaushalt erwirtschaftet hatte. Daran kann es somit auch nicht gelegen haben. Trotzdem redet jeder kurz vor dem Grexit über Strukturreformen in Griechenland. Ob die leidige Korruption in Griechenland den Aufschwung verhindert? Sicher könnten uns Chinesen darüber ebenfalls Auskunft geben. Dort hat ihn die Korruption nicht verhindert. Übrigens auch nicht der Staatsbesitz an der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Oder geht es in der Debatte über Griechenland gar nicht um Wirtschaftswachstum, Unternehmensinvestitionen und ähnliches volkswirtschaftliches Gedöns? Um den Abbau der Staatsverschuldung, die Reduzierung der Arbeitslosigkeit, die Sicherung der sozialen Grundbedürfnisse der Bevölkerung? Wenn es darum ginge, müsste man darüber reden. Was aber in den Diskussionen keine Rolle spielt, denn ansonsten müsste man bemerken, woran es den Griechen nicht fehlt, um Unternehmensinvestitionen anzuregen: Etwa an der sozialpolitischen Eigenverantwortung der Bevölkerung oder der Entlastung der Unternehmen von Steuern und Sozialabgaben.

Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, warum man bei Griechenland nicht zu schätzen weiß, was manche Ökonomen (etwa beim IWF, der EU-Kommission, der EZB) ansonsten so loben und als Voraussetzung für Wirtschaftswachstum betrachten. Plötzlich spielt das alles keine Rolle mehr. So ist diese Debatte um Griechenland ein Rätsel, wenn man sie ökonomisch betrachtet. Aber es könnte natürlich auch mit dem Euro zu tun haben. Nur den muss man nicht ökonomisch, sondern politisch diskutieren. Aber das hatten wir ja schon im Jahr 2012. Allerdings gibt es gegenüber damals einen Unterschied: Die heutige Regierung in Athen weiß genau, warum “unter diesen Bedingungen Griechenland zu einer Verelendungspolitik verurteilt (ist), die ökonomisch sinnlos, sozial katastrophal und politisch nicht zu rechtfertigen ist.”

Das ist halt dumm gelaufen. Jetzt müssen die Europäer in der Eurozone doch wegen der störrischen Griechen tatsächlich eine politische Entscheidung darüber treffen, was sie wollen. Die bisherige Eurozone als dysfunktionales Währungskuriosum gehört nicht mehr dazu. Gleichgültig übrigens, ob es zum Grexit kommen wird oder nicht. Sie wird sich danach politisch verändern müssen. Aber man kann natürlich auch weiterhin über Katasterämter, Steuerverwaltung, Renten und andere Strukturreformen in Griechenland diskutieren. Es wäre ja nicht ohne Komik, wenn der Euro an Katasterämtern scheitern sollte.  Wahrscheinlich riskiert das aber nicht die Bundeskanzlerin. Das sähe in den zukünftigen Geschichtsbüchern schließlich etwas blöd aus.

Update

Mark Schieritz beschäftigt sich gerade im Herdentrieb mit den Renten in Griechenland. Spannend ist der letzte Absatz:

“Nur: Die Renten sind eben schon gekürzt worden (dass die Rentenkasse leer ist, liegt auch daran, dass wegen des Schuldenschnitts die Vermögenswerte der Pensionsfonds zusammengeschrumpft sind) – und vor allem: Das ist nicht die Diskussion, die in den deutschen Medien geführt wird.”

Jetzt fragen wir uns: Welche Diskussion wird dann in den deutschen Medien geführt?

19:12 Uhr

Ein Lösungsvorschlag könnte laut Schieritz so aussehen.  Es geht offensichtlich darum, institutionelle politische Blockaden aufzulösen.

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Kecker Juni 25, 2015 um 15:29

@matt_us “Oder TTIP, kein einziger Vernuenftiger der sich mal 5 Minuten damit beschaeftiogt sieht hier auch nur einen Grund, sich das anhaengen zu lassen.”

Ein leeres Fass dröhnt lauter als ein gefülltes. (Russisches Sprichwort)

matt_us Juni 25, 2015 um 15:43

@Holger
“Es fehlt hier einigen am Realismus, wie im Hintergrund überhaupt Finanziellen Dinge geregelt werden, das betrifft auch die Investitionen.”

Hier ist vor kurzem ein oberster Finanzbeamter direkt zu Blackrock gewechselt. Der hatte vorher noch einen Steuervergleich mit Blackrock ausgehandelt, und man kann davon ausgehen, dass demnaechst, wenn die Bank RBS wieder privatisiert wird (mit Verlust fuer den GB Steuerzahler) wohl auch einen dicken Teil der Aktien erhaelt.

Aber es ist sowas von normal, dass man das noch nicht mal mehr fuer anstoessig haelt. Hier der BBC Artikel, der das nicht kritisiert, denn die jetzige Regierung hat ja schon gesagt, dass die Zeiten der Fernsehgebuehren gezaehlt sind.

http://www.bbc.co.uk/news/business-33092719

Grosse Investitionen = Geschachere, das ist allerdings klar. Wie soll es auch anders sein? Und das keiner in GR investieren darf ist auch klar? Denn dann koennte GR ja mal Erfolg haben.

Till Juni 25, 2015 um 15:55

@ holger

“Der ganze “Kapitalismus” ist so etwas von Un-Demokratisch das verkennen viele. Dennen wird dann vom Parlament was vorgespielt. Weil Otto normal Costas und Michel nicht weiter als Maschendrahtzaun gucken können.”

Proleten und Kapitalisten sind reale Gegensätze und mit Nationalismus wird daraus ein mystisches “wir”.

Carlos Manoso Juni 25, 2015 um 16:11

Kuckuck Juni 25, 2015 um 13:35
„Nüchtern analysiert sehen wir den bekannten asymmetrisch-binneneuropäischen Kampf zwischen Nationalstaaten um die Hegemonie in Europa. Während sich die Griechenlandkrise zuspitzt, verlagert sich die Macht in Europa phasenweise auf die nationale Ebene zurück, wo sie in den Jahrhunderten zuvor lokalisiert war..<<<
Das mag oberflächlich so erscheinen und wird auch in den Medien so dargestellt, ist aber nicht zutreffend. Es ist jedoch umgekehrt:
Die Finanzkrise macht den Staat zur Geisel des Kapitalismus.(W. Streeck)“

Kuckuck, ich glaube ich hatte oben schon den Umschlagspunkt erwähnt., daß mit dem GLOBALEN Wirksamwerden der 3. technologischen Revolution der Mikroekelektronik die „nur 200 Jahre alte Welt des Kapitals“ zwangsläufig in mittelfristigen Entwicklungsprozessen unentrinnbar verfallen muß.

Die global immer sichtbarer werdende massenhafte Eliminierung lebendiger Produktionsarbeit als Quelle von Wertschöpfung kann auf f dem heute erreichten Niveau der Produktivkräfte nicht mehr durch neu in reale Massenproduktionen eintretende „preisgünstigere“ Produktsparten überkompensiert werden, wie das in der „Welt der Wirtschaftswunder“ nach WWII noch der Fall war. Das ist aus und vorbei: Vom Umschlagspunkt an wird global unerbittlich immer mehr lebendige Arbeit eliminiert, als global absorbiert werden kann. Damit tritt das „System des Weltkapitals“ unentrinnbar in globale Prozesse des Niedergangs ein.

Daß „der Staat“ zur Geisel „des Kapitalismus“ wird, ist nur ein integraler Bestandteil dieses „totalitären“ Entwicklungsprozesses

someone Juni 25, 2015 um 16:45

@schwejk:
“Natürlich hing auch der IWF mit drin, aber meines Wissens haben selbst die etwa Südamerika auferlegten IWF-Programme in der Regel doch nicht einen solch diktatorischen Charakter gehabt wie z.B. das Troika-Griechenland-Memorandum von 2012.”

Brauchte es gar nicht, da Argentinien und Brasilien zur der Zeit noch selbst Militärdiktaturen waren. Diese verlinkte Abstimmung ist schon etwas seltsam, aber ich glaube nicht, dass ein Troikamitglied den Plenarsaal absperrte; das war eine Entscheidung der damaligen griechischen Regierung und die Dame, die sich da so aufregt, ist ja nun selbst Parlamentspräsidentin. Jetzt kann sie die Gepflogenheiten im griechischen Parlament ändern. Diese Farce liegt in der Verantwortung Griechenlands.

“Was haben sie sich denn herausgenommen?”
Dass grundlegende Reformen nicht erfüllt wurden, willst du ja wohl nicht bestreiten. Selbst bei populären Maßnahmen wie der Abarbeitung der Lagardeliste kam nichts herum.

“Man kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber Griechenland hätte außerhalb des Euro und mit eigener Währungshoheit vielleicht auch nach 2008 ein IWF-Programm vermeiden können. Auf jeden Fall aber hätten sie nicht solch ein desaströses (ja, staatsterroristisches) Programm hinnehmen müssen.”

Wie z.B. Ungarn, das die Mehrwertsteuer inzwischen auf 27% hochgesetzt hat, die eigene Bevölkerung mittels Schneeballsystemen bestiehlt und flächendeckende Zwangsarbeit durchsetzt. Du darfst die Liste gerne vervollständigen.

“Der ESM? Das ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Luxemburg, nicht wahr?”

Die Finanzagentur ist auch eine GmbH, wo ist das Problem? Diese Form wurde gewählt, damit nur das eingezahlte Kapital haftet und man diese Hebelwirkung hat.

“Auf @matt_us’ Einwand zur Rolle des Bundesfinanzministers im ESM aber schreibste nu: Nönö… NRW ist in D ja auch nicht zu groß… – Wieso soll Größe in einem loseren, freieren Verbund zu Dominanz führen, in einem engeren Verbund aber nicht?”

Weil in einem EWS die Buba hauptsächlich, wenn nicht ausschließlich auf deutsche Belange Rücksicht nimmt und ihr niemand reinreden kann. Das bei der EZB und dem ESM anders.
Capice?

“Was die arabischen Aufstände angeht, so werden, wenn ich da nicht ganz falsch liege, doch eher die damaligen Höchststände bei den Weltmarktpreisen für Agrargüter verantwortlich gemacht…”

Ja, und? Ägypten schaffte die Brotpreisbindung und Energiesubventionen ab, weil es sich diese nicht mehr leisten konnte. Warum konnte es sich solche Dinge nicht mehr leisten? Weil zu wenig Knete reinkam; nach der Restauration jibbet nun Knete von Saudi-Arabien. Das ist kein Gegenargument.

Dass bei den Russkies bei mir etwas getriggert wird, mag sein, aber hej, bei diesen Liebesgrüßen aus Moskau doch kein Wunder, oder?
http://tvrain.ru/articles/deputaty_usomnilis_v_legitimnosti_gossoveta_sssr-389250/

Aber du wirst natürlich erklären, dass die Duma eh’ nichts zu sagen hat und diese Dinge vollkommen unbedeutend sind. Am besten gar nicht drüber nachdenken.

Morph Juni 25, 2015 um 16:58

@Till

“Wenn die pseudowissenschaftliche Rassenkunde auf Einzelstaatsebene nicht funktioniert, wie soll die in Gesamteuropa identitätsstiftend werden?”

Erstens hat sie funktioniert, und zweitens lässt sie sich mit ein bisschen rhetorischem Geschick auf alles übertragen.

Leider verstehen viele Leute das Konzept Rasse nicht. Sie halten es für eine biologische Kategorie, die fälschlicher- oder böserweise auf Menschen angewendet wird. Das ist aber nicht der Fall.

Der Begriff der Rasse ist, recht verstanden, eine Zwischenkategorie auf der Grenze von Natur und Kultur. Rasse steht mit einem Bein in der Natur, insofern es um Abstammungsgemeinschaft geht, mit dem anderen Bein im Bereich der Kultur, insofern es um intentionale Züchtung geht, die wegen der Möglichkeit sich biologisch zu mischen von ‘Verunreinigung’ bedroht ist.

Wie der Rassebegriff praktisch angewendet wird, ist eine Frage der Züchtungsphantasie eines Beobachters. Überhaupt kein Problem, das Züchtungsideal eines Europäers zu entwerfen, historisch zu rechtfertigen und gegen Mischungsgefahren zu verteidigen.

ruby Juni 25, 2015 um 17:07

@ Till
proletarische Kapitalisten – viel Spaß mit Morph

Uzaki Juni 25, 2015 um 17:08

Wir brauchen mehr EU:

“Ein politischer wie wirtschaftlicher Zerfallsprozess würde eingeleitet, der Binnenmarkt zerbräche infolge einer Kettenreaktion der innereuropäischen Verteilungskämpfe, der Protektionismus kehrte zurück und träfe unsere Exportwirtschaft hart. Es käme ein Interessen-Wettlauf des Rette-sich-wer-kann in Gang.

Und selbst wenn das alles friedlich zustande käme, so stünde am Ende die historische Selbstverschweizerung Europas. In einer Welt, in der sich XXL-Supermächte neu formieren, in der sich Amerika von uns abwendet, in der Asien, Arabien und Rußland dynamisch bis aggressiv die Konkurrenz zu uns suchen, schösse sich Europa ins Knie und würde ein globaler Schwächling.”

http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-partei-alternative-fuer-deutschland-wider-die-lockrufe-der-neo-nationalisten-1.1661723-2

ruby Juni 25, 2015 um 17:08

@ matt_us
machen wir europäer doch einfach die good bank ;-)

someone Juni 25, 2015 um 17:17
Kuckuck Juni 25, 2015 um 17:36

Die Rückkehr zum Nationalstaat ist keine reale Option.
Alle NATO- und EU-Staaten sind integraler Bestandteil des Empire, einschließlich der „neutralen“ Schweiz. Und auch die EU ist nur ein Subsystem davon.

Das Empire kann es aus Gründen der Systemerhaltungslogik nicht zulassen, dass es durch Austritt von Staaten geschwächt wird. Niemand von den führenden Politfiguren wird daher dies ernsthaft erwägen, weil niemand den Herrhausen oder den Palme machen will.

Wenn der verbalradikale Oskar „Fuck the US-Imperialism“ formuliert, so weiß jeder, dass es sich um nichts als billigen Populismus handelt. Denn Taten werden daraus nicht folgen. Es ist ein Versuch, einer absolut überflüssigen, angepassten und langweiligen Partei ein oppositionelles Image zu geben. So wie er es auch vorher bei der SPD getan hatte.

holger Juni 25, 2015 um 17:44

Morph

—>>>Wie der Rassebegriff praktisch angewendet wird, ist eine Frage der Züchtungsphantasie eines Beobachters. Überhaupt kein Problem, das Züchtungsideal eines Europäers zu entwerfen, historisch zu rechtfertigen und gegen Mischungsgefahren zu verteidigen.”

Halt doch einfach das Maul… dein dreckiges

Wollt ihr hier schon wieder Randale machen?

Fick dich selber, dann hast du die Rasse Morph mit Rübennase.

Linus Juni 25, 2015 um 17:47

@Till:
“->>”Der Rückfall in ‘nationalstaatliches Denken’ ist wesentlich auf den Wunsch zurückzuführen, diese Handlungsfähigkeit – und damit Selbstbestimmung – wiederzugewinnen.”

Eine nationalistische Agenda hat nichts mit Emanzipation und selbstständigem Denken zu tun. Hier wird Selbstbestimmung pervertiert. Der Rahmen ist kleiner, aber das Individuum ist in Ungarn so ohnmächtig, wie in Brüssel.”

Bitte genau lesen. Ich sprach vom Wunsch und keineswegs davon, ob dieser realistisch ist.

“Wie lange kennt denn “die” Menschheitsgeschichte nationalstaatliche Gebilde?”
Seit der Idee der “Republik”, also schon eine ganze Weile.

Im Übrigen geht es mir nicht um Nationalismus, sondern um die Frage, ob Staatenbildung überhaupt sinnvoll ist.

ruby Juni 25, 2015 um 17:48

@ kcukcuk
ziemlich nüchtern realistisch
weitermachen ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=JWwqrQ2SA7c

holger Juni 25, 2015 um 18:23

Linus

—>>>Im Übrigen geht es mir nicht um Nationalismus, sondern um die Frage, ob Staatenbildung überhaupt sinnvoll ist.”

JA! Eine Gruppe ist ein STAAT… siehe Gruppendynamik.

Liegt im Menschen so. Sich gemeinsam gegen Äußere Feinde wehren können.

Deine Knochen Juni 25, 2015 um 18:26

@ Till

Linksnationalistische Querfrontler ( hier im Blog @ HG ) sehen in der EU eine Vermischungs- und Völkerpürrierpropaganda. Die ethnisieren Politik, machen aus Finanzlobbyismus “jüdisch konnotiertes Geld” und wenn ne Krise – dann Korporatismus.

Führende Vertreter – rechtspopulistischer Bewegungen – haben sich am 22.06.2015 im Stadtpark von Deutsch Wusterhausen getroffen. Heimlich gemachte Aufnahmen! Darum hier Klartext: https://www.youtube.com/watch?v=BZ7iu7t8pMI

Deine Knochen Juni 25, 2015 um 18:29

“Fick dich selber, dann hast du die Rasse Morph mit Rübennase.”

https://www.youtube.com/watch?v=dqiOZCq2du8

Linus Juni 25, 2015 um 18:36

@Morph:
“Glaube ich nicht. Man sollte die Motivationskraft der Ökonomie (i.S. rationales Wirtschaften mit knappen Mitteln) nicht überschätzen. Zwar stehen wir noch massiv in der Tradition einer systematischen Überschätzung der ökonomischen Rationalität und daher prägt diese Überschätzung auch das Bild, das die Gesellschaft von sich veröffentlicht. ”

Sieh dir mal oben das Zitat in Uzaki’s Post an: “Wir brauchen mehr EU”. Und dann folgt eine Aufzählung rein ökonomischer Argumente, und zwar nicht mit dem Motiv der Prosperität, sondern aus der Angst, eben diese zu verlieren.

“Aber im Grunde haben wir es natürlich mit einer irrationalen Verschwendung überquellender Mittel zu tun (i.S.v. Georges Bataille).”
Zustimmung! Und daraus folgt heute konkret: Jeder hat Angst, dass die anderen eben nicht mehr auf ihn angewiesen sind und er damit entbehrlich wird (und in der Folge exkludiert). Dem versucht man durch Bündnisse und verordnete Solidarität wie Existenz/Inklusion sichernde Garantien und ausgleichende Spielregeln (z.B. Transferleistungen), sprich Rechtsrahmen, sprich Staat entgegenzutreten. Was immer man von dieser Motivation auch halten mag, die nationalstaatlichen Gebilde haben sich diesbzgl. einigermassen bewährt. Offenbar haben sie die geeignete Grösse für den richtigen Mix aus Abhängigkeit und Selbständigkeit.

Und das kann man von der EU mit Sicherheit nicht behaupten. In der EU kommt zur Hypertrophie im Zentrum und zur Degenerierung der Peripherie. Und in dieser Grössenordnung ist dies ein Problem, was Völkerwanderungen auslöst und das man daher nicht einfach achselzuckend hinnehmen kann.Dieses Phänomen lässt sich auch nicht durch Transferleistungen beheben, sondern wird dadurch vielmehr festgeschrieben.

Morph Juni 25, 2015 um 19:44

@Linus

“Und dann folgt eine Aufzählung rein ökonomischer Argumente”

Sicher, es wird viel gechrieben, wenn der Tag lang ist. Mich interessiert die Praxis, nicht das Geschwätz.

“(…) und das man daher nicht einfach achselzuckend hinnehmen kann.”

Ach, Du immer mit Deinen Behauptungen! Hast Du eine Ahnung, was man so alles achselzuckend hinnehmen kann! Man kann als Europäer über 20000 ertrunkene Afrikaner achselzuckend hinnehmen. So there!

someone Juni 25, 2015 um 19:44

“die nationalstaatlichen Gebilde haben sich diesbzgl. einigermassen bewährt.”

Die nationalstaatlichen Gebilde verursachten in ihrer Blüte zwei Weltkriege.

holger Juni 25, 2015 um 19:50

someone

—>>>Die nationalstaatlichen Gebilde verursachten in ihrer Blüte zwei Weltkriege.”

Du bist noch dümmer wie ein Einzeller ehrlich… du bist genau so ein dummes Gewächs wie dei Nase Morph.

Mir hat am besten Hadrian gefallen…

Ich sachs ja, hier laufen nur Schitthucken rum…

holger Juni 25, 2015 um 19:54

Passt mal uff ihr Pullerbirnen

entweder seht ihr das Ganze im Kontext, oder ihr meldet euch für eine öffentliche Verbrennung an, um das Wärmenetz stabil zu halten im Winter.

Da habt selbst ihr wenigstens einen kleinen Beitrag geleist.

Zum Denken seid ihr eh zu doof.

QuestionMark Juni 25, 2015 um 19:59

@Morph Juni 25, 2015 um 19:44

Man kann als Europäer über 20000 ertrunkene Afrikaner achselzuckend hinnehmen. So there!

Und warum? Weil es marktwirtschaftlich einen Sinn macht!

Man kann sogar 8 Millionen Menschen einfach so verhungern lassen.
Und warum? Weil zu wenig Lebensmittel da sind etwa? Nein, es sind für alle genug Lebensmittel da.
Aber es macht marktwirtschaftlich Sinn!

QuestionMark Juni 25, 2015 um 20:14

zur Diskussion über den Nationalismus versus Internationalismus:
Hier hat weiter oben @soldat auf einen wertvollen Beitrag von Costas Lapavitsas verwiesen. In diesem wird auch auf dieses Thema eingegangen. Seine Gedanken weisen auch weit über das (typisch deutsche) naive Verständnis von Nationalismus und Internationalismus hinaus.
Costas verabschiedet sich darin schon mal von der einfältigen Vorstellung, dass Internationalismus gleichbedeutend wäre mit progressiver Politik.
Und natürlich im Umkehrschluß: Nationalismus muß auch nicht unbedingt reaktionär sein.
Tatsächlich verhalten sich die Dinge ja so: Erst wenn sich eine Nation über eine andere stellt (Motto: “Mein Land ist besser als deins”) wird Nationalismus gefährlich. Besser wäre es diese Variante deshalb einfach immer als Nationalchauvinismus zu titulieren und negativ zu konnotieren.
Dahingegen stellt die Nation lediglich eine Organisationsform dar, die auf gemeinsame Sprache, Kultur und Traditionen setzt.
Ähnlich wie eine Stadt auch lediglich eine räumliche Einheit bildet (also nur eine zusammenfassende Organisationsform mehrere Haushalte) die erstmal relativ wertfrei gesehen werden kann. Bei der Stadt setzt man dann natürlich nicht unbedingt auf Kultur etc sondern auf den räumlichen Zusammenhang (gemeinsame Infrastruktur etc.).
Genauso sind dann natürlich internationale Organisationen nicht automatisch “gut”. Costas stellt die Frage: Nützen oder schaden sie den Selbstentfaltungsmöglichkeiten des Einzelnen? Also: Bedienen sie die Hierarchen oder die kleinen Leute?
Und mit diesem Ansatz kommt man dann auch voran. Das hat der Costas doch gut gemacht!

Linus Juni 25, 2015 um 20:25

“Mich interessiert die Praxis, nicht das Geschwätz.”
Mir scheint doch, dass hier das Geschwätz wesentlicher Bestandteil der Praxis ist.

“Man kann als Europäer über 20000 ertrunkene Afrikaner achselzuckend hinnehmen.”
Wenn die kein Problem wären, dann wären sie ja wohl kaum ersoffen.

Es ist doppelt peinlich, wenn man mit offenkundigen Blödsinn auch noch ‘reüssiert’.

ruby Juni 25, 2015 um 20:35

USA sind doch behauptet besser…
Guthändler für Moralapostler bis das die Drohne dich zerstört.

ruby Juni 25, 2015 um 21:55

Und die Moral von der Geschicht
https://www.youtube.com/watch?v=7J2oijo9958

Soldat Schwejk Juni 26, 2015 um 00:05

Es wäre natürlich reaktionärer Unsinn anzunehmen, daß es im Rationalstaat so etwas wie eine Volksgemeinschaft gäbe, in der soziale Gegensätze unwichtig oder zweitrangig werden.

Der Punkt ist vielmehr der, daß es im Rationalstaat überhaupt erst ein institutionelles Spielfeld gibt, in dem soziale Konflikte so ausgefochten werden, daß Schütze Arsch zumindest etwas Verhandlungsmacht mitbringen kann.

Der Rationalstaat hat (mit wenigen Ausnahmen) eine einheitliche Bildungs- und Verwaltungssprache, die so etwas wie Gesellschaft ermöglicht. Also einen Diskursraum, in dem die “Eliten” wenigstens einigen elementaren Erklärungszwängen unterliegen und in dem ein gemeinsames Verständnis von sozialen Problemen und so etwas wie ein sozialer Kitt entstehen kann. Das ist die Voraussetzung für Demokratie und ein Minimum an Transparenz. Außerdem hat der Rationalstaat einen in den sozialen Kämpfen der Vergangenheit etablierten und relativ autonomen Rechtsrahmen, der dem Schützen Arsch zumindest einige Instrumente gegen die Eigentümer und Funktionseliten in die Hand gibt. Und eine gesellschaftliche Organisation “von unten” in Gestalt von Gewerkschaften, Bürgerinitiativen etc. gibt es auch nur auf der rationalstaatlichen Ebene in größerem Maße, da spielt wieder die Sprache eine Rolle.

Natürlich sind auch im Rationalstaat manche ‘gleicher’ als die anderen, aber es haben die ‘Ungleicheren’ wenigstens Organisationen und Rechtstitel. Die Verlagerung von Kompetenzen auf den EU-Irrationalstaat dient ja vielfach gerade dazu, jene Organisationen zu entmachten und jene Rechtstitel außer Kraft zu setzen oder jedenfalls prekär werden zu lassen. TTIP ist ein Beispiel, etliche Entscheidungen des EuGH v.a. zu Arbeitsmarktfragen sind ein anderes, und das Troika-Vorgehen in Griechenland ist ein besonders krasses.

Ein Teil der “Eliten” war immer “europäisch”, das ist nichts Neues. Schon der alte Hochadel. Der Rationalstaat, das ist die Republik. Auch wenn einige sich noch einen gekrönten Grüßonkel oder -tante leisten, de facto ist der Rationalstaat eine Republik, deren Funktionsbedingung eine staatsbürgerliche Gesellschaft ist. (Und das hat aber auch gar nichts mit solchen Sachen wie “Rasse” zu tun.)

Es gibt eine deutsche, französische, griechische, dänische etc. staatsbürgerliche Gesellschaft. Der Einzelne kann natürlich u.U. je nach biographischer Prägung auch Teil zweier staatsbürgerlicher Gesellschaften sein. Aber es gibt in diesem Sinne keine europäische Gesellschaft. Die europäische Gesellschaft ist eine “bessere Gesellschaft” der höheren Funktionseliten. Sie kann gar nichts anderes sein, derzeit und in der absehbaren Zukunft jedenfalls nicht.

Ein Staat ohne Gesellschaft ist aber kein Rationalstaat, sondern ein Irrationalstaat.

Und klar, es gilt im Zweifel: Der Hauptgegner steht im eigenen Rationalstaat. Nur nutzt er eben die Institutionen des europäischen Irrationalstaates, um sich unangreifbar zu machen. Es ist hier zwischen Akteuren und Institutionen zu unterscheiden. Natürlich gibt es ein deutsches Oligarchat, das mit anderen Oligarchen das Spielfeld des EU-Irrationalstaates geschaffen hat, um die republikanischen Spielregeln des Rationalstaates für sich aufzuheben.

Insofern einverstanden mit @QuestionMark Juni 25, 2015 um 20:14. Nur den Ausdruck “Nationalismus” würde ich nun wahrlich nicht positiv besetzen wollen. Da hängt zu viel ungutes Zeugs dran. Vielleicht sollte man sagen: “staatsbürgerliches Bewußtsein” oder so…

Wir hatten dazu hier schon vor längerer Zeit mal eine Unterhaltung, in deren Verlauf auch die Möglichkeit erörtert wurde, eine Fliege könnte auf den Bildschirm kacken und statt “rationaletatistisch” wäre dann “nationaletatistisch” zu lesen. Jedenfalls, man muß da genau sein und sich von allen nationalistischen Regressionen sofort abgrenzen…

OT @someone

—> “Aber du wirst natürlich erklären, dass die Duma eh’ nichts zu sagen hat”

Die Duma? Wenn ich das recht verstehe, dann sind es zwei Abgeordnete, offenbar Hinterbänkler, die mal in die Presse wollten.

—> “und diese Dinge vollkommen unbedeutend sind.”

Ja. Allerdings.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 07:38

“die nationalstaatlichen Gebilde haben sich diesbzgl. einigermassen bewährt.”

Die nationalstaatlichen Gebilde verursachten in ihrer Blüte zwei Weltkriege.

Tja,
die Kultur und die Ethik der Neoliberalen
verlogen, zynisch und frech
Die freie Marktwirtschaft, (== Kapitalismus) verursachte zwei Weltkriege und unzählige Kriege und Revolutionen.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 07:41

Altes China war eben ein Staat, das wie kein anderer als Nationalstaat zu bezeichnen wäre
Es war die friedlichste (was die Agression nach außen betrifft) Zivilisation die es je gab
Die blutrünstigsten und agresivsten Staaten waren die liberalen GB und USlamistan

Systemfrager Juni 26, 2015 um 07:50

Und der Kapitalismus ist so unmenschlich wie es der Kommunismus, abgesehen die Zeiten der Revolution und der Konterrevolution, nie war:

„Ein 1995 in Schanghai geborenes Baby hatte größere Chancen, das erste Lebensjahr zu vollenden, größere Chancen, lesen und schreiben zu lernen, als ein in New York zur Welt gekommenes. Auch seine Lebenserwartung lag um zwei Jahre höher.“ Und mit den hoch gepriesenen bürgerlichen Freiheiten des neoliberalen Kapitalismus steht es ebenfalls schon lange nicht mehr zum Besten. So waren 1996 in den USA mehr als 1,6 Millionen Menschen unter teils unmenschlichen Bedingungen eingekerkert, was eine Verdoppelung in knapp zehn Jahren bedeutet. Damit hat die gesamtgesellschaftliche Sträflingsquote diejenige der stalinistischen Sowjetunion zur Zeit des Gulag überschritten, stellte die liberale Wirtschaftswoche verwundert fest, als sie den Rückgang der Kriminalität mit der Praxis der „Zero Tolerance“ lobte.[Hand abhacken, Wirtschaftswoche, Nr. 52, 1997.]

Nur als sich der Kapitalismus vor dem Kommunismus fürchten musste, war er zivilisiert. Das ist nicht mehr der Fall, jetzt kommt er wieder zu seinem “natürlichen” Zustand zurück, wie ihn Karl im 19. Jh beschrieben hat

Systemfrager Juni 26, 2015 um 07:52

Tja, da haben schon etliche bemerkt
Karl schieb seine Kapitalismusanalyse nicht für das 20 sondern für das 21 Jh

Systemfrager Juni 26, 2015 um 08:02

Ein Vorgeschmack über die unmittelbare Zukunft:

Manche Analytiker wissen ganz genau, daß der Sozialismus für allemal mausetot sei. Dafür spricht wenig. Die unvermeidliche Klassenspaltung im digitalen Kapitalismus wird soviel Erbitterung produzieren, daß die Nachfrage nach Remedur zwingend werden dürfte. Ob man die neuen Rezepte dann „sozialistisch“ nennt, ist egal.

Peter Glotz, ein deutscher Politiker (SPD) und Publizist

„Alles in allem: Wir sind nun auch reif für eine stationäre Wirtschaft und schicken die „dynamische“ Wirtschaft des Kapitalismus dahin, woher sie gekommen ist: zum Teufel.“

Werner Sombart, ein deutscher Soziologe und Volkswirt

„Es ist der falsche Sozialismus, der gescheitert ist, nicht die Verwirklichung des echten Sozialismus. Hingegen ist der Kapitalismus, der gescheitert ist, der echte Kapitalismus, und nicht der falsche Kapitalismus. Der Sozialismus scheiterte, weil er nicht verwirklicht wurde. Der Kapitalismus scheiterte, weil er verwirklicht wurde.“

Ernesto Cardenal, Befreiungstheologe und Priester, Poet und Politiker

Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr „Armageddon“. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt „unkontrollierter Kapitalismus“.

Carl Friedrich von Weizsäcker

Je ein Kapitalist schlägt viele tot. … Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt.

Karl Marx

Ein KZ in der Nachbarschaft Juni 26, 2015 um 08:25

Nationalismus ist eine Alternative?

@ QuestionMark

“Dahingegen stellt die Nation lediglich eine Organisationsform dar, die auf gemeinsame Sprache, Kultur und Traditionen setzt.”

Erster Teil ja und nach dem Komma nein. Deutschland dient der Organisation seiner Bürger. Uns ist gemeinsam, dass wir den selben Pass haben, unter der selben Regierung leben und uns an die selben Gesetze zu halten haben. Nationale Zugehörigkeit ist ein formales Ding. Vielleicht ne abstrakte Identität. Was uns identitätsstiftend bestimmt, sind reale Faktoren. Arbeitsloser, Politiker, Unternehmer, Single, in einer Familie lebend, gesund, krank, stark, Mieter, Eigenheimbesitzer, Muslim, Unternehmer,… so watt prägt uns. Die gesellschaftlichen Unterschiede bilden nationenübergreifend den Alltag von Menschen.

Nationalisten sind an dieser Stelle so geistesgestört, wie Anhänger von religiösen Kulten. Für die ist das keine formale Sache. Ein Deutscher. Ich bin ein Deutscher. Ich hab einen Pass, der mich als Deutscher auszeichnet und in dem Gebiet, in dem ich lebe, hat irgendwer mal ne Grenze drum gezogen. Gut bin ich jetzt ein Deutscher. Nationalismus hat aber genau damit nichts zu tun. Gesetze, Verwaltung, staatliche Grenzziehung und staatlicher Herrschaftsanspruch und so. Nationalismus bedeutet, dass du eine bestimmte Eigenschaft in dir hast. Es geht Nationalisten doch nicht um deinen deutschen Pass, sondern um dein Wesen. Dein deutsches Wesen. Wer von Verfassungspatriotismus redet, hat von Nationalismus keine Ahnung und noch nie einen Nationalisten kennen gelernt.

An nationalistischen Bewegungen gibt es nichts positives. Die sind etwas irre. Keiner kann bestimmen, wo er geboren wird. Nationalisten tun aber so, als wenn Deutschsein, eine Leistung ist. Nationalisten lieben ihr Land und sind stolze Deutsche, weil sie sich für etwas besseres halten. Besser als Nichtdeutsche. Ansonsten hätten Nationalisten den Nationalismus nicht erfinden brauchen. Nationalisten kennen keinen Selbstzweifel. Fanatismus gehört dazu. Wenn du Deutschland kritisierst, bist du antideutsch. Nationalismus bedeutet, dass die Liebe zur Nation so stark ist, dass du niemals dich fragst, ob ein Leben, irgendwo anders vielleicht besser ist. Du hältst immer zu Deutschland, weil du Deutscher bist. Eigentlich vollkommen inhaltsleer. Nationalismus eben. Der Nationalist identifiziert sich derart mit seiner Nation, dass so Sachen wie Exportweltmeister, Standortkönig und “wir sind Papst”, zur persönlichen Sache werden. Ob ich einen persönlichen Vorteil davon habe, auf so ne Frage kommt ein Nationalist nicht. Es geht um Deutschland und bei allen Nationalisten, überall auf der Welt, gibt es diese Parteilichkeit der Bekloppten.

Nationalisten glauben, dass sie ihre persönlichen Interessen immer bescheiden halten, damit es der Volksgemeinschaft und dem geliebten Vaterland besser geht. Bei denen gibt es nen ausgeprägten Fetisch-Führer. Ich unterwerfe mich der Volksgemeinschaft, selbst wenn gegen Teile der Bevölkerung, von der nationalen Obrigkeit aus, Verbrechen begangen werden, wenn es der Nation dient, bin ich damit einverstanden. Denn meine nationale Führung weiß am besten, was gut für mich ist. Am Arsch. Als wenn die nationale Führung nicht von ihrem eigenen Standpunkt aus entscheidet.

“Besser wäre es diese Variante deshalb einfach immer als Nationalchauvinismus zu titulieren und negativ zu konnotieren.”

Sanfter Nationalismus oder Nationalismus light gibt es nicht. Ohne Opfer funktioniert Nationalismus nicht. Du liebst ein Land und deine Liebe ist kompromisslos. Sonst bist du kein Nationalist. Was sind für dich Menschen, die nicht alles für Deutschland geben? Undeutsch. Kann es Nationalisten geben, die nicht alles für ihre Nation geben? Nein. “Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen”. Im Nationalismus ist kein platz für “Vaterlandsverräter”. Frauenhass und Schwulenhass kommen von der Religion und Ausländerhass kommt vom Nationalismus. So einfach ist murmeln. Ein Mensch ist nur gut und nützlich, wenn er der Religion dient und alles was der Nation schadet, gehört bekämpft. Darum funktioniert auch Patriotismus, die vermeintlich zivilisierte, moderne Variante von Nationalismus nicht. „Der Patriotismus hat ja, was unter Onkologen unstrittig ist, einen kleinen, fiesen Bruder namens Nationalismus, welcher unbemerkt im Schatten seines Bruders wächst und gedeiht, bis er groß genug ist, selbst nach der Macht zu greifen. Oder anders ausgedrückt: Nur in einem patriotisch aufgeheizten Treibhaus kann Rassismus gedeihen. Deshalb muss ein wirklicher Antifaschismus dieses Treibhaus zerschlagen.“ http://annaundarthur.blogsport.de/2011/09/27/kiezkicker-10/

Nationalismus, egal ob er von Habermas und Derrida oder von glatzköpfigen Kameraden präsenter wird, macht aua und ist damit scheiße.

peewit Juni 26, 2015 um 08:30

@Systemfrager

Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr „Armageddon“. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt „unkontrollierter Kapitalismus“.

Carl Friedrich von Weizsäcker

Hatten wir schon einmal. Ich habe das Buch daraufhin durchgesehen. Die Zitate sind in der Ausgabe, die ich auftreiben konnte, nicht zu finden. Hast du eine genaue Quellenangabe? Würde mich sehr wundern.

Wer den Duktus der Schriften von von Weizsäcker noch im Ohr hat, wird die Zitate für einen Fake halten: Die sind so unweizsäckerisch wie nur möglich. M. E. kann nur jemand, der nie eine Zeile von ihm gelesen hat, auf diesen Schwindel hereinfallen. Also, bis ich den Beweise der Autorschaft schwarz auf weiß vor mir habe, behaupte ich, dass dieses Zitat gefälscht ist.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 08:38

@Ein KZ in der Nachbarschaft
Tja, ein Deutscher ist eine traurige Figur, weil er nie begriffen hat, was der Nationalstaat ist. Wie üblich, er geht immer in Extreme und dann ist, wie du sagst alles “Scheiße”

»Man befahl uns [Deutschen] den Patriotismus und wir wurden Patrioten; denn wir tun alles was uns unsere Fürsten befehlen. Man muß sich aber unter diesem Patriotismus nicht dasselbe Gefühl denken, das hier in Frankreich diesen Namen führt. Der Patriotismus der Franzosen besteht darin daß sein Herz erwärmt wird, durch diese Wärme sich ausdehnt, sich erweitert, daß es nicht mehr bloß die nächsten Angehörigen, sondern ganz Frankreich, das ganze Land der Zivilisation, mit seiner Liebe umfaßt; der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin daß sein Herz enger wird, daß es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, daß er das Fremdländische haßt, daß er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will.«

Heinrich Heine

Aber das ist unwichtig, sondern was anderes:

Eigentlich stehen sich die komparativen Vorteile und die Globalisierung in einem logischen Widerspruch gegenüber. In einer globalen Wirtschaft ohne Grenzen gäbe es keine komparativen Vorteile mehr, weil wir dann nur so etwas wie einen Binnenmarkt einer großen Volkswirtschaft hätten. Warum sollte aber eine große laissez-faire Weltwirtschaft erfolgreich sein, wenn bisher noch keine laissez-faire Volkswirtschaft erfolgreich gewesen ist? Haben uns nicht gerade die Liberalen immer darüber belehrt, dass etwas im Großen nie gelingen kann, wenn es schon im Kleinen versagt hat? Wo sie Recht haben, haben sie Recht. Eigentlich hört sogar ein gut funktionierendes Mikrosystem irgendwann auf zu funktionieren, wenn wir es immer weiter linear vergrößern. Unsere ganze Erfahrung bestätigt dies. Bereits vor vier Jahrhunderten stellte Galilei fest, dass, wenn wir Schiffe, Paläste oder Tempel von gewaltiger Größe bauen wollten, ihre Rahmen, Balken und Gurte nicht mehr zusammenhalten würden. Dasselbe gilt auch für die Aufbauweise des ganzen Universums. Bekanntlich kann ein Atom nicht beliebig groß sein. Vergrößert sich die Zahl seiner Nukleonen, wird es zunehmend unstabiler, so dass die Atome, die mehr Nukleonen als Uran haben (238), auf der Erde nur als künstliche Produkte bekannt sind, die dann in kürzester Zeit zerfallen. Auch chemische Moleküle kann man nicht beliebig – wie es auf Grund ihrer chemischen Valenz vorstellbar wäre – immer weiter ausbauen. Der Makrokosmos hat auch eine verschachtelte Struktur und nicht anders ist es mit lebendigen Systemen. Kein Baum und kein Tier kann über eine bestimmte Größe hinaus wachsen, so der Biologe D. W. Thomson (On Growth and Form). Die allgemeine Erklärung, warum ein funktionsfähiges reales System nicht so wachsen kann, dass es nur mengenmäßig immer größer wird, ist nicht schwierig. Vergrößert ein System die Zahl seiner Elemente, so wächst überproportional die Zahl seiner Interaktionen und Vernetzungen; dadurch wird es zunehmend instabil und gegenüber äußeren Störungen verwundbar. Deshalb verlangt die Stabilität des Systems immer die Bildung einer verschachtelten Struktur von relativ autonomen Subsystemen. Ein stabiles System setzt immer eine Struktur voraus, deren Interaktionen innerhalb seiner Elemente oft und intensiv ist; die Zahl der Interaktionen nach außen darf dagegen nur beschränkt und ihr Einfluss auf das Ganze nicht übermäßig stark sein.

Wenn wir auf unserem Planeten wirklich ein würdiges Leben für alle Menschen schaffen wollen, müssen wir uns schnellst möglich von den sozialromantischen Träumereien über eine posthistorische universelle Weltordnung verabschieden. Wer also meint, wir sollten uns mit der globalen Weltwirtschaft abfinden und nach weltumspannenden Steuerungen oder Regelungen suchen, um sie human und sozial zu gestalten, hat das Wichtigste noch nicht verstanden. Die Globalisierung ist kein geordnetes „System“ und hat keine bestimmten Strukturen und Institutionen, die wir ändern und umgestalten könnten. Sie ist ein absichtlich verursachtes und gezielt gefördertes Chaos, in dem das von den nationalen Verpflichtungen befreite Kapital raffiniert, mehr oder weniger legal, ausbeuterische Praktiken in großem Stil betreibt. Meinen wir wirklich im Ernst, wir würden den multinationalen Konzernen, die über ein Gebiet herfallen, krumme Geschäfte mit den lokalen Machthabern machen und dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit der Beute verschwinden, allgemein verbindliche Regelungen und Institutionen aufzwingen können? Wer wirklich an internationale Abkommen glaubt, sollte nachdenken, warum sich etwa Flugkerosin und Schiffstreibstoff nicht weltweit besteuern lässt, obwohl dies in technischer Hinsicht die mit Abstand einfachste Aufgabe wäre, die man sich vorstellen kann. „Die heutige linke Mode, in die fernere Zukunft und auf einen Weltstaat zu blicken, ist so nutzlos wie der Glaube an Marxens Geschichtsphilosophie, für den sie ein Ersatz geworden ist. Beide sind ganz unerheblich für die Frage, wie man verhindern kann, daß wieder erbliche Kasten entstehen oder daß sich rechte Populisten das Ressentiment dagegen zunutze machen“, mahnt der bekannte amerikanische Philosoph Richard Rorty an, der selber zu den Linken gehört. „Die Linke muß damit aufhören, sich immer abstraktere und verstiegenere Namen für Šdas System‹ auszudenken und stattdessen beginnen, inspirierende Zukunftsvorstellungen für unser Land zu entwickeln“. Ja, wir brauchen einen inspirierenden Patriotismus, oder, wenn man so will, einen Regionalpatriotismus von links. So etwas wie der Weltstaat oder die Weltregierung sind nichts anderes als alte Illusionen von realitätsfremden linken Intellektuellen, die überzeugt sind, dass die Menschheit besser als der Mensch sei.

Der Ökonom mit dem Hammer

Systemfrager Juni 26, 2015 um 08:47

behaupte ich, dass dieses Zitat gefälscht ist

Habe ich schon mehrere Mal gesagt
Ein Jude wäre verrückt, wenn er im KZ erklären wollte, dass er ein Mensch ist
Deshalb ist es mir scheißergal. was solche wie du behaupten. Die halte ich für diskussionsunwürdig. Ich führe diese Diskussion nicht um dich zu überzeugen, sondern diejenigen, die noch nicht wie du ideologisch verblendet (oder korrumpiert) sind

peewit Juni 26, 2015 um 08:54

@Systemfrager

Ich führe diese Diskussion nicht um dich zu überzeugen, sondern diejenigen, die noch nicht wie du ideologisch verblendet (oder korrumpiert) sind

Tja, immer zu. Fragt sich nur, wen man mit gefälschten Zitaten überzeugen kann? Eigentlich doch wohl eher ideologisch verblendete, unkritische Zeitgenossen.

Tolle Sache, das.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 08:59

@peewit

sapienti sat

Sei mir nicht böse, aber wenn es wirklich nicht bitternötig ist, ich verschwände nicht eine µs meiner Zeit mit solchen wie du

peewit Juni 26, 2015 um 09:09

@Systemfrager

Sei mir nicht böse, aber wenn es wirklich nicht bitternötig ist, ich verschwände nicht eine µs meiner Zeit mit solchen wie du

Keine Bange, ich bin dir nicht böse. Harmlosen Bekloppten wie dir kann ich gar nicht böse sein.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 09:12

@peewit
danke

peewit Juni 26, 2015 um 09:18

@Systemfrager

Non c’è di che!

Ein KZ in der Nachbarschaft Juni 26, 2015 um 09:32

@ Systemfrager

“Tja, ein Deutscher ist eine traurige Figur, weil er nie begriffen hat, was der Nationalstaat ist. Wie üblich, er geht immer in Extreme und dann ist, wie du sagst alles “Scheiße””

Nee,ne? Lies das Buch: “Vorwärts in die Vergangenheit”.

Ein KZ in der Nachbarschaft Juni 26, 2015 um 10:13

@ Systemfrager

Mach mal weidda mit deinem sozialen Nationalismus. So Reichsrestgeld statt Euro und am Ende ne Endlösung für Volksschädlinge. Mal ehrlich, hast doch sicher ordentlich Klassenkeile früher in der Schule kassiert? Alle haben se auf dir rumgehackt? Weil du vielleicht der Kleinste, Dööfste, Schwächste warst? Liebe Nationalisten gibt es nicht. Gibt ja auch keinen lieben @ Systemfrager. Aber für einen Lacher bist du immer wieder gut.

https://www.youtube.com/watch?v=_nODi6OECzs

Systemfrager Juni 26, 2015 um 10:50

Was würde ich tun, wenn ich ein Milliardär wäre, der sich mit andern Milliadären auf Bällen, beim Picknick, auf Luxusschiffen trifft, vorschlagen, um das System zu retten.
Ich würde die dümmsten Gutmenschen, also die alten Linken auf alle möglichen Weisen unterstützen und sie gegen die Rechten hetzen
Divide et impera!
Ach ja, fast habe ich vergessen.
Und überall dort, wo die Schwulen das verlangen, was ihnen nicht gehört, würde ich diese dummen Linken schicken, damit sie helfen

Linus Juni 26, 2015 um 11:16

Interessante Einblicke zu den griechischen Finanzen :
http://www.lolgreece.blogspot.ch/

Ein KZ in der Nachbarschaft Juni 26, 2015 um 11:46

“Und überall dort, wo die Schwulen das verlangen, was ihnen nicht gehört, würde ich diese dummen Linken schicken, damit sie helfen”

Tja @ Systemfrager , mein Unternehmen New World Order Ltd. Schließlich finanziere ich ja alles, was so an Widerstand unterwegs ist, – von Frieden für Russland bis Deutschland ist eine GmbH. Übrigens Agent Systemfrager darfst du so was doch nett öffentlich schreiben!

https://www.youtube.com/watch?v=8Rz25RbciEc

snozin Juni 26, 2015 um 13:02

@ Soldat Schwejk

>>> ” Jedenfalls, man muß da genau sein…”

Vielleicht könntest du, anstelle von Anführungszeichen beim Wort Eliten und gar Funktionseliten, besser den Begriff Netzwerkspinnen einführen. Es mögen da im Nach-Komma-Bereich mit der Taschenlampe ein paar nützliche Exemplare zu finden sein. Der überwiegende Teil dieses reisenden Diäten-, Zulagen-, und Aufwands”entschädigungs”adels sorgt doch nur noch für sich selbst. Man könnte diese Kaste auch als Clownerie in den Pausen zwischen selbst geschaufelten Hügeln und inszenierten Gipfeln bezeichnen.

Systemfrager Juni 26, 2015 um 13:31

China hat am Freitag einen Bericht über die
Lage der Menschenrechte in den USA
veröffentlicht. Der Bericht dient als Antwort auf den am Vortag vom US-Außenministerium veröffentlichten Report über Verletzungen der Menschenrechte weltweit.

ruby Juni 26, 2015 um 16:05

@ hh
hat das zeug zur 12″ maxi
https://www.youtube.com/watch?v=VPRjCeoBqrI
klavier unwahrscheinlich dynamisch und arhythmisch ?

ruby Juni 26, 2015 um 16:26

Griechenland wird seine Kreditaufnahme niemals mehr über “freie” Märkte decken können.
Ein endloses Monopoly der illegalen Staatsfinanzierung als Grundlage der europäischen Währungsunion mit Versprechen der Unglaubwürdigkeiten im Selbstüberzeugungsmodus.

antiidentitär Juni 26, 2015 um 16:50

“”Bixit”: Ökonomen fordern Ausschluss von Bild-Zeitung aus Eurozone, damit Krise in Ruhe gelöst werden kann ”

http://www.der-postillon.com/2015/06/bixit-okonomen-fordern-ausschluss-von.html

Uzaki Juni 26, 2015 um 17:26

@ Linus

“Sieh dir mal oben das Zitat in Uzaki’s Post an: “Wir brauchen mehr EU”. Und dann folgt eine Aufzählung rein ökonomischer Argumente, und zwar nicht mit dem Motiv der Prosperität, sondern aus der Angst, eben diese zu verlieren. ”

Und?! Die EU und den längsten Frieden der europäischen Geschichte verdanken wir der Wirtschaft. Wäre die Gründungsidee politisch – und/oder kulturell begründet gewesen, hätten wir heute noch keine EU. Es ist auch nicht unbedingt Angst vor Verlust, sondern der Wille weiter gut zu leben. Wenn es woanders besser sein soll, dann ist dass ok, aber nicht um den Preis, dass es bei mir dafür schlechter ist.

Soldat Schwejk Juni 26, 2015 um 17:40

http://www.sven-giegold.de/2015/griechenland-krise-kein-pardon-mehr-fuer-merkel/

Giegolds Argument mit der europäischen Einigung muß man nicht teilen, und der Ruf nach der Mutti scheint ja erst mal keinen Erfolg gehabt zu haben. Aber die beiden angeschlossenen Links sind recht informativ. Im ersten verlinkten Dokument (FT) sieht man, was die “Institutionen” so für Veränderungen im Vergleich zum griechischen Entwurf vom Montag gefordert haben. – Also um sowas wie “Schuldentragfähigkeit” geht’s da wohl schon lange nicht mehr, eher um ein ‘neoliberales’ Experiment.

Unter sprachlichen Gesichtspunkten interessant ist der anglo-globalisierte Euphemismus für größere Ungleichverteilung von Einkommen. Im Deutschen hat ja mal jemand den Ausdruck “Lohnspreizung” erfunden, so als ginge es um eine Übung von Turn-Opa Jahn. In “English as Lingua Franca” (ELF) dagegen heißt es “decompression of wage distribution”. Aha, Dampfkesselmetaphorik… Die “Institutionen” hielten es an der Stelle dann noch für sinnvoll, die Passage “in both directions” einzufügen. – Dummredner aller Länder, vereinigt euch!

petervonkloss Juni 26, 2015 um 18:22

Tja, die englische Sprache hält mit der deutschen nicht stand.

Manfred Peters Juni 26, 2015 um 19:14

@ Schwejk
Wie der gut ausgebildete ostsozialisierte polytechnische Oberschüler weiß, entsteht bei einer Dekompression Kälte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kompressionsk%C3%A4ltemaschine
So auch soziale Kälte! :-(

someone Juni 26, 2015 um 20:56

Die letzte Erhöhung im Jahr 2011 führte zu den derzeit gültigen Sätzen von 23% für die normale Besteuerung, ermäßigter Steuersatz von 13% und den stark ermäßigter Steuersatz von 6,5%.

Ermäßigt besteuert werden mit 13%
Nahrungsmittel
Wasser
Personenbeförderung
Landwirtschaftliche Güter

Stark ermäßigt mit 6,5% werden berechnet auf:
Arzneimittel
Bücher
Zeitungen, Zeitschriften
kulturelle Veranstaltungen
Hotelbeherbergungen

http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/mehrwertsteuer-griechenland.html

Mmmmmhhhh….also so dramatisch sieht für mich die Steuererhöhung jetzt nicht aus. Und ansonsten sehe ich da eigentlich auch nichts skandalöses.

ruby Juni 26, 2015 um 21:50

@ someone

also ich korrigiere meinen ersten Entwurf fürs Fressen auf europaeinheitliche 7% für alle wegen einheitlicher Lebensverhältnisse
;-)

someone Juni 26, 2015 um 21:56

Ein Hoch auf die FDP!
FREIHEIT FÜR GRIECHENLAND UND MÖVENPICK!

ruby Juni 26, 2015 um 22:16

https://www.youtube.com/watch?v=D2o99jGlZ2o
bessere Vinylqualität geht nicht…

ruby Juni 26, 2015 um 22:22

Goth vom feinsten für someone
https://www.youtube.com/watch?v=mPNLrmPJ_SM
dance yourself free

someone Juni 26, 2015 um 22:44
ruby Juni 26, 2015 um 22:52
topi Juni 26, 2015 um 23:09

Heute dürfte klar sein, welche Möglichkeiten es im Tourismus in Griechenland gibt.

Eagon Juni 26, 2015 um 23:21

Wir brauchen die EU, um gemeinsam Schutzzölle gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland erheben zu können.

Der Kauf der Bildzeitung ist genau so irrational.

Wie eine Partei zu wählen die TTIP oder Ceta will.

Wie macht man Europa zu einem Projekt der kleinen Leute?

Der öffentlich rechtliche Rundfunk tut in Gestalt des Herrn Krause, und vieler anderer genau das Gegenteil.

Warum?

topi Juni 26, 2015 um 23:21

matt_us Juni 25, 2015 um 11:40

“Grexit: 240 Mrd + 120 Mrd Target2
Kein Grexit, aber Stundung der Haelfte der Schulden GR gegenueber EU Institutionen: 120 Mrd.

Ein 240 Mrd Unterschied, oder?”

Also kein Grexit.
Und dann sind die griechischen Banken wieder gesund?
Im Raum steht ein Fünfmonatspaket, die Grexit-Gefahr wird nicht sehr viel geringer sein.
Damit bleiben die Haupthindernisse für Investitionen im Raum.

Und die griechischen Banken strukturell Pleite, ELA damit weg.

Und die notwendige Rekapitalisierung muss in Euro statt in Drachme von der nationalen Notenbank erfolgen.

Also soooo einfach ist die Rechnung nicht.

someone Juni 26, 2015 um 23:30

Die Iren hatten zwischenzeitlich auch über 100 Mrd. ELAs, sind inzwischen wieder runter und Irland ist um einiges kleiner als Griechenland. Die werden zwar noch viel Freude mit ihrer Bankentreuhand aka Nama haben, aber das kann man auch strecken und bietet in Irland durchaus auch die Möglichkeit, wieder erschwinglichen Mietraum anzubieten, anstatt dass überschuldete Hypothekenbesitzer auf den ewigen Preisanstieg ihrer Wohnung hoffen.

someone Juni 26, 2015 um 23:31
ruby Juni 26, 2015 um 23:54

Schon mal Dank vorweg an Alexis Tsipras, dass mit der griechischen Ablehnung der sinnlos erpresserischen Rettungszwangskredite wieder Realismus bei der Staatsfinanzierung Einzug halten wird und die Wahnirrsinnigen, Euroklaturisten der Lächerlichkeit Preis gegeben werden.

ruby Juni 27, 2015 um 00:02
someone Juni 27, 2015 um 00:05

you got cle-ean boots, you got cle-ean boots….

topi Juni 27, 2015 um 00:16

Referendum, Referendum

wird gemunkelt

Spiegel hat auch schon das Datum, 5. Juli (hätte ich jetzt auch spekuliert, dieses Datum :roll: )

someone Juni 27, 2015 um 00:17

Greek PM Alexis Tsipras announces referendum on lenders’ bailout proposals for Sunday July 5 #Greece #euro #referendum #Tsipras

Wie auch immer…

topi Juni 27, 2015 um 00:20

“TSIPRAS WILL REFERENDUM ÜBER EU-RETTUNGSPAKET
|
Griechenland erpresst Europa!”

Ja liebe Kinder, die Bildzeitung bildet euch eine Meinung.

someone Juni 27, 2015 um 00:23

Na watten Glück, dass wir nur deutsche Medien lesen, weil nur da “rationale” Gesellschaft machbar ist. Ausland ist pfui, lieber der Liese, der Springer, zujubeln…

topi Juni 27, 2015 um 00:24

Nun wird es kaum ohne Kapitalverkehrskontrollen gehen, man muss schon sehr gelassen sein, jetzt Euronen auf griechischen Konten liegen zu lassen.

Und die Troikaner sind in einer fiesen Lage; leiten sie die Pleite ein, stehen sie dumm da, das Referendum, demokratisch logisch, nicht abzuwarten.

Verschieben sie die ganz ganz ganz rote Todeslinie 30.06., nunja, sehen sie auch wie Witzfiguren aus.

someone Juni 27, 2015 um 00:26

Es gibt noch die dunkelrote am 20.7.; dann will die EZB Knete.

topi Juni 27, 2015 um 00:43

30.6. ist programmende, genauer ende der programmverlängerung

man braucht schon formale kunststücke; aber das ist ja kein problem

der andere Knackpunkt ist die Erklärung eines “Kreditereignisses”; die “Märkte” und so :roll:

topi Juni 27, 2015 um 00:47

ah, Reuters teilt die Quelle mit

” sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag zu Reuters.”

und Bloomberg weiß noch mehr
” Bloomberg meldet, Tsipras habe Angela Merkel und EZB-Chef Mario Draghi über das Referendum in Kenntnis gesetzt.”

und wer griechisch kann, noch mehr

” Griechische Medien berichten, dass das Parlament bereits am Samstag einen Beschluss für die Abstimmung fassen könnte.”

“Tsipras hat angeblich bereits den Staatspräsidenten informiert und mit dem Chef der größten Oppositionspartei Nia Demokratia, Antonis Samaras, gesprochen. “

someone Juni 27, 2015 um 01:03

S&P hat schon ok gesagt, weil nur IWF oder so, wobei es schon traurig ist, dass die hier was zu sagen haben. Obschon, wenn ich es mir durch den Kopf gehen lasse wie den Pastis, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass alle Parlamente zustimmen, auch wenn das Referendum positiv ausfällt.

topi Juni 27, 2015 um 01:13

Ah, eine Fernsehansprache gab es schon.

Und die Banken sollen öffnen am Montag, ohne Kapitalverkehrskontrollen; das ist nun ein richtig dicker Stinkefinger an die EZB. :roll:

Letztlich kommt genau das, was ich seit der Neuwahlankündigung sage: ein Referendum, jeder weiß, dass es um den Euro geht, aber konkret mit dem Kürzungsprogramm verknüpft, gehört ja zusammen.

Hätte man natürlich auch vor 5 Monaten haben können; aber so kann jetzt keiner behaupten, die neue Regierung wäre vorzeitig eingeknickt.

Ausgang sehe ich offen; jedenfalls Chancen für Tsipras, das ganze Theater als Ministerpräsident zu überstehen, so oder so.

Wird das Programm jedoch angenommen, geht das “Retten” ja nur in eine Zwischenrunde, im November dann der ganze Mist von vorn, und bis dahin wird es nicht voran gehen in Griechenland.

Aber die Wahlen in Portugal und Spanien sind dann vorbei, so sieht das Kalkül der Eurozonies aus.
Politik eben.

chabis Juni 27, 2015 um 01:15

5 von 12 Punkte aus Paul Mason’s instantanem Kommentar zum angekündigten Referendum
“……..
5.So Tsipras has called the referendum on the Troika offer. This is the masterstroke he has been waiting to play. The question will be: will you sign up to the economically illiterate, forever indebted plan offered by the IMF/EU or give us a democratic mandate to resist it, even if they crash our banks. Whaterver you make of this logic sitting outside Greece, it is primed to deliver the no camp a victory.

6.Even the word no has meaning. Oxi is a big act of resistance in Greece going back to the Italian occupation. Ne is not such a powerful word.

8.Where now? The ECB cannot pull ELA unless Greece is out of the programme. They will likely extend the programme to 5 July, but some will push to end it Monday. The Greek right on twitter is even now trying to spark a bank run.

11.If the ECB pulls ELA early, I have no doubt Greece will immediately default on €27bn SMP bonds issued under Greek law.

12.It may come down to: who has the biggest social power on the streets?—?the Greek left, inclduing the KKE, Syriza, the unions etc?—?or the right. Which is what Greek history has always tried not to ask since 1974.”
https://medium.com/@paulmasonnews/tsipras-goes-for-referendum-on-5-july-bf4c58d02534

topi Juni 27, 2015 um 01:20

” kann ich mir nur schwer vorstellen, dass alle Parlamente zustimmen, auch wenn das Referendum positiv ausfällt.”

die “Staatstragenden” Parteien werden noch mal auf Linie gebracht, oder es finden sich andere Koalitionen zusammen wie in der Slowakei damals.

Beispielsweise die Union, die hier groß rumtönt.

Sobald sich der Pulverdampf gelegt hat (JAAAA!!!! Die faulen Griechen sind endlich raus und saugen nicht mehr die Früchte unserer harten Arbeit” !!! ) wird doch sofort klar: die versenkten hundert deutsche Milliarden sind ganz direkt die Milliarden von Schäuble und Merkel.

Da wird sogar die schrottreife AfD wieder reüssieren können. Gute Nacht

someone Juni 27, 2015 um 01:32

Pro Annahme sehe ich in jedem Fall. Das wird ein Plebiszit, sind Referenden ja meistens und wenn sich irgendwer in 16/17 beschwert, wird schlicht auf diese Abstimmung verwiesen. Die Frage ist, ob die anderen mitmachen.

someone Juni 27, 2015 um 01:36

Das ist ein Argument, topi.

bleistift Juni 27, 2015 um 01:46

Uiuiui.

Dat war knapp.
Aber Deutschland schlägt Frankreich im Elfmeterschießen.

Mal ‘ne Frage. Weil ich ja nix verstehe. Da mache ich jetzt mal einen auf Sokrates und Mäeutik.
Also lieber @Schwejk und lieber @topi (gottgleicher Denker), ihr tretet ja für einen Austritt Griechenlands aus dem € ein.
Euch ist möglicherweise schon aufgefallen dass auch zum Bsp. die FAS, FAZ oder das Handelsblatt ähnliche Ansichten vertreten.
Nun seid ihr beide überzeugte Linksradikale. Die Leute von der FAZ, FAS oder dem Handelsblatt kann man wohl ohne Übertreibung als Erzkonservative, Nationalkonservative oder auch als Wirtschaftsliberale bezeichnen.
In diesem Fall seid ihr beide nun ein und derselben Meinung. Obwohl eure Zielsetzungen wohl einigermaßen entgegen gesetzt sind.

Meine Frage lautet nun: Wo liegt der Denkfehler?
Also nicht Eurer. Denn ich gehe einfach mal davon aus, dass ihr keine Denkfehler macht. Und würdet ihr Denkfehler machen, wärt ihr so intelligent sie sofort zu merken.
Deshalb muss der Denkfehler bei der FAZ, FAS oder dem Handelsblatt liegen. Logisch.

Meine Frage lautet nun: worin liegt dieser Denkfehler?
Die FAZ, FAS oder das Handelsblatt unterstützen einen €-Austritt Griechenlands und sehen anscheinend nicht, dass das total linksradikal ist. Wie kann das sein?

bleistift Juni 27, 2015 um 01:48

So und nun natürlich China – USA.
Go Team USA!

bleistift Juni 27, 2015 um 02:06

@ Schwejk

“Ein Teil der “Eliten” war immer “europäisch”, das ist nichts Neues. Schon der alte Hochadel. Der Rationalstaat, das ist die Republik. Auch wenn einige sich noch einen gekrönten Grüßonkel oder -tante leisten, de facto ist der Rationalstaat eine Republik, deren Funktionsbedingung eine staatsbürgerliche Gesellschaft ist. (Und das hat aber auch gar nichts mit solchen Sachen wie “Rasse” zu tun.)”

Dein “Rationalstaat” hat nie existiert. Es ist der Nationalstaat den du meinst. Und der existiert im Grunde erst seit 1789.
Seit Jahrhunderten leben unterschiedliche Völker in Europa in gemeinsamen Staaten zusammen. Da gibt es das Habsburger Reich Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich, das Römische Reich oder auch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation.
Der Nationalstaat (dein “Rationalstaat”) ist ein Produkt der jüngeren Geschichte.
Vor- und Nachteile wurden desöfteren thematisiert.
Dein “Rationalstaat” fordert zum Bsp. das persönliche Opfer des männlichen Staatsbürgers auf dem Altar des Vaterlandes. Im Mittelalter wurde die Hostie dargebracht. Die Menschen konnten ihr Leben leben. Unbehelligt von den Wahnvorstellungen der Obrigkeit. In NS-Deutschland oder in der Sowjetunion dagegen waren die einfachen Leute (die Schütze Arschs dieser Welt) den Wahnvorstellungen der durchgedrehten Eliten hoffnungslos ausgeliefert.
Die EU war nie mehr als der Versuch die Vorteile der Zeit vor 1789 mit den Vorteilen der Zeit nach 1789 zu verbinden.
Die EU wird ein Vielvölkerstaat sein. Mit zahlreichen Ausahmeregelungen. Günter Grass nannte die Realität mal ein buckliges Männchen. In einer Lesung in der ich anwesend war.
Viel mehr als ein solches Männchen wird die EU nie sein. Sie wird nie einen Preis für politische Schönheit gewinnen.

bleistift Juni 27, 2015 um 02:08

Dafür aber den Friedensnobelpreis.

bleistift Juni 27, 2015 um 02:39

1:0

Verdient. Hau’ sie weg!

bleistift Juni 27, 2015 um 02:47

Sagen wir mal, ich schreibe:
“Die scheiß Griechen werden endlich rausfligen und sie werden elendiglich verrecken.!”
Dann findet das @Soldat Schwejk total konservativ.
:-)

Wenn ich sage: “Die tollen Griechen treten den scheiß Neoliberalen kräftig in den Arsch. Das ist total revolutionär!”.

Dann findet der @Soldat das total revolutionär.

Vielleicht hat der @Soldat auch einfach nur einen Schaden?

bleistift Juni 27, 2015 um 02:51

Ich bin nicht bereit für bescheuerte Zwangsvorstellungen zu sterben, mein lieber @Schwejk und mein lieber durchgedrehter @topi.
Sterbt bitte ihr den Heldentod!
Die Revolution wird es euch danken!
Das Volk dankt euch für euren heldenhaften Märtyrertod!

QuestionMark Juni 27, 2015 um 03:33

@bleistift Juni 27, 2015 um 02:06
Wenn das Handelsblatt einen Austritt Griechenlands unterstützt, dann vermutlich weil es erkannt dass dies für Griechenland Sinn macht. Das hat mit (politisch) linker oder rechter Gesinnung wenig zu tun. Das resultiert einfach aus der Faktenlage. Genau wie es nicht sinnvoll ist einen Überschuldeten NICHT in die Privatinsolvenz zu schicken.

Die rechte Gesinnung drückt sich in der derzeitigen Europapolitik aus: Beseitigung der staatlichen Souveränität Griechenlands; die Völker als Gegenstand der maßlosen Ausbeutung durch die Bankstergangs => Einführung von mehr Hierarchie und Fremdbestimmung zum Nachteil der griechischen Bevölkerung.

Oz Juni 27, 2015 um 07:11

“Putins geheimes Privatvermögen

Wladimir Putin gibt sich gern als bescheidener Präsident, der in einer kleinen Wohnung lebt und Lada fährt. Für seine Gegner ist der Kreml-Chef ein korrupter Mann, der während seiner politischen Karriere ein riesiges Vermögen angehäuft hat. Als Präsident und Premierminister lenkt Putin die Geschicke des größten Landes der Welt nun schon seit über 14 Jahren. In dieser Zeit haben er und seine Handlanger eine beispiellose Umverteilung des Reichtums vorangetrieben, deren Hauptnutznießer jene sind, die Putin nahe stehen: bei der Polizei, bei der Armee und beim Geheimdienst. Der Film folgt der Spur des versteckten Vermögens.”

http://www.ardmediathek.de/tv/Doku-in-Einsfestival/Putins-geheimes-Privatverm%C3%B6gen/Einsfestival/Video?documentId=29157296&bcastId=13980890

ruby Juni 27, 2015 um 08:17

Die Elke König macht im Herbst die nächste Bankenstressung, bei der die Griechenlandzombiebankster dann in die Insolvenz geschickt werden. Wer will denen noch Kohlen reinschieben?

holger Juni 27, 2015 um 08:18

OT ?

Finnland führt Grundeinkommen (BGE) ein…

Wäre auch was für Griechenland.

holger Juni 27, 2015 um 08:20
ruby Juni 27, 2015 um 08:22

Schätze die EZB schaltet heute die Kapitalversorgung auf Geheiss ihrer Schöpfer ab.
Shit happes – Schuld das blöde Volk …
mit ohne Referendum wäre das nicht passiert!!!
Ansonsten 100.000 $ für jeden Griechen an der Wahlurne – Draghi und Konsorten machen es möglich gleich mit Kontoeröffnung ;-)
Der US-Finanzminister hat sein ok in Arbeit.

BB Juni 27, 2015 um 09:20

*kecker, lach*

@Schwejk

Hier noch ein paar Ergänzungen

http://lostineu.eu/die-schoene-neue-welt-der-troika-2-0/

Die Idee mit dem Aldous Huxley Preis ist gut.

Manfred Peters Juni 27, 2015 um 09:48

” The end result of this needless bullying by the United States will hasten the one thing Washington fears the most: a world monetary system in which the US has no say and the dollar is relegated to playing second fiddle.”
Wenn die US-Imperialisten nicht ganz mit Pauken und Trompeten scheitern.

ruby Juni 27, 2015 um 09:48

@matt_US
Varou ist ein cooler Player, mit dem würde ich ne Runde spielen; auch weil er so tolles englisch spricht!

Selbstständig sein September 23, 2015 um 15:42

Vielleicht sollte sich die deutsche Regierung nicht in die Innenpolitik Griechenlands einmischen.

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