Hegel für Syriza

by f.luebberding on 2. Juli 2015

Der Altmeister für den Blick hinter die Kulissen ist immer noch Georg Wilhelm Friedrich Hegel. In seinem Entwurf zur Philosophischen Weltgeschichte aus dem Jahr 1830 schrieb er folgendes:

“Der große Inhalt der Weltgeschichte ist aber vernünftig und muss vernünftig sein; ein göttlicher Wille herrscht mächtig in der Welt und ist nicht so ohnmächtig, um den großen Inhalt zu bestimmen. Dieses Substanzielle zu erkennen, muß unser Zweck sein; und das zu erkennen, muß man das Bewußtsein der Vernunft mitbringen, keine physischen Augen, keinen endlichen Verstand, sondern das Auge des Begriffs, der Vernunft, das die Oberfläche durchdringt und sich durch die Mannigfaltigkeiten des bunten Gewühls der Begebenheiten hindurchdringt.” Hegel-Studienausgabe, Band 1, Herausgegeben von Karl Löwith und Manfred Riedel, Frankfurt am Main 1968, S. 295)

Nun wissen wir zwar nicht, ob es bei Syriza Hegel-Seminare gibt. Aber immerhin bemüht sich jetzt Mark Schieritz im Herdentrieb für die Genossen in Athen den “großen Inhalt zu bestimmen”.

Seine Logik geht so:

“Tsipras lässt beim Referendum bekanntlich über das letzte Angebot der Gläubiger abstimmen. Das ist sehr wichtig. Es geht um einen konkreten Vorschlag, nicht um die Sparpolitik im Allgemeinen. Dieses Angebot ist nicht mehr gültig, weil das Programm, auf das es sich bezieht, nicht verlängert werden kann. Wenn die Griechen dieses Angebot ablehnen, dann lehnen sie also ein ohnehin ungültiges Angebot ab. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Von Bedeutung ist das, weil im Rest Europas ganz anders argumentiert wird. Insbesondere die Bundesregierung sagt nämlich tatsächlich, es gehe um eine Abstimmung über die Sparpolitik im Allgemeinen und damit – weil es ohne Sparen kein frisches Geld mehr gibt – die Mitgliedschaft im Euro. Das ist aber formal nicht korrekt, denn ein Nein verbietet der griechischen Regierung ja nur, ein ohnehin nicht gültiges Angebot anzunehmen.”

Das ist objektiv richtig. In Griechenland wird am kommenden Sonntag über das Nicht-Existierende abgestimmt. Nämlich über ein nicht unterschriftsreifes Verhandlungsangebot eines nicht mehr existierenden 2. Memorandums. Man muss schon den göttlichen Willen erkennen, um die Logik dessen zu verstehen, was dort am Sonntag passieren wird. Allerdings wäre bei einem Nein der griechischen Wähler klargestellt, dass man das ablehnt, was als Vorschlag real nicht mehr existiert. Nur hätte man seine Ablehnung des über Berlin schwebenden neoliberalen Weltgeistes zum Ausdruck gebracht. Durch “die Mannigfaltigkeiten des bunten Gewühls der Begebenheiten” hindurchzudringen, ist tatsächlich nicht einfach. Auch nicht für Griechen mit ihrer philosophischen Tradition.

So wäre das eine Lösung, was Schieritz so beschreibt.

“Es verbietet ihr (der griechsichen Regierung F.L.) aber nicht, neue Verhandlungen mit den Europäern über neue Sparvorgaben aufzunehmen – und theoretisch könnte er sogar strengere Auflagen akzeptieren, denn über neue Auflagen wird ja im Referendum überhaupt nicht abgestimmt.”

So hätte man dem neoliberalen Weltgeist ein deutliches Zeichen des Missfallens gesetzt, um am Ende in der dialektischen Drehung das zu machen, was man machen muss. So könnte das funktionieren, allerdings nur wenn die Hegel-Seminare bei Syriza in der Vergangenheit einen durchschlagenden Erfolg gehabt haben sollten.

Allerdings hat man bei den Strategen von Syriza zur Zeit einen anderen Eindruck. Sie operieren so als warteten sie noch immer auf die solidarischen Grüße der Sowjetunion, um mit deren Hilfe im Kampf mit den Mächten der Finsternis eine heroische Niederlage zu erleiden. Aber man kann sich ja auch irren. In der Sowjetunion ließ die Hegel-Rezeption bekanntlich auch zu wünschen übrig.

{ 947 comments… read them below or add one }

ruby Juli 25, 2015 um 19:09

Und nochmal für alle Vollhohlpfosten Bekloppten:
eine europäische Europerspektive ohne Polen, Tschechien und Ungarn mit 59 Millionen Einwohnern und dann sone
http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-finanztopf-schaeuble-will-gemeinsamen-haushalt-fuer-die-eurozone/12103998.html
Schwachsinnsblase in den Disput werfen, zeugt von Amnesie dieser Generation.

ruby Juli 25, 2015 um 19:14

Europa, bitte lass gute Gedanken regnen, damit diese morbiden Eurozonisten verschwinden !!!
Bundesverfassungsgericht, bitte melde dich …

ruby Juli 25, 2015 um 21:08

Schluss mit dummdrastischen Vermögensrettungsverhandlungen
http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-neue-verhandlungen-mit-athen/12103478.html
Umverteilung in die Europäischenwirtschaften – Bestandsauflösungen mit und ohne Steuern.
Auflösung der Troika, Institutionen ohne Legitimation.
Wo sind die Europäer gelandet, dass diese Asozialen noch weiter Verhandlungen diktieren wollen?
Aussperrung der Wohlfahrtsabzocker auf der ganzen Ebene.
10% Umsatzsteuer in der EU.
Finanztransaktionssteuer
http://www.steuer-gegen-armut.org/fileadmin/Dateien/Kampagnen-Seite/Unterstuetzung_Wissenschaft/Fachkonferenzen/1005_Nuernberg/Schulmeister_Text.pdf
Zeit den verlogenen Neoliberallalas die Butter vom Brot zu schmieren.
Wie lange sabbelt der Schäuble davon und macht garnix?
Zeit den Zockern die Konten zu sperren.
Ihr werdet gefunden in euren Schmarotzerlöchern und -höhlen bis in den letzten Winkeln der Welt.

ruby Juli 25, 2015 um 21:14

“Technisch wäre die Einführung einer FTS in der EU kein Problem, da sämtliche Transaktionen mehrfach elektronisch erfasst werden.
Im Klartext: Die FTS könnte als Quellensteuer realisiert
werden, indem sie direkt bei den „settlement/payment systems“ auf elektronischem Weg abgeführt wird (auch reine Informationssysteme wie SWIFT ließen sich für diesen Zweck nützen wenn die EU schon den USA Zugriff auf diese Daten erlaubt, wird sie es den eigenen Mitgliedern nicht verwehren können).”
Wirtschaftliche Terroristenjagd macht richtig Vergnügen oder was?

ruby Juli 25, 2015 um 21:23

Falls es noch nicht bemerkt wurde, die Geldtheorie und Geldpolitik der Finanzoligarchie hat f e r t i g !
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-geldrevolution-13720089.html
Selbst der Thooomy spürt es …

ruby Juli 25, 2015 um 21:30

Hat die Lisa zu oft in der EZB die Mahlzeiten genossen?
http://blogs.faz.net/fazit/2015/07/25/giftige-pillen-von-varoufakis-6200/
Aufwachen Mädels in der Finanzaufsicht.

matt_us Juli 25, 2015 um 21:34

@topi
“Wenn die Eurozonies die Banken crashen wollen, dann muss eine Regierung Gegenmaßnahmen ergreifen, bspw. mit IOUs.
- Wie sollte eine vernünftige Begründung aussehen, dies nicht zu tun?”

Begruendung vom fueheren Berater von Varoufakis im Finanzministerium:

“The problem is that once you start introducing IOUs to pay salaries and pensions, you end up going down a slippery slope, because people are going to assume that this is the first step towards actually leaving the euro, so they will adjust accordingly and hoard available euros.”

http://www.socialeurope.eu/2015/07/why-ive-changed-my-mind-about-grexit

ruby Juli 25, 2015 um 21:37

Die Entwicklung der Eigenkapitalmärkte leide auch an der steuerlichen Vorzugsbehandlung von Fremdkapital gegenüber Eigenkapital. Derzeit können Zinsausgaben steuerlich geltend gemacht werden, Eigenkapitalkosten hingegen nicht. “”Die Beseitigung dieser Verzerrung würde Unternehmen dazu ermutigen, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken””, so Weidmann. Dies könne sich zum Beispiel auch bei Banken positiv auswirken und diese unempfindlicher gegen Krisen machen. “”Ein Ende der steuerlichen Vorzugsbehandlung von Fremdkapital könnte sich somit auch als wichtige Stütze für die Finanzstabilität erweisen und die öffentliche Hand möglicherweise nachhaltig entlasten””, sagte der Bundesbankpräsident.

aus :

http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2015/2015_07_24_weidmann_euroboersentag.html?startpageId=Startseite-DE&startpageAreaId=Teaserbereich&startpageLinkName=2015_07_24_weidmann_euroboersentag+344576

Weitermitlesen und Mitdenken Jensi – weitermachen
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2015/2015_07_23_weidmann.html

Hat der soffisticated tatsächlich etwas bewirkt …
fehlen nur noch die Politiker !!!

ruby Juli 25, 2015 um 21:51

stark wie die Steiermark?
https://www.youtube.com/watch?v=dOPMu9MAhl8
;-)

ruby Juli 25, 2015 um 22:04

@ matt_us

“As a consequence, economic activity would decline even further and a higher share of tax revenues would need to be denominated in IOUs. This in turn would force the government to issue even more IOUs to cover its funding. So you would basically find yourself in a self-fulfilling cycle, which would eventually lead to a de facto exit.

This is why the Greek government refused to use this financing method, because the risk of starting a process from which you cannot come back is real. Look at what is already happening now, with Greek banking deposits: in a sense Greece is already one step out of the euro, because it’s in a situation in which the deposits in the bank accounts are not trading at par, meaning that one euro in the banking system is effectively worth less than a euro in cash. This is because the simple talk of exit has created a risk differential between cash and deposits, since it’s the deposits that would get converted into drachmas in the case of an exit. This is why a lot of businesses in Athens are not willing to accept electronic transactions. With IOUs it would very likely be the same: you would put in motion a self-fulfilling mechanism that could easily lead to an exit, regardless of whether the government wants it or not.”

Warum sollten die Eurobestände in neue Währung umgewandelt werden, die können doch einfach stehen bleiben !
Damit gäbe es kein Risko Differential oder?

matt_us Juli 25, 2015 um 22:39

@ruby
“Warum sollten die Eurobestände in neue Währung umgewandelt werden, die können doch einfach stehen bleiben !
Damit gäbe es kein Risko Differential oder?”

Nein, aber die Regierung muesste plausibel verkuenden: “Selbst wenn es zu einem Ausstieg aus der Eurozone kommen sollte, werden Bankkonten noch weiter in Euro gefuehrt.”

Das waere allerdings kurz nachdem die Regierung vorher gesagt hat: “Wir werden weiter den Euro als Waehrung haben.”

Das heisst, man glaubt der Regierung nicht, und man wird weiter versuchen verzweifelt seine Euro aus den Konten abzuziehen. Das Risiko wird bestehen bleiben.

matt_us Juli 25, 2015 um 22:51

Der Interview ist aber interessant, weil diese Argumentation, dass IOUs gleichzeitig das Risiko einer Hortung von Euro erhoeht meiner Ansicht nach nicht in allen Faellen stimmt.

Das stimmt in dem Fall in dem wie hier angegeben, Staatsausgaben auf einmal in IOUs anstatt in Euro gezahlt werden. Hier wird ein Geld (gutes) durch ein anderes (schlechtes) erzetzt. Also meint jeder sofort, dem Staat ist das Geld ausgegangen, das kann nicht mehr lange dauern, dann ist alles hin.

Wenn aber Geld als Tax Credits (Steuergutschriften) ausgegeben wird, UND es wird damit eine Erhoehung der Geldumlaufmenge erzeugt, geht es auf einmal ganz schnell aufwaerts. Das heisst das Vertrauen in den Euro kaeme auch sofort zurueck.

Damit wuerden Euro auch unter der Matraze hervorgeholt und wieder ausgegeben.

Das habe ich hier beschrieben, wie es sich mit vier verschiedenen Tax credits verhaelt.

Das ist ziemlich lang, aber wer es sich antun will:

https://radicaleconomicthought.wordpress.com/2015/07/25/tax-credits-and-parallel-currencies/

ruby Juli 25, 2015 um 23:33

@ matt_us

“Wenn aber Geld als Tax Credits (Steuergutschriften) ausgegeben wird, UND es wird damit eine Erhoehung der Geldumlaufmenge erzeugt, geht es auf einmal ganz schnell aufwaerts. Das heisst das Vertrauen in den Euro kaeme auch sofort zurueck.”

Genau das ist mein Argument und es gilt als Ansage bereits jetzt sowie bei einem Grexit, warum und wann auch immer der eintritt.
;-)

matt_us Juli 25, 2015 um 23:34

@ruby
“”Ein Ende der steuerlichen Vorzugsbehandlung von Fremdkapital könnte sich somit auch als wichtige Stütze für die Finanzstabilität erweisen und die öffentliche Hand möglicherweise nachhaltig entlasten””, sagte der Bundesbankpräsident.”

Das ist aber nur eine Seite der Medaille im Moment, glaube ich.

Es ist ja wirklich billiger sich im Moment mit Fremdkapital zu finanzieren. als mit Eigenkapital. Ohne dass Steuern beruecksichtigt werden.

Das heisst die Kosten von Darlehen (Zinsen) sind niedriger als die Kosten von Aktienkapital (Dividenden).

Was ja eigentlich nicht sein sollte.

Jetzt heisst es in der Rede von Weidmann, wenn man die Steuerbeguenstigung von Fremd- gegenueber Eigenkapital einschraenken wuerde, dass sich das Eigenkapital der Banken von 3% auf 6% erhoehen wuerde.

Schon allein deshalb sollte man das sofort machen!

ruby Juli 25, 2015 um 23:41

@ matt_us

und das vor Basel III sagte der BuBankPräsi…

erlaube mal Deinen Kommentator zu verlinken
https://smithpeter999.wordpress.com/2015/07/25/yanis-varoufakis-the-economist-who-wouldnt-play-politics/

wegen de Varou Charakterisierung…
;-)

topi Juli 26, 2015 um 09:18

“Schlechtes Geld” verdrängt “gutes Geld” aus dem Zahlungsverkehr, das ist klar.

Wenn ich die Wahl habe, zahle ich mit dem, was ich weniger Wertstabilität zubillige.

Dies gilt solange, bis sich ein Wechselkurs gebildet hat, der fair ist bzw. von den Tauschenden als fair angesehen wird.
Die Regierung wird aber erstmal den 1:1 ganz klar halten wollen.
Möglicherweise bildet sich zum Ausland ein WK heraus, wenn sehr viel der IOUs im Umlauf sind.

Man muss es immer mit dem status quo vergleichen: wie sollte ein Abkommen jetzt aussehen, dass die gebunkerten Euronen mit Freude in den Umlauf zurück gebracht werden?

Mir fällt da nichts ein.
Manche der strukturellen Maßnahmen sind sinnvoll, klar. Aber die erzwungenen Austeritätsmaßnahmen führen zu einem weiteren Einbruch des BSP mit Arbeitslosigkeit etc.
Wenn jetzt Apotheken oder Fährbetriebe “liberalisiert” werden, gibt das ja keinen raschen Investitionsboom von Griechen.

Nur ein sehr großes und kurzfristig wirksames Investitionsprogramm könnte sowas wie einen Kopfkissenplünderungsboom auslösen, wenn da wie in D (Abwrackprämie) Maßnahmen zur direkten Konsumankurbelung dabei sind. Man sollte etwas suchen, wo der griechische Wertschöpfungsanteil möglichst hoch ist.

Kommt das reine Austeritätsprogramm mit vage Versprechungen für Investitionen, kommt weitere Rezession, weitere Erwartung des Euroaustritts, weitere Hortung von Euronen.

topi Juli 26, 2015 um 10:13

die Eurozone mit eigenen Steuermitteln, da bastelt wohl das Wölfchen noch an einem Karriereschritt, wer hätte das gedacht. :roll:

Ein vertieftes Kerneuropa ist sinnvoll, im Prinzip, weiß man seit Jahrzehnten.

Diese Verknüpfung mit dem Euro in seiner Ausgestaltung als Lohnsenkungsspirale ist allerdings ein Weg, der Wohlstand vernichtet für Michel und Erna, und zwar ohne dass ein Land da aussteigen könnte (sonst Frankreich, preisliche Wettbewerbsfähigkeit im Eimer, trotz eher moderater Lohnsteigerungen mit dem Produktivitätswachstum, also zurückgefallen nur weil es nicht die massive Umverteilung der Einkommen nach oben gab.)

Dieser Weg kann nicht stabil sein; “Populisten” werden selbstverständlich stärker, wenn alle systemtragenden Parteien einen solchen Unsinn mitmachen, gar für alternativlos erklären.

topi Juli 26, 2015 um 10:23

Die Zeit leistet sich einen interessanten Gastkommentar.

http://www.zeit.de/kultur/2015-07/schaeuble-schwaben-griechenland-europa-politik

Diesen Ansatz wollte ich schon seit langem mal ökonomisch ausformulieren.

Bin aber gerade in “Somalia”, einfach zu bitter hier.
Keiner kann etwas bezahlen, überall abgehärmte Menschen, ohne Perspektive, alles grau und kurz vor dem Zusammenbruch.

Tja, so sieht es aus, in Tschechien, die keinen Euro haben.
Die Slovakei dagegen, ja, da brummt es, alles bunt, alle glücklich, alle kaufen den ganzen Tag alles was sie wollen.

Und es wird noch schlimmer; am Freitag fliegen wir nach Seoul, die haben ja überhaupt keine richtige Währung, nicht mal eine Währungsunion, der sie beitreten könnten; ob wir da lieber die ganzen Lebensmittel für drei Wochen mitnehmen sollten?

Aber dann sind wir zum Glück eine Woche in China, dort wird wieder alles gut, eine große Währung, puh, Glück gehabt.

ruby Juli 26, 2015 um 11:50

Gedankenübertragung im Netz
https://www.youtube.com/watch?v=mqF7pri-31k
Was geschah vor dem Überschreiten des Rubikon…

ruby Juli 26, 2015 um 11:52

Phaedra
Mysterious Semblance at the Stand of Nightmares
Movements of a Visinary
;-)

ruby Juli 26, 2015 um 12:00
ruby Juli 26, 2015 um 12:08

@ topi
Grüße in die Kleinheit des Planeten Erde
;-)
Wie weit reichen unsere Rechner in das Weltenall?

ruby Juli 26, 2015 um 12:21

@ matt_us
Du hast eine Menge Phantasie und viel Ideen sowie Entwicklungskombinationen ;-)
https://radicaleconomicthought.wordpress.com/2015/07/25/tax-credits-and-parallel-currencies/
zur Bewertung
https://www.youtube.com/watch?v=bND6KYtXyow

matt_us Juli 26, 2015 um 13:28

@ruby
“zur Bewertung
https://www.youtube.com/watch?v=bND6KYtXyow

Pisper regt sich auf ueber die 1,4 Mio Aufstocker in D, die im Niedriglohnsektor arbeiten.

Das Argument hatten wir ja schon mal.

Hartz 4 Aufstocker in D = Tax Credit Recipient in UK

In England sind praktisch alle Familien die weniger als 40,000 Pfund verdienen “Aufstocker”. Das sind wahrscheinlich 90% der Familien mit Kindern. Also wahrscheinlich rund 30% aller Briten.

Damit wird “Aufstocker” in England total de-stigmatisiert. Weil alle bekommen ja etwas, je mehr Kinder umso mehr. (Nun gerade auf maximal zwei Kinder eingeschraenkt von Osborne)

Bei 40,000 Jahreseinkommen natuerlich nur einen symbolischen Betrag von Tax Credits. Die effektive Grenzteuersatz ist allerdings dann um die 70%. Das heisst, jeder der Tax Credits erhaelt, wird von einer Lohnerhoehung nur 30% behalten koennen.

Also, sowas geht in UK richtig ins Geld was die Staatskasse betrifft, und die Konservative Regierung will das etwas einschraenken. Kann man nachvollziehen.

(so ungefaehr stimmt die Zahlen, ich habe jetzt nicht genau nachgesehen)

matt_us Juli 26, 2015 um 13:49

@topi
“die Eurozone mit eigenen Steuermitteln, da bastelt wohl das Wölfchen noch an einem Karriereschritt, wer hätte das gedacht.”

D wird darauf vorbereitet, dass demnaechst ein Schuldenschnitt kommt, weil Steuerzahlen in D um Arbeitslose in GR zu unterstuetzen, via Europaeisches Finanzministerium – dafuer ist dann noch weniger Verstaendnis verhanden.

Uebrigends, interessante Reise, Saechsische Schweiz, Tschechien, Slowakei, Seoul, Beijing und wieder zurueck, alles mit den Kinderchen – na dann viel Spass!

Andreas Kreuz Juli 26, 2015 um 13:53
ruby Juli 26, 2015 um 14:05

@ matt_us
Vielen, vielen Dank für Deine spontanen fundierten Äusserungen im Blog zu den Alternativen Währungskreationen.
Bewunderung für die Verknüpfung zum brittischen Haushalts- und Finanzwesen!

Mein Cousin hatte vor 25 Jahren bereits die technische Smartphonelösung für das TAN Tax Anticipation Notes (Parenteau, Andresen) als Mathematiker entwickelt.
Wir sind auf dem Weg zur neuen Weltwährung ;-)

matt_us Juli 26, 2015 um 14:52

@ruby
“Alternativen Währungskreationen.”

Es scheint allerdings, dass die Griechen auch schon eine Loesung hatten.

Die wollten ihr Steuersystem direkt als neues Zahlungssystem verwenden:

http://www.ekathimerini.com/199945/article/ekathimerini/news/varoufakis-claims-had-approval-to-plan-parallel-banking-system

Das waere eine James Bond geniale Loesung gewesen, wenn das geklappt haette.

“Mein Cousin hatte vor 25 Jahren bereits die technische Smartphonelösung für das TAN Tax Anticipation Notes (Parenteau, Andresen) als Mathematiker entwickelt.”

Sowas stell ich mir nicht so schwierig vor, denn ein Buchungssystem, was nur addiert, subtrahiert, und das von einem Konto auf das andere bucht, das ist wohl relativ leicht zu programmieren. Sonst gibt es ja nichts, ausser die Autorisation zu gewaehrleisten, mit Geheimnummer.

Schwieriger, das sicher zu machen, vor Hackern zu schuetzen.

Also, ich meine man brauch auch nicht 1,000 Leute. Da wuerden 20 genuegen. Oder 50 allerhoechstens.

ruby Juli 26, 2015 um 15:25

https://www.youtube.com/watch?v=zo8hIc7DpuE
Ewan in his younger Years !

Steuer- und Zahlungssysteme :
Die US-Boys sind schon dabei die Distribution umzusetzen.
Europa wird da nur als Anhängsel geplant – sehr, sehr schade.
Autorisation kann nur über die Weltzentralbank sichergestellt werden :
Geldnummer frei (Geldschöpfung) oder Geldnummer belegt für den Abgebenden zur Übergabe an den Zahlungsempfänger (Geldumlauf). Das werden die tausenden WZB`ler bestimmt hinkriegen. Und Währungsumrechnungskurse in Echtzeit zu multiplizieren ist ebenfalls eine Entscheidung der Geschäftspartner bei Vertragsabschluss, technisch sehr locker zu schalten.

Aber das werden die Gringos sich nicht aus den Händen nehmen lassen ;-)

ruby Juli 26, 2015 um 15:53

Die kriegen richtig Muffensausen die Vermögenslobbyisten in den Cashzentralen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-plan-b-putsch-fuer-die-drachme/12105048.html
Demnächst Plan-C-Revolution in Europa ;-)

@ matt-us
Da hilft nur weiterspielen …
BRICC Bank
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/brics-bank-103.html

ruby Juli 26, 2015 um 15:55
ruby Juli 26, 2015 um 16:02
Keynesianer Juli 26, 2015 um 16:26

@matt_us

Sag mal, was schreibst Du denn da für einen Käse? Steigende Löhne würden zur Substitution von Arbeitern durch Maschinen führen:

But, it also means more unemployed, as it will now be cheaper for companies to substitute machines for labour, as the wage bill will rise with increasing minimum wages. Businessmen will already be making calculations, by how much wage bills will increase, if the UK government’s plans were followed through, and which machines they would buy, to substitute the workers. More unemployment will result from the cut to tax credits.
https://radicaleconomicthought.wordpress.com/

Da lachen doch die Hühner: Durch steigende Löhne werden doch die Maschinen teurer! :) :) :)

Im Ernst: Wenn es eine Maschine für die Arbeit gibt, wird die auch eingesetzt – unter der Voraussetzung, dass sie auch ausgelastet werden kann. Da arbeitet niemand, weil Arbeit gerade billiger als Kapital wäre oder umgekehrt.

Was Du beschreibst ist das neoklassische Arbeitsmarktmodell, also der übliche VWL-Unsinn.

ruby Juli 26, 2015 um 16:49

Norman Lamont :

http://www.telegraph.co.uk/finance/currency/9533474/Black-Wednesday-The-day-that-Britain-went-over-the-edge.html

Nick Leeson :

“Manipulation, rigging is completely against the rules. Everybody knows that it is wrong. Everybody working within any financial institutions appreciates that but if you are allowed to do it and you only get a slap on the wrist, you will continue to do it.”

http://www.businessinsider.com/barclays-traders-should-head-to-prison-says-leeson-2012-7#ixzz3h0cpTtio

ruby Juli 26, 2015 um 17:00

“Another witness to these events was David Cameron, a new Tory researcher who was acting as the chancellor’s bag-carrier while learning to find his way around Whitehall and into politics. His was a box seat for a dress rehearsal of today’s eurozone crisis. All the same ingredients are present: German obduracy, countries inexplicably sticking to uncompetitive currency rates, the infliction of unnecessary economic pain and the pursuit of unrealistic political ambitions.”

Alles klaro Miss Marple ?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/eu-referendum-grossbritannien-2016-cameron

A Master of Desaster !

matt_us Juli 26, 2015 um 17:02

@keynesianer
“Was Du beschreibst ist das neoklassische Arbeitsmarktmodell, also der übliche VWL-Unsinn.”

Das hab ich mir gedacht, dass so ein Einwand von irgendwoher kommt.

Aber diese Entscheidung Mindestlohn von £6.50 auf £9 Euro war ja letzte Woche hier in den Nachrichten. Am Wochende danach hab ich einen Freund getroffen, der is Arbeitgeber und beschaeftigt viele zum Mindestlohn. Der konnte mir genau sagen wie genau seine Lohnkosten jetzt hochgehen pro Monat.

Ich hab ihn dann auch gefragt, ob er wirklich sofort solche Ueberlegungen anstellt, ob jetzt eher Maschinen anstatt Menschen einstellt. Der hat mich angeguckt, als sei ich bescheuert. Das ist natuerlich GENAU DAS was der den ganzen Tag lang macht. Wo verdien ich noch was mehr, wo koennen wir noch was verkaufen, wie bekomme ich meine Kosten unter Kontrolle?

Solche Ueberlegungen, als relativ kleiner, flexibler Unternehmer macht der natuerlich immer, um gegen die big boys in seiner Branche bestehen zu koennen. Fuer den gilt das neoklassische Modell absolut.

Insgesamt volkswirtschaftlich gesehen hast Du recht, die Maschinen werden teurer, dann wird es eh egal sein, Aber falls mein Freund noch eine Maschine kaufen kann, bevor der Preis dann hochgeht, ist er im Vorteil.

Keynesianer Juli 26, 2015 um 19:20

@matt_us

Natürlich überlegt der Unternehmer den ganzen Tag, ob sich eine neue Maschine einsetzen lässt. Das ist aber eine Frage der Auslastung:

Einmal im Jahr wechsle ich den Kalender an meiner Wand. Das erledige ich wirtschaftlicher von Hand. Aber müsste ich den Kalender jede Stunde wechseln, käme mir dafür eine Maschine ins Haus.

Mit den Lohnkosten oder Kapitalkosten hat das nichts zu tun.

Nach der Neoklassik müsste doch Hochzinspolitik zu steigender Beschäftigung von Arbeitern führen, weil Hochzinspolitik ja den Einsatz von Kapital gewaltig verteuert. Hochzinspolitik führt aber zu Krisen und Massenarbeitslosigkeit.

Die VWL lehrt nur Unsinn.

ruby Juli 26, 2015 um 19:22

Was dem BVerfG als systemimmanenten Akteur einfällt um zu richtwn / neutralisieren?
http://blogs.lse.ac.uk/europpblog/2014/03/04/why-the-european-court-of-justice-should-reject-the-german-constitutional-courts-ruling-on-outright-monetary-transactions/
Dürfen die Bundesbürger entscheiden wie es weitergeht?

someone Juli 26, 2015 um 20:06

Wäre ruby Yank, würde er sich bestimmt auch für Trump begeistern:
Buba,Buba!

ruby Juli 26, 2015 um 21:53

@ someone
geniesse doch einen Spaziergang im Branitz-Park
http://www.zdf.de/terra-x/playboy-pascha-visionaer-doku-ueber-fuerst-pueckler-muskau-39312634.html
das Schloss hat einen wunderschönen Pleasureground
http://www.pueckler-museum.de/
;-)
dagegen sind die Bunker der Zentralbanken Schnee von Gestern

ruby Juli 26, 2015 um 21:54
bleistift Juli 26, 2015 um 23:01

“Nur ein sehr großes und kurzfristig wirksames Investitionsprogramm könnte sowas wie einen Kopfkissenplünderungsboom auslösen, wenn da wie in D (Abwrackprämie) Maßnahmen zur direkten Konsumankurbelung dabei sind.”

Wie gehirnamputiert muss man eigentlich sein um zu glauben es gäbe unter griechischen Kopfkissen noch was zu holen?
Es waren die REICHEN die ihre Kohle in Sicherheit gebracht haben.
Sollen die 25 Prozent Arbeitslosen etwa ihre großen Vermögen unter ihrem Kopfkissen gebunkert haben?
Topi ist wirklich jenseits von gut und böse.
Das ist nicht mehr ernst zu nehmen.

bleistift Juli 26, 2015 um 23:15

“Und es wird noch schlimmer; am Freitag fliegen wir nach Seoul, die haben ja überhaupt keine richtige Währung, nicht mal eine Währungsunion, der sie beitreten könnten; ob wir da lieber die ganzen Lebensmittel für drei Wochen mitnehmen sollten?
Aber dann sind wir zum Glück eine Woche in China, dort wird wieder alles gut, eine große Währung, puh, Glück gehabt.”

Du meine Güte! Hast du etwa im Lotto gewonnen?
Wie kann sich so ‘ne arme Sau wie du sich so ‘ne dolle Reise leisten?
Trotzdem kritisiere ich deine Prioritäten.
Bei plötzlichem Reichtum ist es klüger sich zuerst mal um die Kinder zu kümmern.
Also: Wohnungswechsel. Weg vom Görlitzer Park und all den Drogendealern dort.
Ist das erledigt wäre Zukunftsvorsorge die nächste Wahl.
Niemand will seinen Kindern später zur Last fallen. Und mit einer Rente von weniger als Tausend € monatlich wird niemand glücklich.
Bleibt dann noch was übrig spricht sicherlich nichts gegen eine interessante Reise.
So aber würde ich sagen du verjubelst dein Geld.
Und spekulierst darauf dass andere Menschen (bspw. ich) späterhin gezwungen werden (gesetzlich) Typen wie dich durchzufüttern.
Da habe ich ehrlich gesagt ein Problem mit.
Ansonsten wünsche ich dir natürlich eine gute Reise.
Mein Bruder (adoptiert) kommt übrigens ebenfalls aus Südkorea.
Hauptberuflich ist er Teufelsaustreiber. Was von vollberuflichen Oberarschlöchern wie Manfred Peters leider nicht genug gewürdigt wird.
Anfang September unternehmen meine Frau und ich eine Reise nach: Vietnam, Kambodscha und Thailand.
Allerdings können wir uns das leisten.
Wir werden mit Sicherheit niemandem zur Last fallen.
Falls doch werden wir die Rechnung an Manfred Peters schicken.
Für extraordinäre Dummheit und so weiter.

bleistift Juli 26, 2015 um 23:32

Du finanzierst die Reise aber doch hoffentlich nicht mit KREDIT?
Kredit ist böse. Das weist du hoffentlich!
Kredit ist verboten. Sowohl für gute, gläubige Muslime wie auch für sparsame, genügsame Sozialisten.
Wie kann sich ein Puritaner wie du (der sich auf eine Rente von weniger als 1000 €uronen freuen darf) sich ein Reise in den Fernen Osten leisten?
Oh. Mann. Du wirst doch nicht wirklich einen schrecklichen gottlosen Kredit aufgenommen haben?
Oder hast du am Ende….. ich traue es mich kaum zu sagen….
hast du etwa…. tatsächlich…. ÜBERSTUNDEN gemacht?
Oh.. mein … Gott!!!
Du hast GEARBEITET!!!!!!!!!!!!!!!!

Seht her Leute…. Wunder geschehen noch!
Es gibt KOMMUNISTEN (!!!!!!) die tatsächlich ARBEITEN (!!!!!!).
Gepriesen sei der Herr!!!!!!!!!!!!!!!

ruby Juli 27, 2015 um 00:02

@ bleistift

Wieviel Stunden in der Woche kann der Arbeitgeber arbeiten lassen, wenn der acht Stundentag je Beschäftigten nach Arbeitszeitordnung wegfällt?
;-)

ruby Juli 27, 2015 um 00:31

@ matt_us
http://uneasymoney.com/2015/07/24/neo-fisherism-and-all-that/
es ist fast unglaublich, Geldtheorie und -politik mit Geldschöpfungszentralbanken weltweit hier zu disputieren
;-)
jeder kann partizipieren …

Bürger Juli 27, 2015 um 08:07

Eine Frage an die Finanzexperten hier:

Neu am dritten sogenannten Hilfspaket für Griechenland ist, wenn ich das richtig verstehe, die Beteiligung des ESM.

1. Kann man sagen, dass durch diesen Schritt (den ESM mit ins Boot zu nehmen) EZB-Kredite, die “kostenlos” durch Bilanzverlängerung aus dem Nichts geschaffen werden können, durch “echtes” Steuergeld abgelöst werden?

2. Und werden dadurch nicht wir, die Steuerzahler Europas, in weiter zunehmendem Maß in Haftung genommen für Fehler, die Politiker und Banken gemacht haben und weiterhin machen?

Bürger Juli 27, 2015 um 10:48

Keiner da?

Zur Ergänzung: Meine Frage bezog sich auf den Spiegel-Link, der aufdröselt, wie sich das neue 86-Mrd.-Paket zusammensetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-griechenland-ploetzlich-86-milliarden-euro-braucht-a-1043431.html

Es werden Schulden mit Schulden abgelöst, aber macht es Sinn, dafür den ESM ranzunehmen? Wenn ja, welchen? Vorteil hat der ESM gegenüber einer Finanzierung durch die EZB?

Ganz “kostenlos” ist die Staatsfinanzierung durch Bilanzverlängerung der EZB natürlich nicht, der Preis ist Inflation. Aber ob die sich real überhaupt auswirkt, solange die Löhne nicht steigen, ist ja fraglich.

Meinungen dazu?

ruby Juli 27, 2015 um 11:12

Hey Bürger
Wir sind hier nicht der Olymp der Götterdämmerung sondern die Vorboten einer menschlichen Ökonomie.
Steuergelder und Inflation sind jahrtausende praktizierte Erscheinungsformen des gesellschaftlichen Wirtschaftens.

Bürger Juli 27, 2015 um 11:18

In meinem Text ist ein Fragezeichen zuviel…

“Wenn ja, welchen? Vorteil hat der ESM gegenüber einer Finanzierung durch die EZB?”

… aber die Antwort von ruby hinterlässt gerade noch viel mehr ??????.
Geht’s auch weniger kryptisch?

Bürger Juli 27, 2015 um 11:24

Aber ruby,
zumindest eines habe ich inzwischen kapiert: Die Regeln für “jahrtausende praktizierte Erscheinungsformen des gesellschaftlichen Wirtschaftens” gelten in einer von Finanzmärkten getriebenen Welt garantiert nicht mehr.

Keynesianer Juli 27, 2015 um 11:31

@Bürger

Mit dem Gerede von einem Schuldenschnitt für Anleihen der Griechen waren diese am Finanzmarkt nicht mehr zu handeln. Jeden Tag laufen Anleihen aller Länder aus und werden durch neue Anleihen ersetzt, das geht mit Anleihen der USA nicht anders als mit den deutschen.

Kein Staat der Erde wird seine Schulden tilgen, sondern beim Auslaufen jeder Anleihe halt eine neue Anleihe am Finanzmarkt begeben. Nur bei Griechenland geht jetzt jeden Tag ein Aufschrei durch die Massenverdummungsmedien, dass die Griechen jetzt schon wieder soundsoviele Milliarden brauchen würden.

Alle vergessen selbstverständlich, von der Summe der neuen Anleihen die Summe der abgelaufenen Schulden abzuziehen.

Ob nun EZB oder ESM spielt eigentlich keine Rolle. Nur dass jemand mal auf die Idee kommen könnte, einen Schuldenschnitt für die armen Griechen zu realisieren und dann das Geld bei den Bürgern der “reichen” Eurostaaten durch ihre Steuern wieder einzutreiben. Also etwa bei den deutschen Armutsrentnern und Leiharbeitern etc., die doch durch den Euro so sehr profitiert haben und schon ihre Arbeit durch deutsche Exportüberschüsse ans Ausland verschenken dürfen. Die sollen dann mit Transfers an die Reichen in Griechenland nochmal für die deutsche “Wettbewerbsfähigkeit” zahlen.

Denn die Schulden sind ja nicht weg mit einem Schuldenschnitt für die Griechen, solange es die zugehörigen Geldvermögen noch gibt.

Bürger Juli 27, 2015 um 11:35

@ Keynesianer
“Ob nun EZB oder ESM spielt eigentlich keine Rolle.”

Ist das wirklich so?
Das Wort “eigentlich” konnte ich noch nie leiden…

Keynesianer Juli 27, 2015 um 12:11

@Bürger

EZB wie ESM können missbraucht werden und werden missbraucht werden. So ist das gemeint. Der Streit, ob das nun EZB oder ESM übernehmen soll, ist also Kinderkacke.

Da sollten die Leutchen sich schon andere Gedanken machen.

ruby Juli 27, 2015 um 12:58

@Bürger
ESM ist innerorganisatorisch sehr, sehr viel lockerer und nicht durch EU-Vertragsartikel reguliert. Das machen die Gründer, Träger lieber unmittelbar – am besten ohne Kontrolle!
Flucht vor Aufsicht. ;-)

ruby Juli 27, 2015 um 13:06

Wenn der Regling heute Befehl kriegt Rekapitalisierungskredite auszuzahlen, ist die Kohle morgen auf dem Konto – ohne lästige Gremienbeschlüsse.

Bürger Juli 27, 2015 um 13:31

“die Kohle morgen auf dem Konto – ohne lästige Gremienbeschlüsse.”

Das kann die EZB auch. Wie sonst wäre ein Anleihenkaufprogramm von 60 Mrd. pro Monat möglich?

Ein Wort von Draghi, ein Mausklick seiner Beamten – und die Kohle fließt in Strömen. Ein wenig kreativer Umgang mit Druckerpresse und Bilanzen, und die Probleme Griechenlands wären gelöst, ohne dass es den Steuerzahler – wie beim ESM – etwas kostet:

“HOW TO CUT THE DEPT WITHOUT LOSS TO THE BONDHOLDERS

The debt cannot be paid and should not be paid, but EU leaders justify their hard line as necessary to save the creditors from having to pay – the European taxpayers, governments, institutions, and banks holding Greek bonds. It is quite possible to grant debt relief, however, without hurting the bondholders. US banks were bailed out by the US Federal Reserve to the tune of more than $16 trillion in virtually interest-free loans, without drawing on taxes. Central banks have a printing press that allows them to create money at will.

The ECB has already embarked on this sort of debt purchasing program. In January, it announced it would purchase 60 billion euros of debt assets per month beginning in March, continuing to at least September 2016, for a total of €1.14 trillion of asset purchases. These assets are being purchased through “quantitative easing” – expanding the monetary base simply with accounting entries on the ECB’s books.

The IMF estimates that Greece needs debt relief of €60 billion – a mere one month of the ECB’s quantitative easing program. The ECB could solve Greece’s problem with a few computer keystrokes. Moreover, in today’s deflationary environment, the effect would actually be to stimulate the European economy. As financial writer Richard Duncan observes:

When a central bank prints money and buys a government bond, it is the same thing as cancelling that bond (so long as the central bank does not sell the bond back to the public).
. . . The European Central Bank’s plans to create €1.1 trillion over the next 20 months will effectively cancel the combined budget deficits of the Eurozone national governments in both 2015 and 2016, with a considerable amount left over.

Quantitative Easing has only been possible because it has occurred at a time when Globalization is driving down the price of labor and industrial goods. The combination of fiat money and Globalization creates a unique moment in history where the governments of the developed economies can print money on an aggressive scale without causing inflation.
They should take advantage of this once-in-history opportunity to borrow more in order to invest in new industries and technologies, to restructure their economies and to retrain and educate their workforce at the post-graduate level. If they do, they could not only end the global economic crisis, but also ensure that the standard of living in the developed world continues to improve, rather than sinking down to third world levels.”

Bürger Juli 27, 2015 um 13:32
Keynesianer Juli 27, 2015 um 14:24

Der IMF war schon immer das Werkzeug der neoliberalen Banditen. Dass Griechenland einen Schuldenschnitt brauche, ist völliger Unsinn. Aber mit dem Thema Schuldenschnitt lässt sich dann der gesamte Euroraum ins Verderben treiben.

Werden nicht bald auch die Italiener und Spanier, die Iren und Franzosen auch noch Schuldenschnitte brauchen?

Ja ihr dummen Schäflein. Dann ist der Euro eine Drittweltwährung, in der nicht mal mehr die Staatsanleihen sicher sind. Das will der IMF erreichen mit der Debatte “that Greece needs debt relief of €60 billion”.

Morgen brauchen dann auch alle anderen Staaten eine “Erleichterung” ihrer Schulden, also einen Staatsbankrott. Dann ist die EU ein Spielball der Finanzmärkte und ihrer kriminellen Oligarchen.

Darüber sollten sich die Schäflein mal Gedanken machen.

Bürger Juli 27, 2015 um 14:32

Keynesianer Juli 27, 2015 um 14:24

Steht dein Beitrag im Zusammenhang mit meinem obigen Posting bzw. Link? Dort lautet der Vorschlag ja eher, es den Amis gleichzutun und Geld zu drucken wie vergiftet. Denn “The combination of fiat money and Globalization creates a unique moment in history where the governments of the developed economies can print money on an aggressive scale without causing inflation.”

Von einem Schuldenschnitt war da nicht die Rede.

Bürger Juli 27, 2015 um 14:36

Bis jetzt kam noch kein (für mich) überzeugendes Argument, das FÜR den ESM spricht ung GEGEN eine kreative Lösung via EZB.

Und das war ja eigentlich (!) meine Frage…

someone Juli 27, 2015 um 16:54

Der Weidmann und die Bubaboys kriegen sonst einen Herzinfarkt. Schulden in Zentralbanken zu versenken, ist nämlich Nazi nach Bubalogik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mefo-Wechsel
Oder es führt zur Hyperinflation und man wird ein Weichwährungsland wie die Schweiz.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ende-der-bindung-an-den-euro-schweizer-zentralbank-verliert-milliarden-franken-durch-kursschwankung-1.2459767

Also muss jede Entereingabe mit Milliarden ausgeglichen werden. Ist beim IWF im übrigen genauso, die können auch mit der Entertaste Geld schaffen und wieder löschen. *enter submit*

Bürger Juli 27, 2015 um 18:07

@ someone

Ja, ja, und Staatsfinanzierung durch die Notenpresse ist verboten! *gähn*

“Auch Irlands Schuldenlast, verursacht durch die Rettung von fünf Pleitebanken, war nicht tragfähig. 31 Milliarden Euro davon, entsprechend fast 20 Prozent der Wirtschaftsleistung, kamen von der Zentralbank. Eigentlich hätte Irland sie längst zurückzahlen müssen, weil die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse in Euroland verboten ist. Aber die Iren verwandelten die Zahlungspflicht kurzerhand in Anleihen, die sie erst ab 2038 tilgen werden – und die EZB ließ sie gewähren. Seitdem geht es aufwärts in Dublin.

http://www.tagesspiegel.de/politik/fuehrt-sparpolitik-doch-zum-erfolg-spanien-und-portugal-sind-nicht-besser-als-griechenland/12105360.html

Warum nicht auch in Griechenland?
Und warum 2038 und nicht 2178 oder gleich zum Sanktnimmerleinstag?

Ich warte auf Argumente, nicht ideologischen Müll…

QuestionMark Juli 27, 2015 um 19:05

@Bürger Juli 27, 2015 um 18:07
Natürlich kannst du über die Zentralbank jeden und alles finanzieren.

Selbstverständlich muß man auch bei bereits in Umlauf befindlichem Geld keinen Ausgleich durchführen (so wie someone das weiter oben behauptet).

Ellen Brown vertritt im weiter oben angeführten Artikel auch die richtige Ansicht: Man kann (eben wegen der vorhandenen Überproduktion) selbstverständlich mehr Geld in Umlauf bringen.
Das Problem bei der ganzen Sache (und das befürchtet die Gegenseite; übrigens nicht mal zu Unrecht): Wenn man damit erstmal anfängt, dann werden alle Dämme brechen. Und so bekäme man auch in der Folge die schöne heißgeliebte Inflation.
Ein zweites Problem wäre die zunehmende Akkumulation des neuen Geldes in den Händen der reichen Oberschicht.

QuestionMark Juli 27, 2015 um 19:17

zum vorigen Post:
Tschuldigung. Someone hat obiges nicht behauptet, sondern die Logik der “Neolibs” zitiert.

Andreas Kreuz Juli 27, 2015 um 20:05

@QuestionMark Juli 27, 2015 um 19:05

“wäre” ???

Wirklich ‘wäre’ ?

bleistift Juli 27, 2015 um 22:36

Super-Varou ist schon ein Komiker. Da verkündet er zuerst tränenreich der Herr Schäuble (Fürst der Finsternis, Herr der gefallenen Engel und Gebieter der Fliegen und Fledermäuse) habe von allem Anfang an vorgehabt die linke Athener Regierung aus dem € zu drängen. Jan Böhmermann veröffentlicht einVideo. Our Minister of Finance doesn’t even have legs. Und nun soll Super-Varou selbst vor Gericht gestellt werden. Er hat sich sozusagen selbst enttarnt. Da ist sein Ego mit ihm durch gegangen. Sozusagen ein Ego-Shooter. Hihihi.
Er hat nämlich stolz (im wahrsten Sinne des Wortes: stolz!) verkündet eine Art Putsch geplant zu haben. Und musste anscheinend über sich selbst kräftig lachen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/die-griechische-opposition-will-giannis-varoufakis-vor-gericht-bringen-13722757.html

bleistift Juli 27, 2015 um 22:50

An jenem Abend sei Varoufakis von der Arbeit nach Hause gekommen und habe seiner Frau gesagt: „Liebling, ich habe die Banken geschlossen.“

bleistift Juli 27, 2015 um 22:53

“Die oberste Steuerbehörde, das “Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen” (GGDE), werde “komplett und direkt von der Troika gesteuert. Sie war nicht unter Kontrolle meines Ministeriums, von mir als Minister, sie wurde von Brüssel gesteuert.” Er sei sicher, fügt Varoufakis lachend hinzu, dass seinen Zuhörern angesichts dieser Enthüllung “die Haare zu Berge stehen”.

Doch zum Gruseln besteht wenig Anlass. Zwar ist die Steuerbehörde rein formal tatsächlich von der griechischen Regierung unabhängig. Sie entstand auf Druck der Troika, um Klientelismus und Korruption zu erschweren. Unabhängig ist die GGDE aber auch von der Troika oder einer ihrer Institutionen. Die angeblichen Machthaber in Brüssel verweisen auf die immensen Schwierigkeiten, in den vergangenen Jahren Daten über den griechischen Haushalt und die Einnahmen zu erhalten.

Dass es mit der Unabhängigkeit der GGDE von der griechischen Regierung in der Praxis zudem nicht allzu weit her ist, zeigte der erzwungene Abgang des damaligen Behördenchefs Charis Theocharis im Sommer 2014. Seine Nachfolgerin Katerina Savvaidou wurde von einem fünfköpfigen Prüfausschuss ernannt, dem auch der damalige Finanzminister angehörte. Savvaidou bezeichnete ihre Behörde als “semi-autonom”.

Angst vor den eigenen Beamten?

In den vergangenen Jahren hat die GGDE nach eigenen Angaben ein recht umfassendes Computersystem aufgebaut, das Daten über alle Steuerzahler und Unternehmen enthält, mit Computersystemen der Banken verbunden ist und zudem automatischen Zahlungsverkehr ermöglicht. Wer Zugriff auf ein solches System hat, verfügt tatsächlich über nahezu alle Daten, die man für den Aufbau eines parallelen Zahlungsverkehr-Systems braucht.

Warum also nutzte Varoufakis nicht einfach offiziell diese Daten? Dem Mitschnitt zufolge erwähnt der Minister selbst das Problem der “1000 Leute”, die seinen Plan hätten umsetzen müssen. Möglicherweise fürchtete Varoufakis, dass eingeweihte Beamte vorzeitig die Öffentlichkeit alarmieren könnten.”

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-warum-yanis-varoufakis-steuerdaten-hacken-wollte-a-1045563.html

Nicht dass der Soldat sich wieder künstlich aufregen muss.

bleistift Juli 27, 2015 um 23:23

@ Bürger

“Und warum 2038 und nicht 2178 oder gleich zum Sanktnimmerleinstag?
Ich warte auf Argumente, nicht ideologischen Müll…”

Zuerst mal: No taxation without representation.
Ohne gemeinsame Regierung ist ein gemeinsames Geldausgeben absolut undemokratisch. Richtig ist, dass es derzeit ohnehin schon passiert. Bedauerlich genug.
Trotzdem benötigt man zuerst mal eine gemeinsame Regierung, Steuerverwaltung und Sozialsystem und dann kann man darüber nachdenken gemeinsam Schulden zu machen. Umgekehrt ganz sicher nicht. Es ist schlicht undemokratisch.
Außerdem bestärkt bspw. das jüngste Verhalten der griechischen Regierung nicht unbedingt das Vertrauen in den Bestand des €.
Und niemand möchte wohl Strategen und Taktierern wie dem topi unnötig Milliarden in den Rachen schmeißen.
Das ist nun doch das große Problem des €. Dass er (in der derzeitigen Verfassung) nur vorüber gehend ist.
Würde man einen gefestigten Rahmen schaffen würden die Märkte Griechenland oder Spanien munter Geld leihen.
Auch die Zentralbank könnte eher tätig werden. In der derzeitigen Verfassung ist die EZB aber nicht vergleichbar mit der Bank in Amerika oder Schweiz oder Japan.
Niemand weiß wie lange der € noch Bestand haben wird. Und deshalb ist es völlig logisch, dass die deutsche Regierung oder die Buba dem Unsinn eher skeptisch gegenüber steht.
Das übersieht someone eben.
Die Eurozone ist nun mal nicht vergleichbar mit den USA, Japan, England oder der Schweiz.
Solange Spinner wie Varoufakis alles ruinieren können solange kann man froh sein, dass in Berlin ein gesunder Deutschnationalismus vorherrscht und man ‘Nein’ sagt zu Eurobonds usw.
Gut dass Merkel und Schäuble die Regierung bilden und nicht Weicheier wie Steinbrück und Co.

someone Juli 27, 2015 um 23:45

So sind die Lesarten verschieden…
Ein “geordneter” Währungsausstieg ist eine Illusion, der vielleicht ein pensionsberechtigter VWL-Prof anhängen kann, aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Dass Varoufakis sich konkrete Gedanken gemacht hat, spricht doch eher für ihn. Desweiteren finde ich dieses “Detail”, dass die Troika im Finanzministerium ein Kolonialsekretariat eingerichtet hat, das alle Einnahmen und Ausgaben kontrolliert, ziemlich heftig. Auch schön, dass dieses Omfif gegen seine selbst gesetzte Chathamhouseregel verstoßen hat und diese Diskussion durchstach. Deutschland kann auch dreckige Spionagetricks, nicht nur die Yanks. Novoprussia sucks.

Marsh is a Board Member of Henderson Eurotrust, the British Chamber of Commerce in Germany and the Institute for Corporate Cultural Affairs, Deputy Chairman of the German-British Forum and visiting Professor at Sheffield University and King’s College London. He was made Commander of the British Empire in 2000 and was awarded the German Order of Merit (Bundesverdienstkreuz) in 2003.

gelegentlich Juli 27, 2015 um 23:47

@bleistift
So ein Blech! Das war ein nicht mal umgesetzter Versuch einen Plan B bereit zu stellen, dessen bloße Existenz Einem natürlich eine andere Verhandlungsmacht gegeben hätte. Obendrein nicht taufrisch, die „Nachrich“. Der jetzt offenbar nötige Versuch dem in Europa strahlenden Image von Syriza und Varoufakis was am Zeug zu flicken. So oder so, Ihr Affirmationskomiker: wir sind Alle noch mitten im Spiel, das ist noch nicht einmal der Halbzeitstand.
Die Aktionen der französischen Bauern zeigt heute doch auf, dass weiter beschissen wird resp. wer hier eigentlich so fleißig ist. Neben den deutschen Bauern sind da noch mehr Leute im Spiel. Wer will denn in solch einem Europa bleiben, in welchem die Bescheißer den Ton angeben?

someone Juli 27, 2015 um 23:51

Nach dem Währungsaustritt ist ja nicht Schluss, dann beginnt die Streiterei wer für die Targetsalden, ELAs etc. pp. aufkommt. Das glaubst du gar nicht, was man alles pfänden könnte. In so einer Zeit dann im Finanzministerium solch einen “hohen Rat” zu haben, geht gar nicht.

someone Juli 28, 2015 um 00:01

In diesem fünfsitzigen Gremium sitzen zwei Griechen… und die Troika.

bleistift Juli 28, 2015 um 00:34

“Desweiteren finde ich dieses “Detail”, dass die Troika im Finanzministerium ein Kolonialsekretariat eingerichtet hat, das alle Einnahmen und Ausgaben kontrolliert, ziemlich heftig.”

Dir ist schon klar, dass ich darauf bereits reagiert habe?
Überhaupt gehst du auf keines meiner Argumente irgendwie ein.
Du glaubst anscheinend tatsächlich der Euro wäre ‘ne Art Naturgesetz.
Ist er nicht.
Dein € ist nichts weiter als Scheißdreck.

Denn selbstverständlich ist stets und immer der Gläubiger der gefickte.
Denn der hat geliefert. Und wenn er keine Gegenleistung bekommt dann hat er schlicht verschissen.
Das ist doch das tolle an den USA.
Die zahlen Dollar und kriegen dafür reale Gegenleistungen.
Deutschland liefert reale Waren und kriegt dafür verschissene Euro!
Dolle!
Steck’ dir deine €uronen doch sonstwohin! Da hat Topi schon recht.

someone Juli 28, 2015 um 00:48

Also der Bund sollte demnächst auch Sekreteriate in den Länderfinanzministerien einrichten, um alles zu überwachen, weil es sonst undemokratisch wäre? Das, was dir vorschwebt, ist ein “demokratischer Zentralismus”, der jeder Beschreibung spottet.

someone Juli 28, 2015 um 00:49

Bleistift goes Lenin…

bleistift Juli 28, 2015 um 00:54

Ach was….. Droge flitzt durch den Raum….

bleistift Juli 28, 2015 um 11:46

“Wer will denn in solch einem Europa bleiben, in welchem die Bescheißer den Ton angeben?”

Das ist ein sehr dummes Argument. Denn die Bauern haben nur die Wahl zwischen einem Europa in dem verhandelt wird oder einem Europa in dem nicht verhandelt wird.

karla Juli 28, 2015 um 11:49

bleistift Juli 28, 2015 um 00:34

“Deutschland liefert reale Waren und kriegt dafür verschissene Euro!
Dolle!”

Gerade darauf sind sie aber scharf. Und im Beitrag vorher schreibst du auch noch:

“Gut dass Merkel und Schäuble die Regierung bilden”.

Den Schäuble (Finanzminister) interessieren nicht die Waren sondern das allgemeine Äquivalent.

(Waren interessieren ihn bestenfalls z.B. in der Form eines Rollstuhls oder von “schwarzen Koffern”).

Was gefällt dir denn nun nicht?

ruby Juli 28, 2015 um 12:01

@Bürger
30Jahre = eine Generation und längste Kreditlaufzeit zur Vorfinanzierung
@someone
“Yank”
Bin Europäer und Wohlfahrtsökonom

gelegentlich Juli 28, 2015 um 13:57

@bleistift
„Das ist ein sehr dummes Argument. Denn die Bauern haben nur die Wahl zwischen einem Europa in dem verhandelt wird oder einem Europa in dem nicht verhandelt wird.“
Und wo wird verhandelt dass die Deutschen nicht bescheißen sollen indem sei Billigarbeitskräfte einsetzen?
Zur Erinnerung: das Delphinarium in Nürnberg wurde gebaut mit rumänischen Arbeitern, die 4 €/Stunde erhielten und die man in ambulant eingerichteten Billgst-„Hotels“ untergebracht hatte. Das ging nur mit Billigung von CSU und SPD. Die lokale Presse hatte darüber nicht weiter berichtet. Das kam nur gelegentlich in Leserbriefen vor.

ruby Juli 28, 2015 um 14:11

Köstlich, wie der Varoufakis und die Kommunisten von Syriza von den Systemmedien gebashed werden sollen!
Wenn es um das Geldmonopol als Herrschaftsinstrument geht, versteht der Neocon keinen Spaß und legt den Vernichtungsmodus ein.
Umsonst ;-)
Häßlich m(M)acht dumm!

chabis Juli 28, 2015 um 14:29

“ Why a Germany of robust debate would be better for Europe“
Timothy Garton Ash
„…Asked about his toughness with Greece, the English version of the interview has him explain that “my grandmother used to say: benevolence comes before dissoluteness”. Dissoluteness? In the German original, the word his Swabian granny used is Liederlichkeit. I looked it up in Duden, the reference work for the German language, and Duden’s long list of synonyms is fascinating. They include (roughly translated) slovenliness, carelessness, inaccuracy, dirtiness, disorderly working, and several other words that together perfectly capture German negative stereotypes of feckless, idle south Europeans.

I somehow don’t think the homespun wisdom of Dr Schäuble’s grandmother should be the thread upon which the future of Europe hangs… “
http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jul/27/germany-domestic-politics-europe
Lästigerweise fällt mir in letzter Zeit beim Lesen deutscher Zeitungsartikel zu Griechenland immer dieses Lied ein: „Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber, aber unsereiner, der hat nix, …“ http://www.franzdorfer.com/j/jeder-eseltreiber
Wurde noch in den 60igern in süddeutschen Bierzelten gern gesungen, inzwischen ist der Liedtext selbstverständlich politisch völlig inkorrekt, …

Bürger Juli 28, 2015 um 15:09

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/operation-exit

“Um den zynischen Transfer privater Verluste in die öffentliche Hand als einen Akt „liebevoller Strenge“ darzustellen, wurden den Griechen Sparmaßnahmen von bis dato unbekanntem Ausmaß auferlegt. Dies führte dazu, dass das griechische Nationaleinkommen, mit dem nun neue und alte Schulden beglichen werden mussten, um mehr als ein Viertel einbrach. Es bedarf der mathematischen Expertise eines aufgeweckten Achtjährigen, um zu sehen, dass die Sache nicht gut ausgehen konnte.

War diese schmutzige Operation einmal über die Bühne, hatte Europa ganz automatisch einen weiteren Grund geschaffen, die Debatte über eine Umschuldung zu verweigern. Es hieß, diese würde nun zu Lasten der europäischen Bürger gehen!

Ich sehe das bevorstehende Ersetzen von IWF- und EZB-Krediten durch “echtes” Steuerzahlergeld via ESM als Fortsetzung dieser Handlungsweise, mit genau dieser Motivation.

Finanzfundamentalistische Ideologien wie die von someone angesprochenen mögen aber durchaus auch eine Rolle spielen. Den Verweis auf die Tugenden schwäbischer Großmütter hingegen würde ich als Nebelkerze betrachten.

chabis Juli 28, 2015 um 15:23

“Den Verweis auf die Tugenden schwäbischer Großmütter hingegen würde ich als Nebelkerze betrachten.” Ja freilich, ist halt eines
der volkstümlichen Kurznarrative unter denen ihre Politik (Linie)
verkauft wird. – Manchmal kommen mir aber schon Zweifel und frage
mich “sind die so oder tun die nur so ?” (ist vermutlich auch von Politiker zu Politiker unterschiedlich, und abhängig von der jeweiligen
Ausgeschlafenheit und Geistesverfassung).

Bogus Juli 28, 2015 um 18:06

OT

“Russische Provokation ist wohl 99 Jahre alt”

“http://web.de/magazine/panorama/russische-provokation-99-jahre-alt-30792784″

- Ohne Worte -

Soldat Schwejk Juli 29, 2015 um 17:04

Zwar teile ich die Ansicht von Alban Werner (@Andreas Kreuz’ Link weiter oben), daß es ziemlich sinnlos ist, Tsipras jetzt von Deutschland und der deutschen Linken her zu kritisieren, und daß die deutsche Linke sich lieber die Frage stellen sollte, warum sie in dieser Frage nicht mehr Impact auf die öffentliche Meinung hierzulande hat.

Aber für den langjährigen Euroskeptiker und Brüssel-Kenner Andreas Wehr muß eine Ausnahme gemacht werden.

https://www.jungewelt.de/2015/07-28/007.php

Leseempfehlung gerade auch für die “Gute-EU”-Nostalgiker. Einschließlich der politischen Schlußfolgerungen am Ende.

Ist natürlich ein Kontrapunkt nicht nur zu Alban Werner, sondern auch zu der gleichfalls sehr lesenswerten Griechenland-Reportage von dem unverwüstlichen Robert Misik (@chabis weiter oben). Ich finde, sie haben alle drei so Punkte für sich…

Wobei das von Andreas Wehr doch eher ein Kuckucksruf ist, kein Amselgesang…

QuestionMark Juli 29, 2015 um 17:25

@Soldat Schwejk Juli 29, 2015 um 17:04
Eigentlich ist es ja schön, wenn du nicht willst dass es jetzt um die Person Tsipras “blutig wird”. Dabei hast du allerdings (wie viele) noch nicht erkannt wie schwer Tsipras dem linken Spektrum durch seinen Verrat geschadet hat. Tsipras hat dokumentiert: Die Linken brechen beim kleinsten Problem sofort ein, weil erstens die Willsensstärke und zweitens der Plan fehlt. Die Nachricht ans Volk ist: Wer links wählt, der wählt auch nur denselben Scheißdreck wie bisher. Die Farbe ist nur eine andere. Wählen wird dadurch (wie auch schon in Deutschland) zur blödsinnigen Sonntagsbeschäftigung. Man kann keine Alternative mehr wählen, da es keine mehr gibt. Es gibt nur unterschiedliche gefärbte Lügner und Betrüger. Die Demokratie ist damit abgeschafft.

Der Betrug von Tsipras am griechischen Volk ist gleichzusetzen mit dem Betrug Schröders am deutschen Volk. Schlimm, dass die Griechen anscheiennd so dumm sind und das noch nicht erkannt haben.

Manfred Peters Juli 29, 2015 um 17:42

@ QuestionMark Juli 29, 2015 um 17:25
Du wiederholst Dich mit Deinen Erklärungen über die Dummheit anderer Völker, Menschen, Parteien. Man könnte es ja auch linksextremen Chauvinismus nennen.
Wie wäre es mal mit einer dokumentierbaren Meinungsäußerung?
https://www.change.org/p/wolfgang-sch%C3%A4uble-bundesregierung-treten-sie-zur%C3%BCck-sie-verspielen-die-zukunft-europas
Bitte jetzt nicht mit der Standardfloskel vom Nichtsnutz kommen!

QuestionMark Juli 29, 2015 um 17:47

@Soldat Schwejk Juli 29, 2015 um 17:04

[...] und daß die deutsche Linke sich lieber die Frage stellen sollte, warum sie in dieser Frage nicht mehr Impact auf die öffentliche Meinung hierzulande hat.

Na, warum wohl? Schon die ganzen Hetzkampagnen gegen die Linkspartei wieder vergessen? Och Herr Soldat, das ist heute nicht ihr Tag.

QuestionMark Juli 29, 2015 um 17:51

@Manfred Peters Juli 29, 2015 um 17:42
Was soll denn der Schwachsinn mit der Fixierung auf die Person Schäuble? Als ob dieser ganze neoliberale Freihandelsschwachsinn die Erfindung von Schäuble wäre. Leutchen, denkt doch mal ein bißchen nach. Eure Marionetten sind bei dem ganzen Treiben einfach nur scheißegal. Die werden dann halt notfalls ausgetauscht und derselbe Scheißdreck geht mit anderen Figuren weiter. DAS ist doch die Erkenntnis der letzten zwei Jahrzehnte.
Sagt mal, befindet ihr euch alle im Dornröschenschlaf? Braucht ihr jemanden der euch wachküsst?
Mein Tipp dazu: Fernseher ausschalten, Hirn einschalten.

Andreas Kreuz Juli 29, 2015 um 18:13

@QuestionMark Juli 29, 2015 um 17:25

Die Linken brechen beim kleinsten Problem sofort ein, weil erstens die Willsensstärke und zweitens der Plan fehlt.

klein – kleiner – am kleinsten

Syriza stand also vor einem ‘klitze’kleinen Problem?

Na, und der Schröder damals.
Die Situation war ja sehr ähnlich!

Sag mal, geht’s noch?

QuestionMark Juli 29, 2015 um 18:19

@Andreas Kreuz Juli 29, 2015 um 18:13
Auch du bist offensichtlich sehr vergesslich. Warum hat die damalige SPD-Regierung wohl die neoliberale Agendapolitik aufgelegt? War da nicht etwas mit Maastricht-Kriterien? War da nicht etwas mit drastisch steigenden Staatsschulden? War da nicht etwas mit Kapitalflucht ins Ausland (damals dem europäischen Ausland) und den “deshalb notwendigen” Strukturreformen” um “wieder wettbewerbsfähig zu werden”? Da war doch was, oder?
Hey, Leute, jetzt mal im Ernst: Seid ihr da draußen jetzt endgültig alle völlig verblödet?

Andreas Kreuz Juli 29, 2015 um 18:30

@QuestionMark Juli 29, 2015 um 18:19

Schon klar.
Und Stoiber hatte ihm im Wahlkampfduell die Instrumente gezeigt…

ruby Juli 29, 2015 um 22:38

Die Notenbank – wir wollen den Staat einmal aus dem Spiel lassen – argumentiert nämlich
folgendermaßen: Es ist nicht daran zu zweifeln, dass es ein Fehler war, so große Mengen von
Banknoten auszugeben und dadurch den Wert des Geldes zu schwächen. Man müsste also den
Versuch machen, einen Teil der Banknoten wieder einzuziehen, aber so, dass keinem Inhaber einer
Banknote daraus ein Verlust erwächst. Am besten eignet sich zu diesem Zweck der bargeldlose
Zahlungsverkehr. Man bringt den Inhabern der eingezogenen Banknoten den Gegenwert auf einem
Konto gut und veranlasst sie, ihre Zahlungen nunmehr nicht mehr in bar, d.h. mit Noten, sondern
mittels Überweisung von ihrem eigenen Konto auf das Konto der anderen Bankkunden zu leisten. Auf
diese Weise gewinnen alle Beteiligten: Der Verkehr wird einen Teil des übermäßigen Notenumlaufs
los, was günstig auf den Geldwert einwirkt; die Bank weist entsprechend weniger Noten in ihren
Ausweisen aus, was die Kritik verstummen läßt; und die Bankkunden, die ihre Noten gegen ein Konto
ausgetauscht haben, genießen die Vorzüge des Überweisungsverkehrs gegenüber dem Barverkehr.
Jeder hat einen Vorteil, niemand einen Verlust. Probatum est.
Darum, mein lieber Sohn, wirst Du stets, wenn die Inflation und die Währungsnot einen hohen Grad
erreicht haben, das Loblied des bargeldlosen Zahlungsverkehrs singen hören. Mit Bitten und
Drohungen, mit aufklärenden Schriften und mit den bekannten Imperativen (“Zahle bargeldlos!!”
“Fördere den Überweisungsverkehr” “Bekämpfe die Inflation!”) wird auf die Öffentlichkeit
eingewirkt, damit sie ihre Noten abliefere und sich dafür ein Konto einrichten lasse, sei es bei der
Notenbank selbst, sei es bei einer andern Bank, die ihrerseits in unbarem Verkehr mit der Notenbank
steht. Tatsächlich hat die Propaganda auch meist Erfolg. Die Privatguthaben bei den Banken, die
Bankguthaben bei der Notenbank erfahren eine nennenswerte Steigerung, die deutlich zeigt, wie viel
Noten man hätte ausgeben müssen, wenn das Publikum jetzt nicht vielfach mit Scheck und
Überweisung statt mit Banknoten zahlte.
Nur eins bleibt aus, und das ist der – Erfolg. Die Tatsache, dass man so und so viel Milliarden Noten
einziehen kann, oder nicht auszugeben braucht, weil der Verkehr sich statt ihrer jetzt des Kontos für
seine Zahlungen bedient, übt nicht die geringste Wirkung auf den Geldwert und auf die Preise aus.
Und man fragt sich mit Sorge, welchen Fehler man denn jetzt wieder begangen habe. Denn da es
feststehe, dass nur die übergroße Zahl der Geldzeichen schuld an der Geldverschlechterung und der
damit identischen Teuerung sei, so müsse die Verringerung der Notenzahl doch eine
Geldverbesserung und einen Preisabbau herbeiführen. Man findet aber in der Regel keinen triftigen
Grund, sondern kommt schließlich zu der Ansicht, man habe wohl noch nicht genug auf dem Gebiet
des bargeldlosen Verkehrs geleistet. Es müsse noch ungleich mehr unbar gezahlt werden, die
Banknote müsse allmählich vollständig aus dem Großverkehr verschwinden. Und von neuem setzt die
Propaganda ein: “Zahle bargeldlos!”
Wie gesagt, das wäre sehr amüsant, wenn es nicht in so erschreckender Weise zeigte, auf welchem
Tiefstand die Erkenntnis des Geldes und seiner Gesetze auch dann noch steht, wenn man endlich den
Zusammenhang zwischen Inflation und Währungsnot begriffen hat. Denn, um es kurz zu sagen, mein
Lieber: Der ganze Gedanke, die Inflation durch die Förderung des bargeldlosen Verkehrs bekämpfen
zu wollen, ist hanebüchener Unsinn. Der bargeldlose Verkehr mag unter Umständen (durchaus nicht
immer!) eine sehr nützliche Einrichtung sein. Aber der Inflation kann er aus einem sehr einfachen
Grunde nicht entgegenwirken, nämlich weil er – selbst ein Teil der Inflation ist.
Geld ist ja, das kann gar nicht oft und laut genug gesagt werden, nicht etwa nur identisch mit den
Geldzeichen, die man im Verkehr antrifft. Das Geld ist seinem Wesen nach gar nichts Materielles,
sondern etwas Abstraktes: Ein Recht zum Bezuge von Gütern. Ob dieses Recht sich in Goldbarren, in
Münzen, in Kassenscheinen, in Banknoten, oder endlich in Giroguthaben verkörpert, ist vollständig
gleichgültig. Worauf es ankommt, ist immer einzig und allein, dass nur so viel Güterbezugsrechte
existieren, wie der Verkehr mit seinen täglichen Leistungen und Gegenleistungen aus sich selbst
heraus erzeugt. Jede Note und jedes Giroguthaben, das auf diese natürliche Weise entsteht, ist gutes,
gesundes Geld. Und jede Note, jedes Giroguthaben, das vom Staate oder einer Bank willkürlich
geschaffen wird, ist überschüssiges, schlechtes Geld. Ob man die willkürlich ausgegebenen Banknoten
ruhig im Umlauf lässt, oder ob man sie einzieht und durch Buchguthaben, sogenanntes “Giralgeld”
ersetzt, ist ohne jeden Belang. Oder sind etwa die zu Unrecht ausgegebenen Bezugsrechte auf Güter
aus der Welt geschafft, weil man sie nun nicht mehr körperlich in Noten, sondern unkörperlich im
Giroverfahren von Hand zu Hand gehen lässt? Wird auch nur eine einzige Kaufkraft im Lande
weniger ausgeübt, wenn unbar statt bar gezahlt wird? Und nur darauf kommt es doch an: Es muss
weniger Kaufkraft ausgeübt werden, wenn man die Güterpreise ermäßigen, oder, was dasselbe ist, den
“Geldwert” erhöhen will.
Man tut, wenn man die Unlogik eines Gedankens nachweisen will, immer gut, den Gedanken bis in
seine letzten Konsequenzen hinein zu verfolgen. Wir wollen uns deshalb einmal vorstellen, der
Appell, den die Regierungen und die Notenbanken an die Öffentlichkeit richten, hätte den
außerordentlichen Erfolg, dass nunmehr sämtliche Zahlungen, außer den allerkleinsten, nicht mehr mit
Bargeld, sondern im Giroverkehr geleistet werden. Man würde also nunmehr alle Geldzeichen, die 50
Centimes oder 2 Mark übersteigen, einziehen und dadurch den Geldumlauf um neun Zehntel oder
noch mehr einschränken können. Was wäre die Folge? Würde eine einzige Nachfrage deshalb
unterbleiben? Würden die Giroguthaben, welche die Notenbank nunmehr den Beamten und
Staatslieferanten neu einräumt, auf den Verkehrsumfang und auf die Preise aller Waren anders
einwirken als vorher die Noten? Und stellen wir uns, um bis ans Ende zu gehen, einmal vor, ein
drakonisches Gesetz verbiete alle baren Zahlungen ohne Ausnahme, zwinge also den Kleinverkehr,
mit Postschecks zu zahlen, wie der Großverkehr jetzt mit Bankschecks zahlt: Was wäre die Folge? Die
Banknoten, die zur Begründung eines Postscheckkontos oder eines Bankkontos eingereicht werden
müssten, könnten nunmehr allerdings ohne Ausnahme eingestampft werden. Das sichtbare Geld würde
verschwinden, und mit ihm die sichtbare Inflation. Aber wir würden dagegen nichts anderes
eingetauscht haben als unsichtbares Geld und eine unsichtbare Inflation. Der Verkehr würde genau so
kaufen, liefern und bezahlen wie vorher, nur dass die einzelne Zahlung nicht mehr durch Übergabe
eines Geldzeichens, sondern durch eine Buchung erfolgt. Technisch hätte sich alles, sachlich absolut
nichts geändert.
Also Vorsicht bei der Beurteilung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs! Es wird viel Missbrauch mit
ihm getrieben, und viele Irrtümer sind mit der Propaganda für ihn verbunden. Geld ist Geld, auch
wenn es unkörperlich auftritt. Ja, es kommt in der Form des Bankguthabens, in der Form des
“Giralgeldes” , dem eigentlichen Geldbegriff sogar noch näher als in der körperlichen Form der Münze
oder der Note. Denn erst jetzt, wenn es als Forderung in einem Buche steht und als Überweisung bald
diesem, bald jenem “gutgeschrieben” wird, tritt der wahre Charakter des Geldes als eines abstrakten
Rechts, eines Rechts zum Bezuge von Gütern, deutlich hervor; während es bisher noch immer eine
Konfusion zwischen diesem Recht und seinem körperlichen Vertreter, zwischen dem Gelde selbst und
den Geldzeichen, gegeben hat.

aus :
Argentarius “Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn“
Elfter Brief
Der bargeldlose Zahlungsverkehr. | “Giralgeld”. | Unsichtbare Inflation.

Und die FED sucht die Inflation ;-)
Ihr wisst jetzt, dass sie in den Scheinvermögensbeständen verbucht ist . Und welche Schlüsse zieht ihr daraus?

otto Juli 30, 2015 um 11:01

Wenn die Geldvermögenselite mehr ausgibt (ausgeben will), ohne die Inflation (was ihrem Geldvermögen abträglich wäre) anzuheizen, dann muss auf der anderen Seite weniger ausgegeben (Austerität) werden.

Bleibt die Frage wessen unsichtbare Hand hier steuert?

chabis August 1, 2015 um 15:11

“Something is rotten in the eurozone kingdom – my op-ed in the Financial Times”
Varoufakis plan would have eased Greece’s chronic liquidity shortage
“..In Greece, where the central bank is unable to support the state’s endeavours, government arrears to the private sector — both companies and individuals — have been a drag on the economy, adding to deflationary pressures since as far back as 2008. Such arrears consistently exceeded 3 per cent of gross domestic product for five years.

The phenomenon is both the cause and consequence of delayed tax payments to the state, reinforcing the cycle of generalised illiquidity.

To address this problem, our simple idea was to allow the multilateral cancellation of arrears between the state and the private sector using the tax office’s existing payments platform. Taxpayers, whether individuals or organisations, would be able to create reserve accounts that would be credited with arrears owed to them by the state. They would then be able to transfer credits from their reserve account either to the state (in lieu of tax payments) or to any other reserve account…”
http://yanisvaroufakis.eu/2015/08/01/something-is-rotten-in-the-eurozone-kingdom-my-op-ed-in-the-financial-times/

ruby August 1, 2015 um 16:52

@ chabis

Schon bei Steve Keen vorbeigezwitschert?
;-)
Da treibt sich Varou auch rum !
https://www.youtube.com/watch?v=IHHn1GaVRhs

ruby August 1, 2015 um 17:01

@ otto
das ist doch gerade der Sinn die Luftvermögen wieder in Substanz zu verwandeln – auf der Aktiveseite nach oben zu investieren !!!
ansonsten verpuffen die Illusionen …

chabis August 1, 2015 um 18:52

” In defence of Yanis Varoufakis
Mohamed El-Erian

It is now fashionable to disparage the former Greek finance minister. For some he showed too little politesse, but the essence of his agenda remains largely correct”

http://www.theguardian.com/business/2015/jul/29/in-defence-of-former-greek-finance-minister-yanis-varoufakis

Vielleicht kommen diese Einsichten via Allianz ja irgendwann mal
bei der deutschen Politik an.

chabis August 1, 2015 um 19:11

Von der Allianz zur SZ ist der Draht kurz (Vermutung)
“Death by Debt – My Response to The German Finance Ministry
Guest contribution by Jeffrey Sachs”
http://international.sueddeutsche.de/post/125522613465/death-by-debt-my-response-to-the-german-finance

g.w. August 2, 2015 um 07:45

passt vielleicht besser in diesen thread:
Ken Wilber´s “Boomeritis”, die Krankheit der 68er

„Die präziseste Definition dieser Genera-
tionskrankheit ist: Egozentrische Interessen, in ein
ideologisches Gewand gehüllt, wobei die unvermeidbaren Enttäu-
schungen des Lebens so lange verhandelt werden, bis daraus die Mission wird, die eigene missliche Lage als Schuld aller anderen zu sehen.“
Was macht den typischen Boomer aus?

Der Boomer ist ein Kind der Nachkriegszeit, mit Eltern, die in Euro-
pa emsig auf das Ziel eines materiellen Wiederaufbaus hinarbeiteten.
Mit diesem „bürgerlichen Mief “ wollten die Nachgeborenen jedoch
nichts zu tun haben, standen jeglicher geistigen Autorität
und jeglichem Führungsanspruch ablehnend und
misstrauisch gegenüber und wandten sich
der Erforschung ihrer Innerlichkeit
zu möglichst im exotischen Umfeld fremder Kulturen. Gepaart
mit der dunklen Seite der Postmoderne: „Alle- und
vor allem aber ich!- haben Recht“, wurde daraus eine
– von Wilber
hartnäckig angeprangerte höchst be
denkliche Variante des Narzissmus. Den
hat die 68er Generation die sich mit
tlerweile altersbedingt auch in Positionen der
Einflussnahme, vor allem im universitären Bereich
wiederfindet– laut Wilber in all
den Jahrzehnten weiter getragen
und damit die Bewusstseinsentwick
lung insgesamt stagnieren lassen.
Allerdings räumt Wilber
– historisch gesehen
anerkennend ein, dass die Boomer eine einzigartige Rolle in
der Bewusstseinsevolution spielen: Sie stellten die erste größere
Bevölkerungsschicht dar, welche die entsprechenden intellektuel-
len Fähigkeiten entwickelt hatte, Unterschiedlichkeiten der Kultu-
ren zu schätzen. Sie gestalteten eine persönliche Identität, welche
über die Familie und auch den eigenen traditionellen Kulturkreis
hinausging. Damit wurden sie zu Pionieren der Menschenrechte,
der Ökologie, des Feminismus und Multikulturalismus. All das ver-
änderte und beeinflusste unsere Vorstellungen davon, was uns als
Menschen möglich sein kann.
Der Narzissmus, wie ihn Wilber beschreibt, ist eine Überlebens-
strategie, die dazu dient, das psychologische Selbst und seine
Abtrennung vom übrigen Leben zu sichern. Die klassische De-
finition lautet: „
Ein exzessives Interesse am eigenen Selbst, an der
eigenen Wichtigkeit, Grandiosität, an den eigenen Fähigkeiten; Ego
zentrismus
.“ Dahinter steht ein leeres oder zersplittertes Selbst,
das sich verzweifelt bemüht, diese Leere zu füllen, indem es sich
selbst aufbläht und andere herabsetzt

Grundtenor: „Niemand
sagt mir, was ich zu tun habe!“
Diese Strategie führt auch konsequent zur materialistischen
Nutzbarmachung des Spirituellen
– zwecks narzisstischer Befriedigung. Das spirituelle Dilemma von
Boomeritis besteht darin,
dass unser kreativer Verstand das Göttliche seiner Wahrheit be-
raubt und die persönliche Erfahrung an dessen Stelle setzt. Indem
wir dem Heiligen seine Tiefe in uns absprechen, wird das Leben
flach, bedeutungslos und ohne Chance auf wirkliche Transfor-
mation. Der einzige Zweck der spirituellen Suche ist, sich besser
zu fühlen
– nach dem Motto: „Noch mehr, noch intensiver und
möglichst bequem.“
In einem Wort gesagt: Bliss. In drei Worten:
Nur keinen Stress!
Vor allem im Westen, getragen vom technischen Fortschritt,
schuf sich erstmals in der Geschichte die Mittelschicht einen
noch nie da gewesenen Wohlstand und brauchte nicht um das
physische und materielle Überleben zu kämpfen. Zugleich jedoch
blieb die Innerlichkeit auf der Strecke: Es genügte, materiell er-
folgreich zu sein, und so entstand das
Flachland
– eine Welt ohne
Innerlichkeit und ohne Empfinden für eine Tiefe, die über uns
selbst hinausgeht. ..
Das postmoderne Selbst ist ein zutiefst ichbezogenes Selbst.
Indem wir auf die Gleichwertigkeit aller Ansichten beharrten,
wurden aus der einen großen Wahrheit viele kleine Wahrheiten,
und indem wir unsere persönlichen Erfahrungen zum Maßstab
für das einzig Wahre machten, wurden wir zur einzigen Autorität
für uns selbst. ..
Damit ist jedoch jeder irgendwann einmal überfordert. Wen
wundert es da noch, dass Antidepressiva nicht nur in den USA
zu den am häufigsten eingenommenen Medikamenten zählen?
Doch es gibt keine Anwälte, die diesen Kontrollverlust gegenüber
einem scheinbar feindlichen Universum einklagen können, diese
Eigenverantwortung kann nicht
– wie vor allem in den USA so beliebt
– an den Staat, die Gerichte, an die Gesellschaft abgegeben
werden. Das postmoderne Motto greift nicht mehr: „Wie geht es
mir damit? Wenn etwas schmerzt, meine Gefühle verletzt, dann
hat man mir Unrecht getan!”
Elizabeth Debold schrieb bereits 2002 über die Situation in den
USA – ohne noch die Tyrannei einer späteren sprachlichen „politi-
schen Korrektheit“ als solche zu benennen:
„Daraus ergab sich eine gruselige Umgangsform an Nettigkeit.
Wenn als einzige Wahrheit nur gilt, was wir fühlen, dann wird es
ein Vergehen gegen diese Wahrheit, wenn wir jemandes Gefühle
verletzen, ein Affront gegen das Heilige. Der Boden zwischen uns,
auf dem wir einander begegnen können, wird zum Minenfeld. In
der selbstgerechten Wahrheit unserer persönlichen, subjektiven
Welt eingekerkert, bewegen wir uns nur vorsichtig und heucheln.
Diese Betonung der subjektiven Erfahrung führt jedoch nicht zu
einer Kultur starker Individuen, welche die Autorität ihrer Er-
fahrung leben, sondern die Verbindung zu unserer persönlichen
tiefsten Wahrheit erodiert hinter der Vorspiegelung einer Perso-
na von perfekt liebenswürdigen Menschen.“
1
Andererseits führt das geradewegs zu einer Kultur der Opferhal-
tung: Der Mensch als „Geschichten erzählender Affe“
liebt es, seine Missgeschicke breitzutreten. Viel lieber
denken wir darüber nach,
reden darüber, wie wir uns verändern könnten, als uns dem un-
gewissen Prozess einer Transformation tatsächlich zu überlassen,
einer Transformation, deren Qualität unsere Vorstellungen über-
schreitet.
Aus genau diesem Grund empfiehlt sich gegen
Boomeritis eine kräftige Dosis Humor als fröhliche Medizin, eine Portion Selbstironie – und auch eine demütige Dankbarkeit für das Wunder und die Fülle des Lebens. Sie alle öffnen den Blick in eine holistische, integrale Zukunft. (Ken Wilber)

gelegentlich August 2, 2015 um 14:46

https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Wilber

„Obwohl sich Wilber teilweise mit Kerngebieten der akademischen Philosophie (Ontologie, Epistemologie) und Psychologie beschäftigt, wird sein Werk innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft kaum wahrgenommen. Wilber gilt vielmehr im Allgemeinen als Vertreter des New Age.[22]
Auf das Werk von Ken Wilber beruft sich u.a. Bill Clinton.[23]“
Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.
„Viel lieber denken wir darüber nach, reden darüber, wie wir uns verändern könnten, als uns dem un gewissen Prozess einer Transformation tatsächlich zu überlassen, einer Transformation, deren Qualität unsere Vorstellungen überschreitet.“
Ich bezweifle dass Sie sich selber auf eine Transformation, deren Qualität Ihre Vorstellungen überschreitet, einlassen würden. Eine Sache, von der Sie ja gar nicht wissen können was sie darstellt. Und was Herrn Wilber angeht: was kam denn dabei raus? Ein Mensch, der viele Sachen geschrieben hat. Wie viele Andere auch.

Manfred Peters August 2, 2015 um 16:21

Varoufakis ist unseren “Qualitätsmedien” nur noch eine Erwähnung Wert, wenn man ihm kriminelle Machenschaften unterstellen kann. Entgegen anders lautenden Berichten funktioniert die Befehlskette des Hr. Maaßen hier ohne Störungen. Nur reicht sie leider noch nicht nach Spanien. :-(
“El ‘plan Schäuble’ es imponer la troika en todas partes. Sobre todo, en París”
Zum geplanten dritten Hilfsprogramm für Griechenland :” “Das Vorhaben hat keine Zukunft. Die Krise wird mit immer neuen untragbaren Krediten verlängert, und man tut so, als würde dadurch das Problem gelöst.”

g.w. August 2, 2015 um 17:28

gel. „Obwohl sich Wilber teilweise mit Kerngebieten der akademischen Philosophie (Ontologie, Epistemologie) und Psychologie beschäftigt, wird sein Werk innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft kaum wahrgenommen…”

und? Wilber fügt sich ja auch nicht in das vorherrschende wissenschaftliche Paradigma ein… vermutlich nützt er auch nicht den richtigen Leuten, die die Fördergelder vergeben.

gel., so naiv kann man doch gar nicht sein, wie du dich anstellst.

was sagt die wissenschaftliche Gemeinschaft denn dazu:

10.000 Jahre alte Höhlen in der Steiermark:

Präzise Grabearbeiten

“Doch wie wurden diese Höhlen gegraben? Hier wird die Sache mysteriös, denn die Wissenschaft ist sich einig – es waren Maschinen am Werk. „Das ist für die Steinzeit unglaublich“, so Kusch. „Wir haben auf 0,2 Millimeter genau diese Gänge gescannt und können feststellen, dass auf meterlangen Strecken nur Abweichungen von 16 Millimetern da sind. Das ist selbst heute mit den heutigen Maschinen unmöglich.“

http://steiermark.orf.at/news/stories/2720883/

peewit August 2, 2015 um 18:22

Ach, das Glühwürmchen schwirrt jetzt durch Steiermärkische Höhlensysteme… Herrlich!

gelegentlich August 2, 2015 um 19:23

Ach, das wird so ausgehen wie es immer ausgeht und wie der letzte „Beweis“ für ein Alien ausging. Das war der entäutete Affenfötus in Mexiko. Großes Geschrei, dann ein paar Fakten, dann nichts mehr. Manchmal kommt ja eine realitätstaugliche Erklärung später, wo man verblüfft ist, mit welch einfachen, aber enorm wirksamen Mitteln man früher gearbeitet hat. Im Sinne der Intentionen der aufmerksamkeitsheischenden Holisten: Totalflops.
Wilber und dunkle Orte – welch ein Kontrast zum Sonnenschein heute!

ruby August 2, 2015 um 19:38

Was ist Landesverrat gegen den Europaverrat eines nicht existenten Finanzministergremiums ohne Dokumentation und mit Monita durch das EU-Parlament .
Die historische Analyse wird später fragen, wie die Bürger solche Mafiastrukturen dulden konnten .

Sehr, sehr traurig!

https://www.youtube.com/watch?v=WcXjSlwvicc

RJD wird aus dem Shouterhimmel intonieren …
wie Varou die Mechanismen verkündet hat .

peewit August 3, 2015 um 11:17

@g.w.

was sagt die wissenschaftliche Gemeinschaft denn dazu:
10.000 Jahre alte Höhlen in der Steiermark:

Ich weiß nicht, was die wissenschaftliche Gemeinschaft sagt. Aber vielleicht hilft das hier weiter. Viel Spaß bei der Lektüre.

ruby August 3, 2015 um 20:38

Erster Versuch einer Antwort auf meine Varou/Piketty Frage hier im Blog :
http://www.zeit.de/2015/29/staatsschulden-deutschland-geschichte-thomas-piketty
Weiterlesen …
;-)

ruby August 3, 2015 um 20:51

I can read your mind
(Looking at you)
I can read your mind

I am the eye in the sky, looking at you
I can read your mind
I am the maker of rules, dealing with fools
I can cheat you blind

And I don’t need to see any more
To know that

;-)

https://www.youtube.com/watch?v=aBQalkIeE7s

ruby August 3, 2015 um 21:00

https://www.youtube.com/watch?v=ojf18wT_Xtk

No more turning away
From the weak and the weary
No more turning away
From the coldness inside
Just a world that we all must share
It’s not enough just to stand and stare
Is it only a dream that there’ll be
No more turning away?

ruby August 3, 2015 um 21:08

All that you touch
All that you see
All that you taste
All you feel.
All that you love
All that you hate
All you distrust
All you save.
All that you give
All that you deal
All that you buy,
beg, borrow or steal.
All you create
All you destroy
All that you do
All that you say.
All that you eat
And everyone you meet
All that you slight
And everyone you fight.
All that is now
All that is gone
All that’s to come
and everything under the sun is in tune
but the sun is eclipsed by the moon.
?

ruby August 3, 2015 um 21:32

Es ist gut die Franken als Verbündete zu haben aber nicht als Nachbarn.
sagten die Griechen …
http://www.handelsblatt.com/politik/international/sapin-schaeuble-und-der-begrenzte-konflikt-beziehungskrise-zwischen-berlin-und-paris/12141474.html
Aber wer möchte noch Politik spielen?

ruby August 3, 2015 um 21:40
ruby August 3, 2015 um 21:45

“It is the current multitude of lenders to Greece which make the existing arrangement unworkable, as different lenders seem to have different agendas. All creditors have to agree to one common way forward, which they are unable to do. This uncertainty is deadly for the Greek economy, as the threat of Grexit always looms large.”

Is that the lesson from Lehmann ?
;-)

ruby August 3, 2015 um 21:56
ruby August 3, 2015 um 22:01
karla August 5, 2015 um 20:06

Hegel für Syriza
by f.luebberding on 2. Juli 2015

“So wäre das eine Lösung, was Schieritz so beschreibt.

“Es verbietet ihr (der griechsichen Regierung F.L.) aber nicht, neue Verhandlungen mit den Europäern über neue Sparvorgaben aufzunehmen – und theoretisch könnte er sogar strengere Auflagen akzeptieren, denn über neue Auflagen wird ja im Referendum überhaupt nicht abgestimmt.”

So hätte man dem neoliberalen Weltgeist ein deutliches Zeichen des Missfallens gesetzt, um am Ende in der dialektischen Drehung das zu machen, was man machen muss. So könnte das funktionieren, allerdings nur wenn die Hegel-Seminare bei Syriza in der Vergangenheit einen durchschlagenden Erfolg gehabt haben sollten.

Allerdings hat man bei den Strategen von Syriza zur Zeit einen anderen Eindruck. Sie operieren so als warteten sie noch immer auf die solidarischen Grüße der Sowjetunion, ”

Vielleicht kennen die doch den Hegel.

Aber jetzt mal etwas ganz ohne Hegel aus:

http://industriemagazin.at/a/oebb-chef-kern-will-sich-griechenlands-bahn-ansehen

Zitat daraus: “Wie schon in anderen Ländern würden die Experten des IWF Fantasiezahlen in ihre Dokumente schreiben und damit die Privatisierung eines Sektors betreiben, der nach Kerns Ansicht in staatliche Hände gehört. ”

Interessiert das Thema überhaupt noch? Von @fl kann man den Eindruck bekommen was interessiert ihn sein Geschwätz von gestern.

Andreas Kreuz August 5, 2015 um 21:16

Privatisieren ist doch in D eindeutig eine SPD-Domäne…

ruby August 5, 2015 um 22:57

zur Privatisierung im Lübberland:

OVG NRW vom 27.April 2015
AZ 9A2813/12
Sehr, sehr fein Randziffern 111 bis 139

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2015/9_A_2813_12_Urteil_20150427.html

Wer hat Lust über Gewinnmargen zu fachsimpeln?
;-)

someone August 6, 2015 um 06:13

Du hast echt gar nichts verstanden. Dass die Müllverbrennungsanlagen im Rheinland eine Überkapazitiät haben, ist dir wahrscheinlich noch nicht mal aufgefallen. Googel mal Köln Abfall Süditalien. Letztendlich war es in den 90′ern der letzte Schrei, Müll zu verbrennen und da hat man jetzt zuviel von. Inwiefern Remondis profitiert hat, sei dir überlassen.

ruby August 6, 2015 um 07:17

Das langweilige ist bei bester Faktenlage kommt nur heisse Luft.
Wieso wurde die Preisprüfung eingestellt?
Privatisierung sollte doch Kosten verringern statt multiple Gewinne zu kalkulieren.
Mit Überkapazitäten ist da nichts im Kessel
;-)

ruby August 6, 2015 um 07:26

Mafiakontakte sind schon sehr private.
Da geht es nicht um preussische Kostendeckung sondern um nackte Gewinnoptimierung.
Ob in Essen oder Athen…

ruby August 6, 2015 um 07:49

1%
und
2,5%
Wer bietet weniger?

ruby August 6, 2015 um 07:52

@someone
Sehr feige es anderen zu über lassen
;-(

someone August 6, 2015 um 07:54

Dann mch mal… Aus deinen kryptischen Kommetaren ist nichts zu erkennen außer Ressentiment.

someone August 6, 2015 um 07:56
ruby August 6, 2015 um 08:09

@someone
Mit Dir ist kein Europa zu bauen eher eine Bananenrepublik nach Dr. Oetker…

ruby August 6, 2015 um 08:14

Ressentiment, das ist schonmal ein Anfang!

ruby August 6, 2015 um 08:22

Da kaufen sich Private besten Sachverstand, nutzen Gesetze für Kriegszeiten und lassen eine Behörde schweigen.
Du erkennst nichts und redest von Kryptik, geh mal ins wahre Produktionsleben!

someone August 6, 2015 um 09:07

Zum Glück hat man ja dich…

Analschlacht am Fäkalschacht von ErdoğanOrbánPutin August 6, 2015 um 09:19
ruby August 6, 2015 um 09:29

Glück wäre, wenn die überhöhten rechtswidrigen Gewinne zurück über wiesen würden.
Für alle Gebühren Zähler nicht nur die Kläger.

someone August 6, 2015 um 10:20

Ruby, der Rächer der Armen und Entmüllten.
Aber nur zu 49%, versteht sich. Mehr ist nicht drin.

someone August 6, 2015 um 10:21

Ansonsten verdammte Oberhausener.

ruby August 6, 2015 um 12:07

@someone
Kreisverkehr statt Ampel in Oberbanausen?
+ 51% natürlich
;-)

ruby August 6, 2015 um 14:43

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:JOL_2015_089_R_0003
Sorry hier der korrekte preussen link
Textziffer 126 bis 137

ruby August 6, 2015 um 16:12

Da ist sehr viel mehr drin, wenn die Vermögen z.B. mit aktuellen Einheitswerten besteuert würden.
Arbeit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Wohlfahrt, Wachstum, Bildung.
Kultur im einfachen Sinn!
Prekärpreussen beendet…
Proletarierphantasien verunstaltet missbraucht aufgeklärt.
Nicht mehrheits- und anschlussfähig.
Deshalb sollen wir die Troika lieben müßen.
Eliten machen es möglich !
Gute Nacht Allerseits

ruby August 6, 2015 um 21:33
ruby August 6, 2015 um 23:00

Einfach nur köstlich :

“In den Wirtschaftswissenschaften wird zwischen dem Marktzins und dem natürlichen Zinssatz unterschieden. Der Marktzins ist der in der Realität beobachtete jeweilige Zinssatz, der natürliche Zinssatz dagegen ist der langfristig herrschende Zinssatz. Seine Größe kann aufgrund der Mehrergiebigkeit, der Risiokogeneigheit und der Zeitpräferenz der Konsumenten ermittelt werden. Der jeweilige Marktzinssatz schwankt um den natürlichen Zinssatz.”
(versucht es mal mit dem kalkulatorischen Zinsfuß)
lohnt es da
http://blogs.faz.net/fazit/2015/08/06/der-einfluss-der-zentralbanken-auf-die-drei-funktionen-des-zinssatzes-6294/
noch weiterzulesen?
Es folgt die Geldpolitik …

ruby August 8, 2015 um 11:20

“Es soll hier nicht bestritten werden, dass in einer Krisenlage den Banken erhebliche Kredithilfen zur Verfügung gestellt werden müssen. Aber dies hätte unserer Meinung entsprechend der Vorschläge von Sir Walther Bagehot (1826-1877) an die Bank von England im 19. Jahrhundert geschehen sollen. Bagehot schlug damals vor, beliebig hohe Kredite an die Banken zu geben, aber zu einem Strafzins bei gleichzeitiger Bewertung der Bankaktiva zum Wert der vorausgegangenen Zeit, als die Krise noch nicht herrschte. Letzteres ist wichtig, um schon vor der Krise insolvente Banken auszuschalten. Auf diese Weise hätte man einerseits das moralische Risiko einer weiteren Verschuldung der Banken verhindern können und gleichzeitig illiquide von insolventen Banken unterscheiden können.”
Ist klar, was das für Konsequenzen für die Banker und Virtualvermögenden hätte?
Wer das versucht regulatorisch durchzusetzen landet auf dem tiefsten Grund eines Gewässers oder in der Klappse ;-)
Bzw. wird wie Varou exkludiert !

ruby August 9, 2015 um 22:06
ruby August 12, 2015 um 20:37

Affen Zucker geben :
http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=3&audioID=388950&state=
Hat zwei gute Argumente für mein Weltgeldtheorie Buch erläutert, die zu verwenden sein könnten.
http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-mit-dem-ruecken-zur-wand.2011.de.html?dram:article_id=328058
sehr schön dialektisch die Interessen…

ruby August 12, 2015 um 21:18

“Pariser Club ist ein Kartell der Gläubiger”
und
Merkel ist mit der Insolvenzordnung bereits gescheiter, wie mit ihren Klimazielen.
Ein letztes Aufbäumen der Argumente?
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/08/12/eine-insolvenzordnung-fuer-staaten-wuerde-den-euroraum-instabiler-machen_8772
Für letzte genehme Genossen …

ruby August 12, 2015 um 21:29

Leave a Comment

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: