Entscheidungsträger und Teenager

by f.luebberding on 22. Juli 2015

Eine Renovierung kann wie ein Umzug sein. Ich weiß, wovon ich rede. Ausnahmsweise, so werden bestimmt einige jetzt einzuwenden haben. Ein vergleichbares Problem hatten wir in den vergangenen Wochen auch mit dem Blog. Trotz der eher wenigen neuen Artikel wurde der Blog recht gut besucht. Aus dem Grund haben wir uns entschlossen, mit dem Blog auf einen andereren Server umzuziehen, um die Kosten in Grenzen zu halten. Daniel hat das in den vergangenen Tagen hervorragend umgesetzt. Wie man sieht, funktioniert alles bestens. Mein Verdienst beschränkte sich allerdings auf das Daumen drücken. Ich könnte dafür über das Zusammenbauen der Möbel eines bekannten schwedischen Unternehmens berichten. Aber das lassen wir besser, um weitere Traumatisierungen zu vermeiden.

Stattdessen der Hinweis auf ein Thema, das die Zukunft der deutschen Ökonomie mehr bestimmen wird als der Hickhack der vergangenen Wochen um Griechenland – oder die Bauanleitungen aus Schweden.

Es geht um Industrie 4.0. Der IG-Metall Vorsitzende Detlef Wetzel hat dazu in den vergangenen Tagen ein Buch mit dem Titel “Arbeit 4.0″ veröffentlicht. In diesem Titel kommt ein konzeptioneller Ansatz zum Ausdruck. Wetzel beschreibt ihn so.

“Noch ist schwer abzusehen, wie die Arbeitswelt der Zukunft genau aussehen wird. Fest steht aber: Abwarten und zurücklehnen ist keine Option. Die Herausforderungen sind zahlreich: Digitalisierung der Wirtschaft, höhere Anforderungen an Aus- und Weiterbildung, zeitgemäße Arbeitszeitpolitik,  Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die zunehmenden psychologischen Belastungen am Arbeitsplatz.”

Das Buch verbindet theoretische Erkenntnisse mit empirischen Erfahrungen. Die wichtigste Erkenntnis von Wetzels “Zukunftsreise” formuliert er so. Für alle genannten Herausforderungen seien bereits Lösungsansätze vorhanden, nämlich “vor Ort, bei den Beschäftigten in den Betrieben. Sie müssen deshalb beteiligt werden.”

Darum geht es auch in meinem Beitrag zu dem Thema. Es gilt der technokratischen Verengung von “Industrie 4.0″ etwas entgegenzusetzen. Deshalb ist dieser Einwand zu meinem Artikel interessant.

“Die Entscheidungsträger gehen mit der Industrie 4.0 also nicht anders um als der Teenager mit seinem neuen Smartphone ?????”

Ob Entscheidungsträger “Industrie 4.0″ wirklich anders rezipieren als Teenager neue Technologien, wird man erst noch sehen müssen. Die Debatte steht bekanntlich erst am Anfang. Und was die Smartphones betrifft: Zumeist erklären sie die Teenager ihren Eltern. Das betrifft nicht nur Entscheidungsträger.

{ 1007 comments… read them below or add one }

peewit August 11, 2015 um 12:49

@Nat

Wenn du darauf reinfällst und dich nicht fragst: Was ist da wirklich dran? ist das deine Sache.

Stimmt auffallend.

Der Atacama Humanoid war übrigens auch in Russland ein Thema.

Ach was, das hätte ich ja nieeee für möglich gehalten…

Die genetischen Befunde (Nolan, UCLA) sind noch nicht veröffentlicht

Hmm, ich dachte es gehe um Riesen. Jetzt kommst du mit Zwergen…
Ein alter Hut, übrigens, wie es scheint

Fazit: Der alte Esoquark, hundert Mal getreten, armselig… Damit wirst du keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken…

peewit August 11, 2015 um 13:34

@Nat

Ergänzung: Statement von Dr. Nolan vom letzten Jahr zum Stand der Dinge.

natalius August 11, 2015 um 13:42

Ich bin dafür, dass jeder Natalius seine Privatschule bekommt. Dann kann man auch endlich Fragen nachgehen, wie die Steigerungsform von geburtig zu lauten hat. Lasst uns alle geburtiger werden.

Gelegentlich August 11, 2015 um 14:58

@peewit
Großartig! Man muss die Leserkommentare halt immer mitlesen. Wer weiß schon was „Nephilims“ sind? ;-)
„AnonymousJuly 18, 2015 at 6:13 PM
Why did you have to bring your infantile beliefs of a savior into the equation? Aren’t there enough jesus sites you could put your two cents in?“
Und jetzt Alle wieder zurück an die Arbeit 4.0?

Manfred Peters August 11, 2015 um 16:05

Nephilim:
Griechisch γίγαντες
gígantes kennt doch jedes Kind und verspeise ich 30 bis 40 auf einmal.
Und jetzt kann der humorbefreite dafür aber holocaustleugner-affine Blogwart meinen Kommentar gerne wieder einmal als Spam* löschen.
* http://www.wiesaussieht.de/2015/07/22/entscheidungstraeger-und-teenager/#comment-337278

Gelegentlich August 11, 2015 um 17:26

@Manfred Peters
Von drüben und nichts dazu gelernt? Ja „humorbefreit“ , das sagt sich so leicht. Aber wem sage ich das? Danke für die Nephilim.

Andreas Kreuz August 19, 2015 um 13:06

Kann mal jemand diesen Beitrag

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/digitalisierung-im-unterricht-industrie-4-0-zieht-in-die-berufsschule-ein-13753461.html

durch das blabla-Meter ziehen und das Ergebnis bekannt geben?

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