Wir schaffen das in Nordrhein-Westfalen?

by f.luebberding on 21. September 2015

In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Kabinettsumbildung. Das Land hat mittlerweile 150.000 Flüchtlinge aufgenommen. Das hat Folgen für die Finanzplanung des Landes. So hatten die Bevölkerungsprojektionen einen entscheidenden Einfluss auf die Bildungs- und Gesundheitspolitik, oder die Personalplanung bei der Polizei. Die sinkenden Geburtenzahlen sollten eine demographische Rendite erwirtschaften, die etwa in eine qualitative Verbesserung des Schulsystems einfließen sollte. Sinkende Schülerzahlen waren somit die Voraussetzung für eine bessere Schulpolitik. Nur unter diesen Bedingungen lässt sich auch die Inklusionspolitik in Kindergärten und Schulen umsetzen. Mit den Flüchtlingen werden diese Annahmen über den Haufen geworfen. In gleicher Weise betrifft es das Gesundheitssystem, etwa in der Krankenhausplanung. Sogar die Polizei hatte sich auf den demographischen Wandel eingestellt. Sinkende Geburtenzahlen reduzieren das Problem der Jugendkriminalität und verändern damit auch das Krminalitätsprofil in einer Gesellschaft.

Diese Veränderung bisheriger Grundannahmen der Politik (nicht nur in NRW) wird man wohl nicht mehr sehr lange mit unverbindlichem Integrationsgerede zudecken können. Dabei gibt es noch ein spezifisches Problem der deutschen Politik. Die Bundesländer müssen schon in ihrer bisherigen Finanzplanung die Einhaltung der Schuldenbremse aus dem Grundgesetz einplanen. Die demographische Rendite war fest eingeplant gewesen. Etwa was die Personalplanung bei Schulen, Krankenhäusern oder der Polizei betrifft. Daran hat sich bisher auch nichts geändert. NRW muss somit wegen der Schuldenbremse Personalkosten einsparen. Gleichzeitig muss es aber Personal einstellen, um Integrationspolitik nicht auf das Aufstellen von Betten in Notunterkünften zu reduzieren – oder durch Gerede. Das gilt übrigens in gleicher Weise für die Kommunen in NRW, die häufig schon vor dieser Integrationsaufgabe unter den Bedingungen strikter Haushaltssicherung standen.

Jetzt kann man sich fragen, ob die Kabinettsumbildung die Lösung dieser Probleme ist. Die Opposition im Düsseldorfer Landtag allerdings auch nicht. Sie vertreten nämlich ausnahmslos die Meinung, die Schuldenbremse einzuhalten. Sie wollen auch wegen der Integrationspolitik Personal einstellen, um es gleichzeitig wegen der Schuldenbremse abzubauen. Die Lösung könnte der Bund sein. Das ist die Hoffnung aller im Düsseldorfer Landtag vertretenen Parteien. Dieser war aber immer schon zuverlässig, wenn es darum ging, Länder und Kommunen ausbaden zu lassen, was man politisch für sinnvoll gehalten hat. Daran wird sich auch wenig ändern. Da sollte sich niemand etwas vormachen. Wir schaffen das in Nordrhein-Westfalen? Unter den bisherigen Voraussetzungen sicherlich nicht.

Update

Zu den Rücktritten aus “persönlichen Gründen” auch Gregor Keuschnig.

15:15 Uhr

Hier findet man die Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes in Nordrhein-Westfalen. “Wenn der Zustrom nicht rasch gestoppt oder erheblich reduziert werde, sei in vielen Kommunen eine geordnete Verwaltung nicht mehr möglich”, so ist zu lesen. Angesichts der Ratlosigkeit aller im Düsseldorfer Landtag vertretenen Parteien wäre folgende Lösung denkbar. Eine Delegation aus allen Fraktionen setzt sich mit einem Hut in die Berliner Wilhemstraße. Vielleicht kommt der Bundesfinanzminister vorbei und gibt statt Geld einen Ratschlag. Es gibt keinen Grund, an der Obergrenze bei der Einstellung von Lehrern und Polizisten zu zweifeln. Ihr schafft das schon. In Griechenland weiß man schließlich auch, wie das zu schaffen sein könnte.

16:00 Uhr

Am kommenden Mittwoch wird Hannelore Kraft im WDR Auskunft geben. Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich die Lernkurve seit ihrer Rede vom 2. September entwickelt hat. Es gab damals Kommentatoren, die sie für angemessen gehalten hatten.

{ 345 comments }

someone September 21, 2015 um 14:36

Deutschlands 11. September:
Seehofer stellt Schuldenbremse infrage
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/fluechtlinge-schuldenbremse-horst-seehofer

Borgholda September 21, 2015 um 15:36

Hilfestellung zur Einordnung und so dann zur Entfurchtung

Im Zusammenhang mit der Umorientierung der Deutschen auf Expansion von Macht und Einfluss im Raum , ist es beinahe kausal, anzunehmen, dass “die dt. Politikt der der Restwelt geschuldeten Verantwortung” nicht ohne Auswirkungen auf die Inlandpolitik bleiben kann.
Das Geschehen in Nordrhein-Westfalen ist daher auch und vor allem eine Station auf dem Weg der Deutschen zu einer entschiedener ausgreifenden Stellung Deutschlands im Konzernt der Grossmeister.

Kuckuck September 21, 2015 um 15:41

Das ist doch nur noch absurdes Theater.

Allerdings weiss man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Die deutsche Ober- und Führungsschicht hat den Verstand verloren.

Deutschland – einig Irrenhaus!

f.luebberding f.luebberding September 21, 2015 um 16:04

someone

Das hat sich schon geändert. Seehofer wird sich doch dieses Instrument nicht aus der Hand nehmen lassen, um Nordrhein-Westfalen unter Druck zu setzen.

Keynesianer September 21, 2015 um 17:45

Seehofer hat der SPD eine Hand gereicht, um die Schuldenbremse zu beseitigen.

Und was macht die Partei der Arbeiterverräter und Volksverderber: Die will das Geld für die Zuwanderer bei den kleinen Leuten einsparen und weiter die Schulden bremsen. Oder hat jemand aus der SPD was anderes gehört?

NettoThomas September 21, 2015 um 18:05

@ Keynesianer

,,Die will das Geld für die Zuwanderer bei den kleinen Leuten einsparen und weiter die Schulden bremsen.”

Belege oder wieder nur Behauptung?

topi September 21, 2015 um 18:22

Wenn öffentliche Leistungen gekürzt werden, geht das natürlich zu Lasten der “kleinen Leute”, überwiegend.

Selbige werden auch kaum mit am jetzt stattfinden Boom beim Umbau/Ausbau/Neubau von Flüchtlings- und später Neubürgerunterkünften verdienen; die Löhne, ob nun netto oder brutto, werden ja nicht steigen, gibt ja genug neue Reservearbeitswillige.

Sie sind im Normalfall auch nicht in Positionen, von denen man jetzt “neue Projekte aufreißen” kann, zur Integration.

Keynesianer September 21, 2015 um 18:23

@NettoThomas September 21, 2015 um 18:05

Belege oder wieder nur Behauptung?

Der logische Schluss aus dem Schweigen der SPD zu Seehofers Vorstoß und Angebot. Ich habe ja gefragt, ob jemand von der SPD positive Stellungnahmen zu Seehofers Angebot gehört hat, was anscheinend nicht der Fall ist.

PS:

Für logische Schlüsse brauchst Du keine Belege. Falls Du weißt, was das ist, logisches Denken.

Creg September 21, 2015 um 18:37

Sozialarbeiter, nachgefragt wie noch nie. Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/hilfe-fuer-fluechtlinge-in-berlin-heimbetreiber-verzweifelt-gesucht/12345156.html

Creg September 21, 2015 um 18:51

,,Jetzt kann man sich fragen, ob die Kabinettsumbildung die Lösung dieser Probleme ist.”

Symbolpolitik soll reichen. Unser politisches Personal hat nicht wirklich etwas dem Blutsideologischem entgegenzusetzen, lässt Kommunen alleine und ignoriert die Fluchtursachen.

https://www.vice.com/de/video/zwischenstop-in-serbien-das-ueberwinden-von-grenzen-462

H.K.Hammersen September 21, 2015 um 19:48

Der Denkfehler ist, zu glauben, das Problem könne mit Geld gelöst werden. Allenthalben wird erzählt, wir bräuchten Zuwanderung wegen eines drohenden Fachkräftemangels und jetzt wird nach Personal für die Integration gesucht. Auch Verwaltungsfachangestellte und Sozialarbeiter und Lehrer und Erzieher sind Fachkräfte, die nicht einfach vom Himmel fallen. Unter den Zuwanderern werden die wohl kaum zu finden sein.

Und was die Rücktritte betrifft: das werden nicht die letzten gewesen sein. Was da auf die öffentlichen Verwaltungen zurollt, ist mehr als bedrohlich. Und auch, wenn der Herr Morph mich dazu verdonnern will, einen Schießbefehl zu erteilen, so muss ich zu bedenken geben, dass ich nicht Teil der Exekutive bin und folglich auch keine Befehle erteilen kann und auch nicht muss. Es werden aber in naher Zukunft so manche Befehlsberechtigten in die unangenehme Situation kommen, äußerst unangenehme Befehle erteilen zu müssen, was in so einigen dieser Nochbefefehlsberechtigten den Wunsch auslösen wird, sie würden der Befehlserteilung durch Kabinettsumbildung entkommen. Für einen großen Teil des Personals in Politik und Verwaltung rückt der ultimative Test auf Exekutivfähigkeit näher.

Morph September 21, 2015 um 20:07

@Hmmersen

“Für einen großen Teil des Personals in Politik und Verwaltung rückt der ultimative Test auf Exekutivfähigkeit näher.”

Habe ich schon vor Tagen als Dilemma skizziert. Aber Sie werden aus der Wärme Ihres behaglichen Hobbykellers Zensuren verteilen und rumjammern, rumzetern und rumklagen, wie gehabt. Dass niemand die Grenze sichert. Für Sie die unangenehmen Befehle erteilt. Damit Sie Ihr Mofa polieren können.

Ihre dicken Backen sind einfach nur lachhaft, @Hammersen!

QuestionMark September 21, 2015 um 20:35

@fl
Der Artikel der Blogautors zielt wohl auf die bereits stattfindende Destabiliserung der staatlichen Ordnung hierzulande ab. Ein weiteres Indiz (in Form eines Video das Keynesianer dankenswerterweise im letzten Thread verlinkt hat) gab es nun kürzlich aus München:

Münchner Sozialdezernentin zur Münchener Sicherheitslage im Kontext zum Oktoberfest und der aktuellen Migrationswelle
https://www.youtube.com/watch?v=XGdHZ7WTOhE

Ich denke, dieses Video sollte noch mal an prominenter Stelle verlinkt werden. (evtl. weiter oben im Update)

gelegentlich September 21, 2015 um 20:35

@Morph Eingereicht am 21.09.2015 um 20:07

Sie bemerken aber schon noch dass Sie hier über eigene Phantasien und Unterstellungen lachen?

Morph September 21, 2015 um 20:55

@gelegentlich

Lassen Sie’s! Die Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität ist nicht Ihr Fachbereich.

– H.K.Hammersen September 8, 2015 um 19:16 “Ich muss meine Interessen nicht begründen. Sie begründen sich aus sich selbst heraus. Die Flüchtlinge können schließlich auch nicht begründen, warum ausgerechnet ich ihnen helfen sollte.” – ’nuff said.

gelegentlich September 21, 2015 um 20:59

@Morph Eingereicht am 21.09.2015 um 20:55

„@gelegentlich
Lassen Sie’s! Die Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität ist nicht Ihr Fachbereich“
Ok. Wen wollen wir um Hilfe bitten, da es dem Anschein nach auch nicht Ihrer ist?

Kuckuck September 21, 2015 um 21:09

Deutschland hat sich verändert. Die Männer sind nicht mehr die harten Kämpfer der Kriegsgenerationen und der Nachkriegsgeneration, sondern überwiegend feministisch dressierte ängstliche Sitzpinkler und teigige Couchkartoffeln. Die harten Jungs findet man eher bei den Immigranten.

Wer Freunde oder Bekannte bei der Polizei hat, weiss dies.
Die veröffentlichen Kriminalitätsstatistiken stimmen nicht mit der Realität überein.

Wer dominiert den Rauschgifthandel, den Menschen- und Arbeitssklavenhandel etc. ?
Wie setzen sich die kriminellen Gangs zusammen?

Welche Rolle spielen die Migranten aus Kriegsgebieten?

Vereinzelt gibt es kritische Berichte in den Fernsehmagazinen über die organisierte Ausländerkriminalität. Z.B. über die „Blitzeinrecher“.
http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Auf-den-Spuren-der-Blitzeinbrecher/Das-Erste/Video?documentId=30169842&bcastId=431796

Nur ein Teil der Ausländer ist integriert. Das kann man gut bei den Studierenden beobachten. Ich erinnere mich an einen Studenten. Er war in Deutschland geboren und von der Staatsangehörigkeit Deutscher. Seine Familie lebt schon seit drei Generationen in Deutschland. Er sprach stark hessischen Dialekt, aber betonte: Ich bin ein Türke.
Oder die Studentinnen. Sehr gepflegt vom Aussehen. Sie arbeiten engagiert mit, sprechen perfekt deutsch. Aber tragen die demonstrativ Kopftuch, um ihre kulturelle Differenz zu zeigen.

Es gibt eindeutig Parallelgesellschaften. Und Gesellschaften dieser Art sind in Krisenzeiten sehr bürgerkriegsgefährdet. Das zeigt z. B. Jugoslawien.

Vermutlich ist Deutschland das am meisten bürgerkriegsgefährdete Land in Europa.

Persönlich betrifft dies alles mich nicht. Ich lebe in einem Land mit äußerst stabilen Verhältnissen. Solche Beispiele mangelnder Integration, wie ich aufgeführt habe, gibt es dort nicht.

Wie werden die Deutschen vom Ausland in der Flüchtlingsfrage gesehen?
Als ein Land, was den Verstand verloren hat.

Auch in den deutschen Nachbarländern will man den Kriegsflüchtlingen helfen, aber nicht so.
Durch politische Initiativen, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Durch finanzielle und sonstige Hilfen bei der heimatnahen Unterbringung und Versorgung der Kriegsflüchtlinge.

gelegentlich September 21, 2015 um 21:32

@Kuckuck Eingereicht am 21.09.2015 um 21:09
„Die Männer sind nicht mehr die harten Kämpfer der Kriegsgenerationen und der Nachkriegsgeneration, sondern überwiegend feministisch dressierte ängstliche Sitzpinkler und teigige Couchkartoffeln.“
Sie reden aber über „die Anderen“. Sie selbst sind nicht so? Eher noch ein harter Kämpfer der Nachkriegsgeneration?

Morph September 21, 2015 um 21:43

@gelegentlich

Mir schon klar, dass Ihnen das nachgeht. Mir nicht.

@Kuckuck

“Deutschland hat sich verändert. Die Männer sind nicht mehr die harten Kämpfer der Kriegsgenerationen und der Nachkriegsgeneration”

harte Kämpfer:
https://www.youtube.com/watch?v=S7Jll9_EiyA
https://www.youtube.com/watch?v=IWHbF5jGJY0

topi September 21, 2015 um 21:50

Jetzt muss schon der CDU-Strobl dem Plasberg erklären, wieso es denn nicht gut ist, dass ein Flüchtling für achtfuffzich arbeiten darf, wenn die anderen für den gleichen Job in der Region zwölffuffzich kriegen.

wie blöd muss man denn sein, um nicht vorherzusehen, was passiert, wenn dies erlaubt wäre

gelegentlich September 21, 2015 um 21:54

Morph Eingereicht am 21.09.2015 um 21:43

„@gelegentlich
Mir schon klar, dass Ihnen das nachgeht. Mir nicht.“
Sehen Sie, das ist das was an Ihrem „Stil“ nicht mag. Ich hatte erst mal eine Frage gestellt. Nicht weniger, nicht mehr. Die interpretieren sie einseitig, ungefragt, un-hinterfragt und schieben mir die unter. Wofür Sie mit noch so gewagten stilistischen Operationen keinen Beleg anbringen können.
Und dann noch ein grotesker Dementi auf einer nur geträumten Grundlage. Ich weiß nicht wie Ihnen das geht und will das auch gar nicht wissen. Ich mag so was nicht.

Morph September 21, 2015 um 21:54

@Kuckuck

Der Krieger ist eine mythische Figur. Schon bei Tolstoi kann man nachlesen, was es in der neuzeitlichen Realität damit auf sich hat. Und nach der Industrialisierung des Krieges ist diese Figur vollends zum Anachronismus geworden.

Sie müssen kulturtheoretische Schriften nicht nur lesen, sondern auch verstehen!

Eagon September 21, 2015 um 21:54

Kulturrassismus schreibt Menschen Eigenschaften zu, die als natürlich, angeboren und unveränderbar dargestellt werden.

Z.B. der Vorschlag nur Einwanderer aus xy, denen eine höhere angeborene Intelligenz zugeschrieben wird.

Zu Kraft: Sie hat den Vorschlag Kosten zu reduzieren indem Langzeitarbeitslose zu Flüchtlingshelfern zwangsverpflichtet werden. Der Vorschlag den Spitzensteuersatz um 10% zu erhöhen hatte sie nicht. Oder den Vorschlag die gesetzliche wöchentliche Arbeitszeit auf 32 Stunden zu reduzieren, um …

Es ist sehr befremdlich wenn die Intregation der einen gegen die Intregation der anderen aufgerechnet wird.

Es ist nicht damit zu rechnen dass die da unten sich mit den Flüchtlingen gegen die da oben solidarisieren werden.

gelegentlich September 21, 2015 um 21:58

@Morph Eingereicht am 21.09.2015 um 21:54
Schüchterner Hinweis: er hat nicht vom „Krieger“ gesprochen. In seiner eigenen Schreibe war das:
„…die harten Kämpfer der Kriegsgenerationen und der Nachkriegsgeneration,“, und das als Bild. Ist nicht das Gleiche, nicht wahr. Nicht nur lesen, stimmt schon…

Morph September 21, 2015 um 22:00

@gelegentlich

“Ich mag so was nicht.”

Es ist nicht meine Absicht, Ihnen zu gefallen. Sie haben hier blogöffentlich in einem mich betreffenden Fall die Unwahrheit behauptet und dies nicht korrigiert. Wir bewegen uns nicht mehr auf einem common ground.

Dass Sie offenbar zu wenig selbstkritisch sind, dies einsehen zu können, st natürlich tragisch. Aber wenn Sie mir partout weiter hinterher rennen mit Ihren idiotischen Vorhaltungen, dann mache ich gern unsere Emailkonversation in der Sache blogöffentlich, so dass sich jeder ein eigenes Urteil bilden kann. Wollen Sie das?

Sie können das ja mal mit Lübberding bekakeln…

someone September 21, 2015 um 22:15

@lübberding: Sicher? Ich habe etwas von irgendwelchen Deutschlandbonds gehört, so ESM-mäßig. Außerdem ist das doch keine ausgemachte Sache, dass die CSU hier rein parteipolitisch und nicht regionalpolitisch denkt. Bei letzterem Ansatz überwiegen eher die Gemeinsamkeiten. Daneben kann der Horst dann schön innere Opposition gegen Merkel betreiben: Mia san mia und so!

H.K.Hammersen September 21, 2015 um 22:59

@Morph
“Aber Sie werden aus der Wärme Ihres behaglichen Hobbykellers Zensuren verteilen und rumjammern, rumzetern und rumklagen, wie gehabt.”
Muss ich doch gar nicht. Die maßgeblichen Stellen schwenken doch aufgrund des Zwangs des Faktischen mehr und mehr auf meine Linie ein.

“Dass niemand die Grenze sichert.”
Die entscheidenden Grenzen werden sehr bald von den Türken gesichert, da bin ich sicher.

“Für Sie die unangenehmen Befehle erteilt.”
Das glaube ich denn doch weniger, dass die richtigen Befehle dann nur erteilt werden weil ich das so wünsche. Die werden erteilt werden, weil es eben die richtigen sind.

“Damit Sie Ihr Mofa polieren können.”
Dafür könnte ich doch den Zetsche machen und einem Refugee eine Praktikumsstelle im Mofaputzen anbieten. So als Integrationshilfe. Müsste doch ganz in Ihrem Sinne sein.

Morph September 21, 2015 um 23:20

@Hammersen

“Die maßgeblichen Stellen schwenken doch aufgrund des Zwangs des Faktischen mehr und mehr auf meine Linie ein.”

Na also! Wozu dann Ihr ganzes Backenaufblasen? Sie können sich auf Ihr Vaterland verlassen. Und ab ins Bettchen!

Bis zur nächsten Schreckensmeldung, die Sie wieder ganz wuschig macht und den Untergang Ihres zwar nicht verstandenen aber desto inniger geliebten Abendlandes fürchten lässt.

H.K.Hammersen September 21, 2015 um 23:41

@Morph
Der Zwang des Faktischen sind die Millionen, die genau wie ich denken. Was haben Sie denn gedacht, was für Politiker der Zwang des Faktischen ist?

Morph September 22, 2015 um 00:01

@Hammersen

“Was haben Sie denn gedacht, was für Politiker der Zwang des Faktischen ist?”

Ich will Sie nicht irritieren, aber die Kuh ist leider noch nicht vom Eis. Ich weiß, ist gemein, Sie wollten gerade ins Bett gehen. Aber, hey, die Realität schläft nicht. Sie werden in den nächsten Monaten noch so viele Gelegenheiten zum Backenaufblasen haben, ich mach mir schon Sorgen.

Die Sache ist die: Sie präsentieren sich hier als einer, der das Prinzip der Nothilfe ablehnt. Sie schreiben z.B. “Ich muss meine Interessen nicht begründen. Sie begründen sich aus sich selbst heraus. Die Flüchtlinge können schließlich auch nicht begründen, warum ausgerechnet ich ihnen helfen sollte.” – Das funktioniert so nicht. Sie können glauben und hoffen, dass Politik nach diesem Prinzip entscheiden könnte. Sie wird es nicht tun.

Sie können an Ihrer Haltung festhalten und werden dann irgendwann für den Völkermord votieren müssen oder Sie wernden lernen und die Realitäten akzeptieren, nämlich dass wir helfen müssen, auch wenn es uns nicht schmeckt.

Ich wünsche Ihnen nichts Böses, aber eine empfindliche, wenn auch nicht lebensbedrohliche Hilfsbedürftigkeit sollte Sie schon einmal ereilen, finde ich. Damit Sie den unhintergehbaren Sinn von Hilfe kapieren.

QuestionMark September 22, 2015 um 00:30

@Morph September 22, 2015 um 00:01

Sie können an Ihrer Haltung festhalten und werden dann irgendwann für den Völkermord votieren müssen oder Sie wernden lernen und die Realitäten akzeptieren, nämlich dass wir helfen müssen, auch wenn es uns nicht schmeckt.

Das Problem ist doch, dass die Hilfe ausgenutzt wird. Das Gros der Flüchtlinge war doch in Sicherheit. Jetzt meint ein Großteil derselbigen Gruppe das deutsche Asylrecht mißbrauchen zu können um illegale Migrationswünsche zu befriedigen. Und letzteres geschieht auf unsere Kosten.
Beschäftigen sie sich mal mit dem Thema Migration. Auch in dem Bereich ist das Leben kein Wunschkonzert. Vor Jahren konnten sie beispielsweise nur dann in die Schweiz auswandern, wenn sie einen entsprechenden Job nachweisen konnten und den dort mindestens ein paar Jahre lang ausübten. Auch für die Migration gibt es Regeln an die man sich zu halten hat. Das gilt auch für die Damen und Herren aus dem Süden im Kontext zu Deutschlands Gesetzen.

Morph September 22, 2015 um 01:26

@QM

“Das Problem ist doch, dass die Hilfe ausgenutzt wird.”

Ja und nein. Wir können das in dieser Situation nicht entscheiden. Ein Aspekt des Dilemmas.

Mir geht es glaube ich wie vielen. Seit wir so ein bisschen über unseren Horizont hinaus denken können, ist uns klar: so wie es läuft kann es nicht katastrophenfrei weiterlaufen. Wir bewegen uns in Katstrophenprogrammen.

Für mich war damals die Lehman-Pleite so ein Moment: endlich zeigen die Prozesse ihr Wesen.

Und so geht es mir jetzt auch. Man muss sich jahrelang diese feiste Selbstgefälligkeit bieten lassen: ach Du, mit Deiner gutmenschlichen Flüchtlingskacke, Frontex, meine Güte, das Leben ist kein Ponyhof, get used to it.

Und die Gewissheit, dass die Wannabe-Zyniker Ihren Zynismus nur mit Abstand leben können. Und dass Abstand im digitalen Zeitalter weg ist (Intelletuelle haben immer schon vom Abstand abstrahiert).

Dass die Weltgesellschaft real ist.

(das wird auch @Goodnight nochmal kapieren, dass sein hilfloses Volksgeschwafel, völlig abseits vom systemtheoretischen Vokabular, Symptom einer Verwirrung ist, aber keine Analyse).

Goodnight September 22, 2015 um 05:52

@morph

“Dass die Weltgesellschaft real ist.”

Und Du willst mir Geschwafel vorwerfen…
Zunächst hatte ich Dir vergessen, dir noch mit auf dem Weg zu geben, dass Du mit einem metaphysischen Ansatz noch irgendwo im frühen 19. Jhd. operierst. Aber dazu irgendwann mal später

Aber da Du ja eine Vorstellung von der Realität besitzt hätte ich da einige Fragen:

Was ist Weltgesellschaft?

Wo und wie ist bzw. wird sie “Realität”

Also in meiner Welt existieren Opportunitätskosten.
Das ist ne ganz einfache Sache: Jeden Euro, den ich für Flüchtlinge ausgeben, den kann ich nicht für mich, meine Frau und/oder meine Familie ausgeben.
Nun könntest Du dich fragen, ob Du das willst: All das Geld für Fremde ausgeben. Und es somit Deiner Familie wegnehmen. Weil, so sieht es aus, in der Realität der begrenzten Ressourcen und Mittel und so. Da muss man Entscheidungen treffen. Und wenn man sich bewusst ist, um was es da geht, dann kann man nicht die Weltgesellschaft tanzen. Dann muss man zu seinen Kindern gehen und sagen: Hey, die Menschenrechte sind mir wichtiger als Eure Schulausbildung, das neue Bett, der Urlaub, das Geburtstagsgeschenk.
Mir ist klar, dass diese Realität nicht Deine Realität ist. Für Dich existieren solche Probleme nicht. Für Dich ist Geld und Ressourcen und Liebe für alle da. Denn für Dich ist die Realität ja real und greifbar und sie steht vor der Tür und da ist man einfach nicht mehr in der Lage Entscheidungen zu treffen. Da trifft die Realität die Entscheidung.

Jetzt könnte man mal überlegen, wie das so mit der Geschichte der Menschheit abgelaufen wäre, wenn der erste Mensch auf dieser Welt ein Morph gewesen wäre: Er hätte sich im Angesicht des Sägezahntigers hingelegt und sich als Frühstück präsentiert. Er hätte nicht den Speer erfunden und sich gewehrt. Gegen die Realität.

Der Witz unseres Erfolgs auf dieser Erde ist, dass wir die Realität in Frage gestellt haben. Das wir keine Morphs waren und keine sind. Die Morph werden mitgeschleppt, auf Uni-Stellen in Siegen.

Rüdiger O. September 22, 2015 um 06:31

Goodnight
Echt, du hast Familie?

Bogus September 22, 2015 um 08:15

@ Goodnight
Morph hätte den Tiger zu Tode gequatscht. Darin seid ihr euch übrigens sehr ähnlich.

————-

Interessanter Hinweis von Willy Wimmer via KenFM-Telefonat auf eine kürzlich erschienene Kolumne von Jeffrey Sachs:

“We don’t know the full extent of US actions in Syria after that. On the diplomatic level, the US organized the “Friends of Syria,” mainly Western countries and Middle East allies committed to Assad’s overthrow. The CIA began to work covertly with Turkey to channel arms, financing, and non-lethal support to the so-called “Free Syrian Army” and other insurgent groups operating to topple Assad.
The results have been an unmitigated disaster. While roughly 500 people per month were killed from March to August 2011, some 100,000 civilians – around 3,200 per month – died between September 2011 and April 2015, with the total number of dead, including combatants, reaching perhaps 310,000, or 10,000 per month. And, with the Islamic State and other brutal extremist groups capitalizing on the anarchy created by the civil war, the prospect of peace is more distant than ever.

Military intervention led or backed by the US in Afghanistan, Iraq, and Libya has produced similar debacles. Toppling a regime is one thing; replacing it with a stable and legitimate government is quite another.
If the US wants better results, it should stop going it alone. The US cannot impose its will unilaterally, and trying to do so has merely arrayed other powerful countries, including China and Russia, against it. Like the US, Russia has a strong interest in stability in Syria and in defeating the Islamic State; but it has no interest in allowing the US to install its choice of regimes in Syria or elsewhere in the region. That is why all efforts by the UN Security Council to forge a common position on Syria have so far foundered.

But the UN route can and must be tried again. The nuclear pact between Iran and the Security Council’s five permanent members (the US, China, France, Russia, and the UK) plus Germany, has just provided a powerful demonstration of the Council’s capacity to lead. It can lead in Syria as well, if the US will set aside its unilateral demand for regime change and work with the rest of the Council, including China and Russia, on a common approach.

In Syria, only multilateralism can succeed. The UN remains the world’s best – indeed its only – hope to stop the Syrian bloodbath and halt the flood of refugees to Europe.”

http://www.project-syndicate.org/commentary/syria-civil-war-un-security-council-by-jeffrey-d-sachs-2015-09

Das Telefonat selber ist auch ganz interessant. Aufhänger ist ein 25 Jahre altes Strategiepapier, das Wimmer aus der Schublade gezogen hat, und das die Möglichkeit einer Entmilitarisierung Deutschlands nach der Wiedervereinigung beinhaltete. Man richte den Blick z.B. nach Ramstein und vergleiche, was daraus geworden ist.

https://www.youtube.com/watch?v=7vFV1uK0JwA

der neue September 22, 2015 um 08:36

@ QuestionMark

,,Jetzt meint ein Großteil derselbigen Gruppe das deutsche Asylrecht mißbrauchen zu können um illegale Migrationswünsche zu befriedigen.”

Wie kann ich etwas missbrauchen, was ich nicht habe?

Ich müsste erst einmal mich prüfen lassen und wenn ich dass erfolgreich geschafft habe, dann kann ich mein (dann erst) bekommendes Asyl, auch fröhlich missbrauchen. Vorher nicht!

Morph September 22, 2015 um 08:38

@Goodnight

Du bist mir auch so ein ‘Sägezahntiger’, der zum Frühstück ‘Morphs’ verspeisen will.

:-)

Uns ‘Morphs’ ist es seit Anbeginn der Menschheit immer darum gegangen, zwischen imaginären ‘Sägezahntigern’, Ausgeburten ihrer eigenen Phantasie, und wirklichen Problemen zu unterscheiden. Gar nicht so einfach. Und erst Ende des 18. Jahrhunderts ist es uns gelungen, unsere Unvernunft gesellschaftlich so ein bisschen zu beherrschen und die Hirngespinste ein bisschen zu bannen.

Aber die Ungeheuer sind im Grunde stärker als die Vernunft. Das ist etwas, was wir erst in jüngster Zeit anfangen zu verstehen: Dass wir sie nicht besiegen können und wir uns mit ihnen anfreunden müssen.

“Die Morph werden mitgeschleppt, auf Uni-Stellen in Siegen.”

Die Erde ist ein Jammertal, ich sag’s ja. Deine schönen, schönen Kröten, landen in meiner Tasche. Und von da wandern sie am Ende vielleicht sogar noch in die Hand eines rauschgiftsüchtigen Bettlers, nur weil ich mal wider Lust darauf habe, mein perverses Gutmenschentum zu befriedigen.

Und Du musst derweil die Kreditkarte dreimal umdrehen, wenn Du Deinem schönen Handgelenk mal wieder ein hübsches Chronometer gönnen möchtest. Herrje, wie soll denn sonst ein Beobachter beobachten, dass es sich bei Dir um einen veritablen Sägezahntiger handelt?

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 08:49

@Morph
“Sie können an Ihrer Haltung festhalten und werden dann irgendwann für den Völkermord votieren müssen oder Sie wernden lernen und die Realitäten akzeptieren, nämlich dass wir helfen müssen, auch wenn es uns nicht schmeckt.”
Für den Völkermord plädieren doch Sie, nur das Ihr Völkermord in Form eines erweiterten Suizids daher kommt. Sie sind es, der die Realitäten wird akzeptieren lernen, aber anscheinend bevorzugen Sie die harte Tour. Hier in der Provinz sind noch keine Turnhallen belegt und die Administration in der Kreisstadt ist betrübt, dass man evtl. gezwungen sein wird, ein leerstehendes Hotel anzukaufen. Nicht wegen der Kosten, sondern weil damit das Prinzip der dezentralen Unterbringung aufgegeben werden müsste. Und dezentral heißt hier die Unterbringung in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Wenn hier die erste Turnhalle mit Flüchtlingen belegt werden müsste, dann wären die Großstädte längst Notstandsgebiete mit nächtlichen Ausgangssperren. Denn es dauert nicht mehr lange, dann wird in den Ballungsräumen zuerst die öffentliche Verwaltung, anschl. das Gesundheitssystem und zuletzt die öffentliche Ordnung als Ganzes zusammenbrechen. Spätestens dann werden Leute wie Sie nach dem Schießbefehl schreien.

“Ich wünsche Ihnen nichts Böses, aber eine empfindliche, wenn auch nicht lebensbedrohliche Hilfsbedürftigkeit sollte Sie schon einmal ereilen, finde ich.”
Das Ihr Geschwalle nur Ihre Asozialität überdecken soll, ist mir klar. Immerhin gestehen Sie mir noch das Weiterleben zu, wenn auch behaftet mit Krankheit und Leid. Genau so wie Sie stelle ich mir den von Hass zerfressenen Spießer vor, der seinen Selbsthass auf diejenigen richtet, die aus den selben Kreisen wie er kommen, es aber, wie Sie meinen unverdienter Weise, geschafft haben, nicht in prekären Verhältnissen zu landen. Unverdient müssen deren Verhältnisse schließlich sein, denn sonst wären ja auch Sie, der Ihrer Überzeugung nach intellektuell Überlegene und moralisch gefestigte Mensch, an deren Stelle. Wer behauptet, anderen nichts Böses zu wünschen, im selben Satz aber findet, eine immerhin nicht lebensbedrohliche aber doch empfindliche Hilfsbedürftigkeit solle den Anderen ereilen, was denken Sie, wie sollte man so Jemanden betiteln? Sagen Sie uns, was Sie in Wahrheit sind!

der neue September 22, 2015 um 08:51

@ Eagon September 21, 2015 um 21:54

Danke für den Kommentar.

Milliardäre solidarisieren sich. Haben sie immer schon getan. Darum sind sie uns überlegen. Ein klarer Fall von Klassenbewusstsein! Die Unterschicht besteht aus moralischen Kannibalen, die sich gegenseitig zerfleischen.

Manfred Peters September 22, 2015 um 09:05

@ Bogus um 08:15
Die offizielle politische Sprachregelung heißt, neben dem Alleinschuldigen Assad, die Schlepperbanden sind zu bekämpfen und alles wird gut. Ob NRW und Hannelore Fossile-Kraft in diesem Spiel der Kräfte überhaupt mehr als ein Halm in Wind, geschweige denn der Reissack in China (neudeutsch Kina) ist, bleibt abzuwarten.
Eine der wenigen noch einigermaßen konstruktiven Stimmen aus dem “Reich des Bösen”:
“… the current refugee crisis is largely caused by bad US foreign policy actions. The US government decides on regime change for a particular country – in this case, Syria – destabilizes the government, causes social chaos, and destroys the economy, and we are supposed to be surprised that so many people are desperate to leave? … “

Morph September 22, 2015 um 09:22

@Hammersen

“Wer behauptet, anderen nichts Böses zu wünschen, im selben Satz aber findet, eine immerhin nicht lebensbedrohliche aber doch empfindliche Hilfsbedürftigkeit solle den Anderen ereilen, was denken Sie, wie sollte man so Jemanden betiteln?”

Einen ‘ziemlich besonnenen Provokateur’ vielleicht. Sie achten mal wieder nicht auf Begriffe und imaginieren da sofort Krankheit und Leid. Das ist allein Ihre Pappkameradenphantasie. Mir würde es vollkommen reichen, wenn Sie gesund und munter mit Ihrem schönen Mofa spät abends an eine Alpenpassstraße strandeten. Und dann die nicht ganz so angenehme Aussicht hätten, dort die Nacht verbringen zu müssen, sagen wir ruhig: ohne Nahrung und Zelt. Und ein bisschen regnen soll’s schon auch. Und dann – ich weiß, ist unrealistisch, aber for the sake of argument – sollte, wenn es nach mir ginge, ein schönes Mofa nach dem anderen vorbeifhen ohne anzuhalten. Und dann würde aber doch irgendsoein Scheißmorph oder Drecksmohammed aus seiner Klapperkarre herausfragen: Hey, alter Mann, soll ich Sie mit ins Tal nehmen? (Sie sehen, Sie können sich wieder abregen: ich habe ganz kitschig-gutmenschliche Helferphantasien).

D.h. ich wünsche Ihnen ein prägnantes Beispiel UNVERHOFFTER Solidarität. Eine Erfahrung von Mitmenschlichkeit jenseits von Stand, Volk und Hobbygemeinschaft. Ich glaube, das würde Ihr Argumentieren etwas differenzierter machen.

gelegentlich September 22, 2015 um 09:34

@Morph Eingereicht am 21.09.2015 um 22:00
„@gelegentlich
“Ich mag so was nicht.”
Es ist nicht meine Absicht, Ihnen zu gefallen.“
Verdammt. Schon wieder eine Unterstellung. Geht es wirklich nicht ohne eine solche?

Jetzt kommt schon wieder ein Terrainwechsel. Feige.
„Sie haben hier blogöffentlich in einem mich betreffenden Fall die Unwahrheit behauptet“
Falsch.
„…und dies nicht korrigiert.“
Falsch.
„Wir bewegen uns nicht mehr auf einem common ground.“
Richtig. Sie verachten mich und ich Sie. Und Jeder behauptet dafür gute Gründe zu haben.

„Aber wenn Sie mir partout weiter hinterher rennen mit Ihren
idiotischen Vorhaltungen, …“
Jeder kann das doch nachlesen (gelegentlich September 21, 2015 um 20:35, und ff.): ich habe in einem ganz anderen (!) Zusammenhang ausgedrückt, dass es mir nicht paßt, dass ich es ablehne und kritisiere, wenn Sie, statt zu diskutieren fortlaufend dem Gegenüber fiktive Eigenkonstruktionen unterschieben und diese dann pathetisch demolieren. Ich halte das für eine miese rhetorische Tour.

„dann mache ich gern unsere Emailkonversation in der
Sache blogöffentlich, so dass sich jeder ein eigenes Urteil bilden kann. Wollen Sie das?“
Schon das zweite Mal dass Sie, nicht ich (!), auf diese alte Kamelle hier zurück kommen. Was ich davon halten muss verkneife ich mir.

„Sie können das ja mal mit Lübberding bekakeln…“
Nein. Das machen Sie bitte selbst. Ich würde so etwas nicht mal „andenken“.
Es sieht so aus als ob @Bogus September 22, 2015 um 08:15 nicht ganz unrecht hat.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 09:38

Na, da hat der Herr Morph aber ganz schnell kalte Füße gekriegt, dass seine Äußerungen so verstanden werden, wie sie von ihm gemeint waren. Er ist zwar kein Gutmensch, möchte aber unbedingt als ein solcher gesehen werden.

Ich kann Sie aber beruhigen, es ist sehr unwahrscheinlich, dass gerade Mofafahrer vorbeifahren, ohne Hilfe anzubieten Aber selbst wenn, im Gegensatz zum Herrn Morph lebt der gemeine Mofafahrer nicht in prekären Verhältnissen. Ein kurzer Anruf beim 24/7-Service seiner Versicherung lässt, auch in später Nachtstunde, einen Servicewagen an besagter Alpenstraße aufschlagen. Und es ist gut möglich, dass der freundliche Fahrer dieses Servicewagens mit Vornamen Mohammed heißt.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 09:53

—>>> Einen solchen Kontrollverlust können sich nämlich nur scheiternde Staaten leisten“ (Aus der Frühkritik FAZ Lübberding)

Kann man ja echt gut lesen die Frühkritik. Ja, da sieht man mal das Dilemma in diesem Staat, wenn er noch nicht mal mehr Ankömmlinge registrieren kann.

Unabhängig von dem Zustrom an Ankömmlinge, wird doch klar, dass dieser Vollverwaltete Staat sich seinem Ende nähert. Das Recht steht sich selber im Weg. Wenn die Verwaltung ne Verwaltung braucht um sich zu verwalten, damit man andere verwalten darf und kann. Wenn die Kompetenz der Kompetenz nicht kompetent ist und sich im Kompetenzstreit verheddert.

Ein solches aufgeblähtes Verordnungs und Verwaltungsgebilde, voll gestopft mit Verwarnungen und Ordnungsgeldern, das kann mit gewissen Großwetterlagen schlicht und einfach nicht umgehen, weil es ja schon das „normale“ Leben, vollstopft mit idiotischen Vorschriften.

Wir werden es erleben, wenn der soziale Wohnungsbau, den man ja nun anstrebt, vor dem Gericht landen wird. Was peilt man an? 3 Jahre? Das ist mächtig optimistisch. Ich würde sagen, das endet so wie der „Flughafen“ BER. Wer es mir nicht glaubt, möge eine Bauvoranfrage stellen oder sich vorher mit einschlägigen Gesetzen befassen. Die so ein sozialer Wohnungsbau mit sich bringt. Denn am schönen Tegernsee wird der wohl nicht stattfinden. Das gibt doch bloß wieder in den betroffenen Regionen einen Aufschrei…

Es ist ja kein Kontrollverlust gegenüber dem „Volk“ sondern der Kontrollverlust fängt im inneren an in den Verwaltungstrukturen. Hinzu kommt noch erschwerend, das, was ich schon immer spreche: Dort sitzen nur Verwaltungsfachfeiglinge, die ihre Verantwortung in den Gesetzesbibeln abgedruckt bekommen. Dort ist man nicht im Stande, eine Verantwortung zu übernehmen. Weil die nur auf Schönwetterverwaltung gepolt sind. Hey… die müssen jetzt arbeiten. Das kann nicht jeder. Die meisten von denen haben die letzten 30 Jahre im Tiefschlaf verbracht. Schön nach Ordnung und Vorschrift eben.

Du diese heile Ordnungswelt, wo selbst das Sitzpinkeln in eine Vorschrift gepresst ist, die schöne heile Ordnungswelt bricht gerade zusammen. Das ist der sich selbst beschleunigende Kontrollverlust. Wie gesagt, ich habe beim Landkreis angerufen, ist schon Geil die Veranstaltung momentan da.

Das stink normale Bodenpersonal in den Verwaltungen sind für solche Zustände nicht ausgebildet und auch nicht ausgerichtet. Ferner stehen ja immer noch die geheiligten Vorschriften im Raum, die man ja jaaaaa nicht überschreiten darf. Das muss dann ein Vorgesetzter entscheiden, und der leitet das, weil er nicht entscheiden kann,einfach weiter. Alter Guter Spruch: Für unzuständig erklären und weiterleiten.

So funktioniert der Staat. Bis in die letzte Rippe. Und hier zeichnet sich eben der „Deutsche“ vollumfänglich aus. Muss man sich nur bildlich vorstellen… da kommen ne Menge Ankömmlinge und prallen auf den deutschen Verwaltungsfachfeigling.

Na? wie lange geht so etwas gut? Eben, LACH :D Wenn man nicht gerade ein malochender Dödel ist, der nicht weiter auffällt, sondern wenn man hier ein wenig unternehmerisch tätig ist, und den Verwaltungsfachfeigling kennt, dann kann man nur noch anfangen zu Lachen.

Ich sags immer wieder, dieser Staat ist nicht in der Lage dazu richtige Krisen zu bewältigen. Er wird auch die Hoheit immer weiter verlieren, sich in den Problemzonen behaupten zu können. Weil ihm das Recht dazu einfach im Weg steht. Aktive Menschen wollen ja, aber dann kommt die Mauer Vorschrift, dann dürfen sie nicht mehr.

Man hat halt alles auf die Spitze getrieben.

Leute… hier dürfen alle „Assos“ acht Kinder und mehr zeugen und „erziehen“. Aber wehe man will ne Tagesstätte für 8 Kinder aufmachen. Versucht das mal. Ich wollte mal, und lacht nicht, Berufsschullehrer werden als Meister mit Ausbildungsberechtigung. Ging nicht, weil ich kein Pädagogik Vollhonk vorweisen konnte. Aber den Rotz, der von der Berufsschule dann kam, den durfte ich dann ausbilden.

Dieser Staat hat es selber verbockt. Er ist aufgrund seiner Legislative und Judikative am Ende. Er hat die letzten Jahrzehnte zu viel Langeweile gehabt, sich immer mehr Vorschriften zu machen. Auf Europaebene auf Bundesebene auf Landesebene auf Kommunalebene. Der Staat reguliert sich selber zu Tode. Denn es ergibt im Worst Case keinen Sinn, diese Regulierungen einhalten zu wollen.

Deswegen gibt es auch den „Notstand“ aber selbst dazu fehlt das Bodenpersonal. Dieses findet man nur beim geordneten Militär oder anderen ähnlichen Organisationen. Das findet man aber eben nicht bei dem smarten Verwaltungsfachfeigling.

Dann im Worst Case… dann zählt nicht das ethisch humanitäre. Dieses muss in den Hintergrund treten, für das Notwendige. Und wenn sich die Ankömmlinge ums Essen prügeln bei der Ausgabe, muss man notwendigerweise richtig dazwischen knüppeln und für Ordnung sorgen. Früher gabs mal die MP die Militär-Polizei… die waren nicht zimperlich.

Aber hier in diesem Land, kommt ja gleich ein Aufschrei. Oder man pocht auf Menschenrechte.

Wo Menschen das Recht anderer Menschen nicht achten, und die andere Gruppe in ihrem Bestand gefährden, da gibt es das Menschenrecht nicht mehr. Weder durch Gott abgesegnet noch durch irgendwelche Empörten.

Das ist das Dilemma, in dem dieser Staat steckt. Er ist durch seine eigenen moralischen Gesetze (Asyl) dazu verpflichtet, die eigentliche Aufgabe aufgeben zu müssen. Und selbst das kann er nicht verwirklichen, weil seine eigen Verwaltung nicht dazu in der Lage ist und Gesetzesbücher Verordnungen diesem im Wege stehen.

In einem „Notstand“ gilt nicht das Palaver von Menschenrechtsorganisationen. In einem „Notstand“ gelten „Notstandsgesetze“. Und in diesem „Notstand“ befinden sich die betroffenen Gemeinden. Und wenn das Bodenpersonal zu schwach ist, dieses klar zu äußern, und denen nichts anderes einfällt als: „Wir schaffen das!“ Ohne die Konsequenz aufzuzeigen wie. Ist es das gleiche wie: „Männer mir nach, ich folge Euch“. Der „demokratische“ Staat ist im „Notstand“ am Ende. Er will, ist aber vollkommen Hilflos am betteln. Bei der Zivilbevölkerung.

Und selbst da ist das Bodenpersonal vom Staat überfordert. Die Kleiderkammern sind voll. Wegen Überfüllung geschlossen.

Das wird noch einen heiklen Winter geben.

Kapselblick September 22, 2015 um 10:01

@ Morph

,,Sie sehen, Sie können sich wieder abregen: ich habe ganz kitschig-gutmenschliche Helferphantasien”

Das Hasswort ,,Gutmensch” ist ursprünglich gegen Juden ( a gutt mensch / jiddisch) erfunden worden.

http://web.archive.org/web/20070928101946/http://www.djv-nrw.de/bilder/Memorandum27.03.06.pdf

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18359

Gutmschen als Kampfbegriff, kommt aus dem Nazijargon bzw. tauscht hier das erste mal auf. Nazis haben den damaligen Kardinal Graf von Galen so beschimpft. Von Galen hatte sich öffentlich gegen die Tötung von behinderten Menschen ausgesprochen.

Linus September 22, 2015 um 10:02

@holger:
“Unabhängig von dem Zustrom an Ankömmlinge, wird doch klar, dass dieser Vollverwaltete Staat sich seinem Ende nähert. Das Recht steht sich selber im Weg. Wenn die Verwaltung ne Verwaltung braucht um sich zu verwalten, damit man andere verwalten darf und kann. Wenn die Kompetenz der Kompetenz nicht kompetent ist und sich im Kompetenzstreit verheddert.”

Sehr schön. Das ist das Dilemma der Institutionen.

Kapselblick September 22, 2015 um 10:15

@ holger

,,So funktioniert der Staat. Bis in die letzte Rippe. Und hier zeichnet sich eben der „Deutsche“ vollumfänglich aus. Muss man sich nur bildlich vorstellen… da kommen ne Menge Ankömmlinge und prallen auf den deutschen Verwaltungsfachfeigling.”

Klasse Beschreibung! Die Flüchtlinge halten sich einfach nicht an den Dienstweg;)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/ehrenamtliche-helfer-in-berlin-am-ende-der-kraefte-neues-platzmanagement-gegen-chaos-am-lageso/12187372.html

Doktor D September 22, 2015 um 10:20

@Kapselblick: Danke für die Information! Ich wusste doch, dass man das mit Stolz als Epitehton tragen kann.

@holger: Super zusammengefasst. Und weil das so ist, müssen jetzt die Panzerbrecher von McKinsey im Bamf ran, um den Kompetenzzement aufzuhacken. Weil da im Gegensatz zu den Leuten vor Ort, die sich einfach über die sich gegenseitig still stellenden Regelungen hinwegsetzen müssen, weil sie täglich 300 und mehr Leute unterzubringen und zu versorgen haben, immer noch ne Menge Leute im Prinzip nix zu tun haben, als sich gegenseitig zu behindern.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 10:24

Kapselblick

danke für den Link… :D

So waren die Ehrenamtlichen von „Moabit hilft“ vorm Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) an der Moabiter Turmstraße frustriert, weil ihnen plötzlich das Gesundheitsamt die Verteilung von Lebensmitteln wegen der Unterbrechung der Kühlkette untersagte – so verkam etliches Essen. Viele Helfer zeigten Unverständnis für die Strenge, das Essen sei doch noch kühl und würde schnell verteilt werden. Es handele sich doch um eine Notsituation, war selbst aus den Reihen der Feuerwehr zu hören.

ist so… und bleibt auch so… ich kenne doch unsere Verwaltung LACH. :D Bin ja selber Opfer geworden dieser Bande. Mit Totalverlust ohne Sinn und Verstand.

Lass erstmal die Advokaten richtig Lunte riechen… da brauchts noch einige Richter an den Sozialgerichten LACH.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 10:26

Doc D.

—>>>@holger: Super zusammengefasst. Und weil das so ist, müssen jetzt die Panzerbrecher von McKinsey im Bamf ran, um den Kompetenzzement aufzuhacken”

Musste ich auch schmunzeln McKinsey … nagut, der Tagessatz den die haben, liegt ja eh über 3.000 Ocken. :D Wir hams ja…

topi September 22, 2015 um 10:33

Dafür kriegen “wir” neue Atombomben, was will man mehr?
Weiß Frontal 21 heute Abend.

War was zum Thema Atomwaffen in der BRD?
Moment.

der Bundestag hatte im März 2010 beschlossen, die Bundesregierung solle sich “gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen”

Ach so, hat nur der Bundestag beschlossen. Na da kann die Regierung doch einfach das Gegenteil machen.

topi September 22, 2015 um 10:35

@ gelegentlich

Mach doch bitte einen extra-Faden auf, in dem man die ganzen wichtigen Diskussionen zwischenmenschlicher oder -avatarischer Art, auch moderatorischer, führen kann; kann dann jeder nachlesen, ist öffentlich, zerreißt aber nicht jedes Thema.

Linus September 22, 2015 um 10:44

@holger:
Ergänzung: Ich glaube, dass ein Gutteil der derzeitigen Hilfsbereitschaft sich aus diesem Dilemma der Institutionen erklärt. Die Handlungsunfähigkeit wird wahrgenommen, und Spontanaktionen/Lösungsansätze werden dagegen gesetzt. Diese entspringen Mitmenschlichkeit, Intuition und gesundem Menschenverstand, also eine Art “lokale Logik” (gut möglich, dass auch Frau Merkel dieser Versuchung zur “Komplexitätsreduktion” nachgegeben hat).

Diese “lokale Logik” garantiert zwar keineswegs ein positives Ergebnis. Aber – so sagt man sich – immer noch besser, als nichts tun. Man nimmt die Dinge selbst in die Hand.

Das ist einerseits begrüssenswert, weil es hilft, wieder aktiv zur Gemeinschaft/Gesellschaft beizutragen und damit wieder ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Auf der anderen Seite unterminiert es das Gewalt- und Handlungsmonopol des Staates und seiner Institutionen.

Dieser Aktionismus drückt sich aus in illegaler Flüchtlingshilfe (-> Deutsche fahren nach Ungarn und schleusen Flüchtlinge ein) und andererseits in Bürgerwehren (Antiasyl-Demos und Schlimmeres).

Der Staat befindet sich in der absurden Situation, den Aktionismus seiner Bürger einhegen zu müssen, um Handlungshoheit zu behalten.

Es fehlen also zwei Dinge:
- die Möglichkeit für Bürger, sich am gesellschaftlichen Handeln zu beteiligen, OHNE gleich Spezialist und damit nur Funktion zu sein.
- die sinnvolle, und soweit notwendig zentrale Koordination all dieser Aktionen.

Es scheint, als seien beide Dinge in einer “institutionellen” Demokratie nicht unter einen Hut zu bringen. Die Steuerung erfolgt autoritär durch Institutionen (da lässt sich nichts beschönigen), und wenn die Steuerung versagt, dann ist da nichts mehr, da selbstorganiserende und damit reparierende Kräfte systematisch eliminiert wurden, weil nicht kompatibel mit Institutionen.

Die Institutionen sind eingedrungen in jede Ritze unseres Daseins und haben damit jegliche “Selbstheilungskräfte” lahmgelegt. Die Gesellschaft wurde umgewandelt in eine Maschine, die sich anders als ein Organismus, nicht selbst reparieren kann.

Warum diese Mechanisierung von Staat und Gesellschaft? Zur Erzeugung maximalen Outputs, kapitalistischen(!) Outputs.

gelegentlich September 22, 2015 um 10:54

@topi Eingereicht am 22.09.2015 um 10:35
Hast recht! Das würde dann aber für alle Fälle gelten, in denen die thematische Diskussion ins Persönliche entgleist. Und das ist hier nicht selten und schafft natürlich, weil zumindest Einige der Betroffenen es nicht so sehen, extra böses Blut. Werde ich diskutieren. Die Altenative, solche Beiträge einfach zurückzuweisen, hat den Nachteil, dass sie dann nicht mehr öffentlich wären.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 11:00

Linus

—>>>Die Institutionen sind eingedrungen in jede Ritze unseres Daseins und haben damit jegliche “Selbstheilungskräfte” lahmgelegt. Die Gesellschaft wurde umgewandelt in eine Maschine, die sich anders als ein Organismus, nicht selbst reparieren kann.”

Ja, das ist der Zustand. Und dieser wurde immer weiter verschärft.

—>>>Warum diese Mechanisierung von Staat und Gesellschaft? Zur Erzeugung maximalen Outputs, kapitalistischen(!) Outputs.”

Nein, das denke ich nicht. Was hat das Rauchverbot an verseuchten Bahnhöfen, wo man Bremsstaub einatmen darf, mit dem “Kapitalismus” zu tun. Rauchen darfste nicht, aber Bremsstaub einatmen. Ist auch so eine Logik.

Genau wie oben zur Schau gestellte “Kühlkette” die ja in vielen Dingen auch Sinn macht und wiederum ja auch nicht immer.

—>>>Es fehlen also zwei Dinge:
- die Möglichkeit für Bürger, sich am gesellschaftlichen Handeln zu beteiligen, OHNE gleich Spezialist und damit nur Funktion zu sein.
- die sinnvolle, und soweit notwendig zentrale Koordination all dieser Aktionen.”

letzteres… ist der Fall. Es nennt sich auch Organisation. Da beißt Du hier auf Granit, was außerhalb des Vorgeschriebenen, auch gehen könnte. Aber nein, streng nach Vorschrift.

Geht halt nicht anders.

Und manchmal sind übertriebene Hilfsangebote auch nicht nötig. Wenn die Hilfe nicht organisiert ist. Der Wunsch “Erste-Hilfe” leisten zu wollen ist auch so ein komischer Punkt. Beim Verkehrsunfall hauen die meisten ab.

topi September 22, 2015 um 11:10

goodnight

“Das ist ne ganz einfache Sache: Jeden Euro, den ich für Flüchtlinge ausgeben, den kann ich nicht für mich, meine Frau und/oder meine Familie ausgeben.
Nun könntest Du dich fragen, ob Du das willst: All das Geld für Fremde ausgeben. Und es somit Deiner Familie wegnehmen. Weil, so sieht es aus, in der Realität der begrenzten Ressourcen und Mittel und so. ”

Soso, ganz einfache Sache und so.

Wenden wir mal den Blick nach Südkorea; Bevölkerungswachstum (ohne Migration weitgehend) von 20 Millionen auf heute 50 Millionen, dabei Aufstieg von einem bitterarmen Agrarland zum modernen (modern bis zur völligen Konturlosigkeit, aber das ist ein anderes Thema) Industrieland.

Ja wie geht dass denn, die 20 Millionen mussten doch abgeben, für die Neudazugekommenen?!?

Natürlich nicht. Ressourcen sind knapp, so generell.
Aber bei weitem nicht so, dass eine wachsende Bevölkerung nicht den gleichen bzw. auch noch wachsenden Wohlstand haben kann, in einem entwickelten oder sich entwickelndem Land.

Ist Beton knapp? Öl? Äpfel, Getreide?

Oder Porsches oder Rolex?

Dein beschriebenes Problem gibt es nur, wenn sich mehr Menschen eine gleichbleibende Einkommensmenge teilen müssen, exakter gesagt eine gleiche Menge produzierter Güter.

Bist doch aus Stuttgart, wieviel Kisten könntet ihr denn mehr ausstoßen, wenn ihr Käufer hättet?

Nein, ein ökonomisches Problem im engeren Sinne gibt es nur, wenn da ganz oben schwäbische Hausfrauen und Schwarze Nullen sitzen; natürlicherweise braucht eine wachsende Wirtschaft zusätzliche Kredite (c.p., eine Umverteilung der Kredite aus sinnlosen Bereichen in produktive wäre natürlich jederzeit denkbar).

Anpassungsprobleme gibt es immer, klar, die Verwaltung steht vor ganz neuen Herausforderungen; an denen sich auch locker scheitern lässt.
Aber das ist keine Ressourcenfrage.

Kuckuck September 22, 2015 um 11:27

Blick aus dem Ausland:

Kritik aus Großbritannien „Die Deutschen wirken sehr unsympathisch“
In Großbritannien ist die deutsche Willkommenskultur nicht populär. Britische Kolumnisten sprechen mit Blick auf Deutschlands Flüchtlingspolitik gar von Tugendprahlerei und moralischen Zuchtmeistern.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kritik-aus-grossbritannien-die-deutschen-wirken-sehr-unsympathisch-13813916.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Neuhier September 22, 2015 um 11:33

@ topi “Aber das ist keine Ressourcenfrage”
Sehe ich genau andersrum, es ist die Ressourcenfrage.
Wir leben auf einer Kugel, die Oberfläche ist damit nicht unendlich.
Wenn der Bestand von höheren Säugetieren aus der Ordnung der Primaten nur ca. 500 Millionen währe, hätten wir viele Probleme sicher nicht.
Und um es um Ruhe zu haben Geld und verteilen geht auch nur eine gewisse Zeit. Irgendwann will dann keiner mehr leihen, siehe Griechenland.
Strom kommt nicht aus der Steckdose, Geld nicht vom Staat. Hinter beiden steckt Arbeit.

Richard Parker September 22, 2015 um 11:34

Während sich die Deutschen aufgrund ihrer Befindlichkeiten gegenseitig zerfleischen, tun die Flüchtlinge das, was sie immer tun. Sie bilden Parallelgesellschaften.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 11:43

Richard Parker September 22, 2015 um 11:34
Während sich die Deutschen aufgrund ihrer Befindlichkeiten gegenseitig zerfleischen, tun die Flüchtlinge das, was sie immer tun. Sie bilden Parallelgesellschaften.”

Ja… was sollen die denn auch anderes tun? Die Konsequenz unseres nicht verständlichen “Rechtsstaates” muss zwangsläufig in ein Parallelrecht abgleiten.

Wenn Du noch nicht mal mehr als “Einheimischer” diesen Staat verstehen und begreifen kannst/darfst (Akteneinsicht) etc.pp. wie sollen sich dann, die Zuwanderer erst zu-recht finden?

Wenn das Recht keinen Sinn mehr hat, und sich selbst aushebelt, entsteht neues anderes strukturiertes Recht. Wer immer das auch durch setzen mag.

Um das zu verstehen, muss man vermutlich tatsächlich ein wenig “Recht” studiert haben. Ich kann doch von keinem verlangen, sich an Recht und Ordnung zu halten, wenn er es gar nicht kennt bzw. verstehen kann.

Das ist wider der Logik.

Kuckuck September 22, 2015 um 11:45

„Wenn Leute, die ihre Kultur verteidigen wollen, von den liberalen Eliten im Stich gelassen und als Nazis stigmatisiert werden, treibt man sie in die Arme von echten Rassisten und Faschisten.“

Melanie Phillips zu den Konsequenzen der „lemminghaften“ politischen Korrektheit in Deutschland.

(aus dem zuvor zitierten FAZ-Artikel)

topi September 22, 2015 um 11:47

Neuhier, hast du auch ein Argument anzubieten, statt ein “sehe ich anders”?

Was ist die knappe Ressource in D, um bei 1% Zuwanderung 1% mehr zu produzieren?

Manfred Peters September 22, 2015 um 11:52

@ Kuckuck um 11:45/11:27
Von einem Imperium, das sich immer im Modus einer barbarischen Kolonialmacht und Hilfswilligen der Brandstifter aus den USA befindet, brauchen wir am wenigsten Ratschläge.
“Ebenso spielen die kolonialen Grenzziehungen bei heutigen regionalen Konflikten eine Rolle.”
https://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Weltreich

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 11:52

@Holger
Hat aber such gute Seiten: “Polizei spart schon bei Verkehrskontrollen”

topi September 22, 2015 um 11:54

Es kam ja die Frage auf, ob man, wie nach 45, Flüchtlinge wieder in baracken unterbringen will/soll.

Nun ja, wir sind da ja deutlich moderner heute.
http://video.tagesspiegel.de/files/thumbnail_big/64007844001_3901005496001_video-still-for-video-3901038431001.jpg

Aber die Obdachlosen, die muss man natürlich wegjagen, dieses Pack, was sich an Lebensmitteln für Flüchtlinge vergreifen will.

>>>”Größere Probleme hatten wir hier mit den Obdachlosen”, so der Bundesheerangehörige gegenüber dem Focus. Die Obdachlosen versuchten immer wieder, sich während der Essensausgabe in die Nähe der Notquartiere der Flüchtlinge zu schleichen und Essen zu stehlen. Dabei sei es zu “Reibereien” gekommen.>>

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 11:55

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 11:52
@Holger
Hat aber such gute Seiten: “Polizei spart schon bei Verkehrskontrollen”

LACH genau daran habe ich auch eben gedacht. :D Möchte mal wissen, wie viel von den Ankömmlingen auch den “Führer-Schein” besteht…

topi September 22, 2015 um 11:56

Hat aber such gute Seiten: “Polizei spart schon bei Verkehrskontrollen”

Oh oh, das klingt nach weiterer Auslagerung an private Blitzdienstleister, die noch deutlich ungehemmter abzocken.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 12:00

Worum es bei den Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen ging, wissen die Beamten nicht. „Auch wenn zum Beispiel über 1000 Deutsche über mehrere Monate zusammen in Zelten leben müssten, würde früher oder später Streit ausbrechen“, sagt Polizeisprecher Wolf. Gerüchten zufolge soll die Auseinandersetzung zwischen Syrern und Pakistanern gewesen sein. Das wollte die Polizei aber nicht bestätigen.

Wie das Reizgas in die Unterkunft gekommen ist, erklären sich die Beamten so: “Man kann es sich vorstellen, wie in einem Fußballstadion“, sagt Polizeisprecher Wolf. „Die Flüchtlinge werden zwar von Security-Mitarbeiterin auf verbotenen Gegenstände kontrolliert, aber trotzdem rutscht immer mal etwas durch. In ein Fußballstadion bekommen die Leute ja auch Bengalos mit hinein.“

Das Regierungspräsidium war am Vormittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/reizgas-attacke-fluechtlingslager-verletzte-5552111.html

Nun ja… immer kleine Lach und Sachgeschichten

Wichtig ist, erstmal sich zu bewaffnen. Und wenn es Reizgas ist.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 12:02

Der Witz an der Sache ist, die Bullen können noch nicht mal mehr ermitteln LACH :D

gelegentlich September 22, 2015 um 12:03

Die Idee, Bürgerkriegsflüchtlinge nur aus Lagern vor Ort aufzunehmen, ist keine schlechte. Außerdem ist Großbritannien massiv selber in die Entstehung des Problems investiert – Flucht nach vorn, würde ich diesen Aspekt nennen.
Kuckuck Eingereicht am 22.09.2015 um 11:45
„Wenn Leute, die ihre Kultur verteidigen wollen, von den liberalen Eliten im Stich gelassen und als Nazis stigmatisiert werden, treibt man sie in die Arme von echten Rassisten und Faschisten.“
Seine Kultur verteidigt man, indem man sie lebt und damit vital macht. Jeder andere Weg ist finster.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 12:04

Das größte Problem was Kassel-Calden hat, ist: Es sind keine “Nazis” vor Ort… für braunem Terror reicht das leider nicht LACH :D

Linus September 22, 2015 um 12:05

@holger:
“—>>>Warum diese Mechanisierung von Staat und Gesellschaft? Zur Erzeugung maximalen Outputs, kapitalistischen(!) Outputs.”

Nein, das denke ich nicht.”

Da hast du recht, das war zu kurz gesprungen. Es ist aber durchaus so, dass der Kapitalismus an einer solchen “Produktionsmaschine” interessiert ist.

Der Kapitalismus ist permanent auf der Suche nach der Entkopplung von den gesellschaftlichen Verhältnissen und der Überwindung seiner Abhängigkeiten vom “Ökosystem”, in das er eingebettet ist -> technischer Fortschritt, Mechanisierung, Funktionalisierung. Wechselseitige Abhängigkeit soll ersetzt werden durch einseitige Dominanz und Kontrolle. Das ist sein totalitärer Anspruch.

Natürlich existiert dieser Anspruch auch ausserhalb des Kapitalismus und ist weit älter als dieser.

Neuhier September 22, 2015 um 12:07

@ topi
Ich habe ein Problem, wenn unser (mein) Konsum durch ungedeckte Schecks finanziert wird, den dann irgendwann meine Tochter oder dein Sohn bezahlen muss. Daran, dass der Ballon immer weiter aufgepustet werden kann glaube ich nicht. Für mich ist Solidarität z.B. mit Migranten das gleiche wie persönlicher Konsum. Das muss aus den laufenden Einnahmen finanziert werden. Ja, ich bin für Sozialkürzungen und Steuererhöhungen jetzt und nicht später!
Wenn jeder die Auswirkung seines Handelens zeitnah spürt, währe manche Entscheidungen vernünftiger.

Jockel September 22, 2015 um 12:08

Lese hier nun parasitär seit geraumer Zeit mit und profitiere von dem ein oder anderen Gedanken , auch wenn er gegensätzlicher Natur ist.
Zunächst einmal danke an die Blogbetreiber.
An die Herren @ morph, @ hammersen und @ gelegentlich, früher wurde sich auf dieser Beleidigungsebene schnell mal duelliert.
@holger, dein bester Beitrag , chapeau!
Die Verwaltung steht wohl der Weltgesellschaft im Wege .

Kuckuck September 22, 2015 um 12:09

Aus der Perspektive kapitalistischer Wirtschafts“wissenschaft“ steigert jegliche Wirtschaftsaktivität das BIP. Das ist jedoch falscher Schein einer oberflächlichen Betrachtungsweise, die nur Tauschwerte erfassen kann.

Hingegen ist aus der Perspektive einer materialistischen Reproduktionstheorie Kapital KEIN Produktionsfaktor. Und entscheidend ist das gesamtgesellschaftliche materielle = realwirtschaftliche Mehrprodukt, denn dies entscheidet über zukünftigen Wohlstand oder Niedergang, denn nur aus dem Mehrprodukt kann investiert werden.

Dieses Mehrprodukt ist eine knappe Ressource.

Für eine Gesellschaft, welches ihr Mehrprodukt für unproduktive Kapitalakkumulation, Sozialausgaben etc. vergeudet, sieht es für die Zukunft düster aus.

Nur begreifen dies jene Menschen nicht, deren Primatengehirn rein empiristisch funktioniert. Und deshalb sind ihnen jene Chinesen weit überlegen, die auf Basis der Marxschen Theorie – einer materialistischen Reproduktionstheorie – analysieren und handeln.

Morph September 22, 2015 um 12:17

@gelegntlich

“In diesem Thread („Sie mögen das so sehen. Ist zwar falsch, aber was soll’s“) war ich an jenem Punkt übrigens nicht der Einzige, mit dem Sie dieses Malheur mit der fiktiven Eigenkonstruktion hatten. Wie Sie selber sagten: nicht nur lesen…”

Ich habe kein Malheur. Sie kommen fortlaufend zu falschen Schlüssen. Das ist Ihr Malheur, nicht meines.

topi September 22, 2015 um 12:20

Neuhier

“Ich habe ein Problem”

“Konsum durch ungedeckte Schecks”

” glaube ich nicht”

Wo sind die Argumente, statt der Schilderung deines Problems, oder deines Glaubens?

Wenn die Produktionsmenge erweitert wird, ist da eine Vorfinanzierung durch Kredite völlig normal, so viel BWL sollte auch jede schwäbische Hausfrau drauf haben.

Wenn die Länder mit wachsender Bevölkerung so gehandelt hätten, also realwirtschaftlich sinnvolle Kredite nicht zugelassen hätten, wäre es ihnen schlecht ergangen.

Willst du diesen Fakt bestreiten?

Wenn nein, was ist dann in diesem Fall hier anders?

Oder ist das alles gar nicht begründet, nur gefühlt?

Kuckuck September 22, 2015 um 12:30

@Manfred Peters September 22, 2015 um 11:52
Von einem Imperium, das sich immer im Modus einer barbarischen Kolonialmacht und Hilfswilligen der Brandstifter aus den USA befindet, brauchen wir am wenigsten Ratschläge.

Warum nicht? Weil die Deutschen die moralisch besseren Menschen sind?
:lol:

Die Briten haben jahrhundertlange Erfahrung als Weltmacht Nr. 1 – und sind immer noch eine Weltmacht. Sie waren in der imperialistischen Konkurrenz immer auf Seiten der Sieger.

Die Deutschen hingegen mit ihrer größenwahnhaften Arroganz und dem damit korrespondierenden Unverstand sind die großen Verlierer bei den imperialistischen Verteilungskriegen im letzten Jahrhundert gewesen. Und sie sind auch jetzt – jedenfalls die arbeitende Bevölkerung – bei den laufenden Wirtschaftskriegen auf der Verliererstraße.

In Deutschland dominiert in den Medien moralisierende Dummheit. Und auch die Linken propagieren diese. Siehe Kipping und Konsorten.

Aber wenn sich die Verhältnisse gravierend verschlechtert haben werden, werden viele „Gutmenschen“ realisieren, dass die von ihren Eliten einschließlich der Linken betrogen und verarscht worden sind.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 12:30

Jockel

—>>>Die Verwaltung steht wohl der Weltgesellschaft im Wege .”

Naja, ob diese der “Weltgesellschaft” im Wege steht… ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass sie sich selber im Wege steht.

Das ist ja das Traurige an dieser überbordenen Verwaltung. Ich hab ja nichts gegen Verwaltung und einer gewissen Ordnung. Im Gegenteil. Aber was einfach zu viel ist, ist einfach zu viel.

Der Kampf in den Verwaltungen auf Existenzberechtigung ist im vollem Gange. Die haben Schiss um ihre Jobs. Jeder ist wichtig, und andere wichtiger. Daher auch diese ganze Verordnungswut. Das ist eine Krankheit. Ähnlich derer die dem Putzwahn unterliegen.

Dann, wenn der Putzlappen so dreckig ist, dass man den Putzlappen nicht mehr zum putzen nehmen kann. Obwohl der gar nicht dreckig ist, sondern allein schon dreckig werden KÖNNTE.

Das ist Selbstverstümmelung.

Neuhier September 22, 2015 um 12:31

@topi
Einen Kredite aufzunehmen um für mich ein Haus zu bauen, sprich (Vorfinanzierung ) ist O.K.
Einen Kredite aufzunehmen um für mich eine Villa zu bauen, ist nicht O.K.
Luxus ist über die laufenden Einnahmen zu decken.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 12:37

Neuhier September 22, 2015 um 12:31
@topi
Einen Kredite aufzunehmen um für mich ein Haus zu bauen, sprich (Vorfinanzierung ) ist O.K.
Einen Kredite aufzunehmen um für mich eine Villa zu bauen, ist nicht O.K.
Luxus ist über die laufenden Einnahmen zu decken.”

Was ist denn das wieder für ein Schwachsinn? Wer lehrt so etwas?

Soll das hier wieder in einer Neid-Debatte enden? wie so oft?

topi September 22, 2015 um 12:43

Neuhier

Wenn du nicht argumentieren willst, auch ok, muss man nicht.

Letzter Versuch.

“ist für mich nicht ok” ist ein völliges Nullargument, du musst ja auch gar nichts; nur wenn du es verallgemeinern willst als volkswirtschaftliche Handlungsanweisung braucht es eine Begründung, statt eines Gefühls.

H.H. Lechner sagte immer: es kommt darauf an, bei einem Kredit.
Aber natürlich nicht, ob Luxusvilla oder hässliche Standardbutze, sondern ob man die Rückzahlungen leisten kann.

Ist auch nicht so schwer nachzuvollziehen.

Aber: es geht überhaupt nicht um Konsum sondern Ausweitung der Produktionsmenge.
Wie es Länder mit wachsender Bevölkerung UND wachsendem BSP pro Kopf jahrzehntelang gezeigt haben.
Es geht also. Ohne das Ressourcen das Problem darstellten.

Das war ja dein erster Einwand, kommt dazu noch etwas, oder stimmst du zu, dass es kein Ressourcenproblem ist?

karla September 22, 2015 um 12:43

Bogus September 22, 2015 um 08:15

“In Syria, only multilateralism can succeed. The UN remains the world’s best – indeed its only – hope to stop the Syrian bloodbath and halt the flood of refugees to Europe.”

Über Ursachen wollen hier nur eine Handvoll Antikapitalisten nachdenken. Stattdessen wälzt man lang und breit aus wie man unseren Herrschaften den richtigen Weg weisen kann bei der Sicherung von z.B. Hartz IV damit die davon Betroffenen sich ihre bescheidene Lage nicht mit Sündenböcken erklären und damit eventuell die hiesiegen Herrschaftsverhältnisse erschweren.
Dass z.B. Hartz IV ohne jeden Flüchtling nach wie vor ein nicht zumutbarer Sozialstaatsaspekt ist, ist mit dieser Richtung der Diskussion praktisch abgehakt.

Diskusssionen über rechtliche Aspekte wie z.B. von Behemoth sind für sich nicht falsch. Wer aber Ursachen konsequent ausblendet muss sich fragen lassen was für gute Gründe ihn leiten?

Kuckuck September 22, 2015 um 12:43

@refugee TM 2015 September 22, 2015 um 11:55
LACH genau daran habe ich auch eben gedacht. :D Möchte mal wissen, wie viel von den Ankömmlingen auch den “Führer-Schein” besteht…

SPD will Führerscheinprüfung auf Arabisch ermöglichen
Wegen der vielen Flüchtlinge aus arabischen Ländern fordert die SPD-Bundestagsfraktion einem Pressebericht zufolge, dass die Führerscheinprüfung in Deutschland auch auf Arabisch abgelegt werden kann.

Hintergrund ist, dass Ausländer aus Nicht-EU-Ländern nach sechs Monaten Aufenthalt in Deutschland eine Führerscheinprüfung ablegen müssen, um ihre Fahrerlaubnis umschreiben zu können. Die Prüfung kann bislang außer in Deutsch in elf weiteren Sprachen – Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch und Türkisch – abgelegt werden.“
http://www.welt.de/newsticker/news1/article146597256/SPD-will-Fuehrerscheinpruefung-auf-Arabisch-ermoeglichen.html

Fehlt nur die Forderung – wegen der Flüchtlinge – nach einer analphabetengerechten Führerscheinprüfung.

topi September 22, 2015 um 12:47

“Fehlt nur die Forderung – wegen der Flüchtlinge – nach einer analphabetengerechten Führerscheinprüfung.”

Wann wurde die denn abgeschafft?

Kuckuck September 22, 2015 um 12:52

@gelegentlich September 22, 2015 um 12:03
Seine Kultur verteidigt man, indem man sie lebt und damit vital macht.

Richtig.

Jeder andere Weg ist finster.

Falsch.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 12:55

@Luebberding
Ich habe mir gerade die Rede Krafts vom 02.September angehört. Beim ersten Teil der Rede habe ich ständig darauf gewartet, dass sie uns allen Aarons Segen erteilt, aber sie war ja noch nicht am Ende mit ihrer Rede, so dass das wohl doch nicht ganz gepasst hätte.

Der zweite Teil war im Wesentlichen eine Rechtfertigung dafür, das die Politik nicht vorbereitet war. Lächerlich fand ich die Ankündigung des Abbaues von bürokratischen Hemmnissen. Das muss man sich mal vorstellen, der Gesetzgeber jammert über bürokratische Hemmnisse, die er selbst geschaffen hat.

Der entscheidende Eindruck meinerseits: die Politiker nehmen die Bevölkerung in Geiselhaft, um nur die eigene Selbstwahrnehmung nicht korrigieren zu müssen. Sie drückt sich vor der alles entscheidenden Antwort: ab wann ist die Aufnahmefähigkeit erschöpft? Am 02.September jedenfalls hat sie diese Frage nicht beantwortet. Allerdings hatte sie da noch die Hoffnung, dass Europa, sprich die anderen Länder, das “zu viel” auf sich nehmen und sie vor der Beantwortung dieser Frage bewahren.

Morph September 22, 2015 um 12:57

@Holger

“die schöne heile Ordnungswelt bricht gerade zusammen. Das ist der sich selbst beschleunigende Kontrollverlust.”

Wir werden uns noch wundern, wie lautlos sich der Zusammenbruch ineffizienter Verwaltungsstrukturen vollziehen wird…

Soziale Systeme können nicht abgebaut werden, sondern nur wegen Überforderung und/oder Ressourcenmangel kollabieren. Und bei manchen dieser Systeme ist das ja durchaus wünschenswert, dass sie im Chaos untergehen.

@Alle, die meine deontologischen Überlegungen zur Nothilfe und ihren Grenzen schwurbelig, abwegig, nicht nachvollziehbar usw. fanden: Lest mal den Reinhard-Merkel-Text aus der heutigen FAZ! Vielleicht braucht ihr einfach jemanden mit ein bisschen mehr Rennomée, damit ihr von Eurem allzu eng gezogenen Problemhorizont wegkommt.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/klimafluechtlinge-wo-liegt-die-grenze-des-zumutbaren-13815941.html

Da unten auf der anderen Seite September 22, 2015 um 13:05

@ Kapselblick

Das Zitat mag zwar schon etwas älter sein, aber es beschreibt diese Milieustimmung so gut:,,Ausländerfeindliche Ressentiments sind in der Mitte der Gesellschaft wohlgelitten, sie gehören zum ideologischen Handgepäck des durchschnittlichen Bundesbürgers wie die Islamophobie und die Wut auf „Gutmenschen“. Die Attitüde des „politisch Unkorrekten“, der auf der Party mit maliziösem Lächeln vor der „Überfremdung durch die Musels“ warnt, gilt als chic, das Geifern über das „linksreaktionäre Gutmenschenpack“ als gelungenes Apercu. Der moderne Fremdenfeind des Mittelstands oder der guten Gesellschaft trägt keine Bomberjacke oder Springerstiefel, er kommt in sportiver Freizeitkluft daher, trägt Rock oder Krawatte, und nie würde er öffentlich bekennen, pauschal ein Fremdenfeind zu sein. Er hat nichts gegen Ausländer, nur riechen sie streng in der U-Bahn und plündern die deutschen Sozialkassen, nichts gegen die Gutmenschen, aber was kann er dafür, dass ihn ein Ekel überkommt, wenn sie ständig von der Menschenwürde reden, nichts gegen Moslems, aber soll er widerstandslos akzeptieren, dass sie die Scharia nach Deutschland einschleppen wie eine Seuche?” http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-hurra–wir-kapitulieren-,1472602,11183712.html

@ kuckkuck

„Wenn Leute, die ihre Kultur verteidigen wollen, von den liberalen Eliten im Stich gelassen und als Nazis stigmatisiert werden, treibt man sie in die Arme von echten Rassisten und Faschisten.“

Du nun wieder.

WER verteidigt hier WELCHE Kultur?

@ Richard Parker

,,Während sich die Deutschen aufgrund ihrer Befindlichkeiten gegenseitig zerfleischen, tun die Flüchtlinge das, was sie immer tun. Sie bilden Parallelgesellschaften.”

Es gibt keine für alle verpflichtende Leitgesellschaft. Unser Land ist voll von Parallelgesellschaft. Unter den Flüchtlingen gibt es auch keine Hauptgesellschaft, sondern viele Gesellschaften. Klaus J. Bade hat schon vor Jahren den Begriff Parallelgesellschaft als Populismus entlarvt: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/leitkultur-debatte-zuwanderung-wird-als-bedrohung-empfunden-a-329285.html . Parallelgesellschaft ist ein Kampfbegriff, mit dem z.B. Türken schlecht gemacht werden sollen. Türken wird hier unterstellt, sie wollen sich nicht integrieren, verweigern die deutsche Sprache und passen auch nicht in die deutsche Leitkultur. Parallelgesellschaft suggeriert eine Grenze: wir hier im Vertrauten und die da drüben , als das Fremde.

Und wenn schon Parallelgesellschaft, warum reden deutsche Kulturkrieger nie über die “unsichtbaren Parallelgesellschaft”? Wer heute durch die angesagten Szeneviertel, deutscher Großstädte geht und die Augen aufhat, wird sie sehen: die Parallelgesellschaft. Teure Miete, reiche – und gut ausgebildete Deutsche, Bio-Geschäfte, die Bugaboos mit I-Phone-Halterung. Diese Parallelgesellschaft möchte unter sich bleiben. Diese Damen und Herren möchten mit den 3As (Arme, Alte, Ausländer ) nichts zu tun haben. Die am meisten abgeschottete Parallelgesellschaft ist wohl die, wo an den Villenklingelschildern, keine Namen stehen, die Sicherheitszäune mit Kameras ausgestattet sind und es weit und breit keinen Döner – oder Gemüseladen gibt. Man will unter sich bleiben. Aber hier schweigt ihr. Warum wohl?

Kuckuck September 22, 2015 um 13:07

Wenn man sieht, wie ignorant, selbstherrlich und irre die deutschen Eliten geworden sind, so kann man nur froh sein, dass Deutschland seine europäischen Nachbarn nicht mehr militärisch bedrohen kann.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 13:09

Morph

—>>>Soziale Systeme können nicht abgebaut werden, sondern nur wegen Überforderung und/oder Ressourcenmangel kollabieren.”

Ich rede ja eben nicht von “sozialen Systeme” die können Koexistieren. (Mafia)

—>>>Wir werden uns noch wundern, wie lautlos sich der Zusammenbruch ineffizienter Verwaltungsstrukturen vollziehen wird”

Das wird eben nicht lautlos geschehen. Du wirst die ein oder anderen Schreie hören werden. Weil die Verwaltungsstrukturen nicht konzentriert zusammen brechen, sondern im allgemeinen. Jede Behörde ist davon betroffen. Jede Behörde und staatliche Organisation die sich auf diese Gesetze beruft.

Und das passiert in ganz banalen Dingen. Die Meta mäßig überhaupt nicht bedacht werden können. Alltägliche Dinge werden auf den Kopf gestellt. Hey… nehm dem Kind den Schnuller weg, oder dem Schnuller das Kind…

Morph September 22, 2015 um 13:09

@Hammersen

“Sie drückt sich vor der alles entscheidenden Antwort: ab wann ist die Aufnahmefähigkeit erschöpft?”

Das ist Unsinn. Sie drückt sich überhaupt nicht. Die Frage ist gar nicht sinnvoll, d.h. mit sachlich überzeugenden Gründen zu beantworten. Wir werden in den nächsten Jahren kontinuierlich Migranten aufnehmen. Die Aufnahmefähigkeit wird im Ganzen nie erschöpft sein. Es werden immer nur einzelne Einrichtungen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen.

Die Frage muss lauten: Wie lässt sich der Migrationsdruck beherrschen, ohne dass es an den Staatsgrenzen zu Todesfällen kommt.

In den nächsten Jahren sollte eine internationale Infrastruktur der Elendsmigration aufgebaut werden, welche die Ströme nach Möglichkeit kanalisiert und die Sterberate so klein wie möglich hält.

Wie gesagt: Europa muss die Realitäten akzeptieren. Man wird aus Europa sicherheitstechnisch kein Israel machen können. Und selbst, wenn man es könnte, wünschenswert wäre das nicht. Aber es könnte sich dahin entwickeln, wenn die Migrationsgegner sich durchsetzen. Dann bekommen wir tatsächlich einen auf Dauer gestellten Migrationskrieg in und um Europa herum.

Carlos Manoso September 22, 2015 um 13:10

karla September 22, 2015 um 12:43
„Über Ursachen wollen hier nur eine Handvoll Antikapitalisten nachdenken. Stattdessen wälzt man lang und breit aus wie man unseren Herrschaften den richtigen Weg weisen kann bei der Sicherung von z.B. Hartz IV damit die davon Betroffenen sich ihre bescheidene Lage nicht mit Sündenböcken erklären und damit eventuell die hiesiegen Herrschaftsverhältnisse erschweren.
Dass z.B. Hartz IV ohne jeden Flüchtling nach wie vor ein nicht zumutbarer Sozialstaatsaspekt ist, ist mit dieser Richtung der Diskussion praktisch abgehakt.
Diskusssionen über rechtliche Aspekte wie z.B. von Behemoth sind für sich nicht falsch. Wer aber Ursachen konsequent ausblendet muss sich fragen lassen was für gute Gründe ihn leiten?“

Karla, „rechtsstaatliche Institutionen“ sind die allerletzte Verteidigungsstellung vor dem Abgleiten in einen „Failed State“-Zustand. Davon sind wir allerdings noch viele Stadien weit entfernt.

Ein logisch schon vorhersehbares Stadium ist allerdings die Transformation von „ Hartz IV“ in so etwas wie ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“, das dann auch die die „Mindestlöhner“ sowie alle Rentenempfänger gleichermaßen umfassen wird.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 13:17

@Morph
“In Wahrheit enden positive Pflichten wie die zur Aufnahme von Flüchtlingen freilich schon weit vor dieser absoluten Grenze des eigenen Vermögens: dort, wo dem Verpflichteten die weitere Leistung unzumutbar wird.”

Sag ich doch, dass die Kraft, und nicht nur die, sich drückt vor der alles entscheidenden Antwort. Alles Weitere ergebe sich aus dieser Antwort.
Befehlsverweigerung bekommt eine ganz neue Bedeutung. Ist die Weigerung, Befehle zu geben, auch Fahnenflucht?

Da unten auf der anderen Seite September 22, 2015 um 13:23

@ gelegentlich

,,Seine Kultur verteidigt man, indem man sie lebt und damit vital macht. Jeder andere Weg ist finster.”

Gut geschrieben. Vor allem merkt der eine oder andere dann, wie multikulturell wir Deutschen selber sind. Die deutsche Nation ist so wenig Natur, wie die Zahnarztpraxis oder ein Investmentpaket.

@ Morph

,,Vielleicht braucht ihr einfach jemanden mit ein bisschen mehr Rennomée, damit ihr von Eurem allzu eng gezogenen Problemhorizont wegkommt.”

Du kannst schreiben, was du willst, die haben dich sowieso auf dem Kieker.

Morph September 22, 2015 um 13:27

@Holger

“Weil die Verwaltungsstrukturen nicht konzentriert zusammen brechen, sondern im allgemeinen. Jede Behörde ist davon betroffen. Jede Behörde und staatliche Organisation die sich auf diese Gesetze beruft.”

Zunächst mal kann man bei Bedarf Stellen umwidmen. Bestimmte Verwaltungsroutinen werden dann einfach eingestellt. Man kann auch, wenn Bedarf da ist, Formalqualifikation abschaffen, überhaupt kein Problem. Und dann wirst Du eben doch noch Berufsschullehrer. Man kann in manchen Verwaltungsbereichen die Kontrolldichte zurückfahren usw.

Meine Vermutung ist, dass es da ein sehr großes Rationalisierungspotenzial gibt, und dass dessen Entfesselung sogar positiv wirken kann. Zunächst einmal stellt sich ein ungeheures Bildungsproblem.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 13:34

Morph

—>>>Das ist Unsinn. Sie drückt sich überhaupt nicht. Die Frage ist gar nicht sinnvoll, d.h. mit sachlich überzeugenden Gründen zu beantworten. Wir werden in den nächsten Jahren kontinuierlich Migranten aufnehmen. Die Aufnahmefähigkeit wird im Ganzen nie erschöpft sein. Es werden immer nur einzelne Einrichtungen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen.”

Das ist nicht falsch, aber auch nicht zu ende gedacht.

Das Recht wird an die Kapazitätsgrenze gedrängt. Das habe ich ausführlich genug beschrieben.

Das Recht ist nur dann ein Recht, wenn es auch von der Exekutive ausgeübt werden kann. Das Recht kennt keine Belohnung sondern nur Bestrafung. Das ist das Recht.

Wenn es nun am Bestrafer fehlt, und an der Infrastruktur des Bestrafen auch zu können, also an der Exekutive, dann ist das Recht obsolet geworden.

Fang an Gefängnisse zu bauen…

Bladnoch1971 September 22, 2015 um 13:41

Ist ein bisschen OT. Aber nach dem Liveticker in der FAZ hat Serbien an Kroatien ein Ultimatum gestellt, bis 14:00 seine Grenze wieder zu öffnen (Meldung von 12:07).
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-in-europa-fluechtlingskrise-im-live-ticker-13786125.html
Bin mal gespannt was Serbien tut, wenn die Kroten dem nicht Folge leisten? Ist inzwischen für die Serben als Binnenland wohl echt schwierig mit dem Transfer, wenn die Grenzen zu Ungarn und kroatien dicht sind.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 13:45

@Morph
“Die Frage muss lauten: Wie lässt sich der Migrationsdruck beherrschen, ohne dass es an den Staatsgrenzen zu Todesfällen kommt.”
Wenn die Außengrenzen nicht abgeriegelt werden, dann wird es eben im Inneren diese entsprechenden Grenzen geben. Ich war vor Jahren mit türkischstämmigen Freunden in deren Herkunftsheimat in der Nähe der syrischen Grenze. Dort haben wir Freunde von unseren Freunden besucht in einer Ferienhaussiedlung am Mittelmeer, die hauptsächlich Leuten aus der Westtürkei gehörte. Der Zugang zu dieser Siedlung wurde bewacht von privater Security mit umgehängten Maschinenpistolen. Ich bin sicher, diese Waffen würden im Zweifelsfall auch eingesetzt. So etwas gibt es dann eben auch hier. Und vermutlich wird sich das Personal dann aus Zuwanderern rekrutieren, die ihre Waffen auch gegen andere Zuwanderer richten würden.

Wenn Sie eine solche Gesellschaft wollen, nur zu! Ich bezweifele allerdings, dass Sie innerhalb der gated community sitzen werden.

g.w. September 22, 2015 um 13:46

paar Infos:
“…Syrien hat derzeit weitere 7 Millionen Binnenflüchtlinge, also Menschen die nicht ins Ausland geflohen sind, sondern von Gebieten von Terrorgruppen, in sichere Gebiete der Regierung geflüchtet sind. Assad ist somit derjenige, der die meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen hat! Das sichere Kernland erstreckt sich von Damaskus bis in die Küstengebiete Tartous und Latakia. In diesem Kernland leben derzeit ca. 17 Millionen Menschen, Sunniten, Schiiten, Alawiten, Christen und viele andere Minderheiten. Dieses für viele Flüchtlinge letzte und sichere Gebiet, wird derzeit von unserer Deutschen und anderen westlichen Regierungen sanktioniert. Verschiedene Terrorgruppen kommen diesem Kernland immer näher und sobald die syrische Armee diesem Druck nicht mehr standhalten kann, könnte es ein Massenmord nie gekanntem Ausmaßes geben. Hier droht eine menschliche Katastrophe und die Sanktionen dramatisieren das ganze noch zusätzlich.

Russland hat hier nicht nur ihre Interessen des Marinestützpunktes im Blick, hier geht es auch um Russland selbst. Die von den USA unterstützten Terroristen in Syrien sind zumeist Tschetschenen. Sobald Syrien fällt, ist der nächste Ort wo diese Terroristen wüten werden Russland selbst. Schon allein aus diesem Grund hat Russland der ISIS in Syrien den Krieg erklärt. Und Russland wird sich das nicht nehmen lassen, dort einzugreifen.

Was passiert jetzt als nächstes?

Die russische Armee hat mit verschiedenen Vorbereitungen begonnen. Auch die russische Regierung schmiedet hinter den Kulissen eine Koalition (Wir berichteten darüber vor Monaten als erstes). Sowohl mit der syrischen Regierung, als auch mit den kurdischen Völksverteidigungseinheiten wurden Abmachungen getroffen. Ebenso mit verbündeten Staaten in der Region, wie Ägypten, Iran und Irak werden derzeit Pläne ausgearbeitet.

Das letzte Wort hat Putin, er wird Ende September bei der UN-Hauptversammlung in New York eine Rede an die ganze Welt halten und wahrscheinlich das weitere Vorgehen öffentlich bekannt geben.

Österreich, Spanien, Griechenland und Italien signalisierten, dass sie sich einer Anti-ISIS-Koalition der Russen möglicherweise beitreten würden. Ägypten, Algerien, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben die diplomatischen Verbindungen mit Syrien wieder aufgenommen. Selbst zwischen Saudi Arabien und Syrien laufen Verhandlungen auf höchster Ebene.”

topi September 22, 2015 um 13:55

Sag ich seit Ewigkeiten, g.w., von wegen Infos
Aber schadet nicht, die Wiederholung

Kuckuck September 22, 2015 um 13:58

Da unten auf der anderen Seite September 22, 2015 um 13:05
Und wenn schon Parallelgesellschaft, warum reden deutsche Kulturkrieger nie über die “unsichtbaren Parallelgesellschaft”? Wer heute durch die angesagten Szeneviertel, deutscher Großstädte geht und die Augen aufhat, wird sie sehen: die Parallelgesellschaft. Teure Miete, reiche – und gut ausgebildete Deutsche, Bio-Geschäfte, die Bugaboos mit I-Phone-Halterung. Diese Parallelgesellschaft möchte unter sich bleiben. Diese Damen und Herren möchten mit den 3As (Arme, Alte, Ausländer ) nichts zu tun haben. Die am meisten abgeschottete Parallelgesellschaft ist wohl die, wo an den Villenklingelschildern, keine Namen stehen, die Sicherheitszäune mit Kameras ausgestattet sind und es weit und breit keinen Döner – oder Gemüseladen gibt. Man will unter sich bleiben. Aber hier schweigt ihr. Warum wohl?

Die Menschen, die dort wohnen, sind multi-ethnisch zusammengesetzt, aber nicht multi-kulturell. Sie alle sind Anhänger der Kultur des Kapitalismus.

Wir hatten letztes Jahr Klassentreffen. Kein Multimillionär und kein Armer war dabei. Aber alle waren wohlhabend. Ein Relikt der untergegangenen deutschen Mittelstandsgesellschaft.

Heute geht man gemeinsam auf das Gymnasium und studiert gemeinsam. Und wenn man sich ein oder zwei Jahrzehnte danach wieder trifft, sind die einen wohlhabend geworden und andere HartzIV-Empfänger.

Ich bin ab und zu in Berlin. Dort gibt es unter den Bekannten promovierte Akademiker, die arm sind. Die nicht mit ins Café oder die Kneipe gehen wollen, weil ihnen das Geld dazu fehlt. Und wenn man sie einladen würde, dann würde es sie kränken, weil damit ihre ökonomische Klassenlage als Teil des Prekariats manifest wird.

Morph September 22, 2015 um 14:02

@Holger

“Wenn es nun am Bestrafer fehlt, und an der Infrastruktur des Bestrafen auch zu können, also an der Exekutive, dann ist das Recht obsolet geworden.”

Das ist zu absolut. Die Rechtskultur eines Landes ist ja nicht on/off, sondern kann sich verbessern oder verschlechtern. Klar, die Einwanderung wird voraussichtlich nicht zu einer Verbesserung der Rechtskultur führen. Andererseits ist auch das Gerede über Parallelgesellschaften etwas einseitig. Wenn sich neben dem offiziellen Recht in verschiedenen communities ein ethnisches Sonderrecht etabliert (über Clans usw.), dann wird man auch damit leben können. Vielleicht nicht gern und nicht so gut wie in den 1950er Jahren, als alles noch geordnet zuging (stimmt natürlich auch nicht ganz, aber egal), aber es wird gehen. Und an den Grenzen wird es immer wieder unschöne und brutale Szenen geben, weil durch irgendwelche Sonderkatastrophen dann doch auf einmal mehr kommen, als man erwartete. Korruption und organisierte Kriminalität werden möglicherweise zunehmen. Aber es wird gehen.

Zumindest sollte das unsere Erwartungshaltung sein.

@Hammersen

“Wenn Sie eine solche Gesellschaft wollen, nur zu!”

Das hängt wohl kaum von meinem Wollen ab. Sie überschätzen mich. Und Sie überschätzen sich oder das Volk oder die Politik, wenn Sie glauben, dass es am Willen dieser Instanzen hängt, die Einwanderung zu stoppen und die Grenze abzuriegeln.

Lesen Sie Reinhard Merkel. Ich glaube, den können Sie nicht so selbstgerecht in die Ecke des schwurbeligen Unikarriereversagers stellen, wie Sie das so leidenschaftlich mit mir probieren.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/klimafluechtlinge-wo-liegt-die-grenze-des-zumutbaren-13815941.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Linus September 22, 2015 um 14:03

@Morph:
Aus deinem Link:
„Ultra posse nemo obligatur“
“jenseits seines Vermögens kann niemand verpflichtet sein”
Das ist der Grundsatz zur Findung des rechten Masses.

Ansonsten gilt: Ein Anspruch auf relative Besserstellung (e.g. Deutscher vs Ausländer) lässt sich nicht aus Zufällen wie Geburt, Abstammung, Vererbung ableiten.
Also ist er nur zu rechtfertigen, wenn diese relative Besserstellung gleichzeitig zu einer absoluten Besserstellung der Schlechtergestellten führt.
Das ist im Kern die einzig mögliche Legitimationsgrundlage von Besserstellung und damit von Macht.
Diesem Grundsatz müssen sich übrigens auch Mehrheiten unterwerfen. Der Schutz von Minderheiten ergibt sich daraus, der Legitimation durch Mehrheit ist hier eine feste Grenze gesetzt.

NB: Eine Diskussion über deontologische oder utilitaristische Begründung erübrigt sich mE an dieser Stelle. Beide Wege führen zur selben Einsicht.

“Zunächst mal kann man bei Bedarf Stellen umwidmen. Bestimmte Verwaltungsroutinen werden dann einfach eingestellt. Man kann auch, wenn Bedarf da ist, Formalqualifikation abschaffen, überhaupt kein Problem. Und dann wirst Du eben doch noch Berufsschullehrer. Man kann in manchen Verwaltungsbereichen die Kontrolldichte zurückfahren usw.”
Das ist in der Sache der Abbau von Institutionalisierung und blinder Funktionalisierung.

Kuckuck September 22, 2015 um 14:10

In Berlin habe ich auch andere Bekannte. Geschäftsleute, die am Berlin-Tourismus gut verdienen. Früher Angestellte im Reisebüro.

Die gehen dann in Lokale, wo 100 € Zeche/Person das Minimum ist. Für diese Bekannten ist es eine Statusfrage, dort zu verkehren.

Ich brauch und will dies nicht.

Morph September 22, 2015 um 14:17

@Linus

“Das ist der Grundsatz zur Findung des rechten Masses.”

Das ist ein Grundsatz, aber keine METHODE! Und darin liegt das eigentliche Drama. Und deshalb ist auch die Deontologie so wichtig, weil sie uns lehrt, warum Verfechter einer Einwanderungsbegrenzung und Verfechter einer weitreichenden Flüchtlingshilfe gleichermaßen ethisch gerchtfertigt UND nicht gerechtfertigt sind. Wir müssen lernen, die blinden Flecken unserer moralischen Intuitionen ernster zu nehmen.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:18

Morph

—>>>Das ist zu absolut. Die Rechtskultur eines Landes ist ja nicht on/off, sondern kann sich verbessern oder verschlechtern.”

Das ist erst das sekundäre Problem… es geht in erster Linie ob gut oder schlecht verbessert oder verschlechtert darum, das RECHT als RECHT auf-recht erhalten zu können.

Und wenn sich selbst schon das Recht im Wege steht 8Verwaltung), sich auf-recht erhalten zu können, und es den Institutionen am Personal mangelt, die dieses Recht ja umsetzen MÜSSEN, sonst ist es ja kein Vollzug mehr.

Wir brauchen nicht um den Inhalt zu sprechen. Das wäre eben eine andere Sache, was die Ingredients des Rechts sind. Die sind variabel. kein Thema.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:20

Was ist das bloß wieder für ein satz LOL

—>>>Das ist erst das sekundäre Problem… es geht in erster Linie ob gut oder schlecht verbessert oder verschlechtert darum, das RECHT als RECHT auf-recht erhalten zu können.”

es geht in erster Linie nicht darum ob gut, schlecht, verbessert oder verschlechtert. So könnte es richtiger sein. LACH

Kuckuck September 22, 2015 um 14:23

@H.K.Hammersen September 22, 2015 um 08:49
Genau so […] stelle ich mir den von Hass zerfressenen Spießer vor, der seinen Selbsthass auf diejenigen richtet, die aus den selben Kreisen wie er kommen, es aber, wie Sie meinen unverdienter Weise, geschafft haben, nicht in prekären Verhältnissen zu landen. Unverdient müssen deren Verhältnisse schließlich sein, denn sonst wären ja auch [s]ie […]an deren Stelle.

Dieses Phänomen habe ich wiederholt beobachtet. Erstmals Anfang der 80-er Jahre bei zunehmender akademischer Arbeitslosigkeit.
Und dies alles hat sich zunehmend verschärft.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:26

Morph

oder anders gesagt, dein Recht basiert auf Moral oder den Menschenrechten. Das ist Ingredient. Der Inhalt der Büchse.

Diese Deine Auffassung musst Du aber auch durchsetzen können. Wenn nicht, wenn das nicht geht, kannst Du ja fordern und meinen was Du willst.

Und diese verdammte Büchse ist und bleibt nun einmal der “Staat” oder eine andere Organisation.

Wenn nun die Büchse aber an zu rosten fängt, und zwar Großflächig, weil sie sich selber auflöst, Also diese Büchse stellt sich selbst in Frage die Büchse zu sein, dann werden die Ingredients nicht allzu lange mehr in der Büchse sein.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:33

Und Morph

gebe dir mal einen Tipp… ok, ich weiß ja jetzt schon, dass dieser Scheixxe ist und nicht umsetzbar.

Fang mal mit dem Hobby Kochen an, und frage dich dabei, warum es wohl Rezepte gibt. Oder: Warum habe ich für die Erdbeermarmelade beim Einkochen keinen Gelierzucker genommen sondern Salz?

Ich sags dir, es ist erhellend. Dieses Kochen :D

topi September 22, 2015 um 14:37

Morph

“Alle, die meine deontologischen Überlegungen zur Nothilfe und ihren Grenzen schwurbelig, abwegig, nicht nachvollziehbar usw. fanden”

Als ob eine Quelle das entschwurbelt.

Politik entscheidet politisch, ich dachte da hattest du zugestimmt?

Merkel nennt eine Zahl von 400 Millionen, ok, hunderte Millionen, auf denen das zutrifft, was Yogeshwar von “seinem” Afrikaner erzählte, sagte ich vor Wochen.

Wohin wollen die gehen?
Dorthin, wo sie die besten Chancen haben bei den geringsten Weg”kosten”, bzw. dem günstigstem Verhältnis, je nach Präferenzen.

“Wie gesagt: Europa muss die Realitäten akzeptieren. Man wird aus Europa sicherheitstechnisch kein Israel machen können. Und selbst, wenn man es könnte, wünschenswert wäre das nicht. Aber es könnte sich dahin entwickeln, wenn die Migrationsgegner sich durchsetzen. Dann bekommen wir tatsächlich einen auf Dauer gestellten Migrationskrieg in und um Europa herum.”

Wenn 400 Millionen unterwegs sind, dann MUSS man die Grenzen militärisch weitgehend absichern, wenn man nicht die Migranten, die es geschafft haben ganz mies behandelt und dadurch andere abschreckt.

Das ist doch eine sehr einfache Rechenaufgabe.
Egal ob utilitaristisch oder deontologisch oder ganz schlicht und einfach politisch, weil das Wahlvolk, welche hier ist, es nicht will: soviel kann man nicht aufnehmen wollen.

Und da es keine weltweite Einigung geben wird, schon gar nicht auf deontologischer Basis, und diese Einigung auch sinnlos wäre, weil die Flüchtlinge schon jetzt nicht nach Lettland wollen sondern nach Deutschland oder Schweden, bleibt den Ländern, die aus welchen Gründen auch immer Flüchtlinge aufnehmen und einigermaßen gut behandeln wollen, nur die Möglichkeit, einen gesicherten Zaun außenherum zu haben.
Das “außen” ist natürlich variabel; wenn die EU bzw. Schengen für D dieses außen nicht mehr gewährleisten kann, dann WIRD es einen Zaun um die BRD gebe, ganz einfach.
Ohne jede dentologische oder utilitaristische Motivation, einfach politisch entschieden, aus Angst vor Abwahl.

Mag sein, dass für die Öffentlichkeit Geschwurbel erster Güte verwendet werden wird.

Eine schöne Ethik-Debatte im Bundestag: wir suchen die beste Begründung, warum wir praktisch nur x Migranten pro Jahr aufnehmen. Von mir aus.

Linus September 22, 2015 um 14:41

@holger:
“oder anders gesagt, dein Recht basiert auf Moral oder den Menschenrechten. Das ist Ingredient. Der Inhalt der Büchse. [...]
Wenn nun die Büchse aber an zu rosten fängt, und zwar Großflächig, weil sie sich selber auflöst, Also diese Büchse stellt sich selbst in Frage die Büchse zu sein, dann werden die Ingredients nicht allzu lange mehr in der Büchse sein.”

Sicher! Das entwertet sie aber nicht. Im Gegenteil. “Moral und Menschenrechte” sind nicht der Inhalt der Büchse, sondern das Material der Büchse, das Büchsenblech. Und für eine Büchse braucht es nun mal Blech. Mit der Zeit wird uns dämmern, dass wir da nicht drumrum kommen. Genau deswegen ist eine “moralische” Diskussion eminent wichtig.

Da unten auf der anderen Seite September 22, 2015 um 14:42

@ Kuckuck

,,Die Menschen, die dort wohnen, sind multi-ethnisch zusammengesetzt”

Wenn Ausländer, dann andere Europäer, Japaner und US-Amerikaner, aber keine Türken, Araber oder Albaner. Beim Rest deines Kommentars gehe ich mir dir mit.

,,Ich bin ab und zu in Berlin. Dort gibt es unter den Bekannten promovierte Akademiker, die arm sind. Die nicht mit ins Café oder die Kneipe gehen wollen, weil ihnen das Geld dazu fehlt. Und wenn man sie einladen würde, dann würde es sie kränken, weil damit ihre ökonomische Klassenlage als Teil des Prekariats manifest wird.”

Ich bin nicht arrogant, aber jetzt bist du auf der richtigen Spur. Bleib dran. Unsere Eliten werfen mit den Nebelkerzen Rassismus, Biologismus und Kulturalismus. Lass dich davon nicht ablenken. @ Manfred Peters hat gestern auf Max Uthoff und diese Sendung aufmerksam gemacht: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53872 . Die Sendung passt zu deinen aktuellen Gedanken.

Linus September 22, 2015 um 14:44

@topi:
“Egal ob utilitaristisch oder deontologisch oder ganz schlicht und einfach politisch, weil das Wahlvolk, welche hier ist, es nicht will: soviel kann man nicht aufnehmen wollen.”
Und du glaubst, die 400 Millionen lassen sich damit abspeisen? Du bist doch sonst nicht so blauäugig.

Morph September 22, 2015 um 14:44

@Holger

“Und diese verdammte Büchse ist und bleibt nun einmal der “Staat””

Sicher. Aber umgekehrt ist es auch richtig. Im Fall von Staat und Recht verhalten sich Büchse und Inhalt so merkwürdig zueinander, dass der Staat als Exekutive die Büchse des Rechts ist und das Recht als Judikative die Büchse des Staats. Je nachdem, wie man drauf schaut, ist mal das eine die Büche und das andere der Inhalt oder umgekehrt.

topi September 22, 2015 um 14:45

Noch zwei Karten.

Zuerst die Weltbevölkerungsdichte.
http://www.payer.de/entwicklung/entw2349.gif

Und die Möglchkeit der Frischwasserversorgung pro Einwohner

http://www.heise.de/tp/artikel/15/15162/15162_1.jpg

Von letzterem bräuchte man natürlich noch sehr verschiedene Aspekte, um so etwas wie die “Tragfähigkeit” einer Region zu bestimmen.

Allerdings dürfte klar sein, wo es mit dem Klimawandel gemütlicher wird, und wo auch noch massenhaft Platz ist: Kanada und Russland, Teile der USA.
Vielleicht noch Skandinavien.

Sollte es jemals so etwas wie einen “Weltmigrationsplan” geben, dann wären das logische Kriterien.

Vorstellungen a la: “aber dort gibt es doch gar keine Arbeitsplätze”
wären natürlich erst mal zu überwinden.

topi September 22, 2015 um 14:48

Linus, ZAUN, unvermeidlich, sagte ich doch.

Das ist nun mal die Konsequenz aus allem gesagten und gedachten, wer zu Migranten freundlich sein will, und das wollen wir, der zieht Zahlen an, die er nicht bewältigen kann. Punkt.

Und, Wiederholung: in Spanien, also Schengen, steht er schon lange, was soll die Heuchelei?

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:48

Linus

—>>>Sicher! Das entwertet sie aber nicht. Im Gegenteil. “Moral und Menschenrechte” sind nicht der Inhalt der Büchse, sondern das Material der Büchse, das Büchsenblech.”

Nein… die sind allenfalls die innere Beschichtung der Büchse. die Abschirmung gegen Bakterien. Es ist aber nicht die Büchse.

In Nordkorea zB ist die innere Beschichtung eben nicht vorhanden. Oder anders im “Material” und trotzdem hat Nordkorea eine Büchse (Reproduktion). Der Inhalt wird nicht jedem schmecken. Aber er ist in der Büchse drin.

Und Morph will Ravioli mit Erbsensuppe und Linsensuppe vermischen. Schmeckt das wirklich?

Jockel September 22, 2015 um 14:49

Holger
Meinsatz bezüglich der Verwaltung war ironisch gemeint. Ich teile deine Skepsis .
Morph
Danke für die verlinkung. Ein wirklich toller Artikel, der am Ende ja zu einem Patt bei Befürwortern und Gegnern führt. Angesichts der langsam sichtbaren Problematik haben wir es wohl mit einem Jahrhundertereignis zu tun. Das ist so von niemanden in politischer Führung angesprochen worden und da dräut das Problem , Verwaltung und Institutionen scheinen komplett überfordert. Ein sich langsam formendes Bild einer Weltgesellschaft scheint einen harten Weg vor sich zu haben. Und da argumentiert halt jeder aus seiner Position . Führung und Pfad ist noch nicht erkennbar.

niemand September 22, 2015 um 14:51

>”Vorstellungen a la: “aber dort gibt es doch gar keine Arbeitsplätze”
wären natürlich erst mal zu überwinden.”

In diese Staaten [Skand.] wandern ja schon heute… Deutsche.

niemand September 22, 2015 um 14:56

>”Das ist so von niemanden in politischer Führung angesprochen worden und da dräut das Problem , Verwaltung und Institutionen scheinen komplett überfordert.”

Das dürfen beide auch. Die Regierung ist aber nicht “Verwaltung”. Und diese Regierung hat eben die Arbeitsbedingungen von Verwaltung und Institution sehenden Auges drastisch verschärft. Und das ist verantwortungslos.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 14:56

Morph

—>>> dass der Staat als Exekutive die Büchse des Rechts ist und das Recht als Judikative die Büchse des Staats. Je nachdem, wie man drauf schaut, ist mal das eine die Büche und das andere der Inhalt oder umgekehrt.”

Nein…

Büchse =Legislative
Inhaltsabsicherung =Exekutive (Überführung zum Staatsanwalt)
Inhaltsdurchsetzung = Judikative (Recht-Sprechung)

topi September 22, 2015 um 14:58

Naja, aber nicht ganz 400 Millionen ;-)

Ich hätte jedenfalls überhaupt keine Lust, in solchen Stadt-Molochs wie in Asien zu leben.

Der normale Armutsflüchtling landet natürlich erst mal im SLum, üblicherweise (die wir hier noch nicht haben, aber wir bemühen uns stellenweise anscheinend), um mit irgendwelchen Dienstleistungen oder Hilfsarbeiten im Stadtmoloch überleben zu können.

Intelligente Migrationssteuerung im Weltmaßstab, was ja die Quintessenz aus einer “wissenschaftlich begründeten Migration” wäre, sähe sicher anders aus.

Aber wer soll das positiv steuern?

Carlos Manoso September 22, 2015 um 14:59

Da unten auf der anderen SeiteSeptember 22, 2015 um 13:23
„,,Seine Kultur verteidigt man, indem man sie lebt und damit vital macht. Jeder andere Weg ist finster.”
Gut geschrieben. Vor allem merkt der eine oder andere dann, wie multikulturell wir Deutschen selber sind. Die deutsche Nation ist so wenig Natur, wie die Zahnarztpraxis oder ein Investmentpaket.“

Da unten auf der anderen Seite, unterscheiden wir die französische, die deutsche und die amerikanische Version.

Die französische Version brachte die spezifisch „politische Konstitution der kapitalissischen Moderne“ auf den Weg. Hier fand der eigentliche Bruch mit dem dynastischen Charakter des Absolutismus statt., der ass „Startrampe“ diente: Die blutige Transformation vom Fetischismus der Personen zum Fetischismus der Sachen – bin hin zur buchstäblichen Giullutionierung der dynastischen Personnage und ihres adelig-klerikalen Bestands in der Großen Revolution.

Die deutsche Version kann als Prototyp einer „nachholenden Modernisierung“ im 19. Jhdt. betrachtet werden. Hier konserviert sich das dynastische Moment des Absolutionismus am längsten und wurde erst im Gefolge des Ersten Weltkriegs endgültig aufgelöst. Die „Nationalisierung des Kapitals“ lud sich hier weniger politisch auf wie in Frankreich als vielmehr kulturell-symbolisch.

In der deutschen Version wurde der Begriff des (deutschen) Volkes über seine Bedeutung als nationales Staatsvolk hinaus biologistisch, rassistisch und antisemitisch aufgeladen. Gerade weil die Konstitution der modernen warenförmigen Versachlichung in Deutschland mißlungen war (und dann erst im nachhinein als Folge der 2. Weltkriegskatastrophe hergestellt werden konnte), transformierte sich die „deutsche Ideologie“ , die Scham über die deutsche Unfähigkeit, den dynastischen Restbestand des alten Absolutismus schon im 18. Jhdt. per Guilliotine abrasiert zu haben.

Die „völkisch“ als quasi-biologische Einheit überdeterminierte Nation erschien dann im 20. Jhdt als der eigentliche Movens gegenüber Ökonomie und Politik und wurde als dem „biologistisch-rassistisch“ definierten „Volk“ untergeordnete, vermeintlich „dienende“ Funktion gesehen . So formierte sich eine „völkisch-antisemitische“ deutsche „Antipolitik“, wie sie in Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“ von 1916 vor Thomas Manns „demokratischer Wende“ zum Ausdruck kam.

In der angelsächsischen Version sind die Begriffe „Freiheit, Autonomie, Glück Menschenwürde etc.“ allesamt vom ökonomischen Subjekt (Marktsubjekt, Geldsubjekt) her bestimmt. Jeder ist im gewissen Sinne sein eigener Souverän bis hin zum privaten Schusswaffengebrauch. Dies ist nichts anderes als die Fortsetzung der totalen Konkurrenz mit anderen Mitteln. Insofern enthält insbesondere die US-amerikanische Konstitution das Moment der gesellschaftlichen Auflösung und Zufallsbarbarei, wie sie sich heute in aller Welt manifestiert

Linus September 22, 2015 um 15:00

@topi:
Danke für die zwei Karten. Endlich mal handfeste Argumente ;-)

“Linus, ZAUN, unvermeidlich, sagte ich doch.”
Nee, ein Zaun reicht da auf Dauer nicht. Und wehe, wenn der dann mal eingedrückt wird. Da sollten wir uns lieber von vornherein was Besseres überlegen.

Das Einzige, was mE dauerhaft hilft, ist, den Flüchtlingen woanders eine Perspektive zu bieten. Und da erweist sich das hier als entscheidende Klippe:
“aber dort gibt es doch gar keine Arbeitsplätze”

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht Existenz nicht mehr von Arbeit abhängig (man weicht diesen Nexus auf), oder man installiert die Arbeitsplätze dort, wo sie gebraucht werden.

Die wirklich knappe Ressource heutzutage ist Arbeit. Das kapitalistische Dogma geht doch so: Keine Arbeit -> kein Geld -> keine Versorgung. Versorgung wäre heutzutage zur Not quer über den Globus möglich.

Morph September 22, 2015 um 15:05

@topi

“Politik entscheidet politisch, ich dachte da hattest du zugestimmt?”

Sicher. Aber sie muss sich dabei ans Recht halten. Jedenfalls in einem Rechtsstaat. Und dann ist die Meinung eines Rechtsgelehrten durchaus relevant. Und wenn die nun aber exakt genau dasselbe beinhalten wie das, was der Blahblahmorph sich in @topis Augen so zusammenreimt, dann sollte dieser @topi auch erklären können, warum der Rechtsgelehrte einfach “Unsinn” redet, *RollGanzHeftigMitDenAugen*!! – Wo es doch alles im Grunde ganz einfach wäre, wenn man nur Geld in die Hand nähme und irgendwo reinstecken würde. Nicht wahr, @topi, die Juristen, ha ha ha! Haben auch keinen Schimmer von Saldenmechanik, diese Suppenkasper!

Und wieder mein Vorwurf an Dich, @topi, den Du nicht gerne hörst, ich weiß, aber er trifft nun einmal zu: Wer das gesellschaftliche Miteinander für ein wirtschaftliches Steuerungsproblem hält, der landet dann eben irgendwann auch bei der Ignoranz gegenüber Rechtsfragen und Rechtstaatlichkeit. Wie gesagt, ich finde, aus Dir spricht naiver Totalitarismus. Kann ich persönlich durchaus verkraften, kein Problem. Aber Dein Denken ist halt nicht untypisch. Und dann wird’s einem schon etwas mulmig.

Morph September 22, 2015 um 15:10

@Holger

“Büchse =Legislative”

Die Gesetzestexte werden ja nicht selten vom Verfassungsgericht kassiert. Man kann also nicht sagen, dass der Gesetzgeber über allem anderen steht. Auch der Gesetzgeber muss sich ans Recht halten, wird durch das Recht ‘gerahmt’.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 15:19

Morph September 22, 2015 um 15:10
@Holger

“Büchse =Legislative”

Die Gesetzestexte werden ja nicht selten vom Verfassungsgericht kassiert. Man kann also nicht sagen, dass der Gesetzgeber über allem anderen steht. Auch der Gesetzgeber muss sich ans Recht halten, wird durch das Recht ‘gerahmt’.”

Auch wieder so ein Dingen Morph… aber gut, da sind wir beim GG

Wer hat nun das GG also den Rahmen der Büchse “uns” gegeben? Wenn nicht ein Gesetzgeber?

Wer hat das also gemacht… die Väter oder Mütter des GG waren Gesetzgeber. Und nur aus dem “Notstand” heraus, dazu legitimiert. Sie waren nicht gewählt noch sonst irgendwas. Sie standen unter “Notstandsgesetzen” “SHAEF”…

und dann können wir eben weiter das System bis dato denken.

Kuckuck September 22, 2015 um 15:22

@Da unten auf der anderen Seite September 22, 2015 um 14:42
,,Die Menschen, die dort wohnen, sind multi-ethnisch zusammengesetzt”
Wenn Ausländer, dann andere Europäer, Japaner und US-Amerikaner, aber keine Türken, Araber oder Albaner. Beim Rest deines Kommentars gehe ich mir dir mit.

Nein, das ist falsch. Dort leben die Reichen der Welt, die oberen 0,1%.
Selbstverständlich auch Türken, Araber, Inder, Koreaner, Chinesen usf.

Eine Bekannte hat einen Nordafrikaner, einen Investmentbanker, geheiratet. Und gehört nun auch zu dieser Schicht,

Die Zusammensetzung ist ähnlich multi-ethnisch wie die Führungsschicht bei einem Großunternehmen oder das World Economic Forum in Davos.

Ein Beispiel:

„Anshu Jain [bis vor kurzem führender DB-Banker] wurde als älterer von zwei Söhnen des Beamten Ambuj Jain und dessen Frau Shashi 1963 in Jaipur geboren. Er wuchs mit seinem Bruder in einer konservativ geprägten Mittelschichtsfamilie in Nizamuddin-West, einem Stadtviertel im Süden von Neu-Delhi, auf. Er ist der jüngere Cousin[5] des 1951 geborenen Ajit Jain, der als einer der möglichen Nachfolger des US-amerikanischen Finanzinvestors Warren Buffett bei dessen Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway gilt.“ (Wikipedia)

Carlos Manoso September 22, 2015 um 15:25

Linus September 22, 2015 um 15:00
„Die wirklich knappe Ressource heutzutage ist Arbeit. Das kapitalistische Dogma geht doch so: Keine Arbeit -> kein Geld -> keine Versorgung. Versorgung wäre heutzutage zur Not quer über den Globus möglich.“

Linus, ja, das ist die wirkliche Konsequenz dessen, wasvor unseren Augen real abläuft!

Kuckuck September 22, 2015 um 15:28

Was ist denn heute „deutsche Kultur“?

Während meiner Schul- und Studienzeit hätte ich noch Wesensmerkmale der deutschen Kultur darstellen können und aufzeigen können, wie und worin diese sich z.B. von der amerikanischen unterscheidet.

Der Kulturbetrieb in der Film-, Musik- und TV-Industrie wird heute in Deutschland weitgehend von der US-amerikanischen Kultur bestimmt.

Jedoch würden die US-Amerikaner – im Gegensatz zu den Deutschen – eine derartige Massenimmigration nie zulassen.

Die Deutschen sind ein identitätsgestörtes Volk. Und zunehmend wird „anti-deutscher“ Selbsthass stärker.

Jetzt zerstören sie ihren Rechts- und Sozialstaat sowie ihren allgemeinen Wohlstand.

gelegentlich September 22, 2015 um 15:35

@Kuckuck Eingereicht am 22.09.2015 um 15:28
„Während meiner Schul- und Studienzeit hätte ich noch Wesensmerkmale der deutschen Kultur darstellen können und aufzeigen können, wie und worin diese sich z.B. von der amerikanischen unterscheidet.“
Mit Verlaub: das halte ich für kulturpessistimisches Gegreine. Was „deutsch“ sein soll ist in der alltäglichen Kommunikation einigermaßen klar. Je näher man aber an diesen Gegenstand herangeht umso unschärfer wird er, vor Allen an seinen Grenzen. Das war schon immer so. Und beim einem Gebilde in der Mitte des Subkontinents kann das auch gar nicht anders sein. Scharfe Grenzen gibt es nur da, wo Niemand hin will.

@ Carlos Manoso Eingereicht am 22.09.2015 um 15:25
Jetzt sind wir beim Begriff der (veränderbaren) ökologischen Tragfähigkeit angekommen. Da gibt es viele nicht gemachte Hausaufgaben: z.B. wie man die feuchten und wechselfeuchten Tropen nachhaltig (!) für den Ackerbau nutzen kann. Und da wir nicht im luftleeren Raum diskutieren: eine Hypothese zur Grundlage der Probleme Syriens ist ja auch der Klimawandel. Mehrere aufeinander folgende Dürren bei fehlenden Möglichkeiten, das durch künstliche Bewässerung auszugleichen.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 15:50

Morph

—>>>Wer hat das also gemacht… die Väter oder Mütter des GG waren Gesetzgeber. Und nur aus dem “Notstand” heraus, dazu legitimiert. Sie waren nicht gewählt noch sonst irgendwas. Sie standen unter “Notstandsgesetzen” “SHAEF”…”

So… und nun kommt das Recht auf Asyl !!! Und nun finden “wir” auch logischer Weise die Schwierigkeiten !!!

Das Recht auf Asyl ist eben nicht legitimiert worden. Auch nicht Flüchtlinge und oder Wirtschaftsflüchtlinge in unbegrenzter Zahl aufnehmen zu müssen.

Dass das geschieht ist etwas ganz anderes.

Bei solchen elementaren Fragen, nicht das “Volk” zu befragen, ist eben der Unfähigkeit geschuldet wirkliche Politik zu machen.

Das Volk in dieser Demokratie wird vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne auch nur einmal Piep machen zu dürfen.

Was bleibt dann also nur noch übrig? Eben: Die Vergewaltungsstrukturen. Dort herrscht aber kein Sachverstand, wie denn auch, da wiehert der Amtsschimmel… Nööö der wiehert nicht mehr, der ist in Extase am Röhren wie ein Hirsch inner Brunft-Zeit.

Völlig in selbstverliebter Extase Röhren sie dort rum. Den Hormonspiegel nicht mehr unter Kontrolle.

Da wo man eigentlich Sachverstand vermuten müsste, herrscht das blanke Chaos.

Manfred Peters September 22, 2015 um 16:11

@ “Warum habe ich für die Erdbeermarmelade beim Einkochen keinen Gelierzucker genommen sondern Salz?”
Hast Du Dir das Rezept auch weltweit patentieren lassen oder hat Dir ein Verwaltungsbürokrat beim Patentamt da auch mal wieder in die Suppe gespuckt?
Dass ich noch nicht darauf gekommen bin, salzige Erdbeermarmelade lässt die Geschmacksknospen auf der Zunge nur so explodieren. ;-)
Ganz blöde Ossis ersetzen den Gelierzucker durch halbreife Stachelbeeren. ;-)

Kuckuck September 22, 2015 um 16:14

@gelegentlich September 22, 2015 um 15:35
Was „deutsch“ sein soll ist in der alltäglichen Kommunikation einigermaßen klar.

Wenn das nicht nur eine bloße Behauptung sein soll, dann begründen Sie dies!

Was ist denn heute das Charakteristische am „Deutsch-Sein“?

Nehmen Sie nicht die Veränderungen wahr, die seit Ende der 60-er Jahre stattgefunden haben?

Worauf gründen die heutigen Deutschen ihre Identität?

karla September 22, 2015 um 16:14

Linus September 22, 2015 um 15:00

“Die wirklich knappe Ressource heutzutage ist Arbeit. Das kapitalistische Dogma geht doch so: Keine Arbeit -> kein Geld -> keine Versorgung.”

Diese “Arbeit ” ist Lohnarbeit und die gibts nur wenn sie profitabel ist. Zu tun (Arbeit) gäbe es genügend.

Und das ist auch kein Dogma sondern Kapital funktioniert nur so. Das Kapital braucht kein Dogma. Kapital braucht Verausgabung von Arbeitskraft in der Form der Lohnarbeit.

Wundere mich, warum auch Du genauso wie @topi die Ursachenfrage (soweit europ.Politik dafür Verantwortung trägt) bezüglich Flüchtlinge aussparen. Unsere Herrschaften sind doch laufend dabei auf die Situation zu reagieren. Die Ursachen sind denen nicht unbekannt. Überrascht worden sind sie durch den Zeitpunkt. Da reagieren sie eben hektisch. Auch hier im Blog wußte niemand, dass gerade August/September 2015 das Problem überschwappen würde (Ungarn).

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 16:21

Peters

—>>>Hast Du Dir das Rezept auch weltweit patentieren lassen oder hat Dir ein Verwaltungsbürokrat beim Patentamt da auch mal wieder in die Suppe gespuckt?”

Da merkt man mal wieder, dass du vermutlich kein Patent jemals angemeldet hast :D

—>>>Dass ich noch nicht darauf gekommen bin, salzige Erdbeermarmelade lässt die Geschmacksknospen auf der Zunge nur so explodieren. ;-)”

In der Tat… :D In der Tat :D und macht auch komische Gesichter ;) Ein wenig Piripiri noch rein, und immer den nettesten, gierigen Nachbarn nicht aufschwätzen, sondern freiwillig fressen lassen. Vorher aber die Freunde darüber einweihen. Das macht Spass und Laune, wenn der Nimmersatt mal so einen Happs in sich einnimmt.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 16:27

karla

—>>> Unsere Herrschaften sind doch laufend dabei auf die Situation zu reagieren. Die Ursachen sind denen nicht unbekannt. Überrascht worden sind sie durch den Zeitpunkt. Da reagieren sie eben hektisch. Auch hier im Blog wußte niemand, dass gerade August/September 2015 das Problem überschwappen würde (Ungarn).”

karla… wozu hat man eigentlich den BND wenn man ihn mal braucht? Jeder kleine Popel Dschihadist wird per Profiler ausfindig gemacht und in Guantanamo eingesperrt. Kurnaz oder wie der hieß zB.

Jeder Affe hat seine Blase am Flughafen zu entleeren, wird gescannt, und was weiß ich nicht noch. Jeder Reissack wird in China registriert, vorm umfallen.

Und von diesem Ereignis waren die Herren Farnak Walter Folter die Schwatte Null und eure Heiligkeit Mother Murksel überrascht?

Linus September 22, 2015 um 16:28

@karla:
“Wundere mich, warum auch Du genauso wie @topi die Ursachenfrage (soweit europ.Politik dafür Verantwortung trägt) bezüglich Flüchtlinge aussparst.”
Das tue ich keineswegs. Ich habe dazu so Einiges geschrieben.
Der heuitige Imperialismus ist dem Kolonialismus nicht so unähnlich.

Die zwei wesentlichen Unterschiede:
a) Man ist inzwischen schlauer und besetzt die Gebiete nicht mehr, sondern macht sie auf andere Weise gefügig (e.g. Marktöffnung).
b) Früher blieben die Kolonialisierten dort, wo sie waren. Das ist heute aufgrund der Mobilitätsmöglichkeiten offensichtlich anders.

Letzteres geht den “Kolonialmächten” erst nach und nach auf. Tatsächlich ist damit erstmals ein Regulativ gegen Kolonialismus und Imperialismus gefunden.

Morph September 22, 2015 um 16:37

@Holger

“Bei solchen elementaren Fragen, nicht das “Volk” zu befragen, ist eben der Unfähigkeit geschuldet wirkliche Politik zu machen. Das Volk in dieser Demokratie wird vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne auch nur einmal Piep machen zu dürfen.”

Also die Sachlage ist so: Der Migrationsdruck steigt. Türkei, Griechenland usw. fangen an, die Flüchtlinge weiter zu verschieben. Die Balkanroute ist voll, hier und da gibt es schon die ersten Stresszeichen. In Ungarn kommt es an den Bahnhöfen zu Szenen, die bei einer weiteren Eskalation, die sich im Stundenrhythmus hochschaukelt, das Schlimmste befürchten lassen.

Was nun wäre Deines Erachtens kluge Staatskunst gewesen? Keine Nothilfe zu leisten hätte bedeutet zu sagen, tut uns leid, das alles betrifft uns nicht. Wir akzeptieren, dass Ungarn alle Flüchtlinge, die vor der Grenzschließung auf ungarisches Gebiet gelangt sind, auf umzäunten Wiesen zusammen pfercht, registriert und wie eine Viehherde wieder nach Serbien treibt. Die Toten und Verletzten, die dabei und in der Folge auf dem Rückstau der Balkanroute zu beklagen seien, nun ja, niemand hat schließlich die Flüchtlinge gebeten, ihren ersten Zufluchtsort zu verlassen und sich ins europäische Kernland aufzumachen.

Das wäre, glaube ich, das Alternativ-Szenario zur Merkel-Entscheidung.

Hätte das D.E. so laufen sollen? Mal ganz abgesehen davon, ob das überhaupt so laufen könnte (was ich bezweifele). Welche Folgen hätte das, wenn das politisch wichtigste, reichste Land Europas (noch dazu: Deutschland) sagen würde: Wir nehmen keine Elendsflüchtlinge auf! Wir unterstützen die Durchsetzung der geltenden Regeln, auch wenn dies den Tod objektiv schutz- und wehrloser Menschen einschließt.
Stattdessen militarisieren wir die Grenzregime!

Mag sein, dass ein paar sozial Abgehängte und ‘Überflüssige’ gesagt hätten: Na sauber! Endlich mal tut jemand was gegen dieses Dreckspack!

Aber das wäre ein relativ kleiner ‘Erfolg’. Auf den Straßen wäre der Teufel los, glaube ich. Niemand will ein D, dass im Zuge der Durchsetzung geltenden positiven Rechts schutz- und wehrlose Menschen tötet. Auch die Deutschen wollen das in ihrer übergroßen Mehrheit nicht.

Carlos Manoso September 22, 2015 um 16:45

Kuckuck September 22, 2015 um 15:28
Was ist denn heute „deutsche Kultur“?
Während meiner Schul- und Studienzeit hätte ich noch Wesensmerkmale der deutschen Kultur darstellen können und aufzeigen können, wie und worin diese sich z.B. von der amerikanischen unterscheidet.
Der Kulturbetrieb in der Film-, Musik- und TV-Industrie wird heute in Deutschland weitgehend von der US-amerikanischen Kultur bestimmt.
Jedoch würden die US-Amerikaner – im Gegensatz zu den Deutschen – eine derartige Massenimmigration nie zulassen.
Die Deutschen sind ein identitätsgestörtes Volk. Und zunehmend wird „anti-deutscher“ Selbsthass stärker.
Jetzt zerstören sie ihren Rechts- und Sozialstaat sowie ihren allgemeinen Wohlstand.

Kuckuck, die Welt ist sehr bunt:

Meine Schwiegergroßmutter ist z.b. in Mozambique (portugiesische Sprache) geboren und in Südafrika zur Schule gegangen (englische Sprache). Dann verliebte sich ihre Mutter in einen Mann aus dem Baltikum, mit dem mit mit einem deutschen Dampfer nach Deutschland fuhr und dann mit dem Zug nach Berlin.1939 brach dann der Krieg aus.

Vor einigen Jahren schilderte mir meine Schwiegergroßmutter nach enem Wein, daß sie sich als 18 jährige extrem irritiert war von der sehr seltsamen Stadt Berlin (deutsche Sprache) , wo nachts ganze Strassenzüge brannten.

Sie ist jetzt 90 Jahre alt und begann von ihrer allerersten Liebe zu schwärmen, einem „besonders knackigen blutjungen SS-Soldaten“, von dem sie sich nach ihrem „ersten Mal“ am Berliner Ostbahnhof verabschiedeten mußte, da ihr „erster Freund“ in einen Zug nach Rußland in Richtung Stalingrad einsteigen mußte. Sie seufzte 90jährig: Welch Menschenverschwendung!

1945 verschwand der Mann meiner Schwiegergroßmutter im Gulag und sie selbst wurde staatenlos. Meine Schwiegermutter entdeckte dann, daß sie vom Pass her französische Schweizerin war, heiratete und wanderte dann nach Marokko aus, wo meine heutige Frau geboren wurde. Später ging meine Schwiegermutter nach Südfrankreich, wo meine Frau die Schule besuchte (französische Sprache). Dann studierte meine Frau in England (englische Sprache), und ging dann nach Berlin, wo sie mich kennenlernte (deutsche Sprache).

gelegentlich September 22, 2015 um 16:46

@Kuckuck Eingereicht am 22.09.2015 um 16:14
„Wenn das nicht nur eine bloße Behauptung sein soll, dann begründen Sie dies!„
Wollen Sie jetzt eine ellenlange Beispielliste aufrufen? – Ich nehme das eher in der Abgrenzung zu nicht-deutsch war: Pizza ist nicht deutsch, Zwiebelkuchen schon. Usw.usf.
Natürlich nehme ich die Veränderungen seit den 60er Jahren wahr. Aber ich empfinde es als Veränderung, wie es sie immer gegeben hat, und nicht als bedrohliche Verdünnung/Verwässerung irgendeines „Deutschtums“. Ich habe nicht vergessen dass ich das dümmste Denglisch bei wichtigtuerischen „CEO“s der Deutschen Bank gesehen habe.
Sobald ich nach dem Charakteristischen am Deutsch-Sein frage oder nach der Begründung der Identität verlasse ich diesen Alltag und dann wird es immer unschärfer. Ich denke mehr in dem, was ich machen will, und nicht in Kategorien der Abgrenzung zu dem, was anders ist. Im Kaiserreich war es gut deutsch sich zu erkundigen, wie es denn mit dem „Deutschtum“ einer Person steht. Gemeint war der Erfolg konformistische Teilnahme am nationalistischen Genöle des lokalen Zeitgeistes. Witzigerweise ist das in manchen Kreisen der Türkei noch heute Brauch. Und es gibt sogar ein Gesetz wider die Beleidigung des Türkentums. Wenn das Jemand seriös abgrenzen wollte bliebe nur der Weg ins Wasser.
Auf unserem Wohngemeinschaftsklo hing eine Fotokopie aus der NS-Zeit: „Wider die jüdische Irrlehre der Keimstoffvergeudung”, keine Parodie! Arische Knaben sollen nicht wichsen, weil damit potentielle Helden in die Unterwäsche oder sonstwohin verschwendet würden. Das heilt mich nachhaltig vor allzu impertinentem Nachdenken über mein Deutschtum.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 16:49

Morph

—>>>Hätte das D.E. so laufen sollen? Mal ganz abgesehen davon, ob das überhaupt so laufen könnte (was ich bezweifele). Welche Folgen hätte das, wenn das politisch wichtigste, reichste Land Europas (noch dazu: Deutschland) sagen würde: Wir nehmen keine Elendsflüchtlinge auf! Wir unterstützen die Durchsetzung der geltenden Regeln, auch wenn dies den Tod objektiv schutz- und wehrloser Menschen einschließt.
Stattdessen militarisieren wir die Grenzregime!”

So weit ich weiß, gibt es da ein Abkommen, innerhalb der EU (Frontex, Dublin) was ganz genau so beschlossen worden ist, wie Orban handelt. Ist es so? Ja oder Nein?

Also stellst du eben genau dem die Frage, der am wenigsten dazu zu melden hat, da ja nicht gefragt wird! Das ist eben im GG nicht vorgesehen.

Also musst Du Dich schon an die Herrschaften wenden, die diese Regeln aufgestellt haben. Ich hab sie nicht, und ich DARF sie auch nicht.

Was ich tun würde habe ich gesagt:

Die Jungen kräftigen Burschen neben dir auf dem Truppenübungsplatz in Rente, wo ich wohl fast alle Bäume mit Namen kenne, auszubilden, und dann ab zurück in die Heimat, um da ihren Kampf zu führen.

Ihnen das zu geben, was ihre Heimat ihnen wohl nicht geben kann. die Fähigkeit eine Infrastruktur aufbauen zu können, und zu wollen.

Ein Recht zu etablieren, was ihnen es ermöglicht die Menschenrechte leben zu können. Und das nicht auf Kosten dritter. Die meinen aus humanitären und ethischen Grundsätzen ganz alleine die Welt retten zu wollen.

topi September 22, 2015 um 16:53

“Der Migrationsdruck steigt. Türkei, Griechenland usw. fangen an, die Flüchtlinge weiter zu verschieben. Die Balkanroute ist voll, hier und da gibt es schon die ersten Stresszeichen. In Ungarn kommt es an den Bahnhöfen zu Szenen, die bei einer weiteren Eskalation, die sich im Stundenrhythmus hochschaukelt, das Schlimmste befürchten lassen.

Was nun wäre Deines Erachtens kluge Staatskunst gewesen?”

Zuerst die Zäune zur Türkei, die ja existieren, auch sichern, und Frontex verstärken, wenn die Türken nicht mehr das übersetzen auf die Inseln verhindern wollen.

Natürlich konnte man sich nicht einfach auf Dublin berufen und sagen, geht uns nichts an.

Nothilfe vor Ort in Ungarn, vor Ort in anderen Ländern der Balkanroute, vor Ort in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten (das erste wäre ja wohl die Ausfinanzierung des Ernährungsprogramms, ist das bis heute überhaupt geschehen? ).
Merkel hat signalisiert, wir nehmen alle auf, das hat erst zu der jetzigen Dynamik geführt.

Ein klares Signal, wir nehmen nur wenige hier auf, wenige wären ja immer noch Hunderttausende und damit durchaus nicht so wenig, dass man das nicht hätte vertreten können, und leisten ansonsten Hilfe vor Ort, sichern aber gleichzeitig die Grenzen um genau dies durchsetzen zu können, hätte zu anderen Zahlen geführt.

Wer will denn das bestreiten?

karla September 22, 2015 um 16:58

September 22, 2015 um 16:27 u. 16:28
@refugee TM , @Linus

“Jeder Affe hat seine Blase am Flughafen zu entleeren, wird gescannt, und was weiß ich nicht noch. Jeder Reissack wird in China registriert, vorm umfallen.

Und von diesem Ereignis waren die Herren Farnak Walter Folter die Schwatte Null und eure Heiligkeit Mother Murksel überrascht?”

Überrascht waren sie vom Zeitpunkt zu dem das Schengenmitglied Ungarn das Schengenabkommen (Registrierung der Flüchtlinge) nicht mehr umsetzen konnten oder wollten. Daraus entwickelte sich die Kettenreaktion auf Österreich und momentan Kroatien/Serbien (keine Schengenraummitglieder). Mit dem BND hat das nichts zu tun.

@Linus
“b) Früher blieben die Kolonialisierten dort, wo sie waren. Das ist heute aufgrund der Mobilitätsmöglichkeiten offensichtlich anders.
Letzteres geht den “Kolonialmächten” erst nach und nach auf.

Den “Kolonialmächten” ist das zumindest schon 1993 (Durchführungübereinkommen) aufgegangen. Und die USA wie auch England sind eine Insel.

topi September 22, 2015 um 16:59

Linus

“Nee, ein Zaun reicht da auf Dauer nicht. Und wehe, wenn der dann mal eingedrückt wird. Da sollten wir uns lieber von vornherein was Besseres überlegen.”

Die Zäune existieren, und sie halten.
Und manche werden auch mal eingedrückt, dann stehen da viele Bewaffnete, nehmen dir Durchbrüchler auf und alles geht seinen geregelten Gang.
Kennst du die Bilder nicht aus SPanien?

“Das Einzige, was mE dauerhaft hilft, ist, den Flüchtlingen woanders eine Perspektive zu bieten. ”

Klar. Da gilt es aber nun zu unterscheiden, zwischen den aktuellen Kriegsflüchtlingen und den kommenden Klima- oder sonstigen Armutsmigranten.

“Und da erweist sich das hier als entscheidende Klippe:
“aber dort gibt es doch gar keine Arbeitsplätze”

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht Existenz nicht mehr von Arbeit abhängig (man weicht diesen Nexus auf), oder man installiert die Arbeitsplätze dort, wo sie gebraucht werden.

Die wirklich knappe Ressource heutzutage ist Arbeit. Das kapitalistische Dogma geht doch so: Keine Arbeit -> kein Geld -> keine Versorgung. Versorgung wäre heutzutage zur Not quer über den Globus möglich.”

Naja Arbeitsplätze.

Die ollen Produktionsanlagen der letzten und vorletzen Generation aufstellen, ausbilden, und fertig.

Ist doch keine Geheimwissenschaft.

Verglichen mit den Summen, die hier anfallen wenn man Migranten nicht in Wirtschaftswachstum “verwandeln” kann, sind das peanuts.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 17:05

karla

—>>>Überrascht waren sie vom Zeitpunkt zu dem das Schengenmitglied Ungarn das Schengenabkommen (Registrierung der Flüchtlinge) nicht mehr umsetzen konnten oder wollten. Daraus entwickelte sich die Kettenreaktion auf Österreich und momentan Kroatien/Serbien (keine Schengenraummitglieder). Mit dem BND hat das nichts zu tun.”

Dann hat das mit der Spionage auch keinen Sinn mehr. Wenn noch nicht mal die Gefahrenabwehr funktioniert.

Und ganz ehrlich, Argumente jeglicher Realität, die tue ich mir nicht mehr an. Man wusste also nichts aus Ungarn… na toll.

Gerade von den Ländern an der Außengrenze weiß man nix? Nehm dir die Kneifzange und mach Unnerbux zu…

A.Creep September 22, 2015 um 17:06

@ kuckkuck

„Während meiner Schul- und Studienzeit hätte ich noch Wesensmerkmale der deutschen Kultur darstellen können und aufzeigen können, wie und worin diese sich z.B. von der amerikanischen unterscheidet.“

Vielleicht haben Sie ein zu starres Verständnis von Kultur? Kultur ist etwas fließendes. Wandlungen gehören nicht ausschließlich in die Gegenwart, sondern Variabilitäten gibt es auch in der Vergangenheit.

Ein Beispiel: die Ehe oder die Multikulturalisierung familiärer Lebensformen.

,,Früher war man verheiratet.” Wirklich? Es gab z.B. Zeiten (vorindustrielle-), da waren große Teile der Bevölkerung vom Recht auf Heirat ausgeschlossen. Die Ehe musste man sich leisten können. Die kulturelle Familienforschung kann Ihnen eine unglaubliche Fülle von unterschiedlichen familiären Lebensformen aufzeigen. Da kann von einer “Natürlichkeit” bestimmter Beziehungen keine Rede sein. Die Praxis zeigt, dass es ungewöhnliche und nicht der Norm entsprechende Lebensformen immer schon gab und die Unordnung, zum normalen Familienbild gehört.

Die meisten Menschen (in DE) sehen eine Enttraditionalisierung von Lebensformen positiv. Wir haben heute auf allen kulturellen Gebieten, eine Vielzahl von Deutungsangeboten. In ein paar Jahren wird die Mehrzahl der Menschheit in Großstädten leben. Wir können schon jetzt mit Mehrdeutigkeit und der Erfahrung von Differenz umgehen. Wer es nicht kann, sollte unbedingt dazulernen.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 17:11

topi

—>>>Naja Arbeitsplätze.

Die ollen Produktionsanlagen der letzten und vorletzen Generation aufstellen, ausbilden, und fertig.”

Schippe un das Land urbanisieren. Fertig aus… damit sind die da unten mindestens die nächsten 500 Jahre beschäftigt. So Allah will.

Sind die aber anscheinend nicht in der Lage dazu.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 17:13

Creep

—>>> In ein paar Jahren wird die Mehrzahl der Menschheit in Großstädten leben. ”

In ein paar Jahren??? WO lebst Du nur?

Noch in Gutscherhausen, wo sich die Affen lausen?

80% der Menschheit lebt in “Metropolen” so ist es…

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 17:16
Linus September 22, 2015 um 17:20

@topi:
“Die Zäune existieren, und sie halten.”
Auch die Mauer ist gefallen. Schon vergessen?

“Die ollen Produktionsanlagen der letzten und vorletzen Generation aufstellen, ausbilden, und fertig.
Ist doch keine Geheimwissenschaft.”
Super! Das wäre die Lösung für GR. Was passt daran nicht?

Linus September 22, 2015 um 17:29

@Holger:
“Schippe un das Land urbanisieren. Fertig aus… ”
Das hatten die vielerorts schon. Im Irak, in Syrien, in Afghanistan.

AdamCartwright September 22, 2015 um 17:37

@Morph
Seit wann ist D das reichste Land Europas? D steht beim BIP pro Kopf in Europa auf Platz 12!

BIP pro Kopf in US-Dollar:
Luxemburg 110.424
Norwegen 100.318
Schweiz 81.324
Dänemark 59.191
Schweden 57.909
Österreich 48.957
Niederlande 47.634
Finnland 47.129
Irland 45.621
Island 45.536
Belgien 45.384
Deutschland 44.999

Kuckuck September 22, 2015 um 17:40

@A.Creep September 22, 2015 um 17:06
Vielleicht haben Sie ein zu starres Verständnis von Kultur? Kultur ist etwas fließendes. Wandlungen gehören nicht ausschließlich in die Gegenwart, sondern Variabilitäten gibt es auch in der Vergangenheit.

Ja, aber bei der Kultur verhält es sich anders als bei den Moden.

Denn es gibt kulturellen Aufstieg in Kulturstufen – und es gibt kulturellen Niedergang.

Die deutsche Kultur hatte vor 200 Jahren ihren historischen Höhepunkt und befindet sich seitdem im Niedergang. Daher diese heutige Arschloch-Gesellschaft.

Morph September 22, 2015 um 17:47

@Holger

“Also stellst du eben genau dem die Frage, der am wenigsten dazu zu melden hat, da ja nicht gefragt wird!”

Ich finde nicht, dass man sich darauf zurückziehen kann, wenn man die aktuelle Politik kritisiert. Du sprichst ja von den derzeitigen Amtsträgern gar nicht mehr als ernstzunehmenden Personen, so unsäglich schlecht kommt Dir deren Politik vor.

Aber wenn ich dann mal eine konkrete Entscheidungssituation skizziere (und das Regierungsgeschehen stellt sich den Amtsträgern immer als eine konkrete Entscheidungssituation dar, unter Zeitdruck, ohne ausreichende Informationen), dann sagst Du, da musst Du nicht mich fragen. Dafür haben wir doch die gewählten Politiker.

Wer sagt, dieser Politiker ist eine totale Niete, der muss doch eine Vorstellung davon haben, was ein besserer Politiker in der gleichen Situation anders machen würde. Das ist doch logisch.

Ist doch erstaunlich, dass die Leute nicht sagen, so und so hätte vor zwei Wochen anders entschieden werden müssen, und zwar aus den und den Gründen. Sondern dass dann so eigenartig geschwiegen wird.

Ich glaube, dass in diesem Schweigen eigentlich der tiefere Sinn dessen zum Ausdruck kommt, was Noelle-Neumann theoretisch allzu oberflächlich ‘Schweigespirale’ genannt hat. Dieses Phänomen tritt m.E. nicht bei beliebigen Themen auf, wenn eine öffentlichkeitswirksame Minderheit eine Mehrheit in ihrer Meinung irritiert und letztendlich zum Schweigen bringt. Ich glaube, die schweigende Mehrheit tritt dann auf, wenn das Publikum der Politik unter den Effekten politischen Entscheidens leidet, aber sehr gut weiß, dass eine Alternative zu den getroffenen Entscheidungen mit brutalen menschenverachtenden Maßnahmen verbunden wären. Natürlich will niemand ein Unmensch sein. Daher schimpft man gegen die Politiker, aber schweigt, wenn es darum geht, konkrete Alternativen zu benennen. Denn im Rahmen der Grundrechte und der moralischen Selbstverständlichkeiten gibt es keine Alternative. Angela Merkels Satz von der Alternativlosigkeit ist zwar falsch, weil es natürlich immer Alternativen gibt – jenseits der Grundordnung. Aber ihr Satz hat auch seine Wahrheit, insofern er beschreibt, dass es eigentlich keinen Streit mehr darüber gibt, was in Zeiten des Friedens und der Prosperität sinnvollerweise im Rahmen der Grundordnung zu geschehen hat.

Der politische Führer, den @Goodnight hier schon mehrfach drohend bzw. verheißungsvoll am Horizont geschaut hat (@G. lässt bewusst im Ungefähr, wie er persönlich zur Idee totalitärer Staatsführung steht), kann nur einer sein, der sich in einer staatsgefährdenden Notlage außerhalb der Grundordnung stellt, und dem dann die Herzen der vorher Schweigenden zufliegen. Eine solche Notlage haben wir nicht, sie wird auch nicht eintreten, wenn es der Politik und Verwaltung gelingt, eine geordnete Migrationsdynamik herzustellen.
Aber möglich ist sie, ganz klar. Die schweigende Mehrheit wartet träge und stoisch an den Stammtischen und in den unendlichen Weiten des Online-Palavers. Entscheidend ist aber nicht der Auftritt des charismatischen Führers, sondern das Versagen der nachhaltigen Sicherung der Grundordnung.

gelegentlich September 22, 2015 um 17:53

@Kuckuck Eingereicht am 22.09.2015 um 17:40
Ach Kuckuck: bei dieser Betrachtung kann man aber erst 1-2 Generationen später, frühestens, den Klimax vom Niedergang unterscheiden. Und es ist methodisch wirklich kitzlig Kriterien für diese Art der Bewertung zu finden, die unabhäng sind von zeitgeistigen Geschmäckern. Also ist es schon von der Logik her sinnlos sich heute darüber auseinanderzusetzen.
@A.Creep Eingereicht am 22.09.2015 um 17:06
Umgekehrt aber auch. Ob die Leute, die sich heute mit 22 in enttraditionalisierten Deutungsangeboten wohl fühlen oder Patchwork-Familien als das schlechthinnig Normale ansehen, das in 20 Jahren im Rückblick auch so sehen weiß Niemand. Ich kenne viele Leute, die das, was zu seiner Zeit als toller Fortschritt galt, sehr kritisch betrachten, a la „hätten wir doch…“

Carlos Manoso September 22, 2015 um 18:02

topi September 22, 2015 um 16:59
Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht Existenz nicht mehr von Arbeit abhängig (man weicht diesen Nexus auf), oder man installiert die Arbeitsplätze dort, wo sie gebraucht werden.
Die wirklich knappe Ressource heutzutage ist Arbeit. Das kapitalistische Dogma geht doch so: Keine Arbeit -> kein Geld -> keine Versorgung. Versorgung wäre heutzutage zur Not quer über den Globus möglich.”
Naja Arbeitsplätze.
Die ollen Produktionsanlagen der letzten und vorletzen Generation aufstellen, ausbilden, und fertig.
Ist doch keine Geheimwissenschaft.
Verglichen mit den Summen, die hier anfallen wenn man Migranten nicht in Wirtschaftswachstum “verwandeln” kann, sind das peanuts“

Topi, durch den gesamtgesellschaftlichen Effekt der Produktivitätssteigerung als wertmäßige Verbilligung der Arbeitskraft kann das Kapital zwar seinen relativen Anteil an der im Produktionsprozeß neu gebildeten Wertmasse erhöhen („relativer Mahrwert bei Marx), aber das schkägt in der Reproduktion des gesellschaftlichen Gesamtkapitals natürlich nur zu Buche, wenn die nach den ständig erhöhten Standards der Produktivität noch anwendbare Menge an Arbeitskraft nicht so weit sinkt, daß der Effekt des relativen Mehrwerts verpufft. Genau dies ist jedoch in der „Dritten microelektronischen Revolution“ der Fall.

Dieser Vorgang bleibt jedoch dem betriebswirtschaftlichen Kalkül ebenso verborgen wie der „nationalökomomischen Gesamtrechnung der VWL. Das BWL-Kalkül betrachtet nur das empirische Verhältnis von Kosten und Ertrag des einzelnen Kapitals, es darf sich aber gar nicht um das zugrunde liegende gesamtkapitalistische Problem der Arbeitssubstanz kümmern. Das Einzelkapital „realisiert“ also nie die in seinem eigenen Produktionsprozeß entstandene Wertmasse, sondern immer konkurrenzvermittelt einen bestimmten Teil der gesamrgesellschaftlichen Wertmasse.

Eagon September 22, 2015 um 18:04

“Die ollen Produktionsanlagen der letzten und vorletzen Generation aufstellen, ausbilden, und fertig.”

In der wasserarmen Wüste läßt sich nur schwer eine Hüttenindustrie ausbilden, die den Grundstock der industriellen Entwicklung bildet.

Südkorea hat gerade mal einen großen Hüttenbetrieb und 20 Jahre und hohe Schutzzölle gebraucht um zum industriellen Standort zu werden.

Für Kulturrassismus gibt es keinen Grund.

Es sind die natürlichen Bedindungen.

Und was für Ahnung haben deutsche Amateurentwicklungshelfer vom Aufbau eines industriellen Standortes unter Wüstenbedingungen.

Bip pro Kopf sagt nichts über die Armut in einem Land aus.

Eagon September 22, 2015 um 18:10

Der Klimawandel wird viel mehr Länder deindustrialisieren, als Lohndumping in einer Währungsunion.

Sollen die dann in ihren Ländern bleiben und verhungern?

g.w. September 22, 2015 um 18:10

@topi Sag ich seit Ewigkeiten, g.w., von wegen Infos
Aber schadet nicht, die Wiederholung”

Deine Kommentare gehören halt zu denen, an die ich mich am wenigsten erinnere.

karla September 22, 2015 um 18:14

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 17:05

“karla

Und ganz ehrlich, Argumente jeglicher Realität, die tue ich mir nicht mehr an. Man wusste also nichts aus Ungarn… na toll. Gerade von den Ländern an der Außengrenze weiß man nix?”

Sie konnten wissen, dass das auf Dauer nicht einfach so weiterlaufen wird. In der EU schiebt man Probleme so lange vor sich her oder schiebt sie dem anderen zu bis es so eng wird, dass dann irgendeiner mal die Reißleine zieht. Ungarn hat den Zeitpunkt entschieden wann sie diese ziehen.

“Unnerbux”, wieder mal etwas Neues gelernt. Was es doch so alles an unterschiedlichen kulturellen Sprachentwicklungen gibt. Und das im deutschen Kulturraum. Da kann man schon ins Fremdeln kommen.

A.Creep September 22, 2015 um 18:16

@ Holger

,,In ein paar Jahren??? WO lebst Du nur?

Noch in Gutscherhausen, wo sich die Affen lausen?”

Das gibt’s doch nicht!Ich lebe in einer Stadt und bei euch in der hessischen Provinz ist doch immer noch biologische Humustoilette angesagt. Ihr mit Eurem elendem Plumpsklo auf dem Hof, wo es im Sommer stinkt und wo…;)

,,80% der Menschheit lebt in “Metropolen” so ist es…”

Ich rede nicht von der Stadt im Allgemeinen und von einem bestimmten Teil, der Menschheit. Ich meine nur die größeren – und Großstädte und die ganze Menschheit. ,,Laut einer Vorhersage von UN-Habitat werden 2030 beinahe zwei Drittel aller Menschen in den Städten dieser Erde leben. Nicht zuletzt wegen ihrer Bevölkerungsdichte sind sie schon jetzt Dreh- und Angelpunkte der Entwicklung der Menschheit. (…) Mittlerweile hat sich durchgesetzt, Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern als Megastadt zu bezeichnen. Ein oft alternativ genutzter Begriff ist megaurbaner Raum. Dieser zweite Begriff ist etwas umfangreicher, da er auch Agglomerationsräume wie die Metropolregion Rhein-Ruhr mit 11,9 Millionen Einwohnern (2010) mit einbezieht.

Von den weltweit 30 größten Megastädten liegen allein 20 im asiatischen Raum und in Lateinamerika. Dabei handelt es sich im Einzelnen um: Bagdad, Bangkok, Buenos Aires, Delhi, Dhaka, Istanbul (teils europäisch, teils asiatisch), Jakarta, Karatschi, Kolkata, Manila, Mexiko-Stadt, Mumbai, Ōsaka-Kobe-Kyōto, Peking, Rio de Janeiro, São Paulo, Seoul, Shanghai, Teheran und Tokio-Yokohama. Megastädte in Europa sind London und Paris.”

http://reset.org/knowledge/megacities

Hier wird von 2050 geschrieben: ,,Jahr 2050 zwei Drittel aller Menschen in Städten leben”

https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/publikationen/Magazin/2012/4-2012/weitervorn_4-2012.pdf

Aber mir geht es nicht um den genauen Zeitpunkt. Mir geht es darum, dass sich Kultur entwickelt und kein starrer, monolithischer Block ist. Schau dir den Bedeutungswandel von Gesundheit in unserer Kultur an. Bis vor 15 Jahren wurde in jedem Krimi geraucht und heute? Ich hätte nie gedacht, dass die Raucher einmal so stark aus dem öffentlichen Raum gedrängt werden. Lange Zeit wurde in unserer Kultur von jenseitigem Glück gesprochen. Heute ist das Glück mit Gesundheit gekoppelt. In unserer Kultur wollen wir im Diesseits glücklich sein. Gesundheit dominiert in unserer Kultur alle Lebensbereiche und ist doch fast zu einer säkularisierten Heilslehre geworden.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:25

Morph

—>>>Ich finde nicht, dass man sich darauf zurückziehen kann, wenn man die aktuelle Politik kritisiert. Du sprichst ja von den derzeitigen Amtsträgern gar nicht mehr als ernstzunehmenden Personen, so unsäglich schlecht kommt Dir deren Politik vor.”

Und? liege ich damit so grundsätzlich Falsch?

—>>>Aber wenn ich dann mal eine konkrete Entscheidungssituation skizziere (und das Regierungsgeschehen stellt sich den Amtsträgern immer als eine konkrete Entscheidungssituation dar, unter Zeitdruck, ohne ausreichende Informationen), dann sagst Du, da musst Du nicht mich fragen. Dafür haben wir doch die gewählten Politiker.”

Merkst du den Fehler im letzten Satz? “Wir” haben keine gewählte Nahles, oder sonstige Honks gewählt, “Wir” haben, wenn überhaupt, ein Liste von Ausgewählten gewählt.

—>>>Ist doch erstaunlich, dass die Leute nicht sagen, so und so hätte vor zwei Wochen anders entschieden werden müssen, und zwar aus den und den Gründen. Sondern dass dann so eigenartig geschwiegen wird.”

Warum wohl?

Warum wird denn “geschwiegen” ? Weil es das Reden eben nicht bringt etwa? Das Gegenteil von Reden ist Schweigen… Resignation.

Schweigen ist nicht Gold. und Reden auch nicht Silber.

—>>>Der politische Führer, den @Goodnight hier schon mehrfach drohend bzw. verheißungsvoll am Horizont geschaut hat (@G. lässt bewusst im Ungefähr, wie er persönlich zur Idee totalitärer Staatsführung steht), kann nur einer sein, der sich in einer staatsgefährdenden Notlage außerhalb der Grundordnung stellt, und dem dann die Herzen der vorher Schweigenden zufliegen. Eine solche Notlage haben wir nicht, sie wird auch nicht eintreten, wenn es der Politik und Verwaltung gelingt, eine geordnete Migrationsdynamik herzustellen.”

WENN es der Politik gelingt… genau WENN

aber da es nicht die Absicht ist, von der Politik Sinn zulassen zu können. Sollte diese Politik lieber schweigen.

Dieses dämliche WENN, höre ich nun schon so lange Jahre, genau so wie Du. Und ich weiß, was das WENN bedeutet.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:29

Morph

—>>> Entscheidend ist aber nicht der Auftritt des charismatischen Führers, sondern das Versagen der nachhaltigen Sicherung der Grundordnung.”

Und was hat das für eine Konsequenz?

WENN die Grundordnung versagt? Das kannste dir ja selber beantworten.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:32

karla

—>>>“Unnerbux”, wieder mal etwas Neues gelernt. Was es doch so alles an unterschiedlichen kulturellen Sprachentwicklungen gibt. Und das im deutschen Kulturraum. Da kann man schon ins Fremdeln kommen.”

Wie Was ? weißte nicht, was ne Tang iss?

AdamCartwright September 22, 2015 um 18:33

@Eagon

“Bip pro Kopf sagt nichts über die Armut in einem Land aus.”

Völlig richtig, die Einkommensverteilung wird mittels sog. Gini-Koeffizienten bestimmt. Die Einkommen sind in D deutlich ungleicher verteilt als beispielsweise in S, DK, FI, NO oder CH, ergo bereits jetzt deutlich höhere Armut.

Kein Däne oder Norweger würde sich mit den hiesigen Hartz IV-Sätzen abspeisen lassen.

Die Verteilungskämpfe in D werden zunehmen, da muss man kein Prophet sein, um das vorherzusagen.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:37

Dabei hat ihre Heiligkeit Mother Murksel in ihrer Laudatio den Boss aller Doofen heute in den Himmel gehoben…

Quasi ein Ritterschlag für die Agenda 2010

hier ist was los…

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:41

Aber die Strafe bekommt VW ja demnächst… präsentiert… das können dann die Doofen mit Lohnverzicht ausgleichen :D

Und es ist richtig so… immer auf das verschimmelte klein geistige Gehirn druff.

Wer solche Idioten als Führer hat, braucht sich um Feinde keine Gedanken zu machen.

snozin September 22, 2015 um 18:46

Soweit ich mir das mediale Gewitter antue, insbesondere das, was via Bildmaterial und Richtlinienrhetorik in die Wohnzimmer gefeuert wird, so entsteht bei mir der Eindruck, dass auf 10 rat- bzw. teilnahmslose Menschen etwa 100 Prediger entfallen, die sagen, was getan werden muss.

Mich erinnert das an eine Episode aus tiefster DDR-Zeit, als mein Chef (eines Privatbetriebes) mich stellvertretend zwecks Rapport zu den Dresdener SED-Bezirksbonzen schickte. Unbedarft dort angekommen, erfuhr ich innerhalb der nächsten zehn Minuten, dass der einzige, der wusste, was er tat, mein Chef gewesen war.

Ich saß zum Einzelgespräch etwa einem halben Dutzend Bonzen gegenüber. Die fragten, warum ich(!) den Plan nicht erfüllt hatte. Die wussten wie ich, dass der Plan nicht zu erfüllen war. Die wussten wie ich, dass zudem unsere Zahlen geschönt waren, weil das überall so war. Zum Abschluss belehrte mich ihr Häuptling richtlinienrhetorisch darüber, welche politische Verantwortung in der Planerfüllung lag.

Ich nehme an, sie schönten dann unsere miserablen geschönten Zahlen und fuhren damit Prämien einsackend nach Berlin.

Wenn ich mir das ganze Szenario heute betrachte, dann kommt mir der Gedanke, ob man das nächste Elbhochwasser nicht ebenso mit gepredigter Willkommenskultur begrüßen kann. Und ich glaube, dass von den tausenden Predigern jeder einzelne überzeugt ist, alles für den Tag notwendige getan zu haben.

Carlos Manoso September 22, 2015 um 18:46

Morph September 22, 2015 um 17:47
„Eine solche Notlage haben wir nicht, sie wird auch nicht eintreten, wenn es der Politik und Verwaltung gelingt, eine geordnete Migrationsdynamik herzustellen.
Aber möglich ist sie, ganz klar. Die schweigende Mehrheit wartet träge und stoisch an den Stammtischen und in den unendlichen Weiten des Online-Palavers. Entscheidend ist aber nicht der Auftritt des charismatischen Führers, sondern das Versagen der nachhaltigen Sicherung der Grundordnung.“

Morph, wir erleben aktuell die Folgen eines historischen „Strukturbruchs“, der schon mit dem Ende der „fordistischen“ industriellen Ära (Automobilproduktion, Haushalts- und Unterhaltungselektronik etc.) einsetzte und der jetzt -kombiniert mit der Migrationsdynamik- die „schweigende Mehrheit“ bei weiten überfordern muß.

Wie du völlig richtig bemerkst, ist entscheidend das „Versagen der nachhaltigen Sicherung der Grundordnung“. „Grundordnung“ bedeutet m.E. in diesem Falle konkret das reibungslose Funktionieren zentraler sozialstaatlicher und rechtsstaatlicher Institutionen..

Daran habe ich wirklich aktuell nullkommanull Zweifel

Morph September 22, 2015 um 18:48

@Holger

“”Du sprichst ja von den derzeitigen Amtsträgern gar nicht mehr als ernstzunehmenden Personen, so unsäglich schlecht kommt Dir deren Politik vor.” – Und? liege ich damit so grundsätzlich Falsch?”

Ja, glaube ich schon. Die Politiker sind heute nicht schlechter als früher. Dass Politiker, zumal in den Massenmedien, heute so unendlich bekloppt rüberkommen, eine dämliche Sprachschablone nach der nächsten raushauen, Probleme nicht ansprechen, wie billige Vorabendserienschauspieler ihre pseudopathetisch verlogenen Versprechungstexte abspulen, – das hat Gründe, die eher mit Medien und aggregierten Publikumserwartungen zu tun als mit den Persone selber. (Wobei man sich natürlich schon fragen kann, wie jemand persönlich drauf sein muss, in diesem Zirkus auftreten zu wollen).

Aber in der ‘wirklichen’ Politik, d.h. in Regierungen, Parlamenten, Ausschüssen wird, glaube ich, ziemlich oft vernünftige Arbeit gemacht, genau wie in Arztpraxen, Anwaltskanzleien, Schulen, Bäckereien usw. Vielleicht ist es ja so, dass in der Mehrzahl aller Fälle Mist abgeliefert wird. Das wirklich gute Arbeit einfach selten ist. Könnte sein. Dann ist das aber eben so.

Ich denke immer, wenn ich diesen Zirkus sehe: tat twam asi, dies alles bist Du! Man kann sich nicht rausziehen, man ist Teil des Ganzen und man macht sich ein Bild des Ganzen.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 18:55

morph

—>>>(Wobei man sich natürlich schon fragen kann, wie jemand persönlich drauf sein muss, in diesem Zirkus auftreten zu wollen).”

Das fragst du dich ernsthaft? Eitelkeit ist es… ich wollte es vor Jahren auch nicht glauben. Es ist Eitelkeit… zu einer bestimmten Gruppe zugehörig zu sein. Mehr nicht!

Es geht nicht um den Sinn, es geht um Eitelkeiten…

Doktor D September 22, 2015 um 18:57

Mein Respekt vor Menschen, die sich in der Poltik engagieren, hat sich deutlich erhöht, seitdem ich selbst als engagierter Bürger via Verein oder Stadtteil-Partizipation öfter am konkreten politischen Prozess teilnehme. Wenn man da nicht ganz narzistsich verbohrt reingeht, sieht man schnell, was das oft für unmögliche Situationen sind, in denen entschieden werden muss. Meist gibt es ja noch nicht mal ansatzweise das “Richtige”, und gerade wenn Live Medienberichterstattung ins SPiel kommt, ist das gar nicht so toll: Dann muss nämlich für die Tribüne gespielt werden. Das merkt man sofort.
Und na klar zerrt es an den Nerven, wenn man Sachen x-mal erklären muss und man irgendwann merkt, dass es halt auch einfach intellektuelle und habituelle Grenzen gibt. Mich wundert, wie viele PolitikerInnen trotz zig Sitzungen in Gremien und Kontakt zum Volk dann doch nicht zynisch geworden sind.

ruby September 22, 2015 um 19:00

Hatte Saskia Sassen für die EZB vorgeschlagen – to late?

AdamCartwright September 22, 2015 um 19:00

@morph

In der realen Welt gibt es durchaus einen Unterschied zwischen einem bedingungslosen “Alle mit Mühsal beladenen mögen zu mir kommen” und dem Schießbefehl an der Grenze.

Ein Beispiel:

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/politik/bleibt-bloss-weg-daenemark-stemmt-sich-gegen-fluechtlingsstrom-id10672876.html

Wollen Sie behaupten, dass das liberale Dänemark nur aus Rechtsfaschisten und Rassisten besteht?

ruby September 22, 2015 um 19:01

1 2 0 0 0 0 0 . . .
nutzlose Idioten

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 19:01

Doktor D September 22, 2015 um 18:57
Mein Respekt vor Menschen, die sich in der Poltik engagieren,”

Doc… deine Politik und die Auffassung von Politik ist aber eine sämtlich andere Politik. Sie ist vor Ort “Kleinbürgerlich”

Du meinst nur, etwas tun zu können, aber auch nur im Rahmen der die gegeben wird. Und der ist verdammt schmal.

ruby September 22, 2015 um 19:04

- 0

ruby September 22, 2015 um 19:10

zdf berichtet
9 0 0 . 0 0 0
an den Grenzen von Italien, Griechenland, Türkei

ruby September 22, 2015 um 19:13

faz : de Maizière : Empfangszentren … geht es noch?

Morph September 22, 2015 um 19:16

@Adam Cartwright

“In der realen Welt gibt es durchaus einen Unterschied zwischen einem bedingungslosen “Alle mit Mühsal beladenen mögen zu mir kommen” und dem Schießbefehl an der Grenze.”

Klar, genau darum geht es. Ich meine, dass alle einsehen sollten, dass man in der Frage der Elends- und Kriegs-Flüchtlinge nicht moralisch einwandfrei bleiben kann, weder auf der Seite der No-Border-Idealisten, noch auf der Seite der Überforderungsrealisten. Da hier im Blog nach meiner Wahrnehmung die Überforderungsrealisten in der Mehrzahl sind, also diejenigen, die mit durchaus guten Gründen sagen, erst einmal müssen wir die ungeregelten Zuwanderung mit allen Mitteln stoppen, schreibe ich mehr dazu, dass – zuende gedacht – deren Position auf den Schießbefehl hinausläuft. Dass sie sich das bitte klar machen sollen. Und nicht so tun, als wenn sie eine prima Lösung hätten. Ich möchte denjenigen unter den Überforderungsrealisten sehen, der auf wehr- und schutzlose Leute schießt, weil sie eine Grenze überwinden. Niemand von uns ist ein Superarschloch. Das sollten wir uns eingestehen. Ist ja auch gut so. Nur wird genau aus diesem Grund eine Abschottung Europas gegen Migration nicht funktionieren. Ist einfach so.

Schaut einfach mal in einen Atlas und guckt Euch Europa an, so als Zielgebiet der Elendsmigration. Und dann kommt @topi mit seinem Zaun.

Köstlich!

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 19:29

Morph

—>>>. Ich möchte denjenigen unter den Überforderungsrealisten sehen, der auf wehr- und schutzlose Leute schießt, weil sie eine Grenze überwinden. Niemand von uns ist ein Superarschloch. Das sollten wir uns eingestehen.”

“Niemand hat die Absicht…”

Morph es tut mir leid, das sagen zu müssen, ja, ich wäre so ein Superarschloch !

Im Gegensatz zu Dir, habe ich mich sogar zu so einem “Superarschloch” damals verpflichtet. Mit Besten Wissen und Gewissen auch den Tod in Kauf zu nehmen.

Ob das so richtig war, habe ich im Laufe der Jahre in Frage gestellt, und nicht nur ich. Mir war das egal, ob der Tornado (Kampfjet oder Bomber) den Tod gebracht hätte. War mir wurscht. Mein Gewissen, hat gesagt ja.Warum nicht? Und mir war es auch egal, später den Strom für eine Fla-Rak bereit zu stellen.

Ich wusste, das ich durch meine Tätigkeit töte. Und auch den Tod bringen werde. Und so geht es jedem, der sich entscheiden muss. Du bist Zivi gewesen. Du hast dich mit der Gewissensfrage nie beschäftigen müssen. Du hast vielleicht, die Krüppel behandeln müssen. Mehr nicht.

Jeder Pilot im Jet, stellt sich diese Frage. Es ist eine Entscheidung. Die man mit sich selbst klar machen muss.

Dei, die Little Boy über Japan abgeklinkt haben. Was meinste, was die sagen und denken werden, im stillen Kämmerlein?

Zu Ende gedacht, forderst du die Abschaffung von militärischer Gewalt Morph… und nichts anderes.

someone September 22, 2015 um 19:39
refugee TM 2015 September 22, 2015 um 19:40

Und jetzt nochmal zu der Moral

Morph

Auf welcher Grundlage, aus welchem Grund besteht denn die Moral?

Ich will ne richtige Antwort mal haben Morph…

Von was ist die “Moral” abhängig ?

Wes wegen kannst Du hier Dinge einfordern, die es vorher so nicht gegeben hat?

Soll ich nun, weil ein paar Verrückte nun, dieses Dilemma gezündet haben darunter leiden müssen? Soll ich mit vom IS mein Leben bestimmen lassen? Nur weil ein Morph meint Moralisch zu SEIN?

someone September 22, 2015 um 19:48
someone September 22, 2015 um 19:54

http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-15-5664_de.htm
Und topi ist inzwischen bei der Maschinenstürmerei angekommen? Prächtig.

Neuhier September 22, 2015 um 20:03

Morph September 22, 2015 um 19:16
Ja, das ist das Dilemma! Was machen wir, wenn sich eine Kolonne von 100.000 oder mehr Menschen auf dem Weg macht. Wenn wir den Zaun haben, müssen wir auch bereit zum schießen sein. Das haben vor 54 Jahren die Zaunbauer auch schon erfahren. Keine wirkliche Perspektive.

Kuckuck September 22, 2015 um 20:09

Die Frage ist doch nicht:
„Helfen oder nicht helfen?“

Und schon gar nicht:
„Helfen oder die Flüchtlinge zu Tode kommen lassen?“

Diese Alternativen spielen sich nur in den Hirnen bestimmter Personen ab, die – aus welchen Gründen auch immer – einen Realitätsverlust erlitten haben.

Natürlich soll den Flüchtlingen geholfen werden. Niemand spricht sich hier im Blog dagegen aus. Keiner verweigert Hilfe.

Kein Flüchtling muss verhungern oder verdursten. Die vom Ertrinkungstod bedrohten, sollen weiterhin gerettet werden.

Auch in den deutschen Nachbarländern will man den Kriegsflüchtlingen helfen:

1. Durch politische Initiativen, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden.

2. Durch finanzielle und sonstige Hilfen bei der heimatnahen Unterbringung und Versorgung der Kriegsflüchtlinge.

Nur geht es in der deutschen Politik gar nicht um die Flüchtlinge. Die verfolgen andere Ziele. Die wollen Immigranten.

Schon gar nicht geht es der Politik um das Wohl der von Not und Elend betroffenen Menschen. Nicht in Syrien, nicht in Griechenland, nicht in Afrika.

Griechenland und Syrien verlieren hochqualifizierte Arbeitskräfte.
Das verstärkt die Not der Zurückgebliebenen.

Die Rüstungsgeschäfte mit den Kriegstreibern, wie den Saudis, laufen weiter wie bisher.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 20:09

@Morph
Ich denke, Sie machen den Fehler, Merkel Motive zu unterstellen, ohne deren Motive überprüfen zu können. Sie gehen davon aus, dass Merkels Entscheidung darauf beruhte, die Flüchtlinge in Ungarn vor einer konkreten Gefahr zu beschützen. Ich gehe davon aus, dass die einfach nur, naiv wie ich die einschätze, dachte: Ach, das ist doch die Gelegenheit, mal so richtig als Gutmensch rüber zu kommen. Wir nehmen die paar Zehntausend auf und lassen uns von aller Welt als Retter der Flüchtlinge feiern. Internet ist ja für Merkel, wie die selber sagte, Neuland. Von explosionsartig sich verbreitenden Nachrichten hat die noch nie was gehört. Und jetzt, wo es plötzlich Hunderttausende sind, kann und/oder will die nicht mehr zurück rudern.

Goodnight September 22, 2015 um 20:09

Holger, bitte mal wie ein Deutscher Offizier benehmen! Und nicht die Nerven verlieren! Danke!

Für den Rest mal wieder Fakten, Fakten, Fakten, diesmal von Prof. Heinsohn:

“Danach haben 48 Prozent der Immigranten im berufsfähigen Alter keine Arbeit. Selbst nach 15 Jahren in Schweden erreicht ihre Beschäftigungsquote nur 60 Prozent. Schweden hat bei der Arbeitsmarktteilnahme zwischen Einheimischen und Nichteinheimischen den größten Abstand in Europa.

42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind Immigranten. 58 Prozent der Sozialhilfeleistungen gehen an Immigranten. 45 Prozent der Kinder mit den schlechtesten Schulleistungen sind Immigranten. Sie verdienen im Durchschnitt 40 Prozent weniger als Einheimische. Seit den 80er-Jahren hat Schweden den höchsten Anstieg an Ungleichheit unter allen OECD-Staaten”

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article146734281/Die-grosszuegigen-Schweden-zahlen-einen-hohen-Preis.html

Goodnight September 22, 2015 um 20:18

@morph
Nein, hier wird keiner auf Flüchtlinge schießen. Wir halten uns an Recht und Ordnung: Schießen nur bei Notwehr.

Recht und Ordnung, Du erinnerst Dich, das Zeug welches Du der Realität geopfert hast. Weil bei Dir ja nicht Recht und Ordnung und Macht und Wahrheit und Geld und Information und Liebe und so die Welt regiert, sondern einzig und allein die Realität. Der Realität hat sich demnach die Wirtschaft, das Recht, die Politik, die Wissenschaft, die Medien und die Liebe zu unterwerfen, immer.
Nun, ich befürchte Du warst zu lange im Wissenschaftssystem. Denn für die Wissenschaft mag das gelten, dass sie immer der Realität zu folgen hat, denn sie folgt ja der Realität per Definitionem.
Nur für das Recht und die Politik besteht gerade ihr Zweck darin, die Realität zu entmachten, sie zu unterwerfen , sie zu kontrollieren, sie zu verwalten, sie zu bestimmen.
Mal drüber nachdenken, danke!

ruby September 22, 2015 um 20:22

@ someone
Denkst Du mit Zahlungen die Folgen des Kriegstreibens zu verhindern bzw. die Kriegstreiber zur Umkehr zu bekehren?
Ursache ist der Krieg, das Töten des anderen Mensche.
Europa war die Antwort und hat sich von der Globalisierung des Wettbewerbs irrlichten lassen.

Neuhier September 22, 2015 um 20:27

Man muss den Menschen in den Lagern eine Perspektive geben.
Mein Vorschlag:
Alle europäische Länder haben ein Kontingent, wie viele sie Aufnehmen.
Es werden Einreisevisa ausgeben, niemand benötigt einen Schlepper mehr.
Um auf die Kontingent Liste für ein europäische Land zu kommen, muss man die erste Stufe der Integration, den Spracherwerb im Flüchtlingslager befriedigend abgeschlossen haben.
Die Wartezeit werden unterschiedlich lang sein, bei unattraktiven Länder kürzer, bei attraktiven länger.
Rin Vorteil, wer z.B. schon Polnisch gelernt hat, wird nicht gleich wieder aus Polen ausreisen.
Bestehen die Gründe für die Aufnahme in den Gastländern nicht mehr,
erfolgt die Zurückführung in die Herkunftsländer für mindesten 2/3 der Aufgenommen um den Brain-Drain entgegenzuwirken.

niemand September 22, 2015 um 20:32

>”Alle europäische Länder haben ein Kontingent, wie viele sie Aufnehmen.”

Die freu’n sich schon drauf.

Die tun in der Lügenpresse nur so ablehnend.

Vinxtor September 22, 2015 um 20:44

“Dei, die Little Boy über Japan abgeklinkt haben. Was meinste, was die sagen und denken werden, im stillen Kämmerlein?”

Da braucht man nicht spekulieren. Darüber gibt es den Briefwechsel von Günther Anders und Claude Eatherly, der der entscheiden musste ob die Gelegenheit/Wetter geeignet waren.
Der Mann ist in der Anstalt gelandet…

Eagon September 22, 2015 um 20:50

“42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind Immigranten”

Was soll uns das sagen?

Schweden ist in einem konjunkturellen Tief und Migranten verlieren zuerst ihren Arbeitsplatz.

Das sagt nichts darüber, dass die Intregation bei einer anderen Konjunktur, bei einer anderen Wirtschaftspolitik nicht gelingen kann.

Und ich weiß nichts über das schwedische Schulsystem, doch ich weiß dass die Schuldauer , das Einschulungsalter, usw zu einer seriösen Statistik dazugehören.

Eagon September 22, 2015 um 20:54

“Ich gehe davon aus, dass die einfach nur, naiv wie ich die einschätze, dachte: Ach, das ist doch die Gelegenheit, mal so richtig als Gutmensch rüber zu kommen.”

Merkel ist ganz und gar nicht dumm.

Niemand aber auch niemand weiß, wie das den deutschen Exportunternehmen und den wenigen Familien die sie besitzen geholfen hat.

Aber ich weiß, dass die Steueremigranten aus Deutschland mehere 10 Milliarden Euro weniger Steuern zahlen, als sie bei einer ordnungsgemäßen Veranlagung in Deutschland zahlen müßten.

Über die Griechen schimpfen, die kein Katasteramt für Immobilien haben, aber in Deutschland gigantische Steuervermeidung und die Nichterfassung riesiger Auslandsvermögen tolerieren.

someone September 22, 2015 um 20:59

Denkst Du mit Zahlungen die Folgen des Kriegstreibens zu verhindern bzw. die Kriegstreiber zur Umkehr zu bekehren?

Ich glaube, in Syrien fängt es gerade erst richtig an.
Und da gibt es auch kein Gut und Böse mehr; es gibt dort inzwischen über 50 Gruppierungen, Abenteurer, Jihadisten, Regional- und Großmächte, Assad. Die Hoffnung, dass man, wenn man nur einseitig auf Russland hört, dann recht schnell geordnete Verhältnisse einkehren, halte ich auch für illusorisch. Deshalb laufen die auch weg, neben der konkreten Lebensgefahr: Es gibt dort nichts mehr, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Da sind nur noch die übriggebliebenen Holgerlis.

Observer September 22, 2015 um 21:02

refugee TM 2015
“ja, ich wäre so ein Superarschloch !”

Das sagt sich leicht daher. Du musst dann aber mit einer posttraumatischen Belastungsstörung rechnen, und schlachtest dann womöglich später Deine Nachbarn ab.

refugee TM 2015 September 22, 2015 um 21:03

Observer September 22, 2015 um 21:02
refugee TM 2015
“ja, ich wäre so ein Superarschloch !”

Das sagt sich leicht daher. Du musst dann aber mit einer posttraumatischen Belastungsstörung rechnen, und schlachtest dann womöglich später Deine Nachbarn ab.”

Alter, wie oft ich das schon im Kopf gemacht habe, und die mit mir, kannste dir eben nicht vorstellen.

ruby September 22, 2015 um 21:12

auf Tour
https://www.youtube.com/watch?v=UG1leWoVXOo
for Peace
all along the watchtower
and Hiroshima

Observer September 22, 2015 um 21:14

@refugee TM 2015
Ja, ich hab auch manchmal Gewaltphantasien, weil ich nicht weiss wie ich sonst kompensieren soll.
Aber so hart und abgebrüht bist Du trotzdem nicht dass Du das bringst, sonst würdest Du hier nicht schreiben, stattdessen auf Pegida-Demos rumgrölen.

ruby September 22, 2015 um 21:24

“nichts”
https://www.youtube.com/watch?v=YOUcZa3UxCE
wir schaffen das – überall …

petervonkloss September 22, 2015 um 21:25

Zu @Morphs Präliminarien der mit fragwürdigen Logismen garnierten Pflichtethik (Deontologie), die man nicht anders und im höchsten Maße als verquast bezeichnen kann.

Nietzsche:

….Die christliche Bewegung, als eine europäische Bewegung, ist von vornherein eine Gesamt-Bewegung der Ausschuß- und Abfalls-Elemente aller Art (– diese wollen mit dem Christentum zur Macht). Sie drückt nicht den Niedergang einer Rasse aus, sie ist eine Aggregat-Bildung sich zusammendrängender und sich suchender décadence’ Formen von überall. Es ist nicht, wie man glaubt, die Korruption des Altertums selbst, des vornehmen Altertums, was das Christentum ermöglichte: man kann dem gelehrten Idiotismus, der auch heute noch so etwas aufrechterhält, nicht hart genug widersprechen. In der Zeit, wo die kranken, verdorbenen Tschandala-Schichten im ganzen imperium sich christianisierten, war gerade der Gegentypus, die Vornehmheit, in ihrer schönsten und reifsten Gestalt vorhanden. Die große Zahl wurde Herr; der Demokratismus der christlichen Instinkte siegte… Das Christentum war nicht »national«, nicht rassebedingt – es wendete sich an jede Art von Enterbten des Lebens, es hatte seine Verbündeten überall. Das Christentum hat die Ranküne der Kranken auf dem Grunde, den Instinkt gegen die Gesunden, gegen die Gesundheit gerichtet. Alles Wohlgeratene, Stolze, Übermütige, die Schönheit vor allem tut ihm in Ohren und Augen weh. Nochmals erinnre ich an das unschätzbare Wort des Paulus; »Was schwach ist vor der Welt, was töricht ist vor der Welt, das Unedle und Verachtete vor der Welt hat Gott erwählet«: das war die Formel, in hoc signo siegte die décadence. – Gott am Kreuze – versteht man immer noch die furchtbare Hintergedanklichkeit dieses Symbols nicht? – Alles was leidet, alles was am Kreuze hängt, ist göttlich… Wir alle hängen am Kreuze, folglich sind wir göttlich… Wir allein sind göttlich… Das Christentum war ein Sieg, eine vornehmere Gesinnung ging an ihm zugrunde – das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit. – –

Es naht sich, unabweislich, zögernd, furchtbar wie das Schicksal, die große Aufgabe und Frage: wie soll die Erde als Ganzes verwaltet werden? Und wozu soll »der Mensch« als Ganzes – und nicht mehr ein Volk, eine Rasse – gezogen und gezüchtet werden?
Die gesetzgeberischen Moralen sind das Hauptmittel, mit denen man aus dem Menschengestalten kann, was einem schöpferischen und tiefen Willen beliebt: vorausgesetzt, daß ein solcher Künstler-Wille höchsten Ranges die Gewalt in den Händen hat und seinen schaffenden Willen über lange Zeiträume durchsetzen kann in Gestalt von Gesetzgebungen, Religionen und Sitten. Solchen Menschen des großen Schaffens, den eigentlich großen Menschen, wie ich es verstehe, wird man heute und wahrscheinlich für lange noch umsonst nachgehen: sie fehlen; bis man endlich, nach vieler Enttäuschung, zu begreifen anfangen muß, warum sie fehlen und daß ihrer Entstehung und Entwicklung für jetzt und für lange nichts feindseliger im Wege steht als das, was man jetzt in Europa geradewegs »die Moral« nennt: wie als ob es keine andere gäbe und geben dürfte – jene vorhin bezeichnete Herdentier-Moral, die mit allen Kräften das allgemeine grüne Weide-Glück auf Erden erstrebt, nämlich Sicherheit, Ungefährlichkeit, Behagen, Leichtigkeit des Lebens und zu guter Letzt, »wenn alles gut geht«, sich auch noch aller Art Hirten und Leithämmel zu entschlagen hofft. Ihre beiden am reichlichsten gepredigten Lehren heißen: »Gleichheit der Rechte« und »Mitgefühl für alles Leidende« – und das Leiden selber wird von ihnen als etwas genommen, das man schlechterdings abschaffen muß. Daß solche »Ideen« immer noch modern sein können, gibt einen üblen Begriff von dieser Modernität. Wer aber gründlich darüber nachgedacht hat, wo und wie die Pflanze Mensch bisher am kräftigsten emporgewachsen ist, muß vermeinen, daß dies unter den umgekehrten Bedingungen geschehen ist: daß dazu die Gefährlichkeit seiner Lage ins Ungeheure wachsen, seine Erfindungs- und Verstellungs-Kraft unter langem Druck und Zwang sich emporkämpfen, sein Lebens-Wille bis zu einem unbedingten Willen zur Macht und zur Übermacht gesteigert werden muß, und daß Gefahr, Härte, Gewaltsamkeit, Gefahr auf der Gasse wie im Herzen, Ungleichheit der Rechte, Verborgenheit, Stoizismus, Versucher-Kunst, Teufelei jeder Art, kurz der Gegensatz aller Herden-Wünschbarkeiten zur Erhöhung des Typus Mensch notwendig ist. Eine Moral mit solchen umgekehrten Absichten, welche den Menschen ins Hohe statt ins Bequeme und Mittlere züchten will, eine Moral mit der Absicht, eine regierende Kaste zu züchten – die zukünftigen Herren der Erde – muß, um gelehrt werden zu können, sich in Anknüpfung an das bestehende Sittengesetz und unter dessen Worten und Anscheine einführen. Daß dazu aber viele Übergangs- und Täuschungsmittel zu erfinden sind und daß, weil die Lebensdauer eines Menschen beinahe nichts bedeutet in Hinsicht auf die Durchführung so langwieriger Aufgaben und Absichten, vor allem erst eine neue Art angezüchtet werden muß, in der dem nämlichen Willen, dem nämlichen Instinkte Dauer durch viele Geschlechter verbürgt wird – eine neue Herren-Art und -Kaste, – dies begreift sich ebensogut als das lange und nicht leicht aussprechbare Und-so-weiter dieses Gedankens. Eine Umkehrung der Werte für eine bestimmte starke Art von Menschen höchster Geistigkeit und Willenskraft vorzubereiten und zu diesem Zwecke bei ihnen eine Menge in Zaum gehaltener und verleumdeter Instinkte langsam und mit Vorsicht zu entfesseln: wer darüber nachdenkt, gehört zu uns, den freien Geistern – freilich wohl zu einer neueren Art von »freien Geistern« als die bisherigen: denn diese wünschten ungefähr das Entgegengesetzte. Hierher gehören, wie mir scheint, vor allem die Pessimisten Europas, die Dichter und Denker eines empörten Idealismus,[468] insofern ihre Unzufriedenheit mit dem gesamten Dasein sie auch zur Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Menschen mindestens logisch nötigt; insgleichen gewisse unersättlich-ehrgeizige Künstler, welche unbedenklich und unbedingt für die Sonderrechte höherer Menschen und gegen das »Herdentier« kämpfen und mit den Verführungsmitteln der Kunst bei ausgesuchteren Geistern alle Herden-Instinkte und Herden-Vorsichten
einschläfern; zu dritt endlich alle jene Kritiker und Historiker, von denen die glücklich begonnene Entdeckung der alten Welt – es ist das Werk des neuen Kolumbus, des deutschen Geistes – mutig fortgesetzt wird – (denn wir stehen immer noch in den Anfängen dieser Eroberung). In der alten Welt nämlich herrschte in der Tat eine andere, eine herrschaftlichere Moral als heute; und der antike Mensch, unter dem erziehenden Banne seiner Moral, war ein stärkerer und tieferer Mensch als der Mensch von heute – er war bisher allein »der wohlgeratene Mensch«. Die Verführung aber, welche vom Altertum her auf wohlgeratene, d. h. auf starke und unternehmende Seelen ausgeübt wird, ist auch heute noch die feinste und wirksamste aller antidemokratischen und antichristlichen: wie sie es schon zur Zeit der Renaissance war.

Gesetzt, man denkt sich einen Philosophen als großen Erzieher, mächtig genug, um von einsamer Höhe herab lange Ketten von Geschlechtern zu sich hinaufzuziehen: so muß man ihm auch die unheimlichen Vorrechte des großen Erziehers zugestehen. Ein Erzieher sagt nie, was er selber denkt: sondern immer nur, was er im Verhältnis zum Nutzen dessen, den er erzieht, über eine Sache denkt. In dieser Verstellung darf er nicht erraten werden; es gehört zu seiner Meisterschaft, daß man an seine Ehrlichkeit glaubt. Er muß aller Mittel der Zucht und Züchtigung fähig sein: manche Naturen bringt er nur durch Peitschenschläge des Hohnes vorwärts, andere. Träge, Unschlüssige, Feige, Eitle, vielleicht mit übertreibendem Lobe. Ein solcher Erzieher ist jenseits von Gut und Böse; aber niemand darf es wissen.

Der Sozialismus – als die zu Ende gedachte Tyrannei der Geringsten und Dümmsten, d. h. der Oberflächlichen, Neidischen und der Drei-viertels-Schauspieler – ist in der Tat die Schlußfolgerung der »modernen[469] Ideen« und ihres latenten Anarchismus; aber in der lauen Luft eines demokratischen Wohlbefindens erschlafft das Vermögen, zu Schlüssen oder gar zum Schluß zu kommen. Man folgt – aber man folgert nicht mehr. Deshalb ist der Sozialismus im ganzen eine hoffnungslose säuerliche Sache: und nichts ist lustiger anzusehn als der Widerspruch zwischen den giftigen und verzweifelten Gesichtern, welche heute die Sozialisten machen – und von was für erbärmlichen gequetschten Gefühlen legt gar ihr Stil Zeugnis ab! – und dem harmlosen Lämmer-Glück ihrer Hoffnungen und Wünschbarkeiten. Dabei kann es doch an vielen Orten Europas ihrerseits zu gewaltigen Handstreichen und Überfällen kommen: dem nächsten Jahrhundert wird es hie und da gründlich im Leibe »rumoren«, und die Pariser Kommune, welche auch in Deutschland ihre Schutzredner und Fürsprecher hat, war vielleicht nur eine leichtere Unverdaulichkeit gewesen im Vergleich zu dem, was kommt. Trotzdem wird es immer zu viel Besitzende geben, als daß der Sozialismus mehr bedeuten könnte als einen Krankheits-Anfall: und diese Besitzenden sind wie ein Mann eines Glaubens »man muß etwas besitzen, um etwas zusein«. Dies aber ist der älteste und gesündeste aller Instinkte: ich würde hinzufügen: »man muß mehr haben wollen, als man hat, um mehr zu werden». So nämlich klingt die Lehre, welche allem, was lebt, durch das Leben selber gepredigt wird: die Moral der Entwicklung. Haben und mehr haben wollen, Wachstum mit einem Wort – das ist das Leben selber. In der Lehre des Sozialismus versteckt sich schlecht ein »Wille zur Verneinung des Lebens«: es müssen mißratene Menschen oder Rassen sein, welche eine solche Lehre ausdenken. In der Tat, ich wünschte, es würde durch einige große Versuche bewiesen, daß in einer sozialistischen Gesellschaft das Leben sich selber verneint, sich selber die Wurzeln abschneidet. Die Erde ist groß genug und der Mensch immer noch unausgeschöpft genug, als daß mir eine derart praktische Belehrung und demonstratio ad absurdum, selbst wenn sie mit einem ungeheuren Aufwand von Menschenleben gewonnen würde, nicht wünschenswert erscheinen müßte. Immerhin, schon als unruhiger Maulwurf unter dem Boden einer in Dummheit rollenden Gesellschaft wird der Sozialismus etwas Nützliches und Heilsames sein können: er verzögert den »Frieden auf Erden« und die gänzliche Vergutmütigung des demokratischen Herdentieres, er zwingt die Europäer, Geist, nämlich List und Vorsicht übrigzubehalten, den männlichen und kriegerischen Tugenden nicht gänzlich abzuschwören – er schützt Europa einstweilen vor dem ihm drohenden marasmus femininus.

In der Hauptsache gebe ich den Künstlern mehr recht als allen Philosophen bisher: sie verloren die große Spur nicht, auf der das Leben geht, sie liebten die Dinge »dieser Welt« – sie liebten ihre Sinne. »Entsinnlichung« zu erstreben: das scheint mir ein Mißverständnis oder eine Krankheit oder eine Kur, wo sie nicht eine bloße Heuchelei oder Selbstbetrügerei ist. Ich wünsche mir selber und allen denen, welche ohne die Ängste eines Puritaner-Gewissens leben – leben dürfen, eine immer größere Vergeistigung und Vervielfältigung ihrer Sinne; ja wir wollen den Sinnen dankbar sein für ihre Feinheit, Fülle und Kraft und ihnen das Beste von Geist, was wir haben, dagegen bieten. Was gehen uns die priesterlichen und metaphysischen Verketzerungen der Sinne an! Wir haben diese Verketzerung nicht mehr nötig: es ist ein Merkmal der Wohlgeratenheit, wenn einer, gleich Goethe, mit immer größerer Lust und Herzlichkeit an »den Dingen der Welt« hängt – dergestalt nämlich hält er die große Auffassung des Menschen fest, daß der Mensch der Verklärer des Daseins wird, wenn er sich selbst verklären lernt.

Es gab bisher noch keine deutsche Kultur. Gegen diesen Satz ist es kein Einwand, daß es in Deutschland große Einsiedler gab (– Goethe z. B.): denn diese hatten ihre eigene Kultur. Gerade aber um sie herum, gleichsam wie um mächtige, trotzige, vereinsamt hingestellte Felsen, lag immer das übrige deutsche Wesen, als ihr Gegensatz, nämlich wie ein weicher, mooriger, unsicherer Grund, auf dem jeder Schritt und Tritt des Auslandes »Eindruck« machte und »Formen« schuf: die deutsche Bildung war ein Ding ohne Charakter, eine beinahe unbegrenzte Nachgiebigkeit.

Morph September 22, 2015 um 21:28

@Holger

“Auf welcher Grundlage, aus welchem Grund besteht denn die Moral? Ich will ne richtige Antwort mal haben Morph…”

Menschen haben nicht nur, wie andere Tiere, situative Bedürfnisse, sondern situationsübergreifende Ziele. Menschen können nicht nur unmittelbar auf die Umstände reagieren, sondern sie können sich Gedanken darüber machen, was sie morgen, übermorgen, in zehn Jahren tun wollen. Und sie können wählen. Was ist dabei das Kriterium? Ganz allgemein gesprochen: die Güte. Das ist gut, das ist besser, das ist am besten. Menschen haben Vorstellungen davon, was am besten ist. Das Beste verwirklichen zu wollen, das ist die Grundlage aller Moral.

Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was für sie selber, für andere, für uns alle und überhaupt das beste ist. Man streitet sich.

Zumal was für uns alle und überhaupt das beste ist, ist sehr umstritten. Aber bei allem Streit: Jeder hat da eine ziemlich feste Meinung, und sei es auch die, dass man da keine feste Meinung haben kann oder sollte.

Moral ist vielfältig, ändert sich nach Epoche und Landstrich.

Ethik ist die Theorie der Moral, der Versuch, Moral nicht nur als Faktum hinzunehmen, sondern die Frage zu beantworten: Und welche der verschiedenen Moralsysteme ist nun wirklich das richtige?

Auch da gibt’s verschiedene Antworten. Man kann z.B. die Ansicht vertreten, dass es KEIN wirklich richtiges Moralsystem gibt. Das sollte man dann begründen.

Mir persönlich leuchtet die Ansicht ein, dass die Moral richtig ist, der alle aus Vernunftgründen zustimmen müssen.

Erfreulicherweise lassen sich im Rahmen dieser Ansicht genau die moralischen Gebote und Verbote besonders überzeugend rechtfertigen, die in nahezu allen historisch belegten Kulturen und allen Epochen ziemlich ausnahmslos galten: Lebensschutz (Du sollst nicht töten), Eigentumsschutz (Du sollst nicht stehlen), Wahrhaftigkeitsschutz (Du sollst kein falsch Zeugnis reden) u. dergl. mehr.

ruby September 22, 2015 um 21:34

nach dem Völkerrecht 2014
http://www.tagesschau.de/inland/neujahrsansprache-merkel-101.html
nach dem Menschenrecht 2015

Observer September 22, 2015 um 21:34

@Morph
“Mir persönlich leuchtet die Ansicht ein, dass die Moral richtig ist, der alle aus Vernunftgründen zustimmen müssen.”

Moral basiert auf Emotionen, nicht auf Vernunft.

niemand September 22, 2015 um 21:38

>”Das sagt nichts darüber, dass die Intregation bei einer anderen Konjunktur, bei einer anderen Wirtschaftspolitik nicht gelingen kann.”

Millionen Abgehängter kümmern uns nicht, so lange sie nur ihre Chance, allerwenigstens die Chance auf eine Chance hatten.

Angesichts der tausenden unverbrauchter Gesichter muß etwa der Aufsichtsrat nicht in übertriebener Weise an Winterkorn festhalten.

Massel…

petervonkloss September 22, 2015 um 21:47

Was ist der „neoliberale Kapitalismus“ anderes, als das Vehikel zur Durchsetzung des allgemeinen Weltsozialismus der jüdisch-christlichen Art?

Ich wiederhole Nietzsche auch für den Begriff des Weltsozialismus:

…In der Tat, ich wünschte, es würde durch einige große Versuche bewiesen, daß in einer sozialistischen Gesellschaft das Leben sich selber verneint, sich selber die Wurzeln abschneidet. Die Erde ist groß genug und der Mensch immer noch unausgeschöpft genug, als daß mir eine derart praktische Belehrung und demonstratio ad absurdum, selbst wenn sie mit einem ungeheuren Aufwand von Menschenleben gewonnen würde, nicht wünschenswert erscheinen müßte. Immerhin, schon als unruhiger Maulwurf unter dem Boden einer in Dummheit rollenden Gesellschaft wird der Sozialismus etwas Nützliches und Heilsames sein können: er verzögert den »Frieden auf Erden« und die gänzliche Vergutmütigung des demokratischen Herdentieres, er zwingt die Europäer, Geist, nämlich List und Vorsicht übrigzubehalten, den männlichen und kriegerischen Tugenden nicht gänzlich abzuschwören – er schützt Europa einstweilen vor dem ihm drohenden marasmus femininus.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 21:53

@Morph
“Erfreulicherweise lassen sich im Rahmen dieser Ansicht genau die moralischen Gebote und Verbote besonders überzeugend rechtfertigen, die in nahezu allen historisch belegten Kulturen und allen Epochen ziemlich ausnahmslos galten:Lebensschutz (Du sollst nicht töten), Eigentumsschutz (Du sollst nicht stehlen), Wahrhaftigkeitsschutz (Du sollst kein falsch Zeugnis reden) u. dergl. mehr.”
Die Hoffnung der Ängstlichen, nie für sich selbst einstehen zu müssen, weil sich alle daran halten.
Du sollst nicht töten: Postulierte der erste Waffenhändler.
Du sollst nicht stehlen: Postulierte derjenige,, der als erstes ein Stück Land zum Privateigentum erklärte.
Du sollst kein falsch Zeugnis reden: Postulierte der erste Politiker.

Goodnight September 22, 2015 um 22:00

@moprh

Drei Zitate von Dir in einem Kommentar, alles zur Moral:

“Und sie können wählen. Was ist dabei das Kriterium? Ganz allgemein gesprochen: die Güte. ”

“Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was für sie selber, für andere, für uns alle und überhaupt das beste ist. Man streitet sich.”

“Mir persönlich leuchtet die Ansicht ein, dass die Moral richtig ist, der alle aus Vernunftgründen zustimmen müssen.”

Was denn nun?
Die Güte oder Vernunft? Was leitet die Entscheidungsfindung?
Unterschiedliche Vorstellungen oder müssen alle einer zustimmen?

Also ehrlich, Entscheidungen treffen, das ist nicht ganz Deine Stärke
;-)

Morph September 22, 2015 um 22:09

@Observer

“Moral basiert auf Emotionen, nicht auf Vernunft.”

Das mag sich für Sie so anfühlen. Das lässt sich aber nicht mit Vernunftgründen rechtfertigen. Die Gefühle sind sehr kultur- und situationsabhängig. Der Streit um die richtige Moral kann nicht durch Gefühle entschieden werden, meine ich, sondern nur durch Vernunftgründe. Wenn man auf Gefühle setzt, dann entscheidet im Streitfall letztlich die gewalttätige Auseinandersetzung. D.h. der Zufall des Kampfglücks. Gefühlsmoral ist – ethisch betrachtet – Zufallsmoral. Also eigentlich: keine Moral.

@Hammersen

“Ich denke, Sie machen den Fehler, Merkel Motive zu unterstellen, ohne deren Motive überprüfen zu können.”

Ich weiß natürlich nicht, was Merkel sich so denkt. Meine Vermutung ist aber, dass es in der Situation, als ziemlich viele Flüchtlinge in Budapest waren, einen kurzfristigen Entscheidungsbedarf gab. Was immer sie motiviert hat: Sie hat, denke ich, richtig entschieden. Es ging einfach darum, zu vermeiden, dass nicht schutz- und wehrlose Menschen wegen der Durchsetzung europäischen Rechts auf europäischem Boden sterben. Ob Merkel genuin dadurch motiviert war oder nur die schlechte Presse fürchtete oder gute Presse abgreifen wollte, ist ziemlich egal, würde ich sagen.

“Die Hoffnung der Ängstlichen, nie für sich selbst einstehen zu müssen, weil sich alle daran halten.
Du sollst nicht töten: Postulierte der erste Waffenhändler.
Du sollst nicht stehlen: Postulierte derjenige,, der als erstes ein Stück Land zum Privateigentum erklärte.
Du sollst kein falsch Zeugnis reden: Postulierte der erste Politiker.”

Naja, die Ängstlichen… – Der Mensch ist, wie Adolph Portmann es so treffend genannt hat, eine physiologische Frühgeburt. Der Mensch ist sehr viel länger als irgendein anderes Säugetier auf eine ihn bergende Schutzgruppe angewiesen. Und der Mensch ist durch seine enorme neuronale Kapazität extrem irritierbar. Konstitutiv ängstlich.

Kurzum: Der Mensch kann nur in einer solidarischen Gruppe überleben. Und diese Gruppe braucht allgemeinverbindliche Regeln.

Ihre Vorstellung vom nichtängstlichen Individuum, das für sich selbst einsteht, ist anthropologisch abwegig. Vielleicht denken Sie, Sie selber wären ein solch selbständiges mutiges Wesen. Sie täuschen sich. Sie haben, wenn Sie das tatsächlich glauben sollten, keine Ahnung davon, wie verletzlich und erschreckbar Sie sind. Schauen Sie sich diese mutigen Kämpfer einmal genau an. Das könnten Sie sein:

https://www.youtube.com/watch?v=S7Jll9_EiyA

Der war bestimmt auch mal ein ganz Mutiger…

Goodnight September 22, 2015 um 22:10

@Observer

“Moral basiert auf Emotionen, nicht auf Vernunft.”

Weder noch, Moral orientiert sich an gesellschaftlichen Strukturen, die die Kommunikation entlang der Differenz Achtung/Missachtung leiten. D.h. die zehn Gebote sind eine solche Struktur, die darüber entscheiden, wie Inkulsion/Exklusion exekutiert wird. Nun kann man die zehn Gebote als Konkretisierung “natürlicher” Emotionen, nur dann kommt man nicht an der Frage nach dem Unterschied zwischen Mensch und Natur vorbei. Und dann winkt morph vom Seitenrand mit der Güte. Das Blöde ist nur, dass diese Güte von 1933-1945 ganz anders aussah als 1948-1989. Und zwar teilweise bei den selben Menschen. Das ist natürlich etwas blöd, für die Güte.

Behaim September 22, 2015 um 22:12

@Observer
“Moral basiert auf Emotionen, nicht auf Vernunft.”

Moral hat schon auch etwas mit Kontrolle der Emotionen zu tun. Niemand wird das Verhalten eines anderen als moralisch richtig einschätzen, wenn der nur unreflektiert und unbeherrscht einem emotionalen Impuls nachgegeben hat, sei das Mitleid, Zorn oder umgekehrt euphorischer Überschwang.
Vielleicht ist es schon so, dass der Ursprung der Moral entwicklungspsychologisch bei einzelnen Menschen wie ethologisch in moralähnlichen Verhaltensweisen bei Tieren in der Fähigkeit zur Empathie (Mitleid) liegt: Sich an die Stelle des andern versetzen können.
Das heißt dann aber auf längere Sicht auch: Vergleichen, von Situationen mit ihren besonderen Umständen abstrahieren können.
Dann stellt sich die Frage, für wen man längerfristig Empathie aufzubringen vermag, denn Empathie wie überhaupt Emotionen sind eine knappe Ressource.

Goodnight September 22, 2015 um 22:15

@morph

“Wenn man auf Gefühle setzt, dann entscheidet im Streitfall letztlich die gewalttätige Auseinandersetzung.”

Jesus, Christ, morph, whatever…Stirn trifft Tischplatte.

Es gab also keine gewalttätigen Konflikte auf Basis von Vernunft? Vernunft ist das Gegenteil von Gewalt?
Zulange im kalten Krieg sozialisiert, sage ich mal.

Also, die Mafia, die hat da nen ganz doll erfolgreiches System entwickelt, um reich und zivilisiert zu werden. Und alles nur und ausschließlich mit nackter echter purer Gewalt. Und das völlig emotionslos, völlig kaltblütig, total vernunftgesteuert.
Unglaublich!
Und der alte Caesar, der hat das auch so gemacht, mit dem alten Rom? Römische Reich, schon einmal von gehört?

Linus September 22, 2015 um 22:17

@goodnight:
“Weder noch, Moral orientiert sich an gesellschaftlichen Strukturen, die die Kommunikation entlang der Differenz Achtung/Missachtung leiten.”

Das passt allenfalls deskriptiv, aber nicht normativ.

Linus September 22, 2015 um 22:21

@goodnight:
“Also, die Mafia, die hat da nen ganz doll erfolgreiches System entwickelt, um reich und zivilisiert zu werden. Und alles nur und ausschließlich mit nackter echter purer Gewalt. Und das völlig emotionslos, völlig kaltblütig, total vernunftgesteuert.
Unglaublich!
Und der alte Caesar, der hat das auch so gemacht, mit dem alten Rom? Römische Reich, schon einmal von gehört?”

Das ist die Art von Vernunft, die man unter instrumentelle Vernunft subsummiert. Die taugt aber nicht für Moral, da sie nicht allgemeingültig sein kann. Die Vernunft der Herrschenden wäre in diesem Fall etwas anderes als die Vernunft der Herrschenden.

Linus September 22, 2015 um 22:22

Korrektur: Die Vernunft der Herrschenden wäre in diesem Fall etwas anderes als die Vernunft der Unterdrückten.

Morph September 22, 2015 um 22:22

@Goodnight

“Was denn nun? Die Güte oder Vernunft? Was leitet die Entscheidungsfindung? Unterschiedliche Vorstellungen oder müssen alle einer zustimmen?”

Empirisch betrachtet, entscheiden die Leute danach, was sie persönlich überzeugend finden. Normativ betrachtet, sollten sie, scheint mir, nach allgemein überzeugenden Vernunftgründen handeln.

“Also ehrlich, Entscheidungen treffen, das ist nicht ganz Deine Stärke ;-) ”

Das mag so sein. Spielt aber keine Rolle. Wenn jemand ein Managementtalent hat und in der Lage ist, ein Team, eine Organisation, einen Organisationsverbund erfolgreich zu leiten, so dass die Teammitglieder motiviert und engagiert arbeiten, die Organisation erfolgreich ist und der Organisationsverbund reibungslos funktioniert, dann ist damit noch gar nichts darüber gesagt, ob dieser hervorragende Manager moralisch vertretbar handelt. Das Team kann schließlich auch eine räuberische Gang, die Organisation eine terroristische Vereinigung und der Organisationsverbund ein Kinderpornoring sein.

Goodnight September 22, 2015 um 22:23

@moprh

“Ich weiß natürlich nicht, was Merkel sich so denkt. …..Es ging einfach darum, zu vermeiden, dass nicht schutz- und wehrlose Menschen wegen der Durchsetzung europäischen Rechts auf europäischem Boden sterben. Ob Merkel genuin dadurch motiviert war oder nur die schlechte Presse fürchtete oder gute Presse abgreifen wollte, ist ziemlich egal, würde ich sagen.”

Genauso denken und operieren Politiker. Völlig richtig, die denken nicht an Macht, orientieren sich nicht am Recht oder an den Medien oder an dem Volk. Nein, die wollen einzig und allein die Güte in die Welt bringen.

Genau so ist das. Wusste ich zwar bisher nicht, ich dachte nur Priester operieren so. Aber Du, mein morph, Du musst das wissen. Denn auch Du als Wissenschaftler folgst der Moral und nicht der Wahrheit. Und die Moral hat Dich nach Siegen geführt. Währest Du der Wahrheit gefolgt, so hättest Du es vielleicht nach Bielefeld geschafft. Tja, …

Vielleicht bist Du einfach zu “gut” für die Wissenschaft.

Goodnight September 22, 2015 um 22:25

@Linus

“Das passt allenfalls deskriptiv, aber nicht normativ.”

Sehr gut beobachtet! Das nennt sich WISSENSCHAFT, das mit dem “deskriptiv”.
Das mit dem “Normativ”, das ist was für Priester, morphs und Politiker.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 22:26

@Morph
“Kurzum: Der Mensch kann nur in einer solidarischen Gruppe überleben. Und diese Gruppe braucht allgemeinverbindliche Regeln.”

Sie wollen die Regeln definieren, an die andere sich zu halten haben, damit Sie mit Ihrer psychischen Struktur klar kommen. Sie widerlegen sich doch selbst. Sie wollen doch gerade andere Menschen davon abhalten, sich als Mitglied einer solidarischen Gruppe zu verhalten. Offene Grenzen sind das Gegenteil von Gruppenbildung. Und die Nichteinhaltung von Gesetzen ist das Gegenteil von allgemeinverbindlichen Regeln. Der Traumatisierte in dem verlinkten Film war kein mutiger Krieger, sondern Kanonenfutter. Der war zu feige, den schwachsinnigen Befehlen der Gruppe der Anführer (der eigentlichen solidarischen Gruppe) zu widersprechen.

Die solidarische Gruppe wird Angriffe auf ihre Ressourcen immer abwehren. Sie scheinen Angst zu haben, bei der Gruppenbildung auf der Strecke zu bleiben und wünschen deshalb die Auflösung aller Gruppen zugunsten einer einzigen Gruppe, die aus allen Menschen besteht.

Linus September 22, 2015 um 22:29

@Goodnight:
“Genauso denken und operieren Politiker. Völlig richtig, die denken nicht an Macht, orientieren sich nicht am Recht oder an den Medien oder an dem Volk. Nein, die wollen einzig und allein die Güte in die Welt bringen.”

Ob sie das wollen, sei mal dahingestellt. Was die jetzt im Einzelnen motiviert, das kann keiner von uns wissen. Es ist aber durchaus möglich und sogar plausibel, dass sie sich sehr wohl an allgemein(!) vernünftigen Prinzipien und Zielen orientieren. Das kann man dann als “Güte” bezeichnen.

bleistift September 22, 2015 um 22:30

“Das mit dem “Normativ”, das ist was für Priester, morphs und Politiker.”

Oh da ist er wieder der politisch korrekte schwäbische Herrenmensch.
Die FDP Version von Nietzsches Übermenschen.
Nur mit den 18 Prozent will es nicht so recht klappen.

Goodnight September 22, 2015 um 22:32

@moprh

“Empirisch betrachtet, entscheiden die Leute danach, was sie persönlich überzeugend finden. Normativ betrachtet, sollten sie, scheint mir, nach allgemein überzeugenden Vernunftgründen handeln.”

Also, erst einmal entscheiden Leute garnichts. Das Gehirn entscheidet und zwar folgt es den durch Sozialisation und Trieb geleiteten Hirnsstrukturen.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Die Frage ist: Wie kommen die allgemein überzeugenden Vernunftgründe zustande?

Und dann sind wir genau beim Konflikt zwischen Habermas und Luhmann aus den 70er Jahren.

Also, was bietest Du an? Den Diskurs? Mehrheitsentscheidung?
Tradition? Gesetzte? Wo ist die Vernunft? Und wo sind ihre Gründe?

Linus September 22, 2015 um 22:33

@Goodnight:
“Das nennt sich WISSENSCHAFT”
Du scheinst einen ziemlich schmalen Begriff von Wissenschaft zu haben.
Moral ist per se normativ motiviert. Also wird sich die Wissenschaft der Moral darum bemühen, Moral auf normativ tragfähigen Prinzipien zu gründen.

Observer September 22, 2015 um 22:35

Goodnight
“Weder noch, Moral orientiert sich an gesellschaftlichen Strukturen, die die Kommunikation entlang der Differenz Achtung/Missachtung leiten.”

Ohne Emotionen gibt es keine Moral, Achtung/Missachtung sind Emotionen. Ansonsten könnten Maschinen (Computer) eine Moral haben. Haben sie aber nicht, obwohl sie vernünftig sind (vernünftig reagieren).
Die fiktiven Borg sind hierzu ein schönes Beispiel:
Sie sind ohne Emotionen, trotzdem vernünftig, und höchst effizient da von keiner Moral behindert.

Goodnight September 22, 2015 um 22:36

@bleistift

“Oh da ist er wieder der politisch korrekte schwäbische Herrenmensch.
Die FDP Version von Nietzsches Übermenschen.”

Alles ok, nur das mit dem schwäbisch und der FDP, das geht gar nicht. Solche Beleidigungen verbitte ich mir.
Bitte um Löschung durch gelegentlich!

Morph September 22, 2015 um 22:37

@Goodnight

“Und das völlig emotionslos, völlig kaltblütig, total vernunftgesteuert.”

Vernunft ist nicht die Abwesenheit von Emotion. Aber Emotion ist das andere der Vernunft. Und daher nicht negierbar. Der Begriff Emotionslosigkeit ist eine falsche Kombination der Sphären.

Kaltblütigkeit ist eine spezifische Stimmung, hochemotional. Man kann auch als völlig bekloppter Stumpfkopf, völlig vernunftbefreit, kaltblütig, unempfänglich für die Subjektivität des anderen, sein. Ja gerade sehr unvernünftigen Menschen dürfte das leichter gelingen als den Nachdenklichen unter uns.

Vernunftgesteuert ist etwas fundamental anderes als plangesteuert. Die Vernunftsteuerung zeichnet sich durch die Fähigkeit zum Abstand aus. Der Vernunftgesteuerte ist in der Lage, sich wann immer es ihm passt, fragen zu können: Will ich das, was ich gerade tue, wirklich? Und dann die Freiheit zu haben, das Handeln abzubrechen. Etwas anderes zu tun. Das ist die Signatur der Vernunftsteuerung. Nicht das fraglose Befolgen eines Befehls oder Plans.

Linus September 22, 2015 um 22:38

@Goodnight:
“Also, was bietest Du an? Den Diskurs? Mehrheitsentscheidung?
Tradition? Gesetzte? Wo ist die Vernunft? Und wo sind ihre Gründe?”

Das hatten wir heute im Ansatz schon mal, zumindest so ähnlich:
“Ansonsten gilt: Ein Anspruch auf relative Besserstellung (e.g. Deutscher vs Ausländer) lässt sich nicht aus Zufällen wie Geburt, Abstammung, Vererbung ableiten.
Also ist er nur zu rechtfertigen, wenn diese relative Besserstellung gleichzeitig zu einer absoluten Besserstellung der Schlechtergestellten führt.
Das ist im Kern die einzig mögliche Legitimationsgrundlage von Besserstellung und damit von Macht.
Diesem Grundsatz müssen sich übrigens auch Mehrheiten unterwerfen. Der Schutz von Minderheiten ergibt sich daraus, der Legitimation durch Mehrheit ist hier eine feste Grenze gesetzt.”

Goodnight September 22, 2015 um 22:40

@observer

“Ohne Emotionen gibt es keine Moral, Achtung/Missachtung sind Emotionen. Ansonsten könnten Maschinen (Computer) eine Moral haben”

Maschinen (Computer) werden singt sozialisiert. ”
Easy as f.ck”

bleistift September 22, 2015 um 22:41

@ goodnight

Nicht FDP? Das wundert mich jetzt. Dein Coolnessfaktor ist ziemlich identisch mit dem von Westerwelle oder Rösler.
Und kein Schwabe? Ein Zugezogener? Oder gar ein Badener?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/badener-versus-schwaben-in-der-identitaetsfalle-a-1048684.html

Morph September 22, 2015 um 22:44

@Goodnight

“Also, erst einmal entscheiden Leute garnichts. Das Gehirn entscheidet”

Das wäre ungefähr so, als würde man sagen: Nicht die Leute ernähren sich, sondern der Darm. Das ist doch Quatsch.

Mag ja sein, dass das Gehirn das Organ ist, vermöge dessen Menschen entscheiden können, so wie der Darm das Organ ist, vermöge dessen Menschen sich ernähren können.

Aber der Bezug aller Lebensvollzüge, sei es eine Entscheidung oder das Verschnabulieren eines Wurtbrots, ist natürlich der ganze Organismus.

Goodnight September 22, 2015 um 22:46

@moprh

“Vernunftgesteuert ist etwas fundamental anderes als plangesteuert. Die Vernunftsteuerung zeichnet sich durch die Fähigkeit zum Abstand aus. Der Vernunftgesteuerte ist in der Lage, sich wann immer es ihm passt, fragen zu können: Will ich das, was ich gerade tue, wirklich? Und dann die Freiheit zu haben, das Handeln abzubrechen. Etwas anderes zu tun. Das ist die Signatur der Vernunftsteuerung. Nicht das fraglose Befolgen eines Befehls oder Plans.”

Völliger morph, äh Murks…..Du verwechselt Vernunftgesteuert mit ungesteuert. So operieren Gehirne nicht. Eine Entscheidung ist immer eine Festlegung auf eine Handlung, d.h. ein PLAN! Denn nur so kann Steuerung erfolgen.
Man kann nicht vernunftgesteuert operieren, wenn man sich fragt: Will ich das wirklich? Denn sobald man sich das fragt, ist man nicht mehr in der Lage gesteuert zu handeln, weil man ja gerade zögert, weil man die Frage beantworten muss. Folglich schließt “Vernunftgesteuert” die Frage nach den Gründen der Steuerung aus, sobald die Handlung vernunftgesteuert ist, also schon stattfindet.

Goodnight September 22, 2015 um 22:50

@bleistift

D-Dorf. Coolness ist da per Muttermilch verabreicht.
Und bitte nicht mehr solche Entgleisungen wie Vergleiche mit Westerwelle und so. Ich trage Alden Schuhe. Modell Blucher.
Und nicht diese Billigträger mit ner 18 unter der Sohle.

Goodnight September 22, 2015 um 22:54

@Linus

“Also ist er nur zu rechtfertigen, wenn diese relative Besserstellung gleichzeitig zu einer absoluten Besserstellung der Schlechtergestellten führt.”

Was hat Recht(fertigen) mit Gerechtigkeit zu tun? Nix!

“Das ist im Kern die einzig mögliche Legitimationsgrundlage von Besserstellung und damit von Macht.”

Was hat Macht bzw. Politik mit Gerechtigkeit oder Moral zu tun? Nix.

“Diesem Grundsatz müssen sich übrigens auch Mehrheiten unterwerfen.”

Mehrheiten müssen sich gerade nix und niemanden unterwerfen, das ist ja der Sinn von MEHRHEITEN.

Goodnight September 22, 2015 um 22:56

@Linus

“Du scheinst einen ziemlich schmalen Begriff von Wissenschaft zu haben.”

Korrekt beobachtet!

Morph September 22, 2015 um 22:58

@Goodnight

“So operieren Gehirne nicht.”

Ich bin mir sehr sicher, dass Du nicht beurteilen kannst, wie Gehirne operieren. Denn der neurowissenschaftliche Forschungsstand hat in der Hinsicht sehr viel mehr Fragen als Antworten. Also: piano.

“Man kann nicht vernunftgesteuert operieren, wenn man sich fragt: Will ich das wirklich?”

Das war nicht meine Behauptung. Vernünftig ist man nicht, indem man sich in Frage stellt, sondern indem man sich in Frage stellen KANN.

Das macht den Unterschied aus zwischen affektgeleitetem und besonnenem Handeln.

Der Mensch kann sehr affektgeleitet sein. Ganz Tier. Ist ja auch mal ganz schön. Aber der Mensch kann eben noch etwas anderes. Besonnen handeln. Reflexiv. Unterbrechungsbereit. Das kann kein Tier.

Und auch kein kaltblütiger Killer.

H.K.Hammersen September 22, 2015 um 23:09

@Morph
“Der Mensch kann sehr affektgeleitet sein.”
Aber Sie nicht. Sie haben zwar Affekte (wie wohl jeder Mensch), aber bei Ihnen gewinnt nie ein Affekt die Oberhand. Zwei oder mehr Ihrer Affekte blockieren sich gegenseitig, so dass Sie verzweifelt darüber nachgrübeln, was das Richtige wäre. Bis Sie zu einer Entscheidung gelangt sind, hat der affektgeleitete Flüchtling Sie bereits überrannt. Um diesem Zustand etwas Gutes abgewinnen zu können, erklären Sie sich und den Flüchtling zur solidarischen Gruppe und gehen von der Arbeitshypothese aus, dass der Flüchtling die Sache mit den allgemeinverbindlichen Regeln so ähnlich sieht wie Sie.

bleistift September 22, 2015 um 23:13

“Der Mensch kann sehr affektgeleitet sein. Ganz Tier. Ist ja auch mal ganz schön. Aber der Mensch kann eben noch etwas anderes. Besonnen handeln. Reflexiv. Unterbrechungsbereit. Das kann kein Tier.

Und auch kein kaltblütiger Killer.”

Warum sollte ein kaltblütiger Killer das nicht können?
Der Mensch ist auch das größte Raubtier das jemals auf dieser Welt gelebt hat.
Biologisch gesehen ist Moral wahrscheinlich ein Bestandteil des Selbsterhaltungstriebs der menschlichen Spezies.
Deshalb ist das Gerede von Goodnight auch etwas abwegig. Da legt Goodnight soviel Wert darauf dass der Mensch auch nur ein Tier ist. Das es keinen Gott gibt und kein Jenseits und dann argumentiert er doch metaphysisch.
Wenn der Mensch nur ein Tier ist dann ist die Moral eine Art Instikt. Und nicht eine Sache der Kommunikation oder was Goodnight da sonst an positivistischem Gewäsch zu bieten hat.

Linus September 22, 2015 um 23:16

@Goodnight:
“Was hat Recht(fertigen) mit Gerechtigkeit zu tun? Nix!”
Nicht Recht, sondern Rechtfertigen, also Legitimität.
Wenn eine Ungleichbehandlung/-verteilung nicht legitim in obigen Sinne ist, so wird sie als ungerecht wahrgenommen.

“Was hat Macht bzw. Politik mit Gerechtigkeit oder Moral zu tun? Nix.”
Macht ist eine Ungleichverteilung der Verfügbarkeit von Machtmitteln. Diese muss legitim sein, sonst wird sie als ungerecht wahrgenommen.

“Mehrheiten müssen sich gerade nix und niemanden unterwerfen,”
Müssen tun wir gar nix, bloss sterben. Das gilt auch für Mehrheiten.
Hat eine Mehrheit sich auf die Fahne geschrieben, nur legitim gemäss obigen moralischen Grundsatz zu handeln, so wird sie sich wohl oder übel daran halten müssen. Tut sie es nicht, so verzichtet sie auf Legitimität.

“das ist ja der Sinn von MEHRHEITEN.”
Das ist keineswegs ihr Sinn. Mehrheiten bilden sich, egal, ob mit oder ohne Sinn.

Morph September 22, 2015 um 23:17

@Hammersen

“Bis Sie zu einer Entscheidung gelangt sind, hat der affektgeleitete Flüchtling Sie bereits überrannt.”

Schönes Bild. Steht der Morph auf dem Feld, Zeigefinger an der Unterlippe: Hm. Will ich wirklich, was ich will und will ich das wirklich wissen? ZACK! Hat ihn so ein Flüchtlingstier über den Haufen gerannt.

Sosiehtsaus! :-)

Observer September 22, 2015 um 23:22

Goodnight
“Maschinen (Computer) werden singt sozialisiert. ”
Easy as f.ck”

Versteh ich jetzt nicht. Wie auch immer, Du kannst zwar die emotionale Achse “Achtung/Missachtung” umbenennen in “Funktionsachse”, aber da spricht wohl der Manager aus Dir, für den Emotionen eine schwer faßbare Größe sind, und der sie deswegen einfach rationalisiert/funktionalisiert.
Letztendlich landen wir da bei unlösbaren philosophischen Fragen wie, ob der Mensch eine Maschine ist, oder mehr als das, und was Emotionen überhaupt sind.
Ich bleibe aber dabei dass Moral mit Vernunft nichs zu tun hat. Moral ist ja auch höchst relativ. Z.B. Harakiri zu machen kann für einen alten Samurei höchst moralisch sein (weil er grade einen Kampf verloren hat oder warum auch immer), vernünftig ist das aber nicht.

Morph September 22, 2015 um 23:42

@Bleistift

“Warum sollte ein kaltblütiger Killer das nicht können?”

Im Rahmen seines Handlungsziels, einen Menschen tot zu machen, kann ein Killer natürlich Zweckmäßigkeiten erwägen. Aber den primären Sinn seiner Tat, nämlich einen Menschen tot zu machen, muss er reflexiv ausklammern. Der Killer kann sich nicht als unbedingt Handelnder perspektivieren. Und damit beschneidet er notwendigerweise seine Vernunftfähigkeit. Ein wirklich effektiver Killer ist unfrei.

“Der Mensch ist auch das größte Raubtier das jemals auf dieser Welt gelebt hat.”

Man sollte sich in diesen taxonomischen Fragen an die entsprechende Fachwissenschaft halten. Der Mensch ist natürlich kein Raubtier.

@Observer

“Letztendlich landen wir da bei unlösbaren philosophischen Fragen”

Wie kommen Sie zu der Behauptung, irgendwelche philosophische Fragen seien unlösbar?

Es gibt so überwältigend viele Beispiele dafür, dass für unlösbar gehaltene Rätsel gelöst worden sind. Es gibt überhaupt keinen Grund, irgendein Erkenntnisrätsel für unlösbar zu halten.

Nicht, dass so etwas nicht vorstellbar wäre. Gut möglich, dass einige Fragen grundsätzlich unbeantwortbar sind. Aber diese Unbeantwortbarkeit sollte man dann schon begründen und nicht einfach drauflosbehaupten.

Morph September 22, 2015 um 23:51

@Observer

“Ich bleibe aber dabei dass Moral mit Vernunft nichs zu tun hat.”

In der Moral geht es um Sollensfragen. Daher sollte ( ;-) ) man in dieser Sphäre mit Seinsbehauptungen vorsichtig sein, am besten ganz auf sie verzichten.

Mag ja sein, dass die beobachtbare Moral mit Vernunft nichts zu tun hat. Aber ist das gut und richtig so? Sollte Moral nichts mit Vernunft zu tun haben?

Sie können aus faktisch beobachtbaren Moralvorstellungen und ihren Begründungen nichts für die ethisch gerechtfertigte Moral ableiten.

Und Sie können aus Ihren gefühlsmäßigen Vorstellungen über das Gesollte keinerlei Maßgaben gewinnen, die Sie berechtigen, von anderen bestimmte Handlungen unbedingt zu fordern.

bleistift September 22, 2015 um 23:56

@ morph

“Im Rahmen seines Handlungsziels, einen Menschen tot zu machen, kann ein Killer natürlich Zweckmäßigkeiten erwägen. Aber den primären Sinn seiner Tat, nämlich einen Menschen tot zu machen, muss er reflexiv ausklammern. Der Killer kann sich nicht als unbedingt Handelnder perspektivieren. Und damit beschneidet er notwendigerweise seine Vernunftfähigkeit. Ein wirklich effektiver Killer ist unfrei.”

Also bitte! Davon war ursprünglich nicht die Rede.

“Ein wirklich effektiver Killer ist unfrei.”

Das gilt aber praktisch für jeden Menschen.
Nehmen wir einfach mal dich als Beispiel. Aus dir wird nie ein Killer. Denn du bist unfrei.

“Man sollte sich in diesen taxonomischen Fragen an die entsprechende Fachwissenschaft halten. Der Mensch ist natürlich kein Raubtier.”

Ach was. Man sollte auch unterscheiden zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Das fällt schon Goodnight schwer.
Und dann gibt es noch Assoziationen.
Löwe, Tiger oder sonstwas. Der größte Killer unter allen ist der Mensch.
Willst du das bezweifeln? Wahrscheinlich nicht.
In diesem Sinne rede ich von “Raubtier”. Und das ist durchaus richtig.
Du Erbsenzähler.

bleistift September 23, 2015 um 00:01

“Und Sie können aus Ihren gefühlsmäßigen Vorstellungen über das Gesollte keinerlei Maßgaben gewinnen, die Sie berechtigen, von anderen bestimmte Handlungen unbedingt zu fordern.”

Das würde Kant aber ziemlich bezweifeln.
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit realistischen Vorstellungen?
Reine Vernunft gibt es nicht. Verstand und Emotion gehen immer zusammen. Das erscheint (!!!) dann logisch.
Alles Gesollte ist immer gefühlsmäßig vorgestellt.

Kuckuck September 23, 2015 um 00:10

Die herrschende Moral ist immer die Moral der Herrschenden.

Die sich mit den Herrschenden identifizierenden Untertanen übernehmen deren Moralvorgaben und vertreten sie als ihre eigene.

Das ist ein sozialpsychologisches Phänomen.

Tiefenpsychologisch kann man es als Konfliktvermeidung interpretieren. Alltagssprachlich ist von Opportunismus die Rede.

Hätte sich Merkel und die Oberschicht so entschieden, wie es die Schweiz getan hätte, dann würden – dieselben Moralapostel – die stark begrenzte Aufnahme von Flüchtlingen als moralisch geboten vertreten.

So funktionieren Herrschaftssysteme psychologisch.

Deshalb berichten die britischen Massenmedien ganz anders.

Observer September 23, 2015 um 00:36

@Morph
“Wie kommen Sie zu der Behauptung, irgendwelche philosophische Fragen seien unlösbar?”

Das fängt doch schon beim Ursprung an. Die Physik behauptet notgedrungen, dass das Universum von selbst aus dem Nichts kam, was höchst unphysikalisch ist. Hier ist einfach eine Grenze wo man nur noch philosophieren kann.
Oder die Frage was der Mensch ist. Ich habe ja den Eindruck dass die Luhmann’sche Systemtheorie der Versuch ist, den Mensch, die Welt, das Universum, einfach alles, als eine einzige große Maschine zu beschreiben, die eben Funktionen hat. Nur den Sinn des Bewusstseins kann so ein Weltbild nicht erklären. Eine Maschine braucht kein Bewusstsein um zu funktionieren. Es könnten auch alle Menschen, alle Wesen ohne Bewusstsein sein, alles würde so laufen wie bisher. Wozu also das Bewusstsein? Auch hier kann man nur philosophieren.
Eine Folgefrage davon ist, ob das Bewusstsein auch ohne Körper existieren kann, also die philosophische Frage nach dem, was nach dem Tod kommt bzw. ob da überhaupt was kommt. Nach der Physik geht keine Energie und keine Information verloren. Das Bewusstsein ist letztendlich Energie und Information, es könnte sich beim Tod wandeln, dürfte aber nie verloren gehen.
Und letztendlich die Frage ob es eine übergeordnete Entität gibt, die philosophische Frage nach dem, was “Gott” genannt wird.

Das alles sind Fragen, die philosophisch unlösbar sind.

Morph September 23, 2015 um 00:56

@Observer

“Das alles sind Fragen, die philosophisch unlösbar sind.”

Woher wissen Sie das? Dass Ihnen keine überzeugende Lösung einfällt bzw. Ihnen noch keine Vorschläge begegnet sind, die Sie überzeugt hätten, beweist gar nichts.

petervonkloss September 23, 2015 um 01:22

Mein Gott, Güte und Nächstenliebe ist immer unmittelbar gemeint!

Gesichtskreis und vernünftiger Lebensumkreis in überschaubaren Formen, die nicht beliebig erweiterbar sind.

die Verallgemeinerungen und deren metaphysisch-theologischen Abstraktionen dieser vollkommen normalen Formen der Existenz, die selbst bei Tieren vorhanden sind,…. das ist die jüdisch-christliche Decadence! …und jetzt kommt ihre Hypertelie ins verderbliche Spiel.

Mein Gott, das ist d e r EXITUS,
vielleicht d e r kata-strophische Ausgang aus der jüdisch-christlichen Verstrickung.

petervonkloss September 23, 2015 um 01:58

„Goodnight September 21, 2015 um 22:07
@Neuhier
“Über dieses Vehikel können, wenn man der Logik folgt, alle anderen Grundrechte abschafft werden. ”
Jetzt kommt der Witz:
Ein wesentliches Problem der Moderne ist, dass der Mensch in ihr nicht vorkommt. Dabei war das gerade die Voraussetzung der Moderne, dass der Mensch draußen bleibt. Ansonsten funktioniert die Moderne nicht.
Was wir hier beobachten ist fundamental: Eine neue Differenz: Gesellschaft/Mensch.
Das ist die Differenz, das ist der Konflikt.“

Was Goodnight hier en passant erkannt hat, kommt dem Metaphysikbegriff Martin Heideggers gleich, dass dieser sich letztlich als annähernd reines und gerechtes Gestell über dem Menschen konstelliert.

petervonkloss September 23, 2015 um 02:08
petervonkloss September 23, 2015 um 04:12
petervonkloss September 23, 2015 um 04:30
petervonkloss September 23, 2015 um 04:55

petervonkloss März 4, 2015 um 23:50

topi März 4, 2015 um 14:45

„Morph
Denk doch.
Und wende deinen Blick nach Island. Ein völlig unmöglicher Vorgang,
nach deinen AUsführungen, was dort geschehen ist.“

Lieber fortschrittsgläubiger Topi,
bei Island „handelt“ es sich um das nordisch- hyperboräische (siehe G.
Benn) Idealland der Griechischen Antike (Pythagoras),
welches auch A. Dugin für die zukünftige, eurasische Elite, als
Orientierungspunkt ansieht.
Dieses Andenken daraufhin mittels heideggerischen Methoden und
Motiven, welche den Rassismus und Klassismus abgelegt haben, wäre für
den überlebenden Teil der Menschheit ein neuer Anfang.

Aber das werden Morph, Topi, Soldat und die anderen klugen Geister
hier nicht mehr erleben, da es – im wahrsten
Sinn – zu kata-strophalen Auseinandersetzungen kommen wird!
D. h. niemals wird es eine polit.-ökonomische Rettung geben und schon
gar nicht durch neue Techniken.
Die verzögern durch ihre unerkannte metaphysische Herkunft noch ein
Weilchen die heraklitische Kompensation der tellurischen Geister.
Inzwischen sollte man darüber nachdenken, wie man sich und seine
Nation einigermaßen schützen kann.

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, daß à la longue nicht eine
exklusive Beziehung zu den USA für
Deutschland von Vorteil wäre, sondern eine solche zu Russland!!!

Nietzsche und das Gesetzbuch des Manu.

-Alte und neue Nietzschefreunde legen viel Wert auf den
,Anti-Antisemitismus’ des Philosophen. Dies versteht sich angesichts
einer – in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten wahrnehmbaren –
Tendenz zur hermeneutischen Glättung des Nietzscheschen Werkes.
Zahlreiche Zeitungsbeiträge zum 100. Todestag Nietzsches ließen ihn
geradezu als Musterphilosophen der liberalen Demokratie erscheinen;
Manfred Riedel bestritt im Spiegel-Interview 34/2000 gar jegliche
politische Lesbarkeit des ,Willens zur Macht’.-
Gleichwohl gibt es dichte Quellenpräsentation von antijüdischen
„Nietzsche-Peinlichkeiten“, die an der Stellung
des Philosophen zum Judentum wenig Zweifel lassen.
In seiner Wahrnehmung jüdischer Menschen scheint Nietzsche eher ein
Juden-Verächter denn ein Juden-Hasser oder auch nur -Gegner. Seine
Reaktionen sind primär ästhetischer Natur, seine Urteile (die auch
Bewunderung für die Selbstbehauptungskraft des jüdischen Volkes
einschließen) sind vitalistisch fundierte Geschmacksurteile – ein
Grundcharakter des Nietzscheschen Werkes.
Auch bezeichnete er seinen Freund Paul Rée, der Rittergutsbesitzer
jüdischer Herkunft war, gelegentlich als einen „auch“
Zweimalgeborenen!
Man könnte also sagen, bei Nietzsches handelt es sich – ähnlich wie
bei Heidegger – eher um einen
seinsgeschichtlichen „Antisemitismus“!

Chandala.

„Nietzsche verwendet den Begriff in seinen Schriften
Götzen-Dämmerung[1] und Der Antichrist.[2] Darin stellt er das
„Gesetzbuch des Manu“ mit dessen Kastensystem als Beispiel für eine
intelligent geplante „Züchtung“ von Menschen gegen den Versuch des
Christentums, den Menschen zu „zähmen“.

Besondere Aufmerksamkeit widmet Nietzsche dabei dem „Tschandala“, den
er bei Manu als ein Produkt der unkontrollierten Mischung aus Rassen
und Klassen sieht, oder, wie Nietzsche Manu zitiert, als „die Frucht
von Ehebruch, Incest und Verbrechen“.[3]

Nietzsche beschreibt zunächst Methoden der christlichen
Menschenverbesserung. Zentrale Metapher ist dabei das dressierte
Raubtier in der Menagerie, das scheinbar verbessert, in Wirklichkeit
geschwächt und seiner Lebendigkeit beraubt sei. Als Entsprechung sieht
Nietzsche den vom Christentum dressierten Germanen.

Das Gesetzbuch des Manu sei dagegen auf Züchtung einer hohen
Menschenrasse aus und müsse daher unnachgiebig gegen jede
Rassenmischung sein. Nietzsche beschreibt diese
Gesellschaftsorganisation als „furchtbar“ und „unserem Gefühl
widersprechend“, aber als reinsten und ursprünglichen Ausdruck
„arischer Humanität.“ Er legt die brutalen Vorschriften zum Umgang mit
den Tschandala, die im Grunde auf Demütigung und physische Vernichtung
hinauslaufen, als Kampf der Starken gegen die Masse der Schwachen aus:

„Aber auch diese Organisation hatte nöthig, furchtbar zu sein, – nicht
dies Mal im Kampf mit der Bestie, sondern mit ihrem Gegensatz-Begriff,
dem Nicht-Zucht-Menschen, dem Mischmasch-Menschen, dem Tschandala. Und
wieder hatte sie kein andres Mittel, ihn ungefährlich, ihn schwach zu
machen, als ihn krank zu machen, – es war der Kampf mit der ‚grossen
Zahl‘.“[4]
Laut Nietzsche ist nun allerdings das Christentum, entstanden aus dem
Judentum, die Religion des Tschandala. Er deutet an, dass das Judentum
tatsächlich von den „Tschandalas“ kommt:

„Das Christenthum, aus jüdischer Wurzel und nur verständlich als
Gewächs dieses Bodens, stellt die Gegenbewegung gegen jede Moral der
Züchtung, der Rasse, des Privilegiums dar: – es ist die antiarische
Religion par excellence: das Christenthum die Umwerthung aller
arischen Werthe, der Sieg der Tschandala-Werthe, das Evangelium den
Armen, den Niedrigen gepredigt, der Gesammt-Aufstand alles
Niedergetretenen, Elenden, Missrathenen, Schlechtweggekommenen gegen
die ‚Rasse‘, — die unsterbliche Tschandala-Rache als Religion der
Liebe …“[5]
In seiner Schrift Der Antichrist lobt Nietzsche noch einmal das
Gesetzbuch des Manu. Zwar verwende es wie jede Moral die „heilige
Lüge“ als Mittel, aber sein Zweck sei unendlich viel höher als der des
Christentums. Nietzsche stellt die Weltanschauung der „geistigsten“
und „stärksten“ Menschen, die alles, sogar die Existenz der
Tschandalas, bejahen können, gegen den neidischen und rachsüchtigen
Instinkt der Tschandalas selbst (vergleiche Herrenmoral und
Sklavenmoral). Der Begriff Tschandala wird von Nietzsche noch auf
verschiedene Gegner gemünzt, etwa auch auf sozialistische Strömungen
seiner Zeit.

Auch in einigen nachgelassenen Aufzeichnungen Nietzsches findet sich
seine Beschäftigung mit dem Gesetzbuch des Manu, das er stellenweise
auch kritisiert. In einem Brief an Heinrich Köselitz vom 31. Mai
1888[6] erklärte Nietzsche die Juden zur „Tschandala-Rasse“, die die
„arische“ Ethik der Veden zu einer Priester-Ethik umfunktioniert und
damit den ursprünglichen Sinn zerstört habe.“!!!

Kein Geringerer als der wesentliche Mit-Herausgeber der
Nietzsche-Gesamtausgabe Giorgio Colli — dessen Lebensmotto nach
Platons Phaidros „Enthusiazon de lelethe tus pollus“ lautete, was
soviel heißt: „… daß er aber begeistert ist, merken die Leute nicht“;
gemeint ist derjenige, welcher ständig im Zustand der eleusischen
Ekstase lebt und welchen folglich die meisten („hoi polloi“) für
verrückt halten – schrieb folgende Sätze:

HYPERBORÄER

„Die jüngsten Studien über die griechische Religion haben einen
asiatischen und nordischen Ursprung des Apollo-
kultes nachgewiesen. Von daher ergibt sich eine neue Beziehung
zwischen Apollo und der Weisheit. Ein Fragment
von Aristoteles belehrt uns, daß PYTHAGORAS – EIN WEISER ALSO – VON
DEN EINWOHNERN KROTONS DER HYPERBOREISCHE APOLLO GENANNT WURDE. DIE
HYPERBOREER GALTEN DEN
GRIECHEN ALS EIN SAGENHAFTES VOLK IM ÄUSSERSTEN NORDEN.
Von dort scheint der mystische, ekstatische Charakter Apollos zu
stammen, der sich in der Besessenheit der Pythia,
in den delirierenden Worten des DELPHISCHEN ORAKELS kundtut. IN DEN
EBENEN DES NORDENS
UND ZENTRALASIENS IST EINE LANGE FORTDAUER DES SCHAMANISMUS, EINER
BESONDE-REN TECHNIK DER EKSTASE BEZEUGT.
DIE SCHAMANEN ERREICHEN EINE MYSTISCHE VERZÜCKUNG, EINEN EKSTATISCHEN ZU-
STAND, IN DEM SIE FÄHIG SIND, WUNDERTÄTIGE HEILUNGEN ZU VOLLBRINGEN, DIE ZU-
KUNFT ZU SCHAUEN UND PROPHETIEN ZU VERKÜNDEN.
Das ist der Hintergrund des delphischen Apollokultes. Ein berühmter
Passus bei Platon liefert uns hierüber Auf-
klärung. Es handelt sich um die Rede über die MANIA, den Wahnsinn, die
Sokrates im PHAIDROS hält. Gleich
zu Beginn findet sich die Entgegensetzung des Wahnsinns und der
Mäßigung, der Selbstbeherrschung, und für uns
Moderne paradoxen Umkehrung wird jener als überlegen und göttlich
gerühmt. So heißt es im Text:
„Die größten Güter enstehen uns aus dem Wahnsinn, der jedoch durch
göttliche Gunst verliehen wird. Denn die
Prophetin zu Delphi und die Priesterinnen zu Dodona haben im Wahnsinn
unserer Hellas viel Gutes in privaten
und öffentlichen Angelegenheiten zugewendet.“
Die Verbindung zwischen MANIA und Apollo wird also von Anfang an klar
hervorgehoben. Dann werden vier
Arten des Wahnsinns unterschieden: der prophetische, der
mysterienhafte, der poetische und der erotische; die
beiden letzten sind Varianten der beiden ersten. Der (so verstandene)
Wahnsinn ist der Ursprung der Weisheit!

Die Moderne in der Gestalt des technichen Herstellens und Besorgens
von Allem in seiner entäußerten Hyper-Mystik des globalen Gestells,
ist der jüdisch-christliche Irrweg seit langem und daher der Inbegriff
des nichtigen
Nichts, das unweigerlich in die KATASTROPHE führt.
Es gilt daher für einzelne Völker Sicherheitsmaßnahmen vernünftig
vorauszuplanen.
Dugins „Ansichten eines Clowns“ sind (mit Einschränkungen) zu bejahen:

МАНИФЕСТ АРКТОГЕИ DAS ARKTOGEA-MANIFEST

petervonkloss September 23, 2015 um 05:11

petervonkloss März 29, 2015 um 04:24
@holger März 28, 2015 um 13:38

Zur Konkretisierung von @holgers Text durch Gunnar Heinsohn:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zuwanderung-weltweit-wettstreit-um-die-besten-koepfe-13475203.html

Nicht nur die linksliberalen Linken und Grünen sind in derweil
außergewöhnlichen Maßen dem allgemeinen Nihilismus der menschheitlich
sich tümelnden Freundschaft unter allen Völkern verpflichtet, es
scheint auch
den konservativen Huldigern der allgemeinen Protestantik ein
Wohlgefallen, daß ca. Fünfhunderttausend, davon
zweidrittel Nichtskönner beliebig nach Deutschland einwandern können
und konsequent nicht abgeschoben werden.
Als alternatives, progressives Nahziel empfehle ich den schrankenlosen
Zuzug von großartig „ausgebildeten“ Wölfen
aus Russland, so daß sie uns das per zugepflasterte Autobahnen
beherrschte Deutschland und seine Umgebung wieder einigermaßen
zugänglich machen als Erdteil der seine Ortschaft nicht an
irgendwelche dumm-religiösen Judenbengel (Zuckermann) verloren hat.
Diese Einwanderer könnten wirklich wesentliches geben. Ich fordere
daher Wolfsampeln auf allen Autobahnen mit mindestens 6 Stunden rot.
Hierzu auch Acta diurna:

In einem Gastbeitrag für die FAZ erinnert Gunnar Heinsohn einmal mehr
an die Gallup-Studie aus dem Jahre 2009, welcher zufolge 38 Prozent
der Afrikaner gern ihren Kontinent verlassen wollen, was bei einer
Bevölkerungswachstumsprognose von 2,1 Milliarden Afrikanern im Jahre
2050 aber kaum mehr als 800 Millionen ergäbe, heute sogar noch
weniger, gegenüber dann ca. 500 Millionen Europäern. „Es gehört zum
Charme des erschöpften Abendlandes, dass niemand aus seinen Kabinetten
diese Zufluchtssuche unterbinden will“, notiert Heinsohn und zitiert
Christopher Hein, den Vorsitzenden des Italienischen Flüchtlingsrats,
mit den bilanzselbstmörderischen Worten (also auf den Kontinent
bezogen, Freund Hein selber meint gewiss, dass er steuerfinanziert
irgendwie durchkommt): „Zu entscheiden, wer kommt oder wie viele
kommen, liegt nicht bei unsereinem. Was wir allein beeinflussen dürfen
(sic!), sind die Umstände, unter denen diese Menschen zu uns finden.“

Halten wir deshalb kurz inne zum Gebet, dass der eine oder andere auch
den Weg in Heins trautes Heim finden möge. Beziehungsweise darf.

Nun aber die bessere Nachricht inmitten der ohnehinnigen guten:
Deutschland wird täglich immer noch unglaublich bunter! So soll es
heute schon siebeneinhalb Millionen Analphabeten im Land der
Schlichter und Schenker geben, also Menschen, die das unglaubliche
Glück haben, weder Bild noch Spiegel online lesen dürfen zu müssen.
“Jeder siebte erwachsene Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren kann nicht
richtig lesen und schreiben”, meldet ntv und präsentiert als
vermeintlich typisches Beispiel “Herbert K.” aus Mecklenburg (nur sein
Hund heißt “Ali”). Diese Bilanz können sich die engagierten rot-grünen
Bildungsreformer allerdings nicht ganz allein zuschreiben, es sollten
unter den importierten Ärztekohorten und Ingenieurslegionen auch ein
paar fröhliche Fellachen sich befunden haben. Was dem Staatsziel
Buntheit nur zupass kommt. Also: Mehr davon! Macht hoch die Tür!

Apropos Ärzte und Ingenieure: Wie Thilo Sarrazin, verflucht sei sein
Name im Diesseits und im Jenseits, von seinem Parteifreund Buschkowsky
erfuhr (verflucht sei auch er) und in der Weltwoche ausplauderte,
leben allein in der Hauptstadt der DDR mehrere zehntausend Angehörige
einer Bevölkerungsgruppe, die so bunt ist, dass es keinen Namen mehr
für sie geben darf oder kann. Auf wessen Kosten sie dort leben, darf
(und irgendwann: kann) gleichfalls nicht gefragt werden, aber man muss
doch wenigstens darauf hinweisen, dass ihrer Mitte erstklassige
Experten im Schlüsseldienstsektor entstammen, wenn auch meistens
keiner der Kunden zu Hause ist, um dergleichen Expertise nicht nur zu
bestaunen, sondern auch zu würdigen.

Zu den importierten Fachkräften gehört in gewissem Sinne auch das
hochsolide arbeitende Masern-Virus, sozusagen als Avantgarde wieder
heimkehrender, bislang diskriminierter, verfolgter und anderswo
ansässig gewordener Erregerstämme. Zwar stellte die Zeit in ihrer
Online-Ausgabe prompt klar, dass nicht die Asylsuchenden vom Balkan,
die das Virus mitbrachten, am Wiederauftauchen der ehedem komplett
ausgegrenzten Seuche Schuld trügen, sondern die impfscheuen Deutschen,
denn ein importierter Erreger fände in einer gut durchgeimpften
Volksgemeinschaft keine Verbreitungsmöglichkeiten. Impfen als
Bestandteil der Willkommenskultur für Ungeimpfte also. Aber man soll
den Anteil auch unscheinbarer Zuwanderer an der immer bunteren
Gesellschaft nicht kleinreden. Und immer feste druff, Genossen
Medienschaffende, auf diejenigen, die sich darüber echauffieren, weil
sie aus lauter Egoismus unfähig zur globalen Perspektive sind! Auch
Erreger und Leseschwächen müssen sozial gerecht verteilt werden. Wer
hat, soll geben! Und wer nicht geben will, dem soll genommen werden!
Bis alle gleichviel wenig haben!

Zum Schluss die schlechte Nachricht: Wenn dieses Land endlich eine
Bananenrepublik geworden ist, dann wird wohl leider auch die
unsühnbare deutsche Schuld allmählich verblassen. Denn wenn nichts
mehr zu holen ist, wen soll sie dann noch interessieren?

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 06:36

VW führt uns doch gerade vor, wie es zu Merkels Asylantenschwemme gekommen ist. Der Systemimmanente Zwang zur Umsatzsteigerung hat im Jahr 2009 einige Ingenieure dazu gebracht, die Fahrwerkselektronik mit der Motorelektronik zu koppeln, um so die Abgaswerte zu optimieren. Diese Ingenieure haben nur das gemacht, was sie vorher in unserem Bildungssystem gelernt haben, nämlich die Erkenntnis, dass Optimierung nicht darauf zielt, wirklich etwas zu können (in dem vorliegendem Fall die Abgaswerte reduzieren zu können), sondern nur darauf, Prüfungen zu bestehen. Die These, dass es geplant war, mit dieser Entscheidung im Jahr 2009 dafür zu sorgen, dass VW im Jahr 2015 untergeht, können wir sicherlich verwerfen, es sei denn, ein wirkliches Genie, ausgesandt von der Konkurrenz, sei im VW-Konzern gezielt als Saboteur eingeschleust worden.

Im Falle der Entscheidung Merkels gehe ich nicht davon aus, dass die Abschaffung Deutschlands das Ziel war, es sei denn, die Westalliierten hätten gemeinsam mit den Russen die Wiedervereinigung inszeniert, um Merkel einzuschleusen, mit dem Ziel, im Jahr 2015 Deutschland abzuschaffen.

Luhmänner vor zur Systemanalyse!

g.w. September 23, 2015 um 06:53

“Ach was. Man sollte auch unterscheiden zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Das fällt schon Goodnight schwer.”

das fällt vielen schwer. Die NW masst sich Erkenntnisse an, die sie gar nicht hat. Aber wenn es oft genug wiederholt wird, glauben die menschen es einfach. Wenn die NW sagt, der Urknall sei aus dem Nichts entstanden, ist das reine Philosophie, weil rein spekulativ. In Wirklichkeit kann die NW nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt auf den Urknall zurückblicken und die chemischen Reaktionen beschreiben, nicht bis ganz an den Anfang. Sie weiss einfach nicht, was am Anfang war und ob die Materie nicht vielleich doch aus einer noch subtileren Quelle stammt.
Die esoterisch-integrale Sichtweise beschreibt Schöpfung als einen immer wieder neu entstehenden fortlaufenden Prozess, so wie der Film auf dem Monitor Augenblick für Augenblick neu entsteht.
So entsteht die Welt Moment für Moment neu.
So gesehen gibt es immer nur die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft existieren immer nur im Jetzt.
So wie der Monitor stets unverändert und unberührt ist von dem film, gibt es das Ewige, in welchem das Vergängliche erscheint.
Anfangs als Urknall, in der weiteren Entwicklung immer komplexer werdende.
Der Mensch besteht demnach aus dem ewigen (Bewusstsein/Seele) und dem vergänglichen (Körper, Gefühle, Gedanken) gleichzeitig.

Das ewige erfreut sich an seiner eigenen Kreativität und ermöglicht das Leben in allen möglichen Formen. Warum die Erde und Menschheit in diesem erbärmlichen Zustand ist, ist den Eingeweihten auch längst bekannt.

petervonkloss September 23, 2015 um 06:55

Sympathie for the Devil

Fröhliche Übergänge zum “Heidnischen” am Morgen:

https://www.youtube.com/watch?v=0_KBszQRItU

https://www.youtube.com/watch?v=Rpzn_fK7SsM

gelegentlich September 23, 2015 um 08:10

@K.H.Hammersen September 23, 2015 um 06:36
Schöner Vergleich. Noch ein Schritt weiter: man hat deutsche Ingenieurskunst dazu benutzt nicht nur eine Prüfung zu bestehen, sondern ein System zu erfinden, das sich wie ein Schüler/Student in einer Prüfung verhält. Er merkt, ob man auf ihn schaut (Spickzettel verbergen) oder nicht (Spickzettel benutzen).
Ich glaube aber nicht dass VW die einzige Firma ist die sich erfolgreich um eine kreative Lösung des Problems bemüht hat. Während sich die Wogen der Aufmerksamkeit glätten dürfen wir weitere Neuigkeiten erwarten. Vermute ich.
Das Ganze ist eigentlich ein Waterloo der Idee, komplexe Systeme mit kruden Vereinfachungen (Benchmark-Tests, Ranking-Listen von Wasweißich) bewerten zu wollen. Das Desaster, das diese „Denkweise“ in unserem Bildungsbereich angerichtet hat, halte ich für größer als das Malheur von VW.

petervonkloss September 23, 2015 um 08:12

@g.w.

….Istigheit!

Neuhier September 23, 2015 um 08:14

@ g.w. September 23, 2015 um 06:53

Was ist das für ein esoterischer Blödsinn.
Der Mensch ist wie jedes Lebewesen die Kopiermaschine für ein Molekül. Nur bei einer Art ist durch die natürliche Selektion eine Kopiermaschine mit einem Gehirn, dass zum rationalen Denken fähig ist, entstanden. Diese Art kann Kultur entwickeln.
Nur weil die Naturwissenschaft keine Antwort auf dem davor geben kann haben Ideologien keine Legitimation. Religion und Esoterik sind für mich Ideologien.

petervonkloss September 23, 2015 um 08:16

@g.w.

….Istigkeit!

Hklein September 23, 2015 um 08:27

,,Dresden: Pegida-Demonstranten beschimpften Kinder

“Faules Pack” und “schämt Euch” sollen die Teilnehmer einer Pegida-Demonstration in Dresden einer Gruppe Schulkinder zugerufen haben. Das Kultusministerium verurteilte die Vorfälle.”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dresden-pegida-demonstranten-bedrohten-kinder-a-1054255.html

Wie hoch ist eigentlich der Anteil der Hartz-IV-Empfänger (SGB II) in der PEGIDA-Anhängerschaft?

BlackMass September 23, 2015 um 08:54

@ g.w.

,,Die NW masst sich Erkenntnisse an, die sie gar nicht hat.”

Das Problem ist, dass Esoteriker oft nur rumschwafeln und kein physikalisches Grundwissen haben. Energie ist ein fester physikalischer Begriff, der durch Rumschwurbeln veralbert wird.

Die universellen Gesetze sind die Naturgesetze.

BlackMass September 23, 2015 um 08:57

Viktor besucht heute Horst.

,,Die CSU repräsentiert an diesem Mittwoch mal wieder die bayrischen Verhältnisse, indem sie Viktor Orban, den national-konservativen Ministerpräsidenten Ungarns, zu ihrer Herbstklausur nach Kloster Banz einlädt. Dort wollen sie darüber beraten, wie man Zäune gegen Flüchtlinge noch schneller hochziehen und die Festung Europa weiter vor geflüchteten schutzsuchenden Menschen schützen kann.”

https://coburgerantifa.wordpress.com/2015/09/21/csu-und-orban-geistige-brandstifter-unter-sich/

gelegentlich September 23, 2015 um 08:59

@Neuhier September 23, 2015 um 08:14 [edit]
„@ g.w. September 23, 2015 um 06:53
Was ist das für ein esoterischer Blödsinn.“
Neuhier, wir können hier tatsächlich den Urknall nicht auflösen. Naturwissenschaften können auch zur Herstellung ideologischer Denksysteme genutzt werden. Wir müssen im Moment wohl kleinere Brötchen backen. Sie sehen es doch: selbst der Zusammenhang zwischen Moral und Verstand scheint noch nicht hinreichend verstanden worden zu sein.
@Hklein September 23, 2015 um 08:27
Ja, sie „sollen“ gerufen haben.
„Wie hoch ist eigentlich der Anteil der Hartz-IV-Empfänger (SGB II) in der PEGIDA-Anhängerschaft?“
Was könnte eine Antwort darauf erbringen?
Eine interessante Umfrage hat wohl die Redaktion von RT-Deutsch gemacht:
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46051/1.html
„Offensichtlich ist, dass die politische Mitte von SPD über Union bis zu den Grünen quasi nicht vertreten ist. Auf die Frage “Für welche Partei haben Sie bei der Bundestagswahl 2013 gestimmt?” gaben 26,77 Prozent die Linke an, 20,09 Prozent die AfD. 23,01 Prozent gaben an, keine Stimme abgegeben zu haben. Auf die Frage “Für welche Partei werden Sie bei der nächsten Bundestagswahl Ihre Stimme abgeben?” antworteten zugleich 42 Prozent mit der Linken, 21,57 Prozent wollen an der Abstimmung nicht teilnehmen, die AfD kommt auf einen geringeren Wert von 16,65 Prozent.“
Danach, wer davon HartzIV bekommt, wurde leider nicht gefragt.

Neuhier September 23, 2015 um 08:59

@ gelegentlich September 23, 2015 um 08:10
@K.H.Hammersen September 23, 2015 um 06:36

Ihren Meinungen stimme ich eigentlich zu. Aber diese Technik ist weit verbreitet z.B. bei der Suchmaschinenoptimierung oder wenn ein Schüler oder Student nur für eine Prüfung lernt.
Das Problem ist der Anspruch alles Messen zu wollen, möglichst auf zehntel oder hundertstel Stelle. Das geht nur mit reproduzierbaren Messanordnungen. Und nur auf die wird sich vorbereitet.

Keynesianer September 23, 2015 um 09:04

Inzwischen lässt Merkel keine Gelegenheit aus, den Hass auf die Deutschen in Europa zu schüren, wie es ihr Auftrag ist:

Ich schäme mich für die deutsche Politik, die für ein lächerliches Ergebnis einen weiteren tiefen Riß durch die ohnehin von Rissen geplagte EU gezogen hat. Zum ersten Mal wurde mit einer Mehrheitsentscheidung unter Androhung einer Geldstrafe in die Souveränität der Mitgliedsstaaten eingegriffen, was die Osteuropäer an ihre Zeiten unter Moskauer Diktat erinnern wird. Auch das wird sich rächen und die EU jedenfalls von weiteren Verteilaktionen abhalten. Wie bei der Griechenlandkrise ist gerade der Druck aus Deutschland schon historisch vorbelastet und wird uns noch heimgezahlt werden, und das wegen einer Umverteilung von gerade einmal 3.717 Flüchtlingen, die für die 4 Verweigerer-Länder vorgesehen waren, oder von 4 Promille der Flüchtlinge, die in diesem Jahr auf Deutschland zukommen. Diese Erpressung der Osteuropäer wurde nur betrieben, damit die Bundesregierung den Deutschen europäische Solidarität vorgaukeln kann. Der slowakische Regierungschef Robert Fico hat prompt gedroht, solange er Ministerpräsident sei, würden verpflichtende Quoten zur Aufnahme von Migranten nicht in der Slowakei umgesetzt. Die Länder, die die Quoten “unsinnigerweise” durchsetzten, hätten einen tiefen Graben gezogen. Er meinte natürlich Deutschland.
Aus der Mail von Joachim Jahnke zu seinem Rundbrief:
http://www.jjahnke.net/rundbr115.html#3370

Die gesamte Weltpresse wird bald behaupten, dass die Deutschen für das Problem mit den Flüchtlingen verantwortlich sind, weil sie bei denen falsche Hoffnungen geweckt hätten um diese dann furchtbar zu enttäuschen. Dann hätten die Deutschen versucht, den anderen Länder Europas die Lasten und Verpflichtungen aufzubürden. Dabei hätten doch alle vernünftigen Menschen gewusst, dass das schiefgehen muss.

Manfred Peters September 23, 2015 um 09:09

[edit - gelegentlich]
OT
——————————-
PVK müllte das Forum mit den gesammelten Werken mehr oder weniger großer Geister voll und niemand schreitet ein? :-(
Sollte nicht eine Verständigung möglich sein Zitate auf 3 bis 5 Sätze/ca. 500 Zeichen (~BlaBlaMeter-Mindestprüflänge) zu beschränken?

Linus September 23, 2015 um 09:11

@Kuckuck:
“Die herrschende Moral ist immer die Moral der Herrschenden.”
Als Nicht-Herrschender frage ich mich dann, welche Moral ich mir persönlich zulegen sollte. Entweder ist Moral rein situativ und damit beliebig (du nennst dies ‘opportunistische Moral’) – dann lohnt eine Suche nicht. Oder sie ist es nicht und widersteht damit auch den Versuchungen des Lokals. Wenn aber letzteres der Fall ist, dann müsste es eine stabile, ‘echte’ Moral neben der Moral der Herrschenden geben. Wie komme ich zu der und woran lässt sie sich erkennen?

Konkreter: Wenn ich einen finde, der die Moral der der Herrschenden vertritt, wie kann ich entscheiden, ob es sich um ‘opportunistische’ Moral handelt – oder vielleicht doch um ‘echte’ Moral, die ZUFÄLLIG mit der Moral der Herrschenden zusammenfällt?

Um aus diesem Dilemma zu kommen, könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass Herrschaft immer unmoralisch ist, und dass daher die Moral der Herrschenden niemals ‘echte’ Moral sein kann.

Denken wir uns also eine ideale Welt und die Herrschenden mal weg. Welche Moral herrscht dann? Die ‘echte’, die ‘opportunistische’ – oder gar keine?

Bitte untertänigst um Klärung!

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 09:13

@Neuhier

Ja, aber bei VW liegt ja wohl der Fall vor, dass das Abgasreinigungssystem ja nur dann die Volle Leistung brachte, wenn die nicht angetriebene Achse still stand. Wäre das nicht so gewesen, wären zwar auch die Werte im Fahrbetrieb schlechter gewesen als auf dem Rollenprüfstand, aber die Abweichungen wären wohl nicht so krass gewesen.

Auf Merkel übertragen: wären nur die zum Zeitpunkt ihrer Erklärung sich in Ungarn aufhaltenden Flüchtlinge gekommen, hätte es in Deutschland kein Chaos gegeben und Merkel hätte sich als Heldin feiern lassen.

Weder die Ingenieure bei VW noch die Politiker machen sich ernsthaft Gedanken über die Folgen ihres Handelns. Ob die Chose anschl. gut oder schlecht läuft, ist reiner Zufall. Unter Laborbedingungen sind alle Autos sauber und alle Flüchtlinge nett und hochqualifiziert.

Neuhier September 23, 2015 um 09:19

@ H.K.Hammersen September 23, 2015 um 09:13
Ja, so ist es leider.

Linus September 23, 2015 um 09:26

Zu dem Thema von Keynesianer (dem ich hier in keiner Weise beipflichten will) ein lustiger Double Speak:

De Messiere sinngemäss: “Es kann nicht angehen, dass sich einzelne Mitglieder von ihrer Verpflichtung, Asylanten aufzunehmen, freikaufen wollen.”
Konsequenz: Wer keine Asylanten aufnehmen will, zahlt Strafe.

Ehrlicherweise hätte er sagen müssen: ‘Sich freikaufen wird ziemlich teuer’.

Linus September 23, 2015 um 09:28

Korrektur: De Maiziere – sorry

gelegentlich September 23, 2015 um 09:31

OT
———————————-
@Manfred Peters September 23, 2015 um 09:09
„…und niemand schreitet ein?
Ich hoffe immer noch es sei möglich zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Dann muss man sich in Gottes Namen auch mal auf Meta-Diskussionen einlassen. In schwierigem Umfeld. Meine ohnehin nicht hohe Meinung über die Seriosität der Meinungsbildung einiger Kommentatoren ist gestern noch weiter in den Keller gegangen. Zuviele „Vollpfosten“.
„Sollte nicht eine Verständigung möglich sein Zitate auf 3 bis 5 Sätze/ca. 500 Zeichen (~BlaBlaMeter-Mindestprüflänge) zu beschränken?“
Oder noch besser ein Link zu jener Stelle? Die ja in Schriftform irgendwo im Netz liegen dürfte? Ich finde Deinen Einwand gerechtfertigt, frage aber erst mal hiermit in die Runde. Und bitte solche Meta-Beiträge extra markieren, damit das Entfernen später leichter ist. Den „Ertrag“ von gestern kann ich per PM verteilen, falls den Jemand will.

gelegentlich September 23, 2015 um 09:43

@ H.K.Hammersen @Neuhier
Wenn ich es etwas weiterdenke hat VW nicht „beschissen“. Die kannten ein Prüfverfahren , hatten wohl selber zu ihm beigetragen! ;-), und haben ihre Maschine so optimiert, dass sie bei diesem Prüfverfahren gut abschneidet. Wer das Beschiss nennt muss mindestens 2-3 Jahrzehnte deutscher Bildungspolitik, die auf Bestehen von Tests/Prüfungen statt Denken angelegt war, und wichtige Teile unserer „technisch-wissenschaftlichen Zivilisation“ Beschiss nennen. Die dahiner stehende Denkweise empfinde ich eher als eine Art Zivilisationskrankheit oder loose cannon.
Die Vereinfachung durch solche Normtests funktioniert nur, wenn man sich ihrer bewußt bleibt und (!) wenn sie auch entsprechend kommuniziert wird. Dann aber ist sie wertlos: denn man will ja mit dem Arguemnt verkaufen einen umweltverträglicheren Dieselmotor zu haben. Den kriegt man so nicht. Hätte man einen echten wäre die Frage ob die Kunden den ohne entsprechende staatliche Auflagen zu einem höheren Preis kaufen würden.

Keynesianer September 23, 2015 um 09:45

@ H.K.Hammersen September 23, 2015 um 09:13

Auf Merkel übertragen: wären nur die zum Zeitpunkt ihrer Erklärung sich in Ungarn aufhaltenden Flüchtlinge gekommen, hätte es in Deutschland kein Chaos gegeben und Merkel hätte sich als Heldin feiern lassen.

Wer die reale Politik aufmerksam verfolgt, also nicht den Müll in den Medien, konnte schon vor Monaten beobachten, dass plötzlich in die letzten Dörfer Asylbewerber verteilt und überall die sogenannte Willkommenskultur propagiert wurde.

Wegen der paar tausend Flüchtlinge in Ungarn ist das sicher nicht so groß und weitblickend aufgezogen worden, sondern wegen der Million, die jetzt gezielt in Richtung Deutschland in Bewegung gesetzt werden.

Glaubt bitte mal endlich nicht länger an Zufälle in der Politik. Die Dienste wussten Monate vorher, welche Massen da von wem in Bewegung gesetzt werden, wie etwa durch plötzlichen Geldmangel bei der Versorgung der Flüchtlingscamps vor Ort.

Das ist alles Absicht und nur die Sheeple staunen jeden Tag wieder.

Linus September 23, 2015 um 09:45

@HKH: Zu Abgassreinigungsystem:
Dieser Fake dürfte allen damit Befassten von Anfang an bekannt sein, auch in den USA. Wenn der Umstand erst jetzt öffentlich gemacht wird, so bedeutet das, dass er instrumentalisiert wird.
-> irgendwer zeigt Deutschland die Instrumente.

g.w. September 23, 2015 um 09:45

@black mass
“Das Problem ist, dass Esoteriker oft nur rumschwafeln und kein physikalisches Grundwissen haben. Energie ist ein fester physikalischer Begriff, der durch Rumschwurbeln veralbert wird.
Die universellen Gesetze sind die Naturgesetze.”

das ist unsachliches geschwafel pur

@neuhier “Nur weil die Naturwissenschaft keine Antwort auf dem davor geben kann haben Ideologien keine Legitimation. Religion und Esoterik sind für mich Ideologien.”

die NW sprechen doch selber vom Urknall aus dem Nichts, obwohl es dafür keinen Beleg gibt, also Ideologie, sowie der Materialismus eine Ideologie ist.

Das Problem bei Euch beiden ist, dass ihr noch keine Sekunde in Euerm Leben wirklich beobachtet habt.

@pvk “istigkeit”
genau

das ewige mit den Eigenschaften seiner Ewigkeit, Vollkommenheit und Schönheit zeigt sich auch in der Materie,
in allen materiellen Daseinsformen gibt es eine Art Vollkommenheit:
bei den Mineralien und Steinen sind es die Diamenten und Edelsteine,
bei den Pflanzen sind es die Blumen in ihrer Schönheit
bei den Tieren sind es die Vögel, die fliegen können
und bei den Menschen sind es die Heiligen oder die Buddhas

g.w. September 23, 2015 um 09:46

bei den Metallen ist es das Gold

Manfred Peters September 23, 2015 um 09:59

@ VW/OT?
Es ist an der Zeit, dass die bleierne Klimaverpesterkanzlerin eine Feier (Ackermann-Modell) für Martin im Kanzleramt ausrichtet. Da der Geburtstag noch etwas hin ist, nehmen wir für Martin den Kat-holen doch den Namenstag; 11.11., 11:11!
Wir sind doch alle Jecken! ;-)

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 10:07

Hammersen

—>>> es sei denn, die Westalliierten hätten gemeinsam mit den Russen die Wiedervereinigung inszeniert, um Merkel einzuschleusen, mit dem Ziel, im Jahr 2015 Deutschland abzuschaffen.”

Die “Wiedervereinigung” war inszeniert. Sie war ein Teil von der Auflösung der UdSSR. Und dafür hat Gorbi genügend Cash bekommen. Alles kein Geheimnis. die Seite 2plus4.de ist zwar nicht mehr verfügbar, da konnte man nämliche Protokolle einlesen, aber irgendwo werden die Dokumente wohl noch sein.

Ebenso hat die eiserne Lady Thatcher damals schon gesagt, macht euren Eurotz alleine, er ist Murx. Denn der war mit der “Wiedervereinigung” gekoppelt (Frankreich). Was Mother Murksel betrifft dazu hat der Oggersheimer genug gesagt. Was Mother Murksel in der Laudatio zu Schröder Biographie gesagt hat, spricht ebenso Bände.

Die Macht-Übernahme von Mother Murksel war in der Tat geplant. Die damalige Führung um Kohl und Waigel und Genschman, waren in der Frage der “Wiedervereinigung” Naiv und dumm schlau zu gleich. Die dachten sich wirklich etwas Gutes zu tun. Das musste Kohl später bitter erfahren, dass das sein “Mädchen” ein wenig schlauer war, als er.

die BRD hat diktiert, und die innere kleine Abteilung der DDR, die Chance gesehen, aus dem Status Macht zu gewinnen. Schröder hat sich seinen Auftrag fürstlich bei Putin Gazprom versüßen lassen. Murksel hält Laudatio auf den Großen Gerhard. Russland war auch das einzige Land, was DE einen Friedensvertrag angeboten hatte, was alle anderen auch die BRD selber abgelehnt hat.

So kam es eben nicht zu der “Wiedervereinigung” nach 146 GG sondern nach 23 GG den Anschluß der DDR an die BRD. Die DDR ist nur die Erweiterung des Geltungsbereiches GG auf die “neuen” Länder. Mit dem Verzicht (Polen) auf weitere ehemalige Gebiete.

Mother Murksels Ordens und Auszeichnungsliste, ist der kohlschen ähnlich. Muss man sich nur angucken, was die kleine FDJ Erika so bekommen hat. Was für eine Karriere. Dann weiß man, wo die Förderer so stecken. Für Umsonst kommt man nicht in diese Etagen. Nicht aus Nächstenliebe.

Dann muss man weiter gucken und sich nur anschauen, welche Leichen pflastern ihren Weg. Eine gezielte “Auslöschung” von potentiellen Gegner. “die Zeit der langen Messer”. Erinnert eben an die Abwicklung vom “Röhm-Putsch”.

Machtkonzentration auf nur eine Person… der “Mutti-Kult” eben. Ausschaltung jeglicher Opposition. Guck in den Bundestag. Es gibt keine Opposition. Warum auch?

Parallelen zum “Führer-Kult” nur rein zufällig. LACH :D

Guck dir das “Europa” an, oder die Eurotzzone. Irgendwen überfallen? Braucht man nicht mehr. Das geht auch finanziell. Kohl hat gesagt ungefähr: “Mutti mein Mädchen macht Eurobba kaputt”. Yep… und das macht sie. Sie nicht, man muss ja eben nur auf die Orden und Auszeichnungen gucken.

Ob es einem passt oder nicht. Wir haben keine “Demokratie” wir leben in einem NS Staat der besonderen Art. Und um den aufbauen zu können, konnte man keinen Westpolitiker brauchen. Es musste einer aus dem Osten aufgebaut werden. Einer der den Sozialismus nicht nur lebt sondern im Herzen mit sich trägt. Und Mother Murksel hat die Aufnahmeprüfung mit Auszeichnung bestanden.

Man hat über den Eurotz über Deutschland Eurobba besetzt, ohne es besetzen zu müssen. Wer ist denn der große Diktator in der EU wer droht denn immer den kleineren Staaten. Wer dreht ihnen die Kehle zu?

Wer handelt mit Flüchtlingen hier, wie mit Vieh? Wer unterstützt auch noch freiwillig den Viehhandel? Eben, die große Kunst des Viehhändlers.

Um das machen zu können, den Viehhandel, muss man schon reichlich abgezockt sein. Was hier moralisch besprochen wird, ist nichts anderes als ein “humaner” Viehhandel. Weil die dummen “Schafe” eben nicht merken, dass sie Vieh sind! Das ist nicht so vorgesehen.

Alle Gesetze alle Verordnungen sind darauf ausgerichtet, die Viehherde im Zaum zu halten. Nur auserwählte Rindviecher dürfen das Gatter verlassen. Diese werden dann “Befördert” kein anderer.

Wer wie Mother Murksel ein Hurra auf den Schröder und die Agenda 2010 ausspricht, ist ein Viehhändler, ein Sozialist erster Güte. Schröder war indes auch kein Unfall, Fischer auch nicht. Unter Schröder konnte man die Gewerkschaften auf Kurs bringen. Der Menschenschinder von VW (ha der Kreis schließt sich) Peterle Hartz wurde auch geadelt.

Heute belügen sie die Welt mit Diesel Abgasnormen. Weil sie nichts anderes können. Lügen und betrügen und sich ihr Dasein vom Vieh angenehm gestalten und bezahlen lassen.

Es ist aus, mit dem Wahnwitz. Ich hab es oben schon getippselt. Das System der Viehhändler hängt sich momentan selber auf.

Da nutzt es auch nichts, neue Boxen zu bauen (sozialer Wohnungsbau) wo das Vieh eingesperrt wird. Und nun kann man gerne mal kugeln, wer die erfolgreichsten Viehhändler waren und sind.

gelegentlich September 23, 2015 um 10:10

@Manfred Peters September 23, 2015 um 09:59
Du hast recht: in diesem Thread sind VW und Esoterik vs. NW inzwischen gewiß OT. Bitte an Alle: damit nicht weitermachen!

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 10:19

gelegentlich

VW Abgasnormen und Diesel-Motoren sind ähnlich zu bewerten wie unser Bildungssystem und auch der Zuzug der Ankömmlinge.

Denke einfach mal bitte daran, dass man Technik und Mensch gleich setzen kann.

Es handelt sich in beiden Fällen nur um Einheiten die Energie umsetzen können.

Kuckuck September 23, 2015 um 10:26

@gelegentlich September 23, 2015 um 09:43
„Wenn ich es etwas weiterdenke hat VW nicht „beschissen“.“

Das ist nicht „weiter“ gedacht, sondern falsch gedacht.
Das war Betrug. Denn es ging darum, die Behörden und um die Kunden über die tatsächlichen Emissionen zu täuschen.

So wie es eine kriminelle Handlung war, Betriebsratsmitglieder zu bestechen.
https://de.wikipedia.org/wiki/VW-Korruptionsaff%C3%A4re

In diesem Betrugsfall wurde vorsätzlich eine massive Schädigung der Aktionäre sowie der Kunden in Kauf genommen.

Natürlich auch derjenigen, die die Autoabgase einatmen.

Die Frage ist, ob die Fahrzeuge nachgerüstet werden können, damit sie die US-Abgasnorm erfüllen oder ob sie aus dem Verkehr gezogen werden. Auf jeden Fall wird der Wiederverkaufswert der VWs beeinträchtigt sein.

Dass die Verantwortlichen nicht zur Verantwortung gezogen werden und Schadensersatz werden leisten müssen, ist zu erwarten.

Wir sind ja hier nicht im sozialistischen China!!!

„Wer das Beschiss nennt muss mindestens 2-3 Jahrzehnte deutscher Bildungspolitik, die auf Bestehen von Tests/Prüfungen statt Denken angelegt war, […] Beschiss nennen.“

Eben nicht. Jeder der es wissen wollte, wusste dass bei diesen Tests/Prüfungen nicht ums „Denken“ geht, sondern um kapitalistische Verwertbarkeit der zukünftigen Lohnarbeiter – um „Employability“.

gelegentlich September 23, 2015 um 10:27

refugee TM 2015 Eingereicht am 23.09.2015 um 10:19

„Es handelt sich in beiden Fällen nur um Einheiten die Energie umsetzen können.“
Ja, aber mehr oder weniger gut (effizient), mehr oder weniger transparent (erforscht, bisher). Und in beiden Fällen steht die Vermarktung in keinem Verhältnis zum bisher Verstandenen, Beherrschten.

Kuckuck September 23, 2015 um 10:29

VW passt zum Betrug in Politik und Wirtschaft sowie zur Doppelmoral.

Corbeau September 23, 2015 um 10:40

@ Wer war’s nochmal ? (Finde den Originalkommentar leider nicht mehr und Thema ist jetzt abgasbedingt wohl hier auch überholt):
«Verstand und Emotion gehen immer zusammen.»

Danke erstmal für die Einführung des differenzierenden Begriffes ‘Verstand’, auf die ich beim Mitlesen hier lange gewartet hatte. Die deutsche Sprache bietet ihn doch an. Er steht ja -jedenfalls in der deutschen Kulturgeschichte- gerade für ein funktionales, zielgerichtetes Denken, das nicht im Einklang mit den Emotionen stehen muss. Auf diesen Zwiespalt verweisen in ihrem psychologischen Bezug bekanntlich recht viele Dramenhits, insbesondere der bürgerlichen deutschen ‘Klassik’. ‘Vernünftig’ wäre dann im Rahmen dieser kategorialen Unterscheidung ein zielgerichtetes Denken oder eine Handlungsabsicht, die im Einklang mit den Emotionen steht.
Wenn man nun bedenkt, welche realen Zustände einer Person damit abgedeckt wären, die uns im Allgemeinverständnis überhaupt nicht ‘vernünftig’ erschienen, welche psychologischen Unwägbarkeiten sich hinter dem ‘Einklang’ verbergen und welche sozialen Bedingungen erfüllt sein müssen, um diesen -vielleicht psychologisch gar nicht fassbaren- ‘Einklang’ in einer bestimmten personalen Situation zu ermöglichen, möchte man dem Menschen, wie es die Alltagssprache tut, am liebsten doch nur Verstand zusprechen und damit wär’s dann gut. ‘Hat der den Verstand verloren?’, fragen wir dann ja auch, wenn jemand etwas in unseren Augen -umgangssprachlich gesprochen- sehr Unvernünftiges tut. ‘Sei doch vernünftig!’, sagen Eltern andererseits zu ihren Kindern, wenn sie meinen, ihr Kind sollte gefälligst seine künftigen Handlungsabsichten mit ihren Gefühlen und Normvorstellungen in Übereinstimmung bringen. Und Beispiele für Vernunft im Drama ? Wem fiele da nicht diese schöne, aber langweilige Theater-Parabel ein ?
Doch halt ! Ausgerechnet die pösen Amis haben immerhin Methoden entwickelt, sich einem nachvollziehbar vernünftigen Verhalten im klassischen Sinn zu nähern; wenigstens für den Bereich kommunikativen Handelns. Die sogenannte ‘humanistische Psychologie’. Sie wissen vielleicht: ‘Ich-Botschaften’ statt Urteile, usw. Könnte auch hier nicht schaden…
Leserdank auch an @Kuckuck für die Erinnerung an: «Die herrschende Moral ist immer die Moral der Herrschenden.»

Kuckuck September 23, 2015 um 10:41

Die Bundesregierung kannte die Betrüger-Technik
Die Technik zur Motor-Manipulation ist in Berlin und Brüssel seit Langem bekannt. Das zeigt ein Papier aus dem Verkehrsministerium.“
http://www.welt.de/politik/deutschland/article146711288/Die-Bundesregierung-kannte-die-Betrueger-Technik.html

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 10:43

gelegentlich

—>>>Ja, aber mehr oder weniger gut (effizient), mehr oder weniger transparent (erforscht, bisher). Und in beiden Fällen steht die Vermarktung in keinem Verhältnis zum bisher Verstandenen, Beherrschten.”

Ich schicke dir mal eine PDF Datei “Entwicklung von Schwerölmotoren” aus dem Jahre 1876 oder so. Muss ich mal wieder suchen, wo ich die liegen hab (Stick). Das Buch gibt es nicht mehr im Handel. Das ließt Du dir mal bitte durch, und wenn Du damit fertig bist, dann sag mir mal, wo wir dato stehen. In der Ing. Kunst. Dann wirst du aber Augen machen… versprochen. Dann wird dir bestimmt klar, warum es so ist, warum es so ist. Es geht nicht um Sinn, das Beste zu machen, sondern immer weider darum, wo mache ich am meisten Profit, und das über welchen Zeitraum.

Richard Parker September 23, 2015 um 10:43

Die Moraldebatte habe ich aufmerksam verfolgt und kann nur fragen: “Hat keiner seinen Brecht gelesen?” “Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!” Auch die “Gutmenschen” werden eine Einhundertachtziggradwendung hinlegen, wenn erst die ersten Flüchtlinge in ihrem Garten kampieren und den Apfelbaum plündern. Da gilt noch nicht einmal der Hunger als Entschuldigung.

Linus September 23, 2015 um 10:46

@Richard Parker:
“Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!”
Und wie hälst es du so damit?

niemand September 23, 2015 um 10:55

>”VW passt zum Betrug in Politik und Wirtschaft sowie zur Doppelmoral.”

Gefährdet die Absatzchancen der deutschen Vorzeigeindustrie schlechthin und damit deren Nachfrage nach Fachkräften.

Ich bin auf Distanz zu Zetsche.

Kuckuck September 23, 2015 um 11:10

Die herrschende Moral muss in einer antagonistischen Klassengesellschaft immer eine verlogene und heuchlerische Doppelmoral sein.

Keine herrschende Klasse wird in einer formalen Demokratie offen zugeben, dass sie eine Politik gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung macht.

Niemals hat sich eine christliche Regierung christlich gegenüber ihren ausgebeuteten Untertanen verhalten und schon gar nicht gegenüber anderen Völkern (s. christliche Konquistadoren, Kolonialismus, Imperialismus).

Bei jeder Sauerei, waren die Pfaffen dabei. (So wie heute die SPD und die Systemlinken). Die Aufgaben von Militärpfaffen waren, christliche Skrupel sowie Ängste vor Verkrüpplung und Tod bei den Soldaten zu beseitigen. „Gott mit euch!“

Die herrschende Klasse hat sich nie an die an die christlichen sexuellen Gebote und Verbote gehalten. Es war für ihre Mitglieder immer normal, sich „Geliebte“ oder Mätressen zu halten oder zu Prostituierten zu gehen.

Was sie an Sexualmoral propagierten, galt nur für das Volk.

Mit der christlichen Moral der Nächstenliebe war es so, wie heute mit den Menschenrechten. Typische Doppelmoral. Die größten Menschenrechtsprediger halten sich ein Guantánamo-KZ, morden mit Drohen, foltern, entführen und betreiben Massenmord mit imperialistischen Kriegen.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 11:12

Die selbstreferentiellen Kommentardebatten können wir jetzt wieder beenden. Wo wir ja die Flüchtlingskrise gelöst haben. Siehe den neuen Artikel.

gelegentlich September 23, 2015 um 11:16

@fl
Danke! Fliegt eh nachher raus.

Borgholda September 23, 2015 um 11:34

Kuckuck September 23, 2015 um 00:10

“Deshalb berichten die britischen Massenmedien ganz anders.”

Ja und auch die chinesischen, afrikanischen, …

Ins Auge springt auch eine Ordnungslosigkeit der einfallenden Meinungen, die alle in, aus und von der Grossen und Deutschen Furcht leben, es gehe alles drüber und drunter -in NRWestfahlen und überhaupt auch im Restuniversum.
Die deutsche Furcht sucht und findet Erlösung in der deutschen Ordnung. Die soll jetzt aber nicht deutsch sein, sondern universell. Aber ihr deutsches Universelles ist eben nun mal deutsch.

Komisch ist, wenn sie philosophisch gestimmt werden. Aufgedonnerten Contchitas nicht unähnlich wursten sie einander abstraktionslose Abstraktionen vor, in denen jeder sich spiegeln kann, bis er vor tiefster Tiefsinnigkeit einknickt und ihm die Ohren vor Gehässigkeiten so dampfen, dass er, angespannt zitternd wie ein Vibrator, kaum die Tasten noch findet und ihm ganz schwindlig wird ob der Tatsache, dass er seine Weisheit eben deshalb noch nicht ‘kommuniziert’ hat.

Grundsätzlich eiern sie, von Furcht getrieben, voll von Sorge und wenig unterschieden zu einer Horde fünfbeiniger Zebras, wie mit Schlittschuhen auf dem Eis. Auf solcher Oberfläche torkeln sie von Skandal zu Skandal (etwas anderes ist für sie einfach nicht da), umkreisen, stossen, fallen, strampeln jeden Klamauk mit Pauken und Trompeten an, auf dass sie auch ja nicht einen auslassen.
Sie fallen zusammen mit jedem einzelnen, werden eins: ein Skandal im Skandal, den sie als gesteigerte Furcht erleben, mit allen Konsequenzen.
Mehr als Meinungen fallen nicht an auf der Oberfläche: auch diese Erfahrung ist ihnen dunkel; genau darum erzählen sie einander im Forum seit 5, 10 oder sind es mittlerweilen schon 1000 Jahre das alltägliche Gleiche. Ein Ebenbild der massenmedialen Tänzer. Das nennen sie dann beim Schlafengehen und auch tagsüber “Gedanken haben” oder postmoderne Gelehrsamkeit.

Wunderlich werden sie, wenn sie dem SS-Sigi einen Schinken über- oder mit ihm zusammen einen braten.
Den Mitbratern fehlt ein deutsches Deutschland: Eigenstand statt Pudeltum, …; den Überbratern sind soweit zufrieden mit sich.
Beide merken, wie antennenlose Racketenflieger, mit keinem Sinn, dass die deutsche Elite klammheimlich Deutschland und damit Europa militärpolitsch neu ordnet hin auf grosse anstehende Kriege; neben denen (inkl. den klammheimlichen), die sie schon führen.
Die Elite erfüllt dem Mitbrater seine kühnsten Träume: nur, der Idiot merkt das nicht und nicht, dass Deutschland sein Schicksal am erfüllen ist.
Der Überbrater ist zufrieden mit sich und Frau Merkel. Uns so wie diese nur von Ideologie, Oberfläche, Propaganda lebt und wie der Erich rumhoneggert, so auch er. Er merkt nichts, weiss von nichts, ausser dass er ohne Schuld sein wird.
Dass beide zusammengehören, merkt man auch daran, dass sie aufeinander einkloppen; was zusammnghört, gehört zusammen. Mehr ist einfach nicht.
Es wird Zeit, wie es in wikipedia Listen für US Militär- und Geheimdienstoperationen gibt, solche auch für Deutschland zu erstellen.

Die Realität ist den Deutschen zu schwer; sie ertragen sie nicht; sie hängen lieber im Himmel, wo doch schon auch der Geiger Gauck winkt.
Unterdessen laufen die Umbauarbeiten in den europäischen “Systemen” zu kriegseffizienten Einheiten.

Ob der Deutsche das will oder muss.
Beide Thesen werden in Ausserdeutschland vertreten. Ich vertrete die These, er will, weil er muss.
Schon Morgenthau hat in überaus grossartigster Weise geahnt, dass Schicksal und Bestimmung der Deutschen die Land- und Forstwirtschaft ist. 70 Jahre später weiss man, dank der Genetik, der Marker “Land&Forst” ist dominant.

So gehen die Deutschen dahin. Den Juden, Moslem und sonst gefährdeten in Deutschland empfehle ich, sich zu versichern, ob auch ein Koffer bereitsteht.

KurtBehemoth September 23, 2015 um 12:42

@ Morph September 22, 2015 um 16:37

“Was nun wäre Deines Erachtens kluge Staatskunst gewesen? Keine Nothilfe zu leisten hätte bedeutet zu sagen, tut uns leid, das alles betrifft uns nicht. Wir akzeptieren, dass Ungarn alle Flüchtlinge, die vor der Grenzschließung auf ungarisches Gebiet gelangt sind, auf umzäunten Wiesen zusammen pfercht, registriert und wie eine Viehherde wieder nach Serbien treibt. Die Toten und Verletzten, die dabei und in der Folge auf dem Rückstau der Balkanroute zu beklagen seien…”

Dies ist eine sehr interessante, pointierte Begründung, geradezu exemplarisch für das, was als politische Doktrin hierzulande nun zu gelten scheint.
Topi hat um 16:53 schon starke Gegenargumente gebracht. Der verlinkte FAZ-Beitrag zu den Pressestimmen aus England zeigt auch eine deutlich andere Sicht (insbes. zum Wasserwerfereinsatz in Ungarn). Dies belegt, dass diese Doktrin stark durch ein Bild bestimmt ist, das uns die Medien liefern. Hätte sich ein Hochwasser oder ein Erdbeben in Ungarn ereignet, wäre klar, wie wir helfen müssten; nämlich jedenfalls nicht dadurch, dass wir die “Opfer” zu uns holen. Aber in der öffentlichen Darstellung, in der öffentlichen Debatte hierzulande lag das Probelm der Ungarn nicht etwa allein darin, dass die Versorgung der Flüchtlinge vor und hinter der Grenze bloß unzureichend war; dann hätte ja “einfache Katastrophenhilfe” genügt. Denn Ungarn war schon zuvor auf’s heftigste (etwa der Hitlervergleich von Feymann) für seine Politik kritisiert worden, die Flüchtlinge nicht einfach zu uns durchreisen zu lassen, also dafür, dass es Schengen und Dublin durchsetzen wollte (Grenzzaun, konsequente Registrierung usw.) Aber weil sich Orban gegen Zuwanderung, insbesondere von Muslimen – wenn auch kritikwürdig – aussprach, musste auch seine übrige Grenzpolitik restlos inakzeptabel sein und durfte keinesfalls vor Ort unterstützt werden. Die Realität, auf die Sie verweisen, erklärt also weder den Gestaltungsrahmen und die Macht der Politik als Synthese von Wirklichkeit und Möglichkeit – was ja Goodnight schon treffend eingewandt hat – noch erweist sich diese Realität in ihrer Argumentation wirklich als eine “Tatsache”, sondern erzeugt vielmehr ein moralisches Gebot der Alternativlosigkeit. Dessen ethischer Gehalt allerdings schon darunter schwer leiden muss, dass uns die Relaität zu unserer Herzensgüte ja gerade zwingen soll. Zum Helfen gezwungen zu sein bereitet im Algemeinen weder erhebende Gefühle noch wird es Moralität auf Dauer verankern; eher im Gegenteil.
So können Sie denn auch in Ihrer Argumentation die These, die Migration sei in Wirklichkeit gar nicht steuer- und regulierbar auch nicht konsequent aufrecht erhalten, müsste dies doch archaische Ängste und Zustände heraufbeschwören. Und so blieb ihnen um 17:47 Uhr nichts anders übrig, als hoffnungsvoll zu schreiben, eine Notlage würde schon nicht eintreten, wenn es der Politik und Verwaltung gelänge, eine geordnete Migrationsdynamik herzustellen (sic!). Woran die Politik allerdings an der Grenze und im Inneren gerade eindrucksvoll scheitert.

Sowenig sich eine geordnete Migrationsdynamik bei einer in Wirklichkeit unregulierbarer Migration einstellen kann, sowenig passen die Gleichsetzung von Realität und Moral zusammen. Sie erscheinen mir daher eher als ein mediales und massenpsychologisches Konstrukt denn als Beschreibung der Möglichkeiten und Grenzen von Politik und Staat.

Die moralische Argumentation, die FL in der FAZ-hart-aber-fair-Kritik gestern so schön auseinander genommen hat – dass der staatliche Kontrollverlust aus Herzensgüte als seine Kehrseite die Willkür mit sich bringt – krankt aber auch an dem inneren Widerspruch, dass unsere Rechtsordnung, die wir im Grundsatz als rechtssaatlich, demokratisch usw. kurz als fair und gerecht anerkennen und bejahen, ein Stück Moralität schon in sich trägt, und zwar in einem bei weitem höheren Maße, als jeder Rechtsbruch, der sich gegen sie wendet, und sei er auch noch sehr moralisch motiviert (jedenfalls bis zur Grenze, an der das Widerstandsrecht des Art. 20 Abs. 4 GG ansetzen mag). Und so ist es eine schlechte “Willkommenskultur”, wenn wir die Menschen, die unter Missachtung unserer räumlichen und rechtlichen Grenzen nicht etwa vor unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben fliehend, sondern durch sichere Transitstaaten aufgrund eigener Risikoentscheidungen zu uns kommen, dafür mit Emphase begrüßen, anstatt auch ihnen gegenüber unsere Gesetze durchsetzen. So aber achten wir die Flüchtlinge nicht als Rechtssubjekte, deren Rechte überhaupt nur im Rahmen von Gebote unserer Rechtsordnung bestehen können, sondern behandeln sie – als bloße Realitäten im “morphologischen Sinn” – wie mitleiderregende Naturgewalten oder wie Kinder, denen wir ihren Trotz und ihre Aufmüpfigkeiten verzeihen, und damit als Wesen, denen es an Mündigkeit, an Vernunft und Einsicht fehlt, unsere Gesetze von Anfang an beachten zu sollen. Indem wir sie so zu Objekten unserer Barmherzigkeit – und damit erneut zu Opfern – machen, enthalten wir ihnen auf diesem Gnadenweg gerade das vor, was sie eigentlich wollen und was uns angeblich im Herzen motiviert: Gleichberechtigung. Diese Haltung hat ihre Folgen bis ins Keinste und wird sich noch viel stärker zeigen. So fehlt es uns z.B. angesichts der kürze der Zeit und der schieren Zahl der Flüchtlinge an Mitteln und Möglichkeiten, um in angemessener Zeit die Sprachbarrieren zu überwinden; wie soll aber irgend ein Mensch Recht erhalten und Durchsetzen können ohne Sprache, ohne Kommunikation? Was im Einzelfall kein Problem sein mag, wird durch Summierung unüberwindlich. Und ganz konkret bedeutet die “Rechtsstellung”, die wir den ankommenden Menschen nun in Deutschland gewähren, eine juristisch höchst prekäre und unsichere Lage: Es ist völlig ungewiss, ob ihnen die sog. Vorwirkung des Asylrechts effektiv zuteil werden wird: nämlich bis zum Abschluss eines Asylverfahrens hier bleiben zu dürfen, ist es doch wegen der Zuständigkeit der sicheren Drittstaaten für die Durchführung der Asylverfahren so, dass die Mehrzahl der Flüchtlinge in diese Staaten wieder überführt werden müsste. Ob und in welchen Fällen davon “Ausnahmen” gemacht werden, ist völlig offen und dürfte ein langwieriger und schwieriger politischer und administrativer Prozess werden. Die Rechtsstellung, die sie bis dahin hier haben, die ganze Prozedur des vorübergehenden Hineinlassens und Monate oder Jahre späteren Zurückführens ist eines Rechtstaates unwürdig, noch viel unwürdiger, als es die bisher schon sehr lange Dauer der Asylverfahren und die häufige Duldungspraxis waren. Wenn nun aber schon die Integration in den Rechtsstaat scheitert ….

gelegentlich September 23, 2015 um 13:08

OT
——————————————-
@wowy Eingereicht am 23.09.2015 um 12:44
Den gesammelten Schrott des Tages kann ich für Neugierige und Unverzagte per PM über eine funktionierende Mailadresse gerne zur Verfügung stellen, zumindest heute und morgen (Feiertag hier). Dann kann sich Jeder selbst ein Bild machen. Für die Argumentlosen ist es zu einfach im Moment. Sie legen bitte was Nachprüfbares auf den Tisch oder halten den Mund. – Kram wie diesen lasse ich eh nicht lange stehen.

ruby September 23, 2015 um 13:20

Lügenpackete überall oder die Verblödung des Selbstwertes.
Ruht in Frieden!

ruby September 23, 2015 um 13:39

“Wir schaffen das”
Wird ein Klassiker wie:
“Wer zu spät…”
Tut Euch das EU-Geheuchel nicht mehr an.
Europa hat sich selbst verloren!

Die NATO war es September 23, 2015 um 14:52

@ Richard Parker

,,Auch die “Gutmenschen” werden eine Einhundertachtziggradwendung hinlegen, wenn erst die ersten Flüchtlinge in ihrem Garten kampieren und den Apfelbaum plündern. ”

Die werden wir zu den Schlechtmenschen schicken. Denn hier gilt das Verursacherprinzip.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/syrischer-fluechtling-kritik-an-deutscher-asylpolitik-a-1054000.html

karla September 23, 2015 um 15:03

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 10:07

“…. die Seite 2plus4.de ist zwar nicht mehr verfügbar, da konnte man nämliche Protokolle einlesen, aber irgendwo werden die Dokumente wohl noch sein.”

Wieso ist doch noch alles verfügbar unter:

http://www.2plus4.de/

karla September 23, 2015 um 21:29

KurtBehemoth September 23, 2015 um 12:42

“Und so ist es eine schlechte “Willkommenskultur”, wenn wir die Menschen, die unter Missachtung unserer räumlichen und rechtlichen Grenzen nicht etwa vor unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben fliehend, sondern durch sichere Transitstaaten aufgrund eigener Risikoentscheidungen zu uns kommen, dafür mit Emphase begrüßen, anstatt auch ihnen gegenüber unsere Gesetze durchsetzen.”

Welcher Transitstaat ein sicherer ist, ist eine politische Entscheidung und die Kriterien hierfür sind immer interessegeleitet. Könnte man auch mal hinterfragen.

“So aber achten wir die Flüchtlinge nicht als Rechtssubjekte, deren Rechte überhaupt nur im Rahmen von Gebote unserer Rechtsordnung bestehen können, sondern behandeln sie – als bloße Realitäten im “morphologischen Sinn” – wie mitleiderregende Naturgewalten ”

Die Konfrontation der Willkommenskultur mit der Rechtslage als eine Gefährdung der Rechtslage darzustellen ist doch etwas übertrieben. Die Rechtslage gilt nach wie vor und die Politik hat mit ihrem Schwenk auch gezeigt was die Willkommenskultur für eine Funktion hat. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Dass die Registrierung temporär rechtlich nicht gewährleistet war ist richtig. Es ist aber nicht die Abschaffung der Flüchtlinge als Rechtssubjekte.

Ich kann mich erinnern, dass Morph diesen Zustand im anderen Thread so beschrieb:” Ein Dilemma ist ein Dilemma, ist ein Dilemma”. Also ein momentan nicht zu lösendes Problem. Ergo eine moralfreie Zustandsbeschreibung.

” Und ganz konkret bedeutet die “Rechtsstellung”, die wir den ankommenden Menschen nun in Deutschland gewähren, eine juristisch höchst prekäre und unsichere Lage: Es ist völlig ungewiss, ob ihnen die sog. Vorwirkung des Asylrechts effektiv zuteil werden wird:

Das ist nichts Neues. Schon die Flüchtlinge aus Bosnien (Zerlegung Jugoslawiens) waren in der Situation und wurden entsprechend rechtlich behandelt (zurückgebracht).

“…die ganze Prozedur des vorübergehenden Hineinlassens und Monate oder Jahre späteren Zurückführens ist eines Rechtstaates unwürdig,..”

Ein moralisches Urteil. Die Moral in der Angelegenheit Willkommenskultur sehen Sie aber kritisch. In diesem Zusammenhang sich Sorgen um die “Unwürdigkeit” des Staates machen halte ich für ein Luxusproblem. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

PS:
Geht jetzt nicht an Behemoth.

Schaut man sich die letzten 5 Threads (ohne VW) an:
“Wir schaffen das in Nordrhein-Westfalen?”
“Ein “beispielloser politische Umschwung” der Kanzlerin”
“Eine kleine Nachhilfe für Berliner Repräsentanten”
“Bilder und Images”
““Mutter Merkel” im Nordirak”

stellt man fest die Flüchtlinsproblematik wird ausschließlich europazentriert betrachtet. So wie man früher mal die Sonne um die Erde sich drehen sah. Nur mal als Anregung.

ruby September 23, 2015 um 21:36

@ karla
sehr fein
Arme zur Seite strecken und im Kreise drehen – hilft sehr den Standpunkt zu fühlen …

gelegentlich September 23, 2015 um 21:36

@karla Eingereicht am 23.09.2015 um 21:29

„…stellt man fest die Flüchtlinsproblematik wird ausschließlich europazentriert betrachtet. So wie man früher mal die Sonne um die Erde sich drehen sah. Nur mal als Anregung.“
Stimmt. Dieser Blog hat eindeutig zu wenige Korrespondenten vor Ort. Da sind Fehlurteile unvermeidbar, trotz bestem (=> Moral!) Willen.

Keynesianer September 24, 2015 um 05:26

Merkel schafft das:

#CDUCSU #Merkel in der Fraktionssitzung genervt: “Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der #Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.”
https://twitter.com/HugoMuellerVogg/status/646335297173737472

topi September 24, 2015 um 09:29

“so viele Flüchtlinge wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg”

Also eine objektive Notwendigkeit, mehrere Millionen hier aufzunehmen.
Soll es wohl bedeuten.

Allerdings: vor zehn Jahren waren es auch 40 Millionen Flüchtlinge weltweit, statt heut 60 Millionen.

Also hat die EU damals zwei Drittel des heutigen Flüchtlingsansturms locker verkraftet, ja?

Oder stimmt diese ganze Darstellung nicht, haben “wir” es mit massiven Mitteln geschafft, uns diese Flüchtlinge vom Lande zu halten?

Linus September 24, 2015 um 09:46

@topi:
“Oder stimmt diese ganze Darstellung nicht, haben “wir” es mit massiven Mitteln geschafft, uns diese Flüchtlinge vom Lande zu halten?”
Ein paar Punkte:
- Reisen/Flüchten ist teuer. Die heutige Mobilität war daher für den Einzelnen nicht in diesem Masse verfügbar. Das ist heute anders, auch was die betroffenen Länder angeht.
- die Kommunikation hat sich ausgeweitet. Die Asylmöglichkeiten, welche Europa bietet, haben sich herumgesprochen.

Keynesianer September 24, 2015 um 09:50

Die Menschen kommen nicht von selber in Bewegung und auf irgend welche Gedanken.

Sonst würden morgen auch Hunderttausende vor den großen Villen am Meer, in den Villenvierteln der Städte und vor den Gated Communitys und den Yachthäfen stehen und grenzenlosen Zugang für alle und jeden fordern. Sonst müssten da plötzlich Gutmenschen willkommen rufen und der @Morph uns erklären, dass wir die Mauern und Zäune um die Villen beseitigen müssen, weil den Armen den Zugang zu den Kühlschränken und Weinkellern der Reichen und das Baden im Pool nicht verwehrt werden dürfe und auch nicht könne:

“Wollt ihr da Zäune mit Schießbefehl und alle Armen abknallen?”

Nein, die Sheeple kommen von selber nicht auf solche Gedanken, sondern halten sich von den hohen Mauern um die Villen der Reichen und deren Yachten und Golfplätzen fern und prügeln sich um die Plätze unter den Brücken und in den Elendsvierteln.

Nur wenn bestimmte Kreise auf solche Ideen kämen und für ihre Zwecke die Schäflein in die Richtung der Villen der Reichen treiben würden …

Aber die hausen selber in großen Villen und werden sich wohl hüten.

topi September 24, 2015 um 10:16

Linus, was soll sich in den letzte zehn Jahren groß an Reisekosten verändert haben?

Nehmen wir letztes Jahr, das waren es 52 Millionen auf der Flucht.
Und nun?

Da zählt auch Kommunikation nicht in einem Jahr hat sich zwar die Handyausstattung erhöht, aber doch nicht so, dass das eine Begründung wäre, wieso in diesem Jahr ein erheblicher Teil der 60 Millionen sich auf den Weg macht, während es die letzten Jahre deutlich weniger waren.

Jetzt quetschen sie sich eine Milliarde für die Flüchtlingslager raus und beweihräuchern sich, zum Kotzen.
Als ob man nicht wissen konnte, dass UNHCR-Programme nicht ausfinanziert sind.

Zum spanischen “Zaun” gehören ja auch zahlreiche Abkommen mit afrikanischen Staaten, Aktionen vor Ort, Hilfsmittel, Rückführungen.

Das sind Verträge von Spanien, nicht von der EU oder dem Schengenraum. Wieso? Weil wir uns hier hinter Dublin eingemauert haben, die Spanier dabei allein gelassen.

Und mit den FIngern geeigt, auf die bösen Italiener, die die Flüchtlinge in miesen Lagern vegetieren ließen; sicher keine humanistische Variante, weiteren Zustrom zu begrenzen (eben durch die Kommunikation), aber doch in Teilen wirksam.

Und auf die Griechen eingedroschen, wie die doch ihre Dublin-Verpflichtungen so vernachlässigen können, die faulen Säcke, sollen halt länger arbeiten.

Die “Kerneuropäer”, nicht ganz deckungsgleich mit den Hartländern der Eurozone, aber doch in großen Teilen, haben in ihrer Blasiertheit völlig verkackt; die Zustände in Syrien waren absehbar, was man tun kann war bekannt (siehe Spanien).

Und der Gipfel war Merkels kommunikativer Super-Gau, Einladungen an alle Syrer, und damit natürlich auch an alle sonstigen Nahostkriegsflüchtlinge, sowie diverse die sich dafür ausgeben können/wollen, hier in materieller Sicherheit mit Zukunftsperspektiven aufzunehmen.

topi September 24, 2015 um 10:23

Hofreiter: An Abschottungspolitik scheitert die EU.

Soso.
Da sie ja auch die Westbalkaner und Afrikaner, die nicht aus Asylgründen i.e.S. kommen, aufnehmen wollen, reden wir also von hunderten Millionen.

Gauben die das eigentlich wirklich, oder gilt es nur, Opposition darzustellen, und wenn die Kanzlerin ein paar Millionen herholt, dann müssen wir halt für zig Millionen sein?

KurtBehemoth September 24, 2015 um 10:24

@ karla September 23, 2015 um 21:29

Danke, freu mich immer über Gegenargumente. Bei Ihrer Antwort fürchte ich aber, mich wiederholen zu müssen. Haben Sie die Diskussion hier und zum früheren Faden wirklich verfolgt?

“Welcher Transitstaat ein sicherer ist,…”
ist unter anderem im Grundgesetz (Art. 16a Abs. 2) geregelt. Mit verfassungsändernder 2/3-Mehrheit in Bundestag und -rat beschlossen. Ist für mich ein bisschen mehr als bloß politisches Interesse. Kann man zwar anders machen, völlig einverstanden, aber dann bitte in einem demokratischen und rechtsstaatlichen Verfahren. Wenn Sie das anders sehen, sind Sie nicht mehr mein Freund … äh Verfassungsfreund.

“Die Konfrontation der Willkommenskultur mit der Rechtslage als eine Gefährdung der Rechtslage darzustellen ist doch etwas übertrieben.”

Bitte nicht aus meinen Argumenten etwas anderes machen, nur um sie dann besser widerlegen zu können. Statt dessen einfach hier die Diskussion nachlesen. In Süd- und Südosteuropa ist das EU-Asyl- und Grenzsystem faktisch weitgehend zusammengebrochen (Dublin III und Schengen werden nicht mehr durchgesetzt). In D wird § 18 AsylVerfG nicht mehr beachtet, weil Asylsuchende aus Drittstaaten an der Grenze nicht abgewiesen werden. Unerlaubter Grenzübertritt ist eine Straftat, die derzeit aber nicht geahndet wird. Ein effektives Grenzsystem ist für einen Rechtsstaat jedoch konstitutiv.
Wie kommen Sie darauf, dass das Problem nur in unzureichender Registrierung liegen würde? Wo habe ich behauptet, Asylssuchende würden als Rechtssubjekte abgeschafft? Bitte sachlich bleiben.

Ich fürchte, Sie haben die ganze Dimension nicht erkannt. Wenn wir den Flüchtlingen sagen, ihr brecht zwar unsere Grenz- und Asylgesetzte, begeht durch illegalen Grenzübertritt Straftaten, aber dennoch: herzlich willkommen! Hurra! Was glauben Sie, denken diese Menschen von unserem Rechtstaat? Nehmen sie ihn noch ernst? Werden sie akzeptieren, dass ihre – womöglich unserer FDGR widersprechenden Normen hier nicht gelten? Sieht so Intergration aus?
Und was glauben Sie, was die berühmt-berüchtigten Otto normalo Mustermänner und -frauen sich bei der ganzen Sache denken? Wenn sie mit ihren Steuergeldern die Kosten für illegale Einwanderer und Straftäter zahlen sollen, nachdem die staatlichen Institutionen faktisch außer Kraft gesetzt wurden, die aber gerade davor schützen sollen? Nur mal als Hypothese: Deutscher Staat = Rechtsstaat = gerechter Staat? Denken Sie mal drüber nach, ob es einen Unterschied geben könnte, ob man gegen Ausländer eingestellt ist oder gegen illegale Einwanderer? Kann so Intergarion gelingen?

”Ein Dilemma ist ein Dilemma, ist ein Dilemma”
Dass ein unlösbares Dilamme besteht, haben topi und andere (auch ich) widerlegt, weil die Rechtsordnung grundsätzlich Vorrang hat und humanitäre Hilfe auch ohne deren Bruch möglich ist, ohne dass es die Toten und Verletzten gibt, die @Morph als Strohmänner in die Diskussion geworfen hat. Bitte keine petitio prinzipii bringen, das ist kein Argument.

“Das ist nichts Neues. Schon die Flüchtlinge aus Bosnien (Zerlegung Jugoslawiens)”
Das ist vollkommen falsch, und wenn Sie hier mitgelesen hätten, wüssten Sie das auch. Damals bestand eine andere Rechtslage, die Aufnahme der bosnischen Flüchtlinge war legal. Art. 16a GG, die Dritt- und Herkunftsstaaten-Regeln im AsylVerfG, Dublin I-III usw. sind erst später und zwar auch als Reakton auf Jugoslawien eingeführt worden. Deswegen ist der rechtliche Status der Flüchtlininge in D. jetzt auch so prekär. Und zwar im Sinne einer völlig neuen Lage. Gerade dann, wenn man, wie Sie, glaubt: “Die Rechtslage gilt nach wie …” Die eine sofortige Rückführung vorschreibt. Denn dann muss man sehen, dass eine Rückführung gar nicht mehr so ohne weiteres geht, ganz praktisch vorgestellt. Was macht das aus einer Rechtsordnung, wenn sie gilt und doch nicht gilt? Und was macht dies aus den Millionen, die dieser Rechtsordnung unterworfen sind?

“Ein moralisches Urteil. Die Moral in der Angelegenheit Willkommenskultur sehen Sie aber kritisch.”

Ist für mich kein Widerspruch. Wenn Sie hier mitgelesen haben müsste Ihnen aufgefallen sein, dass ich bei Recht und Moral durchaus eine gemeinsame Schnittmenge sehe. Und es – in einem funktionierenden Rechtstaat – so ist, dass es moralisch ist, das Recht zu befolgen und unmoralisch, dagegen zu verstoßen, wie her und edel die Ziele auch sein mögen, die einer über das Recht stellt. Ist eben anders als in einer grichischen Tragödie. In einem Rechtsstaat liegt die Moral auf der Seite Kreons, nicht von Antigone.

Ich weiss nicht, ob Sie die Antwort von Carlos Manoso auf Ihren eigenen Kommentar gelsen haben:
September 22, 2015 um 12:43
Karla, „rechtsstaatliche Institutionen“ sind die allerletzte Verteidigungsstellung vor dem Abgleiten in einen „Failed State“-Zustand.
So ist es nämlich. Ich verzichte gerne auf den meisten Wohlstand, auch zugunsten von Flüchtlingen, wenn nur eines bleibt: ein funktionierender Rechtsstaat. Das ist es, was uns von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts unterscheidet. Vielleicht sollten Sie sich mal kurz ausmalen, wass hier bei der nächsten großen Wirtschaftskrise los sein könnte. Wenn wir rund 25% Arbeitslose – wie in Griechenland derzeit – hätten, das wären rund 14. Mio Arbeitslose hierzulande. Und dann Millionen von Flüchtlingen, die wir versorgen – und integrieren – müssen. Und keinen Rechtsstaat, dem wir, oder zumindest die Mehrheit, vertrauen kann. Übertrieben? Davon lasse ich mich gerne überzeugen. Aber bitte mit Argumenten.
(Deshalb halte ich Ihre mehrfach formulierte Frage nach den Ursachen der Flüchtlingskrise ad hoc nicht für vorrangig. So wichtig und berechtigt sie auch ist).

topi September 24, 2015 um 10:51

Oh Schmerz, Kauder erklärt ernsthaft, dass er nichts wusste von der Unterfinanzierung der UNHCR-Programme.

Natalius September 24, 2015 um 14:34

“Dass man das noch erleben darf”

Jetzt macht sogar Putins Feindsender (in englischer Sprache) ein “Commercial” über das gestern in deutscher Sprache erschienene (Teufels)werk eines ehemaligen FAZ-Journalisten, der mit seinem groossen Finger immer und immer wieder in offene Wunden des Systempatienten Deutschland eindringt. In englischer Sprache könnte der Titel vielleicht “Asylum industries limited” lauten, wenn man limited zum Ausdruck bringen will, dass das Kostenrisiko auch für diese Art von Industrie ja begrenzt ist. Dank eines fürsorglichen Staates. Egal. Hier das “Commercial”:
https://www.youtube.com/watch?v=o-Sk9U-viOE

Keynesianer September 24, 2015 um 14:57

Die laut FAZ “anerkannte Ökonomin Isabel Schnabel” benutzt die Flüchtlinge zur Agitation gegen den Mindestlohn:

Die jetzt in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge kommen möglicherweise zu den Konditionen des Mindestlohnes gar nicht im deutschen Arbeitsmarkt an …
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsweise-schnabel-schaltet-sich-in-mindestlohndebatte-ein-13816994.html

Wer entsendet so eine Frau in den Sachverständigenrat? Warum kann die sich an der Uni überhaupt noch sehen lassen? Der Prof. Unsinn zeigt auch gleich, wozu die Migrantenschwemme dienen soll:

Viele Migranten sind schlecht qualifiziert und haben Sprachprobleme. Damit sie trotzdem eine Arbeit finden, bedarf es einer stärkeren Lohnspreizung in Deutschland.
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/denkfabrik-ohne-abstriche-beim-mindestlohn-finden-viele-zuwanderer-keine-arbeit/12300610-all.html

Das sind die Vertreter der sogenannten Wirtschaftswissenschaft. Aber die Klimaforscher sind sicher honorigere Leute. Ganz sicher. Man muss nur fest daran glauben als Schaf. Unsere Wissenschaft ist nur ein einziger Bahnhofsstrich.

ruby September 24, 2015 um 15:29

kebab für kauders
https://www.youtube.com/watch?v=CgYpx0hG_f4
wir schaffen dass

EdelV September 24, 2015 um 15:53

Eine alleinerziehende Mutter ist in den Hungerstreik getreten. Sie möchte 2 000 Euro Taschengeld /Monat für sich und ihre Tochter. Angeblich würde an Flüchtlinge so viel Geld ausgezahlt.

„Haben Neonazis endlich einen Weg gefunden, sich selbst aus unserer Gesellschaft zu entfernen?”, könnte man sich jetzt fragen, wenn man ein zynisches Arschloch wäre. Aber das tun wir nicht, denn der Wunsch nach Selbstjustiz hat in unserer aufgeklärten Gesellschaft nichts verloren. Auch wenn es einem die rechte Ecke wahnsinnig schwer macht, ein Humanist zu bleiben. ”

https://www.vice.com/de/read/rechte-setzen-sich-jetzt-endlich-selbst-ausser-gefecht-facebook-hungerstreik-088

ruby September 24, 2015 um 16:04

Wenn Menschen im Kreis laufen, wo ist dann rechts / links?

karla September 24, 2015 um 16:37

KurtBehemoth September 24, 2015 um 10:24

Mein Argument:: “Die Konfrontation der Willkommenskultur mit der Rechtslage als eine Gefährdung der Rechtslage darzustellen ist doch etwas übertrieben.”
kontern Sie so:
“Bitte nicht aus meinen Argumenten etwas anderes machen, nur um sie dann besser widerlegen zu können.”

Ihr Argument: “…die Flüchtlinge…deren Rechte überhaupt nur im Rahmen von Gebote unserer Rechtsordnung bestehen können,” legt – im Zusammenhang mit der Erwähnung der “mitleiderregenden Naturgewalten” – nahe, die Gefährdung der Rechtsordnung. Rechte von Flüchtlingen (Asylrecht etc. sind Bestandteil der Rechtsordnung). Vielleicht liege ich da auch falsch.

“Ein Dilemma ist ein Dilemma, ist ein Dilemma”…Dass ein unlösbares Dilamme besteht, haben topi und andere (auch ich) widerlegt,”

In meiner Begründung war das Dilemma temporär also auf Dauer schon lösbar.

““Welcher Transitstaat ein sicherer ist,…”
ist unter anderem im Grundgesetz (Art. 16a Abs. 2) geregelt. Mit verfassungsändernder 2/3-Mehrheit in Bundestag und -rat beschlossen. Ist für mich ein bisschen mehr als bloß politisches Interesse….Wenn Sie das anders sehen, sind Sie nicht mehr mein Freund … äh Verfassungsfreund.”

Es ist die Form in welcher die Inhalte (interessengeleitete) beschlossen und verabschiedet werden.

Ich habe mir nochmals Ihre Beiträge der vergangenen Tage genau angesehen. Es kann ja schon mal vorkommen, dass man etwas falsch verstanden hat.

Aber um sich nicht in Einzelaspekten zu verheddern nehme ich Ihren Beitrag vom:

KurtBehemoth September 21, 2015 um 14:42 (“Ein beispielloser pol. Umgang…”) weil er die Differenz in unseren Standpunkten deutlich macht.

Sie argumentieren dort so:

“Dem Recht tut es dabei keinen Abbruch, wenn es gebrochen, wenn Gesetze übertreten werden, solange es sich dabei nur um Ausnahmen handelt, welche die Regel bestätigen,…
Viel wichtiger ist, wenn gegen den Zusammenbruch des europäischen Grenzsschutz- und Asylrechtssystems nichts unternommen wird und mehr noch: wenn von höchster staatlicher Stelle bekundet wird, dass dieses Rechtssystem nicht mehr umgesetzt werden soll….. Damit wird aus einem naturhaften Krisenereignis durch eine bewusste Entscheidung der politischen Führung nicht nur ein neues Programm, sonderen auch eine neue Rechtsordnung…..Und genau dies erleben wir gerade….während sie zugleich den Grenzschutz und ein grenznahmes Asylsverfahren preisgibt, und indem sie dieses Rezept durch ein Quotensystem europaweit umzusetzen sucht.”

Die Preisgabe des “grenznahen Asylverfahrens” ist temporär und das “Quotensystem” auch kein Ersatz für Ersteres. Diese Überlegungen gab es schon vor Ihrem Beitrag und sind jetzt wohl auch das Programm.

“Auf tatsächlicher Ebene kann daher das, was wir an Europas Grenzen erleben, als Symptome von failed states, als Somalisierung unserer Staatsgrenzen bezeichnet werden. Politisch gesehen ist es aber eine bewusste – allerdings extralegale – Deregulierung des europäischen Grenz- und Asyslystems, die unsere Rechtsordnung selbst verändert und mehr noch verändert wird.”

Ihre Bewertung der Situation an den europ. Grenzen als “Somalisierung” und “als Symptome von failed states” ist Ihre subjektive Bewertung und sonst nichts. Es ist jedem unbenommen es so zu verstehen. Ich halte eine solche Bewertung für eine weit hergeholte Unterschätzung der Wirksamkeit von demokratischen Staaten bei der Bewältigung solcher Zustände.

Um es nochmals ganz kurz zusammenzufassen: In allen oben angeführten Zitaten ist die Rede von “wenn der Zusammenbruch”, wenn “nichts unternommen wird”, “kann als Symptome von failed states bezeichnet werden” bringen Sie nur zum Ausdruck, dass auch Sie nicht wissen sondern nur vermuten.

“Ich weiss nicht, ob Sie die Antwort von Carlos Manoso auf Ihren eigenen Kommentar gelesen haben:
September 22, 2015 um 12:43
Karla, „rechtsstaatliche Institutionen“ sind die allerletzte Verteidigungsstellung vor dem Abgleiten in einen „Failed State“-Zustand.”

Habe ich gelesen. Für Carlos ist aber totsicher, dass der Countdown sowieso bevorsteht. Das aber schon länger.

” Und keinen Rechtsstaat, dem wir, oder zumindest die Mehrheit, vertrauen kann. Übertrieben?…(Deshalb halte ich Ihre mehrfach formulierte Frage nach den Ursachen der Flüchtlingskrise ad hoc nicht für vorrangig. So wichtig und berechtigt sie auch ist).”

Halte ich tatsächlich für übertrieben. Aber so unterschiedlich sind eben die Wahrnehmungen. Meine Argumente habe ich vorher dargelegt.

Dana September 24, 2015 um 17:07

Vielleicht wird es unsere Jugend besser machen?

,,Ich komme aus Berlin-Neukölln und war vorher in einen Heim wo Kinder/Jugendliche aus 3 Nationen vertreten waren.
Mein Freundeskreis ist relativ gemisch was die Nationalitäten angeht…..seit ich 14 bin.

Jetzt bin ich mitte 20.

Ich hoff das beantwortet Ihnen die erste Frage ausreichen.

Und wieso ich den zustrom von Asylanten Begrüße und möchte das noch viel mehr Menschen aus allen Nationen zu uns kommen?

Weil das System aufbauend auf Nation völliger schwachsinn in einer modernen Welt ist.
Und abgegrenzte Kulturen nur das Konfliktpotenzial unter Menschen unnötig aufheizen.

Vielfalt heißt das Zauberwort.
Ich persönlich zum Beispiel kann diesen Konzept Religion absolut garnix abgewinnen.

Mir ist es schier unbegreiflich wie ein moderner Mensch an irgend ein Zeug glauben kann was vor 2000 Jahren irgednwelche Bauern zusammgetextet haben in einer Zeit wo du den großteil der Menschen den Bldungstand eines NPD Wählers in Sachsen hatte.

Aber hey..soll jeder glücklich werden wie er will, solangs mir nicht aufgedrängt wird.

Den abgesehen von den Religösen und Kulturellen unterschieden überwiegen die Vorteile bei weitem.

Mehr hübsche Frauen.. mehre Lebensmodelle die nebeneinander exestieren, und das aller wichtigste.

Mit vielen Kulturen zusammen zu leben bedeutet zu akzetieren das die eigene Art zu Leben nicht das non-plus Ultra ist sonder eins von vielen.

Und ehrlich gesagt sind mir typisch deutsche eh total zuwieder.

Seine existenzberechtigung und sein selbstwertgefühl von einen Land abhängig machen ist in meinen Augen so primitiv wie die Hexenverbrennung und hat in einer modernen Welt in der ich alt werden will, nichts zu suchen.” John Smith, 19.09.2015

@ ruby

,,Wenn Menschen im Kreis laufen, wo ist dann rechts / links?”

Unterwegs immer auf Stimmung und Lautstärke achten. Rechts ist da , wo es laut ist und links ist da, wo es entspannt ist.

ruby September 24, 2015 um 17:35
ruby September 24, 2015 um 17:37
ruby September 24, 2015 um 17:51

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/rekordzahlen-135-000-fluechtlinge-kommen-im-september-nach-bayern-13821735.html
jetzt wird es ganz spannend :

“Griechenland mit drei Registrierungsstellen

Zur besseren Kontrolle der EU-Außengrenzen will Griechenland bis Ende Oktober auf den Inseln Lesbos, Kos und Leros drei sogenannte Hotspots zur Registrierung von Flüchtlingen errichten. Griechenland werde alles tun, damit die drei Zentren im Laufe des kommenden Monats in Betrieb gehen können, sagte der Leiter der zuständigen Behörde, Alexander Arvanitidis, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Das erste dürfte demnach schon bald auf Lesbos eröffnet werden, wo seit dem Sommer die meisten Flüchtlinge eintreffen.

In den Brennpunktzentren sollen nach den Beschlüssen des EU-Sondergipfels Flüchtlinge mit Hilfe von EU-Beamten registriert werden und Asylanträge stellen können. Wirtschaftsflüchtlinge sollen direkt von dort abgeschoben werden. Auf diese Weise will die EU die Kontrolle ihrer Außengrenzen verstärken. Betroffen ist neben Griechenland auch Italien. Zugleich werden 160.000 Flüchtlinge aus den beiden Ländern auf die anderen EU-Staaten umverteilt.

Laut dem griechischen Ministerium für Migrationspolitik wollte die EU zunächst nur einen Hotspot in Athens Hafen Piräus eröffnen, doch angesichts der Überforderung der Inseln mit den vielen Flüchtlingen habe Griechenland erfolgreich für eine Dezentralisierung plädiert. Deren Arbeit werde nun von einem Hauptquartier in Piräus aus koordiniert. Darüber hinaus hätten die Behörden mit der Einrichtung zweier weiterer Zentren in Lavrio unweit von Athen sowie im nordgriechischen Thessaloniki begonnen.”

ruby September 24, 2015 um 17:54

Sind die Sondergipfler auf ihren Geisteszustand kategorisiert worden oder geniessen sie Narrenfreiheit?

ruby September 24, 2015 um 18:39
KurtBehemoth September 24, 2015 um 21:04

@Karla
“Halte ich tatsächlich für übertrieben. Aber so unterschiedlich sind eben die Wahrnehmungen. Meine Argumente habe ich vorher dargelegt.”

Leider nein. Sie schrieben, meine Annahme sei “… eine weit hergeholte Unterschätzung der Wirksamkeit von demokratischen Staaten bei der Bewältigung solcher Zustände.”

Meinen Sie ernsthaft “Unterschätzung”? Wenn ja, dann wären wir ja ganz einer Meinung, hurra! Ist nämlich genau meine Rede schon seit langem: Die Steuerungsfähigkeit demokratischer Staaten wird in vielerlei Hinsicht (nicht in jeder) völlig unterschätzt. Wenn Sie das auch so sehen, verstehe ich nicht, worin für Sie die Übertreibung besteht, spricht doch aus den hier aufgezeigten Tatsachen selbst die fehlende demokratische Steuerung: Wenn Ihnen vor einem oder zwei Jahren jemand prophezeit hätte, dass in diesem Jahr z.B. 1 Mio. Flüchtlinge nach D. ohne Grenzkontrollen un Asyslverfahren in den Durchgangsstaaten kommen werden, hätten Sie das für eine Übertreibung gehalten? Ich schon, geb ich zu; heute scheint es möglich.

“…bringen Sie nur zum Ausdruck, dass auch Sie nicht wissen sondern nur vermuten.” Was gibt es da noch zu vermuten. Ruby hat auf die faz-verlinkt: 135.000 Flüchtlinge im Monat September anno 2015 – der, wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, noch nicht ganz rum ist – allein in Bayern eingetroffen. Stellen Sie sich zum Vergleich die Umsiedelung der Bewohner einer deutschen Großstadt innert 3 Wochen vor.

Keynesianer September 24, 2015 um 21:09

Das muss man sich mal vorstellen:

Lübbecke / Minden Jahn-Realschule geräumt

Gebäude soll am Wochenende überraschend zur Notunterkunft für 300 Flüchtlinge werden

(ein Bild der Schulmensa)
Noch menschenleer: Die Mensa der Jahn-Realschule in Lübbecke war gestern Nachmittag verwaist. Ab dem Wochenende sollen hier 300 Flüchtlinge untergebracht werden. Die 150 Schüler mussten das Gebäude gestern Vormittag überraschend verlassen und werden von Montag an in der Pestalozzi-Schule unterrichtet.

http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/luebbecke/20571430_Jahn-Realschule-geraeumt.html

Anscheinend ist denen während des Unterrichts mitgeteilt worden, dass sie jetzt ihre Schule zu verlassen haben:

Die Nachricht wurde den Schülern am späten Vormittag in die Hand gedrückt. Auf Briefpapier des Kreises stand dort, sie müssten das Gebäude mit dem Ende der fünften Schulstunde räumen. Grund dafür sei die anhaltende Flüchtlingskrise: Ab dem Wochenende sollen in der Jahn-Realschule rund 300 Menschen Obdach finden. Wann dort wieder unterrichtet wird, ist völlig offen.

Das ist aber erst der Anfang!

Keynesianer September 24, 2015 um 21:15

Dabei kommen die überhaupt nicht aus Syrien:

Die Flüchtlinge kamen nach ersten Angaben aus Bangladesch, Indien, den Balkan-Staaten und Eritrea. Pfarrer Eckhard Struckmeier war einer der ersten, der die Flüchtlinge in Lübbecke willkommen hieß.
http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Minden-Luebbecke/Luebbecke/2123753-Nach-langem-Warten-100-Fluechtlinge-beziehen-am-Dienstagabend-die-Jahn-Realschule-Die-Ankunft-in-Luebbecke

Der Pfarrer könnte ja seine Kirche zur Verfügung stellen, damit die Kinder nicht ihre Schulräume verlieren.

Zum Glück sind gar nicht alle erwarteten “Flüchtlinge” eingetroffen:

Als die Züge in München losfuhren, waren 800 Flüchtlinge an Bord. »In Dortmund stiegen dann aber nur 386 Flüchtlinge aus«, sagt Ralf Ciekanowski von der Bezirksregierung Arnsberg. »Es war nicht absehbar, dass 50 Prozent der Flüchtlinge in den Zügen abgängig sein würden. Offenbar sind viele unterwegs ausgestiegen, um Verwandte aufzusuchen oder in andere Länder wie Schweden zu reisen«, so Ciekanowski.

Danke Merkel!

ruby September 24, 2015 um 22:18

gerade die bk in der pk gesehen
erste frage : bauvorschriften in abschwächung
fünf monate entscheidung
öpnv freifahrscheine in arbeit
gesundheitskarte von ländern möglich
europa wird balkanfrei

auf nach ny
https://www.youtube.com/watch?v=oiFY2FXv3vM

Keynesianer September 24, 2015 um 22:20

Die Schulleiterin:

Die Schüler seien geschockt gewesen und sehr traurig. »Auch meine Schüler sind Menschen. Und so kann man mit ihnen nicht umgehen. 15 Minuten hat man ihnen gegeben, um ihre Sachen aus den Klassen zu räumen. Dann mussten sie raus. Es war eine Flucht wie nach einem Krieg«, sagt sie.
http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Minden-Luebbecke/Luebbecke/2118124-Fluchtlingsunterkunft-Nicht-rechtzeitig-informiert-Schulleiterin-erhebt-Vorwuerfe

Selbstverständlich kommt das über den Lokalteil der Presse nicht hinaus. Aber die Stimmung in der Bevölkerung wird jetzt bald kippen. Mal sehen, was die Drahtzieher dafür geplant haben.

ruby September 24, 2015 um 22:30

@ gelegentlich
bitte mach, dass der krieg in syrien, irak, türkei beendet wird sonst gibt es keinen frieden für menschen

ruby September 24, 2015 um 22:48

http://www.zeit.de/1993/22/das-republikanische-ideal
Wie moralisch muß Politik sein? John G. A. Pocock über die Dialektik von Tugend und Korruption

karla September 25, 2015 um 01:23

KurtBehemoth September 24, 2015 um 21:04

“Meinen Sie ernsthaft “Unterschätzung”? Wenn ja, dann wären wir ja ganz einer Meinung, hurra! Ist nämlich genau meine Rede schon seit langem: Die Steuerungsfähigkeit demokratischer Staaten wird in vielerlei Hinsicht (nicht in jeder) völlig unterschätzt. Wenn Sie das auch so sehen, verstehe ich nicht, worin für Sie die Übertreibung besteht, spricht doch aus den hier aufgezeigten Tatsachen selbst die fehlende demokratische Steuerung:…”

1. Ja, ich meine Unterschätzung. Einfach ausgedrückt: Unsere Regierenden sind mit ihrem Latein nicht am Ende.

2. Die Übertreibung bezog sich konkret auf Ihre symptomatische Gleichsetzung Deutschlands mit “Somalisierung, failed states”. Deutschland ist noch nicht mal der Kosovo.

3. Die “aufgezeigten Tatsachen” momentaner Zustände bei der Umsetzung von Dublin xy sind der Tatsache geschuldet , dass der Schengenraum einerseits eine Vereinbarung souveräner europ. Staaten ist in der sich Deutschland komfortabel eingerichtet hatte. Aber andererseits, Flüchtlinge in den weiter entfernten Lagern sich eingerichtet hatten aber die Gemütlichkeit des Lagerkollers ihnen aufs Gemüt ging und auf andere Gedanken kamen. So wurde Dublin prekär.

Eine Herzensangelegenheit ist es mir Hartz IV – Empfänger und und andere gebeutelte Menschen nicht in ihrer falschen Erklärung – andere mehr oder weniger Arme – seien der Grund für ihre Armut. Ich erwähne das deshalb, weil Sie an einer Stelle (fand leider auf die Schnelle nicht mehr den Beleg) diese Gebeutelten als Argumentation anführen warum diese die Kosten die ihnen aufgedrückt werden nicht akzeptieren sollen. So werden die es nie kapieren. Vielleicht andersrum auch nicht. Aber dann sind Sie genauso ein loser wie ich.

Nix für ungut.

OGG September 25, 2015 um 07:50

Bitte nicht über Fluchtursachen sprechen.

,,Ja, es sind und waren bedauerliche Einzelfälle und man sollte dafür sorgen, das es bei solchen bleibt. Diese »Ausländerfeinde«, also die, die die Flüchtlinge daran hindern wollen, sich zu nehmen was sie brauchen, müssen intensiv darauf hingewiesen werden, das sich so etwas nicht gehört. Flüchtlinge sind hier in Deutschland willkommen und sie werden gebraucht (wird uns Deutschen doch immer mitgeteilt).

Außerdem wurden sie durch den Westen ja auf eine gewisse Art und Weise »eingeladen« hierher zu kommen, nachdem man ihre bisherige Heimat durch die NATO »umgeräumt« hat… Somit müßten diese eigentlich das /ungeschriebene) Recht (im Sinne von gerecht) haben, sich in gewissem Umfang zu nehmen, was sie brauchen. Die Ladeninhaber könnten/sollten den entstandenen Schaden (Vermögensminderung) bei der Regierung zur Erstattung einreichen. Schließlich war diese mitverantwortlich.
Wenn also zivilrechtlich eine Ent– bzw. Wegnahme zulässig war, könnte man strafrechtlich das Verfahren großzügig unter Berücksichtigung milderne Umstände, wegen Geringfügigkeit, bzw. strafrechtlichem Irrtum, einstellen.

Also Flüchtlinge aus allen von EU und NATO »besuchten und »beglückten« Ländern vor ! Nehmt Euch, was ihr braucht ! Wenn der Staat dafür sorgt, das ihr eure Heimat verlassen mußtet, sollte er auch großzügig, direkt oder indirekt, Schadenersatz leisten. Das gilt insbesondere auch für die Flüchtlinge aus Syrien, wegen Wirtschaftsblockade und militärische Einmischung !”

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22056/die-huffington-post-ist-zu-bloed-um-auslaenderfeinden-bloedheit-vorwerfen-zu-koennen/#comments

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 08:19

http://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/fuldatal-ort83863/rothwesten-fluechtlinge-kritisieren-unterkunft-5559771.html

Jaja… ist schon Scheixxe da in Rothwesten… in der Fritz-Erler- Kaserne.

Falsche Vorstellungen: Mehrere junge Syrer weigern sich, in der Fritz-Erler-Anlage zu bleiben. Sie haben ihre Sachen gepackt und wollen mit dem Bus nach Kassel, um dort bei Freunden oder Bekannten unterzukommen, wie sie sagen. Den Mitarbeitern der Unterkunft sind die Hände gebunden. Sie müssen die Menschen ziehen lassen.

Tja, so ist das, junge Wehrpflichtige konnte man da ja auch per Gesetz dort unterbringen. Aber den feinen Herrschaften ist es dann doch zu “unbequem”. Kann ich ja verstehen, kein Puff mehr in der Nähe, keine Spielhalle. Da ist es doch in Kassel noch schöner.

Ich habs ja von Anfang an gesagt. Jeder der im besten Wehrfähigen Alter ist, macht hier erstmal in Uniform eine “Grundausbildung”. Ob er will oder nicht. Wenn er nicht will, gleich Abtransport mit der Trans-All wieder zurück. Ma hat eben ma auch Pech.

Mitgereiste Frauen können da auch halal Kochen für die tapferen armen Ankömmlinge und einen Kindergarten aufmachen.

Um 22:00 ist Zapfenstreich und Nachtruhe angesagt. Morgens um 06:00 Wecken. NICHT ? geht nicht INHUMAN?

Stimmt…

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 08:29

Wie es auch anders geht?

http://www.hna.de/lokales/hann-muenden/hann-muenden-ort60343/fluechtlinge-studienbetrieb-5559612.html

„Hallo, Chef!“ – so begrüßen die Kinder Jörg Henne, Leiter des Führungsstabs Flüchtlinge an der Polizeiakademie in Hann. Münden. Meistens werde er dabei auch gleich „abgeklatscht“, erzählt er schmunzelnd. Nicht anders erging es Dieter Buskohl, Direktor der Bildungseinrichtung, als er gestern aufs Gelände kam. In fröhliche Gesichter blicke er in diesen Tagen, so Henne weiter, ganz anders als noch Ende August als die ersten Flüchtlinge sehr verängstigt ankamen.

Warum? Weil dort Ordnung herrscht.

Jeder Flüchtling erhält einen Hausausweis mit Passfoto – nicht, um die Flüchtlinge zu kontrollieren, sondern um erkennen zu können, wer sich sonst auf dem Gelände aufhält, eine Sicherheitsmaßnahme. Auch baulich wird der Zugang zum Gelände gesichert.

Was der Fritze da wieder schreibt, “nicht, um die Flüchtlinge zu kontrollieren” ist natürlich Humbug.

Aber das ist wirklich eine Vorzeige Aufnahmestelle.

KurtBehemoth September 25, 2015 um 12:05

@ karla September 25, 2015 um 01:23

Zu 2. Übertriebene Diagnose, failed state. Ich meine ich hätte hier klar zwischen Wirklichkeit un Möglichkeit von Staat/Politik unterschieden. Der Staat verhält sich derzeit an den Grenzen faktisch wie ein failed state, obwohl er ganz anderer Möglichkeiten der Steuerung hätte. Mit “Somialisierung” wollte ich pointiert zum Ausdruck bringen, dass der EU-Staatenverbund doch nicht etwa am Ende seiner Möglichkeiten angelangt sein kann. Denn hier – und vielfach anderswo – wurde ja vertreten, das Geschehen sei alternativlos und nicht regulierbar (@morph, @behaim). Dass also das, was gerade geschieht, in Wahrheit politisch und nicht naturhaft ist. Weil ein unregulierter Grenzübertritt von Millionen den Kernbereich von “Staatlichkeit” betrifft. Weil, wer das tut, sich mit big Leviathan himself anlegt (sagt Behemoth), der normalerweise äußerst verschnupft reagiert, wann man sein Gewaltmonopol in Frage stellt…

Zu 3. Momentanen Zustände an den Grenze. Eine politische Beurteilung kann sich m.E. nicht in der Beschreibung von Ursachen erschöpfen, denn in der Politik hat alles immer eine Ursache. Wenn wir nicht in Fatalismus verfallen wollen ist doch die Frage, warum etwas ANDERES, das möglich gewesen wäre, NICHT geschehen ist. Erst durch diesen Kontrast wird Politik begreifbar. Wie konnte es also geschehen, dass trotz aller Überwachungsapparate, trotz Frontex, GPS und Satelliten, die jedes Flüchtlingsboot zwischen Ägäis und Marmarameer erfassen können, eine politische Bewältigung dieses Massenphänomens so lange ausgeblieben ist. Als ob die Politik erst auf vollendete Tatsachen reagieren könnte.

4. Bei Ihrem Herzensanliegen könnte Sie vielleicht dieser Artikel interessieren:
http://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus/komplettansicht
Ein Zitat daraus:
“Immanuel Wallerstein, der gemeinsam mit Étienne Balibar den Zusammenhang von Kapitalismus, Nationalismus und Rassismus vielleicht am luzidesten durchleuchtet hat, beschreibt das als “Ethnisierung der Hierarchien”. Deren Effekt ist ganz offensichtlich, dass das geografische Aufeinandertreffen der “ausländischen” und “inländischen” Verlierer der neoliberalistischen Revolution gerade nicht zu deren Solidarisierung führt. Ein konkretes Beispiel: der Umgang mit der Tatsache, dass in den nächsten Jahren immer mehr menschliche Arbeit durch Computer und Roboter ersetzt werden kann und wird. … Die gegenwärtige neoliberale Politik (längere Arbeitszeiten, späteres Pensionsalter) hingegen hat immer höhere Arbeitslosenzahlen zur Folge. Dass die Angst, auf Dauer vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden, sich gegen Ausländer und Immigranten richtet, ist fester Bestandteil des Systems.”

Karl September 25, 2015 um 13:22

Interessantes Interview mit Karl Kopp, von Pro Asyl

http://jungle-world.com/artikel/2015/38/52684.html

karla September 26, 2015 um 14:28

KurtBehemoth September 25, 2015 um 12:05

“ist doch die Frage, warum etwas ANDERES, das möglich gewesen wäre, NICHT geschehen ist. Erst durch diesen Kontrast wird Politik begreifbar. Wie konnte es also geschehen, dass trotz aller Überwachungsapparate, trotz Frontex, GPS und Satelliten, die jedes Flüchtlingsboot zwischen Ägäis und Marmarameer erfassen können, eine politische Bewältigung dieses Massenphänomens so lange ausgeblieben ist. Als ob die Politik erst auf vollendete Tatsachen reagieren könnte.”

Dazu gibt es wahrscheinlich viele Gründe. Ich kann da auch nur vermuten.
Die Politik hat u.a. geäußert dass das erst seit kurzem absehbar war. Halte ich für einen Witz. Was nicht absehbar war, war der ganaue Zeitpunkt.
D. h. aber die Politik hat zuvor eine solche Möglichkeit nie in ihr Kalkül einbezogen. Flüchtlinslager in der Türkei, Jordanien gibt es nicht erst seit vorgestern. Und Zäune wie in Melilla (span. Enklave auf marokkanischem Gebiet) waren schon vor Orbans Zaun bekannt.
Sie schrieben: “Als ob die Politik erst auf vollendete Tatsachen reagieren könnte.” Wenn die Ursachen nicht interessieren dann läuft es so.

Auf einen anderen Punkt will ich noch hinweisen. Bei der Rechtsdiskussion Menschenrechte / Verfassungsrecht war das Verhältnis der beiden angesprochen in Bezug auf unsere Innenverhältnisse.
Es gibt aber auch einen Bezug der Menschenrechte nach außen. Dabei werden die Menschenrechte von diversen Regierungen (auch unsere) als Mittel benutzt sich in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen.
Bei andern Staaten sieht man den Splitter im Auge aber bei sich selbst nicht den Balken vor dem Kopf.
Ursachenbekämpfung halte ich deshalb nicht für nachrangig.

Danke für Ihren link.

Jo Jobst September 27, 2015 um 04:41

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