Image und Wirklichkeit beim VW-Skandal

by f.luebberding on 23. September 2015

Wahrscheinlich muss man ein Einreiseverbot in die Bundesrepublik Deutschland erlassen. Angesichts der gesundheitlichen Risiken von Dieselfahrzeugen ist das Leben in unseren Städten schließlich niemanden zuzumuten. Anders ist die Forderung der Deutschen Umwelthilfe nicht zu verstehen, die jetzt sogar ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge durchsetzen will. Diese für die Flüchlingskrise überraschende Wende hat sich aber noch nicht herumgesprochen. Dabei wäre es die logische Konsequenz. Die Flüchtlinge wird das aber wahrscheinlich nicht überzeugen.

Sie sehen ein Land, wo die Menschen nicht nur älter werden, sondern auch länger gesund bleiben. Sie können jeden Morgen auf Deutschlands Straßen immer mehr Autos sehen, die dem früher nur dem Militär vorbehaltenen Geländewagen ähneln. Ein Design, das an die ruhmreichen Zeiten des deutschen Panzerbaus erinnert, und die mit Motoren ausgestattet sind, deren Leistungsfähigkeit vor 40 Jahren nur Sportwagen vorbehalten war. Das Deutschlands ökologisch bewusste obere Mittelschicht heute in einem Panzer-Klon namens SUV mit 250 PS ihre Brötchen zu halbwegs vertretbaren Umweltkosten holen kann, hat natürlich nur einen Grund: Die Effizienz moderner Motoren. Damit zum Thema VW.

Die US-Umweltbehörde EPA hat VW am 18. September bei ihren 2.0 Dieselmotoren abgemahnt. VW hat den Tatbestand auch eingeräumt. Solcher Ärger mit den US-Behörden ist keineswegs neu. Sogar Toyota hatte als Großmeister im Qualitätsmanagement Ärger mit amerikanischen Verbraucherschutzbehörden. Unvergessen ist auch die USA-Krise des VW-Konzerns mit seinen “Runaway-Audis” in den 1980er Jahren. Insofern ist die gegenwärtige Krise nichts Neues. Nun spottete man in England schon früher über den Audi-Werbespruch “Fortschritt durch Technik”.  Deutschlands Leitlinie sei “Fortschritt durch Panik”. Diese Panik hat jetzt nicht nur den VW-Konzern erreicht, sondern auch die deutsche Presse und Politik. Nur worum geht es eigentlich?

Eines sollte klar sein. VW muss sich für die Verstöße gegen die US-Vorschriften verantworten. Zum Glück gibt es noch nicht die Möglichkeit, um Verstöße gegen nationale Umweltvorschriften über den Umweg von Freihandelsabkommen wie TTIP aushebeln zu können. Wenn VW sich nicht an die Regeln hält, und vorsätzlich ihre Kunden betrügt, hat der Konzern die Konsequenzen zu tragen. Die Amerikaner machen somit lediglich ihren Job. Nur fallen diese Umweltvorschriften auch in den USA nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis von Aushandlungsprozessen diverser Lobbygruppen. Dort konkurrieren unter anderem die Autoindustrie mit Umweltschützern. In den USA spielte bisher der Klimaschutz keine Rolle. Die US-Regulierung privilegierte daher die Ottomotoren gegenüber dem in Europa dominierenden Diesel. In Europa gab es einen anderen Ansatz. Hier sollten Autos vor allem effizienter werden, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Das ist in der Form nur mit den modernen Dieselmotoren zu machen.

Nur als Hintergrund: Der erste VW-Golf von 1974 wog 830 kg und hatte höchstens 70 PS. Klimaanlagen waren unbekannt, genauso wie Airbags. Die Fortschritte im Fahrzeugbau lassen sich an der Zahl der Verkehrstoten dokumentieren. Im Jahr 1974 starben noch 17.500 Menschen auf Deutschlands Straßen. Im vergangenen Jahr etwa 3.400. Dabei ist das Verkehrsaufkommen gestiegen und die Autos sind wesentlich leistungsfähiger geworden. Ohne die modernen Dieselmotoren wäre diese Entwicklung unmöglich geworden. Dieser Fortschritt brachte allerdings nur einen begrenzten ökologischen Nutzen. Es setzte sich nämlich bei den ökologisch bewussten Kunden unserer Mittelschichten die Vorliebe für Panzer-Klone durch, die aber das Leistungsvermögen eines Porsche aus den späten 1980er Jahren haben müssen. Aber sie sollen gleichzeitig nicht mehr Treibstoff verbrauchen als ein VW-Golf aus dem Jahr 1974 mit 70 PS.

Damit kommt man aber an die Grenzen der Physik. Deshalb ist die Debatte über Verbrauchswerte auch ein alter Hut. Aber mit der Zielvergabe Klimaschutz war die Durchsetzung der Dieselmotoren unvermeidbar. Mit anderen politischen Prämissen kann man wie in den USA andere Schwerpunkte setzen. Das Problem der Stickoxide bei Dieseln ist dabei schon lange bekannt. Zu den jüngsten Diskussionen siehe auch hier und hier. Ob Feinstaub und Stickoxide tatsächlich für 47.000 Tote verantwortlich zu machen sind, müsste man allerdings einmal ernsthaft diskutieren. Solche Hochrechnungen sind bisweilen mehr die Propaganda von Lobbygruppen als empirisch nachweisbar.

Vor diesem Hintergrund muss man die Vorwürfe gegen VW diskutieren. Wer weiterhin den Klimaschutz als wichtigstes Ziel der deutschen Umweltpolitik definiert, kommt einstweilen am Diesel nicht vorbei. Vor allem dann nicht, wenn sich die Erwartungen und das Verhalten der Kundschaft nicht ändern. Das gilt gerade auch für die USA. Dort konnten die Autos schon immer nicht groß genug sein. Die Vorliebe für die technologisch grotesken Pick Ups (auch nicht bei Tesla als Elektroauto erhältlich) kommt nicht von ungefähr. Sie ist nur möglich, wenn man den Klimaschutz nicht als politische Leitlinie definiert. Was aber die europäische Politik klären muss: ob sie weiterhin unerfüllbare Vorgaben machen will, die die Autoindustrie nur in den Labors erreichen kann. Um anschließend zugunsten dieser Industrie wegzusehen, wenn es um die praktische Umsetzung geht. Insofern ist die aktuelle Diskussion um VW der heutigen Medienlogik verpflichtet. Es geht nur noch um das Image von VW – und nicht um die Wirklichkeit, die dahinter zu finden ist. Dort ist nämlich nicht der 2.0 Dieselmotor das Problem. Vielmehr die Vorliebe der Kunden für Hybride aus Panzer-Klon und Porsche auf unseren heutigen Straßen.

Aber wenn sich nicht bald ein gewisses Maß an Rationalität durchsetzen sollte, hätte man immerhin ein Problem gelöst. Über den grassierenden Facharbeitermangel in der deutschen Industrie müsste man nicht mehr reden. Aber die Flüchtlinge werden wegen der unzumutbaren Luftverhältnisse in Deutschland auch nicht mehr einreisen wollen. So hätte die Kanzlerin wenigstens das schon einmal geschafft.

Update

Zur EPA-Präsidentin Gina McCarthy. Lupenreiner Idealismus.

13:45 Uhr

In der FAZ wird jetzt auch der Kontext zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen (in den USA und Europa) und der verwendeten Technologie erläutert.

“Was das Vorgehen von Volkswagen illegal macht, ist die Tatsache, dass die aktivierte Software (Defeat Device) erkennt, ob das Fahrzeug im Testzyklus läuft und die – technisch bedingt mit zeitlicher Verzögerung einsetzende – Abgasreinigung darauf vorausschauend einstellt, was im Alltagsbetrieb nicht gelingt. Dies nennen Fachleute Zykluserkennung.”

24.09.2015

Mein Altpapier von heute.

18:35 Uhr

Anmerkungen von Jörg Friedrich zu #dieselgate.

{ 718 comments… read them below or add one }

Linus September 23, 2015 um 10:42

“Was aber die europäische Politik klären muss: ob sie weiterhin unerfüllbare Vorgaben machen will, die die Autoindustrie nur in den Labors erreichen kann.”
Das ist bzgl. Stickoxide falsch! Die Grenzwerte liessen sich durchaus erreichen, gegen 70 Euro Aufpreis im Abgassystem.

La Gioconda September 23, 2015 um 11:10
f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 11:15

Linus, La Gioconda

Dann könnte man das Problem ja einfach lösen. Aber ich bin ja auch kein Ingenieur … .

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 11:21

—>>>Damit kommt man aber an die Grenzen der Physik”

Soll ich mal verraten, warum VW in den USA Probleme bekommen würde? Weil es dort ein System gibt, was NOx und CO so gut wie eliminieren kann. Und somit auch der Behörde dort vorliegt. Seit 2007. Und ich kenne denjenigen auch, der das veranlassen hat.

Das System ist aber in DE/EU nicht zugelassen, und die Hersteller weigern sich, dieses System einzubauen, da es “Open Source” ist.
Gibt es nur als Nachrüstung. und die Katalysatoren Bauer, könnten ihren Harnstoff und sonstwas sich sonst wo hin stecken. Auch ihren nicht funktionierenden Feinstaubfilter.

Außerdem, sind die “deutschen” Methoden etwas zu Messen (ASU), schon von Anfang an, ein Betrug und Augenwischerei. Das wissen die auch beim TÜV. Habe lange Diskussionen mit denen geführt.

Das System habe ich persönlich auf Sizilien an Volvo Penta Diesel getestet. Mit dem Entwickler seinerzeit zusammen. Hab den extra einfliegen lassen. Wie gesagt, es bekommt in der EU keine Zulassung. Warum wohl?

Doktor D September 23, 2015 um 11:22

“… obere Mittelschicht heute in einem Panzer-Klon namens SUV mit 250 PS ihre Brötchen zu halbwegs vertretbaren Umweltkosten holen kann” – Tatsächlich sind die Umweltkosten nicht vertretbar, werden aber im Leben der SUVisten dieser Welt nicht sichtbar. Außer demnächst in Form der nächsten Flüchtlingswelle, weil’s mit den bewohnbaren Zonen jedes Jahr ein bisschen enger wird. Und das immer schneller.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 11:28

Holger

Guter Ansatz für die Diskussion.

Linus September 23, 2015 um 11:31

Weil es hierher gehört:

Dieser Fake dürfte allen damit Befassten von Anfang an bekannt sein, auch in den USA. Wenn der Umstand erst jetzt öffentlich gemacht wird, so bedeutet das, dass er instrumentalisiert wird.
-> irgendwer zeigt Deutschland die Instrumente.

Kuckuck September 23, 2015 um 11:35

Noch einmal in diesem Thread:

In diesem Betrugsfall wurde vorsätzlich eine massive Schädigung der Aktionäre sowie der Kunden in Kauf genommen.
Natürlich auch derjenigen, die die Autoabgase einatmen.

Die Frage ist, ob die Fahrzeuge nachgerüstet werden können, damit sie die US-Abgasnorm erfüllen oder ob sie aus dem Verkehr gezogen werden. Auf jeden Fall wird der Wiederverkaufswert der VWs beeinträchtigt sein.

Dass die Verantwortlichen nicht zur Verantwortung gezogen werden und nicht Schadensersatz werden leisten müssen, ist zu erwarten.

Wir sind ja hier nicht im sozialistischen China!!!

Die Bundesregierung kannte die Betrüger-Technik
Die Technik zur Motor-Manipulation ist in Berlin und Brüssel seit Langem bekannt. Das zeigt ein Papier aus dem Verkehrsministerium.“
http://www.welt.de/politik/deutschland/article146711288/Die-Bundesregierung-kannte-die-Betrueger-Technik.html

Richard Parker September 23, 2015 um 11:39

Das Land der “Drive-ins” und des Frackings regt sich über Schadstoffwerte auf. Ich lach mich tot!

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 11:42

Kuckuck

Der Welt-Artikel ist auch verlinkt.

Linus

Die US-Behörden machen ihren Job. Nur war ich noch nie der Meinung, dass US-Regulierungen der Weisheit letzter Schluss sind.

Linus September 23, 2015 um 11:43

“Die US-Behörden machen ihren Job.” LOL

Linus September 23, 2015 um 11:44

@holger: Kannst du mal auf dein Wundermittel verlinken?

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 11:47

—>>> Nur war ich noch nie der Meinung, dass US-Regulierungen der Weisheit letzter Schluss sind.”

Ach wer kann das schon von sich behaupten? Die USA mögen ja in vielen Dingen recht Naiv zu sein. Aber was die vermutlich noch wirklich haben, ist die hammer harte Bestrafung, wenn was in die Hose geht, und wenn es nur heißer Kaffee bei McDonalds ist.

Aber ansonsten, sind die USA ein Schlaraffenland für Tüftler und Bastler, es darf halt nur nicht in die Hose gehen.

topi September 23, 2015 um 11:53

“Was aber die europäische Politik klären muss: ob sie weiterhin unerfüllbare Vorgaben machen will, die die Autoindustrie nur in den Labors erreichen kann.”

Unerfüllbare Vorgaben,du schreibst doch selber von der Vorliebe für Straßenpanzer mit Vmax über 250 km/h.

Wer glaubt, solche Kisten fahren zu müssen, sollte halt entsprechend zur Kasse gebeten werden; das wurde ja verhindert, in diversen Kungelrunden, Flottendurchschnittsverbräuche und blaa.

Ein Tempolimit wäre natürlich hilfreich, so meint sogar Klein Erna, dass sie vielleicht doch lieber die Kiste haben will, die 180 läuft.

Baut man kleine Aggregate mit der Effizienz der Panzerbeschleuniger, kann man auch ganz andere Autos bauen; weniger Gewicht, durch die niedrigere Maximalgeschwindigkeit können auch Fahrwerk etc. anders ausgelegt sein. Ein kleiner Elektromotor sorgt dafür, dass man auch mit winzigem Motor noch ordentlich losfahren und überholen kann.
Damit kommt man im Spritverbrauch und in der Fahrzeuggrößeneffizienz noch mal einen großen Schritt weiter.

Für Schadstoffe, die man einfach entfernen kann, kann es natürlich auch knallharte Grenzwerte geben.
Auch wenn man die Zahl von 47.000 Toten anzweifelt; wenn das Zeug nicht hinten rauskommen muss, warum soll es dann rauskommen dürfen?

Erinnert an Glyphosat; könnte ja eventuell sein, dass es doch nicht ganz so schädlich ist, wie sich aus diversen Studien ergibt, also immer druff aufs Feld, auch direkt vor der Ernte.

Dass sich die deutschen Ingenieurskünstler damit einen gefallen tun, wenn sie die Betriebswirte die Lobbyisten vorschicken lassen, um technische Fortschritte bzw. deren Verbindlichmachung zu verhindern, ist natürlich auch albern.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 11:53

Linus September 23, 2015 um 11:44
@holger: Kannst du mal auf dein Wundermittel verlinken?”

hatte ich schon mal gemacht, verkneife es aber mir, weil das Kommentariat selbst (also die Fachleute hier), gemessene bewiesene Echt-Werte oder Real-Werte nicht nachvollziehen kann, die von namhaften Universitäten auch beglaubigt sind. die schon lange der Wissenschaft bekannt sind, aber eben keine Anwendung finden.

Nehm es mir nicht übel, aber ich rechtfertige mich hier nicht mehr. Daher auch kein Link.

Eagon September 23, 2015 um 12:06

Prekariat für Alle!

Das löst viele Umweltprobleme.

Sie haben sicher recherchiert über COPD, usw.

Lungenkranke gehen bei Feinstaub als erste in die Knie.

Wieso ist die Legislative gegenüber der Wirtschaft handlungsfähig?

Wie funktioniert die Korruption in Deutschland?

Aber Gabriel verpasst bald jedem Haushalt einen neuen Stromableser.
Nutzen nahe null.
Weil fast keine Kosteneinsparung für das Prekariat.
Umweltzerstörung hoch durch die Produktion von Überflüssigem.

Hannes66 September 23, 2015 um 12:32

Die BWLer der Autohersteller rechnen bei Kostenersparnismöglichkeiten im 1/10 Cent Bereich rum.

So gesehen ist das Argument mit 70 Euro pro Motor könnte man dieses Problem lösen schon etwas wohlfeil. Abgesehen davon scheint VW einfach an der falschen Stelle gespart zu haben. BMW und andere haben das Problem ja wohl gelöst ohne exorbitante Steigerungen beim Verkaufspreis.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 12:35

Hannes66

Das wären die Fragen: Haben das die anderen Hersteller gelöst? Warum dann nicht VW?

Linus September 23, 2015 um 12:46
Manfred Peters September 23, 2015 um 12:48

Da wäre doch wieder mal eine staatliche Abwrackprämie angesagt. Da die 11 Mio Autos offensichtlich weltweit verteilt sind, könnte sich die Bleierne auch als weltweite Konjunkturankurbelerin profilieren. Es müsste nur noch festgelegt werden, dass Diesel gegen E-Antrieb getauscht werden muss. Da würde als Kollateralnutzen auch das Ziel 1 Mio E-Autos bis 2020 in D spielend erreicht werden.
Die schon vorgeschlagene Namenstagsfeier im Kanzleramt für den heiligen Martin der Luftverpester wird aber auch durchgeführt!

Eagon September 23, 2015 um 12:50

Jetzt hat sich Merkel so mit den Flüchtlingen ins Zeug gelegt und Absatzpolitik gemacht. Und dann kommt VW und betrügt, wie die Banken betrogen haben und alles war umsonst.

Was gut ist für VW zu lügen und zu betrügen ist nicht gut für Deutschland.

http://www.querschuesse.de/der-vw-abgas-skandal-der-industriepolitik-sei-dank/

Hannes66 September 23, 2015 um 12:57

Na ja, die anderen haben es offenbar zumindest soweit gelöst, dass sie nicht in die Maschinerie der US-Justiz geraten.

Dass alle an den Werten rumschrauben und nach Kräften versuchen, die Testbedingungen so optimal wie möglich zu gestalten, während ihnen die Abgaswerte im täglichen Betrieb insoweit am A…. vorbeigehen ist unstrittig.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 12:59

Zu den Hintergünden der verwendeten Sofware noch dieser Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 13:04

f.luebberding September 23, 2015 um 12:35
Hannes66

Das wären die Fragen: Haben das die anderen Hersteller gelöst? Warum dann nicht VW?”

Darum geht es doch gar nicht… sonst dürfte ja gar kein Cater-Pillar Diesel mehr in den USA laufen dürfen.

Es geht um eine Lüge, die Werte vorgaukelt, die es nicht so bei VW gibt.

Also ein manipulierter Wettbewerbsvorteil. “Wir schaffen das” “Wäscht weißer als Weiß”

In DE wäre das NIE aufgefallen. NIE und niemals. Weil die Methoden hier so sind, dass die Hersteller die Abgaswerte vorgeben. Unter bestimmten Bedingungen.

Es wir nur das vorgegebene von den Herstellern bestätigt. Man misst nichts wirklich, man bestätigt nur die Angaben des Herstellers. IST SO.

Hannes66 September 23, 2015 um 13:04

Der Spiegel schreibt zu den Testverfahren:

“Die Stickoxidwerte werden derzeit noch im sogenannten Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermittelt. Dieses Testverfahren wird seit Langem kritisiert. Zum einen bietet es den Herstellern zahlreiche Schlupflöcher, die es ermöglichen, die Autos auf Testbedingungen hin zu optimieren. Zum anderen sind die Bedingungen realitätsfern. Ein neues Verfahren soll den NEFZ deshalb ersetzen: Im sogenannten World-Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure (WLTP) ist zum Beispiel eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h statt bisher 120 km/h vorgesehen, außerdem eine stärkere Beschleunigung sowie eine Temperatur in der Testanlage von 23 statt 30 Grad.

Die ICCT hat mit Hilfe des Autoklubs ADAC nun bei 32 Diesel-Pkw von zehn verschiedenen Herstellern verglichen, wie diese in den beiden unterschiedlichen Testverfahren abschneiden. Das Ergebnis: Im altem NEFZ hielten alle Autos die gültige Euro-6-Norm ein. Sie entspricht einem Grenzwert von 80 Milligramm Stickoxide pro Kilometer (mg/km). Im WLTP fielen dagegen 22 Fahrzeuge durch.”

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgastest-wltp-die-dreckige-wahrheit-ueber-dieselautos-a-1051073.html

wowy September 23, 2015 um 13:08

Es geht um Software. Erinnern wir uns, dass die NSA alles überwacht und zusätzlich im großen Stil Spionage betreibt.
Nun kommt TTIP in die heiße Phase (Es gibt Widerstände) und just am Tag des VW Skandals spricht sich Frau Merkel besonders für TTIP aus und will es bis Ende 2015 abschließen.
Hinzu kommt das, was @holger schreibt.
Da werden, so hat es den Eindruck, gerade die Instrumente gezeigt.
Ich hatte vor langer Zeit die Frage gestellt, ob Merkel erpressbar ist.

wowy September 23, 2015 um 13:09

?…Wirtschaftsspionage sollte es heißen

bleistift September 23, 2015 um 13:26

Da können die Doitschen keine g’scheiten Autos bauen und wer ist schuld?
Natürlich wieder die bösen Amis.
Die Doitschen und ihr Antiamerikanismus.
Einfach nur Neid auf die erfolgreichste Nation die jemals auf diesem Planeten existiert hat.
Die Doitschen und ihre Minderwertigkeitskomplexe.
Baut doch einfach vernüntige Autos und fertig.
Aber nee – is’ wieder die NSA schuld.
LAAAAANNNNGGGGGGWWWEILIG!

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 13:28

Glaube doch niemand, dass es um Umwelt- oder Klimaschutz geht. Das ist Wirtschaftskrieg. Bei ernsthafter Umwelt- oder Klimapolitik wären die Autohersteller sofort pleite, auch die amerikanischen. Es soll die Illusion aufrecht erhalten werden, dass die Umwelt- und Klimaprobleme durch Technik gelöst werden könnten, dabei geht es nur darum, die Kapitalverwertungsmaschinerie in gang zu halten.
Bei Toyota hätte sich der Vorstandsvorsitzende jetzt ins Schwert gestürzt. Das hätte wenigstens Stil.

Die Autobauer sollten sich lieber mit der Produktion von Pflegerobotern befassen, dann könnte uns auch niemand mehr in der Asylantenfrage für blöd verkaufen.

bleistift September 23, 2015 um 13:34

Ui jetzt ist es schon Wirtschaftskrieg.
Die Amis wollen euch vernichten! Auslöschen! Ausradieren!
Böse Amis.
Nur leider kann der Doitsche nix dagegen machen. Ist halt nur dritte Welt.
Wenn Google euer Ländchen ausklingt seid ihr gearscht.

wowy September 23, 2015 um 13:34

@bleistift
Schön konditioniert! Die Antwort auf alle Fragen ist: Antiamerikanismus.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 13:36

bleistift

du bist so Grotten hohl inner Birne, dass du noch nicht mal mehr deine eigene Dummheit registrieren kannst. Alle Forschungsprogramme die hier in F&E offiziell stattfinden, werden auch in den USA publiziert. Und wenn nicht, sorgt die NSA dafür, dass es so ist.

Laaaaangweilig sind nur solche Hirnlosen Schwätzer wie deiner einer.

Formatierungen von F.L. Sachlich bleiben.

VW hat gegen Regeln verstoßen !!! Indem sie in China F&E machen und 7 Werke gebaut haben. Und dafür wird VW jetzt abgestraft.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 13:38

Mir ist nicht bekannt, dass ein Japaner in den vergangenen Jahrzehnten Seppuku begangen haben könnte. Gilt auch für Top-Manager … .

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 13:45
Kuckuck September 23, 2015 um 13:46

@H.K.Hammersen September 23, 2015 um 13:28
Glaube doch niemand, dass es um Umwelt- oder Klimaschutz geht. Das ist Wirtschaftskrieg. Bei ernsthafter Umwelt- oder Klimapolitik wären die Autohersteller sofort pleite, auch die amerikanischen. Es soll die Illusion aufrecht erhalten werden, dass die Umwelt- und Klimaprobleme durch Technik gelöst werden könnten, dabei geht es nur darum, die Kapitalverwertungsmaschinerie in Gang zu halten.

So ist es.

Deshalb wird die Qualität der Autos immer schlechter (-> Obsolezenzproduktion).

Die Autobauer sollten sich lieber mit der Produktion von Pflegerobotern befassen, dann könnte uns auch niemand mehr in der Asylantenfrage für blöd verkaufen.

Die Entwicklung von Pflegerobotern läuft schon seit mehreren Jahrzehnten.

Irgendwann wird es Pflegeheime geben, die wie eine vollautomatische Schweinezuchtanlage funktionieren.

Spätestens dann, wenn der Sozialstaat kollabiert.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 13:51

Auch im Update.

Holger

Dann gab es also einen Fall 1999.

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 13:52

@Luebberding
Aber Winterkorn wirkte so, als zöge er etwas Ähnliches tatsächlich in Erwägung. Geschämt hat der sich jedenfalls in Grund und Boden. Das war ein Fukushima-Ereignis, nicht nur für VW, sondern für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir sind auf ganz dünnem Eis und die Merkel agiert wie Wilhelm II.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 13:54

Naja… wer weiß wie die Dunkelziffer ist… Merckle hat ja wenigstens noch auf die Bahn gewartet und auf Pünktlichkeit vertraut. Mitten im Winter. Ist noch nicht lange her…

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 13:57

Hammersen

Winterkorn wirkte in den vergangenen Tagen etwas verwirrt. So kann man das wohl ausdrücken.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 14:02

Wowy

Diese Geschichte ist tatsächlich ein Argument gegen TTIP. VW hat sich an die amerikanischen Regulierungen zu halten. Das gilt sogar dann, wenn man nicht die Vorgaben der US-Politik teilt, dass man dabei auf klimapolitische Ziele verzichten kann.

keiner September 23, 2015 um 14:07

Genau, und UK findet deutsche EKELHAFT, wegen der Flüchtlinge. Ich finde solche Schreiberlinge EKELHAFT, wenn sie diesen Cameron und seine totalitäre Clique verteidigen.

Warüm kam die Geschichte eigentlich gerade jetzt, und dann noch zur besten IAA-Zeit auf das Tapet? Deutscheland MUSS diszipliniert werden, also wurde der Kompromatkoffer bemüht, bussiness as usual bei die Amis… Weitergehen, hier gibt es nix zu sehen… Die paar Milliarden kann die Italo-EZB an EINE; einzigen Tag raushauen, derzeit. Peanuts wäre eine Übertreibung.

Natalius September 23, 2015 um 14:15

“Auto-Esoterik beim Diesel”

Holger meint vermutlich so etwas:
http://themen.autoscout24.de/tuning/leistungstuning/wassereinspritzung

Ist keine Esoterik – nicht einmal aus Sicht des Carnot’schen Kreisprozesses. Es ist tatsächlich unverständlich, warum so etwas nicht routinemässig verbaut wird.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 14:17

Irgendwie ist das schon lustig…

Erst schießt man gegen die Moral in der Aufnahme von nun ja, weiß ja jeder, und nun wird das Lieblingskind der Deutschen der Käfer auch noch sturmreif geschossen…

Und Wolfsburg wird von einem Polen Lewandowski inert von 9 Minuten mit 5 Toren zu gesemmelt.

Sachen gibts…

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 14:22

Was mich bei der Geschichte am meisten interessiert, ist die Frage, wie Verantwortliche bei VW wegen mickriger 500.000 verkauften Autos bereit waren, ein solches Risiko einzugehen. Und der Betrug nicht eine einmalige Aktion war, sonder immer weiter begangen wurde. Denn es betrifft ja anscheinend nicht eine einzige Produktionscharge, sondern die Manipulation lief über Jahre. Ich hätte erwartet, dass die bei VW an dem Problem gearbeitet hätten, es abgestellt hätten und weitere Fahrzeuge dann ohne die manipulierte Software ausgeliefert hätten. Die Altbestände hätte man im Rahmen normaler Inspektionen umgerüstet und fertig.

Kuckuck September 23, 2015 um 14:34
Morph September 23, 2015 um 14:42

@Kuckuck

“Deshalb wird die Qualität der Autos immer schlechter (-> Obsolezenzproduktion).”

Nicht nur die. Ich sage nur: Tomaten. Wer erinnert sich heute überhaupt noch daran, was eine vernünftige Tomate ist? Wer kennt noch den Geschmack nach frischem, gleichmäßig purpurnem Nichts? Wo kann man heute noch die geradezu spirituelle Erfahrung absolut gleichförmiger abstrakter Geschmacklichkeit machen, die allein durch den Geschmacksnamen gekennzeichnet ist (Tomate). Diese Vergeistigung.

Heute dagegen: In allen nur denkbaren Farben, Formen und Größen werden uns ‘Tomaten’ angeboten. Der gemeinsame Tomatensinn ist verloren gegangen (-> Postmoderne). Und der Geschmack erst: ein Fruchtbombenkrieg gegen den ahnungsvollen Geschmackssinn, der sich früher kreativ an der reinen Wässrigkeit üben konnte; manche besonders schreckliche, kleinen Biester haben geradezu die Intensität von kindisch-albernen Süßigkeiten ( -> repressive Entsublimierung).

Aber solange die kritische Intelligenz aus dem eigenen Land gemobbt wird und skrupellose, sadistische und ungebildete kulinarische Mietmäuler einer kleinbürgerlichen dumm gehaltenen Masse vorsätzlich anlügen, dass dieses ekelhafte Zerrbild der christlich-humanistischen Tomatenkultur in ihrem Interesse sei, wird sich nichts ändern.

It’s the system, stupid! Und solange die Menschen nicht bereit sind, die Systemfrage zu stellen, wird sich an der Obsoleszenzproduktion immer neuer, immer amüsanterer Modelle in der Autowirtschaft und im Tomatenanbau nichts ändern.

Kuckuck September 23, 2015 um 14:45

Schöne, neue – neoliberale – Welt

Doch in den amerikanischen Medien ist Martin Winterkorn in diesen Tagen nur der zweitübelste Manager. Der Teufel in Menschengestalt heißt Martin Shkreli. Der 32-jährige Hedgefonds-Manager hat jüngst die Lizenz für Daraprim erworben, ein Medikament, das seit mehr als 60 Jahren gegen lebensgefährliche Parasiten eingesetzt wird und das die Weltgesundheitsorganisation WHO zu einem der wichtigsten Mittel erklärt hat. Um Patienten und Parasiten ging es Shkreli bei der Investition nicht – nur um den Profit. Über Nacht hob er den Preis für das Medikament an, von 13,50 Dollar auf 750 Dollar pro Tablette.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/USA-finden-Gier-nicht-mehr-gut-article15990956.html

Kuckuck September 23, 2015 um 14:47
Richard Parker September 23, 2015 um 14:51

Was mich am meisten überrascht ist, wie überrascht Otto Normalverbraucher jedes Mal davon ist, wenn er wieder einmal getäuscht, ausgetrickst und betrogen wurde. Der Großindustrie ist es scheißegal, was wir schlucken oder einatmen solange der Rubel rollt. Irgendwie ist es wie beim Doping, die Kontrollinstanzen hinken den Delinquenten um Jahre hinterher. Da wird den Müttern immer vorgeworfen, dass sie den Kindern kein Urvertrauen vermitteln; dabei sind wir vertrauensvoll bis zur Blödheit. Nach dem Motto: Wenn das da steht, muss das ja auch stimmen. Vielleicht ist es ja kein Urvertrauen, sondern einfach nur die Angst, oder die Bequemlichkeit, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

Natalius September 23, 2015 um 14:53

Ich kann diese ganze Aufregung nicht verstehen. Die Sache ist seit Ewigkeiten bekannt – auch in den USA. Und was beim “cycle beating” legal oder nicht legal ist, steht z. B. hier (in englischer Sprache):

https://www.iea.org/media/workshops/2013/gfeilabelling/09.IEAWorkshop_ADAC_greenscoring_EN.pdf

Ich verstehe es daher nicht, warum Winterkorn vor der Öffentlichkeit von lauter Schuldgefühlen geplagt weint, ohne erst einmal im Detail zu prüfen, was an der Sache wirklich dran ist. Wird er erpresst?

Es ist nur mein persönlicher Eindruck, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass wir es mit einem “War on Germany” zu tun haben. Laut einem süddeutschen Kleinverlag hat eine russische Stelle herausgefunden, wie die Migrantenströme über Twitterbots gelenkt und gesteuert werden. Nicht auszuschliessen sind Dienste in USA und UK – jedenfalls kommen die “Welcome”-Tweets zu 19% aus USA, zu 17% aus UK und nur zu 6.4% aus Deutschland (!). Jetzt wird als i-Tüpfelchen auch noch die Demontage des Renomees deutscher Automobilfirmen (noch im Singular zu verstehen) aufgesetzt – wieder wird das Mittel Desinformation benutzt, um ganz massive und gezielte Schläge zu verabreichen.

niemand September 23, 2015 um 14:55

Merkel -> Moralüberschuß.

Winterkorn -> Moralunterschuß.

Kommunizierende Röhren.

Womit die Riege der hilflos bis am Rande zum Abseits agierenden Kabinettsmitglieder noch anzuwachsen scheint. VdL, de M, Schäuble, Maas, Merkel, Dobrindt? Wobei mich etwas wundert, daß sich bei Lage der Dinge Dobrindt angesprochen fühlt, nicht aber der Umwelt- oder Wirtschaftsminister.

Und mit Dobrindt könnte sogar Seehofer Schaden nehmen, nicht wahr?

Spooky.

Keynesianer September 23, 2015 um 14:55

Wenn unsere Politiker keine Marionetten wären, würden sie gleich mal Putin ein gemeinsames Flotten-Manöver in der Ost- und Nordsee anbieten und eventuell über einen russischen Flottenstützpunkt in Kiel oder gleich in Wilhelmshaven zum Schutz der russischen Gas- und Öllieferungen nach Deutschland verhandeln.

Der deutsche Export ist selbstverständlich blanker Wahnsinn. Davon kommt nicht nur kein Geld rein, sondern zuletzt werden die Deutschen noch Strafen an die Amerigauner zahlen müssen, dass sie ihnen auf Kredit Autos geschenkt haben. Man findet immer etwas, wenn man nur möchte, dazu sind ja die vielen Ökovorschriften da.

gelegentlich September 23, 2015 um 14:59

@Kuckuck
Reine Neugier zum Thema wie Informationen verbreitet werden: wann und wo haben Sie diese Links zu Daraprim entdeckt? Ich frage weil der Sachverhalt gestern, irgendwann nachmittags, bei http://blog.fefe.de/ auftauchte. Orientieren sich Medien wie n-tv oder Stern inzwischen an dieser Pionier-Seite?

Bogus (* dt. Schwindler) September 23, 2015 um 15:02

@ Lübberding
“Diese Geschichte ist tatsächlich ein Argument gegen TTIP.”

Inwiefern? Das bedarf der Erklärung (zumindest für mich).

———

Manchmal wollen wir betrogen werden. Ein schlauer Mensch hat neulich mal ausgerechnet, was wir durch die geschönten Verbrauchswerte an KFZ-Steuern sparen. Bin mir nicht mehr ganz sicher, es waren wohl 200 Millione Euro p.a.

Die gegenteilige Argumentation, dass dieses Geld ja dem Fiskus fehlt, unterschlage ich hiermit als Fehrer eines Porsche Cayenne Diesel (*) ganz bewusst.

Kuckuck September 23, 2015 um 15:04

@Richard Parker September 23, 2015 um 14:51
Was mich am meisten überrascht ist, wie überrascht Otto Normalverbraucher jedes Mal davon ist, wenn er wieder einmal getäuscht, ausgetrickst und betrogen wurde.

Da wird den Müttern immer vorgeworfen, dass sie den Kindern kein Urvertrauen vermitteln; dabei sind wir vertrauensvoll bis zur Blödheit.

Nein, es geht nicht um „Urvertrauen“ oder Ähnliches.

Es handelt sich um die psychische Verdrängung von Frustration, Ohnmacht und Angst.

Angstbedingte Krankheiten sind in unserer Gesellschaft am häufigsten: Depressionen, psychosomatische Störungen, Suchterkrankungen …

Bei vielen Menschen reicht die natürliche psychische Verdrängungskraft nicht aus. Deshalb konsumieren sie psychotrope Substanzen: Alkohol, Psychopharmaka, Drogen.

Ohne diese Psychodrogen kommen die kapitalistischen Gesellschaften nicht aus – und der Konsum wird sich im Prozess ihres Niedergangs noch steigern.

carlos manoso September 23, 2015 um 15:06

  H.K.Hammersen September 23, 2015 um 13:52
„Das war ein Fukushima-Ereignis, nicht nur für VW, sondern für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir sind auf ganz dünnem Eis und die Merkel agiert wie Wilhelm II.“

H.K.Hammersen, vielleicht hast du es ja nicht mitbekommen, aber die „Deutschland AG“ wurde schon in swn 1980er Jahren zerlegt.

Nicht daß du jetzt etwa von einem „Wirtschaftskrieg“ tönst und über die böaen Amerikaner lästerst. Die effene Frage ist nur noch, wen es zuerst treffen wird, „Germany“ oder „die USA“ Daß Merkel angeblich „wie Wilhelm II“ agiert: Diese Einschätzung verrät nur deine Dummheit. Sagen wirs positiv: nur deine völlige Ahnungslosigkeit.

Richard Parker September 23, 2015 um 15:06

Daimler-Chef Zetsche: Die deutsche Industrie, das sind die Automobilhersteller. Und noch ein bisschen was.” Aus dem Titelkommentar der Welt vom 23.09.2015.
Die deutsche Industrie, war da mal was? Titel der Washington Post vom 15.05.2018.

niemand September 23, 2015 um 15:16

>”Jetzt wird als i-Tüpfelchen auch noch die Demontage des Renomees deutscher Automobilfirmen (noch im Singular zu verstehen) aufgesetzt”

Das hat VW selbst getan.

Reden und Handeln wie Merkel in den vergangenen Wochen kann nur, wer keine Leichen im Keller hat. Auch muß es nicht jedem gefallen, wie Merkel zumindest den Anlaß gesetzt hat, über die tieferen Ursachen des Verlaufs des Syrienkrieges zu sinnieren.

Ob beide Komplexe nun aufeinander bezogen sind oder bloße Koinzidenz – sie werden zusammen gelesen, und das ist zu begrüßen.

So, wie zu begrüßen ist, daß die griechischen Gruß-Pappschilder lauten “This way bitte ->”.

Was sind schon 18 Milliarden.

wowy September 23, 2015 um 15:20

@Bogus
Das bedarf auch für mich der Klärung, wobei ich vermute, dass @fl mich falsch verstanden hat.

Kuckuck September 23, 2015 um 15:24
Kuckuck September 23, 2015 um 15:28

@gelegentlich September 23, 2015 um 14:59
Reine Neugier zum Thema wie Informationen verbreitet werden: wann und wo haben Sie diese Links zu Daraprim entdeckt?

bei „Google News“

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 15:34

Morph

Auf den Punkt gebracht.

Natalius September 23, 2015 um 15:40

niemand September 23, 2015 um 15:16

“Das hat VW selbst getan.” Was? Das eigene Renommee zu demontieren: Nein. Das schafft zwar ein mitteleuropäisches Volk nach 70 Jahren Hirnwäsche, aber kein CEO, der sich als Repräsentant eines global players zu verstehen hat. Ich habe über Erpressung (?) spekuliert und dabei an Übernahmephantasien gedacht. Wir erinnern uns: Jeep/Wrangler “fusioniert mit” Fiat/Alfa. Solche Übernahmen dürfen nicht zu teuer werden und irgendwie muss man die Aktien dann runterknüppeln. Am besten ist es, ein ganzes Volk dazu zu bringen, an seinen eigenen Untergang zu glauben. Und irgendwie sollte man unseren amerikanischen Freunden doch auch mal ein Lob aussprechen: Das haben die doch ganz gut hingekriegt, finde ich.

Manfred Peters September 23, 2015 um 15:46

@ Daraprim (OT)
Wenn das Medikament 60 Jahre auf dem Markt ist, hat es keinen Lizenzschutz mehr. Es müsste jede Menge Generika geben.
Packung: 30 Stück | N2, 27,68 €= 0,92 €/Stück!
http://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/daraprim-tabletten-30-st-glaxosmithkline-gmbh-co.-kg-pzn-1161113.html
Das dürfte also nicht lange gut gehen in den USA und wenn ja haben sie es nicht anders verdient. :-(

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 15:50

Leute…

hier geht es bei VW um das „Messen“ von was auch immer. Ein gewaltiger Irrtum der „Wissenschaft“ schon seit Jahrhunderten. Wer sagt denn, dass die Messinstrumente der Behörde in den USA nicht auch „getürkt“ sind.

An dieser Situation sieht man doch mal wieder, dass der Mensch nicht in der Moderne angekommen sein kann. Bestenfalls kann er beobachten das 1 Auto und 1 Auto 2 Autos sein könnten.

Es gibt ja auch Wissenschaftler, die mit der herkömmlichen Materie hier, versuchen Überlichtgeschwindigkeit messen zu können. Was für ein Wahn. Unsere aus der irdischen Materie gebauten Instrumente, lassen das doch gar nicht zu. Und trotzdem wird es versucht. Warum auch immer. Der beste Leiter meinetwegen auf Null Kelvin gekühlt, kann nicht mehr durchlassen, als das, was seine Struktur her gibt.

Das wissen alle Wissenschaftler.

Was hat nun VW gemacht? VW hat betrogen, nichts anderes. VW hat eine Eigenschaft postuliert, die nicht in der Realität vorhanden ist. Nicht mit ihrer Technik, im Alltagsmodus, und nicht unter diesen Umständen der Stand der Technik, der ja als Errungenschaft der Moderne gerne erzählt wird.

Es soll ja auch Menschen geben, die sogar ihre Waage manipulieren, um nicht dick zu sein, oder so viel Gewichtskraft anzeigen zu lassen. Die sind Quasi Dünn oder haben den manipulierten BMI.

So verhält sich das mit dem Messen. Wer misst misst Mist. Ein alter Spruch aber durchdringend.

Wenn ich mir die Realitäten der Industrie schön rede, dann kann ich jedes Ergebnis liefern, was erforderlich ist, den Profit am Leben zu erhalten. Sämtliche Plaketten von Abgas und so weiter, sind getürkt. Sie dienen nur der moralischen Gesundung. Ich hab ne Plakette, ich bin kein Sünder mehr.

Man gibt dem Menschen das Gefühl: Hach ich bin ja ein Guter.

Wer sich aber tatsächlich mal mit der Materie tiefer beschäftigt, wird heraus finden, dass das gar nicht der Fall sein kann. Jedenfalls mit der jetzigen gängigen angewandten Technik nicht.

Zu @Morph

Deine Tomaten und auch Gurken kannste dir selber anbauen, so wie ich das jedes Jahr auch mache, oder du kannst dich gerne in Brüssel oder anner Ostküste über die Systemfrage beschweren.

Beschwere dich nicht bei den Menschen, die es eh nicht raffen, beschwere dich bei denen, die es nicht für Notwendig halten, eine Art gerechte Haltung der Menschenaffen zu ermöglichen.

Kuckuck September 23, 2015 um 16:06

@wowy

Der Blog benötigte einen Hausmeister, der dafür sorgt, dass der Blog nicht zur Müllhalde und Kloake wird.

Und @gelegentlich hat sich angeboten, den zeitraubenden Job zu machen. Und sonst kein anderer.

Inzwischen hat der Blog deutliche Fortschritte gemacht.

Also hör auf, mit Deiner Nörgelei an @gelegentlich den Blog zuzumüllen.

Mach konkrete Verbesserungsvorschläge!

topi September 23, 2015 um 16:07

TÜV für 5 Jahre alten Galaxy; da kommt bald was größeres, Fahrwerk hinten, die Buchsen sind zu schwach ausgelegt

Blödheit, nach zig Jahre Erfahrung im Fahrzeugbau, oder gezielter Einbau von Schwachstellen, um größere Reparatur- und Ersatzteilgewinne zu machen?

Wer geplante Obsoleszenz bestreitet, und dann noch mit Tomaten vor den Augen, hat welche Motivation?

topi September 23, 2015 um 16:19

Wahrheitspresse, oder was?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-1053961-894973.html

Der Spiegel mit einer aufschlussreichen Grafik.

Quellen: “Thomas van Lingen und eigene Recherchen”

Die eigenen Recherchen bestanden darin, die schon kaum erkennbaren Differenzierungen (und teils falschen) bei Lingen zwischen der “Freien syrischen Armee”, den “gemäßigten” sowie Al- Nusra und anderen offenen Takfiri einfach völlig einzuebnen.

Böser Assad, böse böse, gute Rebellen, gut gut.

Aber immerhin; der Ausflug zu Lingen lehrt, dass jetzt auch der Sudan im Jemen mit Bodentruppen aktiv ist, um eine Marionette ohne Rückhalt im eigenen Land zurück an die Macht zu bombardieren.

Ja komisch, wo nur immer die ganze Flüchtlinge herkommen.

carlos manoso September 23, 2015 um 16:27

orph September 23, 2015 um 14:42
„It’s the system, stupid! Und solange die Menschen nicht bereit sind, die Systemfrage zu stellen, wird sich an der Obsoleszenzproduktion immer neuer, immer amüsanterer Modelle in der Autowirtschaft und im Tomatenanbau nichts ändern.“

Morph, habe heute „Osso Bucco“ gekocht. Nach 1 Std. auf dem Herd (mittlere Hitze) 3 geviertelte Tomaten zum Fleisch (+ etwas Mehl, Salz und Pfeffer) hinzufügen und dann noch 15 Minuten schmoren lassen.

Letzte Woche bin ich zusammen mit meiner Frau von Berlin nach Süddeutschland gefahren und habe die Autos auf der Autobahn aufmerksam beobachtet. Mein Eindruck war: überwiegend relativ neuwertige Auts, häufig zu überdimensioniert, überdimensioniert formlose Fahrer mit leeren Gesichtern. Das hat meine Stimmung negativ eingetrübt.

Ich habe viele Jahre lang u.a. große Automobilzulieferer beraten und kenne ihre Zahlen und viele Details ihrer Beziehungen zu den großen Spielern BMW, VW und MB.

M.E. wird Deutschland in wenigen Jahren sehr große Strukturbrüche erleben, die zentrale Branchen treffen.

Doktor D September 23, 2015 um 16:28

Wie muss man das sich denn eigentlich konkret vorstellen, wenn in einem Unternehmen wie VW irgendwie kommuniziert werden muss, dass eine Software gebraucht wird, die den Betrug der Vorschriften und Regelungen ermöglicht, deren Einhaltung man sich gleichzeitig als Unternehmensziel auf die Fahnen geschrieben hat? Wie sourced man sowas?

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 16:45

Doktor D

So wie die Kommunikation in diesem blog. Absolut vorbildlich.

Doktor D September 23, 2015 um 17:04

Ok, :) aber bei uns kommt ja kein fahrendes Auto raus und niemand muss das durchs QM Auditing jagen. Und keiner unterschreibt für irgendwas – außer du und @eflation vermutlich.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 17:18

wowy

Sage ich ja: vorbildliche Kommunikation. Winterkorn hat jetzt Zeit. Er könnte sich jetzt um unsere Gesprächskultur kümmern.

Morph September 23, 2015 um 17:27

@CM

“M.E. wird Deutschland in wenigen Jahren sehr große Strukturbrüche erleben, die zentrale Branchen treffen.”

Das müsste man genauer beschreiben, finde ich. Welche Branchen, welche Strukturen?

Mich beschäftigen weniger die kommenden Strukturbrüche als die neue Gegenwartslage: Seit ca. zwei Jahrzehnten werden wir gezwungenermaßen immer stärker in die digital automatisierte Sozialität informationeller Abstandslosigkeit und materieller Extremmobilisierung verstrickt.

Unser Weltbild ist aber noch sehr stark von älteren Vorstellungen guter Gemeinschaft und zivilisatorischem Fortschrittsglauben geprägt. Die Leute haben immer noch massenweise die Erwartung, dass mit gut geführter Politik gute gesellschaftliche Formen etabliert und auf Dauer gestellt werden können. Trotz aller gegenteiligen Erfahrungen. Die Politik ist den gesellschaftlichen Tatsachen in Wirklichkeit machtlos ausgeliefert. Sie erzeugt das Bild machtvoller Beherrschung der Lage und trägt mit diesem Trugbild zur Pazifizierung der Gesellschaft bei. Aber sie kann die Friedlichkeit der Gesellschaft selbstverständlich nicht garantieren. Aber wie gesagt, die Leute sperren sich in der Mehrheit gegen diese im Grunde auf der Hand liegende Einsicht. Und sie glauben den Anspruch erheben zu dürfen, dass das Wohlstandseuropa der 2. Hälfte des 20. Jh. zu erhalten ist.

Und vermutlich werden sie nicht schnell genug lernen, dass das ein Irrglaube ist, sondern sie werden trotz gegenteiliger Evidenzen an ihrem Glauben festhalten. Und sie werden sich im Namen dieses Glaubens organisieren und gegenorganisieren.

Wir werden bald wieder sehr scharfe ideologische Auseinandersetzungen erleben.

Das 20. Jahrhundert ist ja als das sozialdemokratische Zeitalter beschrieben worden. Der politische Grundton des 21. Jahrhunderts droht autoritär-nationalliberal zu werden. Keine schöne Aussicht.

Die Eliten eines solch autoritären Nationalliberalismus stehen in den Startlöchern. Es braucht nur ein paar potente Geldgeber, welche die Bewegung und den Organisationsaufbau finanzieren, dann wird der Orbanismus sich auch in Deutschland durchsetzen. Gut möglich, dass das die deutsche Exportindustrie macht, wenn sich erst einmal die Illusion billiger Einwandererarbeiter als solche herausstellt.

Die meisten der hier Kommentierenden werden das begrüßen und für eine positive Entwicklung halten, während der Abbau sozialer Standards und bürgerlicher Freiheiten weiter gehen wird…

Naja, konzentrieren wir uns auf das Erfreuliche, die Aussicht auf etwas orientalischen Situationismus in der Öffentlichkeit, die Konterkarierung der psychosozialen Wohlstandsverwahrlosung durch Familiensinn und Daseinsfreude. Wenn man sich denn dem Fremden zu öffnen bereit ist.

wowy September 23, 2015 um 17:39

@fl
Du hast dein #gelegentlichgate wir brauchen kein #dieselgate

Beantworte lieber die Frage von Bogus und mir zu TTIP.

putin my a.. September 23, 2015 um 17:44

gehen und steigen

abgang des chefs: gute entscheidung – börse steigt.

QuestionMark September 23, 2015 um 17:51

Nun zur VAG. In diesem Zusammenhang würde ich bitten von der oberflächlichen Betrachtung des Skandals abzusehen.
Um diese Sache zu verstehen, muß man die Konflikte zwischen Piech und Winterkorn im Auge behalten. Ich will es kurz machen: mMn ist das eine Kampagne zur Demontage von Winterkorn. Initiiert und bezahlt von der Piech-Clique.

Denn: Das ganze Gerede um die Abgaswerte ist doch ohnehin nicht ernst zu nehmen. Zwischenzeitlich dürfte es sich bis in die dunkelste Ecke dieser Republik herumgesprochen haben, dass Umweltschutzvorgaben im derzeitigen marktwirtschaftlichen System doch geradezu ein lächerliches Unterfangen darstellen: Die Sache ist schlicht nicht mit dem Wachstumsparadigma vereinbar.

Aber auch sonst gibt es viel Rücksichtnahme auf die “Wirtschaftsinteressen”:
Nahezu alle Autohersteller fälschen beispielsweise systematisch ihre Verbrauchswerte.
Oder: Die Benzin-Direkteinspritzer setzen zigfach mehr Rußpartikel frei als jegliches Dieselfahrzeug. Und? Gibt es eine Verpflichtung für Benzin-Direkteinspritzer einen Rußpartikelfilter zu verwenden? Nein. Stattdessen gibt es für die die Grüne-Plakette. Langer Rede kurzer Sinn: Alles Verarsche. Weiter nix. Die ganze Zeit hatten wir es schon mit Betrug oder Selbstbetrug in dieser Branche zu tun. Im Westen nichts Neues.

Aber immerhin ein schönes Manöver um von den jüngsten Schandtaten der Murksel abzulenken.

Eagon September 23, 2015 um 17:57

” Aber wie gesagt, die Leute sperren sich in der Mehrheit gegen diese im Grunde auf der Hand liegende Einsicht. Und sie glauben den Anspruch erheben zu dürfen, dass das Wohlstandseuropa der 2. Hälfte des 20. Jh. zu erhalten ist.”

Haben Sie das geraten?

Bogus September 23, 2015 um 18:05

Frage an die Auto/Motor-Experten (Holger?):

“Die Benzin-Direkteinspritzer setzen zigfach mehr Rußpartikel frei als jegliches Dieselfahrzeug.”

Stimmt das? Hab’ sowas auch mal irgendwo gelesen, aber dann nie wieder. Könnte natürlich auch ein Fake der Diesel-Fraktion sein…

enrico September 23, 2015 um 18:05

»Seit ca. zwei Jahrzehnten werden wir gezwungenermaßen immer stärker in die digital automatisierte Sozialität informationeller Abstandslosigkeit und materieller Extremmobilisierung verstrickt.«

man man man…bei solchen Sätzen fühlt man sich ja fast materiell extremmobilisiert, also irgendwie abstandslosig stärker digital informiert…

wowy September 23, 2015 um 18:05

@?
Nicht sehr wahrscheinlich, wenn man große Aktienpakete besitzt.

Morph September 23, 2015 um 18:11

@enrico

“man man man…bei solchen Sätzen fühlt man sich ja fast materiell extremmobilisiert, also irgendwie abstandslosig stärker digital informiert…”

:-)

Ich sehe, Du verstehst!

enrico September 23, 2015 um 18:13

“Deutsche” Unternehmen bescheißen.
Nein!
Doch!
Oh!

BB September 23, 2015 um 18:14

Das Problem für die Autobauer ist doch grundsätzlich, dass sie uns ein völlig veraltetes überkomplexes Produkt verkaufen. Die Technologie ist soweit fortgeschritten, dass jeder Dödel sich im Hinterhof einen Fahrzeugrahmen bauen kann, mit Shimano-Bremesen versehen und einem Akkuschrauber-Antrieb ausstatten kann und die Motorelektronik wird dann von einem Open-Hardware-Arduino-Prozessor gesteuert.

http://akkuschrauberrennen.de/

Nun gut, es ist noch nicht ganz soweit, aber fast. Tesla-Autos haben schon eine Reichweite von 400 km. Allerdings sind die Battereien leider nicht “OpenSource”.

Der Schlüssel für diese ganz andere hoffentlich hyperlokale Welt sind: ….. OpenSource-Batterien. Dann können VW, Mercedes, BMW, Porsche et.al. dichtmachen. Sie stehen nur noch 5 cm vor dem totalen Abgrund. Und das ist gut so!

Doktor D September 23, 2015 um 18:14

Ein wichtiges Männlichkeitsritual ist es wohl, sich und anderen die eigene Begriffsstutzigkeit und mangelhaft ausgebildeten höheren kognitiven Fähigkeiten als Nachweis der eigenen Höherwertigkeit in Sachen Realitätsbewältigung und -erfassung schön zu reden.

topi September 23, 2015 um 18:24

oh der ist schön.

Hugo Müller-Vogg
‏@HugoMuellerVogg
#CDUCSU #Merkel in der Fraktionssitzung genervt: “Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der #Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.”

BB September 23, 2015 um 18:25

PS: Zu meiner Fahrzeug-Flotte (1 Auto) gehört ein 18-Jahre alter Golf III, Verbrauch exakt 6 Liter auf 100 km auf der Autobahn (Stadt 6,5 l). Nicht schlecht, neche? Sehr umweltfreundlich das Ding, vor allem, weil es fast nur steht (arbeite “remote” im Moment). Da macht das Loch im Auspuff, dass ich schon zwei mal über den Tüv gebracht habe, die Klimaerwärmung auch nicht fetter.

Ich pflege quasi schon den umweltfreundlichen Lifestyle, auf den wir mehr oder weniger alle umstellen werden müssen, wenn uns der Globus nicht unterm Hintern verglühen soll.

Auch hier ist komplettes Umdenken und zwar BIG THINKING erforderlich. Grenzenlosen Mobilität globalisierter Arbeitsnomaden als Lifestyle-Vorbild per Marketing in die Sheeples geimpft per Autowerbung, Flieger-Meilen-Distinktion, Handy-synchrone Kommunikation, und sonstige grenzenlose Mobilitätsformen ist ja sowas von gestern. Wir müssen diese Art von Werbung verbieten wie Zigarettenwerbung und kranken Arbeitgebervorstellungen energisch entgegentreten und die Politik muss komplett umdenken, indem sie z.B. das Remote-Arbeiten zum Arbeitnehmerrecht macht, wie in Holland.

In die Richtung ungefähr muss es laufen.

someone September 23, 2015 um 18:25

“Die Politik ist den gesellschaftlichen Tatsachen in Wirklichkeit machtlos ausgeliefert.”

Ist eine apolitische Sichtweise. Das ist auch eines der Probleme, was die Öffentlichkeit derzeit hat. mit dem ganzen Marktgelaber und der unsichtbaren Hand hat man eine ganze Generation von politischen Analphabeten hervorgebracht, die über ein “alle korrupt da oben” nicht hinauskommen. Der nationale Rahmen passt nicht mehr und flüchtet sich in Symbole, aber das ist ein politisches Problem, das lösbar ist. Wenn man sich von den hinterhechelnden Livetickern etwas löst und die vergangenen Jahre passieren lässt, hat die EU (in der ihr eigenen byzantinischen Komplexität) enorme Integrationssprünge vollführt. Frag mal Sinn, ob er zufrieden ist. Da wirst du ein eindeutiges nein zu hören bekommen. Ich betrachte es eher als das letzte Aufbäumen einer sterbenden Idee; man kann es zwar als Renaissance des Nationalen sehen, aber s.u.

“Das 20. Jahrhundert ist ja als das sozialdemokratische Zeitalter beschrieben worden. Der politische Grundton des 21. Jahrhunderts droht autoritär-nationalliberal zu werden.”

Etwas seltsame Beschreibung des 20. Jh., aber gut. Dass man im Jahr 15 schon den Grundton des 21. Jh. festmacht, ist dann vielleicht doch ein wenig voreilig. Das wäre das Niedergangsszenario, aber es stimmt ja nicht mit den realen Entwicklungen überein. So gut wie jeder versteht, dass das mit der Neuaflage des Nationalstaats nicht so wirklich klappt, und wie schon erwähnt, es gibt enorme Integrationsschritte: Bankenaufsicht, Haftungsverbund, der zwar noch nicht so heißen darf, aber einer ist, Frontex, Erörterung der Flüchtlingsfrage, Russkiefrage, beginnende Einbindung des Europparlaments usw. usf.
Dagegen erscheint mir der z.Z. erstarkende Nationalismus eher als Phantomschmerzdiskussion.

“Die Eliten eines solch autoritären Nationalliberalismus stehen in den Startlöchern. Es braucht nur ein paar potente Geldgeber, welche die Bewegung und den Organisationsaufbau finanzieren, dann wird der Orbanismus sich auch in Deutschland durchsetzen. Gut möglich, dass das die deutsche Exportindustrie macht, wenn sich erst einmal die Illusion billiger Einwandererarbeiter als solche herausstellt.”

Dann würde die deutsche Exportwirtschaft aber gegen ihre eigenen Interessen verstoßen, morph, wenn sie die Grenzen-dicht Fraktion unterstützt. So ein Bündnis ist mittelfristig nicht tragfähig. Auch dürfte den meisten, bis auf holgerli, kuckuck und goodnight vielleicht, klar sein, dass ein deutsches Europa auch im dritten Anlauf nicht funktionieren wird. Über Teaparty- bzw. Trumpniveau
kommt eine solche Bewegung nur schwer hinaus. Auch wenn sie im Internet recht schrill daherkommt und übermächtig erscheint. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn sich auch CDU spaltet und sie ihre Vormachtstellung in Deutschland einbüßt.

enrico September 23, 2015 um 18:35

meine Ente hat zwei geregelte Katalysatoren, also zumindest immer an dem Tag, wenn ich beim Tüv vorfahre. Entenfahrer waren ja schon immer schneller als die von Fauweh.

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 18:55

Doktor D September 23, 2015 um 18:14
Ein wichtiges Männlichkeitsritual ist es wohl, sich und anderen die eigene Begriffsstutzigkeit und mangelhaft ausgebildeten höheren kognitiven Fähigkeiten als Nachweis der eigenen Höherwertigkeit in Sachen Realitätsbewältigung und -erfassung schön zu reden.”

Aha und beim Weibsvolk ist das wohl nicht so?

Nun gut Mann reiche mir Botox…

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 19:01

—>>>enrico September 23, 2015 um 18:35
meine Ente hat zwei geregelte Katalysatoren, also zumindest immer an dem Tag, wenn ich beim Tüv vorfahre. Entenfahrer waren ja schon immer schneller als die von Fauweh.”

Jaja… besonders wenn se auf der Autobahn stehen bleiben… LACH :D

Ach enrico… Wenn jeder so wäre wie Du, ganz ehrlich, dann wäre auch Chaos… sympatisches Chaos, aber fahr du ruhig weiter in deinem Töff Töff… Du alter Erimit.

LACH… 8 Köpfige Syrische Familie fährt mit Töff Töff 2 CV in da UUULAUB an die Ostsee.

Halt doch einfach Deine Schnauze, zieh da Mütze uff und gut iss. Gilt auch für da BB mit seinem Gölf III

bleistift September 23, 2015 um 19:05

Jede Wette der Holger fährt einen Manta. Mit Fuchsschwanz.
Und Vokuhila Frisur.

Goodnight September 23, 2015 um 19:11

Gottchen, das Automobil ist tot.

Muss man das noch begründen? Weil alle Deutschen Schnappatmung bekommen, wenn man das Ende Ihrer Identitätsstütze kommuniziert?

Deutschland definiert sich über seine Fähigkeit die besten Autos der Welt bauen zu können. Fällt irgend einen hier noch irgend ein anders wichtiges deutsches Produkt ein? Nope, da sind nur Porsche, Mercedes, BMW, Audi, VW.
Eine Monokultur mit allen Konsequenzen einer solchen Kultur: Wenn man erlebt hat wie der Schrempp damals in den USA auftrat und wenn man jetzt den Winterkorn im Netz beim Wörter kauen betrachtet, dann könnte man eine Ahnung haben, welche selbstgefälligen Bauernsöhne dort, bei unserer Vorzeigeindustrie, breitbeinig durch die Weltgeschichte stampfen. Dinosaurier. Tunnelblick. Können Autos bauen, sonst nix. Kein Englisch, kein Deutsch, keine Bildung, nix Elite. Ein Witz. Ein Bekannter, der im oberen Management einer solchen Veranstaltung operiert, erzählte mir vor kurzem, wie man durch Silicon Valley stampfte und sich lachend über die Nerds belustigte, die so kleine Kunststoffkugeln als Autos verkaufen wollten. Beim Abschied
wünschte man denen laut lachend viel Glück. Der Nerd auf der anderen Seite bedankte sich höflich, lächelte und bemerkte, Glück wäre nicht notwendig, er hätte alle Experten aller Fachrichtungen der Welt unter Vertrag.
Erst später, im Flieger, begriffen die Bauern aus Deutschland, und wurden blass.
Nun gut, Zetsche sucht Asylanten und Flüchtlinge für seine Automobilwerke, Silikon Valley sucht Profs und Dr.
Kann jetzt jeder selbst entscheiden, auf was er wettet.

Automobile waren früher Fahr-Gestelle, die man um Motoren herum gebaut hat. Wer die Motoren beherrschte, der beherrschte die Industrie. In Zukunft sind Automobile digitale Netzwerke, um die man die Motoren herum drapiert. Mercedes, VW und BMW sind in Zukunft nur noch Zulieferer. Im besten Falle.

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 19:12

@Carlos Manoso
“Daß Merkel angeblich „wie Wilhelm II“ agiert: Diese Einschätzung verrät nur deine Dummheit. Sagen wirs positiv: nur deine völlige Ahnungslosigkeit.”
Wer hier unter Dummheit oder Ahnungslosigkeit leidet, wird sich zeigen. Ich kann jedenfalls nur feststellen, dass Merkel sich von der von ihr vermuteten Unschlagbarkeit der deutschen Industrie dazu verleiten lässt, ganz Europa ihren Willen aufzwingen zu wollen. Am Ende hatte Wilhelm II sein Deutschland abgeschafft und Merkel wird ihr Deutschland abgeschafft haben. Was von Wilhelm II übrig geblieben ist, kann im Haus Doorn besichtigt werden. Mal sehen, wo die Reste Merkels endgelagert werden.

Natalius September 23, 2015 um 19:14

Winterkorn ist Vergangenheit. Die Aktie zeigt sich unbeindruckt.

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 19:24

@Doctor D
“Wie muss man das sich denn eigentlich konkret vorstellen, wenn in einem Unternehmen wie VW irgendwie kommuniziert werden muss, dass eine Software gebraucht wird, die den Betrug der Vorschriften und Regelungen ermöglicht, deren Einhaltung man sich gleichzeitig als Unternehmensziel auf die Fahnen geschrieben hat?”

Na wie schon? Irgendeine Entwicklungsabteilung macht dicke Backen und tönt rum, dass die das schon hinkriegen mit den Messwerten. Dann wird rumgemacht und rumgemurkst und Schritt für Schritt nähert man sich dem Punkt, wo dann eben daran gebastelt wird, vom ABS die Information der still stehenden Nichtantriebswelle mit der Software für die Motorsteuerung zu koppeln. Irgendwann fliegt das im Konzern auf, aber bist dahin sind schon hunderttausende Autos verkauft. Jetzt kann man nicht mehr zurük und hofft, dass es keiner merkt.

enrico September 23, 2015 um 19:29

@holger
»»Jaja… besonders wenn se auf der Autobahn stehen bleiben… LACH :D««

diese Ente fährt immer pannenfrei –weltweit! Nur, und nur wenn sie in die Gegend um Böblingen kommt, fängt sie immer an zu bocken. Böblingen ist böse, da leben böse Menschen mit bösen Absichten, das merken sensible Automobile wie dieser Döschwo natürlich sofort. Und um sie möglichst weit entfernt und ungestört von Böblingen zu halten, habe ich mir nun die Erlaubnis geholt, sie zusammen im Umzugsgut, zollfrei in Venezuela einführen zu können. Es handelt sich also eigentlich auch um einen Flüchtling (BTW wie lautet eigentlich die weibliche Form von “Flüchtling”, Flüchtlingine? Flüchtöse? Flüchtine? Jochen?). Zum Glück ist der Sprit in diesem Land ja so billig, dass man sich dort eigentlich auch problemlos ohne Motor und nur einem Streichholz fortbewegen könnte.

rainer September 23, 2015 um 19:29

…Sasse ist ´ne Niete….ihm nicht passende Kommentare werden nicht freigegebn…..ebenso dieser Roberto ….

QuestionMark September 23, 2015 um 19:32

@H.K.Hammersen September 23, 2015 um 19:24
Solche Abläufe gibt es natürlich. Du unterschätzt aber dabei etwas die Produktpolitik. Und da kann es dann durchaus Motivationen geben die Fahrzeuge so zu konstruieren, das die erzielbaren Abgaswerte (und die Abgaswerte waren doch im Testbetrieb korrekt, oder habe ich das falsch verstanden?) eben während des Normalbetriebs nicht erreicht werden. Worum geht es dabei? Nun, der Kunde kauft das Fahrzeug das sich spritziger fährt und eben nicht das Fahrzeug das umweltschonend ist. Genauso wie der Kunde tendenziell das beeindruckendere Fahrzeug (zB einen fetten SUV) kauft und eben nicht das praktischere.

Morph September 23, 2015 um 19:40

@someone

“Ist eine apolitische Sichtweise.”

Komisches Argument. Ich sage: “Es gibt keine Wunder” – Du entgegnest: “Das ist eine areligiöse Sichtweise.” – Vollkommen wurscht, ob meine Sichtweise apolitisch ist, ist meine Behauptung zutreffend oder nicht, das ist die Frage. Die ‘Sichtweise’ einer Behauptung vage ins Ungerechtfertigte zu rücken (‘apolitisch’, pfui! – Hat übrigens auch schon @Schwejk versucht…) ist vermutlich eine sehr ‘politische’ Art des Meinungsaustauschs, gell?

“eine ganze Generation von politischen Analphabeten hervorgebracht, die über ein “alle korrupt da oben” nicht hinauskommen.”

Nicht mein Problem, hat auch mit meiner Behauptung nichts zu tun.

“Der nationale Rahmen passt nicht mehr und flüchtet sich in Symbole, aber das ist ein politisches Problem, das lösbar ist.”

Sicher. ‘Politische Probleme’ zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer irgendwie ‘gelöst’ werden. Man bildet einen Ausschuss. Man veranstaltet Marathonsitzungen. Man einigt sich auf Abschlusserklärungen. Zack feddich! Politisches Problem politisches gelöst. Wo sind die Schnittchen?!

“Wenn man sich von den hinterhechelnden Livetickern etwas löst und die vergangenen Jahre passieren lässt, hat die EU (in der ihr eigenen byzantinischen Komplexität) enorme Integrationssprünge vollführt.”

Ja, ich sollte nicht so viel nach Stichworten wie ‘Jobbik’, ‘Wilders’ u.a. googeln, man kann sich dann gar nicht mehr über die ‘Integrationssprünge’ freuen…

“Etwas seltsame Beschreibung des 20. Jh., aber gut.”

Hm. Vielleicht hatte der gute alte Dahrendorf einfach nicht Deinen famosen Über- und Durchblick, als er schon vor vielen Jahrzehnten das Ende des sozialdemokratischen Jahrhunderts diagnostizierte…

“Dass man im Jahr 15 schon den Grundton des 21. Jh. festmacht, ist dann vielleicht doch ein wenig voreilig.”

Sicher. So sind Zeitgenossen nun einmal. Z.B. gab es in den Augusttagen 1914 tatsächlich so ein paar Hysteriker meinesgleichen, die den Teufel an die Wand malten: “A friend came to see me on one of the evenings of the last week — he thinks it was on Monday, August 3rd. We were standing at a window of my room in the Foreign Office. It was getting dusk, and the lamps were being lit in the space below on which we were looking. My friend recalls that I remarked on this with the words, ‘The lamps are going out all over Europe; we shall not see them lit again in our life-time.’” – Edward Grey: Twenty-Five Years 1892-1916, New York 1925. – Und irgendwelche ‘bedeutenden’ (ha ha) Historiker haben dann doch tatsächlich die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts das “Zeitalter der Katastrophe” (Eric Hobsbawm) genannt. Die Welt ist schon verrückt!

“Dann würde die deutsche Exportwirtschaft aber gegen ihre eigenen Interessen verstoßen, morph, wenn sie die Grenzen-dicht Fraktion unterstützt.”

Wieso? Die braucht keine Konsumenten, sondern Arbeiter. Wenn klar wird, dass das so einfach nicht geht mit den Migranten, wird sie keine mehr wollen und eine Politik verschärfter Grenzregime unterstützen.

“So ein Bündnis ist mittelfristig nicht tragfähig. Auch dürfte den meisten, bis auf holgerli, kuckuck und goodnight vielleicht, klar sein, dass ein deutsches Europa auch im dritten Anlauf nicht funktionieren wird.”

Es funktionier, glaube ich, schon ganz ordentlich.

“Über Teaparty- bzw. Trumpniveau kommt eine solche Bewegung nur schwer hinaus. Auch wenn sie im Internet recht schrill daherkommt und übermächtig erscheint. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn sich auch CDU spaltet und sie ihre Vormachtstellung in Deutschland einbüßt.”

CSU macht Orban Avancen und liegt damit populistisch pfeilgrad richtig! SPD und CDU argumentieren in ihrer Spitze im Modus der Realitätsverweigerung. Wenn also die CDU ihre Vormachtstellung in D einbüßt, dann ist da zunächst einmal ein leerer Raum.

Aber, hey, nur so’ne apolitische Sorge. Die europäische Integration wird’s schon richten. Ahoi!

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 19:51

@Morph
“Gottchen, das Automobil ist tot.”
Sag ich doch! Deshalb fahre ich ja auch Motorrad.

Goodnight September 23, 2015 um 19:52

Die Zukunft des Automobils kann man beobachten, wenn man ihre Manager beobachtet:

Jener mir bekannte Manager einer großen Stuttgarter Automobilfirma geht jeden Abend vor 21:00 Uhr ins Bett.
Weil er jeden Morgen um 0430 Uhr aufstehen muss.
Weil er jeden Morgen um spätestens 05:55 Uhr in seinem Dienstfahrzeug die 15 Km bis zu seiner Arbeitsstätte in Angriff genommen haben muss.
Weil er sonst nicht dem morgendlichen Megastau in dieser Stadt, mit dem Nick-Name Benz-Down, entkommen könnte.

D.h.:
Der Manger der Automobilindustrie flieht in seinem Automobil vor der täglichen Ansammlung der Automobile.

Dinosaurier!

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 19:53

@Morph
“Fällt irgend einen hier noch irgend ein anders wichtiges deutsches Produkt ein?”
G36?

enrico September 23, 2015 um 19:58

seit wann gibt es in D eigentlich die Verordnung, dass keine farbigen, sondern nur silberne, weiße oder schwarze Autos fahren dürfen? Sicher haben die das wegen dem Klimawandel eingeführt.

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 20:02

@?
“und die Abgaswerte waren doch im Testbetrieb korrekt, oder habe ich das falsch verstanden?”
Die Abgaswerte waren nur deshalb im Testbetrieb korrekt, weil von der stehenden Welle die Information kam, dass die Karre sich auf deem Rollenprüfstand befand. Die Abgasreinigung war nicht auf den Testzyklus optimiert, sondern war so programmiert, dass sie überhaupt nur richtig arbeitete, wenn die Karre auf dem Prüfstand war. Sobald die nicht angetriebene Welle auch drehte, und damit klar war, dass der Wagen im Normalbetrieb ist, wurde die Abgasreinigung runter gefahren. Das Problem war noch nicht einmal, dass die die Abgasreinigung im Normalbetrieb nicht hinbekommen hätten, sondern dass dann, je nach Modell, entweder der Kraftstoff- oder der Harnstoffverbrauch nach oben gegangen wäre. Die wollten beides: niedrigen Verbrauch und niedrige Schadstoffe suggerieren. Darin lag der eigentliche Betrug.

Linus September 23, 2015 um 20:15

@Goodnight:
“Der Manger der Automobilindustrie flieht in seinem Automobil vor der täglichen Ansammlung der Automobile.

Dinosaurier!”

Was ist denn in Dich gefahren? So viel Selbstkritik, ääh … Nestbeschmutzung auf einmal!

Bogus September 23, 2015 um 20:15

Korrektur zu meinem Beitrag um 15:02:

Es sind gemäß der Deutschen Umwelthilfe 1,4 Milliarden, die dem Fiskus in 2014 durch die geschönten Verbrauchswerte entgangen sind.

@ Goodnight
Bitte mal ausrechnen wie viele Flüchtlinge wir durchfüttern könnten, wenn für dich und die anderen Fahrer von Audi-Dienstwagen Steuersätze erhoben würden, die den tatsächlichen Verbrauch berücksichtigten und nicht die geschönten Werte der Hersteller.

Linus September 23, 2015 um 20:18

@H.K.Hammersen:
“entweder der Kraftstoff- oder der Harnstoffverbrauch nach oben gegangen wäre.”
Das ist echtes schlechtes Marketing! Pissoir neben den Tankdeckel – feddisch!

Goodnight September 23, 2015 um 20:27

Bei Mercedes sind jetzt alle froh, dass jeder über VW Abgase und keiner mehr über die Bremsprobleme des Smart redet.

Linus September 23, 2015 um 20:31

Zum Timing:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/peter-mock-vom-icct-ueber-den-vw-abgasskandal-a-1054338.html

Nun ja, das ist jetzt die offizielle Version. Es gibt sogar eine nagelneue wiki Seite, um das zu pushen:
https://de.wikipedia.org/wiki/International_Council_on_Clean_Transportation

Wer’s glaubt!

enrico September 23, 2015 um 20:32

»» Pissoir neben den Tankdeckel – feddisch!««

Geniale Idee! Deutsche Ingeniörskunst ist halt einfach unschlagbar. So könnte man vielleicht auch die überschüssige Schweinegülle aus flachdeutschen Großzuchtbetrieben los werden. Gülle Gülle Volkswagen!

NKB September 23, 2015 um 20:36

@someone
Hätte nie gedacht, dass ich grundsätzlich mal auf Ihrer Linie bin.
Natürlich ist es leicht vermessen, im Jahre 15 schon den Grundton des kommenden Jahrhunderts fest zu machen. Wäre z.B. 1815 leicht schiefgegangen. 1615 auch.

Die EU hat sich in den letzten Jahren bemerkenswerte integriert. Sehe ich genauso. Gerade auf deren Grundlage sind die erkennbaren Sezessionsbestrebungen innerhalb der Nationalstaaten erst möglich. In Schottland wie auch Katalonien wird beispielsweise der Austritt aus dem Nationalstaat nicht mit dem Austritt aus der EU gekoppelt. Regionalisierung und eine stärkere Zentralisierung von wichtigen politischen Fragestellungen sind zwei Seiten einer Medaille. Dass die Prozesse wellenbewegt erscheinen, sollte klar sein; die Tendenz ist jedoch deutlich.
Genauso wie die schleichende Aushöhlung von demokratischen Prinzipien. Insofern ist Morphs Ahnung von einem autoritären Jahrhundert plausibel. Und nationalliberales Getöse als Begleitmusik zu folkloristischen Schaukämpfen im Politischen durchaus auch. Trotzdem: Der Markt mit den produzierten Abhängigkeiten erfordert eine stärkere Integration der Welt – sie wird sie bekommen; trotz der vielleicht kommenden Kriege.

gelegentlich September 23, 2015 um 20:41

@ enrico Eingereicht am 23.09.2015 um 20:32
Denkfehler! Erfordert doch mehr Deutsche Ingeniörskunst. Der Harnstoffgehalt im Urin der User schwankt. Wie soll das System dann geregelt werden? Da fehlt noch was. Eine standardisierte Harnstofflösung ist vermutlich billiger. Auch wenn dann, seufz, der rurale Charme und der Marketing-Gag geringer ausfallen. Es sind halt immer die Details, nicht nur da…

enrico September 23, 2015 um 20:52

Deutschland braucht keine Autoindustrie. Die Autos, die es bereits gibt reichen für die nächsten vierzig Jahre. Dannach will eh niemand mehr Auto fahren.

Schluss mit sinnloser Arbeit.
Schluss mit sinnlosem Verkehr.
Schluss mit Arbeiten für das Weltwaschbärentum.
Machen wir doch lieber, was wir schon immer wollten.
Easy Life Technology statt Hamsterradeln.

carlos manoso September 23, 2015 um 20:55

Morph September 23, 2015 um 17:27
„Unser Weltbild ist aber noch sehr stark von älteren Vorstellungen guter Gemeinschaft und zivilisatorischem Fortschrittsglauben geprägt. Die Leute haben immer noch massenweise die Erwartung, dass mit gut geführter Politik gute gesellschaftliche Formen etabliert und auf Dauer gestellt werden können. Trotz aller gegenteiligen Erfahrungen. Die Politik ist den gesellschaftlichen Tatsachen in Wirklichkeit machtlos ausgeliefert. Sie erzeugt das Bild machtvoller Beherrschung der Lage und trägt mit diesem Trugbild zur Pazifizierung der Gesellschaft bei. Aber sie kann die Friedlichkeit der Gesellschaft selbstverständlich nicht garantieren. Aber wie gesagt, die Leute sperren sich in der Mehrheit gegen diese im Grunde auf der Hand liegende Einsicht. Und sie glauben den Anspruch erheben zu dürfen, dass das Wohlstandseuropa der 2. Hälfte des 20. Jh. zu erhalten ist.
Und vermutlich werden sie nicht schnell genug lernen, dass das ein Irrglaube ist, sondern sie werden trotz gegenteiliger Evidenzen an ihrem Glauben festhalten. Und sie werden sich im Namen dieses Glaubens organisieren und gegenorganisieren.
Wir werden bald wieder sehr scharfe ideologische Auseinandersetzungen erleben.“
Das 20. Jahrhundert ist ja als das sozialdemokratische Zeitalter beschrieben worden. Der politische Grundton des 21. Jahrhunderts droht autoritär-nationalliberal zu werden. Keine schöne Aussicht.
Die Eliten eines solch autoritären Nationalliberalismus stehen in den Startlöchern. Es braucht nur ein paar potente Geldgeber, welche die Bewegung und den Organisationsaufbau finanzieren, dann wird der Orbanismus sich auch in Deutschland durchsetzen. Gut möglich, dass das die deutsche Exportindustrie macht, wenn sich erst einmal die Illusion billiger Einwandererarbeiter als solche herausstellt.
Die meisten der hier Kommentierenden werden das begrüßen und für eine positive Entwicklung halten, während der Abbau sozialer Standards und bürgerlicher Freiheiten weiter gehen wird…
Naja, konzentrieren wir uns auf das Erfreuliche, die Aussicht auf etwas orientalischen Situationismus in der Öffentlichkeit, die Konterkarierung der psychosozialen Wohlstandsverwahrlosung durch Familiensinn und Daseinsfreude. Wenn man sich denn dem Fremden zu öffnen bereit ist“

Morph, ich bemühe mich jetzt mal, mich in der mir völlig fremden Luhmann-Terminologie auszudrücken: Die Gesellschaft wird zunehmend zum „System vom Systemen“, womit sich allerdings die Verselbständigung der systemischen „Selbstreferenzen“ gegenüber dem subjektiven menschlichen Bewußtsein um so unausweichlicher verfestigt.

Da die Subjekte immer nur in bezug auf dieses „System von Systemen“ und innerhalb seiner jeweiligen Subsysteme denken und handeln können, bleiben sie per se immer schon funktional reduziert, unterhalb der -Luhmännisch – überhaupt nur als subjektlos zu denkenden Ebene der Beziehungen „als solcher“. Die „Selbstreferenz“ des Systems ist -Luhmännisch gesehen -, der subjektlose Bewegungs-, Ausdifferenzierungs- und Entwicklungsprozeß auf der Ebene der sozialen Beziehungen, die strukturell unabhängig von den ihnen bloß als „Systemumwelt“ zugrundeliegenden wirklichen Menschen betrachtet werden müssen.

Wie du schon bemerktest, „konzentrieren wir uns auf das Erfreuliche“

refugee TM 2015 September 23, 2015 um 21:04

Goodnight September 23, 2015 um 20:27
Bei Mercedes sind jetzt alle froh, dass jeder über VW Abgase und keiner mehr über die Bremsprobleme des Smart redet.”

Du bist auch so ein Elch LOL :D

someone September 23, 2015 um 21:05

Die ‘Sichtweise’ einer Behauptung vage ins Ungerechtfertigte zu rücken (‘apolitisch’, pfui! – Hat übrigens auch schon @Schwejk versucht…) ist vermutlich eine sehr ‘politische’ Art des Meinungsaustauschs, gell?

Du neigst dazu, systemische Notwendigkeiten überzubetonen und Entscheidungsspielräume zu vernachlässigen. Damit gelangt man sehr leicht zu einer strukturkonservativen wenn nicht fatalistischen Sicht.

“Wieso? Die braucht keine Konsumenten, sondern Arbeiter. Wenn klar wird, dass das so einfach nicht geht mit den Migranten, wird sie keine mehr wollen und eine Politik verschärfter Grenzregime unterstützen. ”

Sie brauchen Absatzmärkte. Bei geschlossenen Grenzen sind diese schwer zu erreichen. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass man einseitig die Grenzen dicht machen kann, ohne Gegenreaktionen zu erzeugen. Darüber hinaus ist sie auch auf Zulieferungen der verlängerten Werkbank in Osteuropa angewiesen.

“CSU macht Orban Avancen und liegt damit populistisch pfeilgrad richtig! SPD und CDU argumentieren in ihrer Spitze im Modus der Realitätsverweigerung. Wenn also die CDU ihre Vormachtstellung in D einbüßt, dann ist da zunächst einmal ein leerer Raum.”

Weil der Seehofer mal ein bisschen einen auf Strauß macht, ist er direkt die Avantgarde? Na, ja. Deine anschließenden Aussagen bestärken meinen Punkt vom politischen Analphabetismus. Die AFD steht wie das dolle Team Alpha bereit, was der CDU vielleicht 10% oder gar 15% kosten könnte, womit man auf der rechten Seite wie auf der linken eine Teilung hätte. Ich fände das eventuell gar nicht so schlecht, wenn dort eine Schwächung stattfände. Nebenbei ist prinzipiell die Frage nach einem zu regelungswütigen Brüssel ja durchaus legitim.

Die Welt kann natürlich auch untergehen.->Apokalüpze nao!

enrico September 23, 2015 um 21:05

@gelegentlich
»»Der Harnstoffgehalt im Urin der User schwankt.««
Himmel, wie konnte ich das übersehen. Da brauchen wir jetzt aber dringend einen Ausschuss der eine neue EU-Richtline (Die “Eich-Urin” Richtlinie “EUR 4″) erarbeitet. Es kann ja nicht sein, dass jeder pinkeln kann was er will.

Goodnight September 23, 2015 um 21:14

@morph

“Die Politik ist den gesellschaftlichen Tatsachen in Wirklichkeit machtlos ausgeliefert”

Welche gesellschaftlichen Tatsachen? Etwas der Politik der anderen?
Die gesellschaftliche Tatsachen schaffen, anstatt denen ausgeliefert zu sein?

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie hier Deine in einem Schwall von Wörtern gefassten Sinn-Hülsen bei Beobachtern immer noch Reaktionen auslösen. Du bist hier ein perfekter Indikator für Intelligenz. Man kann wunderbar beobachten, wer hier meint Deine Texte zu verstehen und wer nix versteht, weil nicht viel zu verstehen ist. Erstere können entweder generell nicht verstehen oder verlieren einfache ihre Konzentration im Prozess des Lesens.

Insbesondere wenn Du immer noch als der Luhmann-Jünger angesprochen wirst, wo Du Dich alle 5 Minuten von Luhmann distanziert. Es ist einfach ganz wunderbar, man könnte meinen, hier würden alle in der Automobilindustrie arbeiten…und zwar am Band.

gelegentlich September 23, 2015 um 21:16

@enrico Eingereicht am 23.09.2015 um 21:05
Du hast das Prinzip der Industrie nicht verstanden. Man braucht die billigste Harnstoffquelle. Das muss keineswegs der Urin des Fahrers sein. Vielleicht ist er, bei Menschen in Mitteleuropa, durch allerlei Medikamenten- oder Wirkstoffreste verunreinigt, die mit dem System unerfreulich interagieren könnten. Die 3. Welt als eh bewährter Rohstofflieferant wäre sicher günstiger. Oder irgendeine andere unorthodoxe Quelle? Dann macht man in der Fabrik eine Standardlösung, sagen wir: 5%ig. Und die wird dann in eine Plastikflache (aus Erdöl, um den Überhang aus 600 Mill. Jahren Erdgeschichte abzubauen) eingegeben. Dann muss noch irgendein Barcode (mit Ländercode?) außen drauf, damit Niemand auf noch billigere Harnstofflösungen umsteigen kann. Das Einzige, was man dann noch pinkeln muss, ist Geld. Ah ja: „Pinke-Pinke“, von einem frühen Visionär so genannt.So geht das. Das könnte man auch bald nur noch digital hinbringen.

Linus September 23, 2015 um 21:21

@gelegentlich:
“Denkfehler! Erfordert doch mehr Deutsche Ingeniörskunst. Der Harnstoffgehalt im Urin der User schwankt.”
Wenn’s nur das wär! Das Ding ist nicht genderkonform *seufz*

ruby September 23, 2015 um 21:22

@ someone
https://www.youtube.com/watch?v=Vd_-OXshVuE
sister awake …

bleistift September 23, 2015 um 21:26

@ morph

“Die Leute haben immer noch massenweise die Erwartung, dass mit gut geführter Politik gute gesellschaftliche Formen etabliert und auf Dauer gestellt werden können.”

Die Leute! Was die sich so denken. Da erwarten die doch glatt eine “gut geführte Politik”. Was für eine Frechheit! Die Leute! Unglaublich.

“Die Politik ist den gesellschaftlichen Tatsachen in Wirklichkeit machtlos ausgeliefert. Sie erzeugt das Bild machtvoller Beherrschung der Lage und trägt mit diesem Trugbild zur Pazifizierung der Gesellschaft bei. Aber sie kann die Friedlichkeit der Gesellschaft selbstverständlich nicht garantieren. Aber wie gesagt, die Leute sperren sich in der Mehrheit gegen diese im Grunde auf der Hand liegende Einsicht.”

Das ist Blödsinn hoch sonstwas. Die Politik ist im Idealfall ein Spiegel der Gesellschaft. Deshalb gibt es ja Wahlen. Deshalb erzeugt Demokratie Stabilität. Deine Beschreibung ist für eine Diktatur zutreffend.
Wenn sich die gesellschaftlichen Realitäten ändern, dann ändern sich die Wahlergebnisse und damit auch die Politik.
Das sichert den Frieden.

“Und sie glauben den Anspruch erheben zu dürfen, dass das Wohlstandseuropa der 2. Hälfte des 20. Jh. zu erhalten ist.”

Was für eine Frechheit!
Du redest daher wie unser katholischer Pfarrer. Der will auch den Wohlstand abschaffen damit die Leute endlich wieder in die Kirche gehen.

“Und vermutlich werden sie nicht schnell genug lernen, dass das ein Irrglaube ist, sondern sie werden trotz gegenteiliger Evidenzen an ihrem Glauben festhalten. Und sie werden sich im Namen dieses Glaubens organisieren und gegenorganisieren.”

Was genau sollen die Leute denn lernen? In Armut zu leben? Kein Mensch will in Armut leben. Das was du predigst erscheint mir eher wie Glaube. Menschen sollen Armut akzeptieren und keine bösen rechtsliberalen Parteien wählen weil morph das als Sakrileg auffassen würde.

“Wir werden bald wieder sehr scharfe ideologische Auseinandersetzungen erleben.”

Ja und?

“Das 20. Jahrhundert ist ja als das sozialdemokratische Zeitalter beschrieben worden. Der politische Grundton des 21. Jahrhunderts droht autoritär-nationalliberal zu werden.”

Das ist schon eine wirklich obskure Beschreibung des zwanzigsten Jahrhunderts. Da hat someone recht
Keine Nazis. Keine Bolschewisten. Nur Sozialdemokraten.
Und wie du darauf kommst das uns “autoritär-nationalliberale” Zeiten bevorstehen verschweigst du ebenfalls.
Auf die Idee käme ich ehrlich gesagt nicht.

“Die Eliten eines solch autoritären Nationalliberalismus stehen in den Startlöchern. Es braucht nur ein paar potente Geldgeber, welche die Bewegung und den Organisationsaufbau finanzieren, dann wird der Orbanismus sich auch in Deutschland durchsetzen.”

Das ist schon wie bei gelegentlich und seinen Islamisten. Der eine hat Panik vor Islamisten, der andere vor Rechtsliberalen.
Demokratie ist schon eine Schande. Immer kommen die Geldgeber und finanzieren Leute die man nicht mag.
So doof dass die DDR unter gegangen ist . Da waren immer die Richtigen an der Macht. Da gab es weder Islamisten noch Rechtsliberale. Nur politisch korrekte morphs.

“Gut möglich, dass das die deutsche Exportindustrie macht, wenn sich erst einmal die Illusion billiger Einwandererarbeiter als solche herausstellt.”

Warum sollte sich das denn als Illusion heraus stellen? Weil die Orientalen alle nicht arbeiten wollen?
Positiver Rassismus ist auch Rassismus.

enrico September 23, 2015 um 21:34

@parfois

wegen Harnstoff und so:
ich geh kurz pinkeln…hm wo ist jetzt der Autoschlüssel?

Goodnight September 23, 2015 um 21:40

Gottchen, als wenn es um Harnstoff gehen würde. Holger hat doch schon ausführlich erklärt, dass es völlig egal ist, dass Messergebnsse immer völlig willkürlich sind. Schon mal was von Heisenbergs Unschärferelation gehört?
Egal.

Und wenn ich schon dabei bin mir Freunde zu machen, hier jetzt der Beleg, wie Ulf Porschadrt stellv. Chefredakteur einer großen deutschen Springerzeitung werden konnte:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article146781141/Der-kluge-Ruecktritt-eines-grossartigen-Autobauers.html

Also Realitätscheck:
“Martin Winterkorn ist am Mittwoch – klugerweise – vom Amt des Konzern-CEOs zurückgetreten”

Interessante Beobachtung, de facto musste er rausgeworfen werden.

“Es waren ein Ex-IG-Metall-Chef und ein sozialdemokratischer Ministerpräsident, die dem Zurückgetretenen mit Fingerspitzengefühl und großem Respekt begegneten.”

Na, wohl eher in großer Panik, ohne Plan, ohne Alternative, grobschlächtig raus um zu retten was zu retten ist, erst den Aktienkurs, dann den Rest. Mit großem Respekt für den Aktionär!

“Das hat den egalitären Geist des Landes perfekt gespiegelt und das Idyllepotenzial des rheinischen Kapitalismus ausgereizt,”

Nope, Aktienkurs + Welt-Allmacht-träume. Nix Land, Nix Geist.

“ein Fehlerhasser wie der Naturwissenschaftler Winterkorn, der wusste, dass am Anfang von Innovation oft Missglücktes und gescheiterte Experimente stehen.”

Yep, und am Ende: Scheitern des Experiments!

” aber wer weiß, dass die top drei der bestverkauften Autos in den USA Sprit vernichtende Pick-ups sind, könnte ahnen, dass jedes Land mit Autoindustrie seine eigenen Produzenten hegt und pflegt. ”

Yep, nur die 10 Mio. per anno Top Manager von VW haben das nicht geahnt. Oder darauf gesch.ssen. Dummheit und Wahnsinn wird bestraft. So ist die gerechte Welt des Kapitalismus. Da geht es halt um Leistung.

“Auch ein grüner Präsident wie Obama hält seine schützende Hand über die Blechberge von Ford, Chevrolet und Ram.”

Yep, geht natürlich nicht ne Nummer kleiner. Der Präsident und die CIA waren es. Natürlich.

“Niemand wird das mehr schmerzen als ihn, den pflichtbewussten Schwaben.”

Pflichtbewusst? Etwa bei der Einhaltung von Gesetzen? Bei der Kontrolle seiner Untergebenen? Nope, er geht weil er gerade nicht pflichtbewusst war.

Nun gut, der Bild-Chef machte Karriere über die auf mehreren hundert Seiten niedergelegten Begeisterungsäußerungen bezüglich eines Kanzlers, der Springer Chef über die Kunst mit 2 Meter Körpergröße zu 1,60 Meter Körpergröße aufzuschauen und Herr Porschardt rutscht auf seinen schriftlichen Ergüssen zur nächsten Vintage Porsche Event Einladung.

Elite!

Goodnight September 23, 2015 um 21:46
niemand September 23, 2015 um 21:51

Niemand braucht wegen abweichender Ansichten zur Konkurrenz.

Goodnight September 23, 2015 um 21:52

En passent noch Nachrichten von der Realität für morph und sein
Ressourcen sind nicht knapp…und so.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/regierung-rechnet-mit-68-000-neuen-kita-kindern-a-1054442.html

QuestionMark September 23, 2015 um 21:59

@H.K.Hammersen September 23, 2015 um 20:02

Die wollten beides: niedrigen Verbrauch und niedrige Schadstoffe suggerieren. Darin lag der eigentliche Betrug.

Ja, klar. Das ist aber wirklich üblich. Und das hat mit der weiter oben genannten Produktpolitik zu tun. Die Fahrzeuge würden sonst bei einer Probefahrt “nicht so spritzig” rüberkommen.

Ich hatte mich bei meinen technischen Darlegungen auf folgendes bezogen, und da wird noch mal gesagt das die Motorsteuerung durchaus die richtigen Emissionen abliefern kann. Das heißt dann auch: Ein “Eco-Tuning” (neue Firmware auf der ECU) würde die Sache wieder ins Lot bringen.

Als die VW-Modelle in wiederholten Tests in den USA große Diskrepanzen bei den gemessenen Emissionen zwischen den Prüfstandsläufen und den On-Road-Messungen aufwiesen, wurden die Experten misstrauisch. Sie wandelten den Zyklus auf dem Prüfstand stark ab und kombinierten zwei Teilzyklen zu einem. In diesem zeigten die VW-Dieselmodelle enorm erhöhte Abgaswerte, vor allem der Stickoxidausstoß (NOx) stieg extrem an. Schlussfolgerung: Die Software erkannte die veränderte Prüfsituation nicht und schaltete auf On-Road-Betrieb, in dem die Motorsteuerung leistungs- und verbrauchsoptimiert arbeitet und kaum Rücksicht auf die Emissionswerte nimmt.
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-diesel-abgasskandal-fragen-antworten-9981327.html

gelegentlich September 23, 2015 um 22:02

@Goodnight Eingereicht am 23.09.2015 um 21:40

Als Beobachter des Beobachters: Poschardt, Porschardt ist eine Art verschluckter Freud’scher Versprecher als Aussage über einen Porsche-Fan der Duftmarke „Eure Armut kotzt mich an!“.

Goodnight September 23, 2015 um 22:07

@gelegentlich

Seit Poschardt Porschardt ist, d.h. seit er nen alten Porsche fährt, ist seine erste Frage immer:
“Und welches Auto fahren Sie?”

Ich muss zugebenen, so war ich auch einmal, frisch nach der Uni: Da habe ich auch immer zuerst nach dem Einkommen und Position und erst dann auch dem Namen gefragt. Hatte halt keine Zeit, mich mit Unwichtigem abgeben. War nur kurz, denn dann kam schon diese Dotcom Krise und ich wurde arm, unwichtig und weise. ;-)

Linus September 23, 2015 um 22:16

Halbgares:
https://de.wikipedia.org/wiki/VW-Abgasmanipulation_in_den_Vereinigten_Staaten

und:
https://de.wikipedia.org/wiki/AdBlue
Daraus ein Kommentar aus der Diskussionsseite:
“VW-Abgasmanipulation:
Da der Verbrauch von AdBlue im Verhältnis zum Treibstoff mit einem Verhältnis von 1:20 bis 1:30 angegeben wird, habe ich mich gefragt, ob bei betroffenen Fahrzeugen des VW-Abgasmanipulationsskandals und verbauten Motoren Motortyp EA189 der voraussehbare Verbrauch von AdBlue ebenfalls um ein vielfaches UNTERschritten wird. Wenn dem so ist, müsste nicht schon beim Durchlesen der Betriebsanleitung des Fahrzeugs wegen dem geringen Verbrauch von AdBlue auffallen, dass der Stickoxidausstoss im realen Fahrbetrieb um ein vielfaches erhöht sein muss?”
So isses :-)

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 22:22

Goodnight

Schlimm, dieser Poschardt. Aber was mache ich nun? Der argumentiert so wie ich, wenn meinerseits auch Winterkorn-Hagiographie. So kann es kommen.

f.luebberding f.luebberding September 23, 2015 um 22:23

Goodnight

Jetzt weiß ich aber, warum ich keinen Porsche fahre … .

Bogus September 23, 2015 um 22:28

f.l.
Darf ich noch auf eine Erklärung bzgl. TTIP hoffen? Warum ist der VW-Skandal ein Argument dagegen?

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 22:29

@Luebberding
“Jetzt weiß ich aber, warum ich keinen Porsche fahre … .”
Ich hab’ den auch nur für Verwandtenbesuche und Klassentreffen.

Bogus September 23, 2015 um 22:32
QuestionMark September 23, 2015 um 22:37

Ich halte diesen “VW-Skandal” für reine Medienhysterie. Echte Probleme mit modernen Kraftfahrzeugen sehen dagegen anders aus und haben eine gewisse Tragweite für die Praxis und letztlich auch für die Umwelt. Immer öfter kommt es vor, dass die Kundschaft ihre (teilweise relativ neuen) Fahrzeuge überhaupt nicht mehr repariert bekommt. In einem kürzlich aufgetretenen Fall führte das dann dazu: (hier bei einer Mercedes S-Klasse):
http://www.welt.de/videos/article146448771/Koreaner-schrottet-seinen-Mercedes-mit-Golfschlaeger.html
In anderen Fällen stehen Fahrzeuge jahrelang mit relativ simplen Defekten in der Garage herum.

QuestionMark September 23, 2015 um 22:38

Deshalb deutet vieles auf eine Kampagne hin.

Goodnight September 23, 2015 um 22:39

@Lübberding

Es existiert zwei Beobachtungen: In den Autokonzernen operieren Ings. die in den 80er Jahren auf dem Land sozialisiert wurden. Da war das Automobil Freiheit und konnte nicht schnell und protzig genug sein.
Da muss alles 300 PS und SUV sein.
Die Kundschaft für deren Produkte sind gleichaltrige BWler die im Häuschen in der Vorstadt leben: 300 PS und SUV.

Diese eigene Welt operiert in einer Realität in der man 300 PS nicht mehr nutzen und SUVs nicht mehr parken kann. Nur das beobachten die nicht. Die sehen immer noch ihre Welt aus den 80er Jahren.

Das wird man nicht ändern. So wie moprh auch davon ausgeht, dass seine Realität die Realität der anderen ist.

Das alles wird erst mit der, in den 90er Jahren und danach sozialisierten, Generation ganz schnell verschwinden. Die Jungen fahren alle Single Speed.
Am Wochendende stehen immer die vom Dorf auf der Theo und Stuttgart und fotografieren die AMGs und Porsches und Ferrari. Das ist wie eine andere, alte Welt. Kurz vorm Aussterben. Natürlich werden die SUVs noch größer und es wird noch mehr PS rausgeholt. Man wird sich hineinsteigern in die Fähigkeit 3 Tonnen über die Nordschleife in Ferrari Geschwindigkeit zu prügeln. Und man wird es schaffen. und dann ist ganz schnell und ganz plötzlich das Licht aus. Wie bei den Dinos.
Den da draußen ist eine andere Generation, eine andere Realität. Die fragen nur nach nem 17 Zoll Bildschirm im Cockpit und nicht mehr nach PS.

Das gleiche sieht man beim Trend zur Muckibude. Kurz bevor der Körper unwichtig wird, in einer digitalen Welt, wird er noch einmal zur Höchstleistung aufgepumpt.

Manfred Peters September 23, 2015 um 22:41

Hab ich inzwischen etwas überlesen?
Hat sich hier einer Gedanken darüber gemacht, wie es dem Schutzheiligen der Luftverpester in Zukunft geht?
Muss Martin Hartz IV beantragen und sich einmal in der Woche an der Tafel anstellen?
Typisch für ein westdominiertes Forum, keine Empathie. :-(
@ rainer September 19:29
Als Niete würde ich Sasse nicht einschätzen, eher als böses Muster, wie sich aus der grünen Larve eines jungen Möchtegern-Revolutionärs eine “Deutsche Kleinbürger-Motte” entwickelt. Schade, er hätte ein so schöner Schmetterling werden können. :-(

Bogus September 23, 2015 um 22:48

“Gottchen, als wenn es um Harnstoff gehen würde. Holger hat doch schon ausführlich erklärt, dass es völlig egal ist, dass Messergebnsse immer völlig willkürlich sind. Schon mal was von Heisenbergs Unschärferelation gehört?
Egal.”

Goodnight,
ich hoffe du ‘managst’ nicht irgendwie die Entwicklung sondern hast eher mit so BWL-Kram zu tun.

QuestionMark September 23, 2015 um 22:48

Hier noch mal zum Vandalismus an der Mercedes S-Klasse ein Beitrag:

Weil bei der Luxuslimousine nach rund einem halben Jahr der Motor zickte, wollte er den Schaden von seinem Händler repariert bekommen, oder die S-Klasse umtauschen. Doch darauf ließ sich der Händler nicht ein, was den Mann in Rage versetzte.

http://auto.oe24.at/thema/Eigenen-200-000-Euro-Mercedes-zertruemmert/204863889

Wir reden von einem Fahrzeug der Oberklasse, dass schon nach kurzer Zeit (Fahrzeug höchstens 2 Jahre alt) Probleme gemacht hat.

Bogus September 23, 2015 um 22:49

Oder Facility Management

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 23:02

@Goodnight
“Es existiert zwei Beobachtungen: In den Autokonzernen operieren Ings. die in den 80er Jahren auf dem Land sozialisiert wurden. Da war das Automobil Freiheit und konnte nicht schnell und protzig genug sein.
Da muss alles 300 PS und SUV sein.”

80er Jahre, plattes Land und SUV? Die fuhren damals nicht einmal Tierärzte. Ich dachte immer, das “S” in “SUV” steht für “Stadt”. Aber so kann man sich täuschen. Es war auch wirklich ein Kulturschock, als das erste Mal ein Wagen mit Hängerkupplung im Porsche – Zentrum stand.

Aber Sie haben recht. Das wird verschwinden. Im Grunde war Autofahren noch nie so preiswert wie heute. Wem es nur auf die Fortbewegung ankommt, ist mit Autos um die 15.000 @ bestens bedient. Dafür bekommt man Platz, Bequemlichkeit und Fahrleistung, mit der man in meiner Jugend “King of the Road” war. Allerdings wird man mit der Produktion solcher Fahrzeuge nicht die Gehälter zahlen können, die derzeit in München, Stuttgart und Ingolstadt gezahlt werden.

Goodnight September 23, 2015 um 23:04

@Bogus

“ich hoffe du ‘managst’ nicht irgendwie die Entwicklung sondern hast eher mit so BWL-Kram zu tun.”

Ich manage Menschen. Das ist nämlich Management. Man kann Entwicklung nicht managen. Einfach mal drüber nachdenken.

Der große Fehler bei VW und Mercedes und so ist ja gerade, dass die so Tüftler, die sich den ganzen Tag mit der Optimierung von Harnstoffen beschäftigen, plötzlich auf Menschen loslassen. Und auf Gesetze und die Welt. In einer hochgradig spezialisierten Gesellschaft. Völlig irre und zum Scheitern verurteilt. Und dann wundern sich alle über die Angstkultur bei VW unter Winterkorn. Dieser Topmanager der Menschen führen soll! Und Angst erzeugt, weil er nur Schrauben sieht.. Und sich wundert, dass dann vielleicht aus Angst Daten verheimlicht und getrickst wird um Erfolg herzustellen.
Und was passiert jetzt bei VW? Sie wollen wieder unbedingt nen Tüftler, einen Holger, der bei nem Motor die letzte Schraube kennt. Und genauso gut wie Holger sich in Diplomatie mit US-Behörden und Kunden versteht.
Die sind so irre. Ne Bekannte aus dem Wirtschaftsministerium ist immer völlig perplex wie deutsche Manager im Ausland überleben und reüssieren, ausschließlich aufgrund der Qualität ihrer Produkte. Die Firmen könnten da auch Affen als Repräsentanten schicken, völlig egal. Und so ist dann auch die Qualität der deutschen Industriekapitäne. Völlig egal. Bis heute. Und vielleicht werden die jetzt endlich aufwachen in der Realität neben ihrer Realität. Vielleicht werden die begreifen, das die Profis für Globalisierung benötigen in einer globalisierten Welt. und keine Schraubenexperten…

QuestionMark September 23, 2015 um 23:12

@Goodnight September 23, 2015 um 23:04
VW hat große Probleme mit der Technik. In dem Unternehmen kann man froh sein, wenn man die Dinge wieder ins Lot bekommt. Bei den Ottonormalverbrauchern ist das nur noch nicht angekommen.
Das Unternehmen steht mMn vor existentiellen Problemen. Und ich meine definitiv nicht die BWL-Seite.

QuestionMark September 23, 2015 um 23:17

zu den SUVs: Es gibt aktuell keine Alternative zu dieser Klasse wenn man ein Zugfahrzeug braucht. Falls jemand eine kennt, bitte die Info darüber rausrücken. Bin sehr interessiert. Anhängelast (gebremst) sollte mindestens bei 2,5t sein.

Bogus September 23, 2015 um 23:17

Goodnight
Falsch. Der ‘Schraubenexperte’, wenn er denn wirklich einer wäre, hätte 2 Abgas-Reinigunssysteme kombiniert und es hätte – bei geringfügig höheren Kosten – keinen Betrug gebraucht.

Doktor D September 23, 2015 um 23:18

Schöne Beschreibung vom Daimler @goodnight und von den seltsamen deutschen Wirtschaftsbossen, die über den Fachkräftemangel klagen, aber schon daran scheitern, sich eine Frau und einen Schwulen als Ingenieur in der Firma vorstellen zu können.
Was ich mich frage: Haben die Winterkorn nicht zu früh gehen lassen? Hätte man den nicht den Schaden aufräumen lassen – d.h. zumindest im anstehenden Verfahren der EPA zum Fraß vorwerfen sollen? Jetzt kommt doch gleich der nächste dran, der hüfttief in der Scheiße steht. Im Prinzip ja der ganze Vorstand und die Bereichsvorstände für Technik und die USA. Die holt sich doch die Gegenseitig einen nach dem anderen.

H.K.Hammersen September 23, 2015 um 23:18

@Goodnight
“Vielleicht werden die begreifen, das die Profis für Globalisierung benötigen in einer globalisierten Welt. und keine Schraubenexperten…”
Lehnen Sie sich da mal nicht so weit aus dem Fenster. Ich gehe jede Wette ein, dass das Dingen bei VW von BWLern und nicht von Schraubenexperten verbockt worden ist. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Schraubenexperten gewarnt haben.

Doktor D September 23, 2015 um 23:29

Ein guter BWLer, VWLer oder Jurist hätte das doch so eingefädelt, dass die komplette Beweißlast und “Schuld” beim Zulieferer liegenbleiben würde – durch irgendwelche absurden QM-Anforderungen oder ISO 26262 o. ä. Das reicht schon sehr nach einer Ingenieurslösung.

Bogus September 23, 2015 um 23:50

Klar ist das eine Ingenieurslösung. Ein BWLer kann die Schummelsoftware ja nicht selber schreiben. Sondern nur über die angeblich zu hohen Kosten der funktionierenden Lösung jammern.

Bogus September 23, 2015 um 23:53
QuestionMark September 23, 2015 um 23:53

@Bogus September 23, 2015 um 23:50
Aber die Betriebswirte definieren die Vorgaben. Denn: Bei der Probefahrt muß der Wagen einen durchzugsstarken Eindruck hinterlassen.
Kein Ingenieur umgeht eigeninitiativ die vorgegebenen Spezifikationen. Er würde schlicht seinen Job verlieren und niemehr in einer Entwicklungsabteilung unterkommen.

Doktor D September 24, 2015 um 00:07

“Warum kehren eigentlich immer amerikanische Behörden den Dreck von deutschen Unternehmen ans Tageslicht?” – da stellt Holger Steltzner von der FAZ schon eine ganz interessante Frage http://www.faz.net/-i9d-887jv

Natalius September 24, 2015 um 01:06

Bogus (* dt. Schwindler) September 23, 2015 um 15:02

ad Porsche Cayenne (*):
Also, ich schwindele nicht, wenn ich behaupte, dass ich einen sog. “letzten echten Benz” fahre (TD 250, W124, BJ 1993), silbergrau, mit sog. Haifisch-Lüftungsschlitzen. Seit 1996. Es gibt kein preiswerteres und robusteres Qualitätsfahrzeug auf dem deutschen Markt. Die Produktionsdevise hiess mal “unkaputtbar” (statt programmierter Obsoleszenz – 1 Million Kilometer sind kein Märchen). Heute fahren diese Modelle entweder als Levantiner oder in Südkalifornien – ganz wenige in Deutschland. Letzteres weil bis zum historischen Kennzeichen noch fast ein Jahrzehnt gefahren werden muss. Von @Goodnight wüsste ich gerne, welches Modell von DB HEUTE länger als 5 oder 10 Jahre “gebrauchbar” ist.

Gibt es das noch?

Folkher Braun September 24, 2015 um 01:39

@Natalius: Mit welcher Kilometerleistung denn? Ich habe im Bekanntenkreis einen Baby-Benz 190 D mit über 700 tkm. Selber bin ich beim 5. VW, jetzt 9 Jahre alt und 250.000. Nix da mit Russfilter zu. Erster Bremsklotzwechsel bei 210.000. Michelin-Sommerreifen mit 130.000 km Laufleistung und 4 mm Profiltiefe. Wenn man geeignete Ausrüstung kauft, kommt auch ein modernes Automobil auf ordentliche Laufleistung. Nur die “Firmenauto”-Full-Lease-all-inclusive”- Handelsvertreter ruinieren die Gefährte auf einem Drittel der Laufzeit. 80% der BMW sind ja nur noch Firmenauto-Finanzierungshuren. Die haben eine wichtige soziale Funktion. Der § 86 HGB-Vertreter nötigt, schlägt und drangsaliert auf der Autobahn. Da sind aber alle anderen ähnlich bewaffnet mit Knautschzonen etc. Anschließend tritt der frustrierte Vertreter aber nicht mehr Frau, Kind und Hund (alle ohne Knautschzone) zuhause, denn die Triebabfuhr ist schon vollzogen. Wir brauchen noch mehr schnell gemachte Allrad-Ackerschlepper wie Cayenne oder X-hassenichgesehen. Deren Lenker würden sonst das Sozialsystem ernsthaft schädigen.

Morph September 24, 2015 um 01:51

@Goodnight

“Deine in einem Schwall von Wörtern gefassten Sinn-Hülsen”

Das klingt aber nicht sehr nett. ;-) – Technisch gesehen hast Du aber völlig recht: Meine Kommentare sind nichts anderes als in einem Schwall von Wörtern gefasste Sinn-Hülsen. Die Kommentare aller anderen aber auch. So wie alles Gesprochene und Geschriebene auf der Welt. Außer mathematischen Ausdrücken. Und die sind bekanntlich sinnlos.

“Man kann wunderbar beobachten, wer hier meint Deine Texte zu verstehen und wer nix versteht, weil nicht viel zu verstehen ist.”

Verstehen lässt sich nicht quantifizieren. Kannst also Deine Begründung streichen. Der Rest stimmt.

“Insbesondere wenn Du immer noch als der Luhmann-Jünger angesprochen wirst, wo Du Dich alle 5 Minuten von Luhmann distanziert.”

Ja, das ist halt so ein Missverständnis, das vielleicht daher rührt, dass außerhalb von Theoriediskussionen der Gedanke befremdlich ist, dass man von einer Theorie fasziniert sein kann, auch wenn man nicht alle ihre Teilstücke völlig überzeugend findet. Ja dass man sogar nur so von Theorie fasziniert sein kann.

“Es ist einfach ganz wunderbar, man könnte meinen, hier würden alle in der Automobilindustrie arbeiten…und zwar am Band.”

Du hältst offenbar nicht viel von Bandarbeitern… jenseits ihrer technisch definierten Arbeitsleistung. Verstehe ich auch. Die Haupttugend eines Managers ist die Komplexitätsreduktion menschlicher Motive. Nur so kann er das Risiko der Fehlentscheidung in die Latenz zwingen.

“Und dann wundern sich alle über die Angstkultur bei VW unter Winterkorn. Dieser Topmanager der Menschen führen soll! Und Angst erzeugt, weil er nur Schrauben sieht.. Und sich wundert, dass dann vielleicht aus Angst Daten verheimlicht und getrickst wird um Erfolg herzustellen.”

Mich wundert so etwas keineswegs, halte im Gegenteil die Annahme, dass das eine Ausnahme sein könne, für illusionär. Dass in Organisationen auf der jeweils unteren getrickst wird, um die Vorgaben von jeweils oben zu ‘erfüllen’, ist das Selbstverständlichste der Welt. Luhmann nannte das in seiner ersten Monographie (Funktionen und Folgen formaler Organisation) die “brauchbare Illegalität” in Organisationen.

Aber gut. Das ist eben DEIN blinder Fleck. Der Glaube an die machtvolle Exekution von Regeln. Als Allheilmittel.

Die Exekutive, ob im Staat oder in einer anderen Organisation, funktioniert nur, wenn sie in einem Milieu des Vertrauens und der Treue operieren kann; wenn der Zweifel an ihrer ‘wirklichen’ Legitimität (im Unterschied zu ihrer formalen) die Ausnahme ist. Dieses Milieu kann selbst die effizienteste, regeltreueste Exekutive nicht herstellen (gemäß dem Böckenfördediktum, dass der Staat von Voraussetzungen lebt, die er nicht garantieren kann).

Aber bleib Du mal bei Deinem Glauben, Du wüsstest, wie richtiges vs. falsches Management funktioniert. Ist besser so.

Natalius September 24, 2015 um 02:12

Folkher Braun September 24, 2015 um 01:39
@Natalius: Mit welcher Kilometerleistung denn?
Ich will ehrlich sein: Meiner hat nicht mal 200 Tausend drauf – wenngleich knapp davor. Als Diesel also nicht mal eingelaufen. Habe im Ernst aber vor, ihn auf “Nazi aircraft technology” – also Wassereinspritzung – umrüsten zu lassen. Vermutlich ist “Nazi-Wasser” das ganze Geheimnis hinter dem sog. “HHO” – Brown’s gas – H2O-Elektrolyse. Das bischen Knallgas kann’s nicht sein. Einfach nur Wasser. Runterkühlen in der unteren Isotherme im Carnot’schen Zyklus. Nutzbar ist ehe nur der Temperaturunterschied. Seit Formel 1 weiss man, dass es funktioniert, egal wie man es begründet. Und es ist ne Schweinerei, dass es nicht flächendeckend zur Anwendung kommt.

Goodnight September 24, 2015 um 06:48

@Natalius

Es ist bekannt, dass die Fahrzeuge die zwischen ca. 1984-1994 in Deutscheland gebaut wurden, qualitativ die hochwertigsten wahren. So gilt bis heute der Golf II als zuverlässigstes, haltbarstes und im Unterhalb kostengünstigstes Fahrzeug des VW-Konzern bzw. aller Fahrzeuge aller Konzerne in Deutscheland.
Dies war die Reaktion auf die Rostlauben in den 70er Jahren. Daraufhin haben alle Konzerne sich maximal auf maximale Qualität konzentriert, also dass, was Ings. und Schraubenexperten wirklich beherrschen. Dann kam Piech, der Master aller Schraubenexperten und tätigte eine betriebswirtschaftliche Entscheidung: VW kaufte den Herrn Lopez ein. Und führte somit die ganze Industrie in die andere Richtung. Folglich galt der Golf III als der qualitativ schlechteste Golf ever. Dergleichen gilt für Mercedes, die wohl als letzte auf den Lopez Treck draufsprangen und dann in den Jahren 2000-2008 den Ruf von Mercedes nachhaltig mit der Wiedereinführung von Rost schädigten.

Goodnight September 24, 2015 um 07:02

@morph

“Luhmann nannte das in seiner ersten Monographie (Funktionen und Folgen formaler Organisation) die “brauchbare Illegalität” in Organisationen.”

Naja, auch hier muss man wieder beobachten, dass Du Luhmann wirklich völlig fasziniert beobachtest, blockiert von all der Komplexität, die verhindert, dass Du Luhmann verstehst.

“Die Exekutive, ob im Staat oder in einer anderen Organisation, funktioniert nur, wenn sie in einem Milieu des Vertrauens und der Treue operieren kann; wenn der Zweifel an ihrer ‘wirklichen’ Legitimität (im Unterschied zu ihrer formalen) die Ausnahme ist. Dieses Milieu kann selbst die effizienteste, regeltreueste Exekutive nicht herstellen (gemäß dem Böckenfördediktum, dass der Staat von Voraussetzungen lebt, die er nicht garantieren kann).”

Diese Mileu wird unendlich Mal in unendlich vielen Staaten, Organisation, Institutionen etc. jeden Tag hergestellt. Denn ansonsten würde nix funktionieren. Wie funktioniert denn der deutsche Straßenverkehr? 40 Millionen Fahrzeug jeden Tag halten sich zu 99,9 % an die Verkehrsregeln. Wie schafft das der Staat? Indem alle an die Regeln glauben. Wenn VW nicht mit 10-16 Mio. teuren Managern garantieren kann, was der Staat mit seinen maximal B12 besoldeten Verwaltungsbeamten garantieren kann, dann, ja dann ist das Geld dort falsch angelegt.
Und Du solltest bitte niemals aus Deiner UNI aus Siegen raus in die weite Welt und versuchen Dein “Wissen” über Organisationen anderen mitzuteilen. Bitte nicht. Vorher noch bitte 20 Jahre Luhmann Studium.

Goodnight September 24, 2015 um 07:09

BTW:

Heute Bild:

EU rechnet mit 5 Mio. weiteren Flüchtlingen bis 2018!

http://www.bild.de/politik/ausland/europaeische-kommission/rechnet-mit-2018-mit-5-mio-weiteren-fluechtlingen-42698492.bild.html

Also 3 Mio für uns….mindestens…

Goodnight September 24, 2015 um 07:18

Noch besser aus der Welt:

NRW-Stadt kündigt Mietern, damit Flüchtlinge einziehen.
6400 Einwohner gibt es in Nieheim. Für die 71 Asylbewerber wurden jetzt Mietern ihre Wohnungen wegen “Eigenbedarf” gekündigt.

..a storm is coming.

Bogus September 24, 2015 um 07:27

Aus purer Langeweile mal wieder einen Morph gelesen:

“Dass in Organisationen auf der jeweils unteren getrickst wird, um die Vorgaben von jeweils oben zu ‘erfüllen’, ist das Selbstverständlichste der Welt. ”

@ Morph
Es ist naiv anzunehmen, dass die Konzernspitze von dieser Trickserei nichts gewusst habe. Als Techniker kann Winterkorn sehr gut beurteilen, welche Abgasrichtlinien sich mit welcher Technologie einhalten lassen. Die Entscheidung, zwecks Kostenoptimierung auf eine auch im Normalbetrieb ausreichen wirksame Abgasnachbearbeitung zu verzichten, muss ganz oben zumindest mitgetragen worden sein.

keiner September 24, 2015 um 08:01

@Bogus

Erstmal abwarten, ob ÜBERHAUPT irgendein Autohersteller ohne Tricks die Norm hält. Würde mich nicht wundern, wenn alle tricksen. Die stellen doch auch mal eine Karre der Konkurrenz auf den Prüfstand, kann mir doch niemand erzählen dass nicht!

Und dann merken die recht schnell was Sache ist, im Vergleich zur Fahrerei auf der Straße. Und wenn alle so lange schweigen ist das doch ein klares Zeichen, dass alle etwas zu verbergen haben.

gelegentlich September 24, 2015 um 08:06

@Alle Autofachleute hier
Anknüpfend daran, @keiner, will ich mal in die Runde fragen: gibt es denn bei den anderen Mitbewerbern ähnlich auffällige Unterschiede zwischen den Ergebnissen im Normbetrieb und im Normalbetrieb auf der Straße? Die Testliteratur dazu ist doch, im Vorbeigehen betrachtet, unglaublich umfangreich. Es ist doch recht unwahrscheinlich dass diese Diskrepanzen nur bei VW auftraten.

Bogus September 24, 2015 um 08:08

Zur auch von f.l. angesprochenen angeblichen Effizienzsteigerung im PKW-Bereich findet man hier etwas:

http://www.grueneautos.com/2011/03/autohersteller-in-25-jahren-die-effizienz-kaum-gesteigert/

Der Preis für die Steigerung der rein motorischen Effizienz beim Ottomotor ist wohl, wie von QuestionMark bereits richtigerweise erwähnt, eine erhöhte Feinstaubbelastung.

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/162024/index.html

“Es ist ein Armutszeugnis für die Automobilindustrie, dass die neuen Benziner-Direkteinspritzer, die als die allerneueste Umwelttechnik gelten, in Wirklichkeit die gesundheitsschädlichste Technik überhaupt darstellen”, sagt Jürgen Resch von der DUH. “Das zeigt auch, dass alle Zusagen, umweltfreundlichere Motoren zu bauen, einfach nur Luftblasen sind. Den Autokonzernen geht es einmal mehr um Profitmaximierung. Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist ihnen völlig egal.”

#ImageUndWiklichkeit

Wie’s aussieht dürfte, wenn für den Ottomotor die gleichen Feinstaub-Grenzwerte gelten würden wie für den Diesel, kein einziger dieser modernen TSI, TCi, T-Jet etc. rumfahren. Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass ein japanischer Hersteller (war’s Mazda?) gegenläufig zu diesem Trend weiterhin auf größervolumige Saugmotoren setzt. Damals habe ich mich gewundert, warum die das machen. Jetzt weiß ich’s.

Bogus September 24, 2015 um 08:12

@ keiner
In einem der hier kursierenden Links (glaube es war Auto, Motor + Sport) stand zu lesen, dass parallel zu den VWs ein BMW X5 getestet wurde. Der war angeblich OK, aufgrund der zweifachen Abgasnachbearbeitung.

Ob BMW bei kleineren Karren (1er) den gleichen Aufwand betreibt wäre noch interessant zu wissen…

Neuhier September 24, 2015 um 08:13

Das Lügen gehört zu Menschen schon immer, darum steht das Verbot schon in den ältesten Verhaltenskodexen.
Ich sehe es als ein Problem an, dass das nicht an die Regeln halten unterschiedlich sanktioniert wird.
Die weißen Männer, die etwas geschummelt haben um Autos zu bauen zu können die die Masse auch noch bezahlen kann, sind böse.
Der Migrant, der eine falsche Heimat angibt, betrügt nur das Schweinesystem.
PS: Die armen weißen Männer spekulieren sicher auf eine Erfolgsbeteiligung ihrer Organisation.

wowy September 24, 2015 um 08:13

#Sassegate

NoPegida September 24, 2015 um 08:13

@ Goodnight

,,Noch besser aus der Welt:

NRW-Stadt kündigt Mietern, damit Flüchtlinge einziehen.
6400 Einwohner gibt es in Nieheim. Für die 71 Asylbewerber wurden jetzt Mietern ihre Wohnungen wegen “Eigenbedarf” gekündigt.

..a storm is coming.”

Wie kann ich mit negativen Menschen umgehen, ohne selbst negativ zu werden? Diese Leute auf ihre permanente Negativität hinzuweisen, bringt nichts. Ich halte immer mit positiven Beispielen dagegen. Nicht jammern und klagen – handeln! Nur Handeln und der Wille zur Veränderung bewirken etwas zum Besseren. Mir gefallen diese jungen Architekturstudenten: ,,Der akute Bedarf an preiswertem Wohnraum wird von Zuwanderungsexperten zurzeit auf zirka 100.000 Wohnungen zusätzlich pro Jahr geschätzt. Bisher ist aber völlig unklar, wie und wo das umgesetzt werden soll. Eine studentische Arbeitsgruppe um Architekt Jörg Friedrich hat nun neue Konzepte für die Unterbringung von Flüchtlingen entwickelt. Innovativ, ästhetisch ansprechend, zentral und preiswert zu sein war die Vorgabe. Die Ideen reichen von aufgestockten Parkdecks über gewitzt genutzte Baulücken bis hin zu umgestalteten Lastkähnen. Denn die bisherigen Container sind nicht nur schlecht klimatisiert, hässlich und hellhörig, sie sind im Vergleich auch aberwitzig teuer. ”

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=54096

Jammern hilft für den Moment. Es tröstet für den Moment. Auch die großen Wirtschaftskrieger dürfen schwach sein @ Goodnight, denn ihr seit auch nur Männer. Aber auf Dauer bedeutet Jammern und Klagen Energieverschwendung.

topi September 24, 2015 um 08:19

“Zur auch von f.l. angesprochenen angeblichen Effizienzsteigerung im PKW-Bereich findet man hier etwas:

http://www.grueneautos.com/2011/03/autohersteller-in-25-jahren-die-effizienz-kaum-gesteigert/

Bogus, dass ist die “Effizienz pro Fahrzeug”.
Die Effizienzsteigerung der Motoren ist ja nicht zu bestreiten.
doch statt Autos mit den jetzt möglichen sehr kleinen Motoren zu bauen, die mit kleinen Elektromotoren auch ordentliche Beschleunigung bieten könnten, baut man immer ps-lastigere Kisten.

peewit September 24, 2015 um 08:22

@Morph

Dass in Organisationen auf der jeweils unteren getrickst wird, um die Vorgaben von jeweils oben zu ‘erfüllen’, ist das Selbstverständlichste der Welt.

Der Handlungstyp ‘Betrug’ ist also das Selbstverständlichste der Welt.

Sicher… und dass Nationalstaaten ihre Grenzen dicht machen, wenn massive Flüchtlingsströme auf sie zukommen, ist auch die selbstverständlichste Sache von der Welt…

Der Handlungstyp ‘Hilfsvereigerung’ ist also das Selbstverständlichste der Welt.

Da muss man sich nicht aufregen drüber, oder?

Ich meine ja, wenn man sich schon als Deontologe bezeichnet, sollte man dann nicht auch auf Konsistenz und Kohärenz hinsichtlich der präferierten Maximenmenge achten? Ich meine, so als rationaler Agent. Als ein solcher sollte man Inkonsistenzen doch gar nicht wollen können. Denn dann könnte man sich als unbedingt Handelnder begreifen.

Das wäre doch undenkbar gruselig…

Mein Eindruck: Du betrachtest die Welt je nach Lust und Laune entweder durch das Luhmann-Auge oder das Kant-Auge, aber nie mit beiden Augen gleichzeitig… Kann man ja machen, ist ja nur eine Spielwiese hier, aber im richtigen Leben, wie funktioniert das da?

topi September 24, 2015 um 08:23

“Wie kann ich mit negativen Menschen umgehen, ohne selbst negativ zu werden? Diese Leute auf ihre permanente Negativität hinzuweisen, bringt nichts. Ich halte immer mit positiven Beispielen dagegen. Nicht jammern und klagen – handeln! ”

Aha.
Dann sollen die Eigenbedarfgekündigten mal nicht so rumjammern, vielleicht kriegen die auch einen umgebauten Lastkahn ab, ja?

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 08:23

@Goodnight
“Wenn VW nicht mit 10-16 Mio. teuren Managern garantieren kann, was der Staat mit seinen maximal B12 besoldeten Verwaltungsbeamten garantieren kann, dann, ja dann ist das Geld dort falsch angelegt.”
sagte der Menschenmanager und plädierte für die Einführung der Besoldungsregeln der öffentlichen Hand auch in der Privatwirtschaft.
Er übersah dabei, dass gerade in Großkonzernen eben diese Art der Entlohnung schon längst Einzug gehalten hatte, einschließlich aller dienstherrlichen Fürsorgepflichten, was es überhaupt erst ermöglichte, die Loyalität der Fürsorgepfleglinge zu ihren Millionärs- und Milliardärsdienstherren aufrecht zu erhalten. Leider war das Ganze verbunden mit einer Abnahme der Loyalität den Kunden gegenüber.

peewit September 24, 2015 um 08:26

Korrektur:

Statt Denn dann könnte man sich als unbedingt Handelnder begreifen./em> muss es natürlich heißen:
Denn sonst könnte man sich nicht als ein unbedingt Handelnder begreifen.

Bogus September 24, 2015 um 08:28

@ topi
“Bogus, dass ist die “Effizienz pro Fahrzeug”.”

Danke für den netten Hinweis, aber lesen kann ich selber.

@ Neuhier
“Die weißen Männer, die etwas geschummelt haben um Autos zu bauen zu können die die Masse auch noch bezahlen kann, sind böse.”

So war das nicht. Die weißen Männer von VW wollten unbedingt ihre Diesel auf dem US-Markt etablieren. Mit einem bezahlbaren UND sparsamen Diesel, der zudem die strengen US-Normen erfüllt, hätten sie ein Alleinstellungsmerkmal gehabt, das die Konkurrenz aussticht.

Da sie die Normen aber nicht erfüllen, sondern das nur vorgetäuscht haben, werden sie jetzt zurecht abgestraft.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 08:35

@Bogus
“Da sie die Normen aber nicht erfüllen, sondern das nur vorgetäuscht haben, werden sie jetzt zurecht abgestraft.”

Wer ist denn das “sie” in obigem Satz? Ich vermute mal, das sind die Leih- und Wervertragsarbeiter in den VW-Werken, die schließlich genau für solche Fälle Leih- und Wervertragsarbeiter und eben nicht Stammbelegschaft sind.

Bogus September 24, 2015 um 08:39

@ Hammersen

Hä? Ein Leiharbeiter trifft keine strategischen Entscheidungen.

———-

Nachtrag zu Bogus September 24, 2015 um 08:28

Ich denke man muss hier unterscheiden gegenüber der “ganz normalen” und allgemein tolerierten Schummelei, wie sie z.B. bei den Verbrauchswerten betrieben wird. Dieser VW-Prüfstandmodus wurde nur zu einen Zweck einprogrammiert, nämlich niedrige Abgaswerte vorzutäuschen. Und der reale Wert liegt nicht 20 oder 30% über dem Prüfstandswert wie beim Verbrauch, sondern ist um das zigfache größer.

Neuhier September 24, 2015 um 08:40

@Bogus
“Da sie die Normen aber nicht erfüllen, sondern das nur vorgetäuscht haben, werden sie jetzt zurecht abgestraft.”

Damit stimme ich vollkommen überein. Ich habe nur ein Problem, wenn gesagt wird: Wie konnte(n) der (die) nur.
Das Lügen gibt es schon lange und wird es wahrscheinlich immer geben. Wer erwischt wird, erhält Sanktionen. Was m.E. neu ist, dass Lügen in bestimmten Bereichen erlaubt oder sogar erwünscht ist.

gelegentlich September 24, 2015 um 08:46

H.K.Hammersen
„Ich vermute mal, das sind die Leih- und Wervertragsarbeiter in den VW-Werken, die schließlich genau für solche Fälle Leih- und Wervertragsarbeiter und eben nicht Stammbelegschaft sind.“
Das kann nur Ironie sein. Diese Anregung zur Optimierung der Software kann nur in einem Gremium gefallen sein, welches selber entscheiden kann, ob man ein Sitzungsprotokoll macht oder nicht. Gäbe es eines könnte man das u.U. rekonstruieren, wie das entstanden ist. Auf tieferen IT-Ebenen wird wirklich, wie neulich @Folkher Braun hier schon ausführte, jeder Minimalquark dokumentiert. Wenn da einer am Quellcode irgendeiner Software fummelt könnte man den finden. VW ist schließlich nicht Adobe.

Bogus September 24, 2015 um 08:52

gel.
Ich glaube ich weiß jetzt, was der Hammersen meint. ‘Sie’, die verantwortlich sind, sind nicht die gleichen ‘sie’ wie die, die abgestraft – sprich: wegen des nach Auffliegen des Betrugs zu erwartenden Absatzrückgangs entlassen – werden.

niemand September 24, 2015 um 08:52

>”Aha.
Dann sollen die Eigenbedarfgekündigten mal nicht so rumjammern, vielleicht kriegen die auch einen umgebauten Lastkahn ab, ja?”

‘Witzig’ ist ja, daß die so kündigenden Gemeinden ihrer Rechtfertigung hinzufügen, sie würden ihren Altmietern beim Finden einer neuen Bleibe behilflich sein wollen.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 08:55

Es ist ja nicht getrickst worden, wo denn? In dem Fall VW ist nicht getrickst worden. Weil die Messungen ja zu einem bestimmten Zeitpunkt und unter bestimmten Bedingungen auch stimmen. Ist ja nicht so, dass diese nicht stimmen. Nur dieser Fall tritt nur dann auf, wenn der Motor aus ist, oder im ASU Protokoll sich befindet.

VW hat in dem Sinne betrogen, dass sie diesen Zustand für den Normalbetrieb angegeben haben. Jeder JEDER JEEEEDER weiß darüber Bescheid, der sich mit der Materie beschäftigen muss. Jede Institution selbst das BMWi und auch der TÜV und auch der Schrauber, wissen, dass die Angaben im Alltag so nicht stimmen und auch niemals stimmen können.

Weil allein die Abgasuntersuchung ein Selbst-Beschiss ist. Denn dieser Zustand den der Motor da erreichen muss, kommt im Alltag vielleicht zu 0,1% ÜBERHAUPT vor. Weil die Kat Technik schon ein Schwindel ist. Das wissen aber auch ALLE.

Früher haben die Diesel schwarze Wolken gemacht. Die Partikel waren so groß, dass sie nicht in das Blut eindringen konnten. Dann hat man die schwarzen Wolken so klein gemacht die Partikel, dass sie so klein sind, und in die Blutbahn landen können. Aber ALLES reif hurra alles Clean Now. Plakette dran und gut ist. Das hat man dann irgendwann erkannt, und hat Partikelfilter einsetzen wollen. Die aber auch keine Funktion haben, außer Täuschen Verpissen Tarnen. Wichtig hierbei das Rauchverbot an Bahnhöfen.

Glaubts mir, alles GESETZLICH ANGEORDNETE Augenwischerei was man dort macht, mit der jetzigen eingesetzten Technik. NOCHMALS, die WERTE stimmen, also keine Tricks. Nur kommt es eben nicht oft vor, im Leben eines Motors diese Werte einhalten zu können.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 08:56

@Bogus, gelegentlich
Mein Statement bezieht sich auf das “zurecht bestraft”. Diejenigen, die für das Debakel werden gerade stehen müssen, werden mitnichten die Entscheidungsträger sein, sondern die wegen der zu erwartenden Absatzrückgänge freigesetzten Leih- und Werkvertragsarbeiter. Wenn also von Bestrafung, die zurecht erfolge, die Rede ist, dann muss die Bestrafung der Leih- und Werkvertragsarbeiter, die die Einzigen sein werden, die bestraft werden, ja wohl zurecht erfolgen.

gelegentlich September 24, 2015 um 09:07

@refugie TM 2015 Eingereicht am 24.09.2015 um 08:55

„VW hat in dem Sinne betrogen, dass sie diesen Zustand für den Normalbetrieb angegeben haben.“ – In der Werbung, oder wo? Dann reduzierte sich das Problem auf falsche Werbeaussage. Eine ganz andere Hausnummer.

„Das hat man dann irgendwann erkannt, und hat Partikelfilter einsetzen wollen. Die aber auch keine Funktion haben, außer Täuschen Verpissen Tarnen.“ Dann wäre ein System, das riesengroße Rußpartikel ausstößt, das bessere, nicht wahr? Auf jeden Fall das gesündere. Und ein Partikelfilter hat, egal wie man ihn baut, immer die unangenehme Eigenschaft den Durchstrom massiv zu verringern bzw. „Leistung“ zu vermindern. Je kleiner die Partikel sind umso mehr. – Ich habe in meiner Arbeit das gleiche Problem. Ein Prozess war so umzugestalten dass die Partikel so groß wurden, dass man sie leichter abfiltern konnte. Sonst wäre er völlig unwirtschaftlich wegen zu großer Verweilzeiten geworden.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 09:14

gelegentlich

—>>>„VW hat in dem Sinne betrogen, dass sie diesen Zustand für den Normalbetrieb angegeben haben.“ – In der Werbung, oder wo?”

Ja… auch in der letzten BamS auch wieder mit ihrem Hybrid Passat. Verbrauch angeblich 1,6 Liter auf 100km.

—>>> Dann wäre ein System, das riesengroße Rußpartikel ausstößt, das bessere, nicht wahr? Auf jeden Fall das gesündere.”

Wenn man schon die Partikel nicht “atomisieren” kann, ja.

Das ist die Augenwischerei, wie bei einer “Entkalkungsanlage” Wasser für daheim. Es verschwindet ja der Kalk nicht, sondern er bekommt nur eine andere Oberfläche. “Rund” und so kann der Kalk sich nicht mehr verbinden.

Linus September 24, 2015 um 09:23

@peewit:
“Mein Eindruck: Du betrachtest die Welt je nach Lust und Laune entweder durch das Luhmann-Auge oder das Kant-Auge, aber nie mit beiden Augen gleichzeitig…”

Sehr guter Hinweis, auch wenn ich ihn nicht unbedingt als Vorwurf formuliert hätte. Es scheint vielmehr ein grundsätzliches Problem mit der Kant’schen Weltsicht zu geben, welches sich durch die Luhmann-Brille zwar unscharf abzeichnet, aber mE noch nicht auf den Begriff gebracht wird.

Ich vermute, dass es in Kants Forderung nach Allgemeingültigkeit liegt: Allgemeingültigkeit setzt egalitäre (also nicht hierarchische) Verhältnisse voraus. Nun neigt die Welt bekanntermassen zur ‘Verklumpung’. In der Physik führt dies zur Bildung von Elementarteilchen und sich daraus bildenden höheren materiellen Strukturen, in der Soziologie spricht man von operativer Schliessung und der Entwicklung sozialer Formen.

Solche ‘Makrosysteme’ sind eben nicht egalitär, sondern vielmehr nach einer Art Matroschka-Prinzip organisiert. Ich finde, dass man diese Tatsache – und sei sie bisher auch nur empirisch fundiert – in der Formulierung einer allgemeinen Ethik/Handlungsanweisung berücksichtigen muss. Andernfalls lässt man eine wesentliche Eigenschaft ausser Acht, welche die Brauchbarkeit der ‘Theorie’ ernsthaft gefährden könnte.

In der Physik lassen sich egalitäre Verhältnisse durch Einbringen von Energie gewährleisten (Erhitzen: fest -> flüssig -> gasförmig). Nur so bleiben Freiheitsgrade erhalten. Kurz: egalitäre Verhältnisse setzen Freiheitsgrade voraus.

In der Soziologie könnte man analog Ähnliches vermuten. Egalitäre Verhältnisse setzen Freiheit voraus (und viceversa). Die ist gleichzeitig die Voraussetzung für ‘freies’ Handeln, also auch für moralisches Handeln. Von oben eingesetzte Regeln sind in diesem Kontext natürlich Gift. Sie wirken als ‘Kondensationskeime’.

Die Aufklärung fordert den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, also das ‘sich frei machen von äusseren Regeln’ und deren Ersatz durch ein inneres, freiwilliges Regelwerk, welches sich durch Vernunft, also Einsicht in das Notwendige (ca. die kosmische Ordnung) ergibt.

Das scheint eine geradezu vermessene Forderung an den Einzelnen, insbesondere wenn man dabei die oben angesprochenen Randbedingungen (Neigung zu Verklumpung und Strukturbildung) und Schwierigkeiten (Erhaltung von Freiheitsgraden) verschweigt.

Linus September 24, 2015 um 09:36

@Holger:
“„VW hat in dem Sinne betrogen, dass sie diesen Zustand für den Normalbetrieb angegeben haben.“ – In der Werbung”

Gut möglich, dass sich der Vorwurf darauf reduziert. VW hat sich also die Verletzung eines ‘Symbols’ zuschulden kommen lassen, eines Fetisch, eines sonstwas.

Ist sowas verwerflich? In gewissem Sinne schon. Der ASU-Test wird nämlich als allgemeine Orientierungsmarke verstanden und kommuniziert, und genau darauf hat sich VW implizit auch berufen. Klar ist diese Orientierungsmarke Schwachsinn, sie ist aber als Regel installiert und wurde von VW so akzeptiert.

Eagon September 24, 2015 um 09:41

Warum kommen die Amerikaner damit nach 5 Jahren.

Reaktion worauf?

Strafe muss sein September 24, 2015 um 09:48
Eagon September 24, 2015 um 09:51

Wäre TTIP in Kraft gewesen hätte Volkswagen die USA verklagen können.

Ich denke, dass sollte es jetzt mit TTIP gewesen sein.

Bogus September 24, 2015 um 09:51

Eagon
Nach einem Jahr, nicht 5.

War schon mal verlinkt, aber ich mach’s nochmal, da doch einigermaßen informativ:
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-diesel-abgasskandal-fragen-antworten-9981327.html

ruby September 24, 2015 um 09:52

Soll VW Strafe bezahlen oder auf die Märkte verzichten?
Arbeit für Nichts durch Kapitalversklavung der Chicacoboys …..

gelegentlich September 24, 2015 um 09:53

Wenn sich der Vorwurf wirklich auf eine falsche Werbeaussage reduziert ist das immer noch ein PR-Gau. Aber dann müssten sich die globalen Big Player warm anziehen. Diese ganze moderne Ökonomie 4.0-Nummer lebt doch von Mechanismen, die man früher als halbseiden bis betrügerisch bezeichnet hätte. Sehen wir doch im Internet täglich. Wenn man diese ultralangen URL
http://www.thealternativedaily.com/foods-make-
mad/?utm_source=revcontent&utm_medium=cpc&utm_campaign=articles&utm_content_id=103503&utm_boost_id=17117&utm_targeting=conservative%20news
(ohne Leerzeichen im Browser-Fenster, bitte!)
aufmacht sieht man einen Hinweis auf die Behandlung massiv geschädigter Nieren ohne Künstliche Niere. Für die armen Betroffenen eine lebenswichtige Sache. Dann bitte mal weiterverfolgen!
Da werden unausgereifte, nicht getestete Betriebssysteme nicht an freiwillige Tester ausgegeben. Nein, sie werden im Wortsinne verkauft! So was hätte ein altfränkischer deutscher Ingenieur noch nicht mal seinem Chef gezeigt. Ok, keine Nostalgie. Aber dann muss man sagen dass wir diesen selbst geschaffenen modernen Verhältnisse noch nicht so recht gewachsen sind und das VW-PR-Fiasko ist ein Teil davon.

ruby September 24, 2015 um 09:57

Stellt euch vor, VW macht einen Konvoi mit den Haldenfahrzeugen gen Syrien und transportiert die refuggeess for free in die Hotspots – allein schon der Ölverbrauch ein richtiger Wachstumsbringer !
Und der Imagegewinn – transnational gigantisch – assisted by putin and company …

ruby September 24, 2015 um 10:00

nur nicht so spiessig sein
macht mal in fantasie

ruby September 24, 2015 um 10:01
Bogus September 24, 2015 um 10:02

EPA’s notice of violation of the Clean Air Act to Volkswagen [press statement]

“The EPA and CARB action has its beginnings in an ICCT research project done in collaboration with West Virginia University during 2013 and 2014, which aimed to evaluate real-world operating emissions from light-duty diesel vehicles in the United States. The ICCT conducted in-use tests, using portable emissions modeling systems, on three vehicles: a VW Jetta, a VW Passat, and a BMW X5.

In the tests, conducted over five pre-defined routes categorized based on their predominant driving conditions (highway, urban/suburban, and rural-up/downhill driving), real-world nitrogen oxide (NOx) emissions from the Jetta exceeded the US-EPA Tier2-Bin5 (at full useful life) standard by 15 to 35 times. For the Passat, real-world NOx emissions were 5 to 20 times the standard. The BMW vehicle was generally at or below the standard, and only exceeded it during rural uphill operating conditions. (See the detailed fact sheet below for more on this study.)”

Man müsste wissen wer sich hinter ICCT verbirgt, wer die sponsort etc., um deren Glaubwürdigkeit abzuschätzen.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 10:07

Ich weis gar nicht, warum es so schwer ist, die Problematik der Abgaswerte zu verstehen. VW hat die Abgasbehandlungssysteme nicht auf die Prüfsituation optimiert, sondern die Prüfsituation mit einem anderen Abgasbehandlungssystem absolviert als den normalen Fahrbetrieb, aber behauptet, es würde in beiden Fällen das selbe System eingesetzt. Der physikalisch-chemische Teil der Abgasbehandlung und die Software bilden zusammen das Abgasbehandlungssystem. Wenn auf dem Rollenprüfstand eine andere Software läuft, als im Fahrbetrieb, dann sind das zwei verschiedene Systeme und darin liegt der Betrug. Das wäre so, als würde ich während der ASU die Abgase über den Kat strömen lassen und im normalen Fahrbetrieb über einen versteckten Bypass daran vorbei. Die Lösung über die Software ist halt gerissener.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 10:08

Nur mal so ein Beispiel aus der Praxis aus dem Jahre 2001.

Stationärer Diesel als „Not-Strom“ Aggregat eingesetzt. Damals forderte man die Einführung der TA-Luft ½ . Also alle Diesel sollten nun die Hälfte der vorherigen Norm erfüllen. Das konnte man aber nur erreichen, wenn man einen Harnstoff-Kat dann verwenden würde.

Die Vorschrift für Notstrom-Aggregate schreibt vor, dass die Aggregate einmal im Monat für eine Stunde einem Funktionstest unterzogen werden müssen. In diesem Beispiel handelte sich es um eine Stromversorgung in Bremer-Haven am Hafen. Der Motor hatte eine Leistung von elektrisch 500 kVA (~450 kW) Spitzenleistung, die überhaupt nicht angefordert wird im Test. Da werden meistens zum Teil nur 30% getestet. Also 150 kW. Wenn überhaupt.

Bei diesen Bedingungen, erreicht der Motor samt Kat, in der einen Stunde noch nicht mal die nötige Betriebstemperatur, um die vorgeschriebenen Werte zu erreichen.

Dieser Kat samt allen Einbindungen und technische Abnahme kostete damals so um die 200.000 Eurotzen. Weil er ja auf die Spitzenleistung ausgelegt werden musste. Diese aber überhaupt nicht angefordert wird. Das habe ich den TÜV Fritzen gesagt, und auch dem Institut, und der Umweltbehörde, dass der Einsatz Humbug ist, denn wir erreichen die Werte nicht, um den Kat auf Betriebstemperatur zu halten.

Was hat nun dieser Humbug für einen Sinn? Eben… gar keinen. Außer, dass das unumgängliche Prinzip der real existierenden Dämlichkeit Gottes Segen bekommen konnte.

Nur um das mal auch zu sagen, die mobilen Diesel (PKW) (fahrende Leistung in kW) sind ein Witz gegen die industriellen genutzten Diesel (in kW).

Das Prinzip ist: mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Im Stadtverkehr funktionieren diese Normen nicht. Weil der Betriebszustand des Motors oder des Systemes, es gar nicht auf die Bedingungen schafft. Stop and Go. Die größte Emission findet immer beim Kalt-Start statt. Dann verringert sich die Kurve, bis auf den optimalen Modus. Dieser wird aber täglich eben nicht erreicht. Gerade da nicht, wo es funktionieren sollte. Nämlich in den Ballungsräumen.

Auch VW wird in Mexico Probleme bekommen. Das liegt eben daran, dass die Leistung mit jedem höhen Meter, die Leistung des Diesels schmälert. Und somit kommt es ebenfalls zu Blendungen. Es ist was anderes, ob ich auf der Hochebene auf 2.000 üNN fahre oder bei 100 üNN.

Das Ergebnis ist eben, das gilt auch für die USA, mit TTIP oder ohne TTIP…

Es ist eine Verarschung. Weil ich es nicht schaffe, die Laborbedingungen in die real existierenden Kugel zu übertragen.

Was ist also der Grund dafür? Wie bei jedem Scheixx unserer Verordnungen, Geld scheffeln. Klagen vor Gericht, Milliarden für Anwälte Staatsanwälte, Advokaten eben. Den Ruin erschaffen. Ohne Sinn und Verstand.

Warum ist die Bestrafung richtig? Weil genau die Konzerne durch Lobby, virtuelle Abgassituationen erschaffen, in Verordnungen pressen lassen, die sie selber wohl wissend gar nicht einhalten können, mit ihrer Technik.

Also die Automobil Industrie muss nicht heulen, besonders dann nicht, wenn sie mit Milliarden Subventionen eine gefakte F&E betreiben dürfen.

JAHA… Subventionen. Was meint denn einer, wie viel die großen Gangster jährlich an F&E vom Steuerdeppen bekommen? Wenn einer es wissen will, kann er gerne in Jülich anrufen.

Und jetzt kommt der ober Witz… wir zahlen schon F&E der Großen, die schaffen es, sich dummes Zeuchs dabei auszudenken, dieses dumme Zeuchs wird zum Gesetz, in den USA wird es anders gesehen, und dann gehen noch 18 Milliarden und gewiss mehr in Richtung USA?

Und hier wird jedem verzählt Gürtel-Enger?

peewit September 24, 2015 um 10:12

@Linus

Sehr guter Hinweis, auch wenn ich ihn nicht unbedingt als Vorwurf formuliert hätte.

War nicht als Vorwurf gedacht.

… welches sich durch die Luhmann-Brille zwar unscharf abzeichnet, aber mE noch nicht auf den Begriff gebracht wird.

Die Luhmann-Brille ergibt (nach meinem Kenntnisstand) folgendes Bild: Moralische Kommunikation wird als Noise im System der Systeme betrachtet, als nicht ungefährliche und daher möglichst zu minimierende Störgröße.

Ich vermute, dass es in Kants Forderung nach Allgemeingültigkeit liegt: Allgemeingültigkeit setzt egalitäre (also nicht hierarchische) Verhältnisse voraus.

Kant fordert die Universalisierbarkeit handlungsleitender Maximen. Das hat m. E. mit Hierarchien erst einmal nichts zu tun.

In der Physik lassen sich egalitäre Verhältnisse durch Einbringen von Energie gewährleisten (Erhitzen: fest -> flüssig -> gasförmig). Nur so bleiben Freiheitsgrade erhalten. Kurz: egalitäre Verhältnisse setzen Freiheitsgrade voraus./em>

Deine Physik/Moral-Analogien in allen Ehren, aber ich glaube, Du lässt dich immer wieder von Wortmarken zu Assoziationen verleiten, die ins Absurde führen.

Die Aufklärung fordert den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, also das ‘sich frei machen von äusseren Regeln’ und deren Ersatz durch ein inneres, freiwilliges Regelwerk, welches sich durch Vernunft, also Einsicht in das Notwendige (ca. die kosmische Ordnung) ergibt.

Also ich habe das so verstanden, dass Kant dem Aspiranten der Aufklärung in erster Linie das Selberdenken anempfiehlt. Ob derjenige dann zur Einsicht in das Notwendige (was immer das auch sein mag) gelangt, ist eine ganz andere Frage.

NoPegida September 24, 2015 um 10:16

@ topi

,,Aha.
Dann sollen die Eigenbedarfgekündigten mal nicht so rumjammern, vielleicht kriegen die auch einen umgebauten Lastkahn ab, ja?”

Tja, aber es ist doch wohl mehr als “erstaunlich”, wenn sich Fachleute einen derart komplexen Zusammenhang ausdenken. Deutsche Mieter obdachlos machen, um Flüchtlingen ein Obdach zu geben. Ein Hauptstadtflughafen, der seit Jahren nicht nutzbar ist, aber Monat für Monat 10 Millionen Euro Betriebskosten kostet. Dagegen geht kein Berliner auf die Straße. Berliner demonstrieren seit 4 Monaten, jeden Montag, gegen den Islam. Willkommen in der BRD. Tja, die Eigenbedarfgekündigten werden sicher nicht vor dem Rathaus demonstrieren.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 10:18

@Holger
Das nennt sich dann “Stand der Technik”.

peewit September 24, 2015 um 10:21

@Linus

Nachtrag: Wenn du dich bei deinen Physik/Moral-Analogien auf die Synergetik von H. Haken beziehen solltest, – da gibt es tatsächlich sehr interessante Denkmöglichkeiten. Darauf habe ich schon einmal hingewiesen, glaube ich.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 10:21

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 10:18
@Holger
Das nennt sich dann “Stand der Technik”.”

LACH Yep … so ist es… wenn man die Herrschaften dann aber mal auf den “Stand der Technik” verweist, dieser wird nämlich im Patentamt gehegt und gepflegt, werden die ganz schnell blass…

Weil diese Patente nicht aus der Abteilung “Bosch” kommen. Ich vermute mal, dass die Software von VW irgendwo im Register Patentamt zu finden ist. :D

gelegentlich September 24, 2015 um 10:25

@H.K.Hammersen Eingereicht am 24.09.2015 um 10:07
Jetzt wird etwas spitzfindig. Man hat in beiden Fällen dasselbe System eingesetzt, auch die gleiche Software. Nur hat man eine Software entwickelt, die den Zustand „Ich werde geprüft“ erkennen kann und die den Motor plus Abgasreinigungssystem dann darauf einstellen kann. Es ist eben keine „andere Software“. Ihre PC-Software ändert sich ja auch nicht, wenn Sie heute zum ersten Mal ein damals mitinstalliertes Game starten, was Sie bisher nie gemacht haben. Wenn man wirklich, ich weiß das nicht, die so erzielten Werte als „real-world operating emission“ ausgegeben hat wäre das Werbebetrug. Ob der „US-EPA Tier2-Bin5 (at full useful life) standard“ damit verletzt wurde weiß ich nicht. Dann häte dieses Auto wohl nicht zugelassen werden dürfen. Ich finde, wie schon gestern, ein Fall von Für-die-Prüfung-lernen, nicht fürs Leben.

Manfred Peters September 24, 2015 um 10:34

“Der Motor hatte eine Leistung von elektrisch 500 kVA (~450 kW) Spitzenleistung, …”
Wenn Du dem staunenden Forum, ersatzweise mir, nur noch erklären könntest, wie aus 500 kVA 450 kW werden?
Ist darin vielleicht Deine West-Ost-Abwertungskonstante enthalten?
Ich hatte die bisher deutlich höher eingeschätzt. :-(
https://de.wikipedia.org/wiki/Voltampere

Keynesianer September 24, 2015 um 10:34

@refugee TM 2015 September 24, 2015 um 08:55

Weil die Kat Technik schon ein Schwindel ist. Das wissen aber auch ALLE.

Aber warum erzählen die Fachleute, die das alles genau wissen, das dem großen Publikum nicht schon seit langem?

Nicht dass ich an der Aussage zweifeln würde, nein. Ich möchte nur mal wissen, warum die Leute, von denen ja jeder irgendwo Experte ist, sich nicht gegenseitig informieren, sondern lieber tagein tagaus sich gegenseitig die Geschichte vom Pferd erzählen.

Den Schwindel mit Ökovorschriften kenne ich übrigens aus der PC-Branche: Da ging es darum, die vielen kleinen Schrauber und PC-Bauer auszuschalten. Also war in den Massenverdummungsmedien plötzlich ein Gekreische über die gefährlichen Computerstrahlen. Es musste ein Gesetz her, das dann vorschrieb, dass jeder PC vor dem Verkauf eine Strahlenprüfung bestehen muss, auch wenn nur eine größere Festplatte oder eine andere Grafikkarte eingebaut wurde.

Danach waren die kleinen PC-Werkstätten alle erledigt. Die großen Lieferanten haben halt eine Plakette hinten auf ihre PC geklebt, dass die jetzt keine gefährlichen Strahlen abgeben würden.

War alles nur Unsinn im Interesse der Großen, aber die Sheeple haben es gefressen und waren der Regierung dankbar, dass sie vor den gefährlichen Computerstrahlen jetzt geschützt wurden.

Heute glauben die alle an die Klimakatastrophe.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 10:39

Hier mal ein Link von dem, der das wohl ins laufen gebracht hat.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/peter-mock-vom-icct-ueber-den-vw-abgasskandal-a-1054157.html

Interessante Aussagen darin enthalten. :D

topi September 24, 2015 um 10:40

NoPegida

Was willst du denn überhaupt sagen?

Außer das Pegida Scheiße ist, die Aussage wird ja klar erkennbar in der Überschrift.

Wieso demonstriert denn NoPegida nicht “gegen den Flughafen” (wie sinnvoll; der wird bestimmt sofort eröffnet, wenn genug demonstrieren), statt gegen Pegida, wäre ja auch mal eine Frage.

Linus September 24, 2015 um 10:40

@holger:
“Warum ist die Bestrafung richtig? Weil genau die Konzerne durch Lobby, virtuelle Abgassituationen erschaffen, in Verordnungen pressen lassen, die sie selber wohl wissend gar nicht einhalten können, mit ihrer Technik.”

VW hat gegen eine Regel verstossen, von deren Etablierung es selbst profitiert hat. Das hat schon ein Geschmäckle. Auf der anderen Seite verdeckt die Empörung darüber den Umstand, dass Normen heutzutage häufig genau zu diesem Zweck, also dem Zweck der Profitierung installiert werden.

Normen werden wesentlich durch eben die Konzerne erschaffen und bestimmt, welche davon betroffen sind.
Das geht soweit, dass ein Konzern eine schwachsinnige Lösung als Norm durchdrückt, weil er diese Lösung schon hat, während die Konkurrenz sie noch nicht hat. D.h. man verschafft sich einen in Gesetz gegossenen Wettbewerbsvorteil (nicht viel anders als im Patentrecht).

Das ist so, als würde man die Frösche zum Trockenlegen der Teiche befragen. Es besteht der massive Trend(!), Normenwerke zur Zementierung von Marktmacht und Oligopolbildung zu missbrauchen.
Nix Neues also im Kapitalismus.

gelegentlich September 24, 2015 um 10:43

Keynesianer Eingereicht am 24.09.2015 um 10:34
„Heute glauben die alle an die Klimakatastrophe.“
Verdammt, Schluß mit dem Unsinn, mit Verlaub. Das ist nicht das Gleiche. Aber das wäre OT. Bleiben Sie bitte bei Ihren Leisten.
@refugee TM 2015
Da sieht man es wieder! Danke für den Link zum Interview. In dieser Economy 4.0 gibt es offenbar nur noch Praktikanten, die immer nur für die Prüfung gelernt haben:
„mm.de: Beim Passat wollte Volkswagen den Kunden offenbar nicht zumuten, häufig stinkenden Harnstoff nachzufüllen. Und was war beim Jetta los?“
Harnstoff, erst recht der in technischer Qualität, ist absolut geruchlos.
Der Interviewer ist vom gleichen Schlag wie einige Mitkommentatoren hier, was ich seit vorgestern sicher weiß. ;-)

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 10:46

Peters

—>>>Wenn Du dem staunenden Forum, ersatzweise mir, nur noch erklären könntest, wie aus 500 kVA 450 kW werden?
Ist darin vielleicht Deine West-Ost-Abwertungskonstante enthalten?”

Warum kugelst du nicht mal richtig? 500 kVA * cos.phi 0.9 = 450 kW

Das hat mit Ost-West nichts zu tun. In Afrika haben wir oft im Stromnetz einen cos.phi von 0.8. da hat der gleiche Motor eben nur 400kW Wirkleistung. Schuldigung, schreibt man halt so, dass man beide Werte angibt.

Linus September 24, 2015 um 10:49

@peewit:
“Wenn du dich bei deinen Physik/Moral-Analogien auf die Synergetik von H. Haken beziehen solltest, – da gibt es tatsächlich sehr interessante Denkmöglichkeiten. Darauf habe ich schon einmal hingewiesen, glaube ich.”

Klar tue ich das (auch)!
Nett, das du mich wieder aufzubauen versuchst ;-) .

Ein Analogie zwischen Physik und Moral scheint erstmal komplett abwegig. Wenn man aber Moral als Ergebnis von Vernunft und Logik begreift (oder zumindest solchem unterworfen), dann ist dieser Ansatz nicht mehr ganz so abwegig.

Ausserdem ziehe ich die Analogie ja nicht zwischen Physik und Moral, sondern zwischen Physik-System und gesellschaftlichem System. Beide Systeme fallen unter die Systemtheorie. Es ist daher mE legitim, einen Versuch in diese Richtung zu wagen.

NoPegida September 24, 2015 um 10:49

@ Richard

,,Das Land der “Drive-ins” und des Frackings regt sich über Schadstoffwerte auf.”

Die Amerikaner regen sich vor allem über den Betrug auf.

,,Ich lach mich tot!”

Viel Spaß mit dem amerikanischen Schadensersatzrecht.

Könnte zu einer Pleite VWs führen, so man in Amerika Interesse daran hat.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 10:52

@gelegentlich
“Ich finde, wie schon gestern, ein Fall von Für-die-Prüfung-lernen, nicht fürs Leben.”

Eben nicht! Wenn dem so wäre, hätte VW jetzt keine Probleme. Das, was Sie in dem Satz aussagen, ist gängige Praxis aller Autohersteller und sowohl den Herstellern als auch den Zulassungsbehörden bekannt. Es wird schließlich für die Zulassung nur verlangt, dass der Prüfling die Zulassung besteht. VW hatte aber zwei Fahrzeuge am Start. Eines für die Prüfung und eines für die Kunden. Das beide Fahrzeuge rein theoretisch die Möglichkeit mit an Bord hatten, sich wie ein Prüfling und wie ein Kundenfahrzeug zu verhalten, ändert nichts an der Tatsache, dass es sich um zwei verschiedene Fahrzeuge handelt.

VW hat jetzt das Dilemma, dass man zwar ein Firmwareupdate durchführen könnte, danach aber die Fahrzeuge über ganz andere Eigenschaften verfügten, als derentwegen der Kunde das Fahrzeug gekauft hatte. Ich vermute, dass man in den USA etwas wusste, was man nicht öffentlich machen will. Denn die abweichenden Abgaswerte zwischen Rollenprüftsand und Fahrbetrieb sind ja bei allen Autos vorhanden. Die besonders krassen Abweichungen bei den VWs sind allenfalls ein Indiz für Schummelei, aber noch kein Beweis. Es hätte sich schließlich auch einfach um Murks handeln können. Vielleicht hat die NSA ja den Quellcode vorliegen.

NoPegida September 24, 2015 um 10:55

@ topi

,,Was willst du denn überhaupt sagen?”

Sie finden meine Aussage zu @ Goodnight weiter oben ( September 24, 2015 um 08:13). Sicher sollten Sie mehr, als nur den Namen lesen.

http://www.autoevolution.com/news/epa-doesn-t-find-rolling-coal-funny-proposes-5000-fires-video-93737.html

topi September 24, 2015 um 10:56

>>>
„Heute glauben die alle an die Klimakatastrophe.“
Verdammt, Schluß mit dem Unsinn, mit Verlaub. Das ist nicht das Gleiche. Aber das wäre OT. Bleiben Sie bitte bei Ihren Leisten.>>>

Zu bestreiten, dass es eine weltweite Erwärmung gibt, ist Unsinn.
Wie groß der menschliche Anteil daran ist, ist schon weniger klar; Industrialisierung, Abholzung, Verbrennung fossiler CO2-Speicher, Freisetzung von anderen Treibhausgasen (Methan) werden sicher großen Anteil haben.
Wie schlecht denn der Klimawandel überhaupt ist, hängt auch von der Perspektive ab; wenn die Bauern in Brandenburg endlich mal lernen, dass man auch mit weniger Wasser landwirtschaften kann, finde ich 28 Grad im Oktober jetzt nicht soooo schlimm.

Aber; bei der Vermeidung der Klimakatastrophe”, welches als oberstes Politikziel ausgegeben wird, geschieht viel völlig unsinniges bis geradezu schädliches.

Das sollte man schon zur Kenntnis nehmen; gerade wenn es um bestimmte “Umweltauflagen” geht, die letztlich nur bestimmten Lobbyinteressen dienen.

Linus September 24, 2015 um 10:57

@HKH:
“Die besonders krassen Abweichungen bei den VWs sind allenfalls ein Indiz für Schummelei, aber noch kein Beweis.”
VW hat von sich(!) aus zugeggeben, dass sie eine ‘defeat device’-SW einsetzen. Das sollte als ‘Beweis’ reichen.

topi September 24, 2015 um 11:00


Sie finden meine Aussage zu @ Goodnight weiter oben ( September 24, 2015 um 08:13). Sicher sollten Sie mehr, als nur den Namen lesen.”

Nein, da steht eben keine wirkliche Aussage.

Langjährige Mieter wegen “Eigenbedarf” rauszuschmeißen, um Flüchtlinge unterzubringen, ist Sprengstoff für den sozialen Zusammenhalt (man muss sich nur vorstellen, das praktizieren Städte in großem Stil).

Wer das anmerkt, “jammert” nicht, sondern weist auf ein Problem hin, welches in der Politik offenbar teilweise nicht gesehen wird.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 11:05

@Linus
“VW hat von sich(!) aus zugeggeben, dass sie eine ‘defeat device’-SW einsetzen. Das sollte als ‘Beweis’ reichen.”

Und warum hat VW das so schnell zugegeben, anstatt zu sagen, wir machen eine Rückrufaktion und bessern nach. Vor sich hinmurksende Rückrufaktionen wären vielleicht nicht gerade verkaufsfördernd gewesen, aber allemal nicht so katastrophal wie der jetzt ablaufenden GAU.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 11:07

Aus dem Link weiter oben:

Mock: Ich bin nicht wirklich überrascht. Wir haben unsere Studie vor gut einem Jahr vorgelegt und die Auffälligkeiten bei den Fahrzeugen klar benannt.
mm.de: Warum platzt die Bombe erst jetzt?

Mock: In der Studie sind die Fahrzeugmodelle nicht genannt. Dann hat die US-Umweltbehörde den Faden aufgenommen, und die Sache nahm ihren Lauf. Erst am Freitag war für die Öffentlichkeit klar, um welche Fahrzeuge es geht.

mm.de: Sie und ihre Kollegen haben angeregt, deutsche Dieselfahrzeuge genauer zu untersuchen. War Ihnen am Anfang der Tests klar, dass Sie damit einen Weltkonzern ins Wanken bringen?

Mock: Nein. Ursprünglich wollten wir Fahrzeuge von drei deutschen Herstellern prüfen. Ziel war es zu zeigen, dass die deutschen Autos in den USA sauberer sind als in Europa, weil die Normen in den Vereinigten Staaten strenger sind.

mm.de: Welche Wagen haben Sie getestet?

Mock: Einen VW Jetta, einen VW Passat und einen BMW X5. Wir wollten auch einen Mercedes untersuchen, doch wir haben keinen bekommen.

(…)

Mock: In den VW-Modellen hat der Hersteller jeweils nur ein Reinigungssystem eingebaut. Beim Passat handelt es sich um ein SCR-System, bei dem Harnstoff – auch “Ad Blue” genannt – zugefügt wird. Beim Jetta ist es ein LNT-System, bei dem der Filter regelmäßig gereinigt werden muss.

mm.de: Und beides hat nur auf dem Prüfstand richtig funktioniert…

Mock: Richtig. Auf der Straße hat die Passat-Abgasreinigung offenbar zu wenig Harnstoff bekommen und das System des Jetta wurde zu selten gereinigt.

(…)

Im derzeitigen Testzyklus NEFZ halten sie ohne Probleme den Grenzwert ein, aber im künftigen Testzyklus WLTC (der reale Fahrbedingungen näher kommen soll, Anmerkung der Redaktion) stehen sie um ein Vielfaches schlechter da.

(…)

“Tatsache ist, dass wir alle getesteten Fahrzeuge nicht von den Herstellern erhalten haben. Vielmehr nutzen/nutzen wir für unsere Messungen ganz normale Mietwagen, um sicherzustellen, dass diese repräsentativ für die üblichen verkauften Fahrzeugmodelle sind. Zum damaligen Zeitpunkt konnten wir jedoch nicht das gewünschte Mercedes-Modell für die Messungen ausleihen – daher der Fokus auf die zwei VW und das BMW Modell.”

Anmerkung folgt…

Linus September 24, 2015 um 11:08

@peewit:
Nachtrag: Und egal, ob man die Analogie nun gelten lässt oder nicht. Der Hinweis auf den ‘blinden Fleck’ der Aufklärung bleibt mE gültig.

gelegentlich September 24, 2015 um 11:10

H.K.Hammersen Eingereicht am 24.09.2015 um 10:52
„Ich vermute, dass man in den USA etwas wusste, was man nicht öffentlich machen will. Denn die abweichenden Abgaswerte zwischen Rollenprüftsand und Fahrbetrieb sind ja bei allen Autos vorhanden. Die besonders krassen Abweichungen bei den VWs sind allenfalls ein Indiz für Schummelei, aber noch kein Beweis. Es hätte sich schließlich auch einfach um Murks handeln können. Vielleicht hat die NSA ja den Quellcode vorliegen.“
Wenn die NSA den Quellcode und die Kommunikation dazu abgeschnorchelt hat und Deutschland jetzt die Werkzeuge gezeigt werden wird man nicht mehr über unfähige Politiker schimpfen können. Dann ist der Aufbau von Legitimation für TTIP und für Augen zu bei NSA einfach eine unmöglich zu leistende Aufgabe.
@Linus: „defeat device“ oder „cheat device“?

Linus September 24, 2015 um 11:10

@HKH:
“Und warum hat VW das so schnell zugegeben?”
Weil die US-Behörden gedroht haben, den Wagen die Zulassung zu entziehen. Nichts für ungut, aber am Besten ist es wohl, du liest das alles noch mal nach.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 11:24

Linus

—>>>VW hat gegen eine Regel verstossen, von deren Etablierung es selbst profitiert hat. Das hat schon ein Geschmäckle.”

Also nach den “Regeln” hat ja BMW wohl damit kein Problem, die US-Norm zu erfüllen. Obwohl ich sage weiterhin, diese Normung ist Humbug. Da auch die “reale” Prüfung nicht überall stattfinden kann. Allein die Abweichung Sommer zu Winter Betrieb ist schon enorm.

Außerdem werden 99% der Fahrzeuge so nicht bewegt, wie im Test. Aber egal, der Mensch will es ja nicht wissen.

Wenn VW so dämlich war, wegen “Peanuts” (BWL), den Käufer zu Täuschen… dann immer druff auf die Nuss.

Der Witz ist eben: die Abgas-Norm ist schon Müll und funktioniert nicht in der Realität, und diese Tatsache versucht man auch noch zu umgehen. LACH :D

Man muss ja nur fest dran Glauben… Alles Religion LOL

Morph September 24, 2015 um 11:25

@peewit

“Mein Eindruck: Du betrachtest die Welt je nach Lust und Laune entweder durch das Luhmann-Auge oder das Kant-Auge”

Stimmt. Je nachdem ob ich die kommunikativ-soziale oder die wahrnehmungsmäßig-psychische Konditionierung von Tatsachenfeststellungen betone. Die Deontologie spielt aber in beiden Bereichen eine Rolle, nämlich psychisch als gedanklich motivierte Überwindung des ‘inneren Schweinehundes’ und sozial als allgemeingültiges argumentatives Rechtfertigungsverfahren.
Wenn Luhmann Moral als sozial unfruchtbar und gefährlich bezeichnet, dann meint er das öffentliche Moralisieren. Was er, denke ich, übersieht, ist die kritische Funktion von Ethik gerade im Blick auf moralisierende Kommunikation. M.E. ist die unverzichtbare Funktion von Ethik die Beschreibung ethischer Delimmata. Wenn man das öffentliche Bewusstsein für ethische Dilemmata stärken würde, dann würde damit gegen die Gefahr des Moralisierens besseres unternommen als mit dem bloßen Hinweis, dass die Moralisierung eins Themas konfliktträchtig ist. Als ob Konflikte etwas per se schlechtes wären. Als ob Moralisieren unmoralisch wäre. Denn diese Paradoxie macht uns beim Moralisieren ja auch zu schaffen, dass die tapferen Streiter gegen political correctness von ‘Tugendterror’ sprechen und damit ein Moralisieren 2. Ordnung betreiben.

“aber nie mit beiden Augen gleichzeitig…”

geht auch nicht wirklich, würde ich sagen. Die Kommunikation, an der wir teilnehmen, konditioniert uns in Form von Sprache und gesellschaftlichen Institutionen, während die Wahrnehmung, die wir erleben, uns in Form von situativen Erfahrungen und ‘stimmungsmäßiger’ Interaktionen konditioniert. Man kann vielleicht abstrakt beschreiben, wie beides zusammenhängt, aber forschungslogisch bleiben Psychisches und Soziales doch getrennte Wissenssphären.

“aber im richtigen Leben, wie funktioniert das da?”

Gut. Wir alle wechseln doch, wenn wir uns bewusst beobachten und miteinander umgehen, ständig zwischen der psychischen und der sozialen Perspektivierung. Das ist zwar auch eine Quelle vieler Missverständnisse. Aber wenn man mit solchen Perspektivwechseln rechnet, kommt man im Alltag ganz gut klar, finde ich. Besser jedenfalls, als wenn man den anderen stets als ganz und gar zurechnungsfähiges Vernunftwesen oder als ganz und gar sozial konditionierten Zombie betrachtet.

NoPegida September 24, 2015 um 11:29

@ gelegentlich

,,Diese Anregung zur Optimierung der Software kann nur in einem Gremium gefallen sein, welches selber entscheiden kann, ob man ein Sitzungsprotokoll macht oder nicht.”

Die Manipulationen sollen ja bis 2006 zurück gehen. Gremium, Entwicklungsabteilung? Dass muss doch von ganz oben kommen. Matthias Müller, soll der engste Mitarbeiter Winterkorns gewesen sein. ,,Als Winterkorn 2007 Chef der Volkswagen AG wurde, nahm er Müller mit nach Wolfsburg, wo dieser zum Generalbevollmächtigten ernannt wurde. Als Leiter der VW-Produktstrategie steuerte Müller das Produktmanagement sämtlicher Marken des Konzerns.” https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Müller_(Manager)

Was weiß also Matthias Müller?

@ topi

,,Nein, da steht eben keine wirkliche Aussage.”

Machen Sie sich bitte mal die Mühe und lesen ein paar Kommentare von @ Goodnight, zum Thema Flüchtlinge. Vielleicht verstehen Sie dann meine Aussage?

g.w. September 24, 2015 um 11:31
gelegentlich September 24, 2015 um 11:39

@g.w. Eingereicht am 24.09.2015 um 11:31
Dann müssen wir es Link für Link auskämpfen? Schauen Sie sich obendrein noch die Veränderungen in der Verbreitung von wärme-/kältlelebenden Pflanzen und Tieren in den letzten Jahrzehnten an. Wir unterscheiden ja Wetter von Klima.

http://www.heise.de/tp/news/Globale-Erwaermung-geht-weiter-2824451.html
„Globale Erwärmung geht weiter
Wolfgang Pomrehn 24.09.2015
Britische und US-amerikanische Wissenschaftler gehen davon aus, dass 2015 zu einem neuen Rekordjahr wird
Wie bereits berichtet, fiel auch der August im globalen Mittel ganz außergewöhnlich warm aus, so dass das Jahr 2015 auf dem besten Wege ist, einen neuen globalen Temperaturrekord aufzustellen. Die britische Zeitung Guardian schreibt nun, dass die US-Wetter- und Meeres-Behörde NOAA davon ausgeht, dass dafür eine 97prozentige Chance besteht.“

Morph September 24, 2015 um 11:40

@peewit (Ergänzung)

Unabhängig von seiner moralischen Verwerflichkeit ist das Unterlaufen von Regeln in Organisationen jedenfalls nichts Ungewöhnliches und durch die Natur hierarchisch gegliederter Organisation gut motiviert. Wie sagt Luhmann so schön: “Die Jugend stört die Ordnung, weil die Ordnung die Jugend stört” Das kann man auf Organisationen und ihre Mitglieder übertragen. Allein die Tatsache der hierarchischen Kommunikation in Organisationen erzeugt Widerstände, vollkommen unabhängig davon, was Inhalt der Kommunikation ist. Die Asymmetrie zwischen Befehl und Gehorsam gefährdet systematisch den wechselseitigen Respekt. Man interpretiert das Vorgesetztenverhalten allzuleicht als Bossing, das Untergebenenverhalten allzuleicht als Schleimerei. Oder man bemüht sich um ein betont partnerschaftliches Sprechen in neutralem Marketingsprech und befördert dadurch den (klammheimlichen, lächelnd überspielten) Argwohn, dass niemand offen und wahrhaftig spricht und alle ihre wirklichen Motive verschleiern.

Neben der formellen Kommunikation läuft in Organisationen daher immer auch informelle Kommunikation mit, werden formelle Hierarchien genutzt um informelle Zwecke durchzusetzen und umgekehrt werden informelle Kommunikationen genutzt um hierarchisch definierte Verfahrensrationalitäten auszuhebeln. (Sehr schön dargestellt in den ersten beiden Staffeln der TV-Serie House of Cards, die dritte Staffel ist leider missglückt).

Dass große Organisationen, insbesondere international operierende, profitmaximierende Konzerne trotz aller Effizienz der Ressourcenmaximierung (oder gerade deshalb?) zu Irrationalität und (Selbst-)Betrug in sehr großem Stil tendieren, ist ja nicht unbekannt. Ich finde es natürlich gut, dass die Schweinereien aufgedeckt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Wobei im rechtlichen Sinn zumeist verantwortlich gemacht wird, wen man am leichtesten greifen kann. Auch das ist bekannt.

Ich finde, dass man nicht so tun sollte, als wäre der VW-Skandal ein unwahrscheinlicher Einzelfall, der mit besonderen, persönlich bedingten Managementfehlern erklärt werden müsste, wie @Goodnight das hier mit seiner, äh, einfachen Zwei-Seiten-Typologie des Managements (Schrauber vs. Menschenkenner) vorschlägt.

“Konsistenz und Kohärenz hinsichtlich der präferierten Maximenmenge achten?”

Wenn man die Entstehung regelwidriger und moralisch verwerflicher Verhaltensmuster mit sozialen Ermöglichungs- und Gratifikationsbedingungen erklärt, dann stiftet das keine Inkohärenz, würde ich sagen. Oder?

peewit September 24, 2015 um 11:40

@Linus

Ein Analogie zwischen Physik und Moral scheint erstmal komplett abwegig. Wenn man aber Moral als Ergebnis von Vernunft und Logik begreift (oder zumindest solchem unterworfen), dann ist dieser Ansatz nicht mehr ganz so abwegig.

Na ja, da sollte man die Differenz Ethik/Moral beachten: ethische Systeme (Metamoral) sind das Ergebnis von Logik u. Vernunft aka Philosophie, das stimmt; aber die über weite Strecken der Entwicklungsgeschichte der Menschheit empirisch vorfindbaren oder vermutbaren Moralen sind das eher nichtreflektierte Ergebnis evolutionärer Prozesse. Die Moralfähigkeit der Menschen ist die Lösung einer evolutionären Problemstellung: wie können immer intelligenter werdende Egoisten zu kooperativem Verhalten angehalten werden. (Da hilft zur Erklärung die Spieltheorie weiter) Moralisches Verhalten gab es sicherlich schon bevor die Vernunft ihre reflektierende Tätigkeit aufnahm. Dazu bedarf es nämlich einer entwickelten Sprache – und die ist vermutlich erst nachträglich in schon hochsozial organisierten Gruppen entstanden, – kurz: bevor wir sprechen lernten und uns Gedanken über Moral machen konnten, waren wir schon Moralisten (wenn auch keine mit Univeralitätsanspuch unserer Maximen ;-) )

Sollte man bedenken, wenn man über Ethik/Moral nachdenkt, finde ich.

Linus September 24, 2015 um 11:44

@gelegentlich:
,,Diese Anregung zur Optimierung der Software kann nur in einem Gremium gefallen sein, welches selber entscheiden kann, ob man ein Sitzungsprotokoll macht oder nicht.”

Das läuft ein wenig anders. I.A. gibt es EINE SW für die ganze Welt. D.h., sämtliche Optionen werden von vornherein eingebaut und bei Bedarf am Ende des Produktionsbandes ‘freigeschaltet’ (Customizing).

Die Entscheidung zum Freischalten von Features braucht in vielen Fällen eben keine Ingenieurskenntnisse mehr. Vielmehr ist eine unkomplizierte Freischaltung u.a. genau ein erkärtes Ziel dieses ‘all in’ Konzeptes. Das Mangement kann so ein Feature also ‘gebrauchen’, ohne wissen zu müssen, wie es genau funktioniert, ganz ebenso, wie du deinen elektrischen Fensterheber betätigst. NB: man könnte jetzt lang über den Sinn der Verteilung von Kompetenzen philosophieren. Tatsache ist, das es ganu so gemacht wird.

Also trifft aller Wahrscheinlichkeit nach die Ingenieure keine ‘Schuld’. Es ist liegt auf der Entscheidungsebene des Mangements, ein solches ‘Feature’ freizuschalten.

Dummerweise muss man im konkreten Fall ein solches Feature wohl weltweit aktivieren. Denn es wäre doch auffällig, wenn die Fahrzeuge in den USA sauber sind, in Afrika aber nicht.

NoPegida September 24, 2015 um 11:47

@ refugee TM 2015

,,Der Witz ist eben: die Abgas-Norm ist schon Müll und funktioniert nicht in der Realität, und diese Tatsache versucht man auch noch zu umgehen.”

Erinnert an Ihren Kommentar zum Versagen der Politik, in der “Flüchtlingsfrage”.

VW holte Dez. 2014 500 000 Autos in den USA zurück und versicherte, die Manipulationen zu beenden. Sie haben es nicht getan und jetzt den Ärger mit der EPA. Ob Kundenbetrug beim Auto oder Bürgerbetrug in der Innenpolitik, in der gesamten Autoindustrie und in der Politik wird nur noch getrickst und getäuscht. In Wirtschaft und Politik gilt: “Augen zu und durch!”. Testosterongesteuerte erbärmliche Alphamännchen.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 11:47

http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/volkswagen-vw-werk-in-den-usa-eroeffnet_aid_630729.html

Aha aus dem Jahre 2011 …. :D

„Volkswagen ist heute mehr in Amerika zuhause als je zuvor“, sagte Winterkorn zu Eröffnung vor der Belegschaft. Gleichzeitig gab er eine Garantie für das VW-Werk im niedersächsischen Emden ab, wo bisher Autos für den Export in die USA gebaut wurden. „Emden muss sich keine Sorgen machen“, sagte Winterkorn.
Das Werk mit 2.000 Mitarbeitern im Endausbau soll die jahrelange Krise des größten Autobauers Europas auf dem amerikanischen Markt beenden, wo in den letzten Jahren vor allem wegen des starken Eurokurses Milliardenverluste entstanden waren. BMW und Mercedes betreiben seit Jahren US-Werke, die ebenfalls im Süden des Landes angesiedelt sind.

(…)

Winterkorn kündigte an, der VW-Konzern wolle seinen US-Absatz verdreifachen. „Der Konzern will bis 2018 jährlich eine Million Fahrzeuge in den USA verkaufen.“ 2010 waren das rund 360.000 in einem Markt von über 11 Millionen Neufahrzeugen. Winterkorn rechnet mit einem Wachstum des US-Marktes auf über 15 Millionen Stück.

:D Und kaputt geschossen LOL der US-Markt…

Linus September 24, 2015 um 11:57

@peewit:
“aber die über weite Strecken der Entwicklungsgeschichte der Menschheit empirisch vorfindbaren oder vermutbaren Moralen sind das eher nichtreflektierte Ergebnis evolutionärer Prozesse.”

Das ist nur die Hälfte der Erzählung.

Ich persönlich bin mir sicher, dass der Mensch tatsächlich schon rein emotional zu einer Art Moral konditioniert ist. D.h., wir tragen eine Art Moral in uns.

Nichtsdestoweniger hat sich im Zuge der Zivilisation eine Art Moralforschung etabliert und auch respektable Ergebnisse gezeitigt, welche sich dann massiv und formbestimmend in gesellschaftlicher Organisation niedergeschlagen haben. Man denke an die Errungenschaften der französischen Revolution.

Man kann nun darüber streiten, ob beide Moralsorten (‘wissenschaftliche Moral’ und ‘angeborene Moral’) in eins fallen. Das ist mE sogar mit der zentrale Gegenstand der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Man könnte sogar spekulieren, dass beide sich voneinander entfernen. Das würde im guten Fall bedeuten, dass die Wissenschaft falsch liegt, und im Schlechten, dass der Mensch aus Sicht der Wissenschaft falsch konzipiert ist. :-D

gelegentlich September 24, 2015 um 11:59

@Linus Eingereicht am 24.09.2015 um 11:44
Danke für die Erläuterung! Ich meinte aber jenes Stadium, in welchem man sich entschlossen hat solch eine cheat-Software überhaupt zu entwickeln. Da tippt doch nicht irgendein Ingenieur einfach ein paar Zeilen Quellcode zusammen.

peewit September 24, 2015 um 11:59

@Morph

Wenn man die Entstehung regelwidriger und moralisch verwerflicher Verhaltensmuster mit sozialen Ermöglichungs- und Gratifikationsbedingungen erklärt, dann stiftet das keine Inkohärenz, würde ich sagen. Oder?

Ganz meine Meinung, so sehe ich als Nicht-Deontologe das auch. Aber trotzdem: wenn ich Deontologe wäre, würde mich ein mulmiges Gefühle beschleichen (stelle ich mir vor), wenn ich einerseits in der Frage der Flüchtlingshilfe rigoros jeden Zweifel an der Unbedingheit der Pflicht zur Hilfe zur Seite wischen würde (so kam es mir jedenfalls vor), andererseits bei einem ja nicht unbeträchtlichen Betrugsfall eher nonchalant und, ja, auch irgendwie abwiegelnd (so kommt es mir vor) auf die Geläufigkeit dieser Praxis und ihre quasi natürliche Entstehung in Organisationen hinweise. Ist nur so ein Gefühl…

g.w. September 24, 2015 um 12:03

@gel.
sicher gibt es Klimaveränderung oder auch weiterhin eine Erderwärmung. Aber wenn Du glaubst, dass co2 der Grund ist, kannst Du das gerne glauben, ich diskutiere über soetwas nicht.

peewit September 24, 2015 um 12:05

@Linus

Das ist nur die Hälfte der Erzählung.

Das ist das, was sich sagte.

Ich persönlich bin mir sicher, dass der Mensch tatsächlich schon rein emotional zu einer Art Moral konditioniert ist. D.h., wir tragen eine Art Moral in uns.

Ich würde sagen: Wir sind mit der angeborenen Fähigkeit ausgestattet, zu lernen, moralisch zu fühlen, zu urteilen und zu handeln.

gelegentlich September 24, 2015 um 12:09

g.w. Eingereicht am 24.09.2015 um 12:03
„Aber wenn Du glaubst, dass co2 der Grund ist, kannst Du das gerne glauben, ich diskutiere über soetwas nicht.“
Ärgerlich: ich habe kein Wort von C02 in diesem Zusammenhang verloren. Und meine Bitte: in Zukunft bitte „Sie“. Leute sind verschieden streng oder lax beim öffentlichen Äußern von Bewertungen. Sie zähle ich zu den Laxen. Daher bitte etwas Distanz.

Linus September 24, 2015 um 12:15

@gelegentlich:
“Ich meinte aber jenes Stadium, in welchem man sich entschlossen hat solch eine cheat-Software überhaupt zu entwickeln.”

Das hat einen einfachen Hintergrund. Man überlegt sich, ob ein solches Feauture irgendwann einmal nützlich sein, oder einem sogar den Hals retten könnte. Und da der Aufwand für die paar Zeilen Code so gut wie Null ist, baut man es halt ein.
Da erfährt dann ein Manager von diesem schicken Knopf, und der drückt dann halt drauf.

Das Problem ist bis zu einem gewissen Punkt ein Problem der Technikgläubigkeit. Man vertrat darauf, dass die Ingenieure Sicherungen eingebaut haben, und zwar nicht nur gegen dumme User, sondern auch gegen dummes Management, dass also die Ingenieure die Inkompetenz des Managements beheben, dass sie also schlauer sind als das Management, und das im ureigensten Kompetenzbereich des Mangements! Und das geht zwangsläufig schief.
Eine echte Schwachstelle in der Principal-Agent-Anordnung.

Keynesianer September 24, 2015 um 12:16

@topi September 24, 2015 um 10:56

Aber; bei der Vermeidung der Klimakatastrophe”, welches als oberstes Politikziel ausgegeben wird, geschieht viel völlig unsinniges bis geradezu schädliches.

Das sollte man schon zur Kenntnis nehmen; gerade wenn es um bestimmte “Umweltauflagen” geht, die letztlich nur bestimmten Lobbyinteressen dienen.

Danke @topi! Ja, das ist genau das Thema hier: Die “Umwelt” dient den Konzernen, die Einfluss auf die Politik nehmen können, um sich über Zertifizierungen und unsinnige Vorschriften Monopole zu sichern.

Ob Autos oder FCKW oder Klima: Konzerne können meist problemlos die verlangten Zertifizierungen erhalten, während der kleine Unternehmer, wie damals die PC-Schrauber, in den Bankrott getrieben wird. (Die vorgeschriebenen “Impfungen” von Hühnern wegen “Vogelgrippe” haben genau denselben Hintergrund – danach sind nur noch die Großfarmen übrig.)

Die Sheeple glauben, dass “Öko” gegen die Konzerne wäre, dabei haben genau die das damals über ihren Club of Rome aufgezogen.

peewit September 24, 2015 um 12:22

@Morph

Stimmt. Je nachdem ob ich die kommunikativ-soziale oder die wahrnehmungsmäßig-psychische Konditionierung von Tatsachenfeststellungen betone. Die Deontologie spielt aber in beiden Bereichen eine Rolle, nämlich psychisch als gedanklich motivierte Überwindung des ‘inneren Schweinehundes’ und sozial als allgemeingültiges argumentatives Rechtfertigungsverfahren.

Habe ich erst jetzt gelesen.

Wenn du sagst, dass du dir Deontologie zur Überwindung des inneren Schweinehundes hilft, dann bewegst du dich nicht mehr auf der Ebene des intelligiblen Ichs, sondern des empirischen…

Gott sei Dank, das beruhigt mich irgendwie… ;-)

Linus September 24, 2015 um 12:26

“Wenn du sagst, dass du dir Deontologie zur Überwindung des inneren Schweinehundes hilft, dann bewegst du dich nicht mehr auf der Ebene des intelligiblen Ichs, sondern des empirischen…”

Issi true :-D

Kuckuck September 24, 2015 um 12:42

@H.K.Hammersen September 24, 2015 um 10:07
Wenn auf dem Rollenprüfstand eine andere Software läuft, als im Fahrbetrieb, dann sind das zwei verschiedene Systeme und darin liegt der Betrug.

Dem stimme ich voll zu. Von der Funktionalität her sind es zwei Systeme. auch wenn die Hardware dieselbe ist und es nur eine Software gibt.

Schönes Beispiel für dialektisches Denken gegenüber eindimensionaler formaler Logik.

Im Alltagsbetrieb läuft ein System mit höherer Leistung, aber auch höherem Spritverbrauch und viel höheren Emissionen. Der Kunde wird betrogen und die Menschen werden gesundheitlich geschädigt.

Die Verantwortlichen bei VW sind nicht nur Betrüger, sondern schädigen die Gesundheit der Menschen.

Ganz klar: Es sind Verbrecher.

Aber im Kapitalismus, diesem „System des legalen Betrugs“ (F. Engels), das inzwischen wieder das Stadium der Verbrecherherrschaft erreicht hat, haben die Verbrecher nicht viel an Strafe zu befürchten.

Das ermuntert die anderen Verbrecher, profitmotiviert und gierig weiterhin verbrecherisch gegen das Wohl der Bevölkerung tätig zu sein.

P.S.
Herr Hammersen, ich schätze Ihre Beiträge. Sie bereichern die Diskussion.

gelegentlich September 24, 2015 um 12:59

@refugee TM 2015 Eingereicht am 24.09.2015 um 11:47
Wenn ich das bisher hier Gesagte richtig verstehe ist es bisher Niemandem gelungen, mit leichten Dieselmotoren unter vertretbarem Aufwand die politisch festgelegten kalifornischen Normen einzuhalten. BMW hat es offenbar geschafft, wohl mit einem höheren Endpreis. Stickoxide wären mit der Harnstoff-Technik beherrschbar, Feinstaubpartikel aber wohl kaum. Ist das so?

Manfred Peters September 24, 2015 um 13:07

@ “BMW hat es offenbar geschafft,…”
Wenn ich den jetzt gerade auch abschmierenden Börsenkurs von BMW betrachte?
“Aktien Frankfurt: Dax rutscht ins Minus – Bericht zu BMW schockt Anleger Do, 24.09.15 12:26″
http://bilder.t-online.de/b/75/54/58/02/id_75545802/tid_da/so-dreckig-ist-der-dieselmotor-.jpg
Ihr findet sich gleich mehr dazu, muss arbeiten! :-(

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 13:10

gelegentlich

—>>>Wenn ich das bisher hier Gesagte richtig verstehe ist es bisher Niemandem gelungen, mit leichten Dieselmotoren unter vertretbarem Aufwand die politisch festgelegten kalifornischen Normen einzuhalten.”

Doch die Normen (Labor) eben ja… aber nicht die realen Werte, die in der Realität entstehen. Die kann keiner Erfassen. Noch nicht.

—>>>BMW hat es offenbar geschafft, wohl mit einem höheren Endpreis.

BMW hat es mit 2 “Kats” geschafft, die mindest Anforderung zu erfüllen, wenn man es so sehen will. Auf einer ausgesuchten Teststrecke.

—>>>Stickoxide wären mit der Harnstoff-Technik beherrschbar,

NOx ist in Abhängigkeit der Temperatur zu sehen. Da gibt es eben die Abhängigkeit CO CO2 zu NOx mann kann nicht beides mit der herkömmlichen Technik auf ein Minimum reduzieren.

—>>>Feinstaubpartikel aber wohl kaum. Ist das so?”

Feinstaubpartikel ist ja das C der Russ/Asche eben. Den könnte man auch “ausrotten” zB durch Plasma. Aber eben auch in Verbindung mit Wasserstoff, ensteht dann wieder eine Kohlenwasserstoff Verbindung.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 13:14

@gelegentlich
Das Problem dürfte sein, dass, wenn jemand bereit ist, mehr als 70.000 Euro für einen SUV auszugeben, er auch das Prestige der Raute, der Ringe oder des Sternes haben will und keinen Wagen fürs Volk.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 13:18

gelegentlich

Die positive Wirkung der Zuführung von Wasser auf den Verbrennungsprozess bei Dieselmotoren ist seit längerer Zeit in der Literatur bekannt. Verschiedene Technologien sind bei Großmotoren im maritimen Bereich- insbesondere zur NOx-Reduktion- langjährig im Einsatz.

Der größte Vorteil der Kraftstoff-Wasser-Emulsionstechnologie (KWE) ist jedoch sicherlich die drastische Verringerung der innermotorischen Rußentstehung bis hin zur Nachweisgrenze (100%). In Kombination mit einer beträchtlichen NOx-Verminderung (bis zu 45%) und i.d.R. einer Verbrauchs- und damit CO2-Neutralität bzw. sogar einer geringen Absenkung (1 bis 5%), ist die KWE ein hervorragendes Instrument zur energieeffizienten, kraftstoffqualitätsunabhängigen Emissions-minderung bei Dieselmotoren.

http://www.exomission.de/index.php/technologien-2/kraftstoff-wasser-emulsion-kwe

Das ist keine Esoterik sondern ganz einfache Realität.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 13:20

Bei der Verbrennung von Kraftstoffen entstehen gefährliche Gase wie z.B. Stickoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC), Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2) sowie Feinstaubpartikel (PM), Ruß und Qualm, welche gesundheits- und umweltschädlich sind. Die Emission dieser Schadstoffe kann deutlich reduziert werden, indem den Treibstoffen Wasser zugesetzt wird.
Die Beimengung von 5 – 25% Wasser in den Kraftstoff, z.B. Schweröl oder Diesel, kann der Emisson gefährlicher Schadstoffe drastisch reduzieren. Das eingespritzte Wasser reduziert die lokale adiabatische Verbrennungstemperatur. Verschiedenen Studien haben bewiesen, dass damit der Ausstoß von NOx um bis zu 40% und der Ausstoß von CO2 um 5 – 15% und von Feinstaub um bis zu 90% % gesenkt werden kann. Schwarzer Rauch, der durch eine unvollständige Dieselverbrennung entsteht, kann sogar vollständig vermieden werden, da der Treibstoff vollständig verbrannt wird..
Gleichzeitig kann der Kraftstoffverbrauch um ca. 5% reduziert werden. Umweltschutz und Kosteneinsparung aufgrund reduzierten Treibstoffverbrauchs durch innovative Ultraschalltechnologie!
Zu den emulgierbaren Kraftstoffen gehören flüssige Kohlenwasserstoffe, Rohöl, Schweröl (HFO), Naphtha, Kerosin, Diesel, Heizungsöl, Biodiesel sowie Pflanzenöle.

http://www.hielscher.com/de/power-ultrasound-for-water-in-diesel-emulsions.htm

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 13:28

gelegentlich

Das ist aber nur die eine Möglichkeit. Veränderung des Kraftstoffes. Die anderen werde ich hier nicht mehr nennen.

Du wirst bei allen Recherchen dazu, keinen der führenden Automobilbauer finden, der darauf ein Patent besitzt.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 13:33

Irgendwie ist die Diskussion hinsichtlich Dieselmotoren vollkommen abgedreht. Die Zulassungsverfahren sagen aus, das unter standardisierten Bedingungen die Werte gemessen werden und wenn dabei die Grenzwerte eingehalten werden, die Zulassung erfolgt. Bisher ist niemand davon ausgegangen, dass die unter standardisierten Bedingungen eingehaltenen Werte im Normalbetrieb erreicht werden. Es wäre doch ein Leichtes, festzulegen, dass die Grenzwerte niemals, unter keinen Bedingungen, überschritten werden dürfen. Ich bin sicher, danach fahren wir alle verbrennungsmotorfrei.

Mich beschleicht der Verdacht, dass die Aktion gerade jetzt gegen die (vor allem) deutschen Hersteller etwas mit Obamas Klimaschutzaktion zu tun haben. Der hat ja den Klimaschutz aktuell zum Staatsziel erklärt. In diesem Rahmen kommt dem Verbrauch von KFZ eine maßgebliche Bedeutung zu und nach allem, was man weiß, sind die amerikanischen Autobauer mit ihrer Modellpolitik nicht gerade Benzinsparmeister. Da kommt es doch gerade recht, wenn die “Sparwunder” aus Germany so richtig eins auf die Mütze kriegen. Nicht, dass die amerikanischen Autokäufer ihrem Präsidenten beim Klimaschutz folgen, auf den Spritverbrauch ihrer Karren achten und feststellen, dass Klimaschutz am Besten mit deutschen Fahrzeugen geht.

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 13:37

Holger

Denke, Du bringst das Problem auf den Punkt.

Alle

Ansonsten noch mein Altpapier von heute.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 13:39

Hammersen

—>>> Die Zulassungsverfahren sagen aus, das unter standardisierten Bedingungen die Werte gemessen werden und wenn dabei die Grenzwerte eingehalten werden, die Zulassung erfolgt.”

Richtig

—>>>Bisher ist niemand davon ausgegangen, dass die unter standardisierten Bedingungen eingehaltenen Werte im Normalbetrieb erreicht werden.”

Richtig

—>>>Es wäre doch ein Leichtes, festzulegen, dass die Grenzwerte niemals, unter keinen Bedingungen, überschritten werden dürfen”

:D

Dann dürftest Du aber nicht mit dem Auto, das in München getestet worden ist, über die Alpen fahren ;) Weil spätestens am “Brenner” stimmen alle Angaben nicht mehr ;)

Kuckuck September 24, 2015 um 14:13

Das Thema Gesundheitsschädigung durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor kommt zu kurz. In der Umwelttoxikologie spricht man von „mobilen Emittenten“.

Profitinteresse der Konzerne (Kapitaleigner) vs. Gesundheit der Bevölkerung.

Die Kinder werden nachweislich immer kränker (z.B. Allergien). Logischerweise wird allein dadurch die Lebenserwartung sinken. Gut für die Rentenversicherer.

Kann leider kein Diagramm verlinken, was die Zunahme des LKW-Verkehrs im Vergleich zu Bahntransporten zeigt. Ganz klar setzen sich hier Herstellerinteressen durch, in D besonders Daimler Benz. Ganz anders die Situation in der Schweiz beim Schwerverkehr. Der wird dort auf die Schiene gezwungen.

Leben in der Nähe eines Airports kostet einige Lebensjahre, hauptsächlich wegen COLD.

Sehr informativ dieser alte Artikel:
AUTO-ABGASE
Gift in allen Gassen

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45137715.html

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 14:33

Kuckuck September 24, 2015 um 14:13
Das Thema Gesundheitsschädigung durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor kommt zu kurz”

Denke nicht… jetzt kommen ja pfiffige Advokaten in den USA darauf, dass eben CO (Kohlenmonoxid) stark toxisch ist. Eigenschaften muss ich Dir ja nicht erklären.

Da kommt noch mehr auf die Automobilindustrie zu.

Da es ja ein wenig schwerer als Luft ist, findet man das gerne auch in Kinderwagen. Ebenso die Feinstäube.

Wichtig ist, ich betone wichtig ist hierbei, das Rauchverbot an hinterletzten Bahnhöfen zu kontrollieren.

gelegentlich September 24, 2015 um 14:37

Dann müßte es in diesem besonderen Fall (Belange des Marktes in den USA) wichtig sein, eine gemeinsame Formel zu entwickeln, die die Umweltschäden eines Antriebs ausdrückt, aber immer im Zusammenhang mit dem absoluten Verbrauch. Und danach dann steuernd eingreift. Dann stünden Benzinschlucker in jedem Fall schlechter da.
Insgesamt sieht es so aus als ob die Umweltprobleme von Verbrennungsmotoren vermutlich nur in geeigneten großen Anlagen einigermaßen beherrschbar sein können. Und das spricht unbedingt für den Elektroantrieb, meinetwegen als Überganga mit Hybridsystemen (in denen dann ein Diesel natürlich immer nur bei optimaler Betriebstemperatur laufen düfte). Die Idee, die ganze Maschinerie zur Beherrschung dieser Umweltprobleme in ein Fahrzeug einzubauen, wäre dann falsch. Sie klappt heute nicht und vermutlich auch in der Zukunft nicht. Selbst wenn man hinnähme dass dann diese Fahrzeuge aberwitzig teuer würden.
@Kuckuck und @Keynesianer: der Schwerverkehr bei uns auf der Straße ist wirklich ein Wahnsinn. Eine gute Volkswirtschaftslehre sollte doch in der Lage sein die gesamtgesellschaftlichen Kosten dafür auszurechnen, im Vergleich zum Schweizer System. Ein LKW, der in Salzburg reinkommt, kann doch zwangsweise auf die Schiene gesetzt werden, bis Holland oder Dänemark meinethalben.

niemand September 24, 2015 um 14:44

>”Formel zu entwickeln, die die Umweltschäden eines Antriebs ausdrückt,”

Am besten in Dollar. Vollkosten.

Natalius September 24, 2015 um 14:57

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 14:33

ad CO:
“Da es ja ein wenig schwerer als Luft ist, findet man das gerne auch in Kinderwagen.”

Ich denke, da haste Dich verrechnet. CO: 28 Gramm pro Mol, N2: 28, O2: 32, Luft ungefähr 29 (0.78 * 28 + 0.22 * 32). Die Luft im Kinderwagen ist so CO-belastet wie die Umgebungsluft.

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 15:09

Kuckuck

Die Kinder werden immer kränker? Heute gibt es Krankheiten, die vor 50 Jahren noch niemanden interessierten. Das größte Problem bei Kindern ist übrigens mittlerweile Übergewicht.

Kuckuck September 24, 2015 um 15:15

@gelegentlich September 24, 2015 um 14:37
Dann müßte es in diesem besonderen Fall (Belange des Marktes in den USA) wichtig sein, eine gemeinsame Formel zu entwickeln, die die Umweltschäden eines Antriebs ausdrückt, aber immer im Zusammenhang mit dem absoluten Verbrauch. Und danach dann steuernd eingreift.

Ach Gott, wie naiv!

Was ist denn die größte und profitabelste Branche in Deutschland?

Die Gesundheitsindustrie – die Branche dem größten Umsatz (über 10% BIP) und den meisten Beschäftigen (über 5 Mio).

Welche produzierenden Unternehmen machen – legal – den größten Profit?
Die Pharmaunternehmen.

Hohe Profite winken auch in der Medizingeräteindustrie und im Krankenhaussektor, daher dort die Privatisierungswelle.

Um Profite machen zu können, braucht die Gesundheitsindustrie eine kranke Bevölkerung, welche Pillen schluckt etc.

Und das Gesundheitswissen der Bevölkerung?

Nicht besser als im Mittelalter.

Fragen man Studierende über die Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen, dann quatschen sie papageienhaft den Blödsinn aus den Medien nach: Falsche Ernährung, zu viel Cholesterin und zu wenig Bewegung.

Was weiß der Normalbürger – auch der studierte – über die kapitalistische Bedingtheit von Erkrankungen wie Krebs oder Mb. Parkinson?

Nichts.

Und die meisten glauben, dass in Zukunft die durchschnittliche Lebenserwartung steigen wird.

Absolut hirnlos. Sie müssten nur bewusst ihre Mitmenschen beobachten.

Eine funktionierende Herrschaft der Wenigen über die Vielen in einer Demokratie erfordert, zu verhindern, dass sich die Individuen ihres Verstandes ohne Leitung eines anderen bedienen können.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 15:15

Natalius September 24, 2015 um 14:57

ich habe mich nicht verrechnet. Wo ist der Auspuff? Überhalb des Kopfes, oder ziemlich weit unten? Also ist die Konzentration von CO wo?

Eben… und weil es nicht gleich schwer wie Luft ist, sondern ein ganz klein wenig schwerer, schwebt es wo?

Weil die Luft da wo sie ist, auch anders ist. Luft inner Großstadt mit viel Verkehr ist nicht Labor Luft….

Hat auch was mit dem Sauerstoffanteil bei der Verbrennung zu tun, der dann unmittelbar in der “Luft” ist.

gelegentlich September 24, 2015 um 15:18

@Kuckuck
„Leben in der Nähe eines Airports kostet einige Lebensjahre, hauptsächlich wegen COLD.“
Das dürstet nach einer Erläuterung.
„Eine funktionierende Herrschaft der Wenigen über die Vielen in einer Demokratie erfordert, zu verhindern, dass sich die Individuen ihres Verstandes ohne Leitung eines anderen bedienen können.“
Ok, dann mache ich es kurz: diese Wenigen haben ungleich mehr Ressourcen als Sie oder ich. Alles sinnlos; selbst daheim zu bleiben rettet uns nicht, oder wie?
@fl
Ja, Allergien bilden so eine Gruppe. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts war es für einen Professor ein Riesenproblem mal einen Patienten zu finden, den er seinen Studenten zeigen konnte. Heute haben rund 30-40% der 10jährigen schon mindestens einmal einen allergischen Effekt gehabt. Man muss nicht hysterisch werden, stimmt schon, und Übergewicht ist gewiß das größere Problem. Aber schon zur Kenntnis nehmen dass da was nicht stimmt.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 15:19

Also Natalius

Luft ist nicht = Luft… Die Natur hat das sogar eindrucksvoll an der Baumgrenze festgelegt.

Keynesianer September 24, 2015 um 15:22

@gelegentlich September 24, 2015 um 14:37

Ein LKW, der in Salzburg reinkommt, kann doch zwangsweise auf die Schiene gesetzt werden, bis Holland oder Dänemark meinethalben.

Prinzipiell und technisch wäre das die einfachste Lösung der Welt: Der LKW kommt auf einen elektrisch angetriebenen fahrbaren Untersatz und es geht elektronisch gesteuert bis zur Grenze oder zu der Zielstadt sofort los. Der Fahrer könnte schlafen und es gäbe auch bei Wind und Wetter keine Unfälle, kein Rutschen bei Eis und Schnee und keine Unfälle wegen Übermüdung und Fahrfehlern.

Es geht selbstverständlich nicht, wenn erst ein ganzer Zug mit LKWs beladen werden müsste und dann beim Einladen wie beim Ausladen oder gar Umladen unterwegs noch jeweils ein ganzer Tag vergeht.

Bei der Bahn wiehert halt der Amtsschimmel und eine individuelle Lösung auch für PKW – ich fahre zum lokalen Bahnhof auf einen Untersatz auf der Schiene, gebe den Zielort an und los geht es mit Strom – ist jenseits des Vorstellungsvermögens der Verantwortlichen.

Darum funktioniert auch der Sozialismus nicht. Das sind nur die Köpfe. Die würden bei der Bahn immer noch jeden Inhalt der LKW erst in Güterwägen umladen wollen, dann geht es zum nächsten Bahnhof mit Einladen und Ausladen und nach Tagen weiter …

ruby September 24, 2015 um 15:32
Kuckuck September 24, 2015 um 15:33

@f.luebberding September 24, 2015 um 15:09
Die Kinder werden immer kränker? Heute gibt es Krankheiten, die vor 50 Jahren noch niemanden interessierten. Das größte Problem bei Kindern ist übrigens mittlerweile Übergewicht.

Wer definiert das „größte Problem“?

Was ist mit psychosozialen Entwicklungsstörungen (z.B. ADHS), mit psychischen Störungen (z.B. Depressionen), was mit Allergien und Atemwegserkrankungen bedingt durch Umweltbedingungen (industrielle Nahrungsmittelproduktion, Umweltverschmutzung etc.) usw. usf.?

Welche Rolle spielt beim Übergewicht das Profitinteresse der Nahrungsmittelproduzenten?

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Überernährung und psychosozial bedingten Störungen (z.B. Vernachlässigungssyndom, Depressionen)?

Welche Rolle spielt die Berufstätigkeit der Mütter?

René Spitz – einer der größten Entwicklungspsychologen des 20. Jahrhunderts – hat schon vor weit über einem halben Jahrhundert aufgrund seiner Forschungen darauf hingewiesen, dass die Berufstätigkeit der Mütter zu einer gravierenden Zunahme kindlicher Entwicklungsstörungen führen wird.

peewit September 24, 2015 um 15:34

@Kuckuck

Was weiß der Normalbürger – auch der studierte – über die kapitalistische Bedingtheit von Erkrankungen wie Krebs oder Mb. Parkinson?

Ja stimmt, der Kapitalismus hat dazu geführt, dass die Lebenserwartung kontinuierlich steigt und daher Krebs, eine mit zunehmenden Alter immer wahrscheinlicher werdende Erkrankung, scheinbar stark zunimmt.

Jedoch, siehe hier

Na sowas!

Linus September 24, 2015 um 15:39

@holger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Waldgrenze

Das hängt von sehr vielen Faktoren ab, aber nicht von der Zusammensetzung oder Dichte der Luft. Ein harter Anschlag ist die Temperatur, ab der kein Pflanzenwachstum mehr stattfinden kann (-> 0°-Isotherme).

zu Natalius durchschnittlichem Molgewicht von Luft (ungefähr 29):
Das macht nur Sinn, wenn die Komponenten vollständig durchmischt sind und sich aufgrund thermischer Bewegung eben nicht durch Schwerkraft entmischen. Mit Molgewicht N2 = 28 = Molgewicht CO mischt sich Kohlenmonoxid ebenso gut wie Stickstoff.
-> Kohlenmonoxid liegt nur dann unten, wenn es auch unten freigesetzt wurde und es noch nicht zur thermischen Durchmischung mit der darüberliegenden Luft gekommen ist. Wird es hingegen oben freigesetzt, so durchmischt es sich schon allein aufgrund der Schwerkraft automatisch mit der Luft.

NB: -> CO2 ist in der Schichtung wesentlich stabiler

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 15:46

Linus

—>>>Das hängt von sehr vielen Faktoren ab, aber nicht von der Zusammensetzung oder Dichte der Luft”

Ich hab doch auch gar nicht von der Dichte geredet, sondern genau was du sagst von der “Zusammensetzung”. Wie viele Anteile sind wo vorhanden. So zB ist die Baumgrenze ja nicht ein Strich.

“Smog” zB was atmen da denn die Motoren ein? EBEN “Smog”

Was soll dann dabei rauskommen?

Linus September 24, 2015 um 15:47

Uuups – verrechnet! CO ist NICHT schwerer als Luft. Vergiss also das mit der Schwerkraft.

Kuckuck September 24, 2015 um 15:49

@peewit September 24, 2015 um 15:34
Ja stimmt, der Kapitalismus hat dazu geführt, dass die Lebenserwartung kontinuierlich steigt und daher Krebs, eine mit zunehmenden Alter immer wahrscheinlicher werdende Erkrankung, scheinbar stark zunimmt.

Du bist doch echt eine wissenschaftliche Knalltüte.

Natürlich ist der Krebs eine ein normales biologisches Phänomen, eine Alterserkrankung, wenn er bei 80+ Jahren auftritt.

Aber die Krebspatienten werden immer jünger.

Wie wäre es mit Forschungsergebnissen der Sozialmedizin statt der gezielten Fehlinformation im „Handelsblatt“?

Linus September 24, 2015 um 15:52

@holger: In der Umgebung der Baumgrenze (500 m rauf oder runter) ist die Zusammensetzung der Luft annähernd gleichförmig -> kein Einfluss. Eine Ausnahme ist dabei die Entmischung von H2O wg. Kondensation. Alle anderen Gase sind weit weg von ihrem Kondensationspunkt.

Linus September 24, 2015 um 16:00

@Kuckuck:
“Aber die Krebspatienten werden immer jünger.”
Lässt sich das in dieser Allgemeinheit sagen? (ich kenne das nur für Prostata-Krebs). Und welche Erklärungen hat man dafür?

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 16:00

Kuckuck

Ich halte ja das Frauen-Wahlrecht für den Kern des Übels. Seitdem haben vor allem Männer Entwicklungsstörungen, wie es scheint. Nur zur Information: Frauenerwerbstätigkeit gab es immer. Sie war aber im 19. und frühen 20. Jahrhundert den Frauen aus der Arbeiterschaft vorbehalten. Wer unter miserablen sozialen Bedingungen aufwachsen muss, könnte daher durchaus Entwicklungsstörungen haben.

Kuckuck September 24, 2015 um 16:01

@Linus September 24, 2015 um 15:52
In der Umgebung der Baumgrenze (500 m rauf oder runter) ist die Zusammensetzung der Luft annähernd gleichförmig -> kein Einfluss.

Nein, eindeutig falsch. Die Luft wird „dünner“.

Das Verhältnis von Stickstoff und Sauerstoff in der Luft bleibt unabhängig von der Höhe immer gleich. Der Unterschied ist lediglich der Druck, d. h. das Gewicht der Luft bzw. die absolute Anzahl an Molekülen. In der Höhe sind also weniger Sauerstoffteilchen pro Volumen in der Luft. “Ob ich auf dem Berg oder auf Meereshöhe jogge, ändert am Sauerstoffbedarf des Organismus nichts, der bleibt gleich. Entscheidend ist aber, dass in der eingeatmeten Luft auf 4500 Metern deutlich weniger Sauerstoff enthalten ist”, erklärt Prof. Hautmann, der selbst leidenschaftlicher Bergsteiger ist. “Die Folge ist, dass man schneller atmen muss (medizinisch: Hyperventilation), um dem Bedarf gerecht zu werden.” Diese akute Anpassungsreaktion führt dazu, dass mehr Sauerstoff ins Blut gelangt, aber auch, dass mehr Kohlendioxid abgeatmet wird. Das kann, als einer der Nebeneffekte dieser Anpassung, zu einer Veränderung des Säure-Basen-Haushalts des Körpers führen (s. u.). “Auch das Herz muss schneller schlagen, um das pro Minute geförderte Blutvolumen zu erhöhen und um so dem Gewebe mehr Sauerstoff zuführen zu können”, beschreibt Hautmann einen weiteren Aspekt der akuten Anpassung des Organismus an den Sauerstoffmangel in der Höhe.
http://www.alpin.de/sicher-am-berg/medizin/8398/artikel_in_grosser_hoehe__was_im_koerper_passiert.html

gelegentlich September 24, 2015 um 16:03

@peewit Eingereicht am 24.09.2015 um 15:34
Na ja, die Quelle ist zwar deutlich seriöser als
„Alles grün und gut?: Eine Bilanz des ökologischen Denkens“ von Miersch und Maxeiner, aber dennoch ziemlich oberflächlich. Da wird ein Gedanke ziemlich breitgetreten. Der so veränderte Quark ist dann nicht krebserregend, nein, aber… sobald die Fragestellung verändert wird, etwa: welche Krebsarten treten gehäuft wo auf, gibt es ein ganz anderes Bild. Dass Krebs auch eine von vielen Alterserscheinungen sein kann ist nicht so ganz bahnbrechend, oder? Und entschärft die genannten Probleme nicht. – Im Übrigen, behaupte resp. rate ich mal, ist in diesem Fall Dein Antrieb auch ein emotionaler: Dir geht die Grundhaltung von @Kuckuck zu seiner black box Kapitalismus auf den Keks. Könnte das so sein? ;-)
(Bei solch einer Publikation sollte das Erste, was man tut, sein, sich die Biographien und Lebensumstände der Autoren anzusehen. Hilft hier sehr weiter!)

Linus September 24, 2015 um 16:05

@Kuckuck:
“In der Umgebung der Baumgrenze (500 m rauf oder runter) ist die Zusammensetzung der Luft annähernd gleichförmig -> kein Einfluss.

Nein, eindeutig falsch. Die Luft wird „dünner“.”

Da liegst DU falsch! Die Zusammensetzung (= die relativen Massenanteile der Komponenten) eines Stoffes hat nichts mit seiner Dichte zu tun.

ruby September 24, 2015 um 16:07

Wer trägt den Steuerbetrug bei falschen Abgaswerten und -erhebungen?
11 Mio KFZ mal 10 Jahre x … € !!!

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:09

Linus September 24, 2015 um 15:52

warum wollt ihr mir eigentlich immer etwas darüber erzählen, was ich gelernt habe?

Altitude: In areas of high altitude, air pressure drops reducing the air density. This can create problems with generator start up if not accounted for since air is crucial for ignition in any type of generator. Another factor that gets affected is availability of ambient air to facilitate heat dissipation from the generator. A lot of heat is created during the combustion process and needs to be dissipated into the environment to reduce engine temperature. At high altitudes, due to the low air density, heat dissipation occurs at a much slower rate than it would at sea levels, resulting in high engine temperatures for a sustained period of time. The engine remains hot and overheating is a common problem in such cases.
Temperature: High temperatures are also associated with lower air density and can cause similar ignition problems due to inadequate air supply. This can burden the engine which pushes itself to deliver the power it is designed to. However, due to inadequate oxygen levels available for combustion, it fails to do so. In many such instances, the engine gets overheated and sometimes collapses altogether.
Humidity: Humidity is the measure of water content in a given volume of air. In conditions of extreme humidity, water vapor in the air displaces oxygen. Low oxygen levels impair ignition, since oxygen is the element in air that is ignited in an engine for the burning of fuel.

Wo ist das Problem?

ruby September 24, 2015 um 16:10
refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:14

Linus

—>>>Da liegst DU falsch! Die Zusammensetzung (= die relativen Massenanteile der Komponenten) eines Stoffes hat nichts mit seiner Dichte zu tun.”

Das ist mit Verlaub Quatsch… frag doch bei denen nach, die damit Probleme haben, den Turbolader Herstellern.

ruby September 24, 2015 um 16:16

“Sie fürchten, dass sie bei Fozzies Aufwärm-Witzen an Unterkühlung sterben – und zwar hoffentlich bald.”
https://www.youtube.com/watch?v=j40o9bDxeP0

ruby September 24, 2015 um 16:17
f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 16:18

Was ich nicht verstehe: VW verbaute diese Diesel in allen Konzerntöchtern. Nun gibt es die entsprechenden Motorenwerke. Jetzt rätselt man darüber, welche Motoren konkret betroffen sind:

“Wo wurde der Motor EA 189 mit der Manipulationssoftware verbaut? Der ADAC weiß es nicht, wir wissen es nicht, und auch Volkswagen arbeitet nach wie vor daran, eine Liste zu veröffentlichen. Inzwischen gibt es wenigstens einige Aussagen über Modelle, die sicher betroffen sind – wenn auch nicht alle der jeweiligen Baureihe. Es geht um Dieselmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum.”

Nun exportiert man meines Wissens weder Seats, noch Skodas in die USA. Wenn nicht alle Motoren identisch sind, müsste man ja die für den US-Markt (oder einige in Europa) entsprechend modifiziert haben. Warum ist es so schwer, das herauszufinden? Oder unterliege ich einem Denkfehler? Vielleicht kann das jemand beantworten.

ruby September 24, 2015 um 16:20
Linus September 24, 2015 um 16:21

@holger:
“Das ist mit Verlaub Quatsch… ”
Nein, das ist unter den betrachteten atmosphärischen Bedingungen kein Quatsch (mit Ausnahme des Wassergehalts)!
Es stimmt zwar, wie Kuckuck sagt, dass das Pflanzenwachstum auch von der Luftdichte abhängt. Aber diese hängt wovon ab? Von der Lufttemperatur. Also!

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:26

luebberding

—>>>Nun exportiert man meines Wissens weder Seats, noch Skodas in die USA. Wenn nicht alle Motoren identisch sind, müsste man ja die für den US-Markt (oder einige in Europa) entsprechend modifiziert haben. Warum ist es so schwer, das herauszufinden? Oder unterliege ich einem Denkfehler? Vielleicht kann das jemand beantworten.”

:D Nun ja, weil SAP oder ein anders System in der DIN ISO 9001 so seine Zeit braucht.

:D Normalerweise müsste man jeden Motor identifizieren können, wann er gebaut wurden ist, und welche Teile dafür verwendet worden sind. Auf die Produktionsminute genau.

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 16:30

Holger

Oder die haben bei VW noch Karteikästen … .

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:32

Linus September 24, 2015 um 16:21

—>>> Von der Lufttemperatur. Also!”

Sorry, das ist konsequent falsch gedacht. Warum? Von was ist die Temperatur der Luft abhängig? Ganz alleine von der Rückstrahlung der Erde. Dass dann noch die Luftfeuchte dazu kommt und der Sauerstoffanteil, sollte klar werden.

Frag da aber besser einen Meteorologen. Der kann dir das im Detail erklären. Oder auch nicht.

Kuckuck September 24, 2015 um 16:33

@Linus September 24, 2015 um 16:05
Da liegst DU falsch! Die Zusammensetzung (= die relativen Massenanteile der Komponenten) eines Stoffes hat nichts mit seiner Dichte zu tun.

Du hältst Dich in dieser Frage für kompetenter als Prof. Hubert Hautmann, Leiter der Pneumologie am Klinikum Rechts der Isar in München?

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:35

f.luebberding

—>>>Oder die haben bei VW noch Karteikästen … .”

LACH :D … oder Karteileichen? ;)

Linus September 24, 2015 um 16:39

@fl:
“Wenn nicht alle Motoren identisch sind, müsste man ja die für den US-Markt (oder einige in Europa) entsprechend modifiziert haben.”

Es gibt den Motor, die HW. Der hat eine Seriennummer. Daran lässt sich die mechanische Bauform ablesen.
Dann gibt es die Motorsteuerung, die SW. Die hat eine Kennung mit Versionsnummer. Die ist in erster Näherung für alle Motoren eines Typs gleich.
Dann gibt es das Customizing, also die Features, die in der SW aktiviert sind. Auch dafür gibt es eine Kennung. Das können aber sehr viele verschiedene sein. Denn für jede Kombination von aktivierten Features gibt es eine eigene Kennung.
Jetzt hast du also einige zigtausend Customizing-Kennungen. Und nun musst du raufinden, bei welchen dieser Kennungen ein bestimmtes Feature eingeschaltet ist. Das wird schnell unübersichtlich. Sollte aber im Zeitalter der Datenbanken kein Problem sein.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:41

f.luebberding

die konnten da einen “Passat” (US-Modell) für 14.000 Euro oder damals 20.000 USD anbieten…

Guckstdu mal bitte auf hiesige Preise ;) Und guckst Du mal auf Wechselkurs bitte.

:D

ruby September 24, 2015 um 16:41
refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:45

f.luebberding

dann guckst du bitte auf Weltfinanzkrise, dann guckst du mal bitte auf Herstellungsdatum Motor nicht gesamt Auto…

:D Wenn Motor produziert, dann in rauen Mengen auf Deibel kommstu verflixt noch mal raus… Fertigungsstraße “KVP²” KVP² ist übrigens interner Level bei uns Uwe VW. :D

QuestionMark September 24, 2015 um 16:47

@f.luebberding September 24, 2015 um 16:18
Nein, die verwenden keine Karteikästchen. Alle Informationen zu den verbauten Teilen befinden sich in einer Datenbank. Als “primary key” für den Zugriff auf die verbauten Teile wird die Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) verwendet. Darüber sind sämtliche verbauten Komponenten (inkl. der Sonderausstattungen) abrufbar. Jeder Händler weiß das. Vor Ort kommen die Vertragswerkstätten beispielsweise mittels des ETKA an die Informationen zu den verbauten VW- bzw. Audi-Teilen.
Hier eine Internetvariante: http://www.partscats.info/

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 16:48

Erklärung zu KVP Abkürzung für

Kontinuierlicher Verbesserung Prozess…

Einzug gehalten unter Ignazio Lopez dem Großen, erweitert dann zum KSP² Quadrat… LOL

Linus September 24, 2015 um 16:51

@holger:
“Von was ist die Temperatur der Luft abhängig? ”
Das war doch gar nicht die Frage. Die Frage war, wovon die Luftdichte abhängig ist:

p*V = n*R*T
mit V = Volumen, p = Druck, n = Anzahl Mol, R = Konstante, T = Temperatur.

mit Dichte = n/V gilt: Dichte = p/T * Konstante

Der Druck ist durch die Höhe über NN so gut wie fix vorgegeben. Also hängt die Dichte nur mehr von der Temperatur ab. Es ist völlig unerheblich, wie du diese Temperatur erzeugst.

@Kuckuck:
“Du hältst Dich in dieser Frage für kompetenter als Prof. Hubert Hautmann”
Ich halte mich in dieser Frage für kompetenter als dich! Kauf dir ein Physikbuch, dann verstehst du auch Prof. Hautmann.

peewit September 24, 2015 um 16:57

@Kuckuck

Ich weiß, die statistische Ausbildung von Medizinern/Psychologen ist eine Katastrophe. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie mit euch Schlitten fährt.

Ich habe jetzt leider keine Zeit, aber ich werde noch zur Krebsthematik schreiben.

ruby September 24, 2015 um 16:58

liebe bloggemeinde,
sollen die metaprolls der lalaismusjournallje mal wieder die stichworte und lösungen servieren, damit der herdentriebler weiter systematisieren tuen kann?

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 17:00

Linus

—>>>Der Druck ist durch die Höhe über NN so gut wie fix vorgegeben. Also hängt die Dichte nur mehr von der Temperatur ab. Es ist völlig unerheblich, wie du diese Temperatur erzeugst.”

Ich erzeuge aber nicht die Umgebungstemp. Ich beschreibe nur die Auswirkungen auf den Verbrennungsprozess in einem Diesel Motor.

Die Formel die Du da anführst, ist nur eine Konstante (Statisch/ Labor) und eben keine Flexibel (Dynamisch/Real)

Natürlich hängt das auch von der Temp. ab.

Das lernt man in der Pneumatik Kompressor Technik erstes Lehrjahr.

OK noch eine Info ruf bei BOGE Kompressoren an, die werden dir das auch erklären können.

ruby September 24, 2015 um 17:00

ob de den mw nach usa ausliefert?

topi September 24, 2015 um 17:03

OT

Die Loveparade wurde ja nach einigen Toten eingestellt; die Saudies sind da offenbar schmerzärmer.

Linus September 24, 2015 um 17:03

@holger: Auf ein Letztes hierzu! Die Rede war von der Baumgrenze, nicht von Dieselmotoren.

ruby September 24, 2015 um 17:05

was kann staat mit den nacherhobenen korrekten steuerzahlungen so alles finanzieren?

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 17:05

Linus September 24, 2015 um 17:03
@holger: Auf ein Letztes hierzu! Die Rede war von der Baumgrenze, nicht von Dieselmotoren.”

Aha… warum findet man wohl kein Erdöl überhalb der Baumgrenze?

Diese Energiedichte?

Kuckuck September 24, 2015 um 17:06

Sorry, falsche Formatierung. Post zuvor bitte löschen

@f.luebberding September 24, 2015 um 16:00
Nur zur Information: Frauenerwerbstätigkeit gab es immer. Sie war aber im 19. und frühen 20. Jahrhundert den Frauen aus der Arbeiterschaft vorbehalten. Wer unter miserablen sozialen Bedingungen aufwachsen muss, könnte daher durchaus Entwicklungsstörungen haben.

„Könnte“?

Da empfehle ich als Lektüre von Marx Kapital Bd. I,
MEW 23, 4416 ff
„Aneignung zuschüssiger Arbeitskräfte durch das Kapital.
Weiber- und Kinderarbeit“
http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_391.htm#Kap_13_3_a

daraus:
Der Wert der Arbeitskraft war bestimmt nicht nur durch die zur Erhaltung des individuellen erwachsnen Arbeiters, sondern durch die zur Erhaltung der Arbeiterfamilie nötige Arbeitszeit. Indem die Maschinerie alle Glieder der Arbeiterfamilie auf den Arbeitsmarkt wirft, verteilt sie den Wert der Arbeitskraft des Mannes über seine ganze Familie. Sie entwertet daher seine Arbeitskraft. Der Ankauf der in 4 Arbeitskräfte z.B. parzellierten Familie kostet vielleicht mehr als früher der Ankauf der Arbeitskraft des Familienhaupts, aber dafür treten 4 Arbeitstage an die Stelle von einem, und ihr Preis fällt im Verhältnis zum Überschuß der Mehrarbeit der vier über die Mehrarbeit des einen. Vier müssen nun nicht nur Arbeit, sondern Mehrarbeit für das Kapital liefern, damit eine Familie lebe. So erweitert die Maschinerie von vornherein mit dem menschlichen Exploitationsmaterial, dem eigensten Ausbeutungsfeld des Kapitals (121), zugleich den Exploitationsgrad.

Mütterarbeit erhöht den Grad der Ausbeutung.

Bereits früher wurde der physische Verderb der Kinder und jungen Personen angedeutet, wie der Arbeiterweiber, welche die Maschinerie erst direkt in den auf ihrer Grundlage aufschießenden Fabriken und dann indirekt in allen übrigen Industriezweigen der Exploitation des Kapitals unterwirft. Hier verweilen wir daher nur bei einem Punkt, der ungeheuren Sterblichkeit von Arbeiterkindern in ihren ersten Lebensjahren. In England gibt es 16 Registrationsdistrikte, wo im jährlichen Durchschnitt auf 100.000 lebende Kinder unter einem Jahr nur 9.085 Todesfälle (in einem Distrikt nur 7.047) kommen, in 24 Distrikten über 10.000, aber unter 11.000, in 39 Distrikten über 11.000, aber unter 12.000, in 48 Distrikten über 12.000, aber unter 13.000, in 22 Distrikten über 20.000, in 25 Distrikten über 21.000, in 17 über 22.000, in 11 über 23.000, in Hoo, Wolverhampton, Ashton-under-Lyne und Preston über 24.000, in Nottingham, Stockport und Bradford über 25.000, in Wisbeach 26.001 und in Manchester 26.125.(127) Wie eine offizielle ärztliche Untersuchung im Jahre 1861 nachwies, sind, von Lokalumständen abgesehn, die hohen Sterblichkeitsraten vorzugsweise der außerhäuslichen Beschäftigung der Mütter geschuldet und der daher entspringenden Vernachlässigung und Mißhandlung der Kinder, u.a. unpassender Nahrung, Mangel an Nahrung, Fütterung mit Opiaten usw., dazu die unnatürliche Entfremdung der Mütter gegen ihre Kinder, im Gefolge davon absichtliche Aushungerung und Vergiftung.(128) In solchen Agrikulturdistrikten, “wo ein Minimum weiblicher Beschäftigung existiert, ist dagegen die Sterblichkeitsrate am niedrigsten”(129).

Da wird die Lohnarbeit der Mütter empirisch als Ursache der hohen Kindersterblichkeit belegt.

“Meine Kenntnis der von ihr erzeugten Übel”, sagt Dr. Simon, der ärzliche Beamte des englischen Privy-Council und Redakteur en chef der Berichte über “Public Health”, “muß den tiefen Abscheu entschuldigen, womit ich jede umfassende industrielle Beschäftigung erwachsner Weiber betrachte.”(134) “Es wird”, ruft Fabrikinspektor R. Baker in einem offiziellen Bericht aus, “es wird in der Tat ein Glück für die Manufakturdistrikte Englands sein, wenn jeder verheirateten Frau, die Familie hat, verboten wird, in irgendeiner Fabrik zu arbeiten.”(135)
Die aus der kapitalistischen Exploitation der Weiber- und Kinderarbeit entspringende moralische Verkümmrung ist von F. Engels in seiner “Lage der arbeitenden Klasse Englands” und von andren Schriftstellern so erschöpfend dargestellt worden, daß ich hier nur daran erinnere. Die intellektuelle Verödung aber, künstlich produziert durch die Verwandlung un- reifer Menschen in bloße Maschinen zur Fabrikation von Mehrwert und sehr zu unterscheiden von jener naturwüchsigen Unwissenheit, welche den Geist in Brache legt ohne Verderb seiner Entwicklungsfähigkeit, seiner natürlichen Fruchtbarkeit selbst …

Die Forschungsergebnisse von R. Spitz sind z.B. nachzulesen in Alexander Mitscherlich et al. (Hg.): Der Kranke in der modernen Gesellschaft (1967)

Deine Aussage: „Frauenerwerbstätigkeit gab es immer.“ ist in dieser Allgemeinheit falsch. Zu Zeiten der vorkapitalistischen Subsistenzwirtschaft war sie äußerst selten.
Die außerhäusliche Lohnarbeit von Müttern ist historisch ein Phänomen des Kapitalismus.

Und findet sich später auch in der nachholenden Modernisierung in den rückständigen „realsozialistischen“ Gesellschaften.

Dass Mütterarbeit heute als normal angesehen wird, hängt damit zusammen, dass – wie bereits von Marx analysiert – Mütterarbeit den Grad der Ausbeutung erhöht.

Bezogen auf die Familie haben wir heute eine Verdopplung der Wochenarbeitszeit im Vergleich zur Mittelschichtsfamilie, wie ich sie als Kind erlebt habe.

Ich habe nichts gegen die Berufstätigkeit von Müttern. Aber heute sollten aufgrund des Standes des wiss.-technischen Fortschritts maximal 20 Std. Erwerbsarbeit pro Woche und Familie völlig ausreichend sein. Nur das reaktionäre kapitalistische System verhindert dies.

topi September 24, 2015 um 17:07

Ich bezweifle stark, dass heutige Helikoptermütter ihren Kindern besser tun, wenn sie ihren Job aufgeben; c.p.

Die Aussage, dass die konkret erlebbaren Arbeitsbedingungen enorme Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und natürlich auch der Kinder haben, ist natürlich trotzdem richtig.

ruby September 24, 2015 um 17:10

ist ein echt guter promoschachzug, um das elektroauto zu pushen …
wer spät …
generation landslide
https://www.youtube.com/watch?v=NWROqb20gsc

carlos manoso September 24, 2015 um 17:11

Morph September 24, 2015 um 11:40
„Ich finde, dass man nicht so tun sollte, als wäre der VW-Skandal ein unwahrscheinlicher Einzelfall, der mit besonderen, persönlich bedingten Managementfehlern erklärt werden müsste, “

Morph, in gewissen Papieren problematisiert z.B. Mercedes Benz intern die (technischen) Probleme von „Global Working“: Die sich immer schneller weiterentwickelnde Kommunikationstechnologie reduziere immer schneller den Zeitaufwand z.B. für persönliche Kommunikationen.

Heute gehören „Web-Konferenzen“ über Kontinente hinweg in „transnationalem Unternehmen“ zum normalen Arbeitsalltag des Managements.
Beispielsweise kann ein Mitarbeiter auf einer gewissen Ebene einen Projektstand in einem virtuellen „Projektteamraum“ abrufen. Der „Projektraum“ basiert auf einem gesicherten Extranet, auf das alle Teammitglieder und auch der Kunde zugreifen können.

Es läßt sich wohl kaum noch leugnen: Zusammen mit der Betriebswirtschaft löst dich auch die
„Nationalökonomie“ auf.

Damit entwickelt sich eine völlig neue Konstellation: Der Staat, der seinem Wesen nach immer nur ein Nationalstaat sein kann (in welcher Größenordnung und Zusammensetzung auch immer), sitzt nicht mehr auf einer kohärenten Nationalökonomie aks deren zusammenfassende Instanz auf., sondern er sieht sich unvermittelt einer transnational zerstreuten Betriebswirtschaft gegenüber. Die frühere Ebene des „inter-nationalen Weltmarkts“ hat sich in einen direkten betriebswirtschaftlichen Funktionsraum verwandelt.

Der Staat erscheint im Vergleich zu seiner früheren Funktion gewissermaßen ökonomisch entleert, ist zu einer schlaffen und sozialökonomisch in sich zusammensackenden politischen Hülle geworden. Wie von Karl Marx vor 150 Jahren logisch vorausgesagt, ist der prozessierende Widerspruch heute endlich praktisch reif geworden. Beide Seiten der kapitalistisxhen Reproduktion, Betriebswirtschaft (Ökonomie) einerseits und Staat (Politik) andererseits stehen sich nun gespenstisch entleert und äußerlich gegenüber.

QuestionMark September 24, 2015 um 17:11

In der ARD gibt es heute eine propagandistische Großveranstaltung. Der Reichspropagandaminister höchstpersönlich gibt uns die Ehre:

Fluchtziel Deutschland
ARD 24.09. 20:15 – 21:45
Schaffen wir den Kraftakt?
Moderator: Sigmund Gottlieb

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 17:11

Linus

warum verbrauchen Diesel Motoren gleich welcher Bauart in der Höhe mehr, als Unten? Derating?

Warum findet das wohl alles so statt, wenn es nur auf die Temp. ankommt?

Warum fliegt ein Flugzeug (Strahltriebwerk) nur in bestimmten Höhen gerne? (Materialermüdung) wegen Dichte?

und und und

Linus September 24, 2015 um 17:13

@Holger:
“Aha… warum findet man wohl kein Erdöl überhalb der Baumgrenze?”
Irrtum! Man findet Ölschiefer auch in 4000m Höhe. Also nächste Station der Schnitzeljagd könnte man jetzt fragen, welcher Depp die dorthin getragen hat :-D

Morph September 24, 2015 um 17:15

@JHM September 24, 2015 um 12:18

“grüner schleimiger Ausschlag an den Fußsohlen”

Du Armer, das klingt ja gräßlich! ;-)

Aber ich will Dich nicht weiter stören. Ist echt ein super thread hier! Mit tollen Beiträgen!

Hältst Du Dich eigentlich für kompetenter als Prof. Hubert Hautmann, Leiter der Pneumologie am Klinikum Rechts der Isar in München?

Nein?

Ich mich auch nicht.

Siehst Du: Haben wir doch was gemeinsam! ;-)

Hobbyabgehobene Grüße

(‘hobbyabgehoben’ ist echt gut, das muss ich mir merken!)

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 17:26

Linus

—>>>Irrtum! Man findet Ölschiefer auch in 4000m Höhe. Also nächste Station der Schnitzeljagd könnte man jetzt fragen, welcher Depp die dorthin getragen hat :-D”

Die Mayas ;D

Bloodrain September 24, 2015 um 17:39

@ QuestionMark

Danke für den TV-Tipp. Hatte noch nichts vor. Werd ich mir ansehen.

Ps.: was ist das umweltfreundlichste Auto? Ein Fahrrad.

ruby September 24, 2015 um 17:42

@ morph

wer wird sich von transnationalen multies linken lassen ?

https://www.youtube.com/watch?v=3z4qrzm0j8g

Doktor D September 24, 2015 um 17:52

Jörg Dietrich, der sich mit Software-Entwicklung ein bisschen auskennt, schreibt zu #VWGate – und geht auch davon aus, dass das eigentlich so ziemlich jeder in verantwortlichen Positionen gewusst haben muss.
http://indal.de/2015/09/24/ein-blick-auf-dieselgate-aus-sicht-eines-softwareentwicklers/

Doktor D September 24, 2015 um 17:53

Der Mann heißt natürlich Jörg Friedrich (auf Twitter @JoergFr)

peewit September 24, 2015 um 18:04

@Kuckuck

Nur ganz kurz für dich. Betrachte die Tabelle hier. Wie passt die zu deiner Aussage, dass Krebspatienten immer jünger würden. Jedenfalls für Frauen in Deutschland in den letzten 40 Jahre scheint das nicht zuzutreffen, oder?

Hast du andere Daten? Wenn ja, würde ich die gerne kennenlernen. Ich möchte ja objektiv sein.

echte high performer September 24, 2015 um 18:15

der nachfolger von winterkorn ist der selbe typ, der vor einer woche, autonom fahrende autos , als bloßen hype bezeichnete. na, da holen die sich wirkliche kompetenz ins haus.

spiegel.de/auto/aktuell/porsche-chef-matthias-mueller-bezeichnet-autonomes-fahren-als-hype-a-1052688.html

vw-korruptionsaffäre (2005), bespitzelungsaffäre der deutschen telekom (2008), siemens-schmiergeld-skandal (2008), daimler-bestechungsskandal (2010),… hat sich etwas in der zwischenzeit geändert? money makes the world go round. darum geht es. verantwortung, empathie, vertrauen und weise vorausschau, ist etwas für gute menschen. davon gibt es aber weniger. mit den folgen darf sich das kaufschaf herumärgern.

https://www.youtube.com/watch?t=1&v=iewXmGxknNk

@ JHM

,,Ja bitte, wenn man mich so fragt, dann sag ich mal was dazu:

Daß mir das pseudoelitär-hobbyabgehoben-dummaffektierte blöde Geseiere, dieser sprachgichtige Zustand unerträglicher Selbstunterhaltung von diesem @Morph wie grüner schleimiger Ausschlag an den Fußsohlen auf die Ketten geht, das meine ich dazu! ”

tröt tröt tröt tröt. ich frage mich, ob du wohl starke schmerzen hast?

gelegentlich September 24, 2015 um 18:30

@echte high performer Eingereicht am 24.09.2015 um 18:15

„tröt tröt tröt tröt. ich frage mich, ob du wohl starke schmerzen hast?“

So drücken sich in der Tat High Performer nur dann aus wenn sie echt sind. Danke für die Bereicherung! Im Netz habe ich mal gelesen: „Niveau ist keine Hautcreme“.

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 18:32

Doktor D

Guter Hinweis.

ruby September 24, 2015 um 18:37

was macht eigentlich klima in argentinien?
http://www.news.at/a/karrieresprung-ex-bundeskanzler-klima-vw-chef-suedamerika-154200
http://www.boerse-express.com/cat/pages/1285864/fullstory
“Er lebt mit seiner dritten Frau und drei Kindern rund eine Stunde von Buenos Aires entfernt, wo er eine Farm mit 240 Hektar Grund und 200 Rindern besitzt.”

dlf hintergrund zu vw

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 18:42

Nun muss ich ja echt mal Danke sagen, dass ich ein Arbeitsmarkt Refugee werden durfte, dank der Agenda 2010 (Leiharbeiter mit Meister-Brief und Werksausweis)

Stationen Daimler VW AEG und den Türenbauer für ÖPNV (ICE Türen) BOGE (Einführung SAP R3) . Da lernt man echt Sachen kennen, die vielen verborgen bleiben.

Man muss eigentlich, und da gebe ich Morph ja mal recht nur Beobachten können…

Ist schon interessant.

wowy September 24, 2015 um 18:49

@Bogus
@fl wird unsere Frage wohl nicht mehr beantworten. Ist zu konkret.
#TTIP

f.luebberding f.luebberding September 24, 2015 um 18:52

Wowy

Alles zu seiner Zeit.

QuestionMark September 24, 2015 um 18:52

@wowy September 24, 2015 um 18:49
Wahrscheinlich kommuniziert er nur noch mit “auserwählten Schöngeistern”.

g.w. September 24, 2015 um 18:55

ich empfinde morphs Kommentare in diesem thread als durchaus informativ und sachlich.

Dass so eine Farce wie diese geschummelten Abgasmessungen so eine Krise erzeugen, zeigt mal wieder, wie absurd unser ganzes Wirtschaftssystem schon lange ist. Darüber sollte die Öffentlichkeit nachdenken.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 18:55

wowy September 24, 2015 um 18:49
@Bogus
@fl wird unsere Frage wohl nicht mehr beantworten. Ist zu konkret.
#TTIP ”

Habe mit Verlaub ich euch schon damals beantwortet… nicht, dass sich das mal wieder dritte auf die Fahne hängen…

Nur zur Erinnerung… es ging um Normung, und das sich der US Markt gegen DIN ISO Germany wehren wird.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 19:02

Damals ihr Dussels, habe ich nämlich gefragt, was das auf den US-Markt für Auswirkungen hat!!!!

Hat aber auch mal wieder keiner der Kuhmänner hier verstanden. Im Gegenteil. Wurde ja auch Lächerlich gemacht…

Und jetzt zu Fragen, was TTIP bedeutet, zeugt nur von Unterfunktionalität.

ruby September 24, 2015 um 19:06

Ihr wollt Lösungen?
http://www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de/de/modelle/california.html
Perfektion pur.
Jedem Flüchtling sein California…

ruby September 24, 2015 um 19:15

lass stecken holger – erst wenn die elite richtig in der grütze ist, wird sie sich der realität nähern bis es wieder geschmierter läuft …
http://blog.gafu.de/?p=388

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 19:20

ruby September 24, 2015 um 19:15
lass stecken holger”

Kann ich nicht… mir geht die Verblödung echt auf den Sack… mein Schicksal und Schwachstelle eben.

Mir sind echt gewisse Dinge einfach zu blöd.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 19:21

Viel bedenklicher als diese Softwaregeschichte (wer selbst schon einmal programmiert hat, kann sich in etwa vorstellen, wie das abgelaufen ist, am Ende sind alle froh, dass das Ding einigermaßen läuft) finde ich diese aufgeregte Berichterstattung über die Personalrochaden. Als ob noch irgendjemand einen Konzern mit 300.000 Mitarbeitern planend steuern kann. Aber dem Volk wird suggeriert, da müsse nur der richtige Mann (in der Autobranche noch manniger als sonst so) ran und dann wuppen wir das schon. Warum haben die nicht die Merkel gefragt? Es geht immerhin um Volkes Wagen.

QuestionMark September 24, 2015 um 19:27

@H.K.Hammersen September 24, 2015 um 19:21
Ich finde wesentlich bedenklicher, dass hier mehre Führungskräfte bei der VAG wegen solch einer Petitesse zurücktreten müssen während gleichzeitig das Murksel immer noch im Amt ist. Im Vergleich zur letzten Murksel-Aktion ist die VW-Nummer echt eine vernachlässigbare Angelegenheit.

Bogus September 24, 2015 um 19:30

Zu BMW noch was gefunden, das meine Frage von heute morgen beantwortet (ob die ihre 2-stufige Abgasnchbehandlung vom X5 auch bei kleineren Modellen haben):
Nein. Schon der X3 hat die nicht.

“Entwickler wie Christian Bock können wahrscheinlich stundenlang über ein Alu-Kurbelgehäuse mit thermisch gefügten Buchsen und integrierter Anordnung der Ausgleichswellen fachsimpeln. Sie erläutern den Nutzen der Einspritzdrücke von bis zu 2000 bar (die ersten Common-Rail-Diesel mussten noch mit 1350 bar auskommen) oder wälzgelagerter Turbolader, die noch schneller ansprechen. Und sie erwähnen, dass selbst ein massiges Auto wie der X3 die Euro-6-Norm ohne teuren SCR-Speicherkatalysator mit Harnstoff-Einspritzung erfüllt.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-x3-modellpflege-fuer-den-suv-und-ein-komplett-neuer-dieselmotor-a-964697.html

Tja, nicht alles was ein Entwickler “erwähnt” ist auch wahr… Bogus weiß, wovon er redet, hihi.

Bogus September 24, 2015 um 19:31

Nächste Frage: Ist BMW mit dem X3 auf dem US-Markt…?

QuestionMark September 24, 2015 um 19:35

Wir könnten eventuell auch mal eine qualifizierte Diskussion über die Mobilität generell führen. Anstatt uns mit solchen Abgastests (die ohnehin größtenteils Augenwischerei sind) zu beschäftigen.

Man könnte mit folgender Frage beginnen: Wie sinnvoll ist es Energie aufzuwenden um einen Menschen (Gewicht 75kg) von A nach B zu transportieren indem man einen Haufen Blech (Gewicht 1400kg) durch die Gegend fährt. Der Anteil der kinetischen Energie (für den Transport der Person) liegt bei etwa 5%. Der Rest geht in die Blechkiste und ist damit einfach “verballert”.

Bogus September 24, 2015 um 19:37

QM
“Anstatt uns mit solchen Abgastests (die ohnehin größtenteils Augenwischerei sind) zu beschäftigen.”

Ach was, das ist gerade spannend.
“Nächste Frage: Ist BMW mit dem X3 auf dem US-Markt…?”
Er ist:
http://www.bmwusa.com/bmw/Xmodels

Oh-oh, da hat der Christian aber einen Bock geschossen… na, die Aktie ist eh schon abgstürzt…

Jetzt bin ich auf Mercedes gespannt. Wette, die machen das bei den kleineren Modellen auch nicht anders.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 19:42

?

—>>>Man könnte mit folgender Frage beginnen: Wie sinnvoll ist es Energie aufzuwenden um einen Menschen (Gewicht 75kg) von A nach B zu transportieren indem man einen Haufen Blech (Gewicht 1400kg) durch die Gegend fährt.”

Falsche Ansetzung… Interessant, aber vollkommen Falsche Frage und Ansatz…

Frag dich mal lieber, was du am Tag zu dir nimmst, Input, an kcal, und was dein Output ist!!

Quelle egal.

Welchen Harnstoff Kat hast Du am Arschloch installiert?

g.w. September 24, 2015 um 19:56

@QM “Der Anteil der kinetischen Energie (für den Transport der Person) liegt bei etwa 5%. Der Rest geht in die Blechkiste und ist damit einfach “verballert”.

es gibt ja den smart, der braucht nur drei Liter
mein mofa braucht sechs Liter (XJ900)
und mit blablacar kann man für neun oder zehn euro von köln bis nach münster mitfahren…multipliziert die 5%. Ich frag mich, wie die Veranstaltung sich finanziert, ohne Werbung und Gebühren??

aber Engergieeffizienz scheint für die meisten kein Kaufkriterium zu sein…

QuestionMark September 24, 2015 um 19:59

@refugee TM 2015 September 24, 2015 um 19:42
Effizienzbetrachtungen werden nun mal angestellt. Und sie schärfen den Blick. Und die Technik die wir hier betrachten ist nun mal (vom Ansatz her) in der Regel nicht effizient. Das heißt: Die komplette Konzeption ist energietechnisch betrachtet daneben.
Das Argument war: Man braucht sich nicht über Optimierungsdetails bei der Abgasreduktion zu unterhalten wenn die verursachende Energieverschwendung nicht angegangen wird. Und bei den Ursachen könnte man noch viel tiefer buddeln. Aber ich will die Leute hier nicht mit Systemfragen langweilen.

QuestionMark September 24, 2015 um 20:03

@g.w. September 24, 2015 um 19:56

[...] blablacar [...]

Willkommen im Club. Bin auch schon dabei!

Kuckuck September 24, 2015 um 20:30

@peewit September 24, 2015 um 18:04
Wie passt die [Tabelle] zu deiner Aussage, dass Krebspatienten immer jünger würden. Jedenfalls für Frauen in Deutschland in den letzten 40 Jahre scheint das nicht zuzutreffen, oder?

Die Altersmortalität ist da nicht sehr aussagekräftig.

Viel wichtiger ist die Krebsaltersinzidenz.

Wobei immer die Manifestationszeit zwischen genetischer Schädigung und Krebsdiagnose berücksichtigt werden muss, wenn man gesellschaftliche und Umwelteinflüsse identifizieren will.

Zudem muss man nach den einzelnen Krebsarten und ihren Risikofaktoren/Ursachen sowie sozialer Schicht differenzieren und international vergleichen.

Die Tabelle im Handelsblatt „So viele von je 10.000 deutschen Frauen verschiedener Altersklassen sind an Krebs gestorben“ ist falsch, denn es sind die Zahlen für die Mortalität pro 100.000. Beim Artikel scheinen keine Fachleute am Werk gewesen zu sein.

Das Interesse für den Zusammenhang zwischen Krankheit und Gesellschaft scheint hier im Blog nicht sehr ausgeprägt zu sein.

Vermutlich nehmen die meisten ihre Krankheit bzw. die von Familienangehörigen und Freunden als individuelles Schicksalsgeschehen wahr.

Goodnight September 24, 2015 um 20:35

Die Personalrochade ist notwendig im Sinne des Aktienkurs.
Chefs werden in der Regel dafür bezahlt, dass sie Verantwortung übernehmen, d.h. richtige Entscheidungen treffen und für falsche Entscheidungen getroffen werden. Die Organisation kann sich mittels dieser Positionen immer wieder reinigen, von Fehlern und Problemen befreien. Man liquidiert einzelne Schuldige und die Gesamtheit ist von ihrer Schuld befreit, ist das gleiche Prinzip wie im Mittelalter die Hinrichtung auf dem Marktplatz.
Der Witz dabei ist natürlich die Dualität der erfolgten Entscheidungen: Die einzelnen Vorstände erklären sich als unschuldig und zugleich werden sie von den Göttern (Eigentümern) gerichtet, und damit ihre Schuld eingestanden. Nur das letztere Kommunikation den Aktienmärkten gilt und erstere den Gerichten. Denn man will den Aktienkurs retten und sich zugleich vor Schadensersatzansprüchen schützen.
D.h.: Keiner ist schuld sowie alle schuldig sind.

Und das funktioniert weil es toleriert wird, weil ja keiner wirklich die Kuh schlachten will, die man noch melken kann. Die Eigentümer und Aktionäre brauchen den Gewinn und die Ausschüttung, die USA und die VW-Fahrer all die Mrd. Dollar an Strafzahlungen bzw. Entschädigungen, die Vorstände und Mitarbeiter ihre Bezüge und Löhne, Niedersachsen sein Vorzeigeunternehmen, die Gewerkschaft ihre Vorzeigemacht, die Zulieferer ihre Mutter, die Deutschen ihren Golf, die Presse ihre Schlagzeilen….
Stellen wir uns mal vor, es zieht bei VW jetzt einer mal einfach den Stecker. Was dann? Millionen Arbeitslose auf eine Schlag, Macht und Geld vernichtet, etc.

Stattdessen werden einfach einige Personen in den Ruhestand geschoben. Man sichert noch ab, dass die nicht persönlich belangt werden können, ernennt ganz schnell Ersatz, der dann ganz schnell ein Turbo-Effizienzprogramm erklärt, während zugleich totale Aufklärung an allen Fronten und totale maximale Untersuchung aller Tatbestände und totale Transparenz total erklärt wird. Und bei Nachfragen dann die totale Komplexität der total komplizierten und total durchorganisierten und globalisierten und technologiesierten und überhaupt absoluten Entscheidungsstrukturen und Motortypen und sowieso hingewiesen wird. Man braucht dann natürlich etwas Zeit, um da zu finden was und warum und wer und wie und überhaupt: Weltunternehmen halt, ist ein Wahnsinn. Kann man nicht erklären.
Und dann wird man wohl viele Jahre brauchen um aufzuklären wer man was und wie und so. Und wenn die ganzen Sammelkläger so lange warten wollen: schön für VW. Wenn nicht, dann muss man sich wohl auf eine etwas niedrigere Summe einigen, Zeit ist eben Geld: Schön für VW.
Und alle sind froh, und unterstützen dass, denn wenn jetzt mal richtig nachgeschaut wird und man dann doch auf die Idee käme wirklich bei allen Fahrzeugen aller Hersteller mal genau zu messen…..dann Gute Nacht. Und Gute Nacht will keiner. Auch nicht die CIA, Mossad und Bilderberger.
Übrigens bei Mercedes schrauben die gerade Überstunden in dunklen Kellern um das Smart Bremswegverschiebungsproblem noch schnell vor dem Ende des VW-Abgasskandal zu lösen. Man will ja keine US-Sammelklagen wie der Konkurrent, und Presse und Personalrochaden.

ruby September 24, 2015 um 20:44

@ mp
wie sieht das konzept für elektrischen güterkraftverkehr in vernetzung mit bahn und schiff aus ?
europa ist doch eine (staaten-) gemeinschaft !
stattdessen labern lobbyisten über selbsterklärte grenzwerte …
und die bk fliegt zur weltgemeinschaft nach ny
töten in syrien geht weiter opfer zählen bleibt eingestellt
waffen werden weiter geliefert
670 € pro nase im monat all inclusive

Goodnight September 24, 2015 um 20:44

Ein feuchter Traum wird wahr: Die deutschen Volksparteien werfen sich wie Lemminge über die Klippe. Mehr davon…es ist nur noch eine Frage von Tagen bis die BILD den Schalter umwirft und all die “Wir helfen” Vorzeige-Gutmenschen-Gabriel den Massen zum Fraß vorwirft….Fahrstuhl abwärts für Sigmar!
Die machen ja immer wieder geschickt im Springer-Verlag: Die Bild feiert die Helfer, die Welt die Bedenkenträger. Und wenn sich dann eine Mehrheit herauskristallisiert hat oder die Meinung umschwenkt, dann ist Springer immer auf der richtigen Seite, weil sie schon immer auf einer der beiden Seiten war. Easy as f.cuk.

Egal, hier, zum Genießen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article146825325/Fuer-Fluechtlinge-gekuendigt-Das-war-wie-ein-Tritt.html

Linus September 24, 2015 um 20:44

@Goodnight:

Mist! Gerade wollte ich in die Runde fragen, ob das nun richtig war, dass der Winterkorn zurückgetreten ist/wurde. Und zwar in folgender Reihenfolge:
- erst die Techniker
- dann das Management
- dann erst die Moralisten

Ich tu’s trotzdem, also:
War es richtig war, dass Winterkorn zurückgetreten ist/wurde?

Goodnight September 24, 2015 um 20:51

Wieso muss ich bei dieser Meldung (Welt)

“Tosender Beifall, als Merkel de Maizière dankt Im Bundestag ließ es sich die Kanzlerin nicht nehmen, die Arbeit von Thomas de Maizière in der Flüchtlingskrise zu loben. Mit der Reaktion im Plenarsaal hätte sie selbst wohl am wenigsten gerechnet.”

and diese Film-Szene denken. (man beachte das Ende!)

https://www.youtube.com/watch?v=zDbV2-tZgbg

ruby September 24, 2015 um 20:58

“wir schaffen das schon noch”
https://www.youtube.com/watch?v=nBAHHmCW7Bs
Kulturaustausch

Goodnight September 24, 2015 um 20:58

@Linus

“Ich tu’s trotzdem, also:
War es richtig war, dass Winterkorn zurückgetreten ist/wurde?”

Antwort: Aktienkurs, Aktienkurs, Aktienkurs.

Denn, lieber Schraubenlehrlinge, seid mir nicht böse, wenn ich Euch eine dunkles Geheimnis verrate:
VW ist ein Unternehmen.
Bei VW geht es nicht darum das beste oder billigste oder schönste oder effizienteste Auto der Welt zu bauen.
Bei VW gehst es nur und immer und ausschließlich darum, maximalen Gewinn zu generieren. Und zwar langfristig.
Den VW Eigentümern, d.h. Aktionären ist es eigentlich völlig egal ob VW Autos oder Waschmaschinen baut. Hauptsache Gewinn kommt dabei raus.
Und deshalb sollte man nicht an die Spitze eines solchen Unternehmens einen setzen, der noch davon träumt das beste aller Automobile zu erschaffen. Sollte man nicht, so einer gehört irgendwo ins Kämmerlein, wo er tüfteln kann und alle zwei Tage einer vorbei kommt und ihm auf die Schulter klopft.

Winterkorn ist raus und der Aktienkurs stabilisiert. Easy as f.ck. Köpfen funktioniert nicht nur bei der IS sondern auch im Kapitalismus.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 21:08

Und gelegentlich

ich kann unterschieden zwischen Deiner Person, und welche Aufgabe die Du hier übernommen wolltest. Ich kritisiere deine Mission hier. Nicht dich als Person.

Linus September 24, 2015 um 21:09

@Goodnight:
“Antwort: Aktienkurs, Aktienkurs, Aktienkurs.”

Mal angenommen, Winterkorn hätte gesagt: “Nein! Ich trete nicht zurück. Ich trete erst zurück, wenn ich diesen Saustall aufgeräumt habe. Das bin ich VW schuldig!”

Vermutlich hätten ihn die Aktionäre dafür gekreuzigt, oder?

Goodnight September 24, 2015 um 21:10

@Holger

“Hör mir mal genau zu…”

Du wärst eigentlich ein perfekter Ersatz für Winterkorn, so vom Umgangston… ;-)

ruby September 24, 2015 um 21:13

wetten dass bei der steuer der spassfaktor für die autoindustrie erst beginnt?
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrzeugsteuer_%28Deutschland%29

gelegentlich September 24, 2015 um 21:14

@refugee TM 2015 – Eingereicht am 24.09.2015 um 21:04
Mißverständnis. Meine Bemerkung bezog sich auf Deinen „Originalbeitrag“, der um 20:59 Uhr modifiziert wurde. So wie ich Einige hier kennen gelernt habe muss ich sagen: gut dass Niemand die Feuerwehr angerufen hat! ;-)
Und jetzt gute Nacht!

Eagon September 24, 2015 um 21:15

Wo wir dabei sind.
Jedem Fahrrad seinen Radfahrzeugschein.

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 21:15

Goodnight September 24, 2015 um 21:10
@Holger

“Hör mir mal genau zu…”

Du wärst eigentlich ein perfekter Ersatz für Winterkorn, so vom Umgangston… ;-)”

Geb mir 35 Millionen Abfindung und ich werde niemals wieder was sagen :D

Versprochen

Goodnight September 24, 2015 um 21:15

@Linus

Für Winterkorn gab es nur die Option Exit.
Sollte er nix von der Sache gewusst haben, so hätte die Aufarbeitung des “Skandals” detailliert aufgezeigt, dass er den Laden nicht im Griff hatte und so wäre sein Image dahingegangen.
Sollte er von der Sache gewusst haben, so wäre das auch rausgekommen und er wäre nicht nur desavouiert sondern VW könnte bzw. müsste ihn auf Druck der Aktionäre auf Schadensersatz verklagen.
So hat man ihn geopfert und zugleich geschützt vor weiterem Schaden. Er wirft sich ins Schwert und kann einen halbwegs sauberen Abgang ohne finanzielle Sorgen und aufrecht abtreten.

ruby September 24, 2015 um 21:16

wie sieht das europaweit aus mit der schadstoffbesteuerung oder hört die an den ländergrenzen auf?
europa schlafe weiter !

Goodnight September 24, 2015 um 21:19

@Holger

Deine Kommentare hier sind mehr wert als schlappe 35 Mio.!

gelegentlich September 24, 2015 um 21:20

@ruby Eingereicht am 24.09.2015 um 21:16
Nun, vermutlich europäisch, das heißt verwirrend. – Ich wage die Vorhersage: wenn man bei dem Konzept des PKW bleiben will wird es nur mit einem elektrischen Antrieb gehen. Außer, man scheitert daran, dass der ökologische Fussabdruck der Akkus das Konzept erdrückt.

Linus September 24, 2015 um 21:26

@Goodnight:
“Sollte er nix von der Sache gewusst haben, so hätte die Aufarbeitung des “Skandals” detailliert aufgezeigt, dass er den Laden nicht im Griff hatte und so wäre sein Image dahingegangen.”

Das könnte man auch anders sehen, e.g.: Läge ihm wirklich was an VW, dann wäre ihm sein Image wurscht.

ME geht es um was anderes. Man will diese Panne gar nicht systematisch beheben. Man weiss vielmehr, dass dieses Lügen und Betrügen zum Geschäft gehört. Und man wäre doch blöd, wenn man sich jetzt auch noch selbst um diese Option beschneiden würde.

Das ist in etwa das, was du oben schon beschrieben hast. Aber nochmal auf den Punkt gebracht: Man will genau dieses System erhalten. Daran ändern auch grössere ‘Unfälle’ nichts. Soll heissen: die Subversion ist Programm.

Neuhier September 24, 2015 um 21:29

OT
————————–
@refugee TM 2015; gelegentlich
Wenn ich den OT so mitlese, lässt es mich den Glauben an demokratische Strukturen zweifeln. Ist ein vernünftiger Diktator eventuell das Zukunftsmodell?
Die Diskussion hier und die Moderation finde ich sehr anregend.

ruby September 24, 2015 um 21:30

“Tricksen und geschummelt wird eh überall, das nennt man biologisch auch Mimikri oder Anpassung”
vw fertig
db fertig
europa fertig
mission fertig

Goodnight September 24, 2015 um 21:33

@Linus

“Man will genau dieses System erhalten. Daran ändern auch grössere ‘Unfälle’ nichts. Soll heissen: die Subversion ist Programm.”

VW ist nicht Wissenschaft. Wahrheit interessiert da keinen. Es geht um Geld und um Macht. Und solange VW das liefern kann, solange wird es am Leben erhalten. Mit aller Macht und fast allem Geld.

Linus September 24, 2015 um 21:38

@Goodnight:
Danke!
Nochmal die gleiche Frage an die Techniker:
War es richtig, dass Winterkorn zurückgetreten ist?

jmg September 24, 2015 um 21:39

@ Goodnight September 24, 2015 um 20:35:
“Man liquidiert einzelne Schuldige und die Gesamtheit ist von ihrer Schuld befreit, ist das gleiche Prinzip wie im Mittelalter die Hinrichtung auf dem Marktplatz.”

Winterkorn:
“Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.”
http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/09/Statement.html

Liquidierung im modernen Sinne = “Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion” = Versorgung mit liquiden Mittel = Abfindung in Millionenhöhe = “Verantwortung übernehmen”

@ Goodnight September 24, 2015 um 20:35:
“Denn man will den Aktienkurs retten und sich zugleich vor Schadensersatzansprüchen schützen.”

Es gibt ja auch noch die Kollegen aus der Versicherungsbranche, die einem da beistehen können. Bis zu einer bestimmten Obergrenze …

Die Haftpflichtversicherungen der Manager bangen
Der Skandal könnte auch noch ein paar Versicherungen treffen. Denn die meisten Manager haben eine sogenannte D&O-Versicherung. Das sind Managerhaftpflicht-Versicherungen, sie schützen Top-Manager vor Schadenersatzansprüchen bei Fehlverhalten. Kritiker haben die Versicherungen auch schon als „Nieten-Policen“ verspottet, sie sind mittlerweile aber üblich bei großen Konzernen. Die Prämien für die Versicherung zahlt dabei üblicherweise das Unternehmen, versichert aber sind die Manager. Gut möglich, dass die Versicherungen im Diesel-Skandal auch noch zahlen müssen, wenn Top-Manager von Volkswagen Schadensersatzprozesse verlieren. Allerdings zahlen die Versicherungen nur bis zu einer bestimmten Obergrenze. Und wie hoch ist die? Die Verträge werden üblicherweise nicht öffentlich gemacht. Die Nachrichtenagentur dpa hat nun aber Experten dazu befragt: Demnach sind bei großen Unternehmen wie Volkswagen Obergrenzen im Bereich von 500 Millionen Euro üblich.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/die-entwicklungen-im-vw-abgasskandal-faz-net-liveblog-13817256.html

Bogus September 24, 2015 um 21:50

Linus
“Nochmal die gleiche Frage an die Techniker:
War es richtig, dass Winterkorn zurückgetreten ist?”

Ich sage das wirklich sehr, sehr ungern: In diesem (einen, einzigen!) Punkt stimme ich dem 24/7 Menschenmanager Goodnight zu 100% zu (zum ersten und ganz, ganz sicher letzten Mal):

http://www.wiesaussieht.de/2015/09/23/image-und-wirklichkeit-beim-vw-skandal/#comment-361383

refugee TM 2015 September 24, 2015 um 21:50

Goodnight September 24, 2015 um 21:19
@Holger

Deine Kommentare hier sind mehr wert als schlappe 35 Mio.!”

:D davon kann ich mir leider nichts kaufen :D

Goodnight September 24, 2015 um 21:58

@Holger

“:D davon kann ich mir leider nichts kaufen :D”

Frage morph, der kann Dir erklären, das Liebe und Gefühl und Anerkennung und Glaube und Tanzen und so viel wichtiger sind als Geld und so.

Goodnight September 24, 2015 um 22:02

@jmg

“Es gibt ja auch noch die Kollegen aus der Versicherungsbranche, die einem da beistehen können. Bis zu einer bestimmten Obergrenze …”

Lustig wird’s, wenn die den Winterkorn in den USA verklagen. Wegen Körperverletzung durch verdeckte Schadstoffemisson oder so. Dann hilft keine Versicherung.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 22:04

@Goodnight
“Bei VW gehst es nur und immer und ausschließlich darum, maximalen Gewinn zu generieren.”

Na, daran gemessen hätten aber die Vorstandsvorsitzenden der letzten Jahrzehnte regelmäßig versagt. Dann hätte Winterkorn unabhängig von dieselgate den Hut nehmen müssen.

Linus September 24, 2015 um 22:05

@Bogus:
“In diesem (einen, einzigen!) Punkt stimme ich dem 24/7 Menschenmanager Goodnight zu 100% zu”

Echt jetzt? Gibt es denn keinen eigenen Blickwinkel aus Technikersicht? Habt ihr keine alternative Sicht auf das Unternehmen? Habt ihr nicht mal eine technische Idee für eine Lösung? Wenn nicht, was bedeutet das? Seid ihr Subalterne, Untergebene? Bitte nicht persönlich nehmen, das ist KEIN Vorwurf, sondern eine ernstgemeinte Frage!

Goodnight September 24, 2015 um 22:09

Yep, der Porschardt hat es wirklich drauf: gestern der Abgesang auf den Alten und heute verkündigt er, dass er mit dem Neuen auch schon Nächte verbracht hat…voller Ergüsse:

http://www.welt.de/wirtschaft/article146831857/Ein-Unbeirrbarer-soll-jetzt-VW-retten.html

QuestionMark September 24, 2015 um 22:10

@goodnight
Aktuell spricht doch vieles für eine Kampagne. Anfangs dachte ich, es ging nur um Winterkorn und Piech wäre der Drahtzieher. Dem scheint aber nicht so zu sein. Das Trommelfeuer geht nämlich weiter. Da will irgendjemand etwas anderes erreichen. Winterkorns Kopf ist ja schon gerollt. Und jetzt die Fortsetzung der Kampagne:
Spiegel: Neue Abgasverordnung VW unter Einflussnahmeverdacht in Brüssel
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eu-abgas-verordnung-gesetzesidee-aus-dem-hause-vw-a-1054386.html

Schon wieder eine Banalität. Das ist alles alter Kaffee.
Eventuell stecken die Amerikaner dahinter? Quasi eine ähnliche Kampagne gegen VW wie die letzte gegen Toyota? Um wieder irgendwann mit GM als größten Automobilhersteller dazustehen?
Man kann nur spekulieren. Die Pressemeldungen beschäftigen sich jedenfalls mit alten Themen. Das ist extrem seltsam.

Goodnight September 24, 2015 um 22:11

@Linus

“Echt jetzt? Gibt es denn keinen eigenen Blickwinkel aus Technikersicht? Habt ihr keine alternative Sicht auf das Unternehmen?”

Habe ich doch schon gesagt: Schraubenexperten haben keinen Sicht auf Unternehmen, die sehen überall nur Schrauben.Unternehmen können die nicht denken, all der Profit und die Organisationsstrukturen und all die Menschen, nee, das ist nix für Techniker.

Goodnight September 24, 2015 um 22:14

@hammersen

Das “Langfristig” nicht vergessen, welches ich drangehangen habe:
VW ist eine cash cow, die wird gemolken, immer etwas Milch (Gewinn), die wir nicht geschlachtet (d.h. geteilt und verkauft) für kurzfristigen maximalen Gewinn.

Linus September 24, 2015 um 22:15

@Goodnight: Halt die Klappe!

QuestionMark September 24, 2015 um 22:15

Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht so ganz was es da aufzuklären gibt. Man hatte in der Entwicklungsabteilung schlichtweg einen Zielkonflikt: Auf der einen Seite die Anforderung möglichst “spritzige” Aggregate auszuliefern und auf der anderen Seite die Abgasnormen. Und auf Weisung von “oben” hat man dann nun mal die bekannte Fake-Lösung erstellt. Ich gehe davon aus, dass die Sache mit einem Firmware-Update erledigt ist. Und anschließend werden die entsprechenden Aggregate echt lahm sein. Und die lahme Motorvariante hätte sich nun mal wesentlich schlechter verkauft. Das ist der Ursprung des Scams. Was gibt es da aufzuklären?

Linus September 24, 2015 um 22:23

@?:
“Ich gehe davon aus, dass die Sache mit einem Firmware-Update erledigt ist.”
Gewiss nicht! Es fehlt an Harnstoff. Den kriegst du in SW nicht gebacken.

Darüber hinaus: da läuft doch was grundsätzlich schief!

Goodnight September 24, 2015 um 22:24

Porschardt Ergüsse:

“Müller gilt auch unter Experten als “car guy”, einer, für den der Job nicht vorrangig Karriere, Macht und Geld bedeutet, sondern ein Leben für ein Produkt, ”

Genau, so ist das, so wird man Vorstand. Ohne Interesse für Karriere und Macht und so. Porschardt kennt sich aus. So wie er selber ja auch ein “news guy” ist und keiner mit Interesse an Schmierenjournalismus, tendenziöse Meinungsmache und Lobbyismus, ein Freund der klaren Worte, für all seine Porsche-Club Freunde.

Goodnight September 24, 2015 um 22:26

@Linus

“@Goodnight: Halt die Klappe!”

Sorry Linus, Du bist kein Holger, versuche erst gar nicht ein Holger zu werden.

H.K.Hammersen September 24, 2015 um 22:27

@?
Es geht darum, die Sache möglichst lange am Kochen zu halten. 500.00 Fahrzeuge umrüsten und gegebenenfalls Käufer entschädigen wäre zu schnell erledigt. Der Dieselmotor soll diskreditiert werden. Den können die Amis anscheinend nicht.

Was ist eigentlich mit den Dieselmotoren in LKWs?

Linus September 24, 2015 um 22:28

@Goodnight:
Das verstehst du schon. Was meint denn Holger dazu?

bleistift September 24, 2015 um 22:30

“VW ist eine cash cow, die wird gemolken, immer etwas Milch (Gewinn), die wir nicht geschlachtet (d.h. geteilt und verkauft) für kurzfristigen maximalen Gewinn.”

Ist das ‘ne Verschwörungstheorie?
Die haben sich alle verabredet die Kuh nicht zu schlachten?
Ihr Rechtsliberalen habt schon ‘ne Meise.
Du siehst Sinn wo es keinen Sinn gibt. Wahrscheinlich kannst du sonst nicht leben.
Der Kapitalismus interessiert sich nicht für Völker, Nationen und auch nicht für deutsche Traditionsunternehmen.
Wenn VW nicht geschlachtet wird, dann liegt das daran dass es sich noch erfolgreich verteidigen kann.
Einerseits markierst du hier immer den Harten und polemisierst gegen Moral und so Sachen für Herdenmenschen. Dann wieder erfindest du Gründe warum man mit Losern (wie VW) mildtätig umgeht. Oder regst dich tierisch darüber auf, dass die Kapitalisten 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland holen.
Bist halt doch nicht so hart wie du tust.
Du Weichei!

QuestionMark September 24, 2015 um 22:36

@H.K.Hammersen September 24, 2015 um 22:27
Bei den Dieselaggregaten hat sich VW in den letzten Jahren leider auch nicht mit Ruhm bekleckert. Schau mal im Internet in die Foren rein bei VW-Motorproblemen. Ist teilweise echt gruselig was man da so liest. Hatte auch mal mit einem Diesel-Experten vom ADAC gesprochen: Der meinte nur, er würde die 2,5l-TDI-Maschine (kann mich leider an die Motorkennung nicht mehr erinnern) von VW nicht mal geschenkt nehmen.
Seit CommonRail ist die Diesel-Technologie anscheinend gearscht. Mein Eindruck. Bin aber leider kein Experte für Diesel.

Die alten 1.9l-TDI-Maschinen (auf VEP) von VW waren allerdings echt genial. Ganz tolle Aggregate. Auch heute noch eine Empfehlung. Niedriger Spritverbrauch und gleichzeitig sehr kraftvoll und sehr solide.

Zur Diskreditierung des Dieselmotors: Kann sein. Allerdings haben aktuell viele Hersteller schon teils heftige Probleme in der Ecke.

Linus September 24, 2015 um 22:37

@HKH:
“Was ist eigentlich mit den Dieselmotoren in LKWs?”
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die betroffenen Motoren auch in LKW’s verbaut sind. Ich vermute aber, dass das Customizing anders ist. Auch ein grosser ‘Ad Blue’-Tank sollte bei LKW’s kein Problem sein. Ich schätze daher, dass dort das ‘cheat device’ (TM gelegentlich) abgeschaltet ist.

bleistift September 24, 2015 um 22:38

“Der Dieselmotor soll diskreditiert werden. Den können die Amis anscheinend nicht.”

Richtig! Die Amis können zum Mond und zum Mars fliegen. Das Internet erfinden. Und schicke iphones bauen. Aber Dieselmotoren – das kriegen nur die Doitschen hin.
Das ärgert den Ami. Deshalb macht er ein Riesenspektakel um den Dieselmotor zu diskreditieren.
Du bist ein Genie!
Kein Depp! Nein – ein Genie!

ruby September 24, 2015 um 22:41

Dieselmotoren in LKW ?
Gibt es doch garnicht …
Die fahren mit sauberer Luft !

ruby September 24, 2015 um 22:43

Das Geheimnis sollten die Europäer den Amerikaner nicht verraten …

bleistift September 24, 2015 um 22:45

@ ruby

Und wir verraten euch nicht das Rezept für Coca Cola!
Ätsch!

Goodnight September 24, 2015 um 22:46

@bleistift

“Der Kapitalismus interessiert sich nicht für Völker, Nationen und auch nicht für deutsche Traditionsunternehmen.”

Yep, der Kapitalismus interessiert sich nur für Profit. Und nur ein existierenden VW kann Profit generieren. Und nur so Schadenersatz zahlen.
Und auch das Rechtssystem der USA brauch funktionierende Unternehmen die es verklagen kann, ansonsten kann es ja nix verklagen und nix bestrafen und somit selbst nicht existieren.
Jede Armee braucht einen Gegner, ansonsten ist sie sinnlos.
D.h. man braucht immer die Gegenseite, sie ist Bedingung für die eigene Existenz. D.h. man vernichtet sie nicht, man bekämpft sie nur.
Differenzen bestimmen die Welt, nicht Einheiten.

Bogus September 24, 2015 um 22:47

Linus September 24, 2015 um 22:05
“Echt jetzt? Gibt es denn keinen eigenen Blickwinkel aus Technikersicht?”

Ähem… wie war nochmal die Frage? Ach ja:
“Nochmal die gleiche Frage an die Techniker:
War es richtig, dass Winterkorn zurückgetreten ist?”

Da ich ausschließe dass Winterkorn nichts gewusst hat (habe ich heute früh schon dargelegt) ist der Rücktritt richtig. Oder willste den Bock zum Gärtner machen?
Für den unwahrscheinlichen Fall dass er nichts gewusst hat, Laden nicht im Griff… siehe Goodie Goodnight 24/7.

Technische Lösung? Nicht ganz mein Fachgebiet… Aber die bislang bekannten Testergebnisse vom ICCT – ohne die genauer studiert zu haben und insbesondere ohne mir deren Testzyklus angeschaut zu haben – lassen eine Lösung doch erahnen:
BMW X5 im Test gut, 2-fache Abgasnachbehandlung
BMW X3 im Test schlecht, einfaches System

ICCT kannst du dir hier anschauen:

http://www.theicct.org/sites/default/files/publications/WVU_LDDV_in-use_ICCT_Report_Final_may2014.pdf

Anderer Ansatz, machen die Hersteller von Gas-Großmotoren (power plants) in zunehmendem Maß: zylinderdruckgeführte Regelung. Wenn die scheiß Sensoren bloß länger halten würden… Beim PKW sprechen vermutl. auch die Kosten dagegen.

Natalius September 24, 2015 um 22:49

Hab nicht viel Zeit, aber bei so viel geballter Expertise zum Thema Luft im Kinderwagen braucht es ein paar Anmerkungen. Wir machen nun ein Gedankenexperiment. Wir entnehmen zunächst den Säugling, überreichen ihn seiner Mutter und legen an seiner Stelle ein Messgerät in den Kinderwagen, das uns anzeigt, ob sich die Luft im Kinderwagen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung von der Umgebungsluft unterscheidet. Wir befüllen den Kinderwagen mit einem Schlauch, verdrängen darüber die Luft und sorgen zudem dafür, dass sich das eingefüllte Gas nicht gleich mit der Umgebungsluft vermischt, wozu wir einen badewannenförmigen Kinderwagen mit ebener Oberkante ausgewählt haben, der mit einer Glasscheibe überdeckt wird. Nacheinander füllen wir die Gase Helium, Argon, Stickstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid ein (10o-faches Volumen), ziehen anschliessend vorsichtig die Scheibe weg aber sorgen dafür, dass die Durchmischung nur diffusiv erfolgen kann. Wir wählen dazu einen windstillen Tag mit keiner direkten Sonnenbestrahlung und homogener Temperatur soweit das trübe Auge reicht.

Und jetzt warten wir (a) 1 Minute (b) 10 Minuten (c) 100 Minuten. Bei welchen Gasen zeigt das Messgerät nach dieser Zeit einen signifikanten Unterschied zur Umgebungsluft?

Gähn.

Also echt, ich interessier mich eher für erdölsaufende Profinutten sowie dem begleitenden Berufsludentum mit Rolex und Goldkettchen. Monni mejks se wörld gou raund – so was eben. Ist doch auch viel interessanter, wer jetzt am Winterkorn- replacement verdient. Und wie lange das Theater noch läuft und wieviel noch hinterherkommt – als Nachgeburt. Ich meine, es hat bestimmt ne Bedeutung, dass 700 bei der sogenannten symbolischen Steinigung des Satans sterben müssen – hat es so noch nicht gegeben. Man steinigt den Satan auch nicht eben so. Wo kämen wir den hin, wenn die Profinutten kein Erdöl mehr saufen und die die Berufsluden keinen Bock auf Rolex mehr haben? Der Kapitalismus hätte doch ausgeschissen!

Tja, keine Antwort, wa?

Bogus September 24, 2015 um 23:01

OT

Gähn….

Hey Nat,
damit du uns hier nicht einschläfst: Welcher Saxofonist hatte einen Gastauftritt auf Pink Floyd’s letztem Album, das deren verstorbenem Keyboarder gewidmet ist?
(Behalte die Antwort für dich, sonst Gefahr einer neuerlichen Sperrung!)

bleistift September 24, 2015 um 23:02

@ Goodnight

Sag’ ich doch. Erst killst du die Moral um dann über die Hintertür das Mitgefühl wieder einzuführen.
Du bist kein Übermensch. Denn der Übermensch zeichnet sich ja grade dadurch aus, dass er die Überwindung der Moral aushält. Du hälst sie nicht aus.

Diese Überlegungen die du da anstellst die finden in der Realität doch nicht statt. Da heißt es “friss oder stirb”.

“Jede Armee braucht einen Gegner, ansonsten ist sie sinnlos.
D.h. man braucht immer die Gegenseite, sie ist Bedingung für die eigene Existenz.”

Das begreife ich nicht. Die Armee ist kein Selbstzweck. Niemand will eine Armee. Wenn es den Gegner nicht gibt, dann gibt es keine Armee. Richtig. Nur wer zum Geier würde das bedauern?
Wer will denn einen Gegner haben?
Warum sollte man eine Gegenseite brauchen? Warum sollte sie Bedingung sein für die eigene Existenz?
Du willst erst die Moral abschaffen. Dann führst du sie wieder ein.
Höre doch bitte auf Witze zu machen über Moralisten. Du bist ja selbst nur ein Waschweib.
Vor allem braucht ein kapitalistisches Unternehmen keinen Gegner. Warum sollte die Konkurrenz irgendein Mitleid mit VW haben? Wenn es nur ein Unternehmen gibt, gibt es maximalen Profit.
Du redest gern und viel. Und du hörst dir gern selbst zu. Das merkt man. Aber wirklich durchdacht ist das alles nicht.

ruby September 24, 2015 um 23:07

@ bleistift
brauchen wir nicht
http://www.club-cola.berlin/

bleistift September 24, 2015 um 23:13

@ ruby

Die DDR hat mal Agenten nach Westberlin geschickt. Die haben sich da in einen Mc Donalds gesetzt und einen Hamburger gefuttert. Dabei alle Zutaten genau analysiert.
Dann sind sie zurück (die armen Irren, wären sie klug gewesen hätten sie rüber gemacht) und haben den Hamburger “nachgebaut”.
Ich vermute jetzt einfach mal diese ominöse “Club Cola” ist auf ähnliche Weise entstanden.

Linus September 24, 2015 um 23:13

@Bogus:
“Da ich ausschließe dass Winterkorn nichts gewusst hat (habe ich heute früh schon dargelegt) ist der Rücktritt richtig. Oder willste den Bock zum Gärtner machen?”
Die Frage ist: wie soll der Garten aussehen? Hat der Techniker eine andere Vorstellung davon als das Management? Goodnight hat den Garten aus Management-/Aktionärsicht beschrieben. Ist das auch deine Vorstellung? Dann wäre das nichts als ein bedauerlicher Unfall, also kein Grund, gross was zu ändern.

Nachdem man als Techniker mit Aktienkursen nichts am Hut hat, gäbe es also keinen ‘technischen’ Grund für einen Rücktritt. Aus der Warte war der Rücktritt also überflüssig.

Bleibt also für den Techniker noch der Blick auf die Managementebene. Und da stellt sich die Frage: Sieht der Techniker das genau so wie das Management? Findet der auch, dass VW eine Profitkuh ist, die gemolken werden muss? Oder was hat der sonst für eine Vorstellung, wie so ein Unternehmen gestaltet werden sollte?

Manfred Peters September 24, 2015 um 23:41

@ ruby  um 20:44
”wie sieht das konzept für elektrischen güterkraftverkehr in vernetzung mit bahn und schiff aus ?”
Siehe u.a.: Ist aber ein dickes Brett!
Auf der Siemens-Homepage findest Du unter “Integrierte Mobilität mit Zukunft” auch einiges.
Sonst noch: Tesla hat sich meiner Initiative angeschlossen. ;-)
So jetzt muss ich mich für die Prüfung zum REFA-Grundschein bei Holgili vorbereiten. Ich hoffe er ist nicht so streng mit mir.

Linus September 24, 2015 um 23:42

Nun ja. Vorläufiges Fazit meiner kleinen Umfrage:
Es ändert sich genau Nullkommanix. Weil sich nix ändern soll!

bleistift September 24, 2015 um 23:44

@ goodnight

“Differenzen bestimmen die Welt, nicht Einheiten.”

Bist du am Ende gar Buddhist geworden?
“Welches Geräusch erzeugt eine klatschende Hand?” fragt sich der Zen Jünger.

ruby September 24, 2015 um 23:50

@Linus
Was meinst Du zu den Drückerkolonnen des VW-Vertriebs die den Händlern massenweise Fahrzeuge andrehen damit ihr Umsatz steht?

Oder die VW-Bank zur Geldschöpfung?

wowy September 24, 2015 um 23:59
ruby September 25, 2015 um 00:00

Im dlf spielen immer noch national- und europahymne ?!…

Natalius September 25, 2015 um 00:22

Bogus September 24, 2015 um 23:01

Ja, ich glaube, dass Anisina (türkisch, für Naturfarbenliebhaber) an etwas erinnern soll, was Grosserzieher Kubrick uns schon einmal vermittelt hat. Und da müssen wir irgendwann durch. Alle von uns. Oder sagen wir mal so: Sind eingeladen dazu – es gibt keinen Zwang – aber eine gewisse zwanghafte Irreversibilität, die immer erdrückender wird mit zunehmendem Alter. Irgendwann geht es dann nicht mehr weiter. Oder wenn es weitergehen soll, dann – vermutlich(?!) – über Wahrnehmungsebenen, für die man sich selbst freischalten muss. So etwas ist dann der Domäne Kunst vorbehalten:
https://www.youtube.com/watch?v=ny4CS2E_FGo

Wenn man diesen Kubrick und seine akustische Untermalung durch Pink Floyd “versteht” ist man soweit, Anisina als “Prinzip Hoffnung” zu interpretieren. Jedenfalls sehe ich das so: https://www.youtube.com/watch?v=vcYy1L67S-I

Natalius September 25, 2015 um 02:55

PS: Hier übrigens das Original – visuell noch “stärker” als der PF-Remix, der zu Anisina überleiten soll: https://www.youtube.com/watch?v=VTu9kLvK1c0
Aber PF war ebenso wichtig – wegen “dark side of the moon” – und jetzt kann man eine unendliche Geschichte erzählen, die beides verbindet (London Studio, Mondlandung, usw.)…

Natalius September 25, 2015 um 03:25

PPS: Bin jetzt selbst verwirrt – ein Teil ist Original – ein anderer Teil kann es nicht sein. Echoes, Dark Side. Alles zur Zeit des Mondlandungs-Fakes gedreht oder – wie ich zu @Keynesianer meinte – “backup”, sollte es real schief gehen (bin immer noch dieser Auffassung, dass es real stattgefunden hat – trotz des “van Allen belt Arguments”, was “stark” ist). Egal: Die Filmaufnahmen sind von Kubrick – die Tonspur ist mal original, mal remixed. Manchmal nervt diese “künstlerische Freiheit” auf YT.

petervonkloss September 25, 2015 um 03:58

es hat “real” stattgefunden nach dem “Klatschen der Hand” in der ewigen Wiederkehr, aber ohne Technik. Die Technik ist die Distanzhaltererin zum Unerträglichen der Schwelle.

petervonkloss September 25, 2015 um 04:12

Technik als höchste und reinste Form des platonischen Ideeenhimmels;
Ihre Emanationen werden inkarniert.

Normalerweise geht das alles viel schneller und entrückender.

petervonkloss September 25, 2015 um 04:15

Die hörbare Visualisierung ist natürlich absolut großartig.

petervonkloss September 25, 2015 um 04:21

HÖCHSTREAL, ABSOLUT!!!…..gehört dahin wo ich “real” schrieb.

petervonkloss September 25, 2015 um 04:28

…..und bei hellstem Verstand.

petervonkloss September 25, 2015 um 04:39

Da es gefährlich ist, sollte man es verbieten und in Chiffren reden:

“Sehen wir uns ins Gesicht. Wir sind Hyperboreer – wir wissen gut genug, wie abseits wir leben. »Weder zu Lande noch zu Wasser wirst du den Weg zu den Hyperboreern finden«: das hat schon Pindar von uns gewußt. Jenseits des Nordens, des Eises, des Todes – unser Leben, unser Glück… Wir haben das Glück entdeckt, wir wissen den Weg, wir fanden den Ausgang aus ganzen Jahrtausenden des Labyrinths. Wer fand ihn sonst? – Der moderne Mensch etwa? – »Ich weiß nicht aus noch ein; ich bin alles, was nicht aus noch ein weiß« – seufzt der moderne Mensch… An dieser Modernität waren wir krank – am faulen Frieden, am feigen Kompromiß, an der ganzen tugendhaften Unsauberkeit des modernen Ja und Nein. Diese Toleranz und largeur des Herzens, die alles »verzeiht«, weil sie alles »begreift«, ist Schirokko für uns. Lieber im Eise leben, als unter modernen Tugenden und andern Südwinden!… Wir waren tapfer genug, wir schonten weder uns noch andere: aber wir wußten lange nicht, wohin mit unsrer Tapferkeit. Wir wurden düster, man hieß uns Fatalisten. Unser Fatum – das war die Fülle, die Spannung, die Stauung der Kräfte. Wir dürsteten nach Blitz und Taten, wir blieben am fernsten vom Glück der Schwächlinge, von der »Ergebung«… Ein Gewitter war in unsrer Luft, die Natur, die wir sind, verfinsterte sich – denn wir hatten keinen Weg. Formel unsres Glücks: ein Ja, ein Nein, eine gerade Linie, ein Ziel….” F.N.

Bogus September 25, 2015 um 06:33

Armer Linus!

So desillusioniert?
“Nun ja. Vorläufiges Fazit meiner kleinen Umfrage:
Es ändert sich genau Nullkommanix. Weil sich nix ändern soll!”

Manchmal hilft es schon, Fragen präziser stellen; aber vom hintervorletzten Winkel des Internet aus ändern wir eh nix. Und weil ich mich schon fast anhöre wie ein Morph kömmt hier – zur Markierung der Differenz! – ein konkreter Hinweis:

http://www.ramstein-kampagne.eu

Kampagne Stopp Ramstein – kein Drohnenkrieg!

g.w. September 25, 2015 um 06:49

die eigentlich wichtigste Frage, um die es grundlegend geht, wurde noch gar nicht berührt. Aber vielleicht ist die Antwort ja so eindeutig, dass man es gar nicht benennen muss:
Wie sehr bzw. um wieviel mehr wurde der Umwelt bzw. dem Menschen durch die Vertuschung geschadet als wenn sie nicht geschehen wäre, bzw. wie und wie sehr wirkt sich diese auf die konkrete Gesundheit der Bevölkerung aus.
Bei dem Contagan-Skandal damals gab es konkrete körperliche Schäden und Zahlen über die Betroffenen, aber hier? Nichts.

Aber vielleicht liegt die Mehrbelastung im nicht messbaren Bereich oder sie ist grundsätzlich nicht messbar, das wäre dann für mich das Zeichen, dass die kapitalistische Gesellschaft endgültig im Endstadium der Idiotie angekommen ist.

“Frage morph, der kann Dir erklären, das Liebe und Gefühl und Anerkennung und Glaube und Tanzen und so viel wichtiger sind als Geld und so.”

alles und jeder hat die Bedeutung, die man ihm gibt

Deutsche Autos stinken September 25, 2015 um 07:33

Zur Rollen der Auto-Sportjournalisten

,,Berichte über unrealistische Verbrauchswerte gab es in der deutschen Fachpresse von “Auto Bild” bis “Auto, Motor und Sport” immer wieder. Auf dem Prüfstand in einem normierten Verfahren verbrauchten die getesteten Fahrzeuge regelmäßig viel weniger als im lebensnahen Test-Mix aus Stadtverkehr, Landstraße und Autobahnetappen, wie sie die Journalisten selbst im wahrsten Sinne des Wortes “erfahren” konnten. Diese Diskrepanz war seit langem bekannt – und wurde von den Fachjournalisten auch immer wieder kritisch in ihren Artikeln thematisiert.”

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/VW-Skandal-Was-wussten-Auto-Journalisten,volkswagen846.html

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 07:36

@Linus
“Nun ja. Vorläufiges Fazit meiner kleinen Umfrage:
Es ändert sich genau Nullkommanix. Weil sich nix ändern soll!”

Beantworte die Frage nach dm Unterschied zwischen Kapitalismus und Sklavenwirtschaft, dann hast Du die Antwort nach dem Rücktritt Winterkorns aus der Sicht der Techniker.

ruby September 25, 2015 um 07:40

Ökonomisieren der Kosten und Nutzen; aber mit ohne monetärer Kompensation der Externen Effekte – Piguot nicht Coase.

OGG September 25, 2015 um 08:32

@ Neuhier

,,Ist ein vernünftiger Diktator eventuell das Zukunftsmodell?”

Die „marktkonforme Demokratie“, haben wir jetzt schon.

Eine Diktatur der Vernunft, mit mir als alleinigem Diktator, wäre vernünftiger.

Morph September 25, 2015 um 08:37

@Goodnight

“Und auch das Rechtssystem der USA brauch funktionierende Unternehmen die es verklagen kann, ansonsten kann es ja nix verklagen und nix bestrafen und somit selbst nicht existieren.”

yo, einfach mal einen differenztheoretischen Mumpitz raushauen, ist ja wurscht. Und wenn der @Morph sich mopsen sollte, so what, einfach Backen aufblasen, bisschen antiakademisch rotzen, kommt hier im blog eh gut an.

“Jede Armee braucht einen Gegner, ansonsten ist sie sinnlos.
D.h. man braucht immer die Gegenseite, sie ist Bedingung für die eigene Existenz. D.h. man vernichtet sie nicht, man bekämpft sie nur.”

Yep. Niklas Luhmann meets Lebkuchenherz.

Übrigens: Was man hier im Blog sehr gut beobachten kann, ist die Selbstorganisation sozialer Systeme, zumal ihr Immunsystem. Der ‘Kern’ von Wiesaussieht ist ja die Beobachtung der massenmedial konstruierten Tagesaktualität unter dem Gesichtspunkt, dass ‘Mächtige’ (Spitzenpolitiker, Spitzenmanager, Spitzenjournalisten) ‘falscher Entscheidungen’ vollzogen haben. Dies möglichst vielstimmig und mit großem Tamtam zu markieren, macht den Sinngehalt dieses Blogs aus.

Der Blog funktioniert dabei wie jedes soziale System ressourcenmaximierend, d.h. was immer im Sinne des Leitgesichtspunktes anschlussfähig ist, wird angeschlossen. Daher kann z.B. @Natalius nicht effektiv exkludiert werden. Daher die Unmöglichkeit, eine im Ernst sachliche Debatte zu ‘pflegen’. Und daher auch die Autoimmunreaktion, wenn jemand die Beklopptheit der Veranstaltung behauptet.

peewit September 25, 2015 um 08:50

@Kuckuck

Die Altersmortalität ist da nicht sehr aussagekräftig.
Viel wichtiger ist die Krebsaltersinzidenz.

Die von Alterseffekten bereinigte Mortalität ist, nun ja, nicht ganz unerheblich, würde ich sagen…

Aber sei’s drum, schauen wir uns die “Krebsaltersinzidenz”. Seltsamer Ausdruck. Wenn du damit die alterstandardisierte Erkrankungsrate meinst, bitte sehr:

Nach dem Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch Institut ist die Zahl der Krebsneuerkrankungen zwischen 2000 und 2010 bei Männern um 21 Prozent und bei Frauen um 14 Prozent angestiegen.

Doch auch diese Zunahme ist überwiegend mit unserer zunehmenden Alterung zu erklären. Die um Alterseffekte korrigierten, sogenannten altersstandardisierten Erkrankungsraten haben sich bei Männern nicht verändert und sind bei Frauen nur leicht angestiegen (7 Prozent). Und dieser Anstieg ist, so das Robert Koch Institut, vor allem auf das Mammografie-Screening zurückzuführen. (Bauer, Gigerenzer, Krämer, “Warum dick nicht doof macht und Genmais nicht tötet”, 2014)

Hier die Broschüre des RK-Institutes als PDF

Diese Daten unterstützen deine These nicht. Evtl. stecken ja kapitalistische Mietmäuler dahinter?

Wobei immer die Manifestationszeit zwischen genetischer Schädigung und Krebsdiagnose berücksichtigt werden muss, wenn man gesellschaftliche und Umwelteinflüsse identifizieren will.

Hmm, mit meinem laienhaften Verständnis würde ich vermuten, dass aufgrund der ständig verbesserten Diagnoseverfahren diese Manifestationszeit immer kürzer wird. Was folgt daraus? Könntest du das erläutern, bzw. einen Literaturverweis geben?

Die Tabelle im Handelsblatt „So viele von je 10.000 deutschen Frauen verschiedener Altersklassen sind an Krebs gestorben“ ist falsch, denn es sind die Zahlen für die Mortalität pro 100.000. Beim Artikel scheinen keine Fachleute am Werk gewesen zu sein.

Ein Druckfehler. Die Aussage der Tabelle wird dadurch nicht berührt. Und Fachleute, na ja, zumindest der Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer würde in einem Koryphäen-Ranking, wenn es denn darauf ankommen sollte, im Vergleich zu dir wohl nicht so ganz schlecht abschneiden.

gelegentlich September 25, 2015 um 08:54

@Morph Eingereicht am 25.09.2015 um 08:37
„Der ‘Kern’ von Wiesaussieht ist ja die Beobachtung der massenmedial
konstruierten Tagesaktualität unter dem Gesichtspunkt, dass ‘Mächtige’
(Spitzenpolitiker, Spitzenmanager, Spitzenjournalisten) ‘falscher
Entscheidungen’ vollzogen haben. Dies möglichst vielstimmig und mit großem
Tamtam zu markieren, macht den Sinngehalt dieses Blogs aus.“

Es gibt nicht so viele Kommentatoren hier die nach dem „Sinngehalt“ fragen. Dass
Sie das tun finde ich überraschend. Der unterstellte Tenor trifft nicht Alle,
vermutlich nicht mal eine Mehrheit.

„Der Blog funktioniert dabei wie jedes soziale System ressourcenmaximierend,
d.h. was immer im Sinne des Leitgesichtspunktes anschlussfähig ist, wird
angeschlossen. Daher kann z.B. @Natalius nicht effektiv exkludiert werden.“
Warum sollte er überhaupt ausgeschlossen werden, falls er sich an bestimmte
Regeln hält? Sie will doch auch Niemand ausschließen, trotz der manchmal
kläglichen Verpackung:Inhalt-Relation.

„Daher die Unmöglichkeit, eine im Ernst sachliche Debatte zu ‘pflegen’. Und
daher auch die Autoimmunreaktion, wenn jemand die Beklopptheit der Veranstaltung
behauptet.“
Anmaßung. Schauen Sie nur mal auf Ihre Interventionen in diesem Thread. Waren
das sachliche Impulse? Diese Heldenpose haben Sie doch im vorigen Thread am
Beispiel von @Kuckuck lächerlich machen wollen. Warum nehmen Sie nun die gleiche
ein?

Fazit: der 1002. Versuch was cool Klingendes rauszuhauen. Wie so oft: inhaltslos, meta. Gibt ja sonst nichts zu tun.

Manfred Peters September 25, 2015 um 09:00

VW soll noch heute durch die dem Konzern angeschlossenen Marionettenregierung zur “Systemischen Schlosserei” erklärt werden. Alle zu erwartenden Verluste des Konzern werden durch den Steuerzahler ausgeglichen. “Die Schwarze Null” hat bereits Rückstellungen im Haushalt bis zur nächsten Wahl vorgenommen. Nachdem dies durchgesickert ist, ist der Kurs der VW vorbörslich entgegen dem Trend signifikant gestiegen.
Im Gegenzug verpflichtet sich der VDA dafür zu sorgen,dass die Parteispenden der Autoindustrie für die CDU verdreifacht werden.
“Im Juni 2013 hatten EU-Parlament und Rat einen Kompromiss geschlossen, demzufolge der Grenzwert für den CO2-Ausstoß bei Neuwagen von 2015 bis 2020 von ursprünglich 130 auf 90 Gramm je Kilometer gesenkt werden sollte. … Drei Tage nach der Einigung scheiterte das Unterfangen jedoch: Vertreter des deutschen Kanzleramtes ließen die Abstimmung über die Richtlinie von der Tagesordnung verschwinden und verhinderten damit eine Abstimmung der Richtlinie im EU Rat. Hinter dieser Blockade, …, verbargen sich die Interessen der alarmierten Autolobby mit VDA Präsident Matthias Wissmann (CDU mp)an der Spitze.

Morph September 25, 2015 um 09:06

@Gelegentlich

Großartig, vielen Dank! Dass die Autoimmunreaktion so spontan erfolgte und dann auch noch von der selbstermächtigten Stimme des Immunsystems! Sehr schön! – Ich fühle mich wie ein Naturforscher, der das erste Mal die bisher nur an ihren Spuren nachgewiesene Käferart tatsächlich zu Gesicht bekommt.

gelegentlich September 25, 2015 um 09:13

@Morph Eingereicht am 25.09.2015 um 09:06

Klasse, dann ist der Tag gerettet und ich freue mich dazu einen Beitrag geleistet zu haben. Für einen kleinen Moment müssen wir aber beim Naturforscher bleiben: die „Autoimmunreaktion“ ist, empirisch betrachtet, bisher lediglich im Stadium Ihrer Autosuggestion. Sie sollten erst sicherstellen nicht vor den Resten eines Tausendfüsslers zu sitzen.

gelegentlich September 25, 2015 um 09:42

Von Fefe, gestern abend:
„Thu Sep 24 2015
[l] Wieso sind die Abgastests eigentlich so gut bescheißbar? Weil Deutschland, Frankreich und Großbritannien das so herbeigeführt haben mit ihrer Lobbyarbeit. Die wollten, dass das leicht bescheißbar ist.“
http://www.theguardian.com/environment/2015/sep/24/uk-france-and-germany-lobbied-for-flawed-car-emissions-tests-documents-reveal
Die Debatte kann ja jetzt weiter gehen: wirklich nur VW? Bisher erscheinen die lediglich als die dreistesten Hütchenspieler.

Linus September 25, 2015 um 09:52

@Bogus:
Erstmal Danke für deine Antwort oben.

“Armer Linus! So desillusioniert?”
Wie bitte? Nicht doch. Ich bin vielmehr einigermassen zufrieden. Natürlich hätten mehr an der Umfrage teilnehmen können. Aber keine Antwort ist auch eine Antwort.

“Manchmal hilft es schon, Fragen präziser stellen”
War es richtig, dass Winterkorn zurückgetreten ist?
Präziser geht eigentlich nicht.

@Goodnight:
Danke natürlich auch an dich! Ich hoffe, du siehst mir meine temporäre Flappsigkeit nach.

NB: Zur Auswertung schreibe ich später noch was.

Linus September 25, 2015 um 09:56

@gelegentlich 9:42:
Na also, jetzt haben wir es sogar schriftlich, von Fefe. Diesen Punkt werde ich natürlich berücksichtigen in der Auswertung.

Manfred Peters September 25, 2015 um 09:59

@ “War es richtig, dass Winterkorn zurückgetreten ist?
Für Winterkorn ja, denn es winken bis zu 60 Millionen Euro Abfindung plus Pensionsansprüche von 28,6 Millionen Euro.
Also vorerst kein Hartz IV.
Darauf einen Dujardin Doppelkorn!

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 10:10

gelegentlich

—>>>Die Debatte kann ja jetzt weiter gehen: wirklich nur VW? Bisher erscheinen die lediglich als die dreistesten Hütchenspieler.”

Nein, und nochmals nein… es ist der Selbstbetrug des ganzen Systems. Jeder der in der Thematik einigermaßen involviert ist, weiß es. Es ist schlicht und einfach mit dieser Technologie nicht zu schaffen, dass die Werte überhaupt immer eingehalten werden können.

Und nicht nur in diesem Thema. Das ist genauso dämlich bei der EnEV (Energie-Einspar-Verordnung) und der Dämmindustrie. Es ist die volle Verarschung. Auch beim Glühlampen Verbot (Also die Heizung 89% mit einer Lichtausbeute von 2%)

Wenn ich all den ganzen Schwachsinn lese, und hier kommt einer mit Moderne oder sogar Post um die Ecke, dann kann nur der Fußnagel hoch klappen.

someone September 25, 2015 um 10:19

Ab der Zwischenüberschrift “The image breaks down” ein sehr interessanter Artikel:
http://www.economist.com/news/briefing/21667918-systematic-fraud-worlds-biggest-carmaker-threatens-engulf-entire-industry-and

Bogus September 25, 2015 um 10:22

Holger

” Es ist schlicht und einfach mit dieser Technologie nicht zu schaffen, dass die Werte überhaupt immer eingehalten werden können.”

Zwischen “überhaupt immer” und “überhaupt gar nie, außer auf dem Prüfstand” gibt es ja noch ein paar Abstufungen. Wenn die Abgasnachbearbeitung meinetwegen während 40% der gefahrenen Kilometer wirksam ist, dann ist ja auch schon was erreicht.

ruby September 25, 2015 um 10:27

Nur dass die Miesen von der Maloche des Ottonormalo statt der Rendite der Dieselelite zu tragen sein sollen.
Der Weise wird es perfektionieren unter Mindestlohn.
Die VW-Hartzmodelle stehen Pate!

Morph September 25, 2015 um 10:37

@Holger

“nicht zu schaffen, dass die Werte überhaupt immer eingehalten werden können. (…) Und nicht nur in diesem Thema.”

Genau.

“Wenn ich all den ganzen Schwachsinn lese, und hier kommt einer mit Moderne oder sogar Post um die Ecke, dann kann nur der Fußnagel hoch klappen.”

Ja, das tut mir ja leid. Und wenn Du das nicht hören willst und lieber den Wutbürger in Dir tanzt, von mir aus.

Aber die Sache ist eben die, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von einem Ordnungsfetisch getrieben wird, immer alles festlegen zu wollen. Das geht auch kommunikativ wunderbar. Man kann sich auf alle möglichen Regeln verständigen. Nur ob das in der Wirklichkeit überhaupt funktioniert, wird sehr oft nicht bedacht.

Und so haben wir mit einem auseinanderlaufen von geltenden Regeln und faktischer Wirklichkeit zu tun.

Z.B. Der Mathos Selbstbedienung (Supermarkt) ist klasse, stimuliert das Einkaufsverhalten der Massen. Man baut immer attraktivere Mitnahmegelegenheiten. Gleichzeitgig gilt: Klauen verboten.

Daher kommt es, trotz prohibitiver Strafgesetze jeden Tag zigtausendfach zu Ladendiebstählen.

So funktioniert die moderne Gesellschaft…

Und jetzt darfst Du wieder die Backen aufblasen und “Saftsack!” brüllen. So hat eben jeder von uns sein Stilideal: trocken und gefasst oder spuckend und haltlos. It’s a free country. ;-)

gelegentlich September 25, 2015 um 10:44

@refugee TM 2015 September 25, 2015 um 10:10
„…Bisher erscheinen die lediglich als die dreistesten Hütchenspieler.”
Nein, und nochmals nein… es ist der Selbstbetrug des ganzen Systems. Jeder der in der Thematik einigermaßen involviert ist, weiß es. Es ist schlicht und einfach mit dieser Technologie nicht zu schaffen, dass die Werte überhaupt immer eingehalten werden können.“
Widerspricht sich doch gar nicht.
Nach der Debatte gestern hat sich mein Eindruck verfestigt:
man kann vermutlich aus fossilen Brennstoffen einigermaßen umweltverträglich Energie gewinnen, aber das wird, wenn die Anlage in einem PKW verbaut werden soll, nicht gehen. In einer mittelgroßen Anlage mit 1-2 Technikern, die überwachen, reinigen und nachfüllen, vermutlich schon. D.h. Elektroantrieb, wenn man beim PKW bleiben will.
Für die Politik hieße das: den Weg dahin durch sinnvolle Schritte zu konstruieren, über Nacht geht es nicht.
@ruby
Wer die Miesen zahlt ist und war schon immer eine Frage des politischen Kräfteverhältnisses. Die Moderne mit ihrer Eliminierung der politischen Meinungsbildung bei der Masse ist halt komfortabel für die 1%. Sie verfügt ja auch, wie täglich zu sehen, über hinreichend viele dienstadlige Affirmationszuarbeiter.

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 10:50

Bogus

—>>> Wenn die Abgasnachbearbeitung meinetwegen während 40% der gefahrenen Kilometer wirksam ist, dann ist ja auch schon was erreicht.”

Dann soll man das eben so auch festhalten. Und nicht suggerieren das es 90% oder gar 120% sind.

Augenwischerei…

Bogus September 25, 2015 um 10:50

gel.
“D.h. Elektroantrieb, wenn man beim PKW bleiben will.”

Wenn der Strom aus der Steckdose kommt – und nicht aus’m Atom – ist das super.

Dipfele September 25, 2015 um 11:05

http://blog.dergoldenealuhut.de/category/der-goldene-aluhut-die-verleihung-2015/

Warum steht “wiesaussieht” nicht auf der Liste? Liegt das am segensreichen Wirken des Tatortreinigers?

Morph September 25, 2015 um 11:08

@Holger

Du dagegen bist nach meiner Beobachtung ein ganz schlauer Fuchs mit einem leichten Hang zur deftigen Artikulation seiner Gefühle.

Huuh September 25, 2015 um 11:11

sUCHE dIESELANTRIEB FÜR´S sCROLLEN

MIT mONTAGEANLEITUNG

Linus September 25, 2015 um 11:12

@someone: Super Artikel – Danke!

Konsumterror, again. September 25, 2015 um 11:23

Feine Sache Urheberrechtsschutzgesetz

“Der unter Präsident Bill Clinton verabschiedete Digital Millennium Copyright Act (DMCA) erlaubt die Einblicknahme in Programmcode nämlich nur dann, wenn der Rechteinhaber dies gestattet. Das erlaubt es Unternehmen nicht nur, Wettbewerb für Reparatur- und Zusatzgeräte zu verhindern – es verhindert auch, dass Sicherheitsmängel öffentlich werden… und setzt Anreize dazu, heimliche ‘Features’ zu integrieren, von denen Kunden oder Behörden nichts wissen sollen.”

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46093/1.html

f.luebberding f.luebberding September 25, 2015 um 11:30

Dipfele

Es könnte auch an meinen Artikeln liegen. Um die geht es ja. Eigentlich. Manchmal.

Morph September 25, 2015 um 11:35

Der VW-Skandal ist, wie gesagt, vom Managementgesichtspunkt her ziemlich langweilig. Die hohen Herren nehmen das Risiko auf sich, als Verbrecher im Kanst zu landen, und werden dafür fürstlich bezahlt. Wofür denn sonst. Für Leistung? Daran glauben wohl nur die @Goodnights dieser Welt, die sich rühmen, die gleiche Schuhmarke wie diese hohen Herren spazieren zu führen. Je nun…

Das eigentlich interessante Thema in diesem Skandal ist das hier:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/software-betrug-wie-vw-autos-das-luegen-beibrachte-a-1054604.html

Сергей1980 September 25, 2015 um 11:44

Tja, Internet der Dinge. Volkswagen ist erst der Anfang.

http://www.nytimes.com/2015/09/24/opinion/volkswagen-and-the-era-of-cheating-software.html?_r=2

@ Dipfele

,,Warum steht “wiesaussieht” nicht auf der Liste? Liegt das am segensreichen Wirken des Tatortreinigers?”

Danke für den Link. Nominiert ist auch Klagemauer.tv. Mein persönlicher Favorit. Gelten die als Diskutier-und-Debatten-Sanatorium mit ZK-Phrasomanen, Mises-Hayek-Katechismus und XXL – katholischer Tugendkatalog?

gelegentlich September 25, 2015 um 11:47

@Morph September 25, 2015 um 11:35
Danke für den Hinweis auf diese Übersicht. – In der Sache selber war die OpenSource Community, z.B. die Electronic Frontier Foundation (EFF), schneller und hat jetzt ohne eigenes Zutun endlich den richtigen öffentlichen Widerhall. Darauf wies hier als Erster @ Konsumterror, again. September 25, 2015 um 11:23 hin.
In diesem Fall aber hat sich dieser proprietäre Dreck an seiner eigenen Sch… verschluckt.

Übrigens macht das Verhalten von VW tatsächlich nur dann Sinn, wenn man annimmt, dass Irgendjemand den Quellcode der Software hat und VW das auch wußte. Wäre das nicht der Fall hätte man unzählige Ausreden, Ausflüchte usw. gebrauchten können, die alle nicht schlimmer oder lächerlicher gewesen wären als die anderer Betroffener in vergleichbaren Fällen. Oder halt: diese Dienstadelsmillionäre hätten einfach in Panik den Kopf verloren.

f.luebberding f.luebberding September 25, 2015 um 12:03

Morph

Es geht ursprünglich um die Frage, die holger diskutiert: Sind die politischen Zielvorgaben mit der gegenwärtigen Technologie erreichbar oder nicht? Dazu diese Übersicht. Zum anderen um die politische Frage, ob die Ziele Gesundheitsprävention und Klimaschutuz konkurrierend oder komplimentär sind. Die unterschiedlichen Regulierungen in Europa und den USA legen nämlich jeweils andere Schwerpunkte. Schließlich geht es um die Frage, wie solche Testverfahren zu definieren sind. Unter Laborbedingungen können sie nur die Vergleichbarkeit unter den Automobilproduzenten sicherstellen. Dann geht es aber nicht um die Wirklichkeit im Alltagsbetrieb. Diese hängt auch vom individuellen Verhalten ab. Das ökologisch veträglichste Auto ist das, was steht – und wenn man zu Fuß geht.

Diese Fragen werden erst jetzt wieder anläßlich des VW-Skandals diskutiert. Wenn sich dann herausstellen sollte, dass etwa die von der Politik definierten Zielvorgaben in der Wirklichkeit nicht zu erreichen sind, muss man neu diskutieren. Insofern existiert hier eine Analogie zum Asylrecht. Wenn jeder dieses Grundrecht in Anspruch nimmt, führt es faktisch zu seinem Zusammenbruch. Dazu auch meine Frühkritik im neuen Thread oder dieser Artikel von Altenbockum. Was die Debatte um den VW-Skandal noch für Folgen hat, zeigt ja Dein link oder der zur New York Times vom anderen Kommentator. Nur ist das eine neue Debatte.

soldatenkoenig September 25, 2015 um 12:04
soldatenkoenig September 25, 2015 um 12:14

Nachtrag:

Cummins Rollin Coal on a Prius:
https://www.youtube.com/watch?v=sT_psrwS39c

gelegentlich September 25, 2015 um 12:16

Hier der springende Punkt aus dem von @Konsumterror, again zitierten Heise-Artikel:

„Das dürfte eine Rolle dabei gespielt haben, dass sich auch die US-Umweltbehörde EPA gegen solch eine Ausnahmeregelung aussprach. Heute weiß man, dass solche Manipulation nicht durch ein paar wenige Fahrer, sondern durch den VW-Konzern erfolgte. In weltweit 11 Millionen Fällen. Hätte es den DMCA nicht gegeben, dann wären diese Manipulationen wahrscheinlich deutlich früher entdeckt worden. Noch wahrscheinlicher ist, dass VW sich ohne das Clinton-Copyright gar nicht getraut hätte, die Manipulationssoftware einzusetzen, weil sie befürchten hätte müssen, dass der Schwindel herauskommt.“
Dieser ganze Copyright- und Patent-Kram ist zur Absicherung der Schwindler da. Und zu anderen Zwecken.
Beispiel von gestern:
VW bietet eine Harnstoff-Lösung an, 5%, eigener Phantasiename. Kostet 6 € an der Tankstelle. Jetzt kommt ein portugiesischer Anbieter und stellt das für 3€ hin. VW baut ein System ein, das den Bar-Code der Flasche entziffert (Ländercode usw.). Ist die nicht von VW springt der Motor erst gar nicht an. Dass solch ein dreistes Verhalten als legal erscheint erreicht man durch Lobby-Arbeit. Ist eh nur zum Besten der Verbraucher. Die wollen doch immer nur „Original-VW“ fahren.

Doktor D September 25, 2015 um 12:32

“Das ökologisch veträglichste Auto ist das, was steht” – kleine Korrektur: Das ist das, was gar nicht gebaut wurde.
Klimaziele vs. Gesundheitsziel: Die lassen sich ja deswegen nicht vereinbaren, weil immer das Oberziel “individuelle, besitzbasierte Automobilität und Automobil-Industrie sind unter allen Umständen zu schützen” gilt. Und das wohl die Ratio sine qua non der ganzen gesellschaftlichen Veranstaltung hier zu sein scheint, können wir das wohl nur in Form von imaginären Klimazielen und Betreibsausflügen der Polit-NGO-Kaste anpacken – also gar nicht. So wird sich das “Problem” wohl selbst gesteuert lösen müssen. Schade um all’ die Kinder und Enkel, die mit so viel Liebe und SUV-Motorbauer in die Walldorfschulen geschaukelt und Bio-Gemüse aufepäppelt wurden.

Morph September 25, 2015 um 12:42

@FL

“Sind die politischen Zielvorgaben mit der gegenwärtigen Technologie erreichbar oder nicht?”

Politische Zielvorgaben sind immer erreichbar! Im Zweifelsfall dadurch, dass aus Gründen technischer Nichtmachbarkeit die Produktion eingestellt wird.

Die Frage ist, ob und wie das Erreichen sachgerecht kontrolliert werden kann und was für Folgen politischer Zielvorgaben haben.

Deine Analogie zum Asylrecht ist, so wie Du sie ziehst, abwegig. Es sei denn, Du würdest Organisationen (Autofirmen) und Personen (Flüchtlinge) gleichsetzen. Wenn wegen politischer Vorgaben/Zielsetzungen ein Wirtschaftsunternehmen nicht mehr profitabel wirtschaften kann und untergeht, ist das ganz im Rahmen der politischen Kompetenz und der rechtlichen Legalität. Wenn aber wegen politischer Vorgaben/Zielvorstellungen Tausende schutz- und wehrlose Personen auf der Flucht vor Elend im Mittelmeer ersaufen, dann ist das eine historische Katastrophe vom Rang der einschlägigen Völkermorde. So etwas darf ein politisches Gemeinwesen um seiner eigenen Würde Willen nicht durch eigene Entscheidungen herbeiführen.

ruby September 25, 2015 um 12:44

Schäubles rechtliche Formulierung in der ARD gestern zum Status von Weise beschreibt den Beutezustand des Systems sehr genau. Sie die 1% haben Gesetzmäßigkeit nicht mehr nötig.
Kommerz lacht über Tugend, bis zum Ende.

someone September 25, 2015 um 12:45

Oder man hat mit dem Diesel aufs falsche Pferd gesetzt.
Toyota schwört auf Hybridotto. Diese Möglichkeit sollte man zumindest in Betracht ziehen, auch wenns wehtut.

gelegentlich September 25, 2015 um 12:55

@someone
Das hängt wohl ausschließend von den äußeren politischen Vorgaben ab. Und auch davon, ob man bei irgendeiner Regulierung auch den ökologischen Fußabdruck mit berücksichtigt. Dann nämlich spielt die Lebensdauer der Motoren eine große Rolle.
Vielleicht wissen es andere besser. Das Problem, aus fossilen Brennstoffen mit möglichst geringer Umweltbelastung Energie zu gewinnen, wird wohl in einem PKW nicht erreichbar sein, aber in einer größeren stationären Einrichtung.

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 13:00

—>>>Politische Zielvorgaben sind immer erreichbar! Im Zweifelsfall dadurch, dass aus Gründen technischer Nichtmachbarkeit die Produktion eingestellt wird.”

Ich sach ja… Geisteskrank.

Politische Vorgabe —>>> Rad Viereckig
Realistische Vorgabe —>>> Rund

was soll man dazu noch sagen?

someone September 25, 2015 um 13:09

“Das Problem, aus fossilen Brennstoffen mit möglichst geringer Umweltbelastung Energie zu gewinnen, wird wohl in einem PKW nicht erreichbar sein, aber in einer größeren stationären Einrichtung.”

Genau deshalb setzt Toyota im Individualverkehr nicht auf Diesel. Peugeot versuchte, einen Dieselhybrid zu etablieren, und hat es entnervt abgebrochen. Man kann natürlich auch die Stickoxide zu einem Hirngespinst erklären und hoffen, dass es die Chinesen nicht merken.
http://www.20min.ch/diashow/64231/64231-KlBtDahm4mNekWj6SBHDnA.jpg

petervonkloss September 25, 2015 um 13:20

Gelegentlich

Falls Sie es nicht bemerkt haben:

Ich wollte mich vorsichtig und sensibel von einer etwaigen VT distanzieren.

Ich glaube es war der geniale Bernd Mattheus, von dem Folgendes zitiert sei:

„Jede wahre Sprache ist unverständlich“;

wobei ich die morphsche nicht dazu zähle.

keiner September 25, 2015 um 13:27

Widdschaftskrieg, Zweitschlag:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/verhuetungs-methode-essure-von-bayer-in-den-usa-kritisiert-13822687.html

…wenn das in dem Takt weitergeht, werden die Verteidiger für US class action suits nächste Woche knapppppp….

Bogus September 25, 2015 um 13:59

@ wowy, f.l. (#TTIP)
@ Linus (#Schweinesystem)

“Gesetzestreue lässt sich manchmal in Heller und Cent ausdrücken und schmälert den Gewinn. Wer wäre da nicht versucht – nachzurechnen ? Dumm nur, dass auch der Gesetzesverstoß seinen Preis hat – wenn man erwischt wird.

Der homo oeconomicus, als der Winterkorn bezahlt wurde, war den Aktionären gegenüber verpflichtet, die beiden Preise (die ihm als Vorstandsvorsitzender und Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung möglicherweise bekannt gewesen sein könnten) – in erster Linie also das Risiko, erwischt zu werden – kühl abzuwägen.

Und ganz egal, was hinterher alle Politiker, einschließlich der im Aufsichtsrat von VW, sagen: Mit der Einhaltung moralischer Standards und der Einhaltung von Gesetzen ist den finanziellen Interessen der Aktionäre eben nicht in jedem Fall gedient. Aus deren Sicht besteht Winterkorns Fehler als Manager – wenn es Winterkorns Fehler war – ausschließlich darin, die Wette (falls er sie abgeschlossen hat), nicht erwischt zu werden, verloren zu haben.

Ob nun Winterkorn persönlich verantwortlich ist oder nicht, sprechen wir im VW-Abgasskandal also nicht über einen Betriebsunfall oder moralisches Versagen, sondern über ein Strukturprinzip unserer Wirtschaftsordnung. Je größer ein Konzern wird, desto lohnender (und auf Grund möglicher politischer Einflussnahme erfolgversprechender) wird es, die gültigen Spielregeln zu umgehen oder gleich selbst im eigenen Interesse festzulegen.

Dass Winterkorn selbst weit davon entfernt ist, ein Lamm zu sein, zeigt seine nachhaltige Unterstützung für TTIP.

Sein Traum: Wären die US-Abgasnormen erst nach dem wohl bevorstehenden Abschluss der TTIP-Vereinbarung beschlossen worden, hätte er ihre Einführung durch Einreichung einer Klage – also gewissermaßen mit einem Federstrich – wegen Geschäftsschädigung des VW-Konzerns verhindert.

Dann hätte VW die Umwelt legal verpestet. Man kann das Fortschritt nennen. Fragt sich nur für wen.”

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27703#more-27703

petervonkloss September 25, 2015 um 14:15

„bleistift September 24, 2015 um 23:44
@ goodnight
“Differenzen bestimmen die Welt, nicht Einheiten.”
Bist du am Ende gar Buddhist geworden?
“Welches Geräusch erzeugt eine klatschende Hand?” fragt sich der Zen Jünger.“

Die Frage nach der klatschenden Hand des Zen-Meisters

und diese von @Natalius eingestellte Musik war der Ausgangspunkt:

https://www.youtube.com/watch?v=VTu9kLvK1c0

ruby September 25, 2015 um 14:38

@ holger TM2015
Der Einwurf mit dem Militäreinsatz im Innern (nicht mehr der Republik sondern der Oligarchie) kommt schneller als erklärt. Schäuble kann bereits die Haushaltsmittel im Etatentwurf aktualisieren.
Lagerhaltung in der Hauptstadt :
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/09/25/dlf_20150925_1412_7840f554.mp3
Flüchtlinge: Chaos in der Erstaufnahmeeinrichtung Moabit Lageso
HotSpots live und vor Ort …

petervonkloss September 25, 2015 um 14:42

Morph September 25, 2015 um 14:05

Es gibt immer wieder und sehr vereinzelt Stellen, da ich Sie am liebsten gelobt hätte.

ruby September 25, 2015 um 15:28

@ Morph
Gehe ich recht in der Annahme, daß Du die
http://www.dusyma.de/shop/images/product_images/popup_images/520946_tif.jpg
nicht mehr im Mathematikunterricht kennen gelernt hast?

ruby September 25, 2015 um 15:56

@ all who fly over the rainbow
https://www.youtube.com/watch?v=pPgLcj9_qwE
und Michael Schenker of course
werden uns alle dort wiederhören

ruby September 25, 2015 um 16:03
Manfred Peters September 25, 2015 um 16:31

@ ruby um 16:26
“Wehe das geht weiter so.”
Klar sowieso!

gelegentlich September 25, 2015 um 18:13

@peewit September 25, 2015 um 08:50

Sich dem Problem über Statistik zu nähern ist nur ein möglicher Zugang. Für sich allein führt er zwangsläufig in die Irre.
Hier mal ein nicht-statistischer Zugang, der aber gut zum Thema paßt:
„25. September 2015 12:19
soawhat

Ich bin wieder OK, na ja nach dem Krebsschlüssel. Wenn Du Dich mit einem Arzt unterhältst der einen Scheiß auf das gibt was allgemein der Bevölkerung vorgesetzt wird,wirst Du erstaunt sein an welcher Stelle Dieselabgase, Rußpartikel aus Dieselmotoren stehen.
Das gleiche gilt natürlich für die in den Kats von Benzin PKWs
enthaltenen Schwermetalle die als Nanopartikel noch nicht mal
eingeatmet werden müssen.

Wenn ich Muse habe und die US Studie finde kannst Du eine Zunahme von 60% an Krebserkrankungen verursacht durch Dieselabgase nachlesen.Die Zahl habe ich noch im Kopf. Von wegen.

Geh mal in Krebskliniken und Rehacenter und schau Dir das Alter der Menschen dort an,die Masse ist unter 50 Jahren,eher Jünger.
Ich spreche hier nicht von Lala Krebs den man mit 80 auf Grund des Alters oder weil man zu bequem zum Bumsen ist bekommt,Prostata und so“

Dass der Verweis auf irgendeine US-Studie hier nicht viel wiegt muss nicht betont werden. Die anderen Beobachtungen sind es.

Goodnight September 25, 2015 um 18:33

@morph

“Daran glauben wohl nur die @Goodnights dieser Welt, die sich rühmen, die gleiche Schuhmarke wie diese hohen Herren spazieren zu führen”

An den Schuhen erkennt man den Menschen, sagte meine Oma immer.
Oder wie Porschardt jetzt sagen würde:
“Was für Schuhe tragen Sie denn?”

Morph September 25, 2015 um 18:49

@Goodnight

“Was für Schuhe tragen Sie denn?”

Meindl, zwiegenäht. ;-)

Goodnight September 25, 2015 um 18:53

@Morph

Ich fragte nach Schuhen! ;-)

Morph September 25, 2015 um 19:00

@Goodnight

Du meinst die Dinger, mit denen man nicht durch den Schmutz geht? Bzw. nur duch den sozial konstruierten? Wenn’s sein muss, ziehe ich dann die Dinkelacker an, nicht das so Leute wie Du vom Stühlchen fallen.

ruby September 25, 2015 um 19:22

Eben beim Abendbrot zu den asozialen Abgaskontrollen ohne jegliche Konsequenzen für den Zweck der Grenzwerteinhaltungen :

“Vielleicht ist das irgendwie Reklame?”

gelegentlich September 25, 2015 um 19:23

@Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 18:33
„Oder wie Porschardt jetzt sagen würde:
“Was für Schuhe tragen Sie denn?” – Aua,das tut weh. Ich hatte mal einen Artikel von ihm, nach dem „der Westen“ jetzt Krieg gegen den Iran führen müsste, übersetzt und das bei Freunden im Nahen Osten verteilt. Die Kommentare kann man auf einem Blog ohne Kindersicherung nicht zitieren. Trafen aber ins Schwarze, falls man dem Hörensagen ein wenig trauen darf. So einer ist also keine Referenz für gar nichts.

ruby September 25, 2015 um 19:23

Was wollen uns die Affentheaterschauspieler mit der Aufführung sagen?

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:30

@Goodnight; Morph
Was stramm Konservative eben so tragen.

Goodnight September 25, 2015 um 19:30

Müller, der neue VW Überflieger….ein weiterer Schrauberlehrling:

“Lassen Sie mich eines sagen: Zu keinem Zeitpunkt war die Sicherheit unserer Fahrzeuge oder unserer Kunden gefährdet”

Als wenn das jemals die Frage gewesen wäre!

Nee, das wird nix mit dem.
Hat ja Porschardt schon angedeutet, als er uns mitteilte das Müller auf seiner Augenhöhe operiert.
Ein Sonnyboy als Retter… Herr hilf…

ruby September 25, 2015 um 19:33
Goodnight September 25, 2015 um 19:35

@Moprh

“Wenn’s sein muss, ziehe ich dann die Dinkelacker an, nicht das so Leute wie Du vom Stühlchen fallen.”

Dinkelacker sind für Ü60….die kauft man bei Manufaktum!

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:36

@Morph

Aber sind denn “Budapester” noch politisch korrekt als Nichtbayer?

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:38

@Goodnight

Alte Säcke werden halt auch immer jünger.

Morph September 25, 2015 um 19:38

@Hammersen

“Was stramm Konservative eben so tragen.”

Habe ich jemals etwas anderes behauptet? Keine Ahnung, warum manche mich hier als ‘Linksromantiker’ etc. pp. bezeichnen. Da schreibt man jahrelang gegen den Fortschrittswahn an, für die Bewahrung der Natur, für die klassischen Ideale der Aufklärung…

Aber was soll’s: Die Leute lesen die Sachen eben, wie es ihnen gerade in ihre Pappkameradenwelt passt. ;-)

gelegentlich September 25, 2015 um 19:38

@H.K.Hammersen Eingereicht am 25.09.2015 um 19:30
Nein, ganz falsch. Das sind die „C-Konservativen“. Die Echten würden nie, unter gar keinen Umständen in der Öffentlichkeit, ihre Kleidung gegenüber Domestiken beschreiben. Neulich hatten wir eine Parodie der Helden-Pose, jetzt auch noch eine Parodie der Konservativen-Pose. Eben langt’s!
- „C“, als ob es für Konservative eine Sendung noch eine Schicht unter diesem Dschungel-Camp gäbe, wo ja die “B-Prominenten“ hausen.

Morph September 25, 2015 um 19:39

@Hammersen

Ich trage doch keine Budapester!!

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:40

@gelentlich

Die Kleinbürger sind immer am konservativsten.

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:41

@Morph

Vielleicht nicht das Lochmuster, aber aus Budapest. Orban trägt die sicher auch.

Morph September 25, 2015 um 19:42

@Gelegentlich

“Die Echten würden nie, unter gar keinen Umständen in der Öffentlichkeit, ihre Kleidung gegenüber Domestiken beschreiben.”

Na, na, na! Sind doch alles ganz herrliche Prachtkerle hier! ;-)

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 19:43

Richtige Helden tragen Beine von Otto Bock

Morph September 25, 2015 um 19:44

@Hammersen

“Vielleicht nicht das Lochmuster, aber aus Budapest.”

Schau mal an, was Sie so alles wissen! ;-)

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:46

Falls jemand fragt, ich trag’ vorzugsweise Daytona. Im wahrsten Sinne des Wortes konservativ!

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 19:49

@Morph

In meiner Verwandtschaft trugen die die Männer meiner Großelterngeneration. Allerdings handgemacht direkt in Ungarn.

Morph September 25, 2015 um 19:49

@Hammersen

Daytona? Ist das ‘ne Windelfirma?

gelegentlich September 25, 2015 um 19:53

An den Themenstarter, nicht den Threadstarter: dazu paßt lediglich Wencky Myhre’s Lied vom Schönen Cowboy: Ach wärst Du doch in … geblieben! – Zu diesem Umfeld fällt mir auf dass es jedenfalls dort keinen VW-Skandal geben kann. Dass die Werte nicht stimmen? Geschenkt, man ist doch nicht blöd. Aber wenn die Marke, die man fährt, paßt (man teilt mit, welche Marke man fährt, echt wahr!)… das Gschmäckle, der Odour, der davon aufsteigt haftet so penetrant, dass man sich vergeblich bemüht seine Herkunft zu verleugnen, dort, wo „above Mittelschicht“ wirklich Sinn macht. Das ist weder Stuttgart noch München. Dort dürfte man diesen vermeintlichen Skandal nicht als Skandal, sondern als authentisch betrachten. Hat kulturell was Parvenühaftes. Das allerdings paßt zu Stuttgart.

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 20:07

@gelegentlich

Was glauben Sie, wie bemüht “above Mittelschicht” ist, ihr “abov” mitzuteilen. Zentraler Bestandteil dieses Mitteilens ist es, den Eindruck, man wolle es mitteilen, zu verbergen. Richtig Stress, immer darauf zu achten, die Distinktionsmerkmale zu wechseln, wenn sie in der Mittelschicht auftauchen. Auch gerne mal Unterschichtattribute, um zu zeigen, dass man es gerade nicht nötig hat.

gelegentlich September 25, 2015 um 20:31

@H.K.Hammersen Eingereicht am 25.09.2015 um 20:07

So, hier ein Produkt das @morph sogleich für die Gattin erstehen wird, weil es in allen Belangen den von ihm beschriebenen Anforderungen, die ich natürlich teile, genügt:
http://www.kriuks.com/en/info/leather-dyes/
Es gibt überhaupt keinen Grund ausgerechnet im Rahmen einer Diskussion des VW-Skandals über Manufactum zu spotten. Das ist das genaue Gegenteil. Denn Vieles in dieser Branche kenne ich von der Pike auf, ähnlich wie @Holger die seinige, mit Hinterhofeinsichten. Wer bei Textilprodukten eine wirklich ehrliche Beschreibung inkl. der gesamten Veredlung will kriegt sie bei Manufactum. Selbst Burberry ist teilweise geschwindelt, Versace sind technisch-handwerklich eher Hochstapler.

@QuestionMark 25.09.2015 um 20:22: gaaanz herzlichen Dank! So sollte es generell zugehen (falls die Zeit jeweils reicht)

ruby September 25, 2015 um 20:37

“Richtig lustig geht es auch bei den Gutachten zu – nicht erst seit gestern. Das beweist der VW-Devisenskandal: Schon 1981 hatte die Bundesbank den gesamten VW-Vorstand gewarnt, nicht ihre eigenen Devisenaktionen zu stören. Die elfstelligen Devisenumsätze waren demnach bekannt.

Trotzdem wurde die dem Vorstand Peter Frerk unterstellte Innenrevision fünf lange Jahre dem Devisenbereich ausdrücklich ferngehalten, quasi zum Schraubenzählen abkommandiert – eine justitiable Unterlassung.

Ein WP-Gutachten mußte her. Erkenntnis der DTG: „Das Unterbleiben von Prüfungshandlungen im Devisenbereich der VW-AG von Mitte 1982 bis 1987 ist in Anbetracht der vielschich-tigen Inanspruchnahme der internen Revision in einem großen Industrieunternehmen vertretbar.“”

Dagegen sind das
http://media1.faz.net/ppmedia/aktuell/wirtschaft/2201482847/1.3824237/format8_3_breit/schonungslose-aufklaerung.jpg
völlig langweilige Gesellen.

Das war damals noch richtiges Aktenstudium für mich auch wenn es nur 170 Mio Schaden gab- aber heute? Milliarden für schlechte Luft. Aufhören ihr Versager…

Goodnight September 25, 2015 um 20:44

@hammersen

“Was glauben Sie, wie bemüht “above Mittelschicht” ist, ihr “abov” mitzuteilen.”

Spricht der Daytona Träger. Also Bitte, nichts ist mehr reine Status Kommunikation als eine Daytona. Eine Damen-Rolex, die völlige Entkopplung der Uhr von der männlichen Funktionalität, wie sie noch bei GMT und Submariner ursächliche Idee der Uhr gewesen und in dieser pervertierten Daytona-Form letztlich zu einem Schmuckstück zerronnen ist. Eine Uhr, deren einziger Zweck die Kommunikation des erreichen Status, ein Porsche Cheyenne am Handgelenk. Von Männern für Frauen getragen.
Ergo, von Männern ohne eigene Zielvorgabe, ohne Idee, ohne Charakter, einziger von Mutti indoktrinierter Lebenszweck: dem Weibe zu gefallen.

gelegentlich September 25, 2015 um 20:53

@Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 20:44

Ich räume ein da nicht mitreden zu können. Weil, also, für mich Freiheit bedeutet überhaupt nie eine Armbanduhr zu tragen. Aber ich akzeptiere, dass wir nun, um Sinne von Diversifizierung, eine weitere Wahrnehmungsebene hier im Blog haben.
Eine Daytona, sagen Sie, wäre also kompatibel mit der inneren Triebkraft, die zum sog. VW-Skandal geführt hat (meine Wertung)?
Noch eines, was ich immer schon wissen wollte, mich bisher nie zu fragen getraut habe: was ist männliche Funktionalität? Ich will nicht dumm sterben.

Goodnight September 25, 2015 um 20:59

@gelegentlich

“Hat kulturell was Parvenühaftes. Das allerdings paßt zu Stuttgart.”

Bitte, willkommen in der modernen Welt. Der Parvenü ist die Einheit des Besten beider Welten. Er ist noch männlich, brutal und zugleich wohlhabend.
Nicht männlich, brutal und arm wie die Unterschicht und auch nicht unmännlich, weich und reich wie die Oberschicht.

Goodnight September 25, 2015 um 21:07

@gelegentlich

männliche Funktionalität ist the right stuff, d.h. mit 2000 km/h durch die Wolken oder le grand bleu, d.h. dem Wasserdruck in unendlichen Tiefen standhalten. Eine Uhr wirkt nur als männliches Schmuckstück, wenn es die Männlichkeit betont und der Schmuck sich erst beim zweiten Blick entfaltet, wie ein hochwertige funktionale Taucher- oder Fliegeruhr. Bei der Daytona ist das umgekehrt und deshalb funktioniert sie nicht. Sie macht den Mann zum Weib, weil er mit ihr wie ein Weib kommuniziert, d.h. den Schmuck betont.

Goodnight September 25, 2015 um 21:10

Daytona Käufer sind die, die mit der Gattin zum Konzi gehen und sie dann fragen welche Uhr den die richtige für einen echten Mann wäre.
Ich denke, der Porschardt trägt bestimmt auch ne Daytona.

gelegentlich September 25, 2015 um 21:14

@Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 21:07
Danke! Aber die Uhr würde ich nur beim Tauchen (mache ich öfter) tragen. Da ich nicht wie James Bond lebe, sie also in jeder Sekunde brauchen könnte, brauche ich sie und will ich sie sonst nicht. Wenn ich sie dennoch allzeit sichtbar trage heißt das: sie macht den Mann zum Weib, nicht wahr? Er will gefallen, er will dass man das sieht? Er ist sich, noch schlimmer, nicht als Mann selbst genug.
@Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 20:59
Habe nur ich den Eindruck, dass dies eine aufwändige Selbststilisierung ist, hinter der viel Lebensarbeit, fast eine halbe Biographie, steckt? Aber „noch männlich“ ist interessant, das gebe ich zu.

Goodnight September 25, 2015 um 21:15
KurtBehemoth September 25, 2015 um 21:24

Wie sich virtuelle Identitäten doch treu bleiben. Kann mich an ähnliches Geplänkel von vor gefühlt 10 Jahren im Herdentrieb zwischen Goodnight und weissgarnix erinnern. Da hat Goodnight auf die Szene aus American Psycho verlinkt, in der sie ihre Visitenkarten vergleichen…. War sogar noch ein bisschen selbstkritisch. Aber Holger hat den Otto Bock geschossen.

gelegentlich September 25, 2015 um 21:28

@KurtBehemoth Eingereicht am 25.09.2015 um 21:24
Sagte ich doch: viel Lebensarbeit, fast eine halbe Biographie… ;-)
Und jetzt die vielleicht peinliche Frage: was für’n Ding hat der Poschardt denn da?

Goodnight September 25, 2015 um 21:29
Goodnight September 25, 2015 um 21:32

@gelegentlich

“was für’n Ding hat der Poschardt denn da?”

Hab ich doch schon gesagt, ne Rolex Datejust 34mm, die Einsteigerklasse bei Rolex. Also für die , die haben wollen aber nicht wirklich zahlen können. War wohl noch bevor er geerbt und sich nen Porsche leisten konnte. Viel besser finde ich aber die Manschettenknöpfe bei nem blauen Freizeit-Streifenhemd….

gelegentlich September 25, 2015 um 21:37

Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 21:29
Danke, aber „The Adobe Flash Player has crashed“, wirklich. Irgendetwas muss an der Szene also unheilig sein…

refugee TM 2015 September 25, 2015 um 21:40

Das mit den Uhren habe ich noch nie verstanden :D

Muss aber wohl irgendwas dran sein…

An der Uhr

ruby September 25, 2015 um 21:43

Ausschüttung auf das Gezeichnete Kapital (1.218 Mio.€)
2.294.348.709,48
davon auf:
Stammaktien 1.416.431.126,40
Vorzugsaktien 877.917.583,08
Statt die Klappe zu halten und die Kohle in der Aktionärskasse zu mehren, vergisst der Öffentliche Haushalt die verblödeten Schadstoffsteuerhinterzieher zur Kasse zu bitten.
Typischer Fall von Schizophrenie

gelegentlich September 25, 2015 um 21:43

@refugee TM 2015 Eingereicht am 25.09.2015 um 21:40

Klar. Uhren und Visitenkarten passen mental zum VW-Skandal. Ihre inneren roten Fäden liegen parallel zueinander.

Goodnight September 25, 2015 um 21:46

Hier ein Link von Lübberdings Twitter Seite zum Thema VW und Uhren:

http://blog.borrowfield.de/hier-bitte-noch-billiges-wortspiel-mit-uhr-abgelaufen-einfuegen/

Goodnight September 25, 2015 um 21:51

Peanuts verglichen mit den Uhren der echten Kapital…äh..Kommunisten:

http://www.welt.de/politik/ausland/article144774143/Wo-hat-Putins-Sprecher-die-500-000-Euro-Uhr-her.html

Goodnight September 25, 2015 um 21:54

Ist eigentlich schonmal aufgefallen, dass die Amis nach VW jetzt auch die FIFA wegräumen. Seit die keine Länder mehr überfallen, werden die im Rechtsbereich übergriffig. Einmal Weltsheriff, immer Weltsheriff.

gelegentlich September 25, 2015 um 21:56

Goodnight Eingereicht am 25.09.2015 um 21:51
Also hat der Russe den Winterkorn abgehängt? Boah ey…
Ich gehe jetzt zu Bett mit einem guten Gefühl. Es stimmt doch: mehr scheinen als sein zu wollen ist unrecht, endet bös. Uhren, Dieselmotoren, Software, Männer – immer das Gleiche!
Der Lübberding ist gemein. Auch noch die Preise zu nennen, tsst!

ruby September 25, 2015 um 21:57

Was sagt eigentlich der Nonnemacher zu Uhren und Zoll?
http://www.kn-online.de/var/storage/images/kn/schleswig-holstein/wirtschaft/nonnenmacher-darf-abfindung-behalten/27891898-1-ger-DE/Nonnenmacher-darf-Abfindung-behalten_ArtikelQuer.jpg
Der wollte und konnte eine seiner Rolexes nicht mit Hersteller-, Käufernachweis belegen…
Einfach nur ein Steuerbetrugsversucherarschloch.

soldatenkoenig September 25, 2015 um 21:59

@ Goodnight
So schlecht ist der Sinn gar nicht.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ifo-chef-sinn-zur-abgasaffaere-bei-vw-wird-mit-zweierlei-mass-gemessen/12370064.html

Ich hab schon immer gewußt, daß ich mit meiner Saxon one LS eine arme Sau bin. D.h. verdeckt tragen.

petervonkloss September 25, 2015 um 22:03

Für mich seid ihr alle Kleinbürger.

soldatenkoenig September 25, 2015 um 22:05

@petervonkloss

Ich stehe auch dazu!!
Ja ich bin ein spießiger Kleinbürger!!

petervonkloss September 25, 2015 um 22:06

…nichts dagegen.

Goodnight September 25, 2015 um 22:08

Und um auf das Thema zurückzukommen:
Das Interessante an der VW Geschichte ist ja, dass ein Schmetterling einen Tornado auslösen kann, d.h. dass in der modernen Welt eine einzige Zeile eines Programmcodes den größten Automobilkonzern in seinen Grundpfeilern erschüttern, vielleicht ruinieren und vielleicht auch noch die ganze Autoindustrie verändern kann. Da hilft kein Risikomanagement.
Wir schauen gebannt auf die Flüchtlingsströme und befürchten den Untergang Deutschland, und von hinten kommt so ein kleines beschissenes Softwareprogramm angeschlichen und ruiniert vielleicht unsere gesamte Wirtschaft….und die Moderne in Deutschland.
Ist das die Risikogesellschaft? Kann ich drauf verzichten ;-)

http://www.bild.de/auto/auto-news/volkswagen/dieselmotor-antriebstechnik-vw-skandal-42707570.bild.html

soldatenkoenig September 25, 2015 um 22:11

Was man bei allem nicht vergessen darf, VW ist auch eine Bank!! Mit den entsprechenden Hebeln!!!!

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 22:12

@Goodnight

Ich sage doch, die eigene Erwartungshaltung führt zu Fehlinterpretationen. Bei einem Motorradfahrer bei “Daytona” an eine Armbanduhr zu denken! Etwas subtiler sind die Distinktionsmerkmale unter Bikern denn schon.

gelegentlich September 25, 2015 um 22:16

@Goodnight September 25, 2015 um 22:08

Ganz im Ernst: diese VW-Nummer scheint mir nur erklärbar wenn man annimmt dass Irgendjemand den Quellcode kennt und dass VW das weiß, die Betrugsabsicht also im Zweifelsfall wirklich nachweisbar wäre. Denn wie bisher bekannt sind das keine Dinge, die eine geneigte Medienöffentlichkeit nicht wieder herstellen könnte. Falsch implementierrt, sorry,… in der Art. Die Anderen versuchen ja auch schlau zu schummeln, wie man heute weiß. Das kann es also nicht sein.
Wie @Linus es ausdrückte: da werden die Werkzeuge gezeigt.

gelegentlich September 25, 2015 um 22:18

@H.K.Hammersen Eingereicht am 25.09.2015 um 22:12
Oh Gott! Das ist, ja, der technische K.O? Gratulation, auch fürs coole Abwarten…

Goodnight September 25, 2015 um 22:21

@Soldatenkönig

“Ich hab schon immer gewußt, daß ich mit meiner Saxon one LS eine arme Sau bin. D.h. verdeckt tragen.”

Tutima war ja mal ein klassischer Toolwatches Vertreter für Männer-Fliegeruhren. Und ist wie viele andere dann in Richtung China-Design, d.h. Bling Bling abgewandert. Schade.

Verdeckt tragen muss man sowieso, da da draußen die Welt jetzt anders wird. Ich bevorzuge ja die Piech Uhr: Breitling Aero Space. Ultraleicht, Ultrapräzise, Unkaputtbar und Multifunktional. Und sieht so sche.ße aus, dass es schon wieder gut ist. Eigentlich die beste Uhr ever. Gerade weil Quarz…. die Apple Uhr der Achtziger. Und das beste: Draußen denkt jeder, dass es eine Casio ist….

Goodnight September 25, 2015 um 22:24

@Hammersen

Egal, konnten wir uns wenigstens mal kurz über Uhren unterhalten ;-)

Manfred Peters September 25, 2015 um 22:25

Und die NSA hat versagt, oder nicht?
Aber die wichtigen Fragen werden hier ja nicht gestellt und wenn gelöscht?
Schwafel-Loge eben! :-(

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 22:36

@gelegentlich
Uhren trage ich schon seit Jahren nicht mehr. Wie spät es ist, entscheide ich. Im Übrigen sind wir von Zeitanzeigen umgeben, da ist eine Armbanduhr nur noch lächerlich. Auch eine Breitling bei Piech. Aber ich sagte ja schon: die “above Mittelschicht” ist auch nicht besser als die Mittelschicht.

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 22:38

@Goodnight
Wenn Uhren, dann aber bitte mit mechanischem Uhrwerk. Nicht dass da noch ein Skandal mit nicht eingehaltenen Grenzwerten bei Batterien folgt.

H.K.Hammersen September 25, 2015 um 22:42

@gelegentlich
Das mit dem Quellcode sehe ich auch so. Ohne Wissen darüber hätte VW das ganze immer noch als Murks abtun können. Wäre zwar für die Dieselmotorentechnik auch ziemlich vernichtend gewesen, aber die juristischen Folgen wären beherrschbar gewesen. Andererseits ist mir unverständlich, wie die glauben konnten, dass sei dauerhaft unter der Decke zu halten.

Bogus September 25, 2015 um 22:53

Für’n Nachtwächter ist die Uhr ein wichtiges Arbeitsgerät.

Bogus September 25, 2015 um 22:56

Muss nicht unbedingt Sourcecode sein, verräterischer E-Mail-Verkehr reicht auch.

bleistift September 25, 2015 um 22:59

“Für’n Nachtwächter ist die Uhr ein wichtiges Arbeitsgerät.”

Warum?

Morph September 26, 2015 um 02:05

@Goodnight

“Dinkelacker sind für Ü60….die kauft man bei Manufaktum!”

Ach! – Die waren in dem Laden um die Hälfte runtergesetzt. Vermutlich deshalb. Kann man mal sehen. Wer nicht im Kleinemädchendiskurs der echten Männer drin ist, was ‘oooohh!‘ und was ‘no go’ ist, der kann sich in dieser Modern wohl nicht zum echten Mann hochsimulieren. My bad.

Whatever… – irgendwas braucht man ja diesseits und jenseits der Wanderstiefel.

gelegentlich September 26, 2015 um 07:18

@Manfred Peters Eingereicht am 25.09.2015 um 22:25
Vom wem der Satz stammt „Die Wahrheit ist immer konkret“ weißt Du? Man kommt nur weiter wenn man sagt, z.B.,
der Beitrag von … am (Datum) um … Uhr wurde gelöscht. Damit ließe sich was anfangen. ;-)

keiner September 26, 2015 um 09:51

Um mal zwei Punkte auf der Karte mit einer geraden Linie zu verbinden:

Welche Rolle spielte eigentlich die NSA in ihrer Funktion als Wirtschaftsspionageabteilung bei der “Aufdeckung” dieses “Skandals”?

Und bei der FIFA und und und…

Die NSA als Weltpolizist, das ist doch das eigentliche Thema…

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 10:26

Die Verräterpartei in Aktion: Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die kostenlose Umrüstung der 2,8 Millionen Volkswagen-Fahrzeuge, die in Deutschland mit manipulierter Software ausgerüstet sind. Jawoll, den Scheißkapitalisten wirds jetzt aber mal so richtig gezeigt, diesen Volkskapitalisten. Und die Mitbestimmung muss da auch endlich …, ach, nee, die haben die ja schon und im Aufsichtsrat sitzt ein Spezialdemokrat und der Beriebsrat ist da auch vertreten. Na so was aber auch! Ich frage mich, wer wirklich “das Pack” ist!

Manfred Peters September 26, 2015 um 10:43

@ HKH um 10:26
Es heißt richtig: “VW muss die manipulierten Fahrzeuge in Deutschland sofort und freiwillig in die Werkstätten rufen und die Manipulation beheben”
Was soll der Schwachsinn, damit ändert sich doch mit den Luftverpestern gar nichts. Es müssten allenfalls neue Motoren rein, die es nicht gibt. Das war hier doch wohl schon mal Konsens?

topi September 26, 2015 um 10:46

Daytona?

Natürlich der hier.
http://www.conceptcarz.com/images/Dodge/69_Dodge-Daytona-Coupe-DV-11-GC_a04.jpg

Früher konnte man Uhren beim wandern gebrauchen, mit Kompass und Höhenmesser; aber das hat sich auch überholt.

In Korea und China gingen die Blicke recht oft auf meine Schuhe (meine geliebten und wunderschönen Sommerhemden aus meiner Fahion Sport Dealer Zeit konnten sie wohl auch nicht so richtig taxieren).
Da ich ja, Stammleser erinnern sich, das ganze Jahr Trekkingsandalen trage, waren die Verkäufer, die in den meisten Geschäften geradezu auf Lauer liegen, vielleicht nicht ganz so lästig. :roll:

ruby September 26, 2015 um 10:49

Bimbo-Siggi war im AR von VW, der kennt sich richtig aus,
und auch mit den Kurden aus seiner Hannoverzeit.
Alles ist gut !
Und wenn erst die KFZ-Steuer richtig justiert ist für die Abgaswerte …

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 10:52

@Manfred Peters
“Was soll der Schwachsinn, damit ändert sich doch mit den Luftverpestern gar nichts.”

Doch, die blasen dann nicht mal mehr bei der ASU halbwegs sauber aus dem Aspuff, dafür steigt der Verbrauch im Fahrbetrieb. Auf die Idee, endlich diese ganze Verarsche mit den politischen Vorgaben hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz zu beenden, kommen die gar nicht erst.

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 10:54

Mich würde mal interessieren, wie viele der betroffenen Fahrzeuge im ÖD als Dienstwagen unterwegs sind.

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 10:56

Gerade die Dienstwagen der Spitzenbeamten und Politiker bieten sich geradezu an, über “männliche Funktionalität” zu sprechen!

gelegentlich September 26, 2015 um 11:01

@H.K.Hammersen Eingereicht am 26.09.2015 um 07:47 (aber im Nachbarthread Asyl…]

„@petervonkloss
“Aber im Grunde beschreibt das Wort eigentlich nur das, was kluge Nationen in einer Situation tun, in der demographische Zahlen und damit Hochbegabte wegbrechen.”
Hier irrt Sloterdijk. Wir leben im Zeitalter der Software, und die ist kostenfrei beliebig kopierbar. Wirtschaftliche Auseinandersetzungen drehen sich nur noch um Copyright- und Patentverletzungen. Die aufzuspüren ist Hauptaufgabe der digitalen Massenüberwachung.“
@H.K.Hammerse Eingereicht am 26.09.2015 um 07:47

„Die Wanderungsbewegungen gehen von den Orten aus, an denen Rechtsordnungen entweder nicht vorhanden oder im Zustand der Auflösung sind, hin zu den Orten, wo Rechtsordnungen noch halbwegs funktionsfähig sind. An solchen Orten sind Urheber- und Patentrechte schwerlich durchzusetzen. Ziel ist es, weltweit eine Rechtsordnung zu installieren, die dem Immaterialgüterrecht überall durchsetzt. Genau diesem Ziel dienen NSA und US-Militär.“
Genau darum geht es, auch in diesem besonderen Fall. Wäre der Quellcode OpenSource hätte es diesen Skandal so nicht geben können. Man hätte mehr oder weniger schnell schon früher gewußt dass es 2 Betriebszustände des Motors gibt: im Test oder freilaufend. Das hätte man wohl nicht in der Werbung herausgestellt, aber im Konfliktfall darauf verweisen können.
Dieses Immaterialgüterrecht ist nichts anderes als irrationale beliebige Gewalt. Und deshalb sollten wir von jetzt ab TTIP, die NSA-Anmaßung und diesen Copyright-Quark angreifen.
Schlüsselindustrie heißt ja doch dass Viele davon leben (müssen).
(Um das Argument noch ein bißchen böser zu machen:
http://www.cbc.ca/news/health/u-s-drug-company-sues-canada-for-trying-to-lower-cost-of-700k-a-year-drug-1.3242172)

gelegentlich September 26, 2015 um 12:07

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 10:56
„Gerade die Dienstwagen der Spitzenbeamten und Politiker bieten sich geradezu an, über “männliche Funktionalität” zu sprechen!“
Hmmh, wenn die Jungs die selber fahren können sie auf der Autobahn männliche, d.h. transitive, penetrieren wollende Funktionalität bis knapp zum Crash aufführen. Was Viele ja auch tun, wie @Goodnight bereits früher darstellte (außer den Dienstsklaven, die Mietwagen zurückführen und in Kolonne fahren wollen). Wenn die aber einen Chauffeur haben ist nichts mehr mit männlich. Dann sind sie gewissermaßen Staatseunuchen, denn auch dem Rücksitz… lassen wir das.
Die Idee, Schmuckbedürftnis als weiblich herabzusetzen, ist anthropoloigisch ungebildet und ahistorisch. Erst seit der Industrialisierung sind die Elitenmänner gezwungen grau-in-grau, Ton-in-Ton, schmucklos aufzutreten. Das war früher umgekehrt. An den Krönungsmantel der deutschen Kaiser reichte vom Schmuckaufwand kein Textil irgendeiner noch so teuren Mätresse oder Kurtisane heran. Noch im 16. Jahrhundert konnte man das materielle Substrat der Funktionalität öffentlich zur Schau tragen (sacculus romanus). Und in einigen Teilen der Welt ist es, auf entsprechender Kulturstufe, durchaus noch so.
Daher kommt ja auch die agressiv getönte, um Aufmerksamkeit flehende A-Männchen-Rhetorik von A-Männchen, noch viel schriller von solchen, die dahin wollen. Sagte ich Parvenü?

Manfred Peters September 26, 2015 um 13:26

@ HKH um10:52
”… die blasen dann nicht mal mehr bei der ASU halbwegs sauber aus dem Auspuff,…”
Die verpeilte SPD hat aber offensichtlich nicht mitbekommen, dass das Ganze in einen Verwaltungsakt mündet und Weiterungen nach sich zieht. Was ist wenn die 2,x Mio Stinker keine Zulassung mehr bekämen, denn sie erfüllen nicht mehr die technische Spezifikation? Die bisherige Umweltplakette könnte auch futsch sein und die stolzen VW-Besitzer dürften nur noch auf dem eigenen Gehöft, ersatzweise im Niemandsland, fahren. Auch ein Beitrag zur Erreichung des Klimaziels.
Der noch größere Kollateralnutzen es würden sich 2,x Mio potentielle SPD-Wähler plus Familienfaktor überlegen, ob sie diese Partei, die nichts auf die Reihe bekommt, noch einmal wählen.
Danke SPD, danke Sören!

gelegentlich September 26, 2015 um 13:53

@Manfred Peters Eingereicht am 26.09.2015 um 13:26
Man könnte ja den mündigen Staatsbürger mal ernst nehmen und die Karten ein wenig sichtbarer auf den Tisch legen. Umweltschutz als Ziel, aber während wir den anstreben wollen wir am Leben bleiben. Schadstoffnormen sind Zwischenschritte, die das Ziel aber nicht erreichen, notwendige Kompromisse. Auf lange Sicht aber ist es hoffnungslos, physikalisch-chemische Mini-Betriebe in die PKW einzubauen, die damit immer teurer würden, um das Ziel doch nicht zu erreichen am Ende. Also dann was Hybrides und am Ende ganz Elektroantrieb. Wenn das auch nicht geht, wegen dem ökologischen Fussabdruck, dann muss dieses Konzept des Individualverkehrs halt aufgegeben werden, in den Ballungsräumen zuerst. Nichts, was menschlicher Verstand nicht lösen könnte.Und bis dahin: Immaterialgüterknebel weg, wichtige Dinge müssen OpenSource sein, die Gesellschaft muss wieder auf der Höhe der Zeit mit sich selbst sprechen können, also Hochschullandschaft renovieren, Drittmittel-Nummern raus, Bildungsanstrengungen erhöhen usw.usf.
Denn die wesentlichste Ursache für diesen VW-Skandal scheint der widerliche Bastard aus Immaterialgüterrecht und Abschnorcheln zu sein. Heute kann man doch sagen: mehr oder weniger pfuschen Alle, die auf diesen Dieselmarkt wollen, nicht nur VW.

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 16:38

@gelegentlich
“Wenn die aber einen Chauffeur haben ist nichts mehr mit männlich.”

Ich glaube, Ihnen ist der Kern der Diskussion über Chronometer an den Armen von Parvenüs oder Milliardären entgangen. Die von den Möchtergernalphas beschriebene “männliche Funktionalität” bezieht ja gerade ihren Sinn aus der Sinnlosigkeit der Funktion. Die vorgebliche Funktion des Statussymboles hat einzig und allein den Sinn, dem Benutzer des Symbols zu ermöglichen, seiner Geltungssucht zu frönen und sie gleichzeitig abzustreiten. Der Luxusschlitten mit 300 PS steht genauso meistens im Stau wie der Kleinwagen mit 50 PS. Er kostet aber ein Vielfaches. Und genau diese Botschaft ist es, die transportiert werden soll. Die 300 PS sollen nicht benutzt sondern demonstriert werden. Am deutlichsten wird die Diskrepanz zwischen Funktion und Botschaft doch dadurch, dass Deutschland Exportweltmeister ist. Wir sind das einzige Land der Welt, auf dessen Autobahnen die Leistung dieser Karren theoretisch genutzt werden könnte. Diese Wagen werden aber in die ganze Welt verkauft, auch dorthin, wo nicht einmal die 50 PS des Kleinwagens ausgefahren werden könnten. Funktion ist Vorwand.

Und nun zum “weiblichen Schmuckbedürfnis”. Kleidung dient dem Schutz des Körpers. Wirklich?

gelegentlich September 26, 2015 um 16:50

H.K.Hammersen Eingereicht am 26.09.2015 um 16:38
„Und nun zum “weiblichen Schmuckbedürfnis”. Kleidung dient dem Schutz des Körpers. Wirklich?“
Auch.
Wie mit den 300 PS-Autos, die auch zur Fortbewegung dienen können. Ich bezog mich auf die m.E. falsche Gegenüberstellung des Schmuckbedürfnisses von Frauen zum Mann. Die meisten männlichen Säugetiere sind schmucker als die weiblichen und bei Homo sapiens ist es eine zeitlich und räumliche begrenze Affekt-Kastration, die nur aus eurozentristischer Perspektive „normal“ erscheint.

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 17:08

@gelegentlich
“Normal” ist an dem auseinander mäanderten Schmuckbedürfnis von Männern und Frauen gar nichts. In beiden Fällen ist es Ausdruck von Minderwertigkeitsgefühlen, die auch noch absichtlich forciert werden, um den Statuskonsum anzuheizen. Ein Rattenrennen, ohne Aussicht, jemals ans Ziel zu kommen.

Manfred Peters September 26, 2015 um 17:40

@ HKH & Co.
Haltet auf hier dauernd mit Euren Zuhälter-Uhren zu protzen!
Im Osten trägt man Glashütte
http://www.tourbillon.com/en/brands/glashutte
Das hat Stil, sogar die Pfeffersäcke wissen das inzwischen.

gelegentlich September 26, 2015 um 17:44

@Manfred Peters Eingereicht am 26.09.2015 um 17:40
Als ob Lokalpatriotismus am diskutierten Problem irgendetwas ändern würde! Auch Club-Cola ist immer noch nur „Cola“. ;-)

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 18:02

@Manfred Peters
“Haltet auf hier dauernd mit Euren Zuhälter-Uhren zu protzen!”
Wo habe ich mit Zuhälteruhren geprotzt. Ich beschreibe Mechanismen, die die gesellschaftlichen Verhältnisse meiner Ansicht nach besser abbilden als Verschwörungstheorien oder Ausbeuterphantasien. Die Diskussion über Schuhe oder Uhren hatte für mich mehr Erkenntniswert als jede Diskussion über politische Mechanismen. Die Menschheit als Ganzes hat keine intellektuellen Erkenntnis-, sondern emotionale Umsetzungsprobleme.

gelegentlich September 26, 2015 um 18:13

H.K.Hammersen Eingereicht am 26.09.2015 um 17:08
„“Normal” ist an dem auseinander mäanderten Schmuckbedürfnis von Männern und Frauen gar nichts. In beiden Fällen ist es Ausdruck von Minderwertigkeitsgefühlen, die auch noch absichtlich forciert werden, um den Statuskonsum anzuheizen.“
Nein, dieser Trauerfanfare muss man sich nicht anschließen. Sich oder Andere schmücken kann auch sein: Lebensfreude, Kunst wollen, überschwängliche Neugierde, hormongetriebenes Mittel zum Zweck u.v.a. mehr. – Sehr eindrucksvoll ein uralter Film von Werner Herzog: Hirten der Sonne. Die Wodaabe-Nomaden in Niger. Die treffen sich einmal im Jahr zum Gerewol-Fest. Es gibt eine Art Schönheitswettberwerb der Männer mit Damenwahl. Da bleiben die Frauen relativ blass. – Also: nicht nur das traurige Statusmotiv. Kein Rattenrennen. Und ob die ans Ziel kommen, jede Nacht.

ruby September 26, 2015 um 18:30

Wo bleibt die erste Erste Reihe Spitzenmanagerin in der Automobilindustrie der PRT (Politische Republik Teutschland)?
Dann kann über Halsketten philosophiert werden.

ruby September 26, 2015 um 18:37

Ist es nicht an der Zeit das gesamte System der Abgasmafia zu zerschlagen?
Oder sollen die Abkassierer weiterhin Kaper-Freibriefe bekommen?
Mach den eigenen Softwaretest …
Das Volumen der KFZ-Steuer beträgt …
Die Manipulationsbetrugssumme beträgt …
Der wirtschaftliche Schaden beträgt …
Die politische Verantwortung tragen …

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 18:51

@gelegentlich
“Nein, dieser Trauerfanfare muss man sich nicht anschließen.”
Natürlich nicht, aber das ist ja nicht die Realität. Sie schreiben doch selbst: “Sich oder Andere schmücken kann auch sein:” Eben, KANN! Wenn dem aber so wäre, hätten wir diese VW-Debatte nicht. Ohne die Verknüpfung von Fortbewegungsmittel und Status wäre doch gar nicht so viel Geld damit zu verdienen.

Was glauben Sie denn, was all die Zuwanderer wollen? Vielleicht noch nicht jetzt, aber in ein paar Monaten? Sich in bunte Kostüme kleiden und lebenslustige Tänze aufführen? Machen wir uns doch nichts vor, die Syrer, von denen allenthalben die Rede ist, gehörten in Syrien vielleicht tatsächlich zur Mittelschicht, finden sich hier aber ganz schnell in der Unterschicht wieder. Frust, Wut und Minderwertigkeitskomplexe werden die Folge sein. Und anschließend der Rückzug in Parallelgesellschaften. Glaube doch niemand, das die gesellschaftlichen Mechanismen in deren Heimat andere waren als bei uns. Nur die Symbole waren vielleicht andere.

Morph September 26, 2015 um 19:01

Ach, @Hammersen!

Ihr Mahnen ist wirklich der letzte Strohhalm, den wir haben! Würden doch alle Menschen auf Ihre weisen Worte hören!

Könnten Sie vielleicht mir Ihrem unnachahmlichen Talent für’s oberschlaue Mahnen dem Publikum mal erläutern, dass wenn’s regnet der Boden nass wird? Ich stelle mir so Formulierungen vor wie: “Glaube doch niemand, dass beim Regen nicht der Boden nass wird!” So in dem Stil.

Ansonsten, wie gehabt: Stellen Sie sich den Realitäten! Und schlagen Sie etwas Substanzielles ud Praktikables vor zur Sicherung der EU-Außengrenzen vor!

Ich gehe jede Wette ein, dass Sie nicht einen vernünftigen Vorschlag machen können, der nicht schon im Gespräch ist. Und ich mache jede Wette, dass alle unvernünftigen Vorschläge, die Ihnen einfallen, schon bei den Perlen aus Freital formuliert worden sind.

Also hopp: Zeigen Sie, dass Sie jenseits vom Stammtisch was draufhaben und überraschen Sie mich. Muss keine originelle vernündtige Problemlösung sein. Kann von mir aus auch eine extraperverse Flüchtlingsvernichtungsphantasie sein. Ich bin ja ein kunstsinniger Mensch…

Morph September 26, 2015 um 19:09

@Hammersen

“Machen wir uns doch nichts vor, die Syrer (…)”
“Glaube doch niemand, dass (…)”

Woher kommen solche rhetorischen Malen-nach-Zahlen-Schablonen? Ich weiß es, ich weiß es! ;-)

ruby September 26, 2015 um 19:13

“C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssysndroms [sic] bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung”

Dass Frau mit diesem Thema einer wissenschaftlichen Arbeit das ehemalige Exportweltmeisterland militärisch verteidigen kann, lässt etwas Verwirrung bezüglich der Begleitung der Wirtschaft (insbesondere der Automobilwirtschaft) durch zukünftige Amtsinhaber, -innen aufkommen !!!
Wenn der kein Experte ist
http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/content/de/the_group/senior_management/winterkorn.html
wer dann?
Wolfgang Reitzle vielleicht…
“Was ist das Beste? Und wie lässt es sich verwirklichen?”
aus :
http://www.tcw.de/uploads/publication/overview/309.pdf
Alles wird gut .

carlos manoso September 26, 2015 um 19:15

ruby September 26, 2015 um 18:37
„Ist es nicht an der Zeit das gesamte System der Abgasmafia zu zerschlagen?„

Ruby, „Je mehr sich die Welt von den USA befreit, umso enger zieht die USA die Schlinge um den Hals Europas.
Europa sieht sich dadurch in die verrückte Strategie des „hard-liner Amerikas“ verwickelt: Angriff von allen Seiten auf die multipolare Welt  … natürlich einschließlich Europas, das für diese Welt ein Vorbild sein könnte. Russland wegen der Ukraine aus dem internationalen Spiel eliminiert;  China  aus dem internationalen Währungs- und Finanzsystem eliminiert wegen der Weigerung des IWF, den Yuan in die Sonderziehungsrechte aufzunehmen; Brasilien von den nordamerikanischen Rating-Agenturen auf das Niveau eines spekulativen Kreditnehmers abgesenkt.

Die Krise selbst schwächt natürlich diese ganze Welt, aber die bösartigen Aktionen sind jetzt so sichtbar, dass man sie nur mit einer gehörigen Portion Naivität ignorieren kann: die Welt funktioniert so schlecht,  so dass unnachgiebiges und nicht auf Zusammenarbeit ausgerichtetes Handeln nur interpretiert werden kann als das Ergebnis einer Absicht, alles noch zu verschlimmern, … nur nicht für Amerika. Wie wir in der ganzen ersten Hälfte des Jahres 2015 mit Nachdruck betont haben, sind die Lösungen und Ko-operationen, die als Ergebnis der Krise implementiert werden müssen, so offensichtlich, dass ihre Sabotage nur ein böswilliger Akt sein kann.

Nachdem wir das beschrieben haben, sehen wir noch eine letzte Chance für die Welt,  den Weg eines nicht destruktiven, kontrollierten Übergangs zu gehen. Und diese Chance ist Indien.
In der Tat glauben wir, dass Indien 2016 von einem Fenster von Gelegenheiten profitieren könnte, das es zu einem positiven Katalysten für den Übergang in die multipolare Welt machen könnte. Das zentrale Argument ist folgendes: Indien wird im Jahr 2016 Eigenschaften vereinen, die es ihm möglich machen sollten, sich gegenüber den anderen beiden “großen” BRICS – Russland und China – zu artikulieren und und das Gewicht in Richtung einer multipolaren Welt, die für den Westen, und insbesondere Europa, attraktiv ist, zu verschieben. …
http://geab.eu/de/2016-das-jahr-indiens-und-die-letzte-chance-fuer-einen-organisierten-weltweiten-systemischen-uebergang-2/

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 19:15

@Morph
“Ich bin ja ein kunstsinniger Mensch…”
Sie sind ein komplexbeladener Kleinbürger, wie er im Buche steht. Sie sind sogar zu feige, ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren und kommen dann lieber mit dem Kleinbürgerspruch von “kann man ja eh nichts machen”.

Zur Grenzsicherung haben wir Einrichtungen mit entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern, die auch noch dafür bezahlt werden. Ich würde mir nie anmaßen, diesen Fachleuten Ratschläge hinsichtlich ihrer Arbeit zu geben. Und am Ende werden die machen, was man ihnen befiehlt, müssten Sie als Luhman – Fan doch wissen.

ruby September 26, 2015 um 19:30

@ Morph
“Und schlagen Sie etwas Substanzielles ud Praktikables vor zur Sicherung der EU-Außengrenzen vor!”
Habe hier unmissverständlich darauf hingewiesen, dass es keine Außensicherung geben kann und wird (Geographie) – wieso begreifst Du das nicht?

ruby September 26, 2015 um 19:36

@ Morph
Du hast doch so gute Wanderschuhe – ab an die Grenzen der EU zum inspizieren …

Linus September 26, 2015 um 19:39

@ruby:
“Habe hier unmissverständlich darauf hingewiesen, dass es keine Außensicherung geben kann und wird (Geographie)”
Das habe ich nicht von dir, sondern von Morph gehört.

ruby September 26, 2015 um 19:41

Schön, dass die faz hier konsequent mitliest und Alibirecherche abliefert :
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/im-vw-dieselgate-gab-es-schon-2011-eine-warnung-13825485.html
dauer zwar immer etwas aber immerhin : weitermachen !
Do not forget NSA checkt ab …

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 19:43

@ruby
” – wieso begreifst Du das nicht?”
Ihm geht es nicht darum, etwas zu begreifen, ihm geht es nur darum, anderen die Affekte zu unterstellen, die er in sich selbst wahrnimmt und verurteilt. Um seine eigene Position innerhalb der Gesellschaft zu ertragen, identifiziert er sich mit den vermeintlich Mächtigen.

ruby September 26, 2015 um 19:54

@ Linus
Habe auch die Lösungen verlinkt (Österreichischer Amtsträgervorschlag) sowie Staatspolitiken zu Kurdistan und Kriegen.

Nächste Woche ist UNO-Versammlung und nun ?
Soll ich nochmal den Paul Kennedy verlinken …

H.K.Hammersen September 26, 2015 um 20:01

@Morph
Sie sind gestern Abend in ihrem Kern getroffen worden. Stundenlang mussten Sie darüber nachgrübeln, wie Sie die erbärmliche Vorstellung relativieren. Die Offenbarung ihres Schuhfetischismus scheint Ihnen mächtig zuzusetzen. Meine Grafiken habe ich hier nie als irgendwie relevant für die Diskussion erwähnt. Sie können gerne weiter hier herum geifern. Bestätigt mich nur in der Annahme, dass Sie zurecht nur wissenschaftliche Hilfskraft sind. Intellektuell satisfaktionsfähig waren Sie nie, aber seit Gestern ist der Beweis hier auf dem Blog nachzulesen, dass Sie nicht einmal menschlich ernst zu nehmen sind. Wie schrieb gelegentlich: technisch k.o.

gelegentlich September 26, 2015 um 20:14

@Morph 26.09.2015 um 19:38
„– noch was ‘Kleinbürgertum’ ist – nämlich ein Kampfbegriff des Marxismus, um seine theoretischen Inkonsistenzen zu verteidigen.“
Könnte sein. Besser machen und hier vorzeigen. Sonst: => dicke Backe (Ihr Begriff)
„Aber, wissen Sie, ich habe Ihre Bilder gesehen. Und wer solche Bilder macht, nun ja, der macht eben solche Bilder. Und aus denen kann man schließen, dass Sie weder wissen,…“
Das ist nach meiner Meinung ad hominem in einer Art, die man nicht will.

ruby September 26, 2015 um 20:20

@cm

Schlage vor die Vereinten Nationen umzubenennen, nach Indien zu verorten und als ersten Verhandlungspunkt die Anerkennung Kurdistans abstimmen zu lassen.
Alles kurzfristig damit der Klimagipfel auch dort stattfinden kann:
https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Paris_2015
VW und die europäischen Wettbewerber sollten bis dahin die wirklichen Schadstoffausstosse belastbar darstellen können, damit ein weltweites Steuersystem implantiert werden kann.

ruby September 26, 2015 um 20:25

Die echten Ausstoßwerte können per NSA nach Indien übermittelt werden, wo jede Menge exzellte Softwarespezialisten die Auswertung, Daten-Verwaltung und Bescheiderstellung bearbeiten können.
Die NZB sammeln die Ländersalden zum jährlichen Clearing über die Weltzentralbank. BIS wäre dann Geschichte …

Linus September 26, 2015 um 20:32

@ruby:
“Habe auch die Lösungen verlinkt (Österreichischer Amtsträgervorschlag) sowie Staatspolitiken zu Kurdistan und Kriegen.”
Bitte nochmal, falls das wirklich gehaltvoll ist! Ich lese deine Links iA nicht, da würde ich nicht mehr fertig. Sorry, isso – nichts für ungut.

refugee TM 2015 September 26, 2015 um 21:07

gelegentlich

—>>>Um Therapie geht es doch gar nicht. Rausschneiden – ja oder nein? Das ist hier die Frage. Und dann: was Alles?”

Den ersten Kommentar sich vom Herrn Dr. durchlesen, entscheiden, greift er wieder an oder nicht. Wenn ja Kommentarlos löschen und wenn nicht stehen lassen. Seine Fäkalsprache ist nur auf einem eloquenten Niveau, indem er das “Arschloch” umschreibt. Hört sich zwar nicht so Fäkal an, hat aber die gleiche Bedeutung.

gelegentlich September 26, 2015 um 21:12

@Alle
Kennt Jemand einen File-Uploader-Service, der frei ist, der aber Windows-Usern nicht irgendwelche *.exe-Programme unterschieben will, wenn man ihn benutzt. Ich möchte, im Sinne eines Vorschlags, ein Bild der Dashboard-Ansicht von Wordpress zeigen.

carlos manoso September 26, 2015 um 21:13

ruby September 26, 2015 um 20:25
„Die echten Ausstoßwerte können per NSA nach Indien übermittelt werden, wo jede Menge exzellte Softwarespezialisten die Auswertung, Daten-Verwaltung und Bescheiderstellung bearbeiten können.
Die NZB sammeln die Ländersalden zum jährlichen Clearing über die Weltzentralbank. BIS wäre dann Geschichte …“

Ruby, in Indien existiert ein riesiger Pool von intelligenten, gut ausgebildeten, englischsprachigen jungen Leuten, die dieselbe Arbeit mit zehnmal tieferen Löhnen viel besser leisten können wie entsprechende US-amerikanische Arbeitskräfte und die trotzdem immer noch zu den „Besserverdienenden“ in Indien gehören.

Es wird sowieso so sein, daß infolge des weltweiten Internet-Zugriffs riesige Back-Office-Bereiche mit gewissem Intelligenzbedarf wie z.B. Personalwesen, Inkasso und Buchhaltung nur darauf warten, in „Billiglohnländer“ ausgelagert zu werden. Wir haben es hier mit einem typischen Globalisierungsprozeß zu tun, den man als „Outsourcing des Outsourcings“ bezeichnen kann. Der Übergang von Outsourcing qua Teilfertigung in transnationalen Wertschöpfungsketten zum Outsourcing qua Transnationalisierung von bislang vermeintlich ortsgebundenen Dienstleistungen vollzieht sich aktuell in Riesenschritten

ruby September 26, 2015 um 21:28

@ cm

mein mitbewohner hat vor jahren in der marktforschung die daten um die welt geschickt, 24 stunden arbeitsauslastung !
nichts wirklich neues – bis auf die preiskalkulation …
10mal niedriger dass kann geändert werden;
immer wieder produzenten- versus komsumentenrente;
und mit dem geld das ist doch auch geklärt :
wer glaubt der fed noch irgendwas :
qe for lau for everyone at any place and state – so what?

refugee TM 2015 September 26, 2015 um 21:29

Wobei wir hier auch den Kreis zu VW ziehen können.

Was wird wohl in den Zeugnissen, der jetzt kommenden gefeuerten stehen, die evtl. an dem Skandal beteiligt waren/sind? Was schreibt der Gesetzgeber vor?

“Hat hervorragend und maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Seine Softwarekenntnisse waren weit über den Erwartungen”

So in etwa?

Manfred Peters September 26, 2015 um 21:34

@ H.K.H um 18:02
“Wo habe ich mit Zuhälteruhren geprotzt.”
Du hattest das Thema, das bei mir schon einige Stunden im Stau stand, wieder aufgegriffen. Warst sozusagen der Sack, gemeint waren die Co-Esel. ;-)
War ja nicht das erste Mal, dass z. B. ein “nächtlicher” Sklavenhalter hier mit seinen Sklaven protzt. :-(

ruby September 26, 2015 um 21:48
Morph September 26, 2015 um 23:55

@Gelegentlich

“„– noch was ‘Kleinbürgertum’ ist – nämlich ein Kampfbegriff des Marxismus, um seine theoretischen Inkonsistenzen zu verteidigen.“
Könnte sein. Besser machen und hier vorzeigen.”

Schon längst geschehen. Nicht von mir, sondern vom ollen Max Weber. Auch der hat eine Klassentheorie. Wissen halt die Supertopchecker hier nicht.

‘Kleinbürgertum’ und ‘Lumpenproletariat’ sind Verlegenheitskategorien des Marxismus, um soziale Phänomene zu erklären, die in der einfachen Entgegensetzung von Gelbesitzer und Arbeitskraftbesitzer nicht aufgehen. Marx ging bekanntlich davon aus, dass diese ‘unreinen’ Klassen irgendwann verschwinden würden.

Stattdessen ist der ‘reine’ Bourgeois und der ‘reine’ Proletarier verschwunden. Alles amorphelt in einer generalisierten Angestelltenkultur vor sich hin, die alle möglichen ethnischen, lebensstilistischen, Anti- und Pro-Haltungen für was auch immer aufweist.

“Das ist nach meiner Meinung ad hominem in einer Art, die man nicht will.”

Ja, das ist so ihre Meinung. Dass @Hammersen mich als Hilfslehrer verunglimpft, finden Sie dagegen offenbar voll in Ordnung. – Nicht, dass das m.E. gelöscht werden müsste, der @Hammersen soll hier ruhig seine ausländerfeindliche Schwerbeklopptheit zu Markte tragen, das hat ja immer Unterhaltungs- und Erkenntniswert. – Ihr innerer Kompass eiert aber nun wirklich bedenklich. Aber das ist mir ja nicht neu.

Manfred Peters September 27, 2015 um 00:03

@ gelegentlich um 13:53
”Man könnte ja … dieses Konzept des Individualverkehrs halt aufgegeben werden, in den Ballungsräumen zuerst. …also Hochschullandschaft renovieren, … “
Wach ich oder träume ich? Das hat Dir der Teufel, ersatzweise irgendein Sozialist/Kommunist, gesagt. Es gab mal eine Zeit, da wurde das schon mal mit mehr oder weniger Erfolg geübt und dann als nicht kompatibel mit dem real-existierenden Kapitalismus abgeschafft.
“Noch weiter zurück in die Vergangenheit gehen die Vermutungen, dass schon Bismarck* die Idee hatte, zur Sicherstellung eines einheitlichen Entwicklung des Verkehrs im Deutschen Reich
eine dafür speziell profilierte Akademie zu gründen.**”

”Verkehrspolitische Schwerpunkte in 40 Jahren DDR
Monopolstellung des Transportzweiges Eisenbahn, Zurücknahme des Straßengüterverkehrs,
Bewusste Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs, …”

Wenn das unser Hobby-Teufeksaustreiber liest? Ein Kommentar-Sudeldurchfall ist zu befürchten.

* Dieser verdammt verkappte Kommunist!
**1992 geschleift

Morph September 27, 2015 um 02:05

@Holger

“Den ersten Kommentar sich vom [@Morph] durchlesen, entscheiden, greift er wieder an oder nicht. Wenn ja Kommentarlos löschen und wenn nicht stehen lassen.”

Ich finde, wer selber angreift, soll nicht jammern, wenn Gegenwind kommt. Austeilen wollen ohne einstecken zu können, ist stillos. Ich für meinen Teil akzeptiere jeden Angriff. Und teile dann m.E. maßstabsgerecht aus. Aber wenn das irgendeinem Blog-Verantwortlichen nicht passt, meine Kommentare in die Moderationsschleife schiebt oder löscht, schreie ich auch nicht: “Zensur!” Wenn mir @Gelegentlichs Regime lästig wird, kann ich es ja mit dem Kommentieren lassen. Ist ja Spielwiese hier. Und jeder kann für sich entscheiden, ob er die Spielregeln akzeptiert.

“Seine Fäkalsprache ist nur auf einem eloquenten Niveau, indem er das “Arschloch” umschreibt. Hört sich zwar nicht so Fäkal an, hat aber die gleiche Bedeutung.”

Ich glaube ja, dass ohne Eloquenz politisch-weltanschauliches Argumentieren nicht geht. Aber das ist egal. Entscheidend ist in jedem Fall, aus welcher Ecke ‘Arschloch’ gesagt wird, wie eloquent auch immer. Und eine Krankheit unserer Zeit ist, dass viele glauben, jede Ecke sei gleich gut legitimiert. M.E. gibt es die falsche Ecke.

Wir glauben, glücklicherweise/hoffentlich, an den Sinn von Meinungsfreiheit. Jeder soll sagen dürfen, was er will. Aber das schließt ein, dass sich jeder Kritik gefallen lassen muss. Es gehört zur Meinungsfreiheit, andere Meinungen für dumm und hetzerisch zu halten und dies auch zu sagen. Solche Einwände kann man ja wiederum kritisieren, wenn man kann.

Meinungsfreiheit heißt jedenfalls nicht, dass man jeden Scheiß unwidersprochen hinnehmen muss.

QuestionMark September 27, 2015 um 04:46

@Morph September 27, 2015 um 02:05
Im Gegensatz zu dem was du da so schreibst, hast du in der Vergangenheit eher gegen Meinungsfreiheit argumentiert. Ich kann mich da an so Sprüche von dir erinnern die das Exkludieren von Kommentatoren und das “Markieren” derselbigen zum Gegenstand hatten. Das hatte doch eher mit dem Prägen eines Rahmens für die “noch erlaubte Meinung” zu tun. Ähnlich wie das auch in den etablierten Massenmedien geschieht. Wer aus diesen Rahmen fällt, der soll ausgegrenzt werden. Ich hatte auch den (eventuell falschen) Eindruck das Ähnliches im Hintergrund hier den Blogbetreibern vorgeschlagen worden ist.

Mal eine andere Frage: Hast du mit den Betreibern von “Perlen aus Freital” zu tun? Findest du gut was dort abläuft?

rational befreite zone September 27, 2015 um 05:06

@ QuestionMark

,,Hast du mit den Betreibern von “Perlen aus Freital” zu tun? Findest du gut was dort abläuft?”

http://perlen-aus-freital.tumblr.com

sind die dir zu links? wenn du perlen aus freital so extrem links findest, stehen die chancen gut, dass du selbst ganz schön weit rechts bist.

QuestionMark September 27, 2015 um 05:14

@rational befreite zone September 27, 2015 um 05:06

sind die dir zu links?

Wohl eher zu weit rechts. Eine Hetzjagd auf Menschen zu organisieren die leichtstinnig irgendwelche Bemerkungen von sich geben erinnert mich eher etwas an die Verfolgung und Exekution der Geschwister Scholl.

rational befreite zone September 27, 2015 um 05:29

@ QuestionMark

besorgte bürger, sind keine juden. besorgte bürger, sind keine opfer von hetzjagd. nicht die tatschen verdrehen.

besorgte bürger, sind nie richtig integriert worden.

QuestionMark September 27, 2015 um 05:58

@rational befreite zone September 27, 2015 um 05:29
Die Geschwister Scholl waren keine Juden. Die hatten nur den Fehler gemacht eine politische Meinung zu äußern die der damaligen Regierung nicht gefallen hat. Daraufhin bekamen sie es mit Verfolgung, Denunziation und schließlich Exekution zu tun.

H.K.Hammersen September 27, 2015 um 08:07

@Morph
“Ich glaube ja, dass ohne Eloquenz politisch-weltanschauliches Argumentieren nicht geht.”

Ihre Eloquenz kommt auch immer wieder zum Ausdruck.
“Nicht, dass das m.E. gelöscht werden müsste, der @Hammersen soll hier ruhig seine ausländerfeindliche Schwerbeklopptheit zu Markte tragen, das hat ja immer Unterhaltungs- und Erkenntniswert.”

Wenn Sie exemplarisch für den Zustand an gesellschaftswissenschaftlichen Fakultäten sind, dann kann selbst ich nur noch konstatieren, dass jeder Zuwanderer das durchschnittliche Niveau in D erhöht. Wer sich darüber beschwert, als Hilfslehrer tituliert zu werden, aber andere als ausländerfeindliche Schwerbekloppte bezeichnet, kann, noch dazu er für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich tätig zu sein, beim besten Willen nicht mehr in Diskussionen inkludiert werden. Tun Sie sich mit dem Möchtegernmanager zusammen und ergründen Sie die Tiefen der Statussymbole des Kleinbürgertums. Oder noch besser, gehen Sie in ein Asylantenheim ihrer Wahl und geben den dort Ankommenden Starthilfe in ein neues Leben, indem Sie sie über die angesagten Dystinktionsmerkmale der deutschen Kleinbürger aufklären. Und warnen Sie die Asylanten vor motorradfahrenden Ärzten. Nicht , dass die armen Menschen sich noch von den Falschen helfen lassen.

gelegentlich September 27, 2015 um 09:11

@H.K.Hammersen 27.09.2015 um 08:07
„Wer sich darüber beschwert, als Hilfslehrer tituliert zu werden, aber andere als ausländerfeindliche Schwerbekloppte bezeichnet, kann, noch dazu er für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich tätig zu sein, beim besten Willen nicht mehr in Diskussionen inkludiert werden.“
Dem kann ich nicht zustimmen. Ob wir wollen oder nicht: wir müssen irgendwie miteinander im Gespräch bleiben. Das gilt ja nicht nur für diesen Blog. Ich bin also gegen Ausschließungen, wenn es vermeidbar ist. Erst recht gegen Ausschließungen auf der Basis, dass eine Seite behauptet Irgendjemand sei bekloppt. Bisher funktionierte dieses Konzept auch innerhalb von nur 4 Wochen, mit nur einer Ausnahme (HG, der wohl eine funktionale Mailadresse vermeiden will). Aber das Gespräch muss so sein, dass man Lust behält ihm zu lauschen. Ich schätze Persönlichkeiten, die das Format besitzen auch mal gute Verlierer sein zu können, wenn sie in einem Gefecht der Argumente den Kürzeren gezogen haben. Ich schätze es nicht, wenn Jemand in dem Moment zur Notbremse greift und die Diskussion ins Persönliche entgleisen läßt. Dann muss das passieren was ich am Wenigsten mag: löschen. Das geschieht aber transparent: wer mag kann das per PM kriegen (solange der Aufwand dafür erträglich bleibt).

H.K.Hammersen September 27, 2015 um 09:32

@gelegentlich
Ich habe nichts von “Löschen” geschrieben.
Wenn jemand aber meint, mich als “ausländerfeindlichen Schwerbekloppten” zu bezeichnen, mir “Vernichtungsphantasien” zu unterstellen, dann soll er das belegen oder unterlassen. Sie werden in meinen Ausführungen nicht eine einzige Bemerkung finden, die auch nur im Entferntesten gegen Ausländer als Ausländer gerichtet ist. Genau das ist es doch, was diesen Morph so auf die Palme bringt. Meine Überzeugung ist, dass es ihm überhaupt nicht um Asylbewerber geht, sondern dass er einzig und allein an seiner eigenen Person interessiert ist. Und damit steht er in meinen Augen stellvertretend für all diese hysterischen “Asylbefürworter”.

gelegentlich September 27, 2015 um 09:47

@H.K.Hammersen September 27, 2015 um 09:32
Stimmt, Sie haben nicht von löschen gechrieben. Ich habe gestern abend gelöscht (löschen müssen).
„Meine Überzeugung ist, dass es ihm überhaupt nicht um Asylbewerber geht, sondern dass er einzig und allein an seiner eigenen Person interessiert ist.“
Das meint ich mit ins Persönliche entgleisen lassen. Die Debatte geht dennoch weiter. Da von Leggewie und Cohn-Bendit die Rede war:
http://www.taz.de/!5224379/
Daraus:
„Ebenso denkbar ist die Bildung von ethnischen und religiösen Parteien, die Politisierung des Diaspora-Islams und eine Fragmentierung des politischen Systems, auf die unsere Parteiendemokratie schlecht eingestellt ist. Ein Einwanderungsgesetz kann man aber nicht auf die lange Bank schieben, um die Bildung einer Rechtspartei zu verhindern.“

Da wir die künstlich geschaffenen Probleme Syriens nicht importieren wollen muss das mit allen Mitteln verhindert werden. Die Leiterin eines Flüchtlingslagers in Berlin, selbst afghanischer Herkunft, hat Vertretern islamischer Gruppen den Zutritt zum Lager verboten. Ein richtiger Schritt.

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/46/46095/1.html
„Alles so schön bunt hier
Hans-Dieter Rieveler 26.09.2015
Schöne Märchen haben oft ein böses Ende. Ein solches droht auch dem zweiten deutschen Sommermärchen, denn die wirklich gefährlichen Bösewichte tarnen sich als Helldeutsche“
Und dazu gleich ein Kommentar von dort:
„26. September 2015 18:24
Bravo, Herr Rieveler. Ich füge einem Lob etwa hinzu
Bassasdi
Das ist der beste Beitrag, den ich zu diesem Thema bisher gelesen
habe.
Die Reichen halten sich auffallend zurück. Die vorbildlichen und
privat finanzierten Flüchlingszentren unter der Ägide von
Bertelsmann, Springer, Quandt, Aldi-Erben, Dieter Schwarz (Lidl) und Ootker existieren nicht. Was hält die hiesigen Reichen ab, eine
humanitäre Katastrophen so zu managen, wie sie es für richtig halten?
Bürokratische Hürden gibt es nicht mehr. Haben sie letzlich kein
Interesse?“
Das sind die Fragen, die sich eben auch nicht exkludieren lassen.

H.K.Hammersen September 27, 2015 um 10:06

@gelegentlich
“Ein Einwanderungsgesetz kann man aber nicht auf die lange Bank schieben, um die Bildung einer Rechtspartei zu verhindern.”
Ich gehe mal davon aus, dass das Zitat inhaltlich von Ihnen geteilt wird.
Das kann ja gerne die Meinung von sich “links” gebenden Leuten sein. Das kann in einer Demokratie aber nicht Staatsziel sein. Wieso sollte die Bildung einer “Rechtspartei”, was immer damit auch geneint sein soll, verhindert werden? Damit die Verursacher der Verhältnisse, die erst die Bevölkerung dazu bringt, diese “Rechtsparteien” zu gründen, nicht mit den Folgen ihres Handelns konfrontiert werden?

“Die Leiterin eines Flüchtlingslagers in Berlin, selbst afghanischer Herkunft, hat Vertretern islamischer Gruppen den Zutritt zum Lager verboten. Ein richtiger Schritt.”
Das ist allenfalls Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit, aber das Internet scheint nicht nur für Merkel Neuland zu sein. Die islamischen Propagandisten müssen die Lager nicht betreten, die sind längst drin. Oder was glauben Sie, auf welche Internetseiten die Bewohner der Lager beim Blick in ihre Smartphones schauen? Auf “www.Wiesaussieht.de”?

Und diese lächerlichen Versuche an das schlechte Gewissen der Reichen zu appellieren, ist auch nur Ausdruck der eigenen Feigheit. Das ist ja Sloterdijksche Willkürmitmenschlichkeit in Reinkultur. Wer will, dass die “Reichen” sich an der Bewältigung der Probleme beteiligen, soll die Politik adressieren und Erbschafts- oder Vermögensteuer sagen, aber nicht bei den “Perlen von Freital” nach vermeintlichen Nazis suchen.

gelegentlich September 27, 2015 um 10:23

„Das ist allenfalls Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit, aber das Internet scheint nicht nur für Merkel Neuland zu sein. Die islamischen Propagandisten müssen die Lager nicht betreten, die sind längst drin. Oder was glauben Sie, auf welche Internetseiten die Bewohner der Lager beim Blick in ihre Smartphones schauen? Auf “www.Wiesaussieht.de”?“
Nicht auf das, was Sie andeuten. Die werden auf Seiten schauen von denen Sie sich irgendwelche Hilfen hier erwarten. Gemacht von Syrern, die schon hier sind. Die sind mehrheitlich säkular, wie sie selber. Die wollen hier Fuß fassen. Dafür brauchen sie nicht Leute, die ihnen helfen, auf sektiererische Art und Weise von Syrien und einem „reinen Islam“ (vor dem sie geflüchtet sind) zu träumen. – Der zitierte Kommentar war eher ein ironischer Versuch, kein feiger. Nur ein halber Schritt weiter führt zur Erbschafts- und Vermögenssteuer.

Goodnight September 27, 2015 um 10:24

@Moprh

“Entscheidend ist in jedem Fall, aus welcher Ecke ‘Arschloch’ gesagt wird, wie eloquent auch immer. Und eine Krankheit unserer Zeit ist, dass viele glauben, jede Ecke sei gleich gut legitimiert. M.E. gibt es die falsche Ecke.”

Äußerst interessant. Nun musst Du mir aber mal bitte erklären wer darüber entscheidet, und entlang welcher Kriterien er entscheidet, was eine Ecke ist und welche Ecke die richtige bzw. falsche Ecke ist.
Denn falls Du da keine “objektiven” bzw. mehrheitsfähigen Kriterien anbieten kannst, dann befürchte ich, sind diese Ecken von Dir konstruierte Ecken und somit keine von der Gesellschaft beobachtbare Ecken. Und dann ist da nix mit Legitimation des von Dir geäußerten “Arschloch” und so. Dein “”Arschloch ist dann genauso ein “Arschloch” wie das “Arschloch” von Holger. Einfach nur ein “Arschloch”.

gelegentlich September 27, 2015 um 10:39

@Goodnight 27.09.2015 um 10:24
Danke! In der politischen Meinungsbildung, und der Blog ist ja ein Teil davon, gibt es natürlich keine eo ipso guten oder falschen Ecken. Das ist eine monströse größenwahnsinnige Selbsterhöhung eines Zwergs, feuchter Traum.
Ich kann mir 1001 mal einbilden meine Ecke sei die der rationalen Vernunft, die andere dumpfer Faschokram. Daraus kann ich aber keinen modus ableiten, der gesprächsbereit bleibt und funktioniert. Hier möglichst kein „Arschloch“ sehen zu wollen ist eine pragmatische Setzung, die je nach Kontext dann auch durchgesetzt wird. Nach meiner Meinung hat sich das bisher bewährt. Es gibt jetzt 5 oder 6 Threads da, die man lesen kann ohne weglaufen zu wollen. Von @Jackle habe ich jetzt zum ersten Male wütende, aber immerhin argumentierende Beiträge gesehen. Ist doch auch was… – Und mein „Traum“: die WordPress Software so zu verändern dass ein Dauerthread „Wegrand“ entsteht, in den man OT-Beiträge leicht verschieben kann. So wird nichts zensiert, der Thread bleibt lesbar. Fäkalsprache und rein Persönliches würde weiterhin einfach gelöscht.

ruby September 27, 2015 um 10:51

VW
+
Automobilindustrie
=
alternativlos

Wir werden sehr kurzfristig erleben, wie Demokratie mit Gesetzen und Ordnungen per Anweisungen demontiert wird.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/kommt-eine-rueckrufaktion-fuer-vw-diesel-in-der-dieselgate-affaere-13825127.html

Metalltarife, Mindestlöhne, Machtpositionen, Manipulationen.
Es wird noch sehr windig, wenn der Porsche Winterkorn dem VAG Müller die Aufsicht im Konzern lesen müsste !
Systemfehler …

Manfred Peters September 27, 2015 um 10:58

@ ” Von @Jackle habe ich jetzt zum ersten Male wütende, aber immerhin argumentierende Beiträge gesehen. Ist doch auch was…”
Wenn Ihr wüsstet, der Jackle-Ausbruch ist begeistert von einem der größten Literaturkritiker und Bestsellerkrimiautoren der norddeutschen Tiefebene zitiert worden. ;-)
Ein Vorschlag: Verwendet doch versuchsweise mal für das “Arschloch” den “Auspuff”!
Passt hier viel besser zum Faden, ist nicht ganz verkehrt und hört sich nicht so brutal an. Wir Norddeutschen in West und Ost sind da sowieso vornehmer: Du Morslock!
Da werden sogar Gericht milde. ;-)

ruby September 27, 2015 um 11:00

Kaufpreis runter
Steuern hoch
Zulassungsverbote
Fahrverbote
herrliche Verkehrsverhältnisse in Ballungszentren und Verbindungstrecken
Kosten-Nutzen-Betrachtungen : “ein” europa”weites Feld” !!!

ruby September 27, 2015 um 11:18

@ MP
besser wäre
“Aus dem Puff”
in Erinnerung am Peterle Hartz :
“Das ist ein guter Tag für Deutschland”
Sektgläschen – Abgang – Vorhang
langanhaltender Applaus

ruby September 27, 2015 um 11:27
Frau Frech September 27, 2015 um 11:37

“Wohl eher zu weit rechts. Eine Hetzjagd auf Menschen zu organisieren die leichtstinnig irgendwelche Bemerkungen von sich geben erinnert mich eher etwas an die Verfolgung und Exekution der Geschwister Scholl.”

“Die Geschwister Scholl waren keine Juden. Die hatten nur den Fehler gemacht eine politische Meinung zu äußern die der damaligen Regierung nicht gefallen hat. Daraufhin bekamen sie es mit Verfolgung, Denunziation und schließlich Exekution zu tun.”

das in bezug auf die in freital gesammelten stimmen “besorgter bürger”, ich finde hier ist die grenze zwischen dummheit und gefährlichkeit weit übertreten.

gelegentlich September 27, 2015 um 11:51

@ruby
Was willst Du denn? Die haben doch ein realistisches Bild. Ok, Vertrauen ist zu viel. Aber da es ohnehin alle machen, das Schummeln, und da man morgen früh in jedem Fall damit weiterfahren muss… ob jetzt 504 Befragte oder 10 504 berücksichtigt wurden.
Ich bin immer noch erstaunt darüber warum die m.E. naheliegendste Frage (warum hat VW so schnell klein beigegeben? Warum kein ernsthafter Versuch einer PR-mäßigen Abwehr) in der öffentlichen Debatte kaum auftaucht.

ruby September 27, 2015 um 12:26

@ gelegentlich
Die Antwort ist sehr schlicht.
Ein Blick auf die Organträger, ihre Qualifikationen sowie Fähigkeiten reicht aus.
Beispiel Viktor Klima – Ex-Südamerikazuständiger in Rückstellungsverbrauch mit 200 Rinderfarm bei Buenos Aires …

ruby September 27, 2015 um 12:30

VW wird nicht untergehen – to big fail und alle waren beteiligt :
die MP`s haben die Revisionsberichte durchgewunken : willfähriger Kontrollverzicht.
Mitgehangen mitgefangen.
Wer war 2007 im AR?
Shareholder Value oder Wertmanagement ala VW !!!

ruby September 27, 2015 um 12:33

Die sind in den vorbereitenden Sitzungen einfach eingesackt worden. Ohne Protokolle – informelle Machtausübung.
Welche Flughafen-, Hotellounges wurden wann gebucht?

Bogus September 27, 2015 um 13:20

@ gel.
“…warum hat VW so schnell klein beigegeben? Warum kein ernsthafter Versuch einer PR-mäßigen Abwehr?”

Warum sollten die sowas machen? Der Lack ist angekratzt, aber noch nicht ab. Die Faktenlage ist klar, es wurde beschissen; dann kann man entweder dazu stehen oder sich durch weiteres Taktieren noch unglaubwürdiger machen.

Ball flach halten, dann kann man hoffen, dass in unserer schnellebigen Medienwelt die Zeit für einen arbeitet. Morgen wird schon die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

Als bekennender VT-Fan tut’s mir leid, aber diese Story kommt für mich erstmal ohne Beteiligung finsterer verborgener Mächte (z.B. NSA im Besitz des Schummel-Sourcecodes) aus.

Goodnight September 27, 2015 um 13:25

@rugby

“VW wird nicht untergehen – to big fail und alle waren beteiligt :”

Hierzu Michael Corleone:

“If anything in this life is certain, if history has taught us anything, it is that you can kill anyone.”

Goodnight September 27, 2015 um 13:28

Auch hier wurde die Moderne noch nicht verstanden:

Wenn das amerikanissche Rechtssystem jetzt entscheidet, dass es VW die Lichter ausbläst, dann wird es und kann es dies tun. Niemand wird und kann es stoppen. Keine VT, keine CIA, kein Papst und kein Präsident.
Das sind die regeln und damit auch die Probleme der Moderne. und weder hier noch dort noch in der VW Zentrale hat das einer kapiert. und deshalb sind die jetzt am Abgrund.

Bogus September 27, 2015 um 13:36

Mr “Know it all 24/7″ Goodnight
“dann wird es und kann es dies tun”

Wie?

Goodnight September 27, 2015 um 14:08

@Bogus

Klage auf 50-200 Mrd Dollar Schadensersatz, zu zahlen an Staat und Privatpersonen. Verbot von Dieselfahrzeugen…etc.

gelegentlich September 27, 2015 um 14:12

@Bogus 27.09.2015 um 13:2020
Ganz einfach: dem Institut ist aufgefallen dass sich die Kiste im Test anders verhält. Das ist schräg. Aber es ist noch kein Beinbruch. Wenn man weiß, dass man gepfuscht hat, dass aber irgendein Tester den Quellcode nicht einsehen kann, reagiert man so: uff, äh, wirklich ! Verdammt, da muss Jemand bei der Implentierung der Software Mist gebaut haben. Und dann kommt eine kluge Verzögerungstaktik nach dem Versprechen, diesen Fehler natürlich zu korrigieren. So war das aber nicht . Warum nicht? Die hätten locker weiter lügen können. Stattdessen haben sie schon zu Beginn zugegeben beim Pfuschen erwischt worden zu sein. Macht keinen Sinn.

gelegentlich September 27, 2015 um 14:17

@Goodnight 27.09.2015 um 14:08
Und dann im Gegenzug: in der EU gilt EU-Recht. Steuern werden da gezahlt wo das Geschäft gemacht wird. Oh, da ist ja viel nachzuzahlen… und bei den Patenten müssen wir auch genau hinsehen. Die vergeben doch glatt Patente ohne sachliche Prüfung (prior art usw.). Nicht mit uns. Oh Gott, die patentieren sogar Software. Das geht doch nicht.

Bogus September 27, 2015 um 14:20

@ gel.
“uff, äh, wirklich ! Verdammt, da muss Jemand bei der Implentierung der Software Mist gebaut haben.”

Schon mal irgendwas programmiert, außer ‘nem Videorecorder? So eine Argumentation wäre lächerlich, da völlig unglaubwürdig.

QuestionMark September 27, 2015 um 14:24

@Bogus September 27, 2015 um 14:20
Für Insider wäre diese Erklärung natürlich nicht glaubwürdig. Aber die Unkundigen (also die Mehrheit) da draußen würde das glauben. Die Mehrheit fällt doch anscheinend auch auf jemanden wie Murksel herein.

Goodnight September 27, 2015 um 14:37

@Bogus

VW ist für seine Produkte verantwortlich. Period.

Wer da wie, warum oder was programmiert hat, das ist völlig egal.
Das amerikanische Volk wurde betrogen, finanziell und körperlich geschädigt.
Ja, genau so, bitte erneut lesen. VW kann froh sein, wenn es das überlebt.

Bogus September 27, 2015 um 14:40

24/7 Goodnight
“VW ist für seine Produkte verantwortlich.”

Habe nichts anderes behauptet.

Bogus September 27, 2015 um 14:45

OT
@ Goodnight
Redest du eigentlich auch in echt so oder nur hier? Ich meine so’n Zeugs wie “Period” und sowas.

gelegentlich September 27, 2015 um 14:57

@Bogus 27.09.2015 um 14:08
Wenn Du recht hättest würde es z.B. die Firma Adobe nicht mehr geben. Man muss nur täglich bei Fefe lesen. Lächerlich oder unglaubwürdig ist da nicht wichtig, nicht nur bei VW nicht.
@Goodnight
So kann man das sehen, sicherlich. Aber auf dieser Seite des Großen Teichs kann man unzählige Dinge von dort eben auch so sehen. Will sagen: auch Europa kann Instrumente zeigen.

Kuckuck September 27, 2015 um 15:29

@gelegentlich September 27, 2015 um 14:12
Ganz einfach: dem Institut ist aufgefallen dass sich die Kiste im Test anders verhält. Das ist schräg. Aber es ist noch kein Beinbruch. Wenn man weiß, dass man gepfuscht hat, dass aber irgendein Tester den Quellcode nicht einsehen kann, reagiert man so: uff, äh, wirklich ! Verdammt, da muss Jemand bei der Implentierung der Software Mist gebaut haben. Und dann kommt eine kluge Verzögerungstaktik nach dem Versprechen, diesen Fehler natürlich zu korrigieren. So war das aber nicht . Warum nicht? Die hätten locker weiter lügen können. Stattdessen haben sie schon zu Beginn zugegeben beim Pfuschen erwischt worden zu sein. Macht keinen Sinn.

Das ist aus mehreren Gründen falsch.

1. VW hat den Staat und die Kunden getäuscht und betrogen.

2. Die Gesundheit der Bevölkerung wurde durch die Emissionen geschädigt. Der Zusammenhang zwischen KfZ-Emissionen und Gesundheitsschäden ist eindeutig bewiesen.
Das ist der Grund für die Umweltgesetze (KfZ-Zulassung, Steuerbelastung, Umweltzonen etc.)

3. Es gibt keine technische Lösung für dieses Problem. Es sei denn, man baut andere Motoren bzw. ein anderes Abgasregelungssystem ein.
Denn eine Nur-Software-Lösung reduziert auf jeden Fall die Leistung des Autos.
Und zudem ist die Frage, ob man damit die Grenzwerte im Normalbetrieb einhalten kann.

Fazit:
„Kein Beinbruch“ ist eine absolute Verniedlichung.
Die Sache wird einen finanziellen Tsunami auslösen (Strafen, Schadensersatzforderungen etc.).

Goodnight September 27, 2015 um 15:49

@ Bogus
“Redest du eigentlich auch in echt so oder nur hier? Ich meine so’n Zeugs wie “Period” und sowas.”

Das tägliche Umfeld prägt die Sprache:

“Son, we live in a world that has walls, and those walls have to be guarded by men with guns. Who’s gonna do it? You? … You have the luxury of not knowing what I know. ..And my existence, while grotesque and incomprehensible to you, saves lives. You don’t want the truth because deep down in places you don’t talk about at parties, you want me on that wall, you need me on that wall. We use words like honor, code, loyalty. We use these words as the backbone of a life spent defending something. You use them as a punchline. I have neither the time nor the inclination to explain myself to a man who rises and sleeps under the blanket of the very freedom that I provide, and then questions the manner in which I provide it. I would rather you just said thank you, and went on your way, Otherwise, I suggest you pick up a weapon, and stand a post. Either way, I don’t give a damn what you think you are entitled to.”

Manfred Peters September 27, 2015 um 16:18

Das Neueste; realistischer als alle hier kolportierten Spekulationen über irgendwelche schnellen Lösungen: “BERLIN (dpa-AFX) – Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht die Einführung realistischerer Abgastests in der EU verzögern. Deutschland wolle erreichen, dass der neue Testmodus nicht wie geplant Ende 2017, sondern erst 2021 eingeführt werde, …”

‏إن شاء الله‎

gelegentlich September 27, 2015 um 16:19

@Goodnight, 27.09.2015 um 15:49
Jesus, und das aus Stuttgart. Selbst die Zugezogenen können Alles, außer Hochdeutsch.

Kuckuck September 27, 2015 um 16:26

@gelegentlich September 25, 2015 um 18:13
@peewit September 25, 2015 um 08:50
…Wenn Du Dich mit einem Arzt unterhältst der einen Scheiß auf das gibt was allgemein der Bevölkerung vorgesetzt wird, wirst Du erstaunt sein an welcher Stelle Dieselabgase, Rußpartikel aus Dieselmotoren stehen.
Das gleiche gilt natürlich für die in den Kats von Benzin PKWs
enthaltenen Schwermetalle die als Nanopartikel noch nicht mal
eingeatmet werden müssen.
Wenn ich Muse habe und die US Studie finde kannst Du eine Zunahme von 60% an Krebserkrankungen verursacht durch Dieselabgase nachlesen. Die Zahl habe ich noch im Kopf. Von wegen.
Geh mal in Krebskliniken und Rehacenter und schau Dir das Alter der Menschen dort an, die Masse ist unter 50 Jahren, eher Jünger.
Ich spreche hier nicht von Lala Krebs den man mit 80 auf Grund des Alters oder weil man zu bequem zum Bumsen ist bekommt, Prostata und so“

Peewit mischt sich als medizinischer Laie ein. Hat kein wissenschaftlich fundiertes Wissen und keine Kompetenzen zum Gegenstand.

Trotzdem behauptet er arrogant:
„Ich weiß, die statistische Ausbildung von Medizinern/Psychologen ist eine Katastrophe. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie mit euch Schlitten fährt.“ (peewit September 24, 2015 um 16:57).

Das behauptet diese wissenschaftliche Knalltüte einfach.

Jedem kritischen Mediziner würde auffallen, dass der Artikel in der ZEIT wissenschaftlicher Müll ist und die tatsächlichen Verhältnisse falsch darstellt und verschleiert.

Selbst einem medizinischen Laien müsste beim kritischen Lesen des ZEIT-Artikels auffallen, dass eine Tabelle falsch ist.

Krebsmortalität in der Altersklasse 80-84 soll angeblich 1644(m) bzw.1154 (w) pro 10.000 betragen. Also 16,4% und 11,5%.
Um Faktor 10 falsch. Das könnte einem doch anhand der Alltagsempirie auffallen.

Früher gab es x Publikationen von hochkarätigen Wissenschaftlern, welche die Ungefährlichkeit des (Passiv)Rauchens als wissenschaftlich bewiesen darstellten.

„Käufliche Wissenschaft“ ist eine Realität. Heute mehr als jemals zuvor.

Ultradoof war daher dieser Satz von Peewit:
Und Fachleute, na ja, zumindest der Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer würde in einem Koryphäen-Ranking, wenn es denn darauf ankommen sollte, im Vergleich zu dir wohl nicht so ganz schlecht abschneiden.

„Koryphäen-Ranking“ als Wahrheitskriterium.

Prof. Sinn als höchste ökonomische Fachautorität?

Nun ja, bei Peewit überrascht das nicht. Er ist als Parteigänger und Systemapologet bekannt. Er bekämpft Systemkritiker.

Aus der medizinischen Praxis weiss man, dass Krebspatienten immer jünger wären. Das ist für jene, die im onkologischen Bereich arbeiten, offensichtlich.

Zudem ist jedem fachkompetentem Wissenschaftler völlig klar, dass kanzerogene Faktoren zugenommen und protektive bzw. reparativ-regenerative Faktoren abgenommen haben.

Selbstverständlich besteht auf Seiten der Parteigänger des Systems ein Interesse daran, die Empirie zu leugnen und zu verschleiern, z.B. mit getürkten Statistiken.

Man kennt dies insbesondere von der Pharmaindustrie mit ihren Studien.

Jedem kritischen Sozial- oder Umweltmediziner fällt sofort auf, dass in dem Zeitartikel die Altersinzidenz und damit das entscheidende Kriterium fehlt.

Selbstverständlich gibt es dazu erhobene Daten vor.

Doch wer erhebt sie, wer hat Zugriff darauf und wer wertet sie aus?

Wie viele kritische Sozial- oder Umweltmediziner gibt es heute noch in der BRD. Und werden deren Publikationen und kritischen Ergebnisse überhaupt von den MSM zur Kenntnis genommen?

Warum hat man die kritische Gesundheitsberichterstattung sehr schnell finanziell ausgetrocknet und de facto verunmöglicht bzw. eingestellt?

gelegentlich September 27, 2015 um 17:15

@Kuckuck 27.09.2015 um 16:26
@peewit versteht von Statistik sicherlich so viel, dass ich da nicht mitreden könnte. Hilft bei diesem Thema aber nicht so arg viel. Das müsste man nämlich anders angehen, interdisziplinärer, und auch mit anderen Fragestellungen. Z.B. die weltweite Verbreitung bestimmter Krebsarten sich ansehen und daraus dann Rückschlüsse ziehen. Ich bleibe da skeptisch. Wer hätte ein Interesse daran? Unsere Hochschullandschaft hat sich ja so verändert dass ein einzelner Forscher mit einer meinetwegen bahnbrechenden Fragestellung da kaum in den Job käme. Ein ähnlich gelagertes Beispiel, diesmal geht es nicht um Krebs:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/45/45869/1.html
„Amok: Der ausschlaggebende Auslöser Antidepressiva?
Torsten Engelbrecht 12.09.2015
Der Psychiater David Healy zum “Medikamentenaspekt” des Amokflugs 4U95254 und bei Amokläufern“
Das wird nicht weiter verfolgt werden.
Nichts für ungut, @peewit, diese im Handelsblatt vorab beworbene Veröffentlichung ist nicht viel mehr als die Auffrischung des in die Jahre gekommenen Maxeiner/Miersch-Pamphlets, das davon lebte, dass die meisten Leser Chemie immer gehaßt haben und glauben solide Fachbildung durch paar Internetclicks ersetzen zu können. Man braucht offenbar für die Nahrungsmittelindustrie präventive PR und die Zahl der Leute, die sich über Veganer und Andere ärgern, sich ihren Suff und die Kalbshaxe nicht kaputt nörgeln lassen wollen, ist als Markt für so etwas groß genug.

gelegentlich September 27, 2015 um 17:35

@Kuckuck 27.09.2015 um 15:29
Sie verwechseln da meinen Standpunkt mit dem Nachdenken darüber, warum das überhaupt jetzt so hochkam.
„1. VW hat den Staat und die Kunden getäuscht und betrogen.“
Na und? Microsoft, Apple usw. auch. Läßt sich leicht fortsetzen.
Daher vermute ich dass es am Ende so ausgehen wird wie bei der Affäre Wulff.
Sobald der Schaden für die Big Player auf beiden Seiten des Atlantik groß genug wird ist die Zeit gekommen, die Sache wieder herunter zu fahren. Falls die Amerikaner die Diesel-Technologie für PKW stoppen wollen werden sie ein gleichgroßes Opfer bringen müssen. Derweil rückt TTIP hoffentlich weiter in die Ferne und die NSA-Toleranz nimmt ab.

Manfred Peters September 27, 2015 um 17:58

Es muss wohl richtig heißen:
1. “Der Staat und VW/die Autoindustrie haben die Kunden getäuscht und betrogen.“
Wer etwas Anderes behauptet glaubt an den Klapperstorch oder zieht sich seine Hosen mit der Kneifzange an.
Zitat, leider noch die Ausnahme: “Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kritisierte …: “Die Bundesregierung hätte Hinweisen auf Manipulationen bei der Motorsteuerung längst nachgehen und genauer hinschauen müssen.” Sein Bundesland habe sich früh gefragt, “warum im Ballungsraum Stuttgart die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden jenseits aller Grenzwerte liegt, obwohl die Autos doch angeblich immer besser werden.””

Bogus September 27, 2015 um 17:59

@ gel., 17:35
Hammersen hat das vor vor paar Tagen gut auf den Punkt gebracht: VW verkauft 2 unterschiedliche Systeme: Eins für den Alltagsbetrieb, eins für den Prüfstand. Dem Kuden wurde aber vorgemacht, beide Systeme seien identisch.

Inwiefern gäbe es einen vergleichbaren Betrug von Adobe, Apple oder Microsoft?

peewit September 27, 2015 um 18:02

@Kuckuck
@Kuckuck

Von welchem Zeitartikel sprichst du?

Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass der Fehler in der Tabelle ein Druckfehler ist: eine “0″ nicht gesetzt. Wie gesagt, ändert nichts an der Aussage der Tabelle. Es gibt keine Zunahme in der altersstabilisierten Mortalität.

Du behauptest also, dass das Robert-Koch-Institut gefälschte Statistiken verbreitet?

Ich habe die Studie verlinkt. Vielleicht kannst du die Fehler dort identifizieren? Würde mich ehrlich interessieren.

Die mangelhafte statische Ausbildung von Medizinern ist eine Tatsache.

Eine kleine Lektüreempfehlung: Der Hund, der Eier legt, von Dubben, Beck-Bornholdt. Elementares math. Niveau, sehr präzise und ziemlich erschütternd.

Fazit: Nix als Blabla. Du bleibst alle Antworten schuldig. Naja, wen wunderts…

gelegentlich September 27, 2015 um 18:05

Bogus 27.09.2015 um 17:59
„Inwiefern gäbe es einen vergleichbaren Betrug von Adobe, Apple oder Microsoft?“
Nur Eines aus dem Füllhorn: keine NSA-Hintertür, echt nicht! Wenig Zeit, lese regelmäßig bei Fefe mit! Täglich solche Knaller.

peewit September 27, 2015 um 18:13

@Kuckuck

Übrigens, ich bekämpfe keine Systemkritiker, nur weil sie Systemkritiker sind. Warum sollte ich? Es gibt da wahrlich genug zu kritisieren. Es ist nur so, dass ich arrogante, selbstgefällige, systemgepamperte Systeminfragesteller wie dich, nun ja, fragwürdig finde.

Bogus September 27, 2015 um 18:15

@ gel.
Tja… wie sehr die Bundesregierung geneigt ist, den USA bzgl. NSA ihre “Instrumente zu zeigen” haben wir gesehen…
Du meinst die machen ernst, wenn’s um einen ihrer Vorzeigebetriebe geht? Dann wachsen dem Gabriel plötzlich Eier in der Hose? Bin gespannt!

gelegentlich September 27, 2015 um 18:23

@peewit 27.09.2015 um 18:13
In der Hoffnung dass Du heute am Sonntag gut drauf bist. Ich kann Deine Motivation nämlich nachvollziehen. ;-)
Dennoch bleibe ich bei meiner Einschätzung des von Dir als Erstem vorgezeigtem Handelsblatt-Artikels. Soo einfach geht Wissenschaft dann doch nicht.

peewit September 27, 2015 um 18:32

@gelegentlich

Meine Laune ist prächtig!

Lies einfach das Buch. So schlecht ist es gar nicht. Es geht ganz allgemein um den Missbrauch von Statistik. Auch die Lebensmittelindustrie kriegt ihr Fett ab. Über manches kann man streiten, wie üblich…

Aber jetzt bin ich weg!

ruby September 27, 2015 um 18:32

VW = Melkkuh
MetallMalocher -> Mindestlohn -> global Playerlohn
Absatzeinbruch -> Lagerkapazität -> Wertlosigkeit
http://www.welt.de/wirtschaft/article146871660/So-gross-ist-das-Pleite-Risiko-fuer-Volkswagen.html
Besicherungseinschränkung – Bankrunning
Einspringen des Steuerzahlers
V O L K S -W A G E N
da wird jeder Politiker schwach … Gutmenschen
Angie wollte GM auch subventionieren – schon vergessen?

ruby September 27, 2015 um 19:12

Fazit : Betrügen lohn sich sehr!
Gute Nacht Deutschland .

Kuckuck September 27, 2015 um 19:16

Es ist relativ leicht, Systemkritik von Kritikern von Systemkritik zu unterscheiden.

Es gibt in diesem Blog offen erklärte Parteigänger des Systems – und es gibt jene, die keine Systemkritik vornehmen, aber Systemkritik und -kritiker bekämpfen.

Wer fürs Arschlochsystem Partei nimmt, ist ein Teil davon. Er argumentiert wie ein Arschloch, auch wenn er seine Parteinahme nicht offen transparent macht, sondern verdeckt argumentiert.

So z.B. die angeblichen Aufklärer, welche die „Vorurteile“ gegen Marktwirtschaft, Gen-Food, Psychopharmaka, TIPP etc. widerlegen wollen.

So jene Leute, die leugnen, dass die Menschen allgemein kränker werden, dass die Lebenserwartung der arbeitenden Bevölkerung sinkt und weiter sinken wird.

Die BRD steht im internationalen Bereich hinsichtlich der Gesundheit der Bevölkerung schlechter da als andere Länder. Was keinen kritischen Menschen überrascht. Das BRD-Gesundheitssystem findet sich im WHO-Ranking auf Platz 25.

Heute finden sich im Wissenschaftssystem nur noch sehr vereinzelt kritisch-oppositionelle Wissenschaftler. Die meisten schweigen wider besseres Wissen und viele praktizieren einen „vorauseilende Gehorsam“, so wie damals im WK I und im Nazi-System.

Die Angestellten und Beamten des Wissenschaftssystems passen sich dem Systemtrend karrieristisch und Merkel-like an wie ein Chamäleon.

Die Arschlöcher – die unkritischen Mitläufer, Opportunisten und Apologeten – sind so kognitiv dissonant, dass sie sich selbst für „kritisch“ bzw. „links“ halten.

Kuckuck September 27, 2015 um 19:26

Zur Krebsinzidenz habe ich auf die Schnelle folgende Angabe gefunden, allerdings nicht altersdifferenziert:

Dort zeigt sich insgesamt eine Zunahme von ca. 10% zwischen 2006 und 2010, also innerhalb von nur 4 Jahren.

Das beweist meine These nicht, aber spricht eher dafür.

http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/krebshaeufigkeit-die-aktuellen-.html

Kuckuck September 27, 2015 um 19:39

Man lässt Menschen um des Profits willen krank werden und früher sterben.

Es gibt sehr deutliche Differenezen in der Lebenserwatung zwischen den sozialen Schichten. Die Lebenserwartung von lohnarbeitenden Frauen nimmt ab.

Die Menschen wissen nicht einmal, wie hoch die biologische Lebenserwartung unter nicht krankmachen gesellschaftlichen Verhältnissen ist.

Und Wissenschaftler, deren Ausbildung und Berufsausübung von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt wird und der Wahrheit und dem Allgemeinwohl verpflichtet sein sollten, schweigen dazu oder vertuschen dies.

Wie soll man diese antisozialen und verantwortungslosen Menschen nennen?
Ich finde, „Arschlöcher“ passt gut.

Weil nicht nur im Journalismus, sondern gerade auch in Wissenschaftssystem „Arschlochalarm“ gegeben werden sollte!
http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2005/09/17/a0015

ruby September 27, 2015 um 19:53

Vom ältesten Gewerbe der Welt :
“AusdemPuffalarm”
https://www.youtube.com/watch?v=Gngqzhg4wa0

f.luebberding f.luebberding September 27, 2015 um 20:05

Ham

Ich bekämpfe nicht Systemkritik, sondern Dummheit.

gelegentlich September 27, 2015 um 20:29

Kuckuck 27.09.2015 um 19:39
„Die Menschen wissen nicht einmal, wie hoch die biologische Lebenserwartung unter nicht krankmachen gesellschaftlichen Verhältnissen ist.“
Es wäre jetzt unfair zu fragen wie man methodisch diese Frage beantworten könnte.
„Und Wissenschaftler, deren Ausbildung und Berufsausübung von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt wird und der Wahrheit und dem Allgemeinwohl verpflichtet sein sollten, schweigen dazu oder vertuschen dies.“
Ja, das ist der Skandal. Denn Viele, nicht Alle, dieser Leute sind in Positionen, der Absicherungen ihnen eigentlich soviel Unabhängigkeit und Risikoarmut garantieren sollte, dass sie ein offenes Wort ohne Genickbruch wagen können. Aber mit Drittmitteln und Medienaufmerksamkeit scheint man die Meisten zu kriegen.
„Weil nicht nur im Journalismus, sondern gerade auch in Wissenschaftssystem „Arschlochalarm“ gegeben werden sollte!“
Der VW-Skandal wird vermutlich eine Heerschar von Marketingleuten, Think Tank-Angestellten, Meinungssforscher, Politikberater, Ghostwriter, Spindoktoren usw. beschäftigen – da wäre eine Art Auffrischung dieses Kultartikels von Tom Schimmeck durch einen investigativen Journalisten toll. Diese Branche wäre vermutlich auch spielfilmgerecht.

Kuckuck September 27, 2015 um 21:15

@gelegentlich September 27, 2015 um 20:29
>>> „Die Menschen wissen nicht einmal, wie hoch die biologische Lebenserwartung unter nicht krankmachen gesellschaftlichen Verhältnissen ist.“
Es wäre jetzt unfair zu fragen wie man methodisch diese Frage beantworten könnte.<<<

Man kann die biologische Lebenserwartung eines Hundes erfassen, die eines Menschen aber nicht?

:lol:

gelegentlich September 27, 2015 um 22:09

@Kuckuck 27.09.2015 um 21:15
„Nicht krankmachende gesellschaftliche Verhältnisse“ – ok, was soll das sein, wie wollen sie diese eingrenzen?

Bogus September 27, 2015 um 22:09

Anja Kohl schön VT-mäßig unterwegs (Ende des Wachstums,
Wirtschaftskrieg), wurde gleich von Jauch zurückgepfiffen.

Goodnight September 27, 2015 um 22:15

Yep, ich habe es wirklich versucht, ich habe Jauch geschaut, ich wollte diesmal durchhalten, aber dann kam diese Frau Kohl/Koch (oder wieauchimmer) mit ihrem hysterischen VT-Geblubber…..
Diese Gesellschaft ist mental einfach noch nicht reif für die Moderne, die sie umgibt, die ihr Leben bestimmt.

Bogus September 27, 2015 um 23:00

Ja gell, des isch echt schecklich, so ein fremdbestmmtes Läben in der Moderne…!

gelegentlich September 27, 2015 um 23:00

@Goodnight 27.09.2015 um 22:15
Wir erfahren also, dass diese Frau Kohl Dinge gesagt hat, die Ihnen nicht gefallen. Sie bezeichnen das, was Sie gesagt hat, als hysterisches VT-Geblubber. Aber Sie sagen nicht was sie gesagt hat. Wenn man, neugierig geworden, nachsieht erfährt man, „Anja Kohl ARD-Börsenexpertin
Anja Kohl wurde 1970 in Aschaffenburg (Bayern) geboren. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik, Publizistik und Politikwissenschaft in Bamberg, Mainz und Baltimore (USA). Seit 2001 arbeitet Kohl für die ARD. Zunächst war sie für die Tagesschau und das Morgen- sowie Mittagsmagazin tätig, mittlerweile moderiert sie als Börsenexpertin vor allem bei Börse vor acht sowie für die Tagesthemen.“
Diese Adresse ARD steht eigentlich nicht für VT-Geblubber. Das paßt nicht zusammen, oder?
@Bogus
Nein, noch viel schlimmer: Alle reden von der Moderne und ich weiß nicht mal was das sein soll!
(Nachtrag: ich habe also versucht aus anderen Quellen mich zu informieren.
http://www.krisentalk.de/finanzkrise/vw-betrug-krisentalk-guenther-jauch/5832557534904320 – so weiß ich denn wenigstens dass es wohl auch VW ging. @Goodnight: wenn Sie also schon länger aufbleiben…)

Kuckuck September 27, 2015 um 23:14

@gelegentlich September 27, 2015 um 22:09
„Nicht krankmachende gesellschaftliche Verhältnisse“ – ok, was soll das sein, wie wollen sie diese eingrenzen?

Sorry, ich weiß nicht, ob ich über diese Frage lachen oder weinen soll.

Denn diese hätte ich von einem Akademiker – zumal im Jahr 2015 – nicht erwartet.

Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß doch, dass in heutiger Zeit psychosozialer Stress die Hauptkrankheitsursache ist und damit der Hauptgrund für einen vorzeitigen Tod.

Ist vom häufigsten Kausalzusammenhang doch völlig simpel:

Psychosozialer Stress -> erhöhter Blutdruck –> Blutgefäßschädigung -> Arteriosklerose -> Herzinfarkt bzw. Schlaganfall.

Was psychosozialer Stress ist wissen Sie?

Davon besonders betroffen sind zum Beispiel Menschen mit drohenden Arbeitsplatzverlust, Arbeitslose, soziale Absteiger, Prekarisierte, Menschen in Armut usf.
Diese Menschen sind kränker und sterben früher.

Weitere Faktoren:
Lärm, Umweltverschmutzung, Konsumgewohnheiten ….

Wo wird mehr Alkohol konsumiert, wo mehr geraucht?

In der Unterschicht oder der Oberschicht?

Daher die schichtenspezifische Morbidität und Mortalität.

Selbst in der Schweiz – so ist zu lesen – gibt es grosse Unterschiede in der Lebenserwartung. Die obersten zehn Prozent in der Einkommensstatistik werden etwa zehn Jahre älter als die untersten 10 Prozent.

gelegentlich September 27, 2015 um 23:39

@Kuckuch 27.09.2015 um 23:14

Zum Kuckuck: mit diesem Alles-und-Nichts-Szenario können Sie doch „nicht krankmachende gesellschaftliche Verhältnisse“ nicht bestimmen und quantitativ krankmachenden gegenüber stellen. Wir kamen doch von der Besprechung einer Veröffentlichung über Statistik dahin. Dafür reichen sehr grobe Übersichten. Dieser psychosoziale Stress trifft doch wohl auch die Ober- und Mittelschicht: die Zukunft ist unbekannt, aber düster; gelingt der Aufstieg?; morgen schon?; Statusunsicherheit; permanenter Zwang zur Runderneuerung der Statussymbole (Schuhe, Uhren hatten wir gerade); wie weit darf, wie weit muss ich die Klappe aufmachen? – ist das gesund?

Manfred Peters September 28, 2015 um 00:02

Wenn sich die Herrschaften erst einmal mit den Fakten, Fakten, Fakten beschäftigen würden.
Ersatzweise hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung
Aber alles gefälscht, zum Kuckuck!
Sicher gibt es u. a. abhängig von der medizinischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie anderen Einflussfaktoren eine Sättigung der Lebenserwartungskurve.
Wir im Osten, und ich in MV habe seit 1990 Dauerstress, den wir uns nur mit dem Weltrekord an Alkoholverbrauch wegsaufen können. Einige Kommentatoren und Vögel hier erzeugen bei mir zusätzlichen Stress.
Trotzdem steigt die Lebenserwartung immer noch moderat. ;-)

ruby September 28, 2015 um 00:36

VW-Experte hat das “eingesackt” praktisch erläutert…

Morph September 28, 2015 um 00:38

@Hammersen

“Wer sich darüber beschwert, als Hilfslehrer tituliert zu werden, aber andere als ausländerfeindliche Schwerbekloppte bezeichnet, kann, noch dazu er für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich tätig zu sein, beim besten Willen nicht mehr in Diskussionen inkludiert werden.”

Ich beschwere mich keineswegs. Ich weise nur darauf hin, dass der Eindruck, ich würde nach Lust und Laune persönlich verunglimpfen, auf einer Täuschung beruht. Ich beschränke mich aufs Zurückverunglimpfen. Und dabei identifiziere ich mich auch mit der einen oder anderen Gruppe, die hier immer mal wieder in ätzender Form verunglimpft wird.

Von Ihrer Seite habe ich noch keinen Kommentar gelesen, der anerkennt, dass man die Elendsflüchtlinge nicht ersaufen und ersticken lassen darf.

Dabei unterstelle ich Ihnen (da Sie sich in Ihren Kommentaren aufs christliche Abendland und die Interessen der deutschen Bevölkerung berufen haben), dass Sie nicht prinzipiell gegen Nothilfe sind. Ich nehme an, dass Sie z.B. damals die Nothilfe für die Oderhochwasseropfer gut geheißen haben. Ist doch richtig, oder?

In diesem Fall aber sind Sie dafür, Nothilfe zu verweigern. Warum? Ich vermute, dass das daran liegt, dass die Nothilfebedürftigen kulturfremd sind.

Sie sind also denjenigen, die zu Ihrer Kultur gehören, grundsätzlich freundlich gesonnen. Denjenigen aber, die nicht zu Ihrer Kultur gehören, sind sie, wenn diese Leute Ansprüche stellen, nun ja, abweisend, unfreundlich gesonnen, oder wie man auch sagt: feindlich.

Dass ich Sie als Ausländerfeind bezeichnet habe, ist unpräzise, Sie haben Recht. Ihre Feindseligkeit bezieht sich auf das Kulturfremde.

Bekloppt ist diese Feindschaft deshalb, weil sie sich in der Welt, in der wir aktuell leben, nicht zur Geltung bringen kann, es sei denn wahnhaft und/oder verbrecherisch. Multikulturalismus ist sicher anstrengend und oft alles andere als bereichernd und wundervoll. Dennoch ein Gebot der Vernunft. Das Gegenteil von bekloppt.

Kuckuck September 28, 2015 um 01:10

@gelegentlich September 27, 2015 um 23:39
Dieser psychosoziale Stress trifft doch wohl auch die Oberr- und Mittelschicht: die Zukunft ist unbekannt, aber düster; gelingt der Aufstieg?; morgen schon?; Statusunsicherheit; permanenter Zwang zur Runderneuerung der Statussymbole (Schuhe, Uhren hatten wir gerade); wie weit darf, wie weit muss ich die Klappe aufmachen? – ist das gesund?

Die Oberschicht trifft es nicht. Teile der Mittelschichten schon.

Reichtum und die damit verbundene soziale Stellung erwirbt man zu 99% durch Erbschaft. Da gibt es keinen Aufstiegsstress.

Die Oberschicht benötigt keine Statussymbole. Frau Klatten lebt als Hausfrau und Mutter im Taunus – mit gelegentlicher Wirtschaftstätigkeit.

Schuhe, Uhren, Klamotten etc. als Statussymbole kann man doch nicht wirklich ernst nehmen. Das sind typisch spätpubertäre Verhaltensweisen.

In den Unterschichten addieren sich die Risikofaktoren: Arbeitsstress, Arbeitsbelastung, unsicherer Arbeitsplatz, niedriges Einkommen, schlechtes Wohnen mit Hellhörigkeit und Lärmbelastung, Schulden usw. usf. Dort versucht man seinen Frust und seinen Stress durch Essen, Alkohol, Rauchen etc. zu kompensieren.

Dies alles gehört doch schon lange zum wissenschaftlich gesicherten Wissen, ähnlich wie das Wissen, dass Onanieren keinen Rückenmarksschwund macht und völlig normal ist.

Seit fast 30 Jahren gibt es die Ottawa-Charta der WHO zu Gesundheitsförderung und Prävention. Siehe dazu: „Public Health“.

Warum müssen wir dies hier diskutieren?

Diese Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Gesundheit/Krankheit müssten doch heute zum Allgemeinwissen eines intelligenten Menschen gehören.

peewit September 28, 2015 um 08:05

@Kuckuck

Zur Krebsinzidenz habe ich auf die Schnelle folgende Angabe gefunden, allerdings nicht altersdifferenziert:

Dort zeigt sich insgesamt eine Zunahme von ca. 10% zwischen 2006 und 2010, also innerhalb von nur 4 Jahren.

Ein falsche Behauptung wird nicht dadurch richtig, dass man sie ständig wiederholt. Sollte eigentlich bekannt sein.

Aber ich wiederhole es gerne. So steht es geschrieben:

Im Jahr 2010 sind in Deutschland 252.400 Männer und 224.900 Frauen an Krebs erkrankt, das hat eine aktuelle Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut gezeigt. Am häufigsten sind bei Männern Prostatakrebs (65.830) und Lungenkrebs (35.040), Frauen sind am häufigsten von Tumoren der Brustdrüse (70.340) und des Darms (28.630) betroffen. Diese und viele weitere Ergebnisse enthält die gerade veröffentlichte 9. Ausgabe von „Krebs in Deutschland“. Die Broschüre wird gemeinsam vom Robert Koch-Institut und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) publiziert und erscheint alle zwei Jahre. Als ergänzendes Angebot des RKI ist ab sofort unter http://www.krebsdaten.de auch eine Datenbank mit individueller Abfragemöglichkeit verfügbar, die jährlich aktualisiert wird.

Die Zahl der Krebsneuerkrankungen hat zwischen 2000 und 2010 bei Männern um 21 %, bei Frauen um 14 % zugenommen. Dies liegt im Wesentlichen an der steigenden Zahl älterer Menschen im Rahmen des demografischen Wandels. Die altersstandardisierten Erkrankungsraten zeigen, dass es ohne diese demografische Veränderung bei Männern keine Zunahme von Krebsfällen geben würde. Bei Frauen wäre es nur zu einem Anstieg um etwa 7 % gekommen. Hierbei handelt es sich weniger um einen tatsächlichen Anstieg des Krebsrisikos als um einen auch international häufig beobachteten Effekt der Einführung des Mammographie-Screenings. Er ist darauf zurückzuführen, dass zumindest in der Anfangsphase eines solchen Programms mehr Tumoren, vor allem Frühstadien des Brustkrebs, entdeckt werden. Für 2014 ist damit zu rechnen, dass etwa eine halbe Million Menschen (davon ca. 236.000 Frauen) an Krebs erkranken.
(http://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2013/14_2013.html)

Du solltest nicht ständig falsche/unbewiesene Behauptungen aufstellen, sintemalen als Wissenschaftler, der du doch zu sein behauptest.

Du behauptest weiterhin, dass die Lebenserwartung lohnabhängiger Frauen sinke. Diese Aussage ist, glaube ich, durch die erhobenen Daten nicht gedeckt. Korrigiere mich, wenn du andere Daten hast. (Aber bitte nicht so: Wie jeder Mediziner weiß …, etc.) Was stimmt, ist, dass sich die Lebenserwartung schichtenspezifisch verschieden schnell wächst, d. h. die Lebenserwartung der einkommensreicheren Schichten erhöht sich schneller als die der ärmeren (Sozialstatus, Armutsrisikoquote). Der psychosoziale Stress, auf den du abhebst, dürfte ein Wirkfaktor sein, da bin ich ganz bei dir. (Nur seltsam, dass er sich anscheinend nicht auf die Krebsrate auswirkt, denn man sollte meinen, dass, da Stress das Immunsystem schwächt, auch hier signifikante Folgeeffekte auftreten sollten. Aber die werden vielleicht überdeckt? )

Übrigens noch ein informativer Artikel des RKI zu diesem Thema.

peewit September 28, 2015 um 08:25

@Kuckuck

Ach, noch etwas: Deine Weltsicht ist geprägt von einem schier unausrottbaren, wie es scheint, Gebrechen der menschlichen Verstandesfunktionen: Der Zentralreduktion.

Bei Prof. Dörner kannst du dich erkundigen, was das bedeutet, – und was man dagegen tun kann…

Natalius September 28, 2015 um 11:50

WAR ON GERMANY III:
2.1 Millionen Audis gesellen sich hinzu.

topi September 28, 2015 um 11:51

++++Eilmeldung+++++

Jetzt auch die gleichen Motoren in Audi betroffen, nein, wer hätte damit rechnen können???

Kuckuck September 28, 2015 um 12:22

@Manfred Peters September 28, 2015 um 00:02
Wenn sich die Herrschaften erst einmal mit den Fakten, Fakten, Fakten beschäftigen würden.
Ersatzweise hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung
Aber alles gefälscht, zum Kuckuck!

Sie verfügen über keine wissenschaftliche Fachkompetenz zum Gegenstandsbereich und glauben alles, was in den MSM steht?
Das macht Sie zu einem wahren „Mann des Volkes“! ;-)

Wissenschaftlich betrachtet:

Die tatsächliche Lebensdauer eines Geburtsjahrganges kann erst empirisch mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden, wenn fast alle verstorben sind.

Alle anderen Angaben zur Lebenserwartung sind keine „Fakten“, sondern Prognosen.

Mit „Fakten“ haben daher die publizierten Angaben zur Lebenserwartung wie im zitierten LOKUS nicht zu tun.

Es ist unwissenschaftlich, aus einer in der Vergangenheit steigenden Lebensdauer zu extrapolieren, diese würde auch in Zukunft ansteigen.

Denn wenn gesellschaftliche Risiko- und Belastungsfaktoren zunehmen, wird die Lebenserwartung sinken.

So wie es z. B. bereits in den USA empirisch nachweisbar ist.

Die Behauptung, trotz Zunahme der gesellschaftlichen Risiko- und Belastungsfaktoren die Lebenserwartung würde die Lebenserwartung steigen, ist also ein Schwindel mit dem man Erhöhungen der Lebensarbeitszeit sowie Rentenkürzungen begründet.

Auf den Schwindel mit der prognostizierten Lebenserwartung haben auch schon andere hingewiesen.

Kuckuck September 28, 2015 um 12:27

@Peewit

Noch einmal:

Wer fürs Arschlochsystem Partei nimmt, ist ein Teil davon. Er argumentiert wie ein Arschloch, auch wenn er seine Parteinahme nicht offen transparent macht, sondern verdeckt argumentiert.
http://www.wiesaussieht.de/2015/09/23/image-und-wirklichkeit-beim-vw-skandal/#comment-362836

peewit September 28, 2015 um 12:39

Noch einmal:

Wer fürs Arschlochsystem Partei nimmt, ist ein Teil davon. Er argumentiert wie ein Arschloch, auch wenn er seine Parteinahme nicht offen transparent macht, sondern verdeckt argumentiert.

Nun ja, nun gut, wie belieben… andererseits: Wer sich vom Arschlochsystem seinen gemächlichen Lebensabend bezahlen läßt, wie soll man den wohl nennen?
Ich hätte da ein paar Ausdrücke parat – aber das wäre dann doch wohl zu sehr ad hominem…

Zur Sache hast du nichts zu sagen, weil dir die Argumente ausgehen, darum weichst du auf Beschimpfungen aus. Von mir aus. Kann jeder seine Schlüsse daraus ziehen.

peewit September 28, 2015 um 12:44

@Kuckuck

Es ist unwissenschaftlich, aus einer in der Vergangenheit steigenden Lebensdauer zu extrapolieren, diese würde auch in Zukunft ansteigen.

Stimmt! Es ist aber ebenso unwissenschaftlich, seine gegenteiligen Prognosen mit unwahren Daten “beweisen” zu wollen. Und der Laie ist da natürlich eher zu exkulpieren als der (selbst)ernannte Fachmann.

Manfred Peters September 28, 2015 um 13:01

@ “Auf den Schwindel mit der prognostizierten Lebenserwartung haben auch schon andere hingewiesen.”
Und ” es z. B. bereits in den USA empirisch nachweisbar ist”, ist es ohne Zweifel auch nach dem Kuckucks-Axiom, dass so erzählen zuverlässige Quellen für den Ig-Nobelpreis vorgeschlagen wurde, wissenschaftlich erwiesen.
Übrigens, nicht Arschloch sondern Auspuff verwenden! Du bist ein Anwärter für den Titel Oberauspuff. :-(

gelegentlich September 28, 2015 um 13:13

@Kuckuck 28.09.2015 um 12:27
Geht es auch weniger, ähm, „systemisch“? Jemals dran gedacht was diese „Entlarvungen“ praktisch bewirken? Ich finde sie nur noch langweilig.
Verdeckt argumentieren die Autoren des von @peewit zitierten Buches (ich habe nur die sehr langen Auszüge im Handelsblatt gelesen). Ich werde es mir nicht kaufen. Als Biologie kann ich dem Anschein nach nichts erwarten, Statistik interessiert mich nicht so sehr. Der Untertitel zeigt mir aber eine bei „Modernisten“ epidemisch beliebte Stilform: die triumphierende unterstellende Widerlegung (warum nicht alle Dicken doof sind). Was schließlich Niemand behauptet hat. Man braucht keine Statistik, muss nur mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Dann sieht man dass das metabolische Syndrom gut zugelegt hat. – Den Einwand von @peewit, mit der Zentralreduktion, werden Sie aber gewiß nicht zurückweisen wollen. Dann wäre die Selbstdistanz ja Null.

Bogus September 28, 2015 um 13:27

Betr. Audi

Heikel sind nur die in den USA, also rund 13.000 Fahrzeuge – fast nichts.
Der Dreck von 2,1 Millionen Audis in Europa lässt sich locker unter den Teppich kehren wie bisher.

peewit September 28, 2015 um 13:28

@gelegentlich

Der Untertitel zeigt mir aber eine bei „Modernisten“ epidemisch beliebte Stilform: die triumphierende unterstellende Widerlegung (warum nicht alle Dicken doof sind). Was schließlich Niemand behauptet hat.

Nun, dann lies mal das hier:

Dick macht doof und depressiv
Pressemitteilung vom 31.8.2012

Die Unstatistik des Monats August sind Meldungen in deutschen Medien zu ursächlichen Zusammenhängen von Essgewohnheiten, Depressionen, Intelligenz, Körpergewicht und Schulbesuch. So meldete die „Apotheken-Umschau“ Anfang des Monats, der übermäßige Konsum von Fast-Food löse Depressionen aus. Dabei fasste sie eine spanische Studie zusammen, die zwischen dem Verzehr von Industriebackwaren und Fast Food auf der einen und der Häufigkeit von Depressionen auf der anderen Seite einen positiven Zusammenhang festgestellt hatte. Besonders gefährdet seien Singles, die mehr als 45 Stunden die Woche arbeiteten, ansonsten aber wenig aktiv seien und sich insgesamt ungesund ernährten. Einige Zeitungen ergänzten das Ende des Monats mit Meldungen wie „Dick macht dumm“ (z.B. Ärzte Zeitung), basierend wiederum auf einer Beobachtungsstudie, die einen negativen Zusammenhang zwischen Übergewicht und den Ergebnissen von Intelligenztest aufzeigt. Und dick wiederum wird man unter anderem durch die Schule, wenn man anderen Zeitungsmeldungen des Monats August glauben darf: „Schule macht dick“. Hintergrund war diesmal eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Mainz, derzufolge Kinder gerade in dem Alter, in dem sie üblicherweise eingeschult werden, besonders an Gewicht zulegen.

In all diesen Meldungen wird wieder einmal der Trugschluss von Korrelation auf Kausalität gemacht oder in den von den Zeitungen gewählten Überschriften zumindest suggeriert. Während eine Korrelation lediglich eine Beziehung zwischen Merkmalen beschreibt, handelt es sich bei der Kausalität um einen ursächlichen Zusammenhang, also Ursache und Wirkung. Dieser Fehler wurde in der „Unstatistik des Monats“ bereits in der Vergangenheit thematisiert. So ist es beispielsweise bei Fast Food mindestens ebenso plausibel, dass Depressionen zu Essstörungen führten und damit die Kausalität in die umgekehrte Richtung verläuft. Ganz allgemein können aus Beobachtungsstudien, die all diesen Meldungen zugrunde liegen, nur unter erheblichen Zusatzinformationen und häufig sehr unrealistischen Annahmen Schlüsse auf Kausalbeziehungen abgeleitet werden. Darauf wird auch in allen Studien, auf die sich diese Meldungen beziehen, mehr oder weniger deutlich hingewiesen. Aber leider bleiben diese Einschränkungen in den Medienberichten in aller Regel unerwähnt. Jedenfalls müssen nach aktueller Faktenlage keine Eltern fürchten, dass ihre Kinder durch die Schule erst einmal dick und dann auch noch dümmer werden.
(http://www.rwi-essen.de/forschung-und-beratung/fdz-ruhr/unstatistik-des-monats/archiv/)

Wichtig ist das hier:

Ganz allgemein können aus Beobachtungsstudien, die all diesen Meldungen zugrunde liegen, nur unter erheblichen Zusatzinformationen und häufig sehr unrealistischen Annahmen Schlüsse auf Kausalbeziehungen abgeleitet werden.

Das kann man gar nicht oft genug wiederholen!

Morph September 28, 2015 um 13:38
peewit September 28, 2015 um 13:43

@Morph

Hahaha! Danke!

Eagon September 28, 2015 um 13:49

Wo gibts das denn sonst noch auf der Welt. Wegen des günstigeren Steuersatzes beim Diesel wird Umweltverschmutzung gefördert. Der Versuch der Politik durch besonders niedrig gesetzte Sollemissionswerte den Wahnsinn zu beenden unterläuft man mit Betrug.

Anstatt das zu tun was ein guter Manager tun würde.

In alternative bessere und zukunftsfähige Technologie zu investieren.
Und den Diesel als Pkwantrieb einzumotten.

Kuckuck September 28, 2015 um 13:52

Warum erscheint mein Kommentar hier nicht?

[edit - gelegentlich]
Keine Ahnung. Bei 3 Links wird der Kommentar automatisch zurück gehalten. Aber hier ist nichts dergleichen, wirklich nicht. 14:08 Uhr

Kuckuck September 28, 2015 um 13:54

Noch ein Versuch:

Um es noch einmal zu verdeutlichen. Möglicherweise gibt es an der Sache interessierte Leser.

Zur Krebsinzidenz (= Neuerkrankungen) habe ich habe ich mit Quellenangabe darauf hingewiesen, dass in den Jahren 2006 und 2010 eine Zunahme von ca. 10% Krebserkrankungen gefunden wurde.

Also innerhalb von nur 4 Jahren.

Wer in diesem kurzen Zeitraum dies mit höherer Lebenserwartung erklärt, ohne es mit entsprechenden Daten zu belegen, erscheint als wissenschaftlich nicht seriös.

In welchem Umfang ist von 2006 bis 2010 die Lebensdauererwartung gestiegen? Um ein paar Wochen?

Wie sieht es mit Daten zur altersdifferenzierten Inzidenz aus? Die Daten sind vorhanden. Warum werden sie nicht veröffentlicht? Weil sie dem Schwindel widelsprechen?

Zum Argument „Mammographie-Screening“:

Wie hat sich denn das „Mammographie-Screening“ in den Jahren von 2006 bis 2010 verändert?
2010 wurde doch mit der gleichen Technik untersucht wie 2006.

Für einen kritischen Mediziner ist dies alles nicht überzeugend.

peewit September 28, 2015 um 13:57

@Kuckuck

Warum erscheint mein Kommentar hier nicht?

Vermutlich zu viele Links oder zu hohe Abgaswerte…

Kuckuck September 28, 2015 um 13:57

Kommt “Schweinegrippe” nicht durch den Filter?

Kuckuck September 28, 2015 um 13:59

Welche glaubwürdigen Institutionen gibt es noch?

Wie war es bei der Schweinegrippe und der Impfaufforderung?

Die Gutgläubigen wussten gar nicht, welchem Risiko sie sich aussetzten.

Kritischen Medizinern war dies bekannt, sie warnten daher vor der Impfung. Ihre Warnungen fanden jedoch – wen überrascht dies? – keine Resonanz in den Massenmedien.

Kuckuck September 28, 2015 um 14:11

Vgl. dazu den Artikel in der Welt:
Narkolepsie durch Schweinegrippe Impfung.

(mit Link zum Artikel geht der Kommentar nicht durch)
[edit gelegentlich - ausnahmsweise dann mal eine PM an mich. Dann kann ich mich drum kümmern. Hier sind nur 2 Test-Kommentare ohne jeden Link]

peewit September 28, 2015 um 14:21

@Kuckuck

Ich habe die komplette Studie schon einmal verlinkt

Da kannst du das Zahlenmaterial studieren (du bist ja Fachmann). Ich zitiere noch einmal:

Zwischen 2000 und 2010 hat die Zahl der Krebsneuerkrankungen bei Männern insgesamt um 21 %,
bei Frauen um 14% zugenommen. Entscheidender Einflussfaktor hierfür war die Veränderung im
Altersaufbau der Bevölkerung (Zunahme des Anteils älterer Menschen), die bei Männern stärker ausgeprägt war als bei Frauen. Die Entwicklung der altersstandardisierten Erkrankungsraten zeigt, dass es ohne diese Veränderungen bei Männern zu keinem, bei Frauen zu einem leichten Anstieg der Erkrankungszahlen (um etwa 7%) gekommen
wäre. Letzterer erklärt sich zu einem wesentlichen Teil durch die Veränderungen beim Brustkrebs, wo
wiederum die Einführung des Mammographie-Screenings zwischen 2005 und 2009 eine wesentli-
che Rolle gespielt hat (s. Kapitel 3.13)

Es ist die Veränderung des Altersaufbaues der Bevölkerung, die hier wirksam ist.

Der Mammografie-Effekt wird so erklärt.

Brustdrüse (S.68)
Die Neuerkrankungs- und Sterberaten folgen in Europa einem Ost-West Gradienten, auch in den
neuen Bundesländern liegen sie immer noch deutlich niedriger als in den alten. Nach Einführung des
Mammographie-Screenings ab 2005 sind die Erkrankungsraten in Deutschland zunächst sprunghaft angestiegen, seit 2009 allerdings wieder leicht rückläufig. Dies deutet darauf hin, dass in der ersten Phase des Programms viele Tumoren vorzeitig, d.h. deutlich früher als ohne Screening, entdeckt wurden. Möglicherweise wurden so allerdings auch einige Tumoren diagnostiziert, die sonst lebenslang unerkannt geblieben wären (Überdiagnose). Der Anteil kleinerer Tumoren (T1) liegt in der Screening-Altersgruppe deutlich höher als noch vor Einführung des Screenings.

Trotz gestiegener Zahl der Neuerkrankungen, versterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als
noch vor 10 Jahren. Die Überlebenschancen haben sich durch Fortschritte in der Therapie deutlich verbessert. Frühestens ab etwa 2015 wird erkennbar sein, ob das Screening eine weitere Reduktion der
Brustkrebssterblichkeit bewirken kann.

Wenn dir das nicht genügt, kannst du dich ja an das RKI wenden und deine Bedenken vorbringen. Würde
mich interessieren, wie Reaktion ausfällt.

topi September 28, 2015 um 14:29

Erhöhen moderne Errungenschaften, Zugang zu medizinischer Versorgung, gesunder Ernährung, Bildung, neue Sicherheitstechnologien, Rückgang direkt extrem körperlich belastender Arbeitsplätze, veränderte Lebensgestaltung von Menschen (heute) mittleren Alters u.a.m. die Lebenserwartung?

Natürlich.

Macht das Leben in der “Moderne” krank?

Ja selbstverständlich.

Wenn man sinnvoll diskutieren will, muss man erstmal die beiden Seiten auseinandernehmen.
Aussagen a la: “wir werden so alt wie nie durch die Moderne” als Beleg, wie gut das doch sei, sind albern.

Wenn die Säuglingssterblichkeit stark gesunken ist, es für alle Zugang zu ausreichender Ernährung zumindest gäbe, früher unweigerlich tödliche Krankheiten mit zwei Tabletten voll geheilt werden können, ist das gut.

Wenn ein Großteil der Menschen in ungesunden Arbeitsverhältnissen steckt, ja die immer mehr zunehmende Durchökonomisierung der Gesellschaft Menschen in psychische und somato-psychische Krankheiten drängt, dann ist das Scheiße.

Und das braucht man auch nicht Schönreden mit Verbesserungen bei der Kindersterblichkeit oder besseren Therapien gegen Krankheit X.

An “Gesundheit” besteht ja seitens der Symptoüberdeckungsindustrie auch gar kein Interesse, wie auch.

Kuckuck September 28, 2015 um 14:30

@Manfred Peters September 28, 2015 um 13:01
Und ” es z. B. bereits in den USA empirisch nachweisbar ist”, ist es ohne Zweifel auch nach dem Kuckucks-Axiom, dass so erzählen zuverlässige Quellen für den Ig-Nobelpreis vorgeschlagen wurde, wissenschaftlich erwiesen.

Wie wäre es mit einer kleinen Internet-Recherche?

„Niedrige Lebenserwartung in USA: Der kürzere Way of Life
Was die Lebenserwartung ihrer Bürger betrifft, landet die Supermacht auf dem letzten (Männer) beziehungsweise dem vorletzten Platz (Frauen). Bei den Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Krankheiten belegen die USA den vorletzten Platz, bei Todesfällen aufgrund von Lungenerkrankungen ebenfalls. Nummer eins sind die USA nur, wenn es um die höchste Rate an Diabetikern geht.“
(SPIEGEL v. 10.1.13)
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/usa-lebenserwartung-junger-amerikaner-niedriger-als-in-deutschland-a-876726.html

„Erstmals seit Jahrzehnten sind die Werte für Schweizer Frauen rückläufig
Überraschende Trendwende: Lebenserwartung sinkt wieder
Die Lebenserwartung der Schweizer Frauen ist in den letzten zwei Jahren um je 0,35 Prozent gesunken.

In den USA zeichnet sich der Bruch bereits stärker ab.

Für Paul Günter, Arzt und SP-Nationalrat, kommt der Befund nicht überraschend. «So alt wie die Zweit-Weltkrieg-Generation wird keine andere mehr werden», sagt er. Diese habe wie keine andere gesund gelebt und vom Fortschritt der Medizin profitiert. Zudem wachse inzwischen eine Schicht heran, der es nicht gut gehe: «Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, gepaart mit gestiegenem Stress im Beruf sind die Ursachen dafür.» Günter fordert wissenschaftliche Studien zur Lebenserwartung. «Statistiken sollten nicht mehr nur die Trends der Vergangenheit in die Zukunft extrapolieren. Wir müssen Kriterien finden, welche die Trendbrüche zeigen.»“
(NZZ vom 11.6.2006)
http://www.nzz.ch/articleE6MHD-1.38496

peewit September 28, 2015 um 14:31

@Kuckuck

Welche glaubwürdigen Institutionen gibt es noch?

Tja welche? Lass’ mich überlegen…

Ach ja, ich hab’s: Franz Beckenbauer, die Institution des deutschen Fußballs. :-)

peewit September 28, 2015 um 14:37

@Kuckuck

Der Artikel ist von 2006. Wie sieht’s 2015 aus?

peewit September 28, 2015 um 14:42

@Kuckuck

Hier ist eine aktuellere Statistik.

Sieht mir eher nach asymptotisch verlangsamter Steigerungsrate aus. Nicht weiter verwunderlich, finde ich… Wie war das mit dem biologischen Alter? Wie hoch würdest du das in einer idealen Gesellschaft ansetzen?

topi September 28, 2015 um 14:50

peewit, findest du eigentlich einen Unterschied zwischen Monaten oder Jahren, die die Hochleistungsapparate- und Drogenmedizin dem Schwerkranken “schenken”, oder der gleichen Zeit in “Gesundheit” ?

peewit September 28, 2015 um 14:53

@topi

Ziemlich dämliche Frage, oder?

topi September 28, 2015 um 15:04

Dann schau dir deine Argumentation unter dieser Fragestellung doch noch mal an.

Kuckuck September 28, 2015 um 15:16

@peewit
Hier ist eine aktuellere Statistik.

Das sind jedoch nur Prognosen, also mehr oder minder spekulative Annahmen.
Es fehlt zudem die Differenzierung nach sozialer Schicht.

Zum biologischen Höchstlebensalter eines Menschen kann ich mich nur auf eine ältere Recherche von Prof. Hans Schaefer, Gründer der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin, beziehen.

Der Artikel war im Hess. Ärzteblatt vor längerer Zeit veröffentlicht. Müsste den Artikel suchen, um eine genaue Quellenangabe machen zu können.

Schaefer hat dazu u. a. auch in alten Kirchenakten recherchiert, also auch ein paar Jahrhunderte zurück.

Auch früher haben die Menschen im Einzelfall ein ähnlich hohes Alter wie heute erreicht.

Schaefer kam zum Ergebnis, dass unter günstigen Umweltbedingungen die normale biologische Lebenserwartung bei 90 +/- 10 Jahre, also zwischen 80 bis 100 Jahren, liegen dürfte.

Was die zur Zeit höhere Lebenserwartung von Frauen betrifft, so gibt es Hinweise, dass diese nicht – wie lange angenommen – biologisch bedingt ist, sondern auf deren Nichtteilnahme an der Lohnarbeit beruht und in Zukunft eher eine Angleichung zwischen Männern und Frauen zu erwarten ist.

peewit September 28, 2015 um 15:17

@topi

Nö, koa Lust! Da geh’ ich doch viel lieber auf die Wiesn und stemm’ ein paar Maß und reduzier’ meine Lebenserwartung, damit dem Herrn Kuckuck seine Tabellen stimmen…

Servus

ruby September 28, 2015 um 15:20

Mehr als 24 h das ganze Leben arbeiten geht nicht.
Aber bei Gewinnmaximierung dürfen es immer mehr Menschen sein.
Also neue Ziele stecken !

gelegentlich September 28, 2015 um 15:21

peewit September 28, 2015 um 13:28
Ok, dass jetzt auch die Apothekenrundschau die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie nutzt ist wohl war. Die andere Seite auch. Das ist dann also eher eine Art Zivilisationsproblem namens Schnell- und Halbbildung. Vor einigen Jahren gab es eine Art täglichen Reader von “bild der wissenschaft“. Die sortierten und übersetzten Artikel aus den USA, Nature und Fachzeitschriften, und verteilten sie dann an ihre Abonennten, SPON, Stern usw. Sofort tauchten in Internetforen flott angeklickte und per copy-and-paste eingefügte Schnipsel auf. Hier im Blog war mal Jemand, der auf das universale Oxytocin hinwies, als ob wir Konflikte bald biochemisch lösen könnten. Kein Biologe, natürlich.
Das hat aber mit Statistik nicht so viel zu tun. Bei der Lösung der Fragen, um die es hier geht, wird die Statistik natürlich eine wichtige Rolle spielen. Die Hauptrollen sind aber andere.
Den Autoren will ich da nichts unterstellen. Aber zumindest die Vorabdrucke im Handelsblatt zeigen genau die gleiche affirmative Stoßrichtung wie damals die Maxeiner/Mirsch-Publikation. Die war antiwissenschaftlich, zur Befriedigung von Emotionen gemacht. Und politisch zur Entlastung der Nahrungsmittelindustrie. Schluß der Debatte?

topi September 28, 2015 um 15:22

Viel Spaß!

Und denk dran: wenn du aus dem richtigen Grund säufst, nämlich um einfach mal ein Rauscherlebnis zu haben, und nicht aus falschen Gründen, also Betäubung von Schmerzen durch die turbokapitalisitsche Arbeitswelt, oder die Nachrichtenlage, oder persönlicher mieser Umstände, oder als Fluchtreaktion, oder in Anpassung an allgemeine Moden gegen den eigentlichen Willen, oder oder oder;…

Ja dann sind die Maß (in Maßen) auch nicht gesundheitsschädlich, behaupte ich mal glatt. ;-)

Kuckuck September 28, 2015 um 15:56

@gelegentlich September 28, 2015 um 13:13
Geht es auch weniger, ähm, „systemisch“? Jemals dran gedacht was diese „Entlarvungen“ praktisch bewirken? Ich finde sie nur noch langweilig.

Gerade beim Thema „Image und Wirklichkeit beim VW-Skandal“ geht es um den Zusammenhang zwischen ökonomischen System und dem Verhalten der Wirtschaftsakteure.

Es geht ja nicht nur um Betrug, sondern auch um Gesundheitsschäden und Lebensverkürzung.

JEDE Röntgenuntersuchung, jede Antibiotika-Behandlung (Ausnahme: Penicillin) verkürzt die Lebenszeit.

Und die Inhalation karzinogener Abgasemissionen schädigt die Gesundheit und verkürzt die Lebenszeit.

Im Kapitalismus geht man um des Privatprofits willen über Leichen.

Es gibt keinen anderen Grund für den Betrug durch VW als ökonomische Vorteile zu erlangen. Und zwar auf Kosten der Gesundheit und der Lebensdauer der Bevölkerung.

Die Erkenntnisse über Systempathogenität versucht man zu verschleiern und zu unterdrücken seit es eine kritische Sozialmedizin gibt, deren Gegenstand die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Gesundheit/Krankheit ist.

Es mag sein, dass die Thematisierung dieser Zusammenhänge unangenehm ist, auch für jemanden, der nicht ein Systembefürworter ist.

Man möchte dies alles lieber verdrängen, weil das Bewusstsein über die Pathogenität des kapitalistischen System unangenehme Gefühle verursacht, wie Angst, Ohnmacht, Depression.

Zumal es für die meisten als aussichtslos erscheint, dieses System zu überwinden.

carlos manoso September 28, 2015 um 16:30

Kuckuck September 28, 2015 um 01:10
„Reichtum und die damit verbundene soziale Stellung erwirbt man zu 99% durch Erbschaft. Da gibt es keinen Aufstiegsstress.
Die Oberschicht benötigt keine Statussymbole. Frau Klatten lebt als Hausfrau und Mutter im Taunus – mit gelegentlicher Wirtschaftstätigkeit.
Schuhe, Uhren, Klamotten etc. als Statussymbole kann man doch nicht wirklich ernst nehmen. Das sind typisch spätpubertäre Verhaltensweisen.
In den Unterschichten addieren sich die Risikofaktoren: Arbeitsstress, Arbeitsbelastung, unsicherer Arbeitsplatz, niedriges Einkommen, schlechtes Wohnen mit Hellhörigkeit und Lärmbelastung, Schulden usw. usf. Dort versucht man seinen Frust und seinen Stress durch Essen, Alkohol, Rauchen etc. zu kompensieren.
Dies alles gehört doch schon lange zum wissenschaftlich gesicherten Wissen, ähnlich wie das Wissen, dass Onanieren keinen Rückenmarksschwund macht und völlig normal ist.“

Kuckuck, völlig richtig beobachtet, daß sich die Risikofaktoren in den Unterschichten addieren.
Die Risikofaktoren addieren sich sich -verglichen etwa mit den mittelmeerischen Menschen-europaweit und über alle Schichten gesehen, m.E. bei der überwiegenden Mehrzahl der Deutschen.
Man muß nur die deutsche Unterwürfigkeit und geradezu masochistische Unterwerfungsbereitschaft gegenüber „Autoritäten“, besonders gegenüber „staatlichen Autoritäten“ („Vater Staat“) erleben. Dies ist zutiefst in der deutschen Mentalität verankert,in der mental verankerten Unfreiheit der Deutschen, die sich manifesiert im unzivilisierten Einsatz von diversen Drohkulissen. Ganze Heerscharen von Drohkulissenbauern, sie nennen sich „Juristen“, leben von der inneren Angst und der tief verankerten charakterlichen Unfreiheit der Deutschen.
Gut, jede Medaille hat zwei Seiten.
Im Sommer war ich in Mexico, wo die staatlichen Autoritäten sich im Auflösungsprozess befindenen. Beispielsweise halten sich nur noch sehr wenige Menschen an ein juristisches staatliches Konstrukt, das die Deutschen als „Straßenverkehrsordnung“ bezeichen würden. Jeder nimmt sich die Freiheit, zu fahren, wie er selbst will. Deshalb ist es gut, praktisch und richtig, immer ein paar „US-Dollars“ in der Tasche griffbereit zu haben als „Problemlöser“ und sich niemals auf staatlich besoldete Schmarotzer zu verlassen, die in „Deutschland“ Polizisten genannt werden würden.

ruby September 28, 2015 um 23:06

@ fl
zur konsolidierung in winterberg :
kommunen sollten doch einfach die kgst-standards haushaltsmäßig als soll ansetzen und die istdifferenzen als einsparungen deklarieren; müßte reichen, um genehmigungen für die
(fiktiven) anstrengungen zu erhalten
;-)
oder seid ihr schon weiter in nrw?

Manfred Peters September 29, 2015 um 00:14

Heute Morgen in DLF eine kontroverse Diskussion zu: “Skandal bei VW
Automobilindustrie unter Verdacht?”

Der Höhepunkt nach ca. 12 Minuten; Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, Optimist und brutalst-möglicher Aufklärer in der Sache, hat zu den fehlenden realen Prüfkriterien den Schuldigen gefunden: Den undefinierbaren Autofahrer! :-(

peewit September 29, 2015 um 08:27

@topi

Und denk dran: wenn du aus dem richtigen Grund säufst, nämlich um einfach mal ein Rauscherlebnis zu haben, und nicht aus falschen Gründen, also Betäubung von Schmerzen durch die turbokapitalisitsche Arbeitswelt, oder die Nachrichtenlage, oder persönlicher mieser Umstände, oder als Fluchtreaktion, oder in Anpassung an allgemeine Moden gegen den eigentlichen Willen, oder oder oder;…

Hahaha! so was herrlich doofes Spießiges habe ich schon lange nicht mehr gehört. Könnte glatt in “Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt” für Topistaner stehen.

@Kuckuck

JEDE Röntgenuntersuchung, jede Antibiotika-Behandlung (Ausnahme: Penicillin) verkürzt die Lebenszeit.

Aha, kritische Medizin?

Gigerenzer hat schon recht: was wir brauchen sind risikoinformierte Bürger (inkl. Ärzte natürlich), keine ideologisierten Scheuklappenprediger jeglicher Couleur.

topi September 29, 2015 um 10:27

Peewit, Komplexitätsreduktion zur Erleichterung?

Ich habe dir gesagt, wieso die steigende Lebenserwartung der vergangenen Jahrzehnte kein Beleg dafür ist, dass es keine Zunahme krankmachender Lebensumstände gibt.

Aber alles, was du nicht aus der Statistik herauslesen kannst, musst du vermeiden?

peewit September 29, 2015 um 10:38

@topi

Ich habe dir gesagt, wieso die steigende Lebenserwartung der vergangenen Jahrzehnte kein Beleg dafür ist, dass es keine Zunahme krankmachender Lebensumstände gibt.

Ach was, wer hätte das gedacht!?

Komplexitätsreduktion zur Erleichterung?

Stimmt! Drum lese ich auch jeden deiner Beiträge ;-)

ruby September 29, 2015 um 11:23
gelegentlich Oktober 2, 2015 um 06:51

Noch eine fachkundige Erläuterung:
http://blog.fefe.de/ von Mittwoch, 30.9.2015:
„Hier ist noch ein Erklärbär-Kommentar zur VW-Situation, der mir inhaltlich weitergeholfen hat:
Die Motoren von VW und anderen Herstellern sind über die Jahre hinweg immer kleiner geworden, weil es hieß: Kleiner Hubraum, kleiner Verbrauch. Da jedoch die Leistung in Form von Pferdestärken im Vergleich zu vorher erhalten oder gar gesteigert werden musste, hat man jetzt in fast jedem Kleinwagen einen Turbolader. Dieser pumpt mehr Luft in die Zylinderkammer und sorgt dafür, dass mehr Treibstoff pro Zyklus verbrannt werden kann. Ergo mehr Leistung pro Zyklus, somit auch mehr PS.
Und jetzt kommt die Crux. Je mehr Leistung ich aus einem kleinen Kolbenmotor holen will (ca. 30% thermischer Wirkungsgrad) desto heisser verbrennt dieser. Aber je heisser die Verbrennung, desto höher der NOx Anteil. Teilweise ist das sogar positiv fuer die Steuer da CO2 sinkt – so gesehen würden im Ernstfall die Nachforderungen von anderer Seite kommen :)
Bei einem Diesel, der so und so schon sehr heiss verbrennt, steigt dann der NOx-Anteil extrem stark an.
Nun zum Fazit: Ich will nicht den Managern allein die Schuld geben, denn die haben die ganzen 1.6 und 1.4 Kombis nicht gekauft. Allerdings war ein solcher Skandal bei kleinem Hubraum und grosser Leistung schon lange abzusehen.
Woher ich das weiss? Ich studiere Luft- und Raumfahrttechnik mit Vertiefung Triebwerkstechnik ;)“

Es ist ziemlich undenkbar, dass man bei VW und bei den Mitbewerbern dieses Problem nicht schon sehr lange gekannt hat. Die haben sich Alle eine Aufgabe vorgenommen, die unlösbar ist, weil sie dachten „der Markt“ will das. Tja, der Markt… kein Problem von VW, ein Zivilisationsproblem.
Die höhere Energiedichte kann man nutzen. Aber nicht in einem PKW, vielleicht nicht mal in einem Laster.

Manfred Peters Oktober 2, 2015 um 10:14

Nur mal so eine Warnung für alle hier, die in BaWü zuhause/daheim sind. Bitte nicht die öffentlichen Straßen benutzen es besteht Lebensgefahr, denn Kretschmann fährt LKW/ist an Bord. :-(
Ist wohl kein VW und damit politisch korrekt.

gelegentlich Oktober 2, 2015 um 16:14

Wirklich schade dass der Herr unseren Thread wohl nicht gelesen hat:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/muenchau-kolumne-vw-diesel-und-kernkraft-a-1055849.html
„Wirtschaftlich geht es hier um weit mehr als das Schicksal eines Unternehmens. Es geht auch um die wichtigste Technologie, in die deutsche Autofirmen in den letzten Jahrzehnten investiert haben. Wenn der Diesel tatsächlich so umweltschonend wäre, wie seine Fürsprecher behaupten, wie kommt es dann, dass ein bis dahin respektables Unternehmen die Technologie mit krimineller Energie verteidigt? Diese Frage wird zu klären sein. Meine Vermutung ist, dass es nicht anders ging. Die Technologie ist nur mit kriminellen Mitteln am Markt zu halten.“
Denn natürlich kann man Diesel mit seiner höheren Energiedichte auch umweltschonend bauen und einsetzen , vielleicht, vermutlich aber eben nicht in PKWs oder nicht mal in Lastwagen. Dann muss das anders lösen, aber nicht die Technologie als solche auf den Abfall werfen.

ruby Oktober 3, 2015 um 15:25

Gestern von Ex-Vertriebsmanagern, die zu VW wechselten und nach Einarbeitung den autoritär geführten Konzern wieder verliessen, gehört dass die Strukturen und strategischen Entscheidungen vorsätzlich gesteuert wurden.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/vw-skandal-nicht-nur-kriminelle-entwickler-13837007.html
Wer viel fragt bekommt viele Antworten, konnte viel früher kommuniziert werden, wenn gewollt gewesen.

ruby Oktober 3, 2015 um 15:29

Die Entscheidung mit manipulierten Ergebnissen der Testverfahren und technischen Lösungsmögklichkeiten zu höheren Renditen zu verkaufen war Konzernkonsens…

gelegentlich Oktober 7, 2015 um 07:17

http://www.sueddeutsche.de/auto/vw-abgas-skandal-hoellenmaschine-ea-1.2677909-2
„Der Jetta BlueTDI für die USA war so vollgestopft mit Hightech-Geräten wie ein Raumschiff. Doch in der Praxis funktionierte die Technik offensichtlich nicht wie geplant. Also schalteten sie den Katalysator einfach ab, um ihn im Alltag zu schonen. Eine Art Schalter wurde dazu einprogrammiert in die Motorsteuerung, “keine komplizierte Technik”, sagt Professor Manfred Broy von der Technischen Universität München, das könnten seine Studenten “mit links” programmieren. Und: “Die Bedingungen für das Ein- und Ausschalten einer Abgasnachbehandlung aus dem Motordatennetz auszulesen – das ist wirklich trivial.”
Trivial, aber eben streng verboten. Der Rest der Geschichte ist: der größte Skandal in der VW-Historie.“
Nur um mal zu sehen was ein Blog leisten kann: dieses Fazit der Süddeutschen hatten wir einige Tage früher hier, was in schnelllebigen Zeiten durchaus was heißen will. Hat sich also gelohnt.

Manfred Peters Oktober 7, 2015 um 08:21

@ ”Der Rest der Geschichte ist: der größte Skandal in der VW-Historie.“
Ich halte eher die Carmorra! für den größten Skandal, weil ähnliche Strukturen alle unsere gesellschaftliche Entscheidungsprozesse bestimmen. :-(

ruby Oktober 8, 2015 um 12:52

Die asozialen Sozialdemokraten haben Dank diese Blogs hier einen Vorsprung bezüglich der Abgabenkonsequenzen und des Schadensersatzes gehabt.
Hoffentlich haben Borjans und Gabriel (auf der Betriebsversammlung des Konzern) die juristischen Implikationen und Verknüpfungen mal von hinten durchdacht, wenn sie sich heute mit ihren schliessenden Äußerungen in der Öffentlichkeit verbreiten.
Nicht, dass der VAG-Konzern noch liquidiert ;-)

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-10/35184882-walter-borjans-vw-soll-fuer-moegliche-steuerschaeden-aufkommen-003.htm

Mal mit den internen Konzernverrechnungssätzen beschäftigen :
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/beps-finanzminister-schliessen-steuerschlupfloecher-13844267.html

so long

ruby Oktober 8, 2015 um 17:57

Guten Abend Allerseits
jetzt geht es bei VW zur Sache
Staatsanwaltschaftrazzia
0 % Co2 Emmissionen EU-weit mit echten Verbrauchswerten

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-schummelsoftware-101.html
und
http://www.ndr.de/info/sendungen/redezeit/Wie-geht-es-weiter-nach-dem-VW-Skandal,sendung415972.html

Haben die Mitwisser alle schon ihre E-Mails vernichtet ???

ruby Oktober 8, 2015 um 17:59

Die NSA hat bestimmt noch eine Kopie parat !!!
Nicht versagen Snowden fragen.
https://www.youtube.com/watch?v=T-z4Y7MJnNc

ruby Oktober 8, 2015 um 22:01
ruby Oktober 8, 2015 um 22:08

Leave a Comment

Comments will be closed on 7. October 2016.

{ 2 trackbacks }

Previous post:

Next post: