Wie soziale Netzwerke kritisches Denken verhindern

by f.luebberding on 27. Januar 2016

Heute war ein guter Tag, wenigstens wenn man etwas über Mechanismen eines digitalisierten Mediensystems erfahren wollte. So gab es heute Morgen eine erschreckende Meldung. Am zu trauriger Berühmtheit gelangten Berliner Lageso wäre ein junger Syrer erfroren. Sie bestimmt heute die Berichterstattung, weil die Nachrichtenportale aller klassischen Medien auf diese Nachricht eingestiegen sind. Die Quelle war eine Berliner Hilfsorganisation, die aber auch nur unbestätigte Gerüchte weitergab. Es war nichts, was unter früheren Bedingungen eine Berichterstattung begründet hätte. Schließlich verschwindet nicht einfach ein Patient, der mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden sein soll. Den ganzen Tag konnte man nun die Recherche verfolgen, die früher überhaupt erst die Berichterstattung begründet hätte. Das Ergebnis: Niemand kennt diesen erfrorenen Syrer. Diese Nachricht, die keine war, lässt aber den ganzen Tag über Möglichkeiten zur Interpretation. Von “die schaffen das nicht” bis zur These “die wollen das nicht schaffen”. Jörg Friedrich bringt das in diesem Tweet gut zum Ausdruck:

“Warum glauben die Leute am liebsten, schnellsten und häufigsten das, was sie “gar nicht glauben wollen” was sie “ganz unglaublich finden”?

Weil es in ihr Weltbild und damit zu ihren Erwartungen passt. Aber es gibt noch andere interessante Beispiele.

Etwa die Geschichte von der 13jährigen Lisa. Sie stammt aus einer Familie von Russland-Deutschen. Der Fall wurde mit den Demonstrationen von Russen in verschiedenen Städten zuerst ein Thema für unsere Innenpolitik, später mit der Intervention des russischen Außenministers sogar zu einer Angelegenheit der Diplomatie. Nun sind die Hintergründe verwirrend. Es ist nicht ungewöhnlich, dass in solchen Fällen die Opfer widersprüchliche Aussagen machen. Das ist schon bei Erwachsenen zu beobachten, erst recht bei Kindern. Aber durch die Politisierung dieser Geschichte durch russische Medien ging es kaum noch um die ohnehin schwierige Sachverhaltsaufklärung, sondern um die Abwehr politisch motivierter Interpretationen. Die eine Seite wollte mit Lisa die Gefahr durch Flüchtlinge und Einwanderer begründen, die andere schließlich die russische Einflußnahme auf die deutsche Innenpolitik abwehren. Was einige russische Medien hier fabrizierten, war Journalismus der untersten Kategorie.

Was mich aber gestern Abend wunderte, war die Wortwahl. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft war das Mädchen schon vor ihrem Verschwinden von den beiden Tätern missbraucht worden. Plötzlich war überall von “einvernehmlichen Sex” zwischen einem 13 Jahre alten Mädchen und zwei erwachsenen Männern die Rede. Man muss sich nur einmal vorstellen, wenn diese Worte in einem anderen Kontext verwendet worden wären. Der Vorwurf der Verharmlosung des sexuellen Missbrauchs von Kindern wäre sofort erhoben worden. Wahrscheinlich hätte sich die Polizei dafür entschuldigen müssen: Einvernehmlichkeit setzt nämlich ein Agieren auf Augenhöhe voraus. Von dieser feministischen Kritik war aber nichts zu hören. Es wurde von der politischen Dimension überlagert, die Daniel Bax in der taz gut zusammenfasst. Wie will man eigentlich unter diesen Voraussetzungen noch rational diskutieren?

Jetzt noch ein weiteres Beispiel. In Großbritannien hat sich der britische Premierminister David Cameron wie folgt geäußert:

“Warum werden aus jungen Muslimen radikale Islamisten? Der britischen Premier David Cameron hat nach einem Bericht der Zeitung  „Daily Telegraph“ einen wichtigen Grund dafür ausgemacht: „die traditionelle Unterwürfigkeit muslimischer Frauen“. Die nämlich hindere sie daran, ihre Stimme zu erheben, wenn es darum geht, gegen den Einfluss radikaler Imame aufzubegehren. Die Zeitung zitiert Cameron nicht direkt, sondern ein privates Gespräch mit einem ungenannten Regierungsmitarbeiter. Trotzdem hat der  Ausdruck „traditionell unterwürfig“ in Großbritannien für Aufruhr gesorgt.

Was passiert daraufhin? Es gibt in den sozialen Netzwerken tausende Beispiele von Musliminnen, die eines nicht sind: “Traditionell unterwürfig”. Eine Diskussion findet nicht statt. Dabei kann man eines wohl nicht bestreiten. In den muslimischen Gemeinschaften in Europa existiert immer noch ein traditionelles Geschlechterverständnis. Außer bei jenen Musliminnen, die ein eher säkulares Religionsverständnis haben. Diese Erfahrung ist dem Christen- und Judentum keineswegs fremd. Feministisches Denken ist nämlich auch dort nicht in erster Linie bei konservativen Katholiken oder orthodoxen Juden zu erwarten. Es gibt keinen Grund für die Annahme, das wäre ausgerechnet im Islam anders. Die Reaktion auf Twitter betoniert somit ein Weltbild – und das ist nicht bei Cameron zu finden.

So können wir froh sein, dass es im Jahr 1970 noch kein Twitter gab. Ansonsten hätte es auf die Aussage, in unserem vom Christentum bestimmten Gesellschaften gäbe es eine traditionelle Unterwürfigkeit der Frau, nur eine Reaktion gegeben: Hallo, wir Frauen sind überhaupt nicht unterwürfig. Damit wäre der Feminismus im Jahr 1970 bestimmt rechtzeitig gestoppt worden. Feministinnen kritisierten damals nämlich nicht nur Männer, sondern gerade auch das tradierte Rollenverständnis von Frauen.

An diesen Beispielen ist gut zu erkennen, wie soziale Netzwerke funktionieren. Über Abgrenzung und durch die Schaffung von Loyalisierungseffekten. Sie verhindern kritisches Denken.

{ 1367 comments }

ruby April 25, 2016 um 13:45

Kriegen wir einen gemeinsamen Treffpunkt hin
solange hier pausiert wird?

Denial April 25, 2016 um 13:00

Dem Dank meines Vorredners schließe ich mich an. Schön auch, dass das Ding hier nicht wie der Vorgänger über Nacht verschwindet, sondern (hoffentlich noch ein Weilchen) nachlesbar bleibt – und ein Fünkchen Hoffnung auf Wiederbelebung besteht.

Kuckuck April 25, 2016 um 12:02

Lange wurde geleugnet, dass der Blog im Sterben liegt und liquidiert wird.

Jetzt ist er tot.

Man nennt es „Pause“.

Neubeginn am St. Nimmerleinstag.

Dank an Frank Lübberding dafür, dass er diese Diskussionsplattform ermöglichte!

Balken April 25, 2016 um 10:37

Äh, wie jetzt?
Muss hier mühsam jeder alte thread einzeln händisch geschlossen werden, damit er die letzten Mohikanern nicht einfach wieder neue Fäden “anknoten?”
Mit dem Taxi durch Frankfurt, wunderbar kurz und schnell, kann man jedenfalls heute nicht mehr fahren. Ist jetzt geschlossen samt meiner gestern abend noch angestückten Empfehlung, dort einzusteigen, falls der Phantomschmerz über den Blogverlust zu groß ist …
Na ja, wenn, wie durch Wowy hier, letzte Lücken nur noch genutzt werden, um ein Stück persönlichen Dreck abzuwefen, ist es ja dann nicht schade drum, wenn definitiv nichts mehr geht.

Denial Februar 3, 2016 um 11:27

@ gelegentlich 11:19

Stichwort “Mahnwachen”.
Muss jetzt aber leider weg…

gelegentlich Februar 3, 2016 um 11:19

@Denial 10:58

Was ist denn die „neue“ Friedensbewegung? Die Stigmatisierung kann ja auch zurecht erfolgt sein. Schließlich gab es hier im Blog geradezu Unglaubliches zu lesen zu diesem Punkt.

Denial Februar 3, 2016 um 11:08

Nachtrag:
“Leute, die sich marginalisiert fühlen,…”

Gewisse Leute lassen sich aber auch nur allzu gerne marginalisieren. Ich meine diejenigen, die denken, die universelle Wahrheit für sich gepachtet zu haben und aus dieser Haltung heraus beim Gegenüber sofort die (Meinungs-)Unterschiede bemerken und diese thematisieren und sich so selber der Möglichkeit berauben, Gemeinsamkeiten, die vielleicht viel weitreichender sind als die kleinen Abweichungen, zu entdecken.

EIn Beispiel dafür war gerade zu beobachten (Systemfrager Februar 3, 2016 um 07:36).

@ Systemfrager
So leicht sollten wir es den Kriegstreibern nicht machen!

Denial Februar 3, 2016 um 10:58

@ gelegentlich 10:43

“Dieses Buch ist hier mehrfach im Blog erwähnt worden”

Umso erstaunlicher, dass Sytemfrager das Buch nicht kennt und den Autor für eine Soldfeder von Soros hält. -

Die Ukrainekrise ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie das Auseinanderdividieren oppositioneller Gruppen – hier konkret: “alte” vs. “neue” Friedensbewegung – funktioniert. Die Stigmatisierung als “rechts” und/oder als “Verschwörungstheoretiker” war dafür ein gern genutztes Mittel.

gelegentlich Februar 3, 2016 um 10:43

@Denial 10:29

Dieses Buch ist hier mehrfach im Blog erwähnt worden. Damals, als die Diskussion über die Ukraine und über Verschwörungstheorien im Allgemeinen hier lief. Mehr dazu:

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/47/47280/1.html
„”Verschwörungstheorien waren lange Zeit eine legitime Form des Wissens”
Marcus Klöckner 01.02.2016
Der Amerikanistik-Professor Michael Butter über das multidisziplinäre Forschungsprojekt “Komparative Analyse der Verschwörungstheorie”

Und daraus:

„Aber der Begriff hat auch eine moderne Bedeutung erfahren.
Michael Butter: In seiner modernen Form und seiner modernen Bedeutung wird der Begriff Verschwörungstheorie vermutlich von Karl Popper (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde) geprägt, wo er nämlich von der Verschwörungstheorie der Gesellschaft schreibt. Und das ist genau der Moment, Mitte des 20. Jahrhunderts, wo in den USA die Delegitimation dieser Wissensform beginnt und diese immer weiter an den Rand rutscht. Von daher transportiert der Begriff der Verschwörungstheorie eigentlich von Anfang an diese delegitimierende Komponente.
Anders gesagt: In dem Moment, wo Verschwörungstheorien diesen Wissensstatus verlieren, wo sie von orthodoxem zu heterodoxem Wissen werden, passiert Folgendes: Verschwörungstheorien werden delegitimiert, sie wandern an den Rand der Gesellschaft und werden dann aber auch zu einem Mittel, das marginalisierte Gruppen nutzen oder Leute, die sich marginalisiert fühlen, um ihren eigenen Status und ihre eigenen Problem zu erklären.“
Für letztgenannten Punkt kann auch dieser Blog in den letzen beiden Jahren gut herangezogen werden.

Denial Februar 3, 2016 um 10:29

@ Systemfrager
#agentprovocateur

Unsere Hirne sind von der ganzen Scheiß-Propaganda schon komplett verseucht. Wir müssen höllisch aufpassen, nicht in diese idiotischen Freund-Feind-Schemata zu verfallen, die uns zwecks Zersplitterung vorgegeben werden und die uns so leicht beherrschbar machen.

Da wird dann ein Freund, nur weil er in einer bestimmten Sache anderer Meinung ist, als Gegner angesehen.

Was mich aber ehrlich überrascht ist: Du kennst dieses Buch noch nicht?

http://www.amazon.de/Wir-sind-die-Guten-Putinverstehers/dp/3864890802

Systemfrager Februar 3, 2016 um 09:37

Dumm, dummer, Multikulti-Internationalist-Staatsgegner

Systemfrager Februar 3, 2016 um 07:36

Mathias Bröckers ist alles, nur keine angepasste Soldfeder der Reichen.

Tja, nie gehört von ihm…

“Ein lautstarker Apell an die Werte einer offenen Gesellschaft und ein überzeugendes Plädoyer für verantwortungsvolle Politik. ‘Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen’, schrieb einst der deutsche Philosoph Immanuel Kant. Dieses Buch hätte ihm wahrscheinlich gefallen.”

(NDR Info)

Ist er eine Stimme für “die Werte einer offenen Gesellschaft”, also auf der Zahlungsliste von Soros (auch ein Kritiker des Kapitalismus, im Namen der Freiheit)
Jetz weiß ich nicht warum mir in den Kopf ein Ausdruck kommt
agent provocateur

Systemfrager Februar 3, 2016 um 07:23

@Bürger
Mach dich nicht lächerlich!
Wenn @Eagon ein Idiot ist, muss nicht du sein.
Wir leben in ORWELLSCHEN Zeiten, alles was von “Oben” kommt ist gelogen.

Systemfrager Februar 3, 2016 um 07:16

Die Soldschreiber, dei geistigen Huren der Reichen, die Angepassten, … verstehen die Welt nicht mehr. So schreibt ein Mathias in Telepolis:

Auch Intellektuelle rudern wieder in die alten Trutzburgen Nationalstaat und Volk zurück

“Ich war am Donnerstag auf einer Veranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung am Tempelhofer Feld und war erschrocken über die Erregungsbereitschaft von Menschen, die sich für intellektuell halten. Die anwesenden Politiker wurden kaum argumentativ angegangen, sondern immer wieder höhnend, johlend, beleidigend an den Pranger gestellt.

Was die “anwesenden Politker” betrifft:
Dormit aliquando ius, moritur nunquam.
Die Gerechitgkeit schläft manchmal, aber sie stirbt nie.
Der Nationalstaat, der GROßE SCHREKEN:
Er dient nicht nur den reichen Bazillen des Volkes
Er kann was gegen die transatlantischen Heuschrecken tun
Er sorgt für den sozialen Ausgleich

WIE SCHRECKLICH SCHON WENN MAN ES SICH ANHÖRT

Goodnight Februar 3, 2016 um 07:14

@Eagon

“Das Bild des übergriffigen Fremden. Warum ist es ein Mythos?”

Schreibst Du, direkt nach dem verlinkten Bericht über einen Vorfall in München wo Flüchtlinge aus Afghanistan gegenüber Frauen, Eigentum und älteren deutschen Männern übergriffig wurden. Alles dokumentiert.

Und gleich wirst Du schreiben: Hetze, Ausnahme, initiiert durch CIA…

Wir glaubwürdig ist man, wenn man gegen die Realität anschreit?

Eagon Februar 3, 2016 um 07:09

Das Bild des übergriffigen Fremden. Warum ist es ein Mythos?

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/das-bild-des-%C2%BB%C3%BCbergriffigen-fremden%C2%AB-%E2%80%93-warum-ist-es-ein-mythos-10852

Angst schüren, Angst schüren, Angst schüren.

Hysterische Angst.

Goodnight ist nicht der Erlöser sondern ein Scharlatan.

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47289/1.html

Eagon Februar 3, 2016 um 07:04

“Nie war die Kriminalitätsrate in Deutschland so niedrig, die Lebenserwartung so hoch wie heute. Die Arbeitslosenzahlen sind schon wieder gesunken.”

Wie bekommen wir es in Deutschland hin, dass Hysteriker keine Ängste mehr schüren können, die sich durch die Fakten nicht erklären lassen?

Wir sollten uns immer bewusst sein, die Hysteriker sind nicht die Freunde, sondern Verrückte die es nicht ertragen können, dass die Welt nicht so ist, wie es ihnen ihre Hysterie vorgegauckelt.

Jeder Nichthysteriker ist eine persönliche Gefahr.

Goodnight Februar 3, 2016 um 07:00

@morph

Erst Gewalt importieren und dann erzählen wollen, Gewalt existiert nicht in der Moderne. Du Zauberlehrling….

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.video-auf-youtube-attacke-in-der-muenchner-u-bahn.cddda4e2-6869-4927-b821-2176d9d6d027.html

Systemfrager Februar 3, 2016 um 06:41

Ach komm [@karla], so dumm läuft es natürlich nicht, dass Obama oder Soros jeden Tag bei unserem Klimamerkel anrufen, damit sie weiß, was sie zu tun hat. Das muss sie schon vorher besser gelernt und gezeigt haben.

Unser @Morph ist so wie ein Beispiel aus dem Bilderbuch

Wenn sich die Elite von heute zu Wort meldet, dann überwiegend in eigener Sache und praktisch immer mit extrem einseitigen Anschauungen. Fast alle in den letzten dreißig Jahren eröffneten Institute und Denkfabriken sind pure Ideologieschmieden.

Mit wenigen Ausnahmen wählen die Privatinstitute ihr Personal nicht nach wissenschaftlicher Leistung, sondern nach der Gesinnung aus. Wer dort forscht, weiß im voraus, zu welchen Ergebnissen er zu gelangen hat. Auch wenn man den Jungakademikern keine konkreten Anweisungen erteilt, begreifen sie schnell, daß sie nicht für kreatives Denken bezahlt werden. „Wir sind hier kein Promotionssauschuß, vor dem jeder Doktorand in Ruhe seine Thesen ausbreiten darf, gibt Burton Pines, Forschungsdirektor bei der Heritage Foundation, unumwunden zu. „Unser Auftrag lautet, konservative Politiker mit Argumenten einzudecken.” Leider eignen sich abgestandene Ideologien nur bedingt zur Lösung aktueller Probleme. Mithin perpetuieren solche Liebesdienste eher die alte Polemik, als daß sie brauchbare Erkenntnisse liefern.

Zakaria, F.: Die Ende der Freiheit, Frankfurter Allgemeine Buch, FaM 2005, S. 222.

Keynesianer Februar 3, 2016 um 06:22

@karla Februar 2, 2016 um 22:50

… dann soll ich jetzt davon ausgehen, dass sie sich den Satz “wir schaffen das” vom 31.08. (Sommerbundespressekonferenz) auch nach einem Anruf hat einfallen lassen? Schlichte Erklärungen sind eingängig aber sie sind keine Belege oder gar Beweise.

Du forderst noch Beweise, womöglich gar Geständnisse, dass hier jemand nur Kanzler oder Minister oder Sprecher der Opposition wird, wenn jemand verstanden hat, auch ohne spezielle Anweisungen den Wünschen von oben zu folgen, diese den Oberen ganz aus eigener Initiative vom Mund abzulesen?

Ach komm, so dumm läuft es natürlich nicht, dass Obama oder Soros jeden Tag bei unserem Klimamerkel anrufen, damit sie weiß, was sie zu tun hat. Das muss sie schon vorher besser gelernt und gezeigt haben.

Wilma Februar 3, 2016 um 00:42

@Morph

Ich wär für Pöller.
Die haben sich auch gegen das Zuparken auf Gehwegen bewährt.

Thorsten Haupts Februar 3, 2016 um 00:23

Morph Februar 2, 2016 um 23:54

” Europa muss (leider) eine Schwelle sein, aber keine (angstmotivierte) Mauer.”

ROFL. Ohne Mauer existiert das Europa, wie wir es verstehen, in 10 Jahren nicht mehr.

“Es gab mal eine Zeit, in der ALLE Menschen im Horizont der Begründung waren.”

Und es gab auch mal eine, da schrieb man keinen Kommentar unter Drogeneinfluss.

Gruss,
Thorsten Haupts

Morph Februar 3, 2016 um 00:03

@wilma

“Dann ist Duisburg so was von im Rückwärtsgang.”

Das wird in Duisburg entschieden. Nirgendwo sonst.

(Ich könnte jetzt noch vier Ausrufezeichen anfügen, aber wozu?)

Wilma Februar 2, 2016 um 23:56

@Morph
“Du hast einfach nicht verstanden, dass Gewalt in der modernen Gesellschaft keine Rolle mehr spielt.”

Dann ist Duisburg so was von im Rückwärtsgang.
Mittelalter hier.

Morph Februar 2, 2016 um 23:54

@karla

“Man kann schon davon sprechen, dass die Türkei für die EU ein Drecksgeschäft erledigt.Es ist und bleibt ein Dilemma. Hier wie dort.”

Europa muss (leider) eine Schwelle sein, aber keine (angstmotivierte) Mauer.

Es gab mal eine Zeit, in der ALLE Menschen im Horizont der Begründung waren.

molinero Februar 2, 2016 um 23:41

Gewalt im Staate Deutschland geht u.a. in erschreckendem, vor zwei Jahren unvorstellbarem und hier im Blog völlig unterrepräsentiert dargestelltem Ausmaß von der “rechten Szene” aus, die bisher über 1000 Anschläge verübt hat.

Gewalt?

“Mag sein. Ist aber irrelevant.

Du hast einfach nicht verstanden, dass Gewalt in der modernen Gesellschaft keine Rolle mehr spielt.”

Elfenbeinturm. 23. Stock.
Wenn der Aufzugsmonteur nicht mehr kommt, wird´s schwierig.

H.K.Hammersen Februar 2, 2016 um 23:39

@Morph
“Du hast einfach nicht verstanden, dass Gewalt in der modernen Gesellschaft keine Rolle mehr spielt.”
Da bleiben dann aber nicht mehr viele Gesellschaften weltweit, die man modern nennen könnte.

niemand Februar 2, 2016 um 23:37

>>”Dies ist eine planetarische Ausnahmesituation, die sich gerade ändert.”

Japan bietet vielleicht ein paar Langnasen Asyl.

Mit einer Obergrenze ist allerdings zu rechnen.

Morph Februar 2, 2016 um 23:28

@Goodnight

“Ich befürchte bei uns werden die Morphs von den Refugees gefressen, weil die Morphs, gar nicht mehr in der Lage sind “Gewalt” zu erfassen.”

Mag sein. Ist aber irrelevant.

Du hast einfach nicht verstanden, dass Gewalt in der modernen Gesellschaft keine Rolle mehr spielt.

You can get the @goodnight out of the ghetto, but you can’t the ghetto out of the @goodnight.

Manfred Peters Februar 2, 2016 um 22:51

@ ruby um 22:08
“Letzter Wahnsinnkompetenzbeweis der GroKo … €-Bargeldlimtierung auf 5.000.”
Es ist ja viel schlimmer, das Geld wird heimlich, still und leise abgeschafft.

karla Februar 2, 2016 um 22:50

ruby Februar 2, 2016 um 22:08

@karla
“Machtpolitisch läuft es wie bei Geitner an Schäuble auf Sylt.
Also Barack an Merkel, bitte melde Dich…”

Anrufe machtpolitischer Art gibt es sicherlich. Aber soll ich mir jetzt vorstellen der Euro als konkurrierendes Weltgeld war ein Projekt der USA?

Wenn Frau Merkel am 15. Juli äußerte: „Und wenn wir jetzt sagen: Ihr könnt alle kommen und Ihr könnt alle aus Afrika kommen (…) Das können wir auch nicht schaffen. (…)” dann soll ich jetzt davon ausgehen, dass sie sich den Satz “wir schaffen das” vom 31.08. (Sommerbundespressekonferenz) auch nach einem Anruf hat einfallen lassen? Schlichte Erklärungen sind eingängig aber sie sind keine Belege oder gar Beweise.

Goodnight Februar 2, 2016 um 22:26

@molinero

“Dies ist eine planetarische Ausnahmesituation, die sich gerade ändert.”

Yep.

Sol: “There was a world, once, you punk.”
Thorn: “Yes, so you keep telling me.”
Sol: “”I was there. I can prove it.”
Thorn: “I know, I know. When you were young, people were better.”
Sol: “Aw, nuts. People were always rotten. But the world ‘was’ beautiful.”
(Soylent green)

ruby Februar 2, 2016 um 22:20

@karla
ansonsten bei den Hackern der neuen Airforce1 einklinken
;-)
Wusste die Angie beim Atomausstieg, dass sie geschnorchelt wird oder war sie gutgläubig?
Oder noch nicht gebriefed?
Wird sie uns bestimmt nicht verraten…

molinero Februar 2, 2016 um 22:11

Unser europäischer Nachbar Spanien ist ein Staat, in dem außerhalb sehr ländlicher, untouristischer Gebiete kaum ein unvergittertes oder unjalousiegeschütztes Erdgeschoß zu finden ist.

Jeder Spanienbesucher kennt diese langen, hohen, privatbesitzumfassenden Mauern, deren oberen Abschluß senkrecht in den Mörtel gesteckte Glasscherben bilden.

Diese dienen in ihrer für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Abschreckungsfunktion nicht etwa der Verhinderung einer unbefugten Übersteigung, sondern sind eine metaphorische Warnung.

Die meisten heutigen deutschen Leute sind noch gewohnt, ohne Angst und Risiko in jedem Zustand, zu jeder Uhrzeit, durch jede Straße ihres Landes torkeln zu können.

Dies ist eine planetarische Ausnahmesituation, die sich gerade ändert.

ruby Februar 2, 2016 um 22:08

@karla
Machtpolitisch läuft es wie bei Geitner an Schäuble auf Sylt.
Also Barack an Merkel, bitte melde Dich…

Letzter Wahnsinnkompetenzbeweis der GroKo ist der faz-artikel zur €-Bargeldlimtierung auf 5.000.
Bitte soffisticated mit seinem blogbeitrag lesen, der sagt alles zum Zustand der Bundesregierung in Sachen Geld und Kredit.
Arme Irre!

karla Februar 2, 2016 um 21:40

ruby Februar 2, 2016 um 19:41

@karla
“Frag den Jeremy Riffkin,…”

Kommentiert der auch hier im blog?

Meines Wissens ist er Berater. Berät er Frau Merkel? Erteilt er Ihr gar keinen Rat sondern Befehle? Einfach so von sich aus? Keynesianer hat da etwas angedeutet.

ruby Februar 2, 2016 um 20:59

@goody
Empfehle
Time to turn
von
Eloy

Goodnight Februar 2, 2016 um 20:33

@Hammersen/Haupts

Yep, erinnert mich alles an “the time maschine”, wo die dekadenten Elio von den Morlocks gefressen werden.

Ich befürchte bei uns werden die Morphs von den Refugees gefressen, weil die Morphs, gar nicht mehr in der Lage sind “Gewalt” zu erfassen. Es ist in ihrer Welt völlig exkludiert, hat bei stattgefunden und daher existiert dort auch keine Angst, Furcht oder Respekt vor Gewalt.
Da ist dann auch kein Zugang mittels Sinn, folglich kann ich schreiben was ich will: Es dringt nicht zwischen die Ohren, weil kein Anschluss unter der Rufnummer “Gewalt”.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 20:04

@ H.K.Hammersen Februar 2, 2016 um 19:53

“In Gesellschaften mit niedriger Geburtenrate nimmt Gewalt im Alltag ab. Wenn sich solch eine Gesellschaft diese Probleme aber importiert, hat sie halt Probleme, damit umzugehen.”

Erziehung, Perspektiven, Wohlstand dürften auch ihre Rolle spielen. Aber im Kern ist die Problembeschreibung natürlich richtig.

Gruss,
Thorsten Haupts

H.K.Hammersen Februar 2, 2016 um 19:53

@Goodnight
“Ich habe eine Geschichte erzählt …und keiner hat verstanden.”
Keine Sorge, ich habe Ihre Geschichte schon verstanden. Nur ist die Erfahrung, die Sie da beschreiben, im Erfahrungsschatz der meisten Menschen gar nicht mehr vorhanden, dass nämlich derjenige vor Gewalt am besten geschützt, dem man zutraut, dass er selbst vollkommen skrupellos zur Gewaltanwendung bereit ist. Den Damen von Mitgliedern der Hells Angels wäre auf dem Kölner Tahrir-Platz ganz sicher nichts passiert, wären sie in Begleitung ihrer Freunde dort gewesen. Und das ganz ohne irgendeine Aktion der Freunde.

In Gesellschaften mit niedriger Geburtenrate nimmt Gewalt im Alltag ab. Wenn sich solch eine Gesellschaft diese Probleme aber importiert, hat sie halt Probleme, damit umzugehen.

ruby Februar 2, 2016 um 19:49

@keynesianer
Zölle gegen Dumping, wenn Transparenz der Kostenkalkulation weltweit akzeptiert.

ruby Februar 2, 2016 um 19:41

@karla
Frag den Jeremy Riffkin, der sagt auch etwas zu den Kosten.
Merkel wollte Leader sein, ohne Absolution.
Habe heute mit einem Unternehmer über Sonnenenergie Gewinnung durch die Wintergärten diskutiert…
Technisch sehr interessant.

Keynesianer Februar 2, 2016 um 19:40

@karla Februar 2, 2016 um 19:26

ruby, von wem hat Frau Merkel den Befehl zur Energiewende erhalten?

Ich bin zwar nicht ruby aber: Von gewissen Kreisen, die der deutschen Wirtschaft schaden wollen. Seitdem sind energieintensive Güter in unserem Land nicht mehr konkurrenzfähig gegen Importgüter.

In Frankreich etwa laufen die AKWs ungestört weiter. Nur bei uns wurde die Kernenergiebranche zerlegt.

Jetzt kann man natürlich so dumm sein zu glauben, das wären alles die braven Umweltschützer zu unserem eigenen Vorteil gewesen.

Goodnight Februar 2, 2016 um 19:38

Ich habe eine Geschichte erzählt …und keiner hat verstanden.

Also wie immer, das was man hier versteht:
Straßensprache, kurz und schmerzvoll:

1. Ihr und die deutsche Politik habt Angst davor, das die Wirtschaft unter dem möglichen Ende von Schengen leiden wird.
Dafür wollt ihr dann wachsende Straßenkriminalität und Rechtsradikalismus riskieren

Tolle Idee. Sehr Intelligent. Hätte kein Rockefeller besser erdenken können.
Und Morgen seid Ihr die Ersten, die über den bösen Kapitalismus schimpfen.

2. Ihr wollt abwarten, bis die EU zusammen mit der Türkei eine große Gesamtlinie abgesprochen hat, mit der dann in mehren Schritten die Flüchtlinge intelligent durch Europa geleitet werden.

Na klar. Der feuchte Traum der Gutmenschen. Gestern noch jammern, dass man keine Grenzen hochziehen soll, weil man all die Menschenmassen nicht steuern kann. Und jetzt kommt der große intellektuelle Masterplan dem alle Flüchtlinge folgen werden.

Wie viel Größenwahn bei gleichzeitiger Unkenntnis bezüglich Menschen muss vorhanden sein, um an so einen Schwachsinn zu glauben?

Niemand wird die Flüchtlingsströme hochkomplex durch Europa leiten und sanft vor der EU-Grenze eindämmen.

Nope, wie sind mit einem Problem konfrontiert, in dem es unschön wird, d.h. Konflikte sind unvermeidlich. Und je länger man sie herauszöget umso heftiger werden sie.

ruby Februar 2, 2016 um 19:33

oder sind die abschnorchelleitungen nach usa gekappt und keiner hat es gemerkelt?

ruby Februar 2, 2016 um 19:26

Wer trotz Abhörens des letzten Laptops den Systemischen Rückendeckung gibt wird zum Schweinepriester!!!
Oder zum Profallala

karla Februar 2, 2016 um 19:26

ruby Februar 2, 2016 um 18:50

“Merkel weissgarnix, Merkel is Befehlsempfängerin;
nurso zur Einnordung…”

ruby, von wem hat Frau Merkel den Befehl zur Energiewende erhalten?

ruby Februar 2, 2016 um 19:22

@Morph
Deine Ethikargumente pro System sind nicht validierbar von Rechtsbrecher.
Habe Ethik für die Wirtschaft am Samstag in der FH gepaukt, freiwillig, da bist Du strategisch massiv dünne und ein Drückeberger…
Wetten?

ruby Februar 2, 2016 um 19:03

Manno Morph,
wie kannst Du Dich derart in den Akteuren der Organisationen des Systems täuschen!!!
Sorry, aber “Satan weiche …”
;-)

ruby Februar 2, 2016 um 18:50

Merkel weissgarnix, Merkel is Befehlsempfängerin;
nurso zur Einnordung…

Manfred Peters Februar 2, 2016 um 18:06

Keine brauchbaren neuen Ideen mehr von unseren Evangelikalen unter Führung des Blogherren?
Müssig darauf hinzuweisen, dass wie hier im Forum die westsozialsierten Kat-hohlen noch gefährlicher sind. Nicht ganz stimmig scheint mir die Theorie für die AfD/Pegida-Anhänger in der Suff-Jet-Zone. ;-)

Behaim Februar 2, 2016 um 18:04

@wols: “Zurückschicken geht einfach nicht wie wir alle aus jahrzehntelanger Erfahrung genau wissen. ”

Das ist nicht richtig. Das Gegenbeispiel, das auch Merkel nennt, sind die Flüchtlinge aus den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien. Von den 1994 bis zu 350.000 Flüchtlingen aus Bosnien-Herzegowina in Deutschland etwa sind nach Beendigung des Kriegs nach 2002 weniger als 20.000 hier geblieben. http://www.efms.uni-bamberg.de/ds27_2_d.htm

wols Februar 2, 2016 um 17:39

Behaim Februar 2, 2016 um 16:49
*Wenn diese aber ihrerseits so überfordert sind, wie Syriens Nachbarn, dann halte ich es schon für menschenrechtlich geboten, in einem von den europäischen Staaten jeweils einzeln zu bestimmenden Maß Flüchtlinge aufzunehmen.*

Überweise 1-2 oder auch 3 Milliarden Euro pro Jahr (nimm es Erdogan weg) an das UNHCR und das Problem der syrischen Flüchtlinge dort ist erledigt.

*In der Hinsicht jedenfalls hat Merkel ihren Fehler ja nun offensichtlich eingesehen, wenn sie den Flüchtlingen klar sagt, dass die meisten wieder werden zurückgehen müssen, sobald der Krieg in Syrien und im Irak beendet sein wird.*

Leider Blödsinn. Merkel hat Wahlkampf, das ist alles. Zurückschicken geht einfach nicht wie wir alle aus jahrzehntelanger Erfahrung genau wissen. Auch Merkel weiß das.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 17:01

@ Behaim Februar 2, 2016 um 16:49

” … zumindest einige europäische Staaten – jedenfalls schon die Niederlande, Deutschland, Österreich und Schweden, vielleicht auch Frankreich, Spanien und Portugal – verpflichten, bis zu 250.000 Flüchtlinge jährlich aufzunehmen …”

Ich höre es, allein mir fehlt der Glaube. Solange Deutschland bedingungslos seine Grenzen offenhält, werden andere gar nichts tun. Warum auch, menschliches Handeln wird zu 90% nicht von vorausschauender Vernunft bestimmt.

Zum anderen kämen all die oben drauf, die es weiterhin nach Europa schaffen. Und sie kämen erneut alle nach Deutschland, weil z.B. Schweden erst mal endgültig dichtgemacht hat und andere gar nicht erst aufmachen.

Die Kombination aus deutschem “unbegrenzten” Asylrecht und nicht gesicherter Grenze (mir egal, ob die deutsch oder europäisch gesichert wird), ist schlicht staatlicher Selbstmord. Und selbst, wenn der von Ihnen erwähnte Plan jemals durchkommt, ist damit die Frage “Grenzsicherung” nur zu 10% gelöst.

Bis dahin sind längst die nächsten 2 Millionen im Lande, darunter anteilig immer weniger Syrer und immer mehr Armutseinwanderer.

Gruss,
Thorsten Haupts

Behaim Februar 2, 2016 um 16:49

@wols und @niemand
Das sind gute Argumente für eine Schließung der deutschen Grenze, aber die würde zum jetzigen Zeitpunkt die laufenden Verhandlungen zu einer baldigen gemeinschaftlichen Lösung wenigstens einiger europäischer Staaten sabotieren.

@Thorsten Haupts
Wenn es darum ginge, die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland bzw. Europa ganz dicht zu machen und um nichts weiter, hätten Sie recht. Aber der Plan, über den jetzt verhandelt wird, und den ich für die beste Art halte, mit dem Dilemma umzugehen, sieht neben der zügigen Rückführung der zu den griechischen Ägäis-Inseln gelangenden Flüchtlingen direkt von dort in die Türkei eben auch vor, dass sich zumindest einige europäische Staaten – jedenfalls schon die Niederlande, Deutschland, Österreich und Schweden, vielleicht auch Frankreich, Spanien und Portugal – verpflichten, bis zu 250.000 Flüchtlinge jährlich aufzunehmen, die dann aber auf legalem und ungefährlichem Weg nach Europa gelangen können.

Die Verteilung der Asylsuchenden innerhalb der EU nach Dublin III ist ja nun offensichtlich gescheitert, das wird auch wieder aus diesem Bericht über Griechenlands Unfähigkeit deutlich, den Verpflichtungen des Schengener Abkommens und den Vorschriften nach Dublin III zur Erstregistrierung auch nur halbwegs nachzukommen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenlands-grenze-geheime-maengelliste-der-eu-kommission-a-1075093.html

Wie das hier ja schon wiederholt etwa von Ihnen und anderen m.E. zu Recht konstatiert wurde: die Vertreter der offenen Grenzen ohne Obergrenze für Asylsuchende und ohne jede Rücksicht auf die Stabilität und Sicherheit der aufnehmenden Staaten und der logistischen und sozialen Kapazitäten verlassen sich uneingestanden darauf, dass die bereits installierten Grenzschutzanlagen im Verein mit den natürlichen Hindernissen, vor allem mit dem Mittelmeer, schon so eine Art darwinistischer Selektion vornehmen werden.

Sonst würden sie doch für einen von der EU einzurichtenden regulären Fähr- und Flugverkehr für alle Asylsuchenden in Afrika und im nahen und mittleren Osten nach Europa eintreten müssen, denn menschenrechtlich geboten wäre es ja wohl vor allem, Kindern und Frauen, sowie den Alten, Armen und Schwachen: all denen, die nicht die Kraft und die finanziellen Mittel haben, sich auf den Weg nach Europa zu machen, das Asyl zu ermöglichen, und denen, die die Kraft und die finanziellen Mittel haben, das Risiko und die Ausbeutung durch die Schlepper zu ersparen. Das aber wäre offensichtlich eine solche Überforderung, dass dazu auch menschenrechtlich niemand verpflichtet sein kann. Hinzu kommt, dass Flüchtlingsschutz aus verschiedenen weniger moralischen als praktischen Gründen zunächst von den sicheren Anrainerstaaten geboten werden sollte.

Wenn diese aber ihrerseits so überfordert sind, wie Syriens Nachbarn, dann halte ich es schon für menschenrechtlich geboten, in einem von den europäischen Staaten jeweils einzeln zu bestimmenden Maß Flüchtlinge aufzunehmen. Aber die Aufnahme der Flüchtlinge muss jedenfalls unbedingt bald wieder in kontrollierbare Bahnen gelenkt werden, das sehe ich auch so, weil ein weiteres Jahr mit zwei Millionen Flüchtlingen oder mehr den sozialen Frieden in Deutschland sehr ernsthaft gefährden würde. Und der Flüchtlingsschutz sollte nicht mit Einwanderung vermischt werden. In der Hinsicht jedenfalls hat Merkel ihren Fehler ja nun offensichtlich eingesehen, wenn sie den Flüchtlingen klar sagt, dass die meisten wieder werden zurückgehen müssen, sobald der Krieg in Syrien und im Irak beendet sein wird.

H.K.Hammersen Februar 2, 2016 um 16:09

@Haupts
“Ich wollte einfach mal höflich aufzeigen, dass die ethisch korrekten europäischen Grenzschützer am Ende des Tages nur zu feige sind, die Drecksarbeit selber zu machen.”
Die Logik geht anders. In der Türkei werden die Menschenrechte eh mit Füßen getreten, da kommt es nicht mehr so genau drauf an, was da so abläuft.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 15:26

@ Behaim Februar 2, 2016 um 13:40

“Das wäre, wie immer sonst ethisch zu bewerten, jedenfalls ein bisschen kurzsichtig und verantwortungslos.”

Es ging mir um etwas ganz anderes. Nämlich deutlich zu machen, dass sich die europäisch-türkische Grenzsicherungslösung, so sie denn jemals funktioniert (nicht zu meinen Lebzeiten) ethisch um kein Jota davon unterscheidet, die deutsche Grenze im Alleingang dichtzumachen.

Ihre – richtigen Einwände – sind politisch-praktischer Natur, nichts davon liesse sich umstandslos aus Menschenrechten ableiten.

Ich wollte einfach mal höflich aufzeigen, dass die ethisch korrekten europäischen Grenzschützer am Ende des Tages nur zu feige sind, die Drecksarbeit selber zu machen.

Gruss,
Thorsten Haupts

karla Februar 2, 2016 um 14:51

@Thorsten Haupts, @Morph

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 11:39

“Und zweitens ändert es überhaupt nichts an meiner Aussage – man lässt die Drecksarbeit durch andere machen. Sonst könnte man ja die Bundemarine vor Lesbos kreuzen lassen und alle Boote und Schiffe einfach abdrängen – die befinden sich dort nicht in einer Nothilfesituation.”

Das Seegebiet vor Lesbos ist kein internationales Gewässer sondern griechisches und türkisches Hoheitsgewässer. Nur mit deren Einverständnis kann anderes Militär dort agieren.

Morph Februar 2, 2016 um 12:34

“Sie können europäischen Polizei- und Militärkräften nicht befehlen, Flüchtlinge in Seenot sich selber zu überlassen. Das hat nichts mit Drecksarbeit zu tun, sondern damit, dass die Leute nicht in den Knast wandern wollen.

Es gibt eine Planung für den Frontexeinsatz mit der Maßgabe dass auch gegen den Willen der Anrainerstaaten Frontex in deren Hoheitsgewässer agieren kann.
Siehe: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/grenzschutz-frontex-eu-passkontrolle/komplettansicht

Der Türkei die Flüchtlinge zurückzugeben ist schon rechtens. Nur warum soll die Türkei überhaupt Flüchtlinge aus Syrien unbegrenzt aufnehmen wenn die EU das auch nicht macht? Dass die Türkei soviele Flüchtlinge aufgenommen hat ist natürlich ein politisches Kalkül. Die Türkei will den Sturz Assads.

Wie die Türkei mit Flüchtlingen umgeht ein Bericht aus 2014:
http://www.amnesty.de/2014/11/20/neuer-bericht-tuerkei-weist-syrische-fluechtlinge-der-grenze-ab

Man kann schon davon sprechen, dass die Türkei für die EU ein Drecksgeschäft erledigt.
Es ist und bleibt ein Dilemma. Hier wie dort.

niemand Februar 2, 2016 um 14:25

>>”Die innereuropäisch offenen Grenzen sind eine der durchaus beträchtlichen Errungenschaften der europäischen Einigung. Halten Sie diese für einen historischen Irrweg, den es möglichst aufzugeben und rückgängig zu machen gilt, so dass auf bestehende Verträge, Abkommen, Verordnungen und Gesetze, also etwa Dublin III und das Schengener Abkommen usw. – als aktueller deutscher Staatsraison zuwider – nichtig und zu ignorieren wären?”

Sie verschweigen, daß die Öffnung der paarweisen Binnengrenzen der Unterzeichnerländer einhergehen sollte mit einem bedarfsgerecht verstärkten Schutz der Außengrenzen. Eine dieser Außengrenzen, die vor einigen Jahren auch medial problematisiert wurde, war die Grenze Polen-Ukraine. Tenor war, die EU an der Oder, noch dazu mit so gewissenhaften deutschen Beamten, abzudichten sei soviel wirksamer gewesen, als die Bemühungen der polnischen Grenzer im Nirgendwo der grünen Grenze der vorrussischen Walachei.

Wir bezeugen gerade, daß der gesamte Außengrenzschutz weit von einer vertragsgemäßen Wirksamkeit entfernt ist, womit bereits dadurch ein vorübergehender Binnengrenzschutz zur Verhütung unmittelbar drohender Gefahren gerechtfertigt wäre. Da die EU-Außengrenze kürzer ist, als die Summe aller EU-Binnengrenzen, wäre auch, verglichen mit dem vormaligen Status-Quo, automatisch genügend qualifiziertes Personal vorhanden. Ein Anreiz zur gemeinschaftlichen Grenzsicherung der kürzeren Unionsgrenze ist also schon personell gegeben.

Frontex klingt zwar gefährlich, ist aber personell ein Grüßonkel – so, als müßte das FBI den örtlichen Sheriff bestellen, damit dieser hoheitlich tätig werde. Ein Witz!

https://de.wikipedia.org/wiki/Frontex#Finanzierung_und_Ressourcen
https://de.wikipedia.org/wiki/Außengrenzen_der_Europäischen_Union#/media/File:Karte_EU-Erweiterungen.png

wols Februar 2, 2016 um 13:59

Behaim Februar 2, 2016 um 13:40
Das wäre, wie immer sonst ethisch zu bewerten, jedenfalls ein bisschen kurzsichtig und verantwortungslos.

Afaik braucht ein typischer Migrant ca. 14 Tage auf der Balkanroute, eher weniger. D.h. wenn derzeit 2.000 hier ankommen sind das 28.000 Menschen. Wenn heute die Grenze zugemacht wird weiß man das 2h später in der Türkei im Flüchtlingslager. Die wissen dann “losziehen bringt jetzt nix”.
D.h. wegen 28.000 die jetzt auf der Route sind ein Problem oder 1.000.000 in 2016 aufnehmen und weil dann die Grenze sowieso geschlossen werden muss, weil Wahlen, sind da auch noch X Menschen auf der Route.
Das ist Ende mit kleinem Schrecken oder riesiger Schrecken ohne Ende mit ggf. großem Schrecken am Ende.

Das ist vieles aber nicht verantwortungslos. Es ist schlecht für die Staaten auf der Route, aber davon könnte sich D sehr einfach zur Zufriedenheit der Staaten und der Flüchtlinge unterwegs freikaufen.
Wahrscheinlich billiger als wenn die 28.000 hier immigrieren.

ElisabethHD Februar 2, 2016 um 13:55

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 12:55

“Ja. In Kurzfassung: Wer einmal in der EU ist, bleibt drinnen.”

Nicht ganz korrekt. Korrekt ist anscheinend das: “Wer einmal Griechenland in Richtung Norden verlassen hat, bleibt in der EU drin.”

Die logische Konsequenz daraus wäre wirklich dieser fiese Davoser Plan, den N. Haering erwähnt hat: Griechenland nach Norden dichtmachen und die Leute dort festhalten.

http://norberthaering.de/de/27-german/news/538-internierungslager-2#weiterlesenhttp://norberthaering.de/de/27-german/news/538-internierungslager-2#weiterlesen

Morph Februar 2, 2016 um 13:42

@Haupts

“Yep. Weil das Normengefüge mir selbst die Handlung X verbietet, lasse ich die Handlung X jemanden anderen durchführen. Was Morphs so unter “Ethik” verstehen …”

Offenkundig mehr als Sie. Für Sie ist Ethik offenbar das, was man so als Zwölfjähriger im ‘Ethikunterricht’ lernt.

Weiterschlafen!

Behaim Februar 2, 2016 um 13:40

@Thorsten Haupts: „Deutschland delegiert seine Grenzsicherung, für die es sich selbst zu fein ist, an die Türkei und an die europäischen Grenzstaaten.“

Die innereuropäisch offenen Grenzen sind eine der durchaus beträchtlichen Errungenschaften der europäischen Einigung. Halten Sie diese für einen historischen Irrweg, den es möglichst aufzugeben und rückgängig zu machen gilt, so dass auf bestehende Verträge, Abkommen, Verordnungen und Gesetze, also etwa Dublin III und das Schengener Abkommen usw. – als aktueller deutscher Staatsraison zuwider – nichtig und zu ignorieren wären?

Und die europäischen Staaten sollten sich überhaupt allesamt auf ihre eigenen nationalen Interessen und souveräne Selbstbehauptung besinnen? Und auch Gedanken wie die, was eine unilaterale Schließung der deutschen Grenzen nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für die Staaten der Balkanroute und vor allem für Griechenland bedeuten würden, sind müßig, da die zu erwartenden Vorgänge sich ja außerhalb deutschen Staatsgebietes abspielen würden?

Das wäre, wie immer sonst ethisch zu bewerten, jedenfalls ein bisschen kurzsichtig und verantwortungslos.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 13:18

Auch hübsch:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-2016-koennte-rekordjahr-2015-uebertreffen-a-1075076.html

Trend 3 – immer mehr Menschen schliessen sich den nach Deutschland ziehenden Flüchtlingstrecks an, die nicht aus Kriegsgebieten kommen.

So ist das mit offenen Grenzen, 0 Abschiebungen und einem nach weltweiten Vergleich noch immer grosszügigem Sozialstaat. Es kommen alle, was vor 6 Monaten noch vehement bestritten wurde (Neiiiiin. Niemals!).

Aber das ist ja alles TINA.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 12:55

@ ElisabethHD Februar 2, 2016 um 12:27:

Ja. In Kurzfassung: Wer einmal in der EU ist, bleibt drinnen. Alle anderslautenden Gesetze, Verordnungen, Abkommen, Durchführungsvorschriften sind Placebos, Luftbuchungen oder kurz: Wählertäuschung.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 12:52

@ Morph Februar 2, 2016 um 12:34

“Sag ich ja. Sie sind ethisch eine Luftnummer.”

ROFL. Sie können das Wort immerhin schreiben.

“Es geht um geltendes Recht.”

Nachdem Sie den Kontext weggeschnitten haben, können Sie das behaupten, ja. Noch einmal zum Nachlesen für die anderen – Deutschland delegiert seine Grenzsicherung, für die es sich selbst zu fein ist, an die Türkei und an die europäischen Grenzstaaten.

Was Morphs so unter “Ethik” verstehen …

“… Normengefüges …”

Yep. Weil das Normengefüge mir selbst die Handlung X verbietet, lasse ich die Handlung X jemanden anderen durchführen.

Was Morphs so unter “Ethik” verstehen …

Gruss,
Thorsten Haupts

Morph Februar 2, 2016 um 12:34

@Haupts

“Stimmt auffallend :-).”

Sag ich ja. Sie sind ethisch eine Luftnummer.

“die befinden sich dort nicht in einer Nothilfesituation.”

Die kann bekanntlich schnell hergestellt werden.

“Und zweitens ändert es überhaupt nichts an meiner Aussage – man lässt die Drecksarbeit durch andere machen.”

Sie argumentieren im mikrosozialen Horizont zwischenmenschlicher Verhältnisse, genau wie @topi, @goodnight und die meisten anderen hier. Es geht um geltendes Recht.

Sie können europäischen Polizei- und Militärkräften nicht befehlen, Flüchtlinge in Seenot sich selber zu überlassen. Das hat nichts mit Drecksarbeit zu tun, sondern damit, dass die Leute nicht in den Knast wandern wollen.

Diskutieren Sie doch bitte auf der Ebene des Rechtsstaats (und seines nicht so einfach außer Kurs zu setzenden Normengefüges) und nicht auf der Ebene kleingeistiger Stammtischparolen.

Erst dann wird überhaupt sichtbar, wie ernst die Lage ist. Es geht buchstäblich ums Ganze, und nicht darum, wer ‘die Drecksarbeit’ erledigt.

ElisabethHD Februar 2, 2016 um 12:27

Zum Rücknahmeabkommen:
“Das griechisch-türkische Rücknahmeabkommen wurde schon 2001 unterzeichnet und trat im April 2002 in Kraft. Bewirkt hat es bisher wenig, wie die Zahlen zeigen. Im vergangenen Jahr stellten die griechischen Behörden knapp 9700 Anträge auf Rückführungen von illegalen Migranten an die Türkei, doch die lehnte mehr als 90 Prozent davon ab. Nur in 470 Fällen erklärten die türkischen Behörden sich bereit, Personen zurückzunehmen. …
Tatsächlich vollzogen wurden aber nur acht Abschiebungen. Die anderen 2387 abgelehnten Asylbewerber befanden sich nämlich längst nicht mehr in Reichweite der griechischen Behörden, als ihre Abschiebung anstand. Sie waren nordwärts gezogen.
Diesen Umstand weisen nicht nur griechische Innenpolitiker in der Diskussionen über die Rücknahmeabkommen oft hin. Denn in die Türkei abgeschoben werden können laut Abkommen nur Migranten, deren Asylbegehren in Griechenland rechtskräftig abgelehnt wurden. Bis die griechische Bürokratie jedoch soweit ist, ist der betreffende Migrant längst über die Balkanroute nach Deutschland oder Schweden weitergereist, und dann ist die Türkei laut ihrer Interpretation des Abkommens nicht mehr zuständig.”
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/wie-koennten-fluechtlinge-in-die-tuerkei-abgeschoben-werden-13939356.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 11:39

Morph Februar 2, 2016 um 11:28:

““Es gibt in der Flüchtlingskrise keine ethisch in sich schlüssige Position.” – Natürlich gibt es die.””
“Eine Behauptung macht noch keine Ethik.”

Stimmt auffallend :-).

“Es soll verhindert werden, dass die Flüchtlinge sich aufs Meer begeben.”

ROFL. Erstens eine (ich bin mal freundlich) wahrheitsverkürzende Ausage – es soll verhindert werden, dass sich Menschen auf den Weg nach Europa machen. Auf dem Land- oder Seeweg.

Und zweitens ändert es überhaupt nichts an meiner Aussage – man lässt die Drecksarbeit durch andere machen. Sonst könnte man ja die Bundemarine vor Lesbos kreuzen lassen und alle Boote und Schiffe einfach abdrängen – die befinden sich dort nicht in einer Nothilfesituation.

Gruss,
Thorsten Haupts

topi Februar 2, 2016 um 11:30

@ Behaim

“Es GIBT bereits seit Jahren ein zwischen Griechenland und der Türkei bestehendes Rücknahmeabkommen, das die Türkei verpflichtet, alle über ihr Territorium nach Griechenland gelangenden Flüchtlinge zurückzunehmen.”

Man sieht immer mehr, wie absurd die Merkelsche Ansage war, da kann man ja nichts machen.

Es fällt damit auch schwerer anzunehmen, dass das ein “Versehen” war, die Durchsetzung einer Agenda wird wahrscheinlicher.

Statt die Türkei mit der Ökonomischen Stärke der EU auf Erfüllung der geltenden Verträge zu verpflichten, und noch Geld direkt für die Flüchtinge in den Lagern zr Verfügung zu stellen, dieses absurde Theater, Bettelei vor Erdogan, der astronomische Summen fordert, für etwas, was schon in einen Vertrag gegossen ist.

Morph Februar 2, 2016 um 11:28

@Haupts

““Es gibt in der Flüchtlingskrise keine ethisch in sich schlüssige Position.” – Natürlich gibt es die.”

Eine Behauptung macht noch keine Ethik. Sie müssen sich schon Argumente überlegen, @Haupts. Wir sind hier nicht in der Kaserne.

“Zwischen “die Türkei verhindert Grenzübertritte nach Europa” und “Deutschland verhindert Grenzübertritte nach Deutschland”gibt es keinen “ethischen” Unterschied.”

Solange Sie keine Sollenssätze formulieren, bewegen Sie sich ohnehin nicht im Feld der Ethik. Mein Eindruck ist, dass Sie gar nicht wissen, worum es in der Ethik eigentlich geht.

“Nur einen praktischen – man lässt die Drecksarbeit durch andere erledigen.”

Es soll verhindert werden, dass die Flüchtlinge sich aufs Meer begeben. Weil auf dem Meer und bei der Anlandung individuelle Nothilfe-Imperative greifen, die nur im akuten Katastrophenfall ausgesetzt werden könnten.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 11:14

@ Morph Februar 2, 2016 um 11:00

“Es gibt in der Flüchtlingskrise keine ethisch in sich schlüssige Position.”

Natürlich gibt es die.

” … halbwegs vertretbaren Mittelweg … ”

Zwischen “die Türkei verhindert Grenzübertritte nach Europa” und “Deutschland verhindert Grenzübertritte nach Deutschland”gibt es keinen “ethischen” Unterschied. Nur einen praktischen – man lässt die Drecksarbeit durch andere erledigen.

“‘nicht hilfreich’”

War noch nie hilfreich, darauf hinzuweisen, dass die eigene Ethik sich darin erschöpft, die Drecksarbeit durch andere machen zu lassen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Morph Februar 2, 2016 um 11:00

@Haupts

“Es gibt in der ganzen Flüchtlingskrise drei halbwegs intellektuell (im Sinne von: in sich kosnistent) und moralisch saubere Positionen”

Irrtum. Wenn Sie von ‘intellektuell sauberen’ moralischen Positionen sprechen, dann meinen Sie notwendigerweise ethisch begründete Positionen.

Moral = geltende Sitten und Gebräuche
Ethik = argumentative Rechtfertigung sittlicher Geltungsansprüche

Es gibt in der Flüchtlingskrise keine ethisch in sich schlüssige Position. Gleichwohl gibt es die in Europa geltenden Werte des individuellen Lebensschutzes und die gesetzlichen Bestimmungen, die auf diesen Werten aufbauen.

Genau das ist ja das Drama.

Und wenn dann so Ethikfachkräfte wie Sie daher kommen und das unvermeidlicherweise schmutzige Geschäft (einen halbwegs vertretbaren Mittelweg zwischen Menschenschutz und Staatsschutz hinzubekommen, der alle Akteure im Spiel nach Möglichkeit einbezieht, und dabei auch fragwürdige Deals eingeht) als das ‘moralisch Verkommenste’ bezeichnen, dann ist das, um mit der Kanzlerin zu reden, ‘nicht hilfreich’.

Thorsten Haupts Februar 2, 2016 um 10:50

Ins Leere gesprochen:

Es gibt in der ganzen Flüchtlingskrise drei halbwegs intellektuell (im Sinne von: in sich kosnistent) und moralisch saubere Positionen, deren Vertretung jeweil ein wenig Mut erfordert:

1) Es darf und kann menschenrechtlich keine Obergrenze für Flüchtlingsaufnahme geben, deshalb müssen die deutschen Grenzen für jedermann in beliebiger Zahl offenbleiben.

2) Es überfordert Deutschland, das Flüchtlingsproblem der ganzen Welt auf deutschem Boden lösen zu wollen, deshalb muss es eine Obergrenze geben, die von und in Deutschland durchgesetzt wird.

3) Es darf überhaupt keine Flüchtlingsaufnahme in Deutschland geben, weil wir damit Probleme nach Deutschland importieren, die nicht beherrschbar sind und die Grundlagen der deutschen Demokratie und des deutschen Rechts- und Sozialstaates untergraben. Die Abweisung von Flüchtlingen ist an der deutschen Grenze ausnahmslos durchzusetzen.

Wie gesagt, das sind konsistente politische Positionen und alle drei sind anfällig für massive Kritik.

In Deutschland gibt es eine schnell wachsende vierte. Sie ist oberflächlich 2) sehr ähnlich. Sie lautet:

4) Es überfordert Deutschland, das Flüchtlingsproblem der ganzen Welt auf deutschem Boden lösen zu wollen, deshalb muss es eine Obergrenze geben, die nicht von Deutschland durchgesetzt wird, weil wir die damit verbundenen Elends- und Gewaltbilder nicht aushalten. Deshalb delegieren wir diese Aufgabe an die Türkei und die Grenzländer der Europäischen Union. Wir nennen das die “europäische Lösung”.

Ich entschuldige mich nicht dafür, 4) für die moralisch verkommenste dieser politischen Positionen zu halten. 1) ist dagegen “nur” irreal.

Gruss,
Thorsten Haupts

chabis Februar 2, 2016 um 10:07
ruby Februar 2, 2016 um 09:11

Sind schon köstlich die inszenierten Bilder von Uschi bei den Kurden und Angie beim Muselmann !!!

ruby Februar 2, 2016 um 09:03

@morph
sehr gut, morgens bist du am nüchternsten…
weiter so

Systemfrager Februar 2, 2016 um 08:11

Die französische Doku „Masken der Revolution“ ist am Montagabend trotz Kiews Wiederstand auf Sendung gegangen. Der Film ist eine Spezialrecherche zu den Ereignissen in der Ukraine im Februar 2014 – vom Maidan bis zum Massaker in Odessa.

Der Autor der Dokumentation und bekannte Fernsehjournalist Paul Moreira hatte früher gegenüber RIA Novosti gesagt: „Das (Massaker – Anm. der Red.) wurde in Europa völlig verschwiegen, man wusste darüber nichts so richtig, auch ich nicht. Als ich dorthin (nach Odessa – Anm. d. Red.) kam, war ich bestürzt: 45 Menschen waren im Herzen Europas ermordet worden, und niemand wusste etwas davon!“

Natürlich nicht!
Im Westen nichts Neues
Aber wie würde man den Maul breit aufreißen, wenn die moskauer Polizei welche Randalierer auf dem Roten Platz schubsen würde

Till Februar 2, 2016 um 08:08

@ Wilma

,,Begriffsstutzig ?”

Sind Sie so dämlich oder ist das schlecht gespielte Ignoranz?

Wer sich nicht registrieren lässt, hat Anspruch auf GAR NICHTS.

Morph Februar 2, 2016 um 07:52

@pvk

Norbert Bolz’ Kritik an der Hegemonie linksintellektueller Weltinterpretationen ist scheinheilig. Man kann dieser ‘Hegemonie’ ja gern etwas entgegenzusetzen versuchen. Und Safranski und Sloterdijk haben das in der Debatte um die Flüchtlingskrise ja auch getan.

Nur wenn Leute wie Sarrazin die Genetik bemühen oder wenn die deutsche Seniorengeneration auf ihren Pegida-Spaziergängen ihre komplett irrationalen Ängste ausstellt (von den superverstrahlten Höckes und Internet-VTlern gar nicht zu reden), dann lässt sich darauf (aus der Perspektive der Aufklärung) gar nicht anders reagieren als die diskursive Unzurechnungsfähigkeit solcher Positionen festzustellen. Das sind keine Gesprächspartner. Und zwar nicht deshalb, weil sie böse, dumm oder krank sind, sondern weil sie nicht die Mindestanforderungen erfüllen, die eine argumentative Auseinandersetzung möglich macht. Wer in dieser Lage, wie Bolz dies seit Jahren tut, von linksintellektuell errichteten Redeverboten schwadroniert, der hat ganz offensichtlich einen unzureichenden Begriff von den Voraussetzungen einer Debatte.

Statt den Mythos einer linksintellektuellen Hegemonie zu beschwören, sollte Bolz lieber in der Sache Stellung nehmen. So wie dies Safranski und Sloterdijk vormachen und dabei demonstrieren, dass man sich deutlich gegen die deutsche Flüchtlingspolitik aussprechen kann, ohne Hassvokabular zu verwenden oder rassistische Ängste zu bedienen.

Systemfrager Februar 2, 2016 um 07:05

Noch einmal zum Hintergrund: Zusammen mit Ihrem Parteikollegen Wolfgang Gehrcke hatten Sie im vergangenen Jahr Spenden in Deutschland gesammelt, um medizinische Hilfsmittel für ein Kinderkrankenhaus im Donbass zu finanzieren. Um sicher zu gehen, dass diese Hilfsmittel auch ankommen, waren sie bei dem Transport selbst mit dabei. Schon damals gab es scharfen Gegenwind dafür aus Kiew. Ist das jetzt dann die Retourkutsche der ukrainischen Regierung?

Hunko: Das kann man so interpretieren.

Systemfrager Februar 2, 2016 um 07:03

Heuchlerisch, verlogen, dreist
Mit einem Wort: Westliche Werte

Jetzt ist gerade eine Delegation des Bundestages zu Gesprächen in der Ukraine. Es geht dabei vor allen Dingen um die Umsetzung der Minsk II-Vereinbarungen. Ich bin Mitglied dieser Delegation, aber die ukrainische Seite hat meine Einreise verhindert. Sie haben es offen gelassen, ob ich am Flughafen zurückgeschickt würde, oder ob ich hereingelassen und dann festgenommen würde. Der Vorwurf ist, dass ich im Rahmen einer Medikamentenlieferung die Grenze von russischer Seite in das Separatistengebiet überquert hätte. Deswegen bin ich in der Ukraine auf einer schwarzen Liste des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU. Gegen mich ist ein Prozess begonnen worden und deswegen jetzt die Weigerung.

In vergleichbaren Fällen hat der Bundestag immer entschieden, dass dann eine Reise nicht angetreten wird. Aber im aktuellen Fall ist es so, dass sich Teile der Delegation — auch der Vorsitzende des Osteuropaausschusses, Gunther Kirchbaum, von der CDU — die Interpretation der ukrainischen Regierung zu Eigen gemacht haben.

petervonkloss Februar 2, 2016 um 04:12
petervonkloss Februar 2, 2016 um 04:08

„Ich sage: Wir werden uns auch an den widerlichen Gewalttypus gemeinschaftlich begangender sexueller Übergriffe durch junge Migrantenmänner gewöhnen.“
(an die allgemeine Brasilianisierung und der höchsten Mordrate auf Erden)

Solche Sätze stammen aus den Restbeständen der ehemals Kritischen Theorie. Von ernst zu nehmenden Personen ist da gar nicht mehr zu reden.

Jeder weiß um seine spezifische Leidenschaft (Ich spreche hier nur von ihm), die gegen das deutsche Territorium gerichtet ist.

Mit nur leicht blinzelnden Augen könnte ich mir diese rhetorische Vorstellung als eine goebbel`sche Rede vorstellen.

Diese Art der Rede hat er in wiederholter Art und Weise, und in der Verdrehung seiner ehernen Substanzlosigkeit, als Postulat seines kompensatorisch-ethischen Dogmas konstelliert, das die Formlosigkeit als programmatischen Nihilismus der nun endlich einigermaßen konsolidierten deutschen Gesellschaft aufoktruieren will, und sie in ständig umschleichenden Modifikationen zu zerstören versucht.

Wir sollten nicht darauf hereinfallen, lassen sie ihn einfach links liegen und stoßen sie ihn weiter zur unendlichen Repetition.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 23:38

@niemand
Das Geplapper von Merkel war kein zielgerichtetes Handeln. Ich wette, die war selber überrascht von der Dynamik, die dadurch entstand. Und durch ihr Zögern und Nichthandeln wurde und wird die Situation immer dramatischer.

niemand Februar 1, 2016 um 23:20

>>”Ja, durch nicht handeln, indem sie die Grenzen offen ließ.”

“Witzig” in dem Zusammenhang, daß ausgerechnet Morph den Beitrag diesbezüglicher Kommunikationshandlungen (durch Merkel als deutscher Clanchef) so konstant wie vehement in Abrede stellt.

Jetzt auch Du?

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 22:53

@Goodnight
“Sie flutet das Land mit Flüchtlingen.”
Ja, durch nicht handeln, indem sie die Grenzen offen ließ.

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 22:53

@ Behaim Februar 1, 2016 um 22:35:

Völlig egal, welchen vertrag, welche Regel, welches Gesetz oder welche Durchführungsverordnung man sich anguckt – wer die EU erreicht, bleibt in der EU. Egal aus welchem Grund, egal mit welchem Vorwand. Notfalls mit Hilfe der Presse und Rechtsanwälten.

Das ist seit vielen Jahren so. Da sich das zunehmend rumspricht, lachen die Leute nur noch dreckig, wenn grosspurig eine neue Regelung angekündigt oder verabschiedet wird. Das ist alles heisse Luft. Wer es über die Grenze geschafft hat, bleibt hier.

Der No. 1 Grund dafür, warum die Refugees Welcomer unbedingt und um jeden Preis die Grenze offenhalten möchten. Sie wissen das sehr genau.

Gruss,
Thorsten Haupts

gelegentlich Februar 1, 2016 um 22:36

@Goodnight 22:26
Das weise ich mit Abscheu und Empörung zurück! ;-) Die sind massenhaft verbreitet. Freilich ist wahr, dass man traditionell und immer noch auf dem Land die linke Hand und viel Wasser benutzt.

Behaim Februar 1, 2016 um 22:35

Interessant an diesem auch sonst informativen Artikel: http://www.tagesspiegel.de/politik/rivalitaet-zwischen-athen-und-ankara-alte-feindschaft-vereitelt-loesung-der-fluechtlingskrise/12902328.html

Es GIBT bereits seit Jahren ein zwischen Griechenland und der Türkei bestehendes Rücknahmeabkommen, das die Türkei verpflichtet, alle über ihr Territorium nach Griechenland gelangenden Flüchtlinge zurückzunehmen.

„Das ist zumindest die Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass die Rückführung nur schleppend läuft. Nach den Angaben der Denkfabrik ESI verlangte Athen zwischen Januar und September 2015 von Ankara die Rückübernahme von rund 8700 Menschen. Die Türkei akzeptierte dies in knapp 2400 Fällen. Tatsächlich zurückgeschickt wurden acht Flüchtlinge. Bis alle Details zwischen Athen und Ankara geklärt seien, hätten die meisten Flüchtlinge längst die Weiterreise in andere EU-Staaten angetreten, erklärte ESI dazu kürzlich.“

Acht Flüchtlinge in 2015! Das hat schon was von absurdem Theater, bzw. aus der Sicht der Flüchtlinge grad nicht, – anstatt auf den quälend schleppenden Fortgang eines Verfahrens zu warten, dessen Ergebnis schon feststeht und nicht in ihrem Sinne ist, machen sie sich verständlicherweise lieber aus dem Staub.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 22:35

@Goodnight
“Wenn man wie Du Terror und Gewalt als Folge der Flüchtlingswellen erwartet, welches Risiko geht man dann ein, wenn man die Grenzen schließt?”
Das Risiko für Morph liegt darin, dass er in der Welt des Handelns nicht mehr dazu gehören würde. Da wäre nichts mehr, an das er anschließen könnte. Was er nicht sieht, ist, dass auch das nicht Handeln, sprich Grenzen offen lassen, unsere Gesellschaft derart verändern würde, dass Leute wie Morph nicht mehr anschlussfähig wären. Da wandern nämlich keine Philosophen und Soziologen ein.

Manfred Peters Februar 1, 2016 um 22:35

Nun doch enttäuschende Zahlen für die AfD bei INSA
http://www.wahlrecht.de/umfragen/insa.htm
Was noch wichtiger ist, die CDU hat sich bei 33% konsolidiert.

Goodnight Februar 1, 2016 um 22:28

@Hammersen

“Die Probleme entstehen, weil die Politiker eben gerade nicht handeln. ”

Äh…die Probleme sind erst entstanden, weil Frau Merkel ganz wild gehandelt hat und immer noch handelt:

Sie flutet das Land mit Flüchtlingen.

Schon vergessen?

Goodnight Februar 1, 2016 um 22:26

“Kein Witz, hat damit zu tun dass die Oberschenkelmuskulatur gegen die Bauchdecke drückt. ”

Wo gelegentlich recht hat, da hat er recht. Nur sollte er auch erwähnen, das Toilettenpapierhalterungen im Nahen Osten unüblich sind ;-)

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 22:24

@Goodnight
“Man kann aber schlecht über die irren Handlungen der dummen Politiker jammen, wenn man zugleich über das Nicht-Handeln der intelligenten Schwafologen klagt.”
Wieder falsch. Die Probleme entstehen, weil die Politiker eben gerade nicht handeln. Wo werden da noch wirkliche Entscheidungen getroffen?

Goodnight Februar 1, 2016 um 22:24

LHaupts

Yep, maniac oder cold blooded sind die beiden besten Abschreckungsmethoden, da vom Gegner nicht einzuschätzen

gelegentlich Februar 1, 2016 um 22:20

@Wilma 22:03
Nun, die im Mittelmeerraum und im Nahen Osten übliche Toilette ist erheblich gesünder. Kein Witz, hat damit zu tun dass die Oberschenkelmuskulatur gegen die Bauchdecke drückt. Und sie dürfte auch weniger kosten. Da könnte hierzulande ein Upgrading sinnvoll sein.
@Kuckuck 22:08
Nicht immer den Kaffeesatz deuten, der vor einigen Jahrzehnten kalt geworden ist. Aktuell bleiben:
http://www.heise.de/tp/artikel/47/47276/1.html
In dem Artikel kommt ein bemerkenswerter Satz vor: Heckklappe auf – und gut ist! Es muss ja kein physischer Körper rausfliegen…

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 22:13

@ Goodnight Februar 1, 2016 um 21:59:

“Wieso Ohr abreissen?”

Keine Ahnung, Filmriss, wie gesagt. Der Junge war 50% grösser als ich, zweimal sitzengeblieben. Er und 2 neudeutsch “Follower” hatten es über Monate hinweg auf mich abgesehen. Das einzige, was ich weiss, ist, dass ich nach der x-ten Begegnung plötzlich auf seinem Rücken sass und ihm gerade unter seinem lauten Geheule ein Ohr abdrehte, als zwei Lehrer mich runterholten.

Ich weiss weder, wie ich da hingekommen bin. Noch, was ich mit seinen zwei Begleuitern gemacht habe, die waren jedenfalls einfach weg. Danach war Ruhe.

Gruss,
Thorsten Haupts

Wilma Februar 1, 2016 um 22:03

Die Steigerung zur Unisex-Toilette:

Multikulti-Klos

“Ein Klo, das jeder benutzen kann

Deutsche Toiletten sind für viele Flüchtlinge ein Rätsel. Das hat schon zu Problemen geführt. Eine neue mobile Multikulti-Toilette soll Abhilfe schaffen”
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/die-multikulti-toilette-ein-klo-das-jeder-benutzen-kann-14043644.html

Goodnight Februar 1, 2016 um 21:59

@Haupts

“em ich gerade dabei war, ein Ohr abzureissen.”

Wieso Ohr abreissen?
Ist das Krav Maga? Oder einfach nur ein Fetisch?

Goodnight Februar 1, 2016 um 21:57

@Moprh

Ich hätte eine reflektierte Reaktion erwartet.

Die wesentliche Information meiner Geschichte ist:

Manchmal muss man handeln und ausprobieren.
Probleme analysieren ist immer nur eine Aufteilung der Probleme in unendliche Differenzen. Man sieht immer Gefahren, Risiken, neue Probleme.
Bei Dir kann ich dieses “Denken” beobachten, Du willst am Ende nicht handeln, sondern weiter beobachten: die Flüchtlingsströme, zukünftige Terroranschläge im Land, Gewalt, Kriminalität…. bei Dir ist die Antwort immer: Aushalten und beobachten.
Warum? Warum nicht handeln? Weil das Handeln immer mit Risiko verbunden ist? Das Abwarten ebenso!
Wenn man wie Du Terror und Gewalt als Folge der Flüchtlingswellen erwartet, welches Risiko geht man dann ein, wenn man die Grenzen schließt? Ist es größer als das Risiko des Terrors und der Gewalt?

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 21:49

@ Morph Februar 1, 2016 um 21:37

“Ihr zwei (und euresgleichen Gschwerl) seid das männliche Pendant zum Netzfeminismus. Wäre die olle Domscheit-Berg zwei Männer, wäre sie @Haupts/@Goodnight.”

Hey, danke für das Kompliment. Immerhin macht die Frau höchst erfolgreich Lobbyarbeit für ihre Anliegen, egal, ob ich die Anliegen alle für doof halte.

Und ich finde Sie persönlich ja auch süss. Bzw. Ihren Morph-Avatar.

Gruss,
Thorsten Haupts

ruby Februar 1, 2016 um 21:43

@someone
Hatte den Bayerischen Limes als Beispiel verlinkt.
Was ist Europa?

Morph Februar 1, 2016 um 21:37

@Haupts

“Nach einem Filmriss mussten mich Lehrer von einem ehemaligen Peiniger runterholen, dem ich gerade dabei war, ein Ohr abzureissen.”

Mensch, Sie sind ja eine wilde Bestie! ;-) Toll!

@Goodnight

“Brute force.”

Großartig! Schon mit Deinem Anwalt abgesprochen?

Ihr zwei (und euresgleichen Gschwerl) seid das männliche Pendant zum Netzfeminismus. Wäre die olle Domscheit-Berg zwei Männer, wäre sie @Haupts/@Goodnight.

ruby Februar 1, 2016 um 21:35

Wann wurde der Begriff Festung Europa beschrieben?
Wann wird er verwirklicht?
Warum ist die Festung unvermeidlich?

someone Februar 1, 2016 um 21:30

Und nochmal zu der Größe der Grenzsicherungen: Der Verweis auf den eisernen Vorhang mag überzogen wirken, allerdings erfüllte er genmau diesen Zweck, Auswanderung zu unterbinden, also einzelne Menschen aufzuhalten.
Die westeuropäischen Grenzen waren in der Nachkriegszeit niemals darauf ausgelegt, sondern nur zur Vermeidung von Schmuggel und Kriminalität.
Niemand von uns Wessis hat Grenzen zur Unterbindung von Menschenaustausch erlebt. Diese Grenze MUSS dem eisernen Vorhang gleichen, wenn sie denn mehr als ein reines Placebo für die haupts und gutsnächtle dieser Welt sein sollen. Bereits in Bulgarien/Griechenland zu besichtigen. Und sowas wollt ihr nun auch in Bayern sehen?
Nun denn…

someone Februar 1, 2016 um 21:21

“Wenn hier und jetzt darüber diskutiert wird, dass man die Flüchtlingswelle nicht stoppen kann, weil die Strukturen zeigen, dass Millionen Menschen kommen werden, und man diese Menschen nicht wirklich stoppen kann, weil es zu viele Menschen sind, dann sollte man einfach mal den kleinen Jungen fragen:

Er würde sagen: Einfach mal mit Abschreckung versuchen.
Einfach mal die Grenzen schließen. Und dann mal schauen.
Funktioniert es nicht, dann kann man Alternativen suchen.”

Nein. Stoppen kann man sie, wenn auch wie von der AFD durchdekliniert. Das Problem ist vielmehr, dass man damit zunächst erstmal einer weiteren allgemeinen Verrohung in den internationalen Beziehungen VGorschub leistet und Griechenland bzw. einige Balkanstaaten zu gescheiterten Staaten werden. Von den Auswirkungen allgemeiner und v.a. EFFEKTIVER Grenzkontrollen einmal abgesehen.
Somit hätte man zwar kurzfristig den Strom gestoppt, aber gleichzeitig mittelfristig die Grundlagen für noch größere Ströme gelegt. Der syrische Bürgerkrieg schwappt mit den Kurden schon jetzt in die Türkei hinein, in Griechenland sind alle Spardiktate der letzten Monate schon wieder aufgefressen worden.
Baut den Zaun und seht, wie die Probleme in zwei Jahren in verschärfter Form zurückkehren!

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 21:15

Linus Februar 1, 2016 um 19:29:

“Also müssen die aussenpolitischen Kosten steigen. Und das werden sie. Und erst dann wird die Misere eine andere.”

Von welchen Kosten für wen reden wir da? Im Moment trägt Deutschland europaweit alle Lasten alleine, nach Schwedens Ausstieg wirklich vollkommen alleine.

Und da die innenpolitischen Kosten in Deutschland viel schneller steigen, als jeder aussenpolitische Druck, werden wir eine europaweite Verteilung nicht mehr erleben, weil Deutschland weit vorher zumachen muss.

Gruss,
Thorsten Haupts

Hartzi Februar 1, 2016 um 21:14

@Goodnight
“Da verlor er die Nerven. Und schlug blindlings auf den Kräftigsten der Schläger ein. Bis dieser sich nicht mehr bewegte.”

Plötzlich Superkräfte. Ein Wunder.

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 21:11

@ Linus Februar 1, 2016 um 19:53

“@Goodnight:
Schöne Rührgeschichte. Leider falsch, und ein ziemlich fataler Ratschlag.”

Nein. Ich habe früh an der Schule die exakt gleiche Erfahrung hinter mir. Nach einem Filmriss mussten mich Lehrer von einem ehemaligen Peiniger runterholen, dem ich gerade dabei war, ein Ohr abzureissen.

In dem Lebensaltersabschnitt funktioniert reine, unverfälschte Wut als Kraftverstärker.

Gruss,
Thorsten Haupts

Wilma Februar 1, 2016 um 20:44

@Till – 18.52

“Das ist bereits jetzt der Fall. Ohne Registrierung gibt es keine Krankenversicherung, kein Asylverfahren, …”

Begriffsstutzig ?

,,Keine Registrierung AN DER GRENZE – kein Geld.”

Goodnight Februar 1, 2016 um 20:26

@Haupts

Da draußen beginnt jetzt das Chaos. Da sollten wir die Nerven bewahren und schon mal anfangen wieder einzufangen. Kann man nicht früh genug.

Goodnight Februar 1, 2016 um 20:24

@Linus

Brute force. Selbst wenn man verliert erzeugt man Abschreckung

niemand Februar 1, 2016 um 20:19

>>”Ich hab daraus gelernt: Man muss seinen Gegner richtig einschätzen und darf die eigenen Kräfte nicht überschätzen. Den Rest machen List und Tücke, langer Atem und Verbündete. Und ich bin damit besser gefahren.”

= S T A A T.

Goodnight Februar 1, 2016 um 20:15

@Hammersen

” Was anderes können die nicht. ”

Wir wollten doch nicht wie die Presse agieren…

Intelligente Menschen sind feige. Weil sie immer die Konsequenzen bedenken.
Man kann aber schlecht über die irren Handlungen der dummen Politiker jammen, wenn man zugleich über das Nicht-Handeln der intelligenten Schwafologen klagt. Man muss sich da mal entscheiden.

Behaim Februar 1, 2016 um 20:10

Zäune gehören faktisch und wesentlich mit zum europäischen Grenzregime. Beispiele sind neben den spanischen Exklaven in Nordafrika auch die Zäune an der bulgarischen und an der griechischen Landgrenze zur Türkei, ohne die aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den letzten drei Monaten sehr viel mehr Flüchtlinge nach Deutschland gekommen wären als eh schon.

Diese Zäune und deren Funktionieren als möglichst unüberwindliche Hindernisse für Flüchtlinge und illegale Immigranten sind Voraussetzung für Lösungsvorschläge wie den, an dem die Niederlande zur Zeit arbeiten. Der Übertritt an der europäischen Grenze muss jedenfalls wieder unter Kontrolle gebracht werden. Und dass dabei, wenn andrängende Menschenmengen sich gewaltsam Zutritt verschaffen wollen, dem auch mit Gewalt begegnet werden muss, ist selbstverständlich.

Ebenso selbstverständlich sollte aber sein, dass Europa kontrollierbare und legale Wege für Asylsuchende und Einwanderer öffnen bzw. offenhalten muss, mit Hot Spots an Grenzübergangsstellen, an denen Flüchtlinge registriert und Asylanträge gestellt werden können, mit der Möglichkeit für eine nicht zu kleine aber begrenzte Anzahl von Menschen, auch außerhalb der europäischen Territorien Asyl zu beantragen oder sich um Einwanderung per Greencard zu bewerben. Und natürlich müssen die europäischen Staaten so viel wie möglich tun, die Lage der syrischen Flüchtlinge in den Syrien benachbarten Ländern zu verbessern.

Das ist die einzige Abschreckung, die man unter humanen Gesichtspunkten den Flüchtlingen ebenso wie den Staaten auf der Balkanroute zumuten kann, anstatt die nationalen Grenzen zu schließen: Die Flüchtlinge gar nicht erst mit der Fähre aufs europäische Festland zu bringen, so dass sie dort eine kritische, nicht mehr steuerbare Masse bilden können. Je länger sie in Richtung Norden unterwegs sind, um so erschöpfter und oftmals kränker sind sie, und desto härter wäre es für sie, plötzlich damit konfrontiert zu sein, nicht mehr weiter und nicht dorthin zu kommen, wo sie hinwollen.

Deshalb ist die einzig praktikable Lösung, sie in überschaubaren Mengen von den griechischen Inseln direkt zurück in die Türkei zu bringen. Vermutlich würde es nicht mehr lang dauern, bis es auch wirklich nicht mehr viele versuchen würden. Und das würde den Schleppern in der Ägäis das Handwerk legen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Türkei die Flüchtlinge zurücknimmt, aber die Verhandlungen laufen anscheinend.

Eagon Februar 1, 2016 um 19:59

Beatrix von Storch schränkt Waffeneinsatzvorschlag ein: Nur auf Mütter schießen.

Kein vernünftiger Deutscher wird diese Partei mehr wählen.

Die Fremdenhasser erhobenen Haupts sind eine verschwindend geringe Minderheit in Deutschland.

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 19:55

@ Goodnight Februar 1, 2016 um 19:13:

Mann, Sie waren doch 1993 auch schon erwachsen, oder? Damals wollte auch eine Gruppe von Verstrahlten Deutschland lieber überrennen lassen, als das Asylrecht zu ändern. 1993 wurde es dann geändert.

Und diesmal wird es schneller gehen, weil der Druck grösser ist. Also lassen Sie doch der Gegenseite das Vergnügen, menschenrechtlich rauf und runter zu buchstabieren, dass man praktisch gar nichts machen kann, ausser sich auf den Rücken legen und die Beine spreizen.

Die Leute kaufen das eh jeden Tag weniger, da braucht man kaum noch nachzuhelfen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Linus Februar 1, 2016 um 19:53

@Goodnight:
Schöne Rührgeschichte. Leider falsch, und ein ziemlich fataler Ratschlag.

Ich war dieser kleine Junge, Ausländer, schwächlich, ohne Anschluss. Ich habe das mal versucht und dabei eine ‘übers Knie’ ausgekugelte Schulter kassiert. Wirklich besser wurde es dadurch nicht.

Ich hab daraus gelernt: Man muss seinen Gegner richtig einschätzen und darf die eigenen Kräfte nicht überschätzen. Den Rest machen List und Tücke, langer Atem und Verbündete. Und ich bin damit besser gefahren.

Eagon Februar 1, 2016 um 19:52

@Keynsianer

Jeder Deutsche soll es wissen.

Wenn ihr die Afd wählt, wählt ihr eine Partei die Kinder erschiessen will.

Eagon Februar 1, 2016 um 19:47

Geflüchtete := Schläger

Was für widerliche Hirngespinste.

Linus Februar 1, 2016 um 19:29

@topi:
“Von Geflügelhaltung bis Landwirtschaft, von Berufsausbildung zur Gewährung von Kleinkrediten reicht die Unterstützung des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) für rund 5.000 Flüchtlinge und Asylsuchende in Mosambik. Damit soll ihnen die Selbstversorgung ermöglicht werden.

Die Regierung in Mosambik hat 174 Quadratkilometer Land für das Flüchtlingslager zur Verfügung gestellt, sodass die Flüchtlinge Landwirtschaft betreiben können. ”

174 qkm für 5000 Flüchtlinge. Das sind allerdings paradiesische Zustände. Offenbar kann man die Leute dort regelrecht brauchen.
Trotzdem wohl kein Modell für grössere Lager.

Letzter Absatz aus deinem zweiten Link:
“?: Der Architekt und Stadtplaner Manfred Osterwald hat vorgeschlagen, er könne für rund 500 Millionen Euro in Deutschland ein Klein-Aleppo für 300.000 Flüchtlinge bauen. Mit eigenen Schulen, eigenen Krankenhäusern und einer Moschee.
Misselwitz: Was fehlt, sind bezahlbare Wohnungen in den Städten. Wenn wir die staatlichen Ressourcen isoliert auf neue Flüchtlingsgruppen lenken, sendet das ein vollkommen falsches Signal aus und führt zu Konflikten. Wir sollten die Chance nutzen, um eine neue Form von Sozialwohnungsbau zu entwickeln, ohne die Fehler des monotonen und inhumanen Massenwohnungsbaus der 1970er Jahre zu wiederholen. Innovationen eines Systems entstehen oft unter Schock. Eigene Städte zu schaffen halte ich für absurd und gefährlich. Damit fördert man eine Polarisierung der Gesellschaft.

Wie auch immer: wir sind uns wohl einig, dass man sich wesentlich intelligentere Lösungen ausdenken könnte.
Natürlich ist eine möglichst herkunftsnahe Unterbringung grundsätzlich vorzuziehen (aus kulturellen Gründen, aus Gründen der regionalen Eindämmung etc.). Und natürlich müsste eine ev. notwendige Verteilung bereits von dort aus erfolgen und nicht erst in Europa. Alles in allem eine ziemlich komplexe Aufgabenstellung.
Aber das Eine zu tun bedeutet ja nicht, das Andere zu lassen. Für den Akutfall, also jetzt, scheint es mir durchaus besser, die Flüchtlinge europaweit zu verteilen, anstatt sie unter sprichwörtlich hoffnungslosen Bedingungen herkunftsnah in der Türkei oder GR zu internieren.

Warum baut man nicht vor und kümmert sich um intelligentere Lösungen? – das Problem ist ja so neu nicht und dürfte sich in nächster Zukunft massiv verschärfen:
Zu einer sinnvollen Lösung bräuchte es guten Willen und Koordination, und, ja, auch das Drangeben von Souveränität (Zuweisung von Kontingenten).
Gerade Letzteres verursacht kurzfristig extreme innenpolitische ‘Kosten’, auch wenn es sich langfristig in allgemeiner Stabilität auszahlt. So weitsichtig handelt die Politik aber nicht. Niemand gibt heute Souveränität auf, wenn es sich nicht sofort in Heller und Pfennig auszahlt. Also müssen die aussenpolitischen Kosten steigen. Und das werden sie. Und erst dann wird die Misere eine andere.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 19:24

@Goodnight
“Aber man sollte nicht Jahre damit verbringen die Risiken jeglicher Handlungen zu bedenken ohne jemals zu handeln.”
Immer noch nicht kapiert? Das ist das Alleinstellungsmerkmal und einzige Geschäftsmodell der Schwafologenfraktion. Was anderes können die nicht. Bevor die nicht abgewählt und aus allen maßgeblichen Ämtern vertrieben sind, wird sich da nichts ändern.

“Man verliert nur Zeit und läuft in die merde.”
In die merde laufen die Babyboomer, die in den Großstädten ihr Leben als Mieter fristen, wenn die aus alter Gewohnheit zu lange mit der Abwahl zögern.

“Wie bei der Finanzkrise.”
Die Zuwanderung wird die Finanzkrise verschärfen. Am Ende wird gar nicht mehr unterscheidbar sein, was auf die eigentliche Finanzkrise und was auf die Zuwanderungskrise zurückzuführen ist.

Goodnight Februar 1, 2016 um 19:13

Es war einmal…

ein schmächtiger, sehr intelligenter Junge, den das Schicksal (vulgo: Geburt) in eine dunkle Ecke der Stadt verschlagen hatte. Dort musste er jeden Tag einen langen dunklen Weg beschreiten um zu seiner Schule zu gelangen. Und jeden Tag wartete auf diesem Weg eine Gruppe von hundsgemeinen Schlägern, die ihn immer und immer wieder prügelten, bestahlen und hänselten.
Da körperlich unterlegen, blieb dem Jungen nur seine Intelligenz um letztlich eine Lösung für dieses unsäglichen Zustand zu finden. Und so grübelte er jeden Tag: Er könnte nicht mehr zu Schule gehen oder die Schule wechseln, doch dann würde die Polizei ihn holen oder er müsste jeden Tag mit dem Bus lange Strecken fahren. Er könnte versuchen schneller zu laufen oder sich Waffen kaufen, doch so schnell laufen würde nichts helfen und Waffen könnten man ihm abnehmen und gegen ihn verwenden. Und sie waren zu viert, er allein. Er könnte alles seinen Eltern sagen oder der Polizei, doch würden die Schläger dann nur noch wütender und würden ihm noch Schlimmeres antun.
Und so grübelte er und grübelte, doch er konnte keine Lösung finden. Jeden Tag erlitt er weiter die Schläge und die Hänseleien.
Bis zu dem Tag, an dem Schläger ihm auflauerten und seinen neuen Schulranzen zerrissen. Da verlor er die Nerven. Und schlug blindlings auf den Kräftigsten der Schläger ein. Bis dieser sich nicht mehr bewegte.

Alle anderen Schläger blieben fassungslos stehen und liefen dann weg.

Und haben ihn nie wieder belästigt.

Der kleine Junge begriff:

All die Intelligenz stand ihm die ganze Zeit im Weg. Sein Intelligenz ließ ihn die Strukturen beobachten und dabei das Wesentliche übersehen: den Mensch. Und so sah er nie, dass alle Menschen Angst haben, vor Verletzungen, vor Schmerz. Auch die schlimmste Schläger. Und genau so wirkt Abschreckung: Wenn man Menschen mit Konsequenzen ihrer Handlungen konfrontiert, dann zögern sie.

So steuert man Menschen. So operieren Regierungen.

Ergo:

Wenn hier und jetzt darüber diskutiert wird, dass man die Flüchtlingswelle nicht stoppen kann, weil die Strukturen zeigen, dass Millionen Menschen kommen werden, und man diese Menschen nicht wirklich stoppen kann, weil es zu viele Menschen sind, dann sollte man einfach mal den kleinen Jungen fragen:

Er würde sagen: Einfach mal mit Abschreckung versuchen.
Einfach mal die Grenzen schließen. Und dann mal schauen.
Funktioniert es nicht, dann kann man Alternativen suchen.

Aber man sollte nicht Jahre damit verbringen die Risiken jeglicher Handlungen zu bedenken ohne jemals zu handeln.
Man verliert nur Zeit und läuft in die merde.

Wie bei der Finanzkrise.

Oz Februar 1, 2016 um 18:59

Bestimmt Christ.

,,Der 63-Jährige hatte an zwei Tagen im April vergangenen Jahres im Moosinninger Rathaus zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen mit Gewalt geküsst und begrapscht.”

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/moosinning-sexuelle-uebergriffe-im-rathaus-1.2837838

Eigentlich keine Meldung. Die Deutschen halt, kennt man doch, weiß man doch, was die für welche sind. Aber das wurde ja jahrelang von den Medien vertuscht und verschwiegen!

Oz Februar 1, 2016 um 18:55

Bestimmt Christ.

,,Der 63-Jährige hatte an zwei Tagen im April vergangenen Jahres im Moosinninger Rathaus zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen mit Gewalt geküsst und begrapscht.”

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/moosinning-sexuelle-uebergriffe-im-rathaus-1.2837838

Eigentlich keine Meldung. Die Deutschen halt, kennt man doch, weiß man doch, was die für welche sind. Aber das wurde ja jahrelang von den Medien vertuscht und verschwiegen!

Der Herr ist übrigens nicht bei der CSU, auch wenn er so aussieht: http://ww w.merkur.de/lokales/erding/moosinning/anklage-gegen-moosinnings-vizebuergermeister-manfred-renner-sexuelle-belaestigung-rathaus-5779156.html .

Till Februar 1, 2016 um 18:52

@ Keynesianer

Auch wenn Sie es wahrscheinlich ironisch meinen, ich finde die Idee gut. Es gibt beispielsweise viele ältere, inzwischen allein-lebende Deutsche, die in ihren Eigenheimen mit viel Platz leben, aber zunehmend überfordert mit allem sind und sich vor dem Altersheim fürchten. Diese Gruppe deutscher Rentner sollte man mit den jungen Flüchtlingen zu einer WG zusammenbringen.

@ Wilma

Dazu eine Infrastruktur an den Grenzen schaffen, die im Land überall bereits vorhandenen ist. Wozu die doppelten Kosten?

,,Keine Registrierung an der Grenze – kein Geld.”

Das ist bereits jetzt der Fall. Ohne Registrierung gibt es keine Krankenversicherung, kein Asylverfahren, ….

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 18:46

@Wilma
“Einige bestimmt.”
Und wenn das Schule macht, bestimmt noch mehr: Sexuell belästigt – 17-Jährige sticht zu! b

Keynesianer Februar 1, 2016 um 18:40

Till Februar 1, 2016 um 18:32

Wenn Sie als Privater einen Flüchtling aufnehmen, bekommen Sie nur die Nebenkosten erstattet.

Da sollte die Regierung doch erst mal jedem Deutschen 50 Euro je Nacht und Person bezahlen, der einen “Flüchtling” bei sich im Haus oder in der Wohnung unterbringt. Dann könnten viele Deutsche mit dem Arbeiten aufhören und von Flüchtlingen leben.

Das würde sicher die Willkommenskultur fördern.

Wilma Februar 1, 2016 um 18:39

@Till

Wieso nicht zu Ende gedacht. Was für ein Aufwand ?
Keine Registrierung an der Grenze – kein Geld.
Dann macht es keinen Sinn über die grüne Grenze zu kommen.
Manche lassen sich ja direkt mit dem Taxi zu Erstaufnahmeeinrichtung kutschieren.

Dipfele Februar 1, 2016 um 18:34

@topi

> Und teilst du die Argumentation …

Ob der Autor in allen seinen Punkten richtig liegt, war nicht der Grund für meinen Linkabwurf. Sollte ein Hinweis sein, dass es neben Grenzsicherung (und er aufgeregten “debatte” um Schusswaffengebrauch) auch noch andere reale Probleme gibt, von denen ich hier noch nichts gelesen hatte. Sollte nicht heißen: Da kann man nichts machen.

Till Februar 1, 2016 um 18:32

@ Keynesianer

,,In Berlin sollen jetzt Hotelbetten angemietet werden, auf mehrere Jahre, zu 50 Euro die Nacht je Person”

Wo ein Markt ist, wird der vorrangig bedient. Ein kommerzieller Anbieter kann einen Profit erzielen. Wenn Sie als Privater einen Flüchtling aufnehmen, bekommen Sie nur die Nebenkosten erstattet.

@ Wilma

,,Einige bestimmt.”

Nicht zu Ende gedacht. Aufwand – Ergebnis?

Wilma Februar 1, 2016 um 18:22

@Till

“Glauben Sie ein Flüchtling geht nicht mehr nach Deutschland, weil das Taschengeld wegfällt?”

Einige bestimmt.

Keynesianer Februar 1, 2016 um 18:19

In Berlin sollen jetzt Hotelbetten angemietet werden, auf mehrere Jahre, zu 50 Euro die Nacht je Person:

Der Berliner Senat verhandelt mit einer Hotelkette über die längerfristige Anmietung von 10.000 Hotelplätzen für Flüchtlinge. … Nach Informationen der F.A.Z. verlangt der Anbieter je Platz und Nacht eine Miete von 50 Euro, also etwa 1500 Euro im Monat und 18.000 Euro jährlich. …

Da der Senat dem Vernehmen nach Interesse an einer mehrjährigen Laufzeit des Mietvertrags hat, liefe es auf ein Volumen von mindestens 600 Millionen Euro hinaus, sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Senatsbeamter dieser Zeitung. Er sieht die Höhe der Miete kritisch. Eigentümer und Geschäftsführer der GCH sind eine Gruppe von israelischen Unternehmern, heißt es in einer Sachstandsmeldung des Koordinierungsstabs Flüchtlingsmanagement an die Senatskanzlei.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/anmietung-von-hotels-18-000-euro-je-fluechtlingsbett-in-berlin-14046685.html

Die Systemparteien werden das viele Geld dann wieder bei den deutschen Arbeitern, Rentnern, Kranken und Erwerbslosen einsparen.

Morph Februar 1, 2016 um 18:15

@topi

“Als Frontex die Boote noch gerne mal im Meer versenkte, war das europäischer Konsens”

Es gab und gibt keine offizielle Durchführungsbestimmung, nach der Frontexeinsätze zur Versenkung von Flüchtlingsbooten genutzt wurden. Im Gegenteil wäre ein solches Verhalten eine Straftat.

Es mag zu solchen Fällen gekommen sein. Kein einziger ist wirklich bewiesen.

Ja, es kommen polizeiliche Gewaltexzesse vor. Aber wer diese Vorkommnisse mit dem verwechselt, was GILT und DESHALB rechtlich einklagbar ist, der ist einfach ein Kindskopf.

@topi, Du magst voll das Brain sein und alle Deine Mitmenschen in irgendwelchen Brettspielen besiegen. In gesellschaftlichen Fragen argumentierst Du leider wie ein Kindskopf.

Till Februar 1, 2016 um 18:12

@ Wilma

,,Z.B. bei Übertritt über die grüne Grenze kein Taschengeld.”

http://www.filmpiraten.org/2012/09/doku-der-alltagliche-rassismus-an-den-supermarktkassen/

Würden Sie auch fordern, dass deutsche Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose kein Bargeld mehr bekommen, sondern nur noch Sachleitungen und Einkaufsgutscheine?

Glauben Sie ein Flüchtling geht nicht mehr nach Deutschland, weil das Taschengeld wegfällt?

Ps.: Übrigens ist das Gutscheinsystem immer teurer, als ein Bargeldsystem.

Till Februar 1, 2016 um 18:06

@ Jockel

,,Ach , die deutschen, wenn sie ihre nazis nicht haben, dann fehlt ihnen was.”

Warum? Es gibt doch noch Rassisten, Ausländerhasser,….

,,Dann mal los, im gleichschritt marsch,, zuuuum Kaaaaampf gegen rechts,, Bis zur letzten patrone”

Soll das der Beginn einer Reden an den nationalsozialistisch-konservativen Flügel werden? Dann aber bitte rechts, gegen links tauschen.

,,Was hyperventilieren sie denn vor diesen 10 %?”

Kennen Sie die Weisheit von ,,dem einen faulen Apfel im Korb…” ?

,,Die linke,als ehemalige mauerschützenpartei hat im gegentum dazu wirklich menschen erschossen und in den bau gebracht.”

Finden Sie argumentativ überzeugend, von eigenen Fehlern mit den Fehlern von anderen abzulenken?

Wie wichtig, dass Sie immer wieder betonen kein Deutschkonservativer, Muslimkritiker, Reichs- oder andere besorgte Bürger zu sein.

Wilma Februar 1, 2016 um 17:58

“Obergrenze: Funktioniert nicht”

Das hat der Wüllenweber ja ganz toll recherchiert.
Alles was nicht geht.
Vielleicht gibts auch mal einen Artikel über das was geht.

Z.B. bei Übertritt über die grüne Grenze kein Taschengeld.

Keynesianer Februar 1, 2016 um 17:57

Die Systempresse verarscht ihre Leser immer noch endlos mit der Unterstellung, die Petry wolle an den Grenzen “auf Flüchtlinge schießen”. Ein Artikel nach dem anderen mit immer demselben Aufregerle.

In dem Blog hier wird leider auch nur noch bewiesen, dass Argumente in politischen Auseinandersetzungen nichts fruchten. Vermutlich sollte man es doch besser mit kräftigen Prügeln versuchen, Andersdenkende zu überzeugen (Scherz).

topi Februar 1, 2016 um 17:53

Linus

“Kennst du Flüchtlingslager, wo erträglichere Zustände mit einigermassen positiver Perspektive herrschen? Da würde ich gern mehr darüber wissen!”

http://www.unhcr.de/archiv/nachrichten/artikel/58fa3d2d465abfd944639b32c60f9999/hilfe-zur-selbstversorgung-fuer-fluechtlinge-1.html

konkrete Projekte in Mocambique, schon älter.

Hier allgemeiner und aktuell zu Zahraan, Jordanien.

https://www.freitag.de/autoren/christine-kaeppeler/schock-fuehrt-zu-innovation

Die Perspektive wird erträglicher, wenn sich ein eigener Wirtschaftskreislauf ergibt.
Zumindest fur die Beteiligten.

He mehr produziert wird, um so besser, klar.

Und je mehr sich die Bewohner an der normalen Wirtschaft des Aufnahmelandes beteiligen dürfen, gar Hilfe und Ausbildungen bekommen, um so mehr wird das Lager zur “normalen” Stadt.

“Im Übrigen halte ich persönlich es für sinnvoller, die Leute dorthin zu bringen, wo Ressourcen zur Verfügung stehen, um sich eine Existenz aufzubauen.”

Wieviel braucht es für eine Unterkunft im Libanon, und wieviel für eine entsprechende (Container mit einfachen Standards, wintergeeignet) hierzulande?

Bei den “Perspektiven” wird es noch deutlicher, in Mocambique ein paar Hühner, in D eine mindestens dreijährige Ausbildung plus Integrationskurs und Sprachkurs vorher.

Geht es um die Menschen?

Dann sollte man knappe Mittel so einsetzen, dass viele erreicht werden, nicht ein paar da goldene Los ziehen.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 17:51

@Haupts
“Grössenwahn, auch moralischer Grössenwahn, ist unheilbar.”
Das ist kein Größenwahn, eher das Gegenteil davon. Das Selbstwertgefühl dieser Leute ist davon abhängig, sich für moralisch überlegen zu halten. Um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten, müssen sie anderen Unmoral vorwerfen, um sich anschl. von diesen abzugrenzen. Ich bin gespannt. was diese Moralisten machen, wenn die Mainstreampolitik den Schalter, zuminset verbal, in die andere Richtung umlegt. Die ganze Diffamierung der AfD dient doch nur zur Vorbereitung der Richtungsänderung, nach dem Motto: die Umstände zwingen uns leider, die Richtung zu wechseln, aber hey, die AfD ist noch viel schlimmer als wir. Also wählt uns, wählt uns, wählt uns, und nicht die bösen, bösen AfDler!

Hauke Februar 1, 2016 um 17:42

Morph

“In Ausübung ihres Amtes sind diese Personen an die Berücksichtigung eines gewissen Grundrechtsverständnisses GEBUNDEN. Dieses Grundrechtsverständnis ist im Kontext der europäischen Lebensweise (Sitten und Gebräuche, Rationalität und ihre ethischen Implikationen) unverhandelbar.”

Yep! So einfach und doch so sehr schwer. Tatsächlich ist diese Erkenntnis aber die Grundvoraussetzung für sinnvolles Nachdenken, wie und unter welchen Bedingungen wir zukünftig mit den unvermeidlichen Wanderungsbewegungen umgehen; und nebenbei ein wirksames Antidot gegen Rechtsextremismus und scheinbar einfache “Lösungen”.

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 17:42

@ Till Februar 1, 2016 um 16:50

“Die Lautsprecher in der AfD, allen voran Hoecke und von Storch, stellen die Wiederwahl von CDU und SPD sicher. ”

Abwarten. Kommen 2016 die im Moment noch zu erwartenden 2 Millionen (Schätzung nach den Zahlen aus 2015), die ja TINA sind, dann stellt nicht einmal mehr ein Wunder die Wiederwahl von Union und SPD sicher.

Gruss,
Thorsten Haupts

Jockel Februar 1, 2016 um 17:41

@till 17.23

Ach , die deutschen, wenn sie ihre nazis nicht haben, dann fehlt ihnen was.
Und sie sind beschäftigt.
Dann mal los, im gleichschritt marsch,, zuuuum Kaaaaampf gegen rechts,, Bis zur letzten patrone
Was hyperventilieren sie denn vor diesen 10 %?
Die linke,als ehemalige mauerschützenpartei hat im gegentum dazu wirklich menschen erschossen und in den bau gebracht.

Till Februar 1, 2016 um 17:41

Da unser “Linker” wieder seinen ,,Obergrenze ist effizient – Traum” aufgeschrieben hat, hoffe ich für ihn, dass er selber nie zum Flüchtling wird. Das kann manchmal schneller gehen als man denkt. @ Topi und links, : roll. Ich möchte nicht wissen, wie viele Deutsche von Flüchtlingen abstammen, die zu Millionen nach dem Krieg hier her gekommen sind. Was wäre gewesen, wenn es schon nach dem 2. Weltkrieg Obergrenzen gegeben hätte? Wer von kingtopis Arbeitskollegen, Nachbarn und “Freunden” wäre heute nicht da? Zu den weltweit größten Waffenexporteure gehören und gleichzeitig Obergrenzen für unsere Opfer fordern. Geht alles bei unserem Möchtegernbürgermeister. Kingtopi und sein Traumreich funktioniert so: Kriege als Fluchtursache will er nicht beheben, sondern lieber Obergrenze plärren. Hör auf mit der Politik, fang an zu arbeiten!

Thorsten Haupts Februar 1, 2016 um 17:38

@ H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 16:47

“Unser Rechtsverständnis ist auf eine Gesellschaft relativen Reichtums, relativ niedriger Geburtenraten und relativ hohen Durchschnittsalters ausgerichtet.”

Ich glaube, das können Sie sich schenken. Morph scheint zu meinen, das europäische, weltweit sehr umfassende und grosszügige, Menschenrechtsverständnis habe sich völlig unabhängig von den realen Rahmenbedingungen entwickelt und sei ebenso unabhängig von diesen festgemeisselt in Granit.

Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich bedaure zutiefst, dass wir in Deutschland die europäische Erfahrung nun nachholen, wie Regierungen von Rechtspopulisten erst gejagt und dann getrieben werden, wenn sie nicht ohnehin von diesen im Amt abgelöst werden. Ich kenne das schon aus meinem mehrjährigen Belgienaufenthalt mit dem Vlaams Block/Vlaams Belang – damals sogar ohne Flüchtlingsdrama.

Es ist nicht möglich, jedes Jahr ab einer Million aufwärts Menschen aus einem fremden und nach europäischen Masstäben rückständigen Kulturkreis zu integrieren. Period. Zuerst wird es den Rechts- und Sozialstaat zerlegen, dann die ganze Gesellschaft.

Die seriösen Schätzungen, was die Flüchtlingskrise kostet, liegen ja jetzt auch auf dem Tisch. 50 Milliarden im Jahr alleine für die, die schon da sind.

Wenn Leute wirklich so irrsinnig sind, zu glauben, man könne die Weltprobleme auf deutschem Boden lösen, dann ist jede Diskussion ein wenig sinnlos. Grössenwahn, auch moralischer Grössenwahn, ist unheilbar. Ich fürchte aus guten historischen Gründen Moralisten an politische Schalthebeln mehr, als korrupte, nepotistische und egoistische Pragmatiker. Deutlich.

Gruss,
Thorsten Haupts

Manfred Peters Februar 1, 2016 um 17:29

Zitat AfD Gaulleiterand :”gezieltes Schießen auf Menschen” komme für die AfD nicht infrage.”
Der Mann ist gut, der weiß, dass man mit Dauerfeuer nicht mehr gezielt schießen kann, dennoch bei 10-30 Schuss das Ziel sicher “vernichtet”*.
Dem Pressesprecher der AfD hier, unser potentiellen Moorleiche, vielen Dank für die aufschlussreiche Info. :-(

* außer im “heißgeschossenem Zustand” HK G36

Linus Februar 1, 2016 um 17:24

@topi:
“es geht um aktuell 60 Millionen Menschen!”
Knapp 1% der Menscheit.

“Und in den Ländern, aus denen sie kommen, leben bestimmt 200 oder 300 Millionen; die könnten sich ja weitgehend alle zu “offiziellen” Flüchtlingen erklären lassen.”

Um dann im Lager zu enden? Gewiss nicht.
Um Orte irgendwo in der Fremde zugewiesen zu bekommen, also alle bestehenden sozialen und kulturellen Bindungen aufzugeben und sich nolens volens integrieren zu lassen? Schon eher, aber auch nicht sehr verlockend.
Vor diesen Alternativen bleibt es ein hartes Los, Flüchtling zu sein.

“Außerdem ist es nicht sinnvoll, die Zustände in Gaza auf die Flüchtlingslagervergangenheit zurück zu führen; dort bestehen einigermaßen “normale” Städte, die miesen Umstände erwachsen aus den aktuellen Chancen angesichts des israelischen Handelns (man könnte diskutieren, wieviel durch bessere innere Führung trotz dieser äußeren Umstände erreichbar wäre).
Die Geschwindigkeit, mit der aus Flüchtlingslagern “normale” Städte werden, ist sehr unterschiedlich, und erheblich von deren Management und natürlich auch von den verfügbaren Mitteln abhängig.”

Kennst du Flüchtlingslager, wo erträglichere Zustände mit einigermassen positiver Perspektive herrschen? Da würde ich gern mehr darüber wissen!

Im Übrigen halte ich persönlich es für sinnvoller, die Leute dorthin zu bringen, wo Ressourcen zur Verfügung stehen, um sich eine Existenz aufzubauen.

Till Februar 1, 2016 um 17:23

@ H.K.Hammersen

Sie leben auch gemütlich im Wolkenkuckucksheim. Naiv sind Sie überhaupt nicht.

Der Verfassungsschutz ist vielleicht nicht die aller beste Quelle (siehe NSU).

,,Hier lang zum KZ-Betrieb

Die AfD ist eine Nazi-Partei. Nichts anderes”

http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/10702-afd-ist-eine-nazi-partei

Till Februar 1, 2016 um 17:17

Holla, die Waldfee! Die selbe Frau, die am Wochenende in Verdacht geriet, sie würde Waffeneinsatz gegen Kinder und Frauen an der Grenze gut heißen, ist Sprecherin der „Initiative Familienschutz“ ( http://www.familien-schutz.de/kontakt/ ). Familienschutz und Flüchtlingsfamilien anschießen unter einem Dach? Noch ein Beweis für mich, dass der Mensch alles wegrationalisieren kann. Ich würde sie niemals eine Idiotin nennen, denn das wäre für echte Idioten eine Beleidigung. Das ist pures Kalkül und extrem ekelhaft.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 17:12

Na wenn sogar die das sagen:
Verfassungsschutz hält AfD für ungefährlich

topi Februar 1, 2016 um 17:08

“Obergrenze: Funktioniert nicht”

http://www.stern.de/politik/deutschland/fluechtlinge–eine-obergrenze-schaffen-wir-nicht-6671744.html

Und teilst du die Argumentation, Dipfele, oder nicht?

Till Februar 1, 2016 um 17:00

@ JHM

,,Das ist wohl zwanghaft bei Ihnen. Sie sollten sich Hilfe suchen.”

Dazu machen Sie mir zu viel Spaß. Sie sind so schön berechenbar.

Kommen Sie, nächstes Stöckchen: ,,Neue Unterkunft für homosexuelle Flüchtlinge” ,
http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/fluechtlinge-in-berlin-neue-unterkunft-fuer-homosexuelle-fluechtlinge/12847530.html .

Muslimen Identitätspolitik vorwerfen und selber fleißig dabei sein.

topi Februar 1, 2016 um 16:56

Morph

“ad “Zaun”: Es geht nicht um Zäune, sondern um ein europäisches Grenzregime. Lerne unterscheiden: Zaun = technische Anlage; Grenzregime = komplexe supranationale Organisation. Vollkommen anderer Fachbereich!!”

Lerne unterscheiden, Morph:
“Zaun”, in Anführungszeichen, ist nur die verkürzende Bezeichnung für ein europäisches Grenzregime; in der langen Beschreibung oft genug ausgeführt, dass es sich am “spanischen Zaun” orientieren sollte (und wird).

“ad “Moral”: Es geht nicht um Moral im Sinne dessen, was global wünschenswert, gerecht usw. ist (da bist Du wieder in Deiner Playmobilwelt), sondern um Moral im Umgang mit realen, konkreten Menschen, denen Amtsträger europäischer Institutionen (z.B. Angehörige von Frontex oder irgendeiner Grenzpolizei) konkret gegenüber stehen. In Ausübung ihres Amtes sind diese Personen an die Berücksichtigung eines gewissen Grundrechtsverständnisses GEBUNDEN. Dieses Grundrechtsverständnis ist im Kontext der europäischen Lebensweise (Sitten und Gebräuche, Rationalität und ihre ethischen Implikationen) unverhandelbar.”

Du erzählst Unsinn.
Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, und zuletzt Österreich, Osteuropa schenke ich dir.

Als Frontex die Boote noch gerne mal im Meer versenkte, war das europäischer Konsens; sollte nur keiner sehen.
Spanien wird nicht von Regierungen kritisiert, für seinen Zaun (mit und ohne Strichelchen).

Also auch Deutschlands Kanzlerin kann den Konsens, dass man sich nur sehr dosiert Flüchtlinge ins Land holt, weltweit und zu jeder Zeit, nicht aufkündigen müssen.

“Der Hinweis auf die so toll funktionierenden Grenzanlagen ach so menschenrechtlich legitimierter Staaten ist sachlich falsch. Der Migrationsdruck bleibt trotz aller Grenzanlagen ein Problem.”

Der Migrationsdruck bleibt ein Problem, klar, der ist ja auch unabhängig von der Grenzanlage
Aber ohne Genzzaun ginge es in Spanien um etliche Millionen, in den USA zig Millionen, von Israel ganz zu schweigen (wobei es da eher gilt, die Terroristen abzuwehren).

Indem man sagt, wir haben keinen “Zaun”, ja wir können gar keinen haben, lenkt man die Ströme auf sich. Und vervielfacht sie, die Interviews in der Welt waren so aussagekräftig in dieser Frage.

Das ist doch nun wirklich simpel, beim x-ten Mal solltest du doch da zustimmen können.

“Donald Trump segelt auf antimexikanischer Hetze. Wenn die USA ihr Problem mit dem Migrationsdruck so toll gelöst hätten, wie Du suggerierst, müssten ihm doch alle die kalte Schulter zeigen. Why isn’t it so?!”

Warum sind Menschen anfällig für Populismus, mal überlegen?
Und natürlich geht es um real existierende Zäune/Nichtzäune, für populistische Wahlkämpfe gegen “Ausländer” oder “kriminelle Ausländer”.
Richtig? Nein.

Dipfele Februar 1, 2016 um 16:50
Till Februar 1, 2016 um 16:50

@ holger

,,Wann werden eigentlich mal kriminelle Politiker (hiesige) an Dritt Staaten abgeschoben?”

Dann, wenn sie durch (weil billiger) rumänische Politiker ersetzt werden. Also nie.

@ Sesshuman

Die Lautsprecher in der AfD, allen voran Hoecke und von Storch, stellen die Wiederwahl von CDU und SPD sicher. Insgeheim sind Merkel und Gabriel daher wahrscheinlich froh, dass die AfD sich dieser Figuren nicht entledigt.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 16:47

@Morph
“Grundrechteverständnis ist etwas anderes als Parteiprogramm. Was Grundrechteverständnis ist und was für eine oft unterschätzte Wucht dahinter steht, sieht man daran, dass die AfD ihren kleinen Ausflug in die klammheimliche Sympathie fürs Niederkartätschen aber subito wieder beenden musste.”
Glauben Sie Ihre Pfeifen-im-Wald-Propaganda eigentlich noch selber? Das Einzige, was da beendet werden musste, waren die falschen Unterstellungen. Wenn die Systemparteien es schon nötig haben, dem politischen Gegner mit Schaum vorm Mund den Wunsch nach Massakern zu unterstellen, müssen bei denen die Nerven wirklich blank liegen. Und die Nerven liegen blank, weil die Wähler bis weit in die Mitte hinein abwandern. Sind Sie so naiv und kaufen den Funktionsträgern der Systemparteien wirklich deren geheuchelte Empörung über die erfundene inhaltliche Beurteilung der Äußerungen von Petry und Storch ab?

Viele Wähler können tatsächlich nicht die ziemlich abstrakten Mechanismen ihrer Enteignung erkennen, aber die direkten Auswirkungen der Masseneinwanderung verstehen sie alle. Unser Rechtsverständnis ist auf eine Gesellschaft relativen Reichtums, relativ niedriger Geburtenraten und relativ hohen Durchschnittsalters ausgerichtet. Eine Million Zuwander haben es geschafft, das System an seine Grenzen zu bringen. Was werden wohl zwei oder drei Millionen anrichten?

JHM Februar 1, 2016 um 16:46

@Till Februar 1, 2016 um 16:41

Das ist wohl zwanghaft bei Ihnen. Sie sollten sich Hilfe suchen.

holger Februar 1, 2016 um 16:42

Vielleicht hätten wir das Problem nicht, wenn der Prophet Morph da unne die Vorlesungen halten würde!?

Kann ja sein… nimmt er halt den Dartautomaten einfach mit… Hui vergessen… die Stromversorgung iss ja auch auf Spitz Knopf gepfuscht…

topi Februar 1, 2016 um 16:42

“Sorry, topi. Verhältnisse wie in Gaza Stadt bieten keine Perspektive, sondern sind tickende Zeitbomben.
Da scheint mir mein Vorschlag der ‘Ortszuweisung’ für Flüchtlinge wesentlich reicher an Perspektiven und nicht zuletzt ‘menschlicher’.”

Linus, es geht um aktuell 60 Millionen Menschen!

Und in den Ländern, aus denen sie kommen, leben bestimmt 200 oder 300 Millionen; die könnten sich ja weitgehend alle zu “offiziellen” Flüchtlingen erklären lassen.

Klar wäre es für die Menschen, die wir hier Ortszuweisen, menschlicher und perspektivreicher.

Aber die anderen?

Außerdem ist es nicht sinnvoll, die Zustände in Gaza auf die Flüchtlingslagervergangenheit zurück zu führen; dort bestehen einigermaßen “normale” Städte, die miesen Umstände erwachsen aus den aktuellen Chancen angesichts des israelischen Handelns (man könnte diskutieren, wieviel durch bessere innere Führung trotz dieser äußeren Umstände erreichbar wäre).

Die Geschwindigkeit, mit der aus Flüchtlingslagern “normale” Städte werden, ist sehr unterschiedlich, und erheblich von deren Management und natürlich auch von den verfügbaren Mitteln abhängig.

Till Februar 1, 2016 um 16:41

Ein erster Schritt. Wir brauchen auch Unterkünfte für Frauen und Familien und für Atheisten/Exmuslime und auch für Christen. Die Gruppen kann man ja auch teilweise zusammenleben lassen. Oder noch besser, man trennt einfach die Sunniten vom Rest.

,,Erste Unterkunft für schwule Flüchtlinge: “Homosexualität darf in meinem Land nicht sein””

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/nuernberg-erste-unterkunft-fuer-homosexuelle-fluechtlinge-a-1075019.html

Freut sicher unseren @ JHM. Wobei, wenn es muslimische/arabische Homos sind, wieder nicht? Eigentlich eine super Idee @ JHM, besser wären aber vielleicht noch Unterkünfte für schwule Juden, schwule Schwarze, schwarze, homosexuelle Juden, Transsexuelle, schwule Transsexuelle, schwule-transsexuelle-Schwarze usw….

holger Februar 1, 2016 um 16:41

Wann werden eigentlich mal kriminelle Politiker (hiesige) an Dritt Staaten abgeschoben?

Gehören auch so einige Lehrstühle gleich mit :D

Manfred Peters Februar 1, 2016 um 16:37

@ Morph um 16:14
“Wir kommen solange nicht zu einer produktiven Diskussion, solange Leute wie Du(/xyz mp)suggerieren, dass die Probleme ‘einfach’ zu lösen wären.”
Wenn andere vermeintlich nur einfache Probleme suggerieren, hatte ich bei Dir bisher den Eindruck, dass es gar keine Probleme gibt, so lange die Bleierne mit ihrem Nimbus und ihrer unendliche Weisheit führt.
Ein neuer Auswuchs dieser “Weisheit” wird hier beschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/regierung-kriminelle-fluechtlinge-in-drittstaaten-abschieben-a-1074884.html
Am Ende nur lauwarme Luft.

Sesshuman Februar 1, 2016 um 16:31

Der gute alte Storch: http://i.imgur.com/1Fp4yDa.jpg . Verdammt, Sohn!

,,Angriffe auf Flüchtlinge in Sachsen: Polizeipräsident warnt vor Pogromstimmung”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-polizei-warnt-vor-pogromstimmung-a-1075096.html

Kartoffelintelligenz: ,,Sie entzündete das Gemisch am Eingang, das Feuer erlosch noch auf der Fußmatte. Am Samstagabend versuchten vier bis sieben Unbekannte in Leipzig-Meusdorf, einen selbstgebauten Sprengsatz vor einer noch unbewohnten Unterkunft zu zünden, was aber misslang.”

Da kann man nur froh sein dass die so hohl/unfähig sind. Andererseits, wenn sie nicht so hohl wären, kämen sie wohl gar nicht erst auf die Idee so was zu machen.

,,In drei Fällen wird wegen Sachbeschädigung ermittelt, in einem Fall wurde Anzeige wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion aufgenommen”

Eigentlich krass, dass es dafür keinen eigenen Straftatbestand gibt. Sachbeschädigung klingt so… harmlos. Der gleiche Straftatbestand, wie wenn ein paar nichtsnutzige jugendliche Vandalen in der Nachbarschaft randalieren und Laternen austreten oder Scheiben einwerfen. Durch die klare politische Dimension und die Niedertracht dieser Taten fühlt sich das für mich irgendwie so an, als ob eine Verknackung wegen reiner Sachbeschädigung der Tat eigentlich nicht gerecht werden würde.

Morph Februar 1, 2016 um 16:27

@Hammersen

Grundrechteverständnis ist etwas anderes als Parteiprogramm. Was Grundrechteverständnis ist und was für eine oft unterschätzte Wucht dahinter steht, sieht man daran, dass die AfD ihren kleinen Ausflug in die klammheimliche Sympathie fürs Niederkartätschen aber subito wieder beenden musste.

(Obwohl man davon ausgehen kann, dass viele, viele, viele Leute – auch hier im Blog – innerlich GENAU!! gebrüllt haben, als diese Sympathien öffentlich artikuliert wurden. – Gell? ;-) )

topi Februar 1, 2016 um 16:23

Morph

“zu Deinem Argument, dass die Regierung ‘ausgewechselt’ wird, wenn die Bevölkerung ihre irrationalen angst- bzw. hoffnunggeborenen ‘Interessen’ nicht vertreten sehen. Das ist so das Modell ‘Mauerfall’. Ziemlich abwegig. Die DDR ist nicht deshalb untergegangen, weil ‘das Volk’ keine Lust mehr hatte, sondern weil die Sowjetunion am Ende ihrer imperialen Kräfte angelangt war. ‘Das Volk’ ändert nie die Regierung.”

Aber “Volkes Wille”, der sich massenmedial verbreitet und aufheizt, ändert politisches Handeln.

In vielen Fragen konnten die Systemtragenden Parteien/Journalisten/Wirtschafts”Wissenschaftler” etc.pp dem Volk sonstwas erzählen, es hat geschluckt.
Jede Einzelentscheidung nur ein paar Euro;über Jahrzehnte summieren sich diese Verschiebungen zu Lasten von Otto und Erna zwar auf Zigtausende, aber das haben sie nicht wahrgenommen, bzw. TINA geschluckt.

Wenn es aber um direkt wahrnehmbare Zustände geht, die direkt emotional aufgenommen werden geht das nicht.
Nur wenige (siehe Zizek, oder mich :roll:) bringen es fertig, ihre “Moral” auch hinterfragen zu können, so stark wirken unbewusste Einstellungen.

Das ist andersherum natürloch genau so; nur sehr wenige werden durch öffentliche Darstellung zu No-Border-Enthusiasten, wenn sie sich mal mit den daraus erwachsenden Realitäten beschäftigt haben.

“ Es hat schon seinen Grund, dass Du – trotz Deiner Spitzen-VWL-Kompetenz – im wirklichen Leben (anders als in Deiner Phantasie) keine Spitzenentscheiderposition ausfüllst.”

Den kann ich dir nennen.

Ich war auf diversen Jobbörsen, als Hai Potential, zwar nicht mehr 22, aber neben dem sehr schnellen VWL-Studium (mit zusätzlichem Nebenfach) ein Unternehmen gegründet, aus dem Stand, ohne Kredit oder Beratung oder Vorkenntnisse, und mit Intelligenz ausgestattet, mit der ich wohl jedes Assessment Center locker absolvieren könnte. (nicht dass das “wirkliche Intelligenz” ist, aber das ist dabei ja auch egal).

Und schaute mir die Menschen an, hörte ihnen zu, und mir wurde klar: macht euren Mist alleine, das ist doch nicht “Leben”.

“Wissenschaft” wäre eine Alternative gewesen aber die Wirtschafts”wissenschaft” verlangt, etliche Jahre völligen Unsinn zu vertreten, ehe man Professor wird, keinen Bock drauf.

“hol sie doch raus aus der Schublade, die Zitate, die mich 100% im Affektmodus zeigen.”

Immer mit der Ruhe, kommt noch.

“Meine tränenreichen Berichte von deutschen Bahnhöfen, meine sentimentalen Schilderungen von Flüchtlingsschicksalen”

tränenreich und sentimental ist nicht so dein Part; aber Beschimpfung jeglicher Diskutanten, die angesichts sentimentaler Schilderung von Flüchtlingsschicksalen in den Medien auch nur auf die Idee kommen, über etwas anderes als das Leid zu reden.

H.K.Hammersen Februar 1, 2016 um 16:19

@Morph
“Dieses Grundrechtsverständnis ist im Kontext der europäischen Lebensweise (Sitten und Gebräuche, Rationalität und ihre ethischen Implikationen) unverhandelbar.”
Unser Grundrechtsverständnis wird ständig verhandelt, gerade jetzt und gerade auch bei den Parteien der Willkommenskultur. Die haben im Moment nur das Problem, wie sie ihren Schäfchen den plötzlichen Sinneswandel verkaufen sollen. Die suchen noch nach dem Weg, der den Stimmenverlust mach rechts beendet ohne einen solchen nach links loszutreten.

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