Reise nach Jerusalem

by Weissgarnix on 11. Dezember 2017

Kaum etwas war je so vorhersehbar wie die gestrige Anne Will Sendung. Jedenfalls deutlich vorhersehbarer als Lübberdingens heutiger Kommentar dazu, in dem man den sonst gewohnten Realpolitiker ein wenig vermisst.

Ich hatte gestern 2 Körbe Wäsche wegzubügeln, das schaffe ich in der Sendezeit. Mit einigem guten Willen und einem Glas Rotwein. Womöglich auch zwei.

Wie auch immer: Ich oute mich an dieser Stelle nicht nur als einer, der selber seine Hemden bügelt und seine Socken zusammenlegt; sondern auch als ausdrücklicher Befürworter der jüngsten Trumpschen Devianz, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US Botschaft alsbald dorthin zu verlegen. Aus meiner Sicht war der Schritt längst überfällig.

Rekapitulieren wir kurz mal die Facts: Seit 1995 haben die Amis bereits ein Gesetz, dass diesen Schritt eigentlich vorschreibt. Trumps Manöver ist also nicht einmal besonders originell, eher schon konformistisch. Die Devianz besteht hier merkwürdigerweise in der Anerkenntnis eines bereits bestehenden rechtlichen Zustands. Das muss man erst einmal hinbekommen! Alle regen sich auf, von Merkel bis Erdogan, weil ein US Präsident sich an das hält, was ihm der Gesetzgeber auferlegt hat. Und zwar seinerzeit weitgehend einstimmig, also nix von wegen republikanische Karacho-Politik. Dass Trump also jetzt handelt wo sämtliche Vorgänger seit Clinton sich gedrückt haben: daraus kann man ihm keinen Vorwurf machen. Dass Trump wohl aus innenpolitischen Motiven handelt und den einen oder anderen Großspender aus der Israel-Lobby glücklich machen wollte: daraus kann man ihm auch keinen Vorwurf machen. Das einzige, was den ungläubigen Außenstehenden mal wieder umhaut ist Trumps Chuzpe und der erneute Beleg dafür: The Donald doesn’t give a fuck!

Warum befürworte ich das? Weil es stimmt, was alle sagen: der bisherige Friedensprozess, mit all dem freundlichen Herumgeeierei hat uns nirgendwohin geführt. Das ganze Gelaber von wegen 2-Staatenlösung wurde zur Einbahnstraße als die Palästinenser beschlossen, ausgerechnet durch die Hamas ihr politisches Schicksal verwalten zu lassen. Insoferne gehe ich mehr mit Wolffsohn konform als mit Lübberdings Kritik: Das lässt sich mit Deutschlands Aufgabe der ehemaligen Ostgebiete schon vergleichen. Was Will Brandt zum Ausdruck brachte war nichts anderes als die normative Kraft der Fakten. Und in der Tat: ein paar Jahrzehnte später gab’s das wiedervereinigte Deutschland, allen Skeptikern zum Trotz, und hurra: alle waren glücklich (zumindest fast alle).

Ich sehe zudem keinen besonderen Vorteil darin, die Dinge weiterhin in der Schwebe zu halten, zwar so zu tun als ob aber auch nicht wirklich, im sich-Hangeln von UN-Resolution zu UN-Resolution und Hamas-Raketenangriff zu Hamas-Raketenangriff, ab und an garniert mit einer Erinnerung, dass das Fortbestehen des Staates Israels Teil der deutschen Staatsräson sei. Wie gestern auch wieder bedeutungsschwer von Czem Özdemir, mit einem derart penetrantem Elder Statesman Habitus, der unweigerlich den Verdacht nährte, er übe täglich 2 Stunden vor dem Spiegel um so rüber zukommen wie Joschka Fischer. Wenn Israel ein souveräner Staat ist, dann sollen sie auch ihrer Hauptstadt haben. Wenn das Jerusalem sein soll, West wie Ost, dann so be it. Ändern kann das in der Tat eh keiner.

Bleibt die Frage nach den unmittelbaren Folgen. Natürlich sind die Araber jetzt sauer und rufen (mal wieder) zum heiligen Volkszorn auf oder wie immer diese elende Aufstandsfolklore halt aktuell heißt. Die Üblichen Verdächtigen machen, was die Üblichen Verdächtigen immer machen, im Gaza wie auch in Berlin, alle sind empört, ach Gottchen, sowas von empört, aber Wolffsohn sagt vermutlich zu Recht: Im Gaza hätten sie lieber zuverlässigen Strom. Man wird also sehen, was daraus in the long run wird, irgendwann haben vielleicht tatsächlich alle Beteiligten schlicht keinen Bock mehr auf Randale.

Die Entfremdung schreitet statt dessen voran im sogenannten “Westen” oder dem, was noch davon übrig ist. So ziemlich jeder war schnell dafür verfügbar, ein bedenkenschweres Statement Richtung USA los zulassen, schneller noch, als selbst die FDP mit ihrer Ausstiegserklärung aus den Jamaika-Verhandlungen. Das Recht des Stärkeren, oh mein Gott, als sei es je anders gewesen. Das friedliche Europa, das an allen Verdun-Gedenktagen stets so feierlich hochgehalten wird, ist nichts anderes als ein Produkt selbigen Rechts. Mag man in dieser Deutlichkeit nicht so gern hören, maybe, aber ist halt so. Noch jeder Ami, mit dem man sich über den WWII unterhält, verleiht dem Motto Ausdruck, wenn er umstandslos bekundet: “I don’t know why it happened but I know that we won!” Reduktion von Komplexität, wenn vielleicht auch nicht so, wie es mal gemeint war. Aus der Sicht der Palästinenser war es zudem schon seit Jahrzehnten nichts anderes als das Recht des Stärkeren, das sich stets und überall den Zu- und Durchgriff sicherte. Für die ändert die Einführung des Begriffs in die politische Diskussion also am allerwenigsten.

Und zuletzt zur Frage, ob die USA nun ausfallen, als “Peace broker”, als “neutraler Vermittler”? Seelig diejenigen, die das in der Vergangenheit für bare Münze nahmen. Die USA verfolgten immer schon Interessenspolitik in Israel. Zuvörderst natürlich ihre eigene, die aber oft genug deckungsgleich war mit der der Israelis. Die Europäische Union und darin allen voran Deutschland selbstredend ganz genauso.

Aber im Prinzip ist das auch wurscht. Denn auch mit einem anderen dictum liegt Woffsohn richtig: Kein Außenstehender wird in Palästina den Frieden herbeiführen, wenn es die dortigen Parteien nicht aus eigener Kraft wollen oder können. Keine USA und kein Jared Kushner und schon gar nicht ein Czem Özdemir. Und um vor Ort für entsprechende Motivation zu sorgen mag eine klare Faktenlage durchaus hilfreich sein. Auch wenn, wieder einmal, durch nichts weniger Archaiisches  hervorgebracht als das Recht des Stärkeren.

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ruby Dezember 11, 2017 um 10:19

Kleiner Nachtrag allen Mechanikern meinetwegen auch Büglern und weil bald Weihnachten ist die Chöre
https://www.youtube.com/watch?v=uGDA0Hecw1k
“Every Generation…”

Wolf Dezember 11, 2017 um 10:59

Übrigens mag das State Department auf Nachfrage nicht sagen, in welchem Land Jerusalem liegt, und sie sagen derzeit auch nicht, in welchem Land Trump sich aufgehalten hat, als er im Sommer an der Klagemauer gebetet hat. http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2017/12/276335.htm

Bruchmüller Dezember 11, 2017 um 11:32

Das Recht des Stärkeren…

Ich kann den vorausgegangenen Faden nicht loslassen: Die Maschine überholt den Menschen, und zwar links und rechts. Mit dem Recht des Stärkeren ohrfeigt sie ihn links und rechts, macht den Physiker zum Physikisten, führt ihn schließlich zur physikoschotischen Autophobie, und der Mensch sucht nun sein Heil in allerlei Menschismus. Ganz schlimm wird´s für die Spezies der Geruchverschlüsse, wenn die Maschine erst mal macht, dass Scheixxe nicht mehr stinkt. Auch der alte Zombie WU, untot wie er nun einmal ist, rafft sich noch einmal auf zum Überholen ohne einzuholen. Die Probleme werden immer größer, so dass man sie zwangsläufig aus den Augen verliert. Aber weiterhin gilt, mag die Maschine bereitstellen soviel sie will: wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. Das heißt, der Überflüssige muss weniger bekommen als der, der als Geruchverschluss im Stau steht.

bleistift Dezember 11, 2017 um 12:03

“Recht des Stärkeren” scheint mir ‘ne Allerweltsphrase zu sein.
Die Juden waren 2000 Jahre lang keine großen Anhänger eines “Recht des Stärkeren”. Aus nachvollziehbaren Gründen.
Mit dem “Recht des Stärkeren” kommt man um die Ecke wenn einem sonst absolut nichts mehr einfällt. “Recht des Stärkeren” ist als würde man mit Holzhammer auf jedes zarte Pflänzchen eines ansatzweise klugen Gedankens einprügeln.

Wirklich beeindruckend an Trumps Rede war sein Kampf mit den Dritten Zähnen. Anscheinend kann man sich nicht mal als Pleite Milliardär vernünftige Beißerchen leisten.

https://www.youtube.com/watch?v=2b36m9_QCIQ

https://www.youtube.com/watch?v=Gp40Uztk3bg

fruuf Dezember 11, 2017 um 13:12

Rekapitulieren wir doch mal wirklich und nicht verkürzt die “Facts”: Der Teilungsplan der UNO gegen den Willen der arabischen Völker war ein Ausdruck spätkolonialistischer Willkürpolitik der Siegermächte des Wk II. Doch schon damals wurde immerhin festgelegt, dass Jerusalem unter internationaler Verwaltung stehen sollte. Wenn die Siegermacht also 1995 selbstherrlich ein Gesetz zum Status Israels beschließt, dass sie selbst sich immerhin 22 Jahre lang nicht umzusetzen getraute, dann wirkt der Autor auf mich schon peinlich, wenn er meint hier mit “Recht und Gesetz” argumentieren zu können.
Alles in allem wieder mal ein äußerst einseitiger Pro-Israelbericht, wie man ihn in seiner stereotypen Wiederholung von Anmaßung und Rechthaberei hierzulande wohl zur Genüge kennt.

Keynesianer Dezember 11, 2017 um 14:55

Die waren bekanntlich eher Anhänger eines Rechts des Reicheren, aus ebenfalls nachvollziehbaren Gründen. Das nennt sich heute Neoliberalismus und da ist (dem Reicheren) fast alles erlaubt, außer Gewalt (wenn es sich nicht um gekaufte Schläger handelt) von Seiten der Ärmeren.

Aber egal, es wählt jedes Volk seine Hauptstadt selber.

Die Aufregung der Muslime sollte man sich dagegen genauer besehen, denn da haben wir zum Beispiel mit den Muslimbrüdern noch ein ganz dickes Ei womöglich von einem Kuckuck im Nest.

Said Ramadan (… born April 12, 1926 …, died August 4, 1995 in Geneva) was an Egyptian religious scholar, political activist and humanitarian, and one of the preeminent leaders of the Muslim Brotherhood.

He was the son-in-law of Hassan al-Banna, the Muslim Brotherhood’s founder, and emerged as one of the brotherhood’s main leaders in the 1950s. Ramadan was often accused by the Egyptian government of Gamal Abdul Nasser of being in the CIA’s pay;
https://en.wikipedia.org/wiki/Said_Ramadan

Die haben da alles im Griff und organisieren sogar die Empörung der Muslime.

From the 1950s, Ramadan enjoyed extensive support from the CIA, which saw him as an ally in the battle against communism; by the end of the 1950s, “the CIA was overtly backing Ramadan. While it’s too simple to call him a US agent, in the 1950s and 1960s the United States supported him as he took over a mosque in Munich, kicking out local Muslims to build what would become one of the Brotherhood’s most important centers – a refuge for the beleaguered group during its decades in the wilderness. In the end, the US didn’t reap much for its efforts, as Ramadan was more interested in spreading his Islamist agenda than fighting communism.”[2]

Said Ramadan was the father of Hani Ramadan and Tariq Ramadan.

Die Muslimbrüder haben also mit Hilfe der CIA ihre Moschee in München übernommen. Das steht sogar auf Wikipedia und jeder kann es nachlesen, was die Schäflein natürlich nicht machen, weil geistig anderweitig beschäftigt.

ruby Dezember 11, 2017 um 15:32

@Bruchmüller
Ein wichtiges Prinzip wird das Schweigen.
Weil alle technischen Geräte ihre Mikrophone gegen Dich verwenden werden.
https://www.youtube.com/watch?v=UkXeOMSwdZQ
Klaus Schulze – Kontinuum

holger Dezember 11, 2017 um 15:56

hat das Werk überhaupt schon mal einer gelesen und verstanden ?

http://ldn-knigi.lib.ru/JUDAICA/Herzl-Judenstaat.pdf

Blue Angel Dezember 11, 2017 um 18:26

Es ist schwer, bezüglich Israel einen neutral-ambivalenten Standpunkt einzunehmen, denn die Siedlungspolitik erzeugt Wut.

Die Netanyahu-Regierung erschwert den neutral-indifferenten Standpunkt durch ihre relativ offene Unterstützung islamistischen Terrors in Syrien zusätzlich.

Im Rückblick ist das Attentat auf den Premier Rabin deshalb für alle Beteiligten (inklusive der israelischen Bevölkerung) eine noch größere Tragödie als es schon damals war.

Die Verkündung der Botschaftsverlegung hatte zum aktuellen Zeitpunkt m. E. den Hauptzweck, Israel (verkürzt für seine aktuelle Regierung) von seinem letzten und wichtigsten Verbündeten Saudi Arabien zu trennen: Es gibt Hinweise, daß die beiden Länder sich anschickten, Krieg gegen den Libanon zu führen. Jetzt muß Saudi Arabien sich von der israelischen Politik distanzieren, will MBS nicht noch (mehr) Spannung im Inneren riskieren.

Bisher waren die USA sowas wie der Kampfhund der Zionisten (dieser Begriff ist NICHT deckungsgleich mit Juden bzw. jüdisch Gläubigen), gesteuert durch AIPAC. Trump will die USA aus dieser Rolle und von diesem Einfluß lösen. Wie schon einige, “errratisch” scheinende Handlungen zuvor, ist die Botschaftsverlegung ein folgerichtiger und nötiger Schritt in diese Richtung. Die dadurch erfolgende Trennung von Israel und SA bedeutet mehr Frieden und Stabilität in der Region, denn Netanyahu und seine Hardliner-Kollegen werden sich jetzt in Richtung echter Friedenslösungen bewegen müssen.

Es ist der israelischen Bevölkerung zu wünschen, schon vor den nächsten Knesset-Wahlen eine neue Regierung zu bekommen: Dort leben, wie in allen anderen Ländern, sehr viele wirklich friedliebende Menschen.

Thorsten Haupts Dezember 11, 2017 um 19:14

Am Ende des Tages zählt die normative Kraft des Faktischen. Und Fakt ist, dass es weder in Israel noch in Palästina ausreichend Friedenswillen gibt, sofern der Frieden einen substantiellen Preis erfordert. Ebenso Fakt ist, dass Israel regional der momentan Stärkere ist (kann sich ändern, die Araber sind bevölkerungsmässig 100:1 übrlegen).

Also könnte Israel Fakten schaffen und das Land, das es haben will, einfach annektieren. Tut es aus vielen Gründen zwar nicht, aber Jerusalem als Hauptstadt wird es sich durch keine Konferenz der Erde wieder nehmen lassen.

Und also war Trumps vielkritisierter Schritt nichts als die Anerkennung von Realität. Deutschlands Haltung dazu hat Ephraim Kishon vor vielen, vielen Jahren in dem Essay verwurstet “Wenn die Israelis Wale wären”. Wer sich angesichts des deutschen Bequemlichkeitspazifismus und der Nichtkampffähigkeit der Bundeswehr auf irgendeinen deutschen Schutz verliesse, könnte sich eh gleich lebendig begraben :-).

Die UN ist in diesem Zusammenhang eh nur eine Anti-Israel-Resolutionsmaschine. Mit oder ohne Jerusalem.

Gruss,
Thorsten Haupts

Blue Angel Dezember 11, 2017 um 19:33

@Thorsten Haupts: Ich erinnere mich an diverse Resolutionen gegen Israel, die durch ein Veto der USA nicht zustande gekommen sind. Liegt aber vielleicht an meinem Altersheimer-Gedächtnis ;-)

Die Hauptgefahr für Israel sehe ich nicht in “Arabern” (welche auch immer konkret damit gemeint sind), sondern in der Struktur der eigenen Bevölkerung:
Die Orthodoxen haben eine wesentlich höhere Reproduktionsquote als die modernen Israelis, werden also in absehbarer Zeit die Mehrheit stellen und dadurch das Ende eines relativ säkularen, technik- und fortschrittsaffinen und auch wehrfähigen (m. W. sind die Orthodoxen vom Wehrdienst freigestellt) Staates wahrscheinlicher machen.

Thorsten Haupts Dezember 11, 2017 um 19:57

“Ich erinnere mich an diverse Resolutionen gegen Israel …”

Ja, das war vorherzusehen. Nichterinnert wird von interessierter Seite, dass es alleine gegen Israel mehr UN-Resolutionen gibt, als gegen sämtliche anderen Staaten der Erde zusammen.

Ich warte jetzt nur darauf, dass jemand um die Ecke kommt und mir erklärt, das wäre schon okay. Israel sei ja weit schlimmer als Nordkorea, der Iran oder Zimbabwe …

Goodnight Dezember 11, 2017 um 20:43

Also:

Die USA braucht schnellstmöglich einen Krieg. Für die eigene Seele.

Israel zu unterstützen ist für die Popularität eines USA Präsidenten im Inland immer nur positiv.

Gegenwärtig ist Demonstration von amerikanischer Macht bezüglich eines russisch gestützten Syriana notwendig. Beobachtet man die Annäherung der Saudis an Israel und die USA in den letzten Monaten, dann kann Zufall vielleicht ausgeschlossen werden.

Wer wird jetzt die Palästinenser bzw. die Hamas unterstützen, außer der Iran? Nicht viele!
Keiner will zwischen die neue Sunitisch-Schiitische Front geraten, keiner will einen zweiten arabischen Frühling, keiner will IS.

Der Nahe Osten restrukturiert sich gerade.

Goodnight Dezember 11, 2017 um 20:46

BTW:

Meine Kollegen und Bekannte lachen mich aus, weil ich meine Hemden auch immer selber bügel. Auch immer Sonntag Abends.

ruby Dezember 12, 2017 um 01:49

https://m.youtube.com/watch?v=2dDch7lFlIk
Musikalische Annäherung – zum Mitsingen, um zu spüren welche Kraft Schreien hat -22db

ruby Dezember 12, 2017 um 01:58

Das funktioniert natürlich nicht auf den Schrottkisten von Computern, es sei denn mit Interface zu einer ordentlichen Hifi-Anlage!

Blue Angel Dezember 12, 2017 um 10:13

@Goodnight:
Die unipolare Weltordnung ist zuende, die eingespielten, unipolaren Muster von regime changes und Angriffskriegen sind nicht mehr anwendbar.

Es wird eine Konferenz in Peking zum Problem der Palästina-Frage geben. keinen Krieg gegen den Libanon, keinen Krieg gegen den Iran, keine Auslöschung Israels.

Genau deshalb wird der “dumme Tölpel” Trump von den Globalisten so angefeindet: Weil er mithilft, die USA in die multipolare Weltordnung einzufügen und den, teilweise immer noch globalistisch geführten, tiefen Staat, der versucht, das zu verhindern, Stück für Stück zurückdrängt.

Wahrscheinlich wird es in Syrien und im Irak u. a. (leider) noch Terroranschläge und Störmanöver geben, aber im großen Ganzen sind diese Länder jetzt gesichert.
Syrien war ein End- und Wendepunkt und als solcher “DAS Exempel”.
In Libyen und weiteren Ländern wird es noch ein bißchen dauern, aber auch da gibt es hoffnungsvolle Ansätze, ohne und gegen die Globalisten.

Ihre letzte, wirkliche Machtbasis ist Deutschland, aber auch hier erodiert der Sockel täglich ein bißchen weiter…

Blue Angel Dezember 12, 2017 um 10:18
ruby Dezember 12, 2017 um 12:42

Nur mal so, wer war in Jerusalem?

holger Dezember 12, 2017 um 17:49

Blue Angel Dezember 12, 2017 um 10:13
@Goodnight:
–>Die unipolare Weltordnung ist zuende, die eingespielten, unipolaren Muster von regime changes und Angriffskriegen sind nicht mehr anwendbar.”

Das Gefühl hege ich auch…

–>Es wird eine Konferenz in Peking zum Problem der Palästina-Frage geben. keinen Krieg gegen den Libanon, keinen Krieg gegen den Iran, keine Auslöschung Israels.”

Was mir immer so nicht in den Kopf geht, oder gehen will ist: Warum sind die denn nun wirklich gegen eine 1 Staaten-Lösung ?!

Die “Palästinenser” etc.pp. was da unten meint nun den “echten” “Gott” für sich zu claimen zu können, würden davon doch nun auch profitieren. Es geht da doch wieder mal nur, ein bestehendes Prinzip, dass kein Frieden sein soll.

Deswegen haben ich ja mal oben Herzl verlinkt. Da steht doch eigentlich alles drinne. Aber auch, dass es eben auch Gegenkräfte in den eigenen “Reihen” gibt, die eben nicht die Lösung unterstützen, die Herzl eigentlich gesehen hat.

Diese ganze “J-Frage”, geht mir eh auf den Sender. Die J (Und J ist auch nicht gleich J ) sind auch unter den “Semiten” nur “Semiten”… aber eben mit ein wenig mehr Grips im Hirn. Mal mehr mal weniger. Ein Semit sagt zu dem anderen Semiten du ANTI :) So ganz sauber könne die net sei. Ich als nicht Semit und Atheist, könnte das vielleicht sein… bringt mir nun aber auch nicht wirklich was.

Im Grunde sind doch die Engländer mit der “Balfour-Deklaration” daran schuld. Haben da nichts Halbes und nichts Ganzes gemacht. Seinerzeit. Entweder besetze ich ein “Staatsgebiet” richtig, oder gar nicht. Halbschwanger ist immer Mist…

https://de.wikipedia.org/wiki/Balfour-Deklaration

Von arabischer Seite gab es zunächst keinen Protest gegenüber der Balfour-Deklaration. Erst als verschiedene Auffassungen der Deklaration bekannt wurden, legte man Wert auf eine eigenständige Stellungnahme, damit arabische Interessen berücksichtigt würden. Deshalb strebten die jüdischen Vertreter auch eine Übereinkunft mit arabischen Repräsentanten an. Zu diesem Zweck traf Weizmann Ende 1918 in London Faisal I., Sohn des Königs Hussein, und schloss mit ihm am 3. Januar 1919 das Faisal-Weizmann-Abkommen, in dem die von Faisal geleitete Delegation den jüdischen nationalen Bestrebungen und der jüdischen Einwanderung nach Palästina zustimmte. Als Bedingung wurde die Verwirklichung der arabischen Unabhängigkeit vereinbart, die jedoch nicht realisiert wurde, sodass das Faisal-Weizmann-Abkommen hinfällig wurde. Die Times veröffentlichte am 12. Dezember 1919 einige Statements, die den vermeintlichen Erfolg der Verhandlungen verdeutlichen sollten. Darin heißt es, dass sich die beiden Hauptzweige der semitischen Familie mit Verständnis gegenüber ständen. Die Araber empfänden keinen Neid gegenüber den Juden und strebten eine faire Zusammenarbeit an, wie es ihnen auch von jüdischer Seite zugesichert worden sei. In einer Denkschrift erklärte Faisal:

„Die Juden stehen den Arabern blutsmäßig sehr nahe und zwischen den beiden Völkern gibt es keinen Konflikt der Charaktere. Grundsätzlich besteht zwischen uns absolutes Einvernehmen.“[6]:1221

Der Jewish Chronicle vom 3. Januar 1919 zitiert ihn wie folgt:

„Mir wurde von Leuten, die sich selbst als zivilisiert bezeichnen, gesagt, die Juden wollten unsere Moschee in Jerusalem als ihren Tempel und sie wollten die Bauernschaft von Palästina unterdrücken und ausrotten. Ich für meinen Teil weiß, dass kein wirklicher Jude solche Absichten hegt. Diese Erfindungen beeindrucken uns nicht. Wir fordern Freiheit für die Araber, und wir würden uns ihrer unwürdig erweisen, wenn wir nicht, wie ich es jetzt tue, die Juden zu Hause willkommen heißen und mit ihnen im Rahmen der Möglichkeiten des arabischen Staates zusammenarbeiten würden.“[7]:115

Nachdem in weiteren Gesprächen Vorbehalte Faisals ausgeräumt worden waren, wandte er sich in einem Brief an Felix Frankfurter, einen bedeutenden amerikanischen Zionisten. Darin schätzte er die jüdischen Absichten als maßvoll ein und schrieb weiter:

„Wir werden den Juden ein herzliches Willkommen in der Heimat entbieten [...]. Die jüdische Bewegung ist national und nicht imperialistisch und es gibt in Syrien für jeden von uns Platz. Ja ich bin der Ansicht, dass keinem ohne den anderen ein echter Erfolg beschieden sein kann.“[6]

Übrigens war das vor dem GröFaZ

holger Dezember 12, 2017 um 18:09

„Mir wurde von Leuten, die sich selbst als zivilisiert bezeichnen, gesagt, die Juden wollten unsere Moschee in Jerusalem als ihren Tempel und sie wollten die Bauernschaft von Palästina unterdrücken und ausrotten. Ich für meinen Teil weiß, dass kein wirklicher Jude solche Absichten hegt . Diese Erfindungen beeindrucken uns nicht.

A) wer waren die Leute, die sich als zivilisiert bezeichnen ?!
B) und wenn sie kein “wirklichen” J waren, was denn dann ?!

Das müsste doch bedeuten, dass es 2 Versionen der 1 Staaten Lösung geben soll… Die Erste unter komplett Verwaltung, ohne das die Arabärs was zu sagen hätten, die Zweite das beide “Kulturen” zusammen über ihr Gemeinwohl entscheiden sollten.

Bei einer 2 Staatenlösung wäre niemals jemanden gedient. Aber warum haben die damals schon Syrien in das Spiel gebracht ?!

Rapheth Dezember 12, 2017 um 20:10

Sage immer: Folge dem Geldfluss und du verstehst Politik.

Dürfte einiges mit Genie Energy zusammenhängen. Meint Israel es ernst mit dem Friedensprozess, treten sie die Ländereien am Golan zu Kompensation, ab. Ihre amerikanischen Freunde kümmern sich nach bewährtem Muster um das nunmehr wieder rein syrische Hinterland.

Jerusalem wäre ein Trostpflaster mit Aussichten auf Westjordanland.

Rapheth Dezember 12, 2017 um 22:10

@Holger

Die Deklaration war eher ein unbedeutendes Blatt Papier in den Händen der Zionisten, massgeblich waren nach bitteren Kämpfen folgende Beschlüsse der UNO.

https://de.wikipedia.org/wiki/Exodus_(Schiff)

rapheth Dezember 12, 2017 um 22:57

@ Holger (Den Roman über die Exodus schenkte ich vor vielen Jahren einem Neonazi aus Stendal, könnte mich heute noch darüber kaputtlachen, als ob er noch nie ein Buch geschenkt bekommen hat, er schaute erst ungläubig, als ich sagte die Briten kämen darin ganz schlecht weg, nahm er es an.)

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