Der neidische Blick nach Wien

by Weissgarnix on 21. Dezember 2017

Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass der neue österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seiner Asyl- und Migrationspolitik Erfolg haben wird. Den “Asylanten das Geld kürzen” – zumindest bei der österreichischen Bevölkerung, und vermutlich nicht nur dieser, wird er damit reichlich punkten. Das populistische Potenzial ist meiner Beobachtung nach erheblich, selbst im engeren Bekanntenkreis höre ich Unmutsäußerungen à la “Wir kriegen nach 30 Jahren Schuften die Mindestpension, ein Flüchtling ohne einen einzigen Tag Arbeit das gleiche” ständig. In der breiten Masse ist das natürlich alles ziemlicher Unsinn, aber plakative Einzelfälle, in denen kinderreiche Flüchtlingsfamilien auf monatliche Geld- und Sachleistungen in Höhe von 3000 Euro und mehr kommen, sind tatsächlich belegt und medial breitgetreten. Den Volkszorn werden Kurz und Strache also in jedem Fall besänftigen, zuhause zumindest. In anderen Ländern, wer weiß, wird er durch das rot-weiß-rote Vorgehen ja womöglich umso mehr geschürt. Der Tenor der Leserbriefe in WELT & Co lautet mittlerweile immer öfter “nach Österreich schauen!”, sehr fein, obwohl es uns natürlich lieber wäre, wenn man diese Losung wegen der internationalen Glanzleistungen unserer Fußballnationalmannschaft ausgeben würde.

Jenseits des Populismus, werden sich Rationalisten womöglich mit dem Gedanken trösten, dass ein Verlust an Attraktivität der Flüchtlings-Sozialhilfen Menschen in den Fluchtländern eventuell davon abhält, ihre letzten Groschen den Schlepperbanden anzuvertrauen und sich auf die riskante Reise nach Mitteleuropa zu machen. Zumindest diejenigen, denen es primär um nichts anderes geht. Insoweit sind die angedachten Maßnahmen sinnvoll. Menschen in echter Not sollten an der Aussicht, in einem Land wie Österreich primär über Sachzuwendungen versorgt zu werden, nichts auszusetzen haben. Dass sich daraus keine Liquidität schöpfen lässt, die man per Western Union zurück in die Heimat schicken könnte, das Glücksgefühl über ein Leben in Frieden nicht mindern. Gegenüber der österreichischen Bevölkerung reduziert man Flüchtlinge auf das was sie sind, arme Teufel zumeist, denen man in Österreich bestimmt kein Luxusleben auf Kosten der Allgemeinheit ermöglicht. Die Anhänger der FPÖ werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie in Regierungsverantwortung diesen Zustand herstellen können bzw alsbald hergestellt haben, und sich die auf Sozialneid abzielenden Parolen ihrer Flüchtlingskritik daher zukünftig verkneifen sollten. Gottseidank gibt es aber ja auch noch die Ausländerkriminalität, die tritt darob in der Debatte womöglich in den Vordergrund, fad wird es also ganz bestimmt nicht.

Die Ösi-Politik wird ihre Wirkung in Europa nicht verfehlen, aus einer ganzen langen Liste von Gründen, nicht zuletzt weil die Maßnahmen insgeheim vielen aus der Seele sprechen. Die SPD, die in ihrer anhaltenden Todessehnsucht von all dem offenbar nichts merkt, wird sich deshalb noch wundern, auf welch hartes Brot sie mit einer CDU und vor allem CSU, die die Entwicklungen südlich von Passau natürlich sehr wohl beobachten, beißen wird. Dass Kurz und Strache, jung und fesch und dynamisch und für das Volk,  in Wien Fakten schaffen, während sich Schulz in Berlin einen über Familiennachzug und Vereinigte Staaten von Europa zurechtschwadroniert, kann da nur noch amüsieren. Der neue CSU-Spitzenmann Söder weiß das natürlich, zudem sitzt ihm in Bayern die AfD im Nacken. Die sozialdemokratischen Koalitionsforderungen in Sachen Flüchtlingsobergrenze und Familiennachzug sind daher dead on arrival.  Aber die SPD outet sich im Grunde sowieso als zunehmend hoffnungslos, nichts gelernt und nichts verstanden. Anders als offenbar CDU/CSU, aus deren Lager in jüngerer Zeit doch ziemlich kecke Stimmen zu vernehmen sind, von den alten wie den jungen, die mal Neuwahlen ohne Merkel fordern und vorher noch Parlamentsabstimmungen gegen die SPD. Nach baldiger GroKo sieht es damit nach wie vor nicht aus.

Bleibt nur weiterhin der neidische Blick nach Österreich. Wenn auch nicht wegen der ÖFB-Nationalmannschaft…

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Keynesianer Januar 8, 2018 um 16:52

@Bogus Januar 8, 2018 um 16:35

Wo siehst Du da ein Problem? Das Baumaterial und alles sonst wurde doch mit der Hypothek bezahlt.

Die Hypothek hat sogar den volkswirtschaftlichen Vorteil, dass durch sie die anderen Haushalte entsprechend viel Geld sparen können, ohne dass sich der Staat mehr verschulden muss.

Es sind immer nur die Zinsen das Problem. Beziehungsweise die Kreise, die in der FED aus den Zinsen, die sie da festlegen, ein Problem kreieren.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:00

Das Problem besteht darin, dass dein Schneeballsystem nicht endlos fortgesetzt werden kann. Nicht in einem abgeschlossenen System.

Ich finde, das Gedankenexperiment ist relativ einleuchtend und gut nachvollziehbar. Und solange du als Gegenbeispiel “aus der Praxis” nur die Nazi-Kriegswirtschaft bringst…

Er echte Keynes rotiert gerade 6 feet under….

Bogus Januar 8, 2018 um 17:00

D

Keynesianer Januar 8, 2018 um 17:12

@Bogus Januar 8, 2018 um 17:00

Das braucht auch nicht endlos fortgesetzt zu werden, sondern nur, bis jeder der mag ein eigenes Häuschen hat und was es sonst noch so braucht. Darüber hinaus wird einfach weniger gearbeitet.

Es gibt da keine Probleme außer denen, die von der Geldpolitik aus ganz finsteren Motiven künstlich geschaffen werden. Keine.

Es war damals auch keine Kriegswirtschaft bis 1937. Der Hitler ist nur ein gutes Beispiel dafür, dass die Politik von Ökonomie gar nichts verstehen und nur einfach mit dem Sparen aufhören muss, um die Krisen zu beenden. Die wussten damals nicht, was sie da eigentlich gemacht haben. Die hatten mehr zufällig die gesammelte Opposition gegen das Schuldenmachen aus ganz anderen Gründen aus dem Land getrieben. eingesperrt und manche sogar umgebracht.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:14

Aus dem abgeschlossenen System kommt man raus, indem man

a) die faulen Kredite verkauft (z.B. an die West LB, “stupid Germans” – du weißt schon…)
b) “Expandiert” nach Nazi-Art (“Lebensraum im Osten”)
c) Expandiert nach EU/NATO-Art (dito)

So richtig toll ist davon nix.
Wer hat bessere Vorschläge?

Bogus Januar 8, 2018 um 17:17

Oh, da gab’s ‘ne Überschneidung.

“Das braucht auch nicht endlos fortgesetzt zu werden”
Doch.
Ansonsten bring ein Gegenbeispiel, s.o.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:21

Du wirst vermutlich sagen, es gäbe kein Gegenbeispiel, weil immer die Zinsschraube hochgedreht wurde, bevor die Massen zu ihrem Wohlstand gekommen sind.

Dann überleg dir das nochmal in Ruhe. Für eine ABGESCHLOSSENES System. Bedenke dabei, dass Geld NICHTS ist. Dass nur durch Arbeit etwas ENTSTEHT.

Und dass der Produktionsmittelbesitzer die Bedingungen diktiert, unter denen gearbeitet wird.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 17:25

@Bogus Januar 8, 2018 um 17:00

Das andere Beispiel wäre die Nachkriegswirtschaft in den USA, GB und dann sogar Deutschland. Da hat man einfach die Wirtschaft trotz der hohen Staatsschulden aus den Kriegsjahren weiterlaufen lassen und weiter Schulden gemacht. Das ging problemlos, die Löhne stiegen, es gab Massenwohlstand bei Vollbeschäftigung und sogar die Schulden aus den Kriegsjahren wurden durch Inflation immer weniger.

Nur der blöde Franz Josef Strauß hat dann immer mal wieder wegen den Schulden dumm herumgelabert. Ein Volldepp auf dem Gebiet der Ökonomie, den seine Partei aber, weil er doch gegen Schulden war, für das größte lebende Finanzgenie gehalten und noch zum Bundesminister der Finanzen gemacht hat.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 17:39

@Bogus Januar 8, 2018 um 17:21

Wir hatten ein ideales System bis in die 70er Jahre. Ich habe es als Kind ja noch erlebt. Da stieg jedes Jahr der Lebensstandard, das konnte man an sich selber beobachten.

Bis dann erstmals 1973/74 unter dem Vorwand einer Ölkrise eine größere Krise mit Hochzinspolitik durch die Bundesbank inszeniert wurde. Die depperten Marxisten haben damals gejubelt und gemeint, jetzt käme endlich die Weltrevolution.

Die Neomarxisten waren ja extra zu dem Zweck seit 1968 aufgebaut und von den Medien hochgepuscht worden. Die Marxisten am Otto Suhr Institut in Berlin oder von der Frankfurter Schule ebenda und beim Sozialistischen Büro Offenbach waren CIA-Agenten oder sind es noch, soweit sie noch leben.

Dann war ab 1980 Schluss mit steigendem Lebensstandard für die Massen. Seitdem ging es mit den unteren Lohngruppen abwärts, die Briefträger müssen heute für weniger Geld härter arbeiten als in meiner Studentenzeit. Es war nur die Zinspolitik, sonst gar nichts, aber das hat ja niemand kapiert, sondern immer wurde über die “Bekämpfung der Inflation” (also der Lohnerhöhungen) gejubelt.

Es hätte gar keinen Arbeitslosen geben müssen und keine Krise.

Blue Angel Januar 8, 2018 um 17:43

Jungle World = Hauspostille der Antideutschen, die sich selbst als “Linke” bezeichnen, obwohl sie immer wieder beweisen, Instrumente der Kriege herbeilügenden Globalisten zu sein.

Interessant ist auch, daß diejenigen die meisten Beleidigungen anbringen, die behaupten, Moral und Humanismus zu vertreten.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:44

Wenn du die USA (vom Exportweltmeister zum “Global Minotar” (c) J. Varoufakis – incl. Kriegswirtschaft) plus Germany (Export(vize)weltmeister) plus GB (nearly killed by Soros), also nahezu den gesamten westlichen Saustall ((c) C. Rochefort) betrachten willst, dann wird’s kompliziert… Sind ja ein Haufen Wechselwirkungen, auch mit den ausgebeuteten Ex-Kolonien…

Denke, wir sollten für das Gedankenexperiment lieber in einem geschlossenen System bleiben.

Sus scrofa Januar 8, 2018 um 17:48

Überall Hurensöhne und Motherfucker. Und Schafe. Und Schweine. :-)

@ Keynesianer

Warum sollte eine Bank eigentlich einen Hypothekenkredit zu einem Nominalzins nahe Null vergeben? Selbst wenn der Leitzins nahe Null ist. Wäre es für die Bank da nicht besser, in andere Assetklassen zu gehen statt den Nullzins der Notenbank an den Häuslebauer weiterzureichen?

Und was ist, wenn der Häuslebauer den Hypothekenkredit nicht refinanzieren kann? Tilgen kann er ihn ja wohl kaum, es sei denn bei recht hoher Inflation. Aber bei hoher Inflationserwartung hätte die Bank den Kredit doch erst recht nur zu hohem Nominalzins vergeben, oder?

Mir will scheinen, Dein Münchhausen-Prinzip funktioniert nur, wenn die Inflationserwartung immerzu unter der tatsächlichen Inflation liegt. Aber vielleicht seh ich auch alles falsch… ich weiß noch weniger als garnix…

Nicht dass ich Spardoktrin und restriktive Finanzpolitik befürworten würde, Gott bewahre. Aber die Subprime-Immobilienkredite scheinen mir jetzt kein so super Beispiel zu sein.

Bei andauernder expansiver Geldpolitik tauchen dann zudem so unschöne Sachen auf, dass ein Teil der überschüssigen Liquidität in Immobilien der Ballungszentren schwappt, dort dann zu Mondpreisen und entsprechenden überzogenen Einnahmeerwartungen führt, mit allen beschissenen Folgen für Mieter und kleine Gewerbetreibende. Deinen Bäcker etwa. Da sind wir dann auch wieder bei der Besitzfrage.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:52

Und lass mal deine VTs beiseite. Denk dir einfach ein (abgeschlossenes) Land mit (potentiellen) Häuslebauern, die aber leider Habenichtse sind, Handerwerkern, die was können und was verdienen wollen, Banken, die auch was verdienen wollen, und SteinbruchBESITZERN. Und meinetwegen einer Zentralbank, die die Zinsen diktiert.

Wie lange kann für jeden Habenichts ein Häusle gebaut werden?

Bogus Januar 8, 2018 um 17:53

Voriges Post war natürlich für Keynesi, nicht für Wildsau.

Bogus Januar 8, 2018 um 17:54

Danke @Wildsau für den Support.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 17:58

@Bogus Januar 8, 2018 um 17:14
Aus dem abgeschlossenen System kommt man raus, indem man

a) die faulen Kredite verkauft (z.B. an die West LB, “stupid Germans” – du weißt schon…)
b) “Expandiert” nach Nazi-Art (“Lebensraum im Osten”)
c) Expandiert nach EU/NATO-Art (dito)

Ich verstehe Dein Problem wirklich nicht. Keynesianer denken grundsätzlich mit einer abgeschlossenen Ökonomie. Makroökonomie ist immer ein abgeschlossenes System und völlig ohne Probleme, wenn die nicht künstlich von der Geldpolitik inszeniert werden.

Es gab auch 1939 kein Problem für die deutsche Wirtschaft, weil alle Staaten glücklich waren, wenn sie an jemanden ihre Agrarüberschüsse verkaufen konnten. Deutschland brauchte diese Agrarüberschüsse und hat dafür Industriewaren abgesetzt, meist mehr als seine Abnehmer mit den Agrargütern bezahlen konnten.

Die Wehrmacht war 1939 mit ihren paar Panzern, kaum 400 Stück jeweils Panzer III und IV und so 600 Beutepanzer der Tschechen auch kaum für eine große Eroberung gedacht. Viel länger als bis zum 18. September hätten Sprit und Munition nicht gereicht.

Auch die Nato müsste nicht expandieren, die USA könnte genug Armut im eigenen Land überwinden und dafür die Produktion steigern.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 18:09

@Bogus Januar 8, 2018 um 17:52

Wie lange kann für jeden Habenichts ein Häusle gebaut werden?

Bis jeder eins hat und damit zufrieden ist. Der Hausbau wird ja ganz künstlich erschwert und verteuert. Das müsste gar nicht sein und eine vernünftige Wirtschaftspolitik würde das verhindern.

Wenn jeder ein Haus hat und damit zufrieden ist, wird halt weniger gearbeitet und mehr Urlaub und Freizeit gestaltet. Wo ist das Problem? Der Steinbruchbesitzer macht halt weniger Umsatz und Gewinn, aber sein Steinbruch bleibt sein Steinbruch.

Bei Inflation kommt der nicht auf die Idee, dass ihm der Gewinn zu gering ist und er den Steinbruch verkauft, um das Geld in Anleihen anzulegen. Kapitalerhaltung ist als Gewinn völlig ausreichend. Wer Geld anlegt, bekommt wegen Inflation halt real nur Miese. Wo ist das Problem?

Bogus Januar 8, 2018 um 18:14

“Der Steinbruchbesitzer macht halt weniger Umsatz und Gewinn”

Warum sollte er sich darauf einlassen? er hat das MONOPOL!

—-

“Ich verstehe Dein Problem wirklich nicht.”

Denk in Ruhe darüber nach. Es ist sicher hart, wenn ein Schwindler und eine Wildsau die Illusion, der du seit deinem 13. Lebensjahr nachhängst, jetzt auf deine alten Tage zerstören. Übereile nichts, gewöhne dich langsam daran.

Es ist der Besitz, der mächtig macht. Geldpolitik ist sicher manchmal ein willkommenes Vehikel zur Akkumulation von noch mehr Besitz durch die Besitzenden. Aber du wirst durch Geldpolitik ALLEINE nicht die Habenichtse zu Besitzern machen.

Bogus Januar 8, 2018 um 18:15

Lass dir Zeit mit Nachdenken. Bin jetzt weg, sonst werde ich hier nie fertig.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 18:21

@Sus scrofa Januar 8, 2018 um 17:48

Immobilien sind eine gute Sicherheit, solange deren Preise steigen.

Da kann eine Bank leicht das Geld dafür schöpfen, das muss sich ja vorher niemand erst vom Mund absparen, wie es die VWL immer erzählt hat. Sondern das Geld für den Häuslebauer wird dem auf sein Konto gebucht, Sicherheit ist die Hypothek, die Ziegelsteine und der Maurer sind bezahlt, der Häuslebauer wohnt da drin mit Frau und Kind und hält Haus und Garten in Schuss und wenn er mal verkaufen muss, weil er wegzieht, kriegt er mehr Geld als das Haus damals vor Jahrzehnten gekostet hat.

Wo ist da ein Problem?

Andere Anlagen für die Bank, die ein Problem verursachen, wären halt wegen Hochzinspolitik der ZB die Staatsanleihen für 14% mit Laufzeit 20 Jahre wie 1982 durch den FED-Chef Volcker, der dadurch eine Weltwirtschaftskrise mit Abermillionen Opfern inszeniert hat, angeblich um die böse Inflation zu bekämpfen, ja toll.

Bei hoher Inflation ist natürlich der Nominalzins entsprechend, aber es braucht ja keine hohe Inflation, sondern nur so 5% im Jahr, das lässt sich steuern. Und eben nicht Null Prozent oder nur zwei. Dem Häuslebauer kann die Bank sogar das Haus zu mehr als 100% beleihen, nach wenigen Jahren ist das mit der Preissteigerung der Immobilien automatisch drin.

Abzahlen muss der Häuslebauer den Kredit eigentlich nicht. Je mehr die Häuslebauer sich verschulden, desto weniger Schulden muss der Staat aufnehmen, damit die Privaten Geld sparen können.

Es gibt da keine Probleme, wenn man sie nicht künstlich und böswillig schafft.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 18:28

@Bogus Januar 8, 2018 um 18:14
“Der Steinbruchbesitzer macht halt weniger Umsatz und Gewinn”

Warum sollte er sich darauf einlassen? er hat das MONOPOL!

Ja, wenn keiner seine Steine braucht, verkauft er halt auch keine oder nur wenig. Was will er tun? Damit drohen, dass er den Steinbruch ganz zusperrt? Dann macht halt jemand anders einen auf und freut sich über die wenige Kundschaft, besser als nichts.

Da muss niemand einen Krieg anfangen, nur damit der Steinbruch immer voll ausgelastet ist. Die Arbeiter sind auch froh, wenn sie nichts zu tun haben, solange es ihnen an nichts fehlt, und das war ja die Voraussetzung, dass halt irgendwann die Bedürfnisse gesättigt sind.

Nicht mal das ist ein Problem. Der Mensch kann ohne Arbeit auch gut leben, die Reichen beweisen das jeden Tag.

Bogus Januar 8, 2018 um 18:31

Nur noch kurz

“Da kann eine Bank leicht das Geld dafür schöpfen, das muss sich ja vorher niemand erst vom Mund absparen, wie es die VWL immer erzählt hat. Sondern das Geld für den Häuslebauer wird dem auf sein Konto gebucht, Sicherheit ist die Hypothek, die Ziegelsteine und der Maurer sind bezahlt, der Häuslebauer wohnt da drin mit Frau und Kind und hält Haus und Garten in Schuss und wenn er mal verkaufen muss, weil er wegzieht, kriegt er mehr Geld als das Haus damals vor Jahrzehnten gekostet hat.”

Verzichtet deine Bank auf Zins und Tilgung?

Keynesianer Januar 8, 2018 um 18:46

@Sus scrofa Januar 8, 2018 um 17:48

Das Problem mit den Ballungszentren ist groß, aber auch zu lösen. Meist entscheidet der Vorstand einer Firma, wo die ihr Werk hinstellen soll. Am liebsten wäre dem Vorstand natürlich immer das Zentrum von London oder Paris oder Frankfurt, weil man da abends gleich nach der lockeren Vorstandssitzung in der Alten Oper und im Weinlokal sich den Abend vertreiben und die Nacht um die Ohren schlagen kann, bis die Sekretärin den Kaffee zum Frühstück bringt.

An die Angestellten, die genau da keine bezahlbare Wohnung mehr finden, sondern die Firma lieber auf dem Land angesiedelt hätten, wo es für sie noch billigen Baugrund gibt, denkt im Vorstand halt niemand. Aber das müsste nicht sein, da könnte politisch eingeschritten werden.

Auch die ganzen Unis müssten nicht mitten in Frankfurt oder München und Berlin liegen, wo die Studenten dann ein Vermögen für ein winziges Zimmerchen brauchen. Aber hier wollen die Profs halt auch ihr Vergnügen jeden Tag und nicht auf ein Dorf ziehen, nur damit die Studenten billig leben und wohnen.

Keynesianer Januar 8, 2018 um 18:50

@Bogus Januar 8, 2018 um 18:31

Verzichtet deine Bank auf Zins und Tilgung?

Die Tilgung bräuchte es gar nicht, solange der Hausbesitzer den Wert des Hauses durch Reparaturen und Modernisierung erhält. Der Zins muss nur so hoch sein, dass der Angestellte der Bank, der auf das Konto der Kunden das geschöpfte Geld bucht, damit bezahlt werden kann und natürlich noch die Heizung, die Putzfrau und der Vorstand der Bank.

Der Zins muss also nicht hoch sein und die Tilgung lässt sich strecken, bis die Hypothek eh von der Inflation bezahlt wurde.

Bogus Januar 8, 2018 um 18:53

Das setzt aber ziemlich gutmütige BankBESITZER voraus…

In der Realität sind die eher selten.

Bogus Januar 8, 2018 um 18:57

Ich bin mir auch nicht sicher, ob in deiner Welt die Häuserpreise wirklich steigen. Warum sollt der Preis von etwas steigen, das man quasi geschenkt bekommt?

Muss ich später nochmal drüber nachdenken.

H.K.Hammersen Januar 8, 2018 um 19:22

@Keynsianer
“Der steigende Wert zahlt die Hypothek ganz von selber.”
Dann müssen Sie den Bauarbeitern nur noch erklären, warum die weiter Häuser für andere bauen sollen, anstatt über Kredite zu null Prozent selber nur andere arbeiten zu lassen.

gelegentlich Januar 8, 2018 um 19:44

Ich bin jetzt ganz traurig. Und beschämt.
Da hat doch glatt eine Frau und kein reflektierter, ein wenig selbstkritischer Mann (ok, abgesehen von Theweleit, aber das war vor 40 Jahren) den Nagel auf den Kopf getroffen. Und ohne diesen Blog mit einem Wort zu erwähnen einige abgefrühstückt.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-weisse-scharia-faschismus-und-maennlichkeit-15365778.html
„Wie das angeschossene Tier ist auch das untergehende Patriarchat, so die Soziologin Franziska Schutzbach, womöglich gefährlicher als das Patriarchat selbst.“
Besonders dann wenn dem Gegner vor Lachen die Waffe aus der Hand fällt. Bei solchen Männchen-Darstellern. Der Trollo lebt auch in Wien?

Keynesianer Januar 8, 2018 um 21:19

@H.K.Hammersen Januar 8, 2018 um 19:22

Ich übertreibe ein wenig, aber es geht ja um die Frage, wie Arbeit in ausreichendem Umfang nachgefragt werden kann. Das geht mit Immobilien, weil die werthaltig sind. So ein Haus kann auch nach Jahrzehnten wieder einen Käufer finden und der zahlt vielleicht sogar viel mehr, als es ursprünglich gekostet hat. Also muss man den Hausbau nicht durch Zinsen künstlich verknappen und erschweren, weil so ein Haus ja nicht an Wert verliert.

Die Bauarbeiter wollen aber ja nicht nur ein Haus, sondern brauchen Geld für den Konsum, den Urlaub, das Vergnügen. Da bleibt dann nichts und das müssen sie mit Arbeit verdienen, statt sich den Konsum auf Kredit zu finanzieren. Das Angebot an Arbeit wird also nicht gleich ganz verschwinden, aber sicher sinken, die Nachfrage nach Arbeit entsprechend auch.

Viele würden ja auch leicht selber bauen, wenn man das billiger ermöglichen würde. Also auf einer sauren Wiese auf dem Land für 5 Euro den Quadratmeter und ohne teure Erschließung mit mehrspurigen Straßen, Kreuzungen mit Ampeln, Verkehrsinseln, Radfahrweg, Frauen- und Behindertenparkplätzen und was sich die Gemeinden auf Kosten der Bauherren sonst noch so alles einfallen lassen.

Teilweise findet man sowas, aber meist ist es verboten wegen Zersiedlung der Landschaft und dergleichen Käse, als ob eine saure Wiese und ein Kartoffelacker schöner und ökologischer wären als eine billigst selbstgebaute Villa mit Garten. In Polen habe ich das oft gesehen, dass da auf einer Wiese nur ein großes Erdgeschoss mit ein paar Sack Zement und ein paar Steinen gebaut wird. Ohne Kosten für Architekten, Bauabnahme bis Kaminkehrermeister, sondern einfach mit Wasser und Sand die tollsten Villen mit großen Gärten.

An ein paar Wochenenden mit Freunden fertig gebaut. Man hat das bei uns alles verboten oder künstlich mit den albernsten Vorschriften und Ökoauflagen teuer gemacht.

Thor Januar 8, 2018 um 21:56

Ja, ja, die bösen deutschen, rechten Frauenhasser, die die Frauen wieder an den Herd wünschen. Gut das Merkel endlich dem Patriachat ein Ende setzt, indem sie wirkliche Frauenversteher und Volldemokraten ins Land lässt.
https://www.wochenblick.at/schweden-radikale-muslime-verjagen-links-feministinnen/

simone Januar 8, 2018 um 22:42

Der Trollo lebt. Glatte Frau frühstückte in Wien reflektierten Mann. Bin jetzt ganz traurig, weil mir ein Nagel auf den Kopf fiel.
Ein angeschossenes Tier ist nämlich gefährlicher als es selbst.
Bitte nicht lachen.

Bogus Januar 8, 2018 um 22:51

Die Häuserpreise dürften spätestens dann sinken, wenn jeder, der eins will, schon eins hat.

“Der Zins muss also nicht hoch sein und die Tilgung lässt sich strecken, bis die Hypothek eh von der Inflation bezahlt wurde.”

Ich glaube, dass der Banker kein gutes Geschäft macht. Der Häuslebauerkredit wurde vergeben, um den Bauunternehmer zu bezahlen, richtig? Was passiert, wenn der Bauunternehmer, der sein Konto auch bei unserer selbstlosen Einheitsbank hat, über sein Geld in bar verfügen will? Getilgt wurde fast nichts, dank großzügiger Streckung des Kredits. Woher nimmt die Bank das Geld, das sie ihm schuldet?

ruby Januar 8, 2018 um 23:15

Also, wenn IG Metall noch ein paar mal 6% kriegt, dann zahlen die Azubis dort den Spitzensteuersatz.
Was ist an der Politik vom “Keynsy” falsch?

ruby Januar 8, 2018 um 23:20

Und die @Folkher Brauns arbeiten noch 30 Jahre bis nach der Rente bei Haus, Harley und Hund…
Habe ich was vergessen?
@Cartwright
Ohne Kohle und gutbezahlte Beschäftigte können keine Brücken gebaut oder saniert werden!

Keynesianer Januar 8, 2018 um 23:21

@Bogus Januar 8, 2018 um 22:51

Wenn der Bauunternehmer sein Geld in bar haben will, dann leiht sich unsere Bank das bare Geld von der ZB, lässt sich das in Banknoten an ihre Filiale senden und zahlt es dem Bauunternehmer aus, der es vielleicht für seine bare Lohnzahlung an Arbeiter braucht.

Der Bauunternehmer hat jetzt sein Geld bar und keine Forderung mehr an die Bank. Dafür hat die Bank jetzt Schulden bei der ZB statt beim Bauunternehmer und muss der ZB Zinsen für das ZB-Geld zahlen statt dem Bauunternehmer.

Die ZB kriegt notfalls als Sicherheit die Hypotheken von der Bank.

Siehst Du wohl: kein Problem.

Bogus Januar 8, 2018 um 23:35

Aha. Vorhin hieß es aber:
“Der Zins [den der Häuslebauer zahlt, Anm. B.] muss nur so hoch sein, dass der Angestellte der Bank, der auf das Konto der Kunden das geschöpfte Geld bucht, damit bezahlt werden kann und natürlich noch die Heizung, die Putzfrau und der Vorstand der Bank.”

Jetzt zahlt die Bank aber Zinsen an den Bauunternehmer oder an die ZB. Ein Minusgeschäft?

Keynesianer Januar 8, 2018 um 23:42

@Bogus Januar 8, 2018 um 23:35

Der ZB-Zins ist ja gerade negativ und in der Regel erhalten die Kunden der Bank für ihre “Einlagen” einen Nominalzins unter der Inflation, zahlen also real drauf.

Im Prinzip stimmt es also, dass der Häuslebauer real kaum einen Zins zahlen muss, nominal kann es bei Inflation schon mal anders sein, aber nicht so, dass es ein Problem würde. Wenn man es nicht zu einem Problem macht.

Es wird also der eventuelle Einlegerzins eines Privaten, der sich sein Geld auszahlen lässt, warum und wozu auch immer, einfach durch eine eventuell positiv verzinste Schuld bei der ZB abgelöst.

H.K.Hammersen Januar 8, 2018 um 23:45

@Keynsianer
Dumm nur, dass die Häuslebauer zu unproduktiv sind, um selbst die von den Bauarbeitern gewünschte Konsumgüter bereitzustellen. Das Problem bei Ihnen ist, dass Sie permanent das System der Arbeitsteilung mit dem Geldsystem verwechseln. Aggregiert wird niemals etwas vorfinanziert. Leistungen (Waren,Güter und Dienstleistungen) sind immer ausgeglichen. Die Preissteigerung bei Immos hat überhaupt nichts mit den Baukörpern, sondern nur mit dem darunter befindlichen Boden zu tun. Im Gegenteil verlieren die Baukörper durch Abnutzung und technischen Fortschritt permanent an Wert. Und diese Abnutzung muss mindestens durch Tilgung ausgeglichen werden. Durch Preissteigerungen (wegen erhöhter Baunachfrage) können diese Wertverluste garantiert nicht finanziert werden, weil die Instandsetzungskosten ja den selben Preissteigerungen unterliegen. Dito bei Inflation durch Kreditgeldschöpfung. Mit jeder Preissteigerung erhöht sich die zu tilgende laufende AfA plus die Nachschusspflicht für bereits erfolgte (aber noch nicht in Erhaltungsaufwand umgesetzte) Tilgung.

Bogus Januar 8, 2018 um 23:49

Wie steuerst du die Inflation? Hast du das im Griff und wenn ja, mit welchem Mittel? Oder fängt die bei all den billigen Geld irgendwann mal an zu galoppieren?

Bogus Januar 8, 2018 um 23:50

Frage war für K.

Bogus Januar 8, 2018 um 23:55
Bogus Januar 8, 2018 um 23:56

Sehr interessant, H.K.H.!

Keynesianer Januar 9, 2018 um 00:02

@H.K.Hammersen Januar 8, 2018 um 23:45

Schon richtig, die Preissteigerung kommt von der Lage.

In den USA hat ein Ökonom mit dem Namen George mal eine ganz berühmte Theorie daraus gemacht, dass die US-Regierung nur die zu seiner Zeit gigantische Bodenwertsteigerung besteuern müsste.

Umgekehrt ist übermorgen alles in München völlig wertlos, wenn die Bewohner geschlossen wegziehen und irgendwo in Brandenburg auf einer grünen Wiese neu siedeln. Die Bewohner machen den Wert aus, darum ist ja eine Wirtschaftspolitik zum Nutzen der Bürger problemlos in der Lage sich selber zu finanzieren. Umgekehrt schaut es aus wie in Detroit, wenn neoliberale Politik gemacht wird.

Mit Inflation haben alle Bauherren immer die besten Erfahrungen gemacht. Die Probleme kommen erst mit der Stabilitätspolitik.

@Bogus Januar 8, 2018 um 23:49

Die Inflation steuert man mit Lohnerhöhungen und mit Steuern. Die Gewerkschaften müssen dazu nur so dumm tun wie heute, als könnten sie einfach keine besseren Lohnerhöhungen durchsetzen, die verstehen sich sehr gut darauf.

Eine hochschießende Preisspekulation zum Beispiel bei Immos oder bei Aktien verhindert man mit Steuern auf den Grund und Boden und auf die Gewinne der Unternehmen und die Börsengewinne. Man macht einfach genau das Gegenteil von dem, was die Neoliberalen immer fordern, dann klappt das auch ganz einfach.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 00:10

Das war Henry George:

One day in 1871 George went for a horseback ride and stopped to rest while overlooking San Francisco Bay. He later wrote of the revelation that he had:

I asked a passing teamster, for want of something better to say, what land was worth there. He pointed to some cows grazing so far off that they looked like mice, and said, “I don’t know exactly, but there is a man over there who will sell some land for a thousand dollars an acre.” Like a flash it came over me that there was the reason of advancing poverty with advancing wealth. With the growth of population, land grows in value, and the men who work it must pay more for the privilege.
https://en.wikipedia.org/wiki/Henry_George

Wilma Januar 9, 2018 um 00:46

Ich bin den von @ Keynesianer beschriebenen Weg gegangen.

Noch zu einer relativen Hochzinsphase ein Haus in sehr guter Lage gekauft.
Nach ca. 20 Jahren durch Tilgung und Wertsteigerung eine ETW fürs Alter in gleich guter Lage voll finanziert dazu gekauft, da Absicherung durch abgetragene Grundbuchschuld nach . Wenn neue Verhandlungen anstanden (gesplitettet 5 und 10 Jahre) manchmal wieder etwas aufgestockt für ein Zückerchen oben drauf.
Die Eigentumswohnung mit Blick ins Grüne, Aufzug und Tiefgarage konnte also für die Bank abgesichert werden und ich hoffe so sicher sein , auch im Alter in gewohnter Umgebung mir noch eine
Wohnung leisten zu können.
Die Wohnung ist zum Mietspiegelpreis vermietet, also eher günstig für die Lage.
Meiner Tochter geraten, statt zu riestern, auch eine Wohnung zu kaufen. Klein aber fein und renovierungsbedürftig. Dadurch reduzieren sich die Kaufnebenkosten, wie Notargebühren, Grunderwerbssteuer. etc.
Voll finanziert, da noch Platz im Grundbuch vom Haus.
Der Anfang ist schwer und eigentlich sollte man dieses Spiel nicht
mitspielen.
Durch günstige Vermietung plagt mich auch kein schlechtes Gewissen. Sehe das eher als eine Art von Altersvorsorge.
Wenn nun neue Gesetze vorsehen, das man bis Lebensende die
Hypothekendarlehen abgezahlt haben muss (EU) habe ich noch nicht mal dann Probleme, dann muss eben das Haus verkauft werden. Leiden würden dann die Mieter der ETW, denen ich dann kündigen müsste.
Das ist in meinen Augen sowieso ein Erbengesetz. Die Immobilienbesitzer bekommen kein Geld mehr für Renovierungen und die Erben erben ein Haus ohne Schulden.

Bogus Januar 9, 2018 um 05:59

In guter Lage? Das ist sehr schön, Wilma! Da laufen dann ja gar nicht so viele Negers bei dir rum, wie man manchmal meinen könnte.

Aber ich nehme an, du hast ein ganz ordentliches Einkommen, richtig? Dann ist das nicht ganz der von Keynesianer beschriebene Weg. Der will das ja auch für die ninjas, ganz ohne zyklenweise Zinserhöhung und nur über die Preissteigerung bzw. Inflation finanziert. D.h. die Banken zahlen real drauf, das werden die nicht lange mitmachen.

Bogus Januar 9, 2018 um 07:20

Selbst wenn ein paar ganz selbstlose Banker das wollten können sie nicht (real) ewig drauflegen zugunsten der Häuslebauer.

Kenne mich da ja nicht so aus. Diese unbegrenzte Geldflut – ist das eigentlich der echte Keynes oder eher so eine spezielle Waldner’sche Spielart?

H.K.Hammersen Januar 9, 2018 um 09:06

@Keynsianer
“Mit Inflation haben alle Bauherren immer die besten Erfahrungen gemacht.”

Tatsächlich? Und deshalb werden gerade so viele Bauten aus den Fünfzigern und Sechzigern abgerissen und durch Neubauten ersetzt statt saniert? Nach 30 Jahren kosten neues Dach und neue Fenster mehr, als der ganze Baukörper bei seiner Erstellung. In der Vergangenheit haben Bauherren nur deshalb gute Erfahrungen mit der Inflation gemacht, weil die Ursache massive Lohnsteigerungen waren. Mit Inflation, die einzig aus dem Drucken von Geld resultierte, hat noch kein Bauherr gute Erfahrungen gemacht.

Die ganze neoliberale Globalisierungsorgie dient einzig und allein dem Zweck, dass Geld zur Staatsfinanzierung gedruckt werden kann, ohne dass die arbeitende Bevölkerung die daraus folgende Inflation durch Einkommenssteigerung ausgleichen kann.Nur deshalb geht die Inflation derzeit noch nicht in den Galopp über.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 09:17

@Bogus Januar 9, 2018 um 07:20

Das hat nichts mit Geldflut zu tun, sondern mit Saldenmechanik.

Für jeden gesparten Euro muss es einen Euro Schulden geben. Jemand muss sich verschulden, oder die Einkommen, aus denen sonst mehr gespart würde, können gar nicht entstehen. Darum gibt es die Wirtschaftskrisen, weil sich nicht genug Schuldner finden, wenn es der Staat nicht macht.

Darum werden die Wirtschaftskrisen mit Hochzinspolitik verursacht, weil alle dann mehr Geld sparen wollen und wenige sich zu hohen Zinsen verschulden möchten. Darum dann der Einbruch der Wirtschaft 1929-33, ein steiler Einbruch wegen fehlender Schuldner bei zu vielen Sparern.

Wer sich mit der Gewldpolitik auskennt, weiß also, dass man die Krisen immer ganz einfach verursachen kann, aber genau so einfach auch verhindern und beenden könnte.

Das ist dem gewöhnlichen Bürger natürlich alles zu hoch. Dem hat man immer erzählt, dass das Sparen gut und das Schuldenmachen schlecht wäre. Darüber kommt der geistig nie mehr hinaus. Wer sich etwas mit Geldpolitik auskennt, für den ist das alles trivial:

Zinsen hoch -> Wirtschaftskrise (mit Deflation)

Zinsen runter -> Boom (mit Inflation)

Funktioniert einfacher und zuverlässiger als ein Ottomotor.

Aber der Kleinbürger kapiert das nicht, wenn ausgerechnet die Belohnung des Sparens und die Bestrafung der Verschuldung die Hölle auf Erden wie 1929-33 verursachen soll. Und man könne die Krise mit weniger sparen und mehr Schulden machen leicht verhindern. Das hat nicht mal der Hitler kapiert, aber zum Glück wollte er halt nicht sparen und hat dann doch Schulden gemacht.

Dazu kommt noch, dass die Folgen der mit der Geldpolitik absichtlich verursachten Krisen derart bestialisch und mörderisch sind, dass die meisten Menschen gar nicht darüber nachdenken und sich das vorstellen und ausmalen wollen.

Sogar die Nationalsozialisten konnten sich das gar nicht vorstellen, dass dieses grauenhafte Elend der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1922 einfach so mit der Geldpolitik inszeniert worden war von Leuten, die genau wissen, wie Geldpolitik funktioniert und sich auf die Ökonomie auswirkt. Und das will etwas heißen, wenn sogar die Nationalsozialisten sich das gar nicht vorstellen konnten:

https://www.google.de/search?rlz=1C1YBKB_enDE527DE536&tbm=isch&q=great+depression&chips=q:great+depression,online_chips:unemployment&sa=X&ved=0ahUKEwi_n-6iuMrYAhVO_qQKHT3QAXgQ4lYIJygB&biw=1920&bih=949&dpr=1

H.K.Hammersen Januar 9, 2018 um 09:19

@Wilma
Die Tilgung hätten Sie mal lieber in Aktien investiert, da sind die Erwerbsnebenkosten geringer und die Renditen höher. Wohnimmobilien sind Konsumartikel. Sie hätten besser Ackerland gekauft. Das gehört nämlich zu den Produktionsmitteln.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 09:31

Oben soll es natürlich 1929 bis 1933 heißen.

In den USA rechnet man die Great Depression von 1929 bis 1933, weil die Gangster da erst mit dem Weltkrieg aufgehört haben zu sparen, Hitler aber schon 1933:

The Great Depression started in 1929 and lasted until 1939, ending only with the boost provided by a war economy. Unemployment during the Great Depression climbed to double-digit levels and remained that way for close to ten years.
http://jobs.lovetoknow.com/Unemployment_During_the_Great_Depression

Warum endet dieses grauenhafte Elend mit Kriegsausbruch?

Weil in einem Krieg die Regierung genug Schulden macht, damit die Ökonomie wieder läuft und die Privaten Geld sparen können.

Das wäre auch vorher schon und ganz ohne Weltkrieg möglich gewesen. Aber in den USA musste man ja 1937 nochmal den Haushalt ausgleichen wollen, wegen der schwarzen Null und so. Das führte zu einem Rückfall in die Depression trotz New Deal.

Eines Tages, wenn die Leute das alles verstanden haben, wird es auch in den Geschichtsbüchern stehen, wie diese Krisen inszeniert wurden und wofür. Ich freue mich schon heute darauf und werde es wohl noch erleben.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 09:32

Korrektur:

In den USA rechnet man die Great Depression von 1929 bis 1939

Bogus Januar 9, 2018 um 09:37

Keynesi
Deine Saldenmechanik ist trivial.

Lass mal die ewig gleichen Sprüche weg, wer was nicht kapiert, und bleib bei dem Punkt “Finanzierung des Hausbaus durch Weginflationieren der Schulden”. Warum sollten sich Banker massenhaft und für längere Zeit auf so was einlassen?

Keynesianer Januar 9, 2018 um 09:44

So langsam dringen einige Erkenntnisse durch:

According to Ben Bernanke, the past chairman of the Federal Reserve, the central bank helped create the Depression. It used tight monetary policies when it should have done the opposite. Bernanke higlighted the Fed’s five critical mistages.

Er tut natürlich immer noch so, als wäre das ein Versehen gewesen und niemand der Leute in der FED hätte was von Geldpolitik verstanden. Ist ja auch so kompliziert – für die Schafe.

Many argue that World War II, not the New Deal, ended the Depression. But if FDR had spent as much on the New Deal as he did during the War, it would have ended the Depression. In the nine years between the launch of the New Deal and the attack on Pearl Harbor, FDR increased the debt by $3 billion. In 1942, defense spending added $23 billion to the debt. In 1943, it added another $64 billion. For more, see .

In fact, WWII had its roots in the Depression.

Financial stress made Germans desperate enough to elect Adolf Hitler’s Nazi party to a majority in 1933. If FDR had spent enough on the New Deal to end the Depression before Hitler rose to power, World War II might never have happened.
https://www.thebalance.com/the-great-depression-of-1929-3306033

Es war aber halt kein Zufall, dass in den USA die Kreise, die das Land und die armen Menschen immer tiefer ins Elend sparen wollten, noch 1937 genug Einfluss besaßen und erst 1939 mit Kriegsbeginn aufgehört haben, während sie in Deutschland schon 1933 ihren Einfluss verloren haben. Auch wenn der Hitler noch gar nicht wusste, was und wie und warum.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 09:52

@Bogus Januar 9, 2018 um 09:37

Lass mal die ewig gleichen Sprüche weg, wer was nicht kapiert, und bleib bei dem Punkt “Finanzierung des Hausbaus durch Weginflationieren der Schulden”. Warum sollten sich Banker massenhaft und für längere Zeit auf so was einlassen?

Das mit dem Kapieren ist aber der springende Punkt:

Wenn die Bürger es nicht kapieren, kann die Geldpolitik die Zinsen hochjagen, sonst eben nicht; wenn die Banker fürchten müssen, bei der Auslösung der nächsten Finanzkrise und Depression aus dem Land gejagt oder geteert und gefedert zu werden, dann werden sie es lassen.

Auch wenn sie die Eigentümer der Banken sind.

Das mit den günstigen Finanzierungen in den USA für arme Leute, dass die sich auch ein eigenes Häuschen leisten können, war eine tolle Idee und hat die Konjunktur belebt, bis die FED eine Katastrophe daraus gemacht hat.

Das hatte seinerzeit sogar ich nicht erwartet, weil der Ben Bernanke ja hinsichtlich der Großen Depression schon ziemlich offen die Schuld der FED bekannt hatte.

Aber außer mir hat das scheinbar niemand kapiert und die haben das trotz aller Schuldbekenntnisse wieder so gemacht. Die Schafe waren voll mit Grasen beschäftigt und haben es gar nicht bemerkt.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 10:33

Die Banker haben ja auch gar keinen Verlust durch niedrige Zinsen und etwas Inflation.

Die haben sich das Geld für ihre Schuldner ja nicht vom Mund absparen müssen, wie es die VWL immer erzählt. Die haben das Geld geschöpft, sobald es einen brauchbaren Schuldner dafür gab. Und si können etwas Zins daran verdienen.

Selbstverständlich ist es für die Banker noch viel toller, wenn sie dann eine brutale Depression inszenieren, nachdem sie noch zu Höchstkursen alle Aktien an die Dienstmädchen teuer verkauft haben.

Dann inszenieren die eine Krise und kaufen billigst alles auf, die Aktien, die im Kurs durch die Hochzinspolitik gefallenen Anleihen und schließlich auch die billigst von den bankrotten Häuslebauern zu Schleuderpreisen in Notverkäufen auf den Markt geworfenen Immobilien. Alles mit selbst geschöpftem Geld der Banken natürlich, wenn es an Geld fehlen sollte.

Sobald die Wirtschaft wieder läuft, sind die alle reich, die diese Krisen gezielt inszenieren. Das ist das ganze Spiel und die Sheeples bräuchten es nur noch zu kapieren, damit es das nie weider gibt.

Aber lieber träumen die Schafe dann noch von der Weltrevolution, deren überall in den Medien gerühmten Vertreter einen immer wieder an diese Banker erinnern oder gar deren Kinderchen sind.

Keynesianer Januar 9, 2018 um 10:41

Wenn wir schon gerade bei dem Thema sind:

Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Karl Marx, der rote Revenant, wieder quietschlebendig. Die Spekulations-Exzesse des modernen Finanzkapitalismus und der Crash von 2007/08 haben die Lehren des Advokatensohns aus Trier für tausende und abertausende junger Menschen wieder attraktiv gemacht.

Sogar der Münchner Kardinal Reinhard Marx sagt in einem Interview mit der Tageszeitung “Die Welt”: “Ich bin sicher, dass wir eine Renaissance des Marxismus erleben werden. Karl Marx hatte in einigen Bereichen in der Analyse durchaus recht, etwa, was er über die Akkumulation des Kapitals und den Warencharakter der Arbeit gesagt hat.”
http://oe1.orf.at/artikel/640832

Ja ihr blöden Schafe, fallt nur gleich wieder darauf rein.

Jackle Januar 9, 2018 um 11:19

‘Interessant ist auch, daß diejenigen die meisten Beleidigungen anbringen, die behaupten, Moral und Humanismus zu vertreten.’

Ne, Du Hurensohn, das ist überhaupt nicht interessant. Interessant ist es nur, wenn so ein jämmerlicher Nazivogel wie Du hier wieder ankommt und glaubt allen einen vor zu machen, dass er ein ganz anderer ist. Deine Nazibeiträge der Vergangenheit sind nicht vergessen. Du bist Abschaum, in jeglicher Hinsicht. Mit Dir wird sich nicht unterhalten, Du wirst nur beschimpft. Wie letztendlich all die Bekloppten hier auf der Beklopptenwiese, die es zum zweiten Mal geschafft haben, dass hier nur noch die Bekloppten sich unterhalten. weissgarnix macht hier sowieso bald wieder Schluss und ihr führt hier unbeirrt weiter euren Tanz der Dämlichkeit und des Menschenhasses auf. Ihr bekommt nur Beleidigungen von mir. Mehr habt Ihr euch halt nicht verdient, ihr Armseligen.

@gelengentlich

Du bist ein ganz besonders armer Mensch. Geistig und in allen sonstigen Belangen. Habe echt Mitleid mit Dir. Wirst Dich schon noch entscheiden müssen. Möchtest Du nicht viel lieber genauso bekloppt sein wie Blautilus und Keynesianer? Nur zu, Du bringst alles mit! Es fehlt nicht mehr viel! :)

gelegentlich Januar 9, 2018 um 11:35

@ Jackle Januar 9, 2018 um 11:19
Wenn Sie sich mit solchen Tönen bemerkbar machen wollen müssten Sie schon aus einer anderen Ecke kommen als aus der dieser belanglosen Jungle World. Ich verstehe immer noch nicht warum im Kern unpolitische Menschen, die es gerade ausreichend auskömmlich mögen, sich dauernd auf politische Plattformen drängeln.

Jackle Januar 9, 2018 um 12:58

Ne, Junge. Du sortierst mich direkt irgendwo ein, weil ich einen Artikel von Jungle World poste. Bewegst Dich geistig damit auf Blautilus Niveau, aber deswegen diskutierst Du auch mit denen. Bist halt ein ähnlicher Hurensohn, wie die Nazis und Bekloppten hier.

gelegentlich Januar 9, 2018 um 13:54

@ Jackle Januar 9, 2018 um 12:58

Nein, weil Ihre (!) Artikel zu dem paßten was Sie vorher hier so beisteuerten. Ich kann mich vage an 2-3 Beiträge erinnern, in welchen Sie argumentierten, ansonsten waren es immer nur Beschimpfungen, meinetwegen Gegen-Beschimpfungen. „Hurensohn“ ist spießig. Außerdem ist Einsortieren das Normalste der Welt und kein Problem, weil man sich ja mit jedem neuen Argument neu sortieren kann.
Hätten Sie ein Problem damit wären so ziemlich alle Beiträge von Ihnen nicht existent. Denn diese basierten immer darauf andere Leute schon einsortiert zu haben.

Wat. Januar 9, 2018 um 14:20

OT
Lieb sein ;)
Hallo @llerseits!

Thorsten Haupts Januar 9, 2018 um 14:22

@gelegentlich:

Ich bewundere ja Ihre pädogogische Neigung :-). Mit Halbstarken über Manieren diskutieren?

Gruss,
Thorsten Haupts

ruby Januar 9, 2018 um 15:37

@Wat.
Moin zurück, die Welt wird härter!

gelegentlich Januar 9, 2018 um 16:47

@ Thorsten Haupts Januar 9, 2018 um 14:22
Der gute Frank Lübberding, fast hätte ich gesagt der selige, läßt sch ja nicht mehr sehen hier, nannte ein strukturiertes Gespräch aufrechtzuerhalten als Ziel der Veranstaltung. Na ja, und wenn das Halbstarke zur Identität gehört… ich weiß schon warum ich der Meinung sei Identität habe in der Politik nichts zu suchen, sei ihr Ende.

Gerade meinen lokalen Auslauf beendet. Die hiesigen Flüchtlinge werden auf der Poststelle und ihm Supermarkt sehr gelobt. Bemüht, zuvorkommend, höflich. Als ich die Gegenfrage stellte (Man hört doch jetzt aber…) kam die lachende Antwort: das gab es schon immer, BILD sprach mit dem Toten. Also überhaupt nicht a la Flandernland ist abgebrannt – 20′ nach Mainz, 45′ nach Frankfurt mit dem Auto.

Thorsten Haupts Januar 9, 2018 um 17:44

@gelegentlich:

Na ja. Ich vermute seit sehr langer Zeit eine – aus welchen Gründen auch immer – deutlich erhöhte Kriminalitätsrate unter den Neu-Eingewanderten (hat sich in alten Studien bestätigt und bestätigt sich wieder). Und bei einem gar nicht so kleinen Teil derselben (selbst in der dritten Generation) ein Benehmen gegenüber Frauen, das allen Feministinnen zum Trotz bereits 1975 völlig inakzeptabel war.

Weshalb a) Frauen in meinem erweiterten Bekanntenkreis ihr Leben wirklich ändern (und die Ursachen dafür verfluchen). Und b) die Gegnerschaft gegen Massenzuwanderung jetzt bei 60 bis 65% liegt. Die “Flüchtlinge” kaufen nach meinem Eindruck auch immer weniger.

Wenn Italien morgen seine Grenzen aufmacht und uns seine Migranten schickt (selbstverständlich gegen Nullwiderstand der deutschen Regierung), steigt die AfD auf 35% und sitzt in der nächsten Regierung …

Sag dann keiner, er habe ja nicht gewusst, weswegen. Ansonsten bin ich das Thema ziemlich leid. Die Probleme sind bekannt, die möglichen Gegenmassnahmen ebenso, die Stimmung in der Bevölkerung auch. Allerdings tut niemand irgendwas, weil “Die geht nicht”, “Das ist mit unserem Verständnis von Menschenrechten nicht zu machen” und “Migration gab´s ja schon immer”. Wünsche mit dieser Vogel Strauss-Politik viel Vergnügen.

Überlasse das Thema hier damit den Bürgerkriegern, Apokalyptikern und “Alle ausser Deutsche sind Gesindel, die Deutschen sind nur blöd”-Plärrern. Bin draussen.

Gruss,
Thorsten Haupts

gelegentlich Januar 9, 2018 um 23:48

Man kann leicht ganz verschiedene Position zu einer zusammen führen:
Die Bürde und Verantwortung dessen, der in der Sache auf den Grund geblickt hat, habe ich auf mich genommen. Aber am Ende hat keiner auf mich gehört. Kommt dann nicht mit der Behauptung man hätte es Euch nicht gesagt!
(Sagt der Loser und geht ab)

Bogus Januar 10, 2018 um 07:49

gel., du kannst das Sticheln aber auch nicht lassen, gell?
;)

Bogus Januar 10, 2018 um 08:29

Ich aber auch nicht:

Was sagt denn eigentlich Herr Weissnix-Strobl zu Keynesis ökonomischem Perpetuum Mobile durch Niedrigzins?

Beim Stöbern im Antiquariat (https://www.amazon.de/Ohne-Schulden-läuft-nichts-Sparsamkeit/dp/3423248319/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1515569217&sr=8-1&keywords=strobl+ohne+schulden) habe ich neulich mal gelesen, dass unser Strobl Werbung macht für “Brücken ins Nirgendwo” zur Steigerung von BIP und Beschäftigungsrate. Ich vermute mal, dass der auch ein großer Fan ist von Projekten wie Elphi, BER und Stuttgart 21.

Aber auch vom Kenesianisch-Waldner’schen Modell des “jedem sein klein Häuschen”?

ruby Januar 10, 2018 um 10:54

So liest sich denunziatorische Selbstzensur.

gelegentlich Januar 10, 2018 um 11:13

„Bogus Januar 10, 2018 um 07:49
gel., du kannst das Sticheln aber auch nicht lassen, gell?
;)“
Nein, genauso wenig wie Sie. ;-) ;-) ;-)
Ich gebe aber zu dass sarkastisches Kopfschütteln die einzige verbliebene Möglichkeit sein mag. Gerne gebe ich zu dass die von Ihnen angestoßene Debatte gestern um das niedliche Modell von @Keynesianer seit langer Zeit mal wieder ein Beispiel dafür gab, wie man zivilisert diskutieren kann. Inhalte lasse ich dabei außen vor. @Thorsten Haupts hat aber recht: seit mindestens anderthalb Jahren werden in Bezug auf Flüchtlinge praktisch nur noch abgeranzte eigene Parolen hochgehalten. Da wird kaum noch diskutiert. So bleibt mir nur der Zugriff auf das für mich empirisch Erfahrbare. Daran gemessen ist der Großteil der „Debatten“, hier und in anderen Blogs, höchstens ein weiteres Beispiel für den Filterblaseneffekt. Lübberding hat recht. Wenn es kein strukturiertes Gespräch mehr gibt gibt es auch keine gemeinsame politische Willensbildung mehr. Die Emulsion in der Flasche hat sich in Öl und Wasser geteilt. Der Fettfleck schwimmt im Moment oben, ist aber in weiten Teilen ein reiner Medieneffekt. Das zeigen die täglichen Provokationen der AfDler immer wieder.

Sus scrofa Januar 10, 2018 um 20:36

+++Test+++

Bruchmüller Januar 11, 2018 um 18:13

Qubik-Test

Bruchmüller Januar 11, 2018 um 18:23

Habe zuerst die rechte, nun auch die linke, etwas kürzere Krücke verloren und bleibe jetzt hier stehen.

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