3 einhalb Minuten – oder besser 5? Oder 7?

by Weissgarnix on 27. Januar 2018

Ich sehe schon: Manche unter Euch sehen die Dinge viel zu verbissen. Opiumkrieg warum und wieso? Lohnt doch gar nicht, sich wegen historischer Metafragen in die Haare zu kriegen. Wo es doch im Hier und Heute viel praktischere Fragen zu lösen gibt. In Sachlagen, die für das eigen Leben wichtig sind. Und oft genug über Wohl und Wehe entscheiden, seiner selbst oder seiner Lieben. Zum Beispiel die hier, aus aktuellem Anlass:

Als ich klein war, also vor rund 40 Jahren, da bestellte man zum Frühstück im Hotel ein „3 einhalb Minutenei“. Und wenn es dann kam, dann schlug man entweder mit dem Löffel die Schale in Splitter, die man einzeln abpulte. Oder man köpfte das Ei, in der etwas fortschrittlicheren Variante, mit dem Buttermesser. Wie auch immer, zum Vorschein kam in beiden Fällen stets ein äußerer Mantel, wunderbar fest gekocht und keinesfalls flüssig, und ein innerer Teil aus Eigelb, der – die Franzosen würden es wohl als „moelleux“ beschreiben – gerade an der Grenze war zwischen fest und flüssig. Und je nachdem, wie das Ei beschaffen war und wie genau es die Küche mit der Kochzeit nahm, war das Feste mal mehr präsent als das Flüssige, oder umgekehrt.

Wie gesagt: Das war vor 40 Jahren. Und heute? Wer sein Frühstücksei nach 3 einhalb Minuten aus dem kochenden Wasser holt, der hat hoffentlich einen Strohhalm parat. Zumindest geht es mir so. Oder besser: ging. Denn das unter 5 Minuten kochen nichts mehr geht, ist mittlerweile jahrelange Erkenntnis. „Alexa, Timer auf 5 Minuten!“ – Eine Routineanweisung an meine smarte Helferin auf dem Küchenschrank.

Aber, und das schreibe ich mit einem gemischten Gefühl aus Verblüffung und Ernüchterung: Manche Eier überdauern neuerdings auch 5 Minuten lässig in ihrem Naturzustand. Ok, das ist übertrieben. Natürlich sind das Eiweiss in weißliche Schlieren und das Eigelb zu einer etwas stockigeren Maße geronnen. Aber im Vergleich zur DIN Norm für „Weiches Frühstücksei“? Not even close!

Woran liegt es? Sind die Eier chemisch anders? Betrügt man uns in Zeiten der Energiewende und kochendes Wasser hat keine 100 Grad mehr? Ist Alexa schlecht programmiert und lässt den Eierwecker schon nach 3 Minuten klingeln?

DARÜBER solltet Ihr mal nachdenken, Freunde!

{ 351 comments… read them below or add one }

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 08:26

@sus scofra:

“… das Sozialgefüge in anderen Ländern kaputtmachen. Von der erzwungenen Austerität in Griechenland …”

Die hat erstens nichts mit unserem Leistungsbilanzüberschuss zu tun, ist zweitens nicht “erzwungen” und drittens keine “Austerität”. Griechenland möge aus dem Euro austreten und kann – zack – in hauseigener Währung soviele Schulden machen, bis es keine Kreditgeber mehr findet.

“… bis hin zu den subventionierten Exporten von tiefgefrorenen Hühnerteilen in afrikanische Länder, die dort die bäuerlichen Produzenten ruinieren …”

Oh, heute fliegen die Urban Legends tief. Die Hähnchenteile sind eine sehr alte, ich kenne sie seit den späten siebzigern.

Gruss,
Thorsten Haupts

enrico Januar 30, 2018 um 08:35

@Question Mark

“”””””Wunschzettel: Ach ja, etwas Infrastruktur wäre nett. Sprich: Material (typisches Baumarktsortiment etc.) sollte im Radius von 60km verfügbar sein. “”””””

60Km? Oha, da kommt dann wohl eher Sachsen Anhalt in Frage:

Gründe mit ein paar Freunde (egal wo ihr seit in D) einen “Heimatverein”. Dieser Verein kauft eine spottbillige Immobilie mit viel Land in einer Gegend, wo es so gut wie keine Arbeit gibt.
Dann zieht ihr um, denn der Verein ist so menschenfreundlich und vermietet euch günstigen Wohnraum. So und jetzt müsst ihr euch nur noch arbeitslos melden. Das Jobcenter bezahlt die Miete, die euer Verein kassiert und krankenversichert seit ihr auch. Und weil ihr nun Zeit habt könnt ihr im Garten gutes Essen anbauen. Ab und zu werden die Mieten erhöht.

Das Prinzip lautet: Das, was der Staat kassiert (MwSt. Gebühren etc) muss mindestens wieder an anderer Stelle hereinkommen. Also keinen Cent für Krieg und Behördenterror.

Ja, und wenn das Grundstück in der Nähe der Elbe liegt, dann könntet ihr dort euch eine Segeljacht zusammenschweißen um uns einmal in der Karibik zu besuchen….

Lg enrico

gelegentlich Januar 30, 2018 um 08:52

Potzdonner! Die Eier sind ja immer noch nicht recht gebacken. Ein Hoch auf die Redundanz!

H.K.Hammersen Januar 30, 2018 um 09:37

@Haupts
” … und worauf genau bezieht sich Ihr Einwurf?”

Auf Ihre Gesetzestreue.

Unsere Art der Demokratie funktioniert nicht, weil es bei Wahlen immer – wirklich IMMER – nur um Personen geht. Absichtserklärungen vor der Wahl sind immer unverbindlich, aber die Konzentration auf Personen verhindert, dass die Wähler sich mit Inhalten auseinandersetzen.

ruby Januar 30, 2018 um 10:19

Lieber Enrico,
Du bist zu einer Elbufererkundung eingeladen…
kann auch beim nächsten Hochwasser sein.
Melde Dich bei Ruby

ruby Januar 30, 2018 um 10:29

@enrico
etwas Reiselektüre zur Vorbereitung
https://books.google.de/books?id=XldTAAAAMAAJ&pg=PA72-IA2&hl=de&source=gbs_toc_r&cad=3#v=onepage&q&f=false
von Adolf Soetbeer
irgendwie top aktuell

ruby Januar 30, 2018 um 10:39
Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 10:58

@Hammersen:

“Unsere Art der Demokratie funktioniert nicht, weil es bei Wahlen immer – wirklich IMMER – nur um Personen geht. ”

Darüber lässt sich streiten. Erstens war das schon in der Urmutter aller Demokratien, im alten Athen, genauso. Zweitens macht es in einer bestimmten Perspektive durchaus Sinn – ich hätte zum Beispiel (trotz S. Palin) bei der ersten Wahl Obamas als US-Wahlberechtigter eher John McCain gewählt, weil ich ihn ungeachtet der Programme für persönlich integer hielt.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sich das aus Demokratien nicht rausoperieren lässt, weil es dem menschlichen Modus Operandi entspricht. Wir vertrauen Menschen, nicht Programmen.

Gruss,
Thorsten Haupts

ruby Januar 30, 2018 um 11:03
karla Januar 30, 2018 um 11:11

Thorsten Haupts Januar 29, 2018 um 22:30

> “Seit den Zuschlägen werden Leiharbeiter zunehmend nach 9 Monaten ausgetauscht. Bei einem Neueinsatz fängt er wieder mit dem Grundlohn an. Das betrifft Facharbeiter genauso.”

Quelle dafür? Ich kann das in dem Bereich, den ich (ein wenig) überblicke, nicht feststellen – arbeitnehmerüberlassene (Zeitarbeit) Fachkräfte im Ingenieur- und Projektumfeld.

Quellen gibt es dafür nicht. Die Arbeitsagentur ermittelt Ab-und Zugänge in und aus Leiharbeit. Wie oft ein Leiharbeiter vom Einsatz abgemeldet wird und in einen anderen Einsatz von seiner Leihfirma vermittelt wird dafür gibt es vielleicht Einzeluntersuchungen.

Dass im Ihnen bekannten ” Ingenieur- und Projektumfeld” längere Überlassungszeiten stattfinden ist logisch. Die Anlernzeiten sind sehr viel länger als im normalen Helfer- und Facharbeiterbereich.

Hier ein link zur Qualifikationsstruktur: https://zeitarbeit24.de/blog/karriere-und-zeitarbeit
Sie müssen ziemlich weit herunterscrollen. Demzufolge sind ca. 24% Spezialisten und der Rest Facharbeiter und Helfer.

Da mit dem neuen AÜG der Leiharbeiter nach 9 Monaten Anspruch auf equal-pay hat (dazu zählt nicht nur der gleiche Lohn sondern sämtliche Sonderzahlungen, gleicher Urlaub und gleiches Urlaubsgeld etc. dazu gibt es auch ein BAG-Urteil) wird die Leiharbeit nach 9 Monaten teurer. Von den 9 Monaten kann allerdings durch Tarifvertrag und darauf bezogene Betriebsvereinbarung nochmals abgewichen werden bis zu max. 48 Monaten. Allerdings muss in solchen Fällen ab dem 16. Monat der Branchenzuschlag dann von 50% auf 65% angehoben werden. Also auch das wird teurer.

> “Der Staat kann nicht nur den Mindestlohn festlegen. Er könnte auch wenn er wollte die Tarifflucht stoppen indem er die “Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen” verbessert.”…

– ich würde mich vorrangig um die Mindestlohnbezieher kümmern, weil diese anteilig das meiste ihres Lohns (fast 100%) in der Wirtschaft lassen (müssen). Und weil ich bei Einkommen deutlich oberhalb des (deutschen) Existenzminimums keinen zwingenden staatlichen Handlungsbedarf sehe.

Man merkt ihrer Begründung an, dass Sie die Probelmatik von Mindestlohn und Ausstieg aus der Tarifbindung nicht zu Ende denken.
Der gesetzliche Mindestlohn regelt nur die allerunterste Bezahlung sonst nichts. In Tarifverträgen werden z.B. die Qualifikationen und ihre Bezahlung, also die Einstufung in eine Lohngruppe, geregelt. Ohne Tarifbindung kann – um es mal deutlich zu machen – ein Ing. zum Mindestlohn eingestellt werden. Solche Extreme wird es sicher nicht geben. Aber Bezahlung weit unterhalb der Qualifikation schon.

> Ist für mich zugegeben keine sonderlich spannende Diskussion.

Langweilt Sie das alles immer noch?

Hier noch ein link zur Entwicklung der Tarifbindung:
http://doku.iab.de/aktuell/2017/Tarifbindung_2016.pdf
(Von 1996 70% auf 50 % in 2016). Im Osten inzwischen gerade mal noch ein Drittel.

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 13:28

@Karla:

Also gibt es für den Austausch von Leiharbeitern nach 9 Monaten keine Daten. Mich würde ein Zunehmen wirklich wundern – immer mehr Bereiche brauchen eingearbeitetes Personal, nicht alle 9 Monate neue Leute.

“Man merkt ihrer Begründung an, dass Sie die Probelmatik von Mindestlohn und Ausstieg aus der Tarifbindung nicht zu Ende denken.”

Und man merkt Ihrer Bemerkung an, dass Sie mein “… ich bei Einkommen deutlich oberhalb des (deutschen) Existenzminimums keinen zwingenden staatlichen Handlungsbedarf …” nicht berücksichtigt haben :-).

“Aber Bezahlung weit unterhalb der Qualifikation schon …”

Und – aus meinem Bereich – auch die weit oberhalb, wenn wir nach gängiger Tarifvertragslogik (ERA nicht mehr) Qualifikation = Berufsausbildung setzen. Anders ausgedrückt – für mich gibt es prinzipiell keinen einer Qualifikation “angemessenen” Lohn.

Allerdings würde ich das wohl anders sehen, wäre ich Arbeiter. Insofern müsste, wer generell die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen will, derjenige entsprechend wählen (zur Zeit wohl Linke).

Ganz nebenbei ist die fehlende Tarifbindung im Osten die praktisch zwangsläufige Folge einer “gut gemeinten” Gewerkschaftspolitik. Die Gewerkschaften wollten – aus Sicht ihrer Mitglieder völlig verständlich – die möglichst zügige Angleichung der Löhne zwischen Ost und West. Leider lief diese Angleichung der Ertragskraft der Betriebe davon …

Gruss,
Thorsten Haupts

gelegentlich Januar 30, 2018 um 18:31

OT – „Islamkritik“
Nachdenken ist ja nie falsch. Erst recht nicht wenn man in den Filterblasen eingesperrt ist:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/islam-in-der-krise-die-traditionalismusfalle-15405406.html?GEPC=s3
Dann ist die Rückkoppelung zum Alltag und der Realität dringend notwendig.

Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 19:07

“Dann ist die Rückkoppelung zum Alltag und der Realität dringend notwendig.”
So ist es: Nach einer online-Umfrage der Welt sind 91% der Befragten gegen den Familiennachzug und 3% dafür. Das Märchen vom schrillen Islam zum stillen Islam nimmt man der Groko-SED und ihren Helfershelfern offenbar nicht ab.

ruby Januar 30, 2018 um 19:10

Saxophones sind besser als Blockflöten
https://www.youtube.com/watch?v=lHOosbInDK4

QuestionMark Januar 30, 2018 um 19:15

@Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 19:07
Ich halte nach wie vor die Religion nicht für das Hauptproblem.
Sondern: Das hier Sozialschmarotzer ganz dummdreist und kriminell ins Land strömen UND die Damen und Herren von RotGrünSchwarzTiefrot diesen kriminellen Asylbetrügern dabei noch unterstützend auf die Schulter klopfen und unser Geld milliardenweise an solche Betrüger verschleudern. That’s the problem.
Neben den Sozialschmarotzern aus Nahost haben wir auch noch die lieben Bimbos aus Afrika. Auch die machen jetzt einen nicht unerheblichen Teil dieser Sozialsystemtouristen aus.
Es kann nicht sein, dass ein Staat hier systematisch Betrüger unterstützt und damit dem Betrug (zu Ungunsten der Deutschen) fröhnt.
Wir haben hier keine religiösen Probleme. Wir haben Probleme mit einer völlig korrupten politischen und ökonomischen Oberschicht die jeglichen Bodenkontakt verloren hat.
Auch die Umschreibung “Raumschiff Berlin” trifft es da nicht mehr.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 19:24

Schöner Text dazu im Cicero am Beispiel der sPD:

Mein Nachruf auf die Sozialdemokraten
https://www.cicero.de/innenpolitik/spd-groko-schulz-nahles-soziademoktratie

Da ist etwa Ex-Juso-Chefin Andrea Nahles. Über einen größeren Kontakt von ihr zur realen Arbeitswelt ist nichts bekannt – es ging schwups von den Jusos über die Uni in den Bundestag und ins Ministeramt.”
[...]
Mit all ihren Bürokraten, Akademikern und Berufsfunktionären hat die SPD die Bodenhaftung verloren. Als ich unlängst einen Sozialdemokrat aus dem Berliner Politikbetrieb über die massive Unzufriedenheit mit seiner Partei gerade bei den Stammwählern hinwies, wurde er richtig sauer: „Wir machen so geile Politik, den Leuten geht es so gut wie nie, aber sie sind zu blöd, um das zu verstehen.“

Das ist die Diagnose einer Partei in einem einzigen Satz.

Es ist genau das, was der Philosoph Alexander Grau meint, wenn er einen „Kulturkampf von oben“ der Linken beklagt. Grau spricht von einem „Verrat historischen Ausmaßes“ der „linken Intellektuellen, Künstler und Kreativen“ an ihrer Klientel.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 19:26

Auch schön:

Es ist bitter, dass die SPD in so wichtiger Stunde nicht auf die klugen Worte hörte, die einer ihrer Mitbegründer Ferdinand Lassalle (1826 – 1864) sagte: „Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.“

Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 19:39

“Auch die Umschreibung “Raumschiff Berlin” trifft es da nicht mehr.”
Death star/Todesstern Berlin passt da wohl besser.
Aber es gibt auch Hoffnungen – das Trockenlegen der Sümpfe scheint doch anzulaufen: https://www.youtube.com/watch?v=3O_APfhzfcY

QuestionMark Januar 30, 2018 um 19:49

@Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 19:39
Ja, der Janich hat schon gute Aktionen gebracht. Auch gegen die Propagandaoffiziere der ARD:

Oliver Janich vs. Anja Reschke | SAG’S MIR INS GESICHT!
https://www.youtube.com/watch?v=6OQKg0hlHz0

Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 20:03

QuestionMark Januar 30, 2018 um 19:49

Oliver Janich: Sehe ich ähnlich – macht gute Tagesübersichten unter Einbeziehung unüblicher (aber nicht unwichtiger) Quellen.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 20:09

@Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 20:03
Aber mit seinen QAnon-Theorien (über die Umwandlung der USA in ein komunistisches Land) hat er sich wohl etwas zu viel in Verschwörungstheorien verstrickt.
Die Eliten der USA streben so ziemlich alles an. Aber definitiv nicht eine klassenlose Gesellschaft (=Kommunismus).

QuestionMark Januar 30, 2018 um 20:26

@Hajib Chamberlain Januar 30, 2018 um 20:03
Hab mir den verlinkten Beitrag vom Janich jetzt mal komplett angeschaut. Na ja, da werden wohl einige Leutchen von wildgewordenen Phantasien geritten.
Auf der Basis kommt man nicht voran. Stattdessen liefert man der Anti-Verschwörungstheoretiker Fraktion nur immer neue Munition.
Man kann durchaus aber auf der Basis bestehender, bekannter und anerkannter Quellen sauber recherchieren das wir in einem korrupten antidemokratischen Regime leben.
Und Antidemokratie heißt im Kern: Nicht Mehrheitsinteressen werden vertreten. Sondern die Interessen einer reichen Minderheit.
Das ist der Status quo. In nahezu allen Ländern auf diesem abgefuckten Planeten.

karla Januar 30, 2018 um 20:28

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 13:28

> Und man merkt Ihrer Bemerkung an, dass Sie mein “… ich bei Einkommen deutlich oberhalb des (deutschen) Existenzminimums keinen zwingenden staatlichen Handlungsbedarf …” nicht berücksichtigt haben :-).

Mein Argument hieß: ” Ohne Tarifbindung kann – um es mal deutlich zu machen – ein Ing. zum Mindestlohn eingestellt werden. Solche Extreme wird es sicher nicht geben. Aber Bezahlung weit unterhalb der Qualifikation schon.”
Damit ist doch angedeutet, dass es mir gerade nicht um “deutlich oberhalb des Existenzmimimums” ging.

> . Anders ausgedrückt – für mich gibt es prinzipiell keinen einer Qualifikation “angemessenen” Lohn.

Von “angemessenen” Lohn war bei mir nicht die Rede. Entgeltgruppen werden definiert nach ihren Anforderungen am Arbeitsplatz. Dafür gibt es einen Entgeltschlüssel. Die Ecklohngruppe (100%) und davon abweichend nach unten und oben prozentuale Abweichungen.

Ich verstehe wirklich nicht was Sie bei mir hineininterpretieren.

> Insofern müsste, wer generell die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen will, derjenige entsprechend wählen (zur Zeit wohl Linke).

In den vergangenen zwei Jahren gab es parlamentarische Mehrheiten links von CDU/CSU. An der Linkspartei lag es nicht. Die zu wählen ändert daran nichts.

> Ganz nebenbei ist die fehlende Tarifbindung im Osten die praktisch zwangsläufige Folge einer “gut gemeinten” Gewerkschaftspolitik.

Die Tarifbindung im Osten war von Anfang an niedriger als im Westen. Die nachfolgende anhaltende negative Entwicklung war in beiden Teilen gleich.

> Leider lief diese Angleichung der Ertragskraft der Betriebe davon.

Wollen Sie mir jetzt weismachen, dass die Tarife die Ertragskraft überfordert haben? Ich kenn das eher so:

Zum einen wurde die Industrie plattgemacht nach dem Motto von Schumpeters: “Schöpferischen Zerstörung”.

Und zum anderen ist die Angleichung ein inzwischen 27-jähriger Stufenplan der immer noch seinem Abschluß hinterherdümpelt.
Die Angleichung war ein Kompromiß der sich bei der Tarifbindung nicht bezahlt gemacht hat.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 20:47

@karla Januar 30, 2018 um 20:28
Zu eurer Diskussion über Leiharbeiter etc weiter oben:
Natürlich können sie auch Hochqualifzierte im Rahmen von Projektarbeiten für weniger als 6-Monate oder 9-Monate beschäftigen. Das geschieht auch regelmäßig.
Zum Thema Einarbeitsungsaufwand bei “hochqualifizierter Tätigkeit”: Das ist dem Arbeitgeber scheißegal. Die müssen dann einfach die Leistung bringen. Ansonsten sind die schnell wieder weg.
Zum Thema “aber ein Hochqualifizierter arbeitet doch nicht für den Mindestlohn”. Manche von denen arbeiten sogar für weniger (Fall: Hochschüler als Praktikanten). Warum tun die das? Die sind froh wenn sie Berufserfahrung sammeln können um sich dann anschließend (so die Hoffnung) besser im Sklavenmarkt verticken zu können.
Ich habe promovierte “Hochqualifizierte” schon selbst getroffen die noch nie in ihrem gelernten Beruf irgendeine praktische Erfahrung sammeln durften.
So viel zur Realität im Land jenseits der “Uns gehts doch gut”-Propaganda.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 21:03

So geht das:

AfD-Politiker platzt der Kragen wegen Familiennachzug und Weltfremdheit der Linken
Rede des AfD-Landtagsabgeordneten Robert Farle vom 26.01.2018
https://www.youtube.com/watch?v=4P-_WsxltOE

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 21:11

“Ich habe promovierte “Hochqualifizierte” schon selbst getroffen die noch nie in ihrem gelernten Beruf irgendeine praktische Erfahrung sammeln durften.”

Sozial- und Geisteswissenschaftler? Jederzeit. da wird weit, weit über den Bedraf hinweg ausgebildet. Das war allerdings auch schon Mitte der achtziger so, da kam der Witz vom promovierten Taxifahrer auf.

Ingenieure, Bwler, Juristen? Neverever.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 21:14

Das ausländische Gesindel wird immer origineller.

Berlin: Schaf gestohlen und geschlachtet

In Berlin ermittelt die Polizei wegen Diebstahls und Vorstoßes gegen das Tierschutzgesetzes. Wie die Beamten berichten, haben noch unbekannte Täter bereits in der Nacht zum vergangenen Freitag zwei Schafe aus einem Streichlzoo gestohlen und eines der Tiere anschließend im nahen Volkspark Hasenheide geschlachtet. Das getötete Tier namens Rosé war nach Angaben des Tierparks Neukölln schwanger. Das zweite Schaf sei beim Auffinden verletzt und apathisch gewesen.

Der Polizeisprecher sagte, die Überreste des getöteten Tiers wiesen auf eine professionelle Schlachtung hin. Es seien saubere Schnitte gesetzt und die Organe ordentlich neben den Überresten des Tiers abgelegt worden. Der Tierpark Neukölln startete auf seiner Internetseite einen Zeugenaufruf. Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht.

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/nachrichten-aus-deutschland–dealer-verkauft-kiffer-gruenabfall-7841530.html

QuestionMark Januar 30, 2018 um 21:19

@Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 21:11
“Ingenieure, Bwler, Juristen? Neverever.”
Selbstverständlich. Auch die. Juristen sind zwischenzeitlich im Markt sehr unbeliebt. Warum? Es hat sich herumgesprochen, dass diese Damen und Herren ihre Arbeit nicht machen und stattdessen nur die “gesetzlichen Gebühren” abkassieren. Deshalb beauftragen sehr viele Leutz, die bereits Erfahrung mit unserem Rechtssystem gemacht haben, keine Juristen mehr und nehmen den erlittenen Schaden einfach hin.
Ingenieure: Seit Jahren bekannt, das es den Bauingenieuren, Chemikern etc nicht so gut geht am Markt. Tatsächlich haben wir ein massives Überangebot an Ingenieuren in allen Bereichen.
BWLer: Niemand braucht diese Schwachköpfe. Die Ausbildung ist auch relativ schlecht. Die Leute sind in der Praxis außerdem beliebig austauschbar.
Das gilt allerdings zwischenzeitlich für alle Berufszweige, da man in Deutschland keine Qualität mehr produzieren will. Qualität ist kapitalistisch ruinös.

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 21:23

@karla:

“Damit ist doch angedeutet, dass es mir gerade nicht um “deutlich oberhalb des Existenzmimimums” ging.”

Ich habe selbst bei Zeitarbeitsfirmen (Westdeutschland) niemals einen Jungingenieur getroffen, der weniger als 4.000 Brutto nach Hause brachte. Mit oder ohne Tarifbindung.

“… angemessen … Dafür gibt es einen Entgeltschlüssel.”

Okay. Angemessen nach Tarifeinstufung also. Ich kenne Tarifverträge.

“… Linke … Die zu wählen ändert daran nichts.”

Aber ja doch. Sie müsste allerdings deutlich stärker werden, als ihre 8, 9, 10% zur Zeit.

“Zum einen wurde die Industrie plattgemacht …”

Nö, die machte sich selber platt, als mit dem COMECON der einzige Wirtschaftsraum entfiel, in dem Käufer gezwungen waren, ihre Waren zu kaufen (mangels Alternativen).

“Und zum anderen ist die Angleichung ein inzwischen 27-jähriger Stufenplan der immer noch seinem Abschluß hinterherdümpelt.”

So ist das, wenn man einen Wirtschaftsraum in einen anderen integriert, der nicht einmal 1/3 der Wirtschaftsleistung (pro Kopf) des Aufnehmenden erzielt hat. Das in nur einer Generation anzugleichen ist schon extrem ehrgeizig.

“Die Angleichung war ein Kompromiß der sich bei der Tarifbindung nicht bezahlt gemacht hat.”

Stimmt im Ergebnis. Beschwerden bitte an die erwachsenen Arbeitnehmer – wer Tarifbindung möchte, braucht gewerkschaftliche Organisationsgrade weit oberhalb von dem, was ich heute beobachte.

Wenn die Leute das nicht wollen – aus welchen Gründen auch immer – entfällt für Betriebe halt der Druck zur Tarifbindung. Ich sehe nach wie vor nicht, warum der Staat dieses selbstverursachte Organisationsdefizit ausgleichen sollte.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 21:24

“Tatsächlich haben wir ein massives Überangebot an Ingenieuren in allen Bereichen.”

Ahnungsloser Dummschwätzer. Ich korrigiere – bewusst lügender Dummschwätzer.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 21:33

@Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 21:24
Ach, Haupts. Es gibt doch noch mehr als Mainstream-Propaganda:
Mythos Fachkräftemangel: Von Schweinen und Ingenieuren
http://www.spiegel.de/karriere/warum-der-mangel-an-ingenieuren-ein-mythos-ist-a-821166.html

Die Zahl der laut Bundesagentur unbesetzten Ingenieurstellen wird mit 7,14 multipliziert – weil es weit mehr offene Stellen gebe, als die Behörden wissen. Dieser Faktor ist nahezu willkürlich gewählt, jedenfalls sehr hoch angesetzt.

Neben dem Ersatzbedarf gibt es einen Expansionsbedarf: Insbesondere wegen der guten Konjunktur hat auch die Zahl der Arbeitsplätze für Ingenieure zugenommen – um etwa 11.000 pro Jahr. Zusammengenommen ergibt sich also ein jährlicher Bedarf von etwa 30.000 Ingenieuren. Dem steht aber schon jetzt eine weit größere Zahl an Studienabsolventen gegenüber: Im Jahr 2010 wurden mehr als 50.000 Abschlussprüfungen für Ingenieure erfolgreich absolviert.

Die Anzahl der Studenten ist übrigens seitdem noch mal drastisch gestiegen. Warum? Die jungen Leute haben panische Angst vor Arbeitslosigkeit. Im Bekanntenkreis (über Arbeitskollegen bspw.) hört man dann auch immer wieder von Absolventen (bspw. Elektroing. Studium) die lange Zeit nach dem Abschluss noch arbeitslos sind und/oder sich als Hilfsarbeiter in irgendeinem Job durchschlagen. Manchen haben Glück und landen als Quereinsteiger in der IT.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 21:36

Aber der sicherste Indikator ist immer noch der schäbige Umgang mit den Belegschaften durch die Arbeitgeberseite. Das würden die sich nie trauen, wenn der Arbeitnehmer (gerade auch der “Hochqualifizierte”) irgendwas Wert wäre. So etwas macht man nur mit Leuten die man nicht respektiert.
Und ich habe selbst erlebt wie promovierte Ings (und nicht mal inkompetente) richtig scheiße behandelt worden sind. Da musste ich dann selbst sogar mal schlucken. Und ich hab schon einiges erlebt.

H.K.Hammersen Januar 30, 2018 um 22:09

@Haupts
“Das war allerdings auch schon Mitte der achtziger so, da kam der Witz vom promovierten Taxifahrer auf.”
Damals haben die aber mehr verdient als heute ein Mindestlöhner.

“Ahnungsloser Dummschwätzer.”
Nicht ganz. In Wahrheit haben viele Ingenieure gar keinen Ingenieursjob. Kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass in den 70ern beim Tüvtermin Ingenieure unter dem Auto rumgekrochen sind. Insofern gibt es tatsächlich zu viele Ingenieure, und die haben nur deshalb einen Job, weil Meister fehlen.

Thor Januar 30, 2018 um 22:19

Was ich mich Frage, warum die Linke so unheimlich scharf auf den Islam ist. Widerspricht er doch so ziemlich allem was sich die Linken auf die Fahne geschrieben haben. Frauenfeindlich, Judenfeindlich, Homophob.
Eine mögliche Antwort hat mir H.P. Raddatz gegeben. Der Islam ist die perfekte Drohnenreligion. Perfekt für die Linken, die Inhalte sind zweitrangig.
https://www.youtube.com/watch?v=IdVfwDQUk-o&t=980s

Zum Thema, wie schnell die Eier hart werden, hängt auch von der Höhe über N.N. ab. Auf dem M.Everest siedet Wasser z.B. schon bei 70 Grad. Umgekehrtes Schnellkochtopfprinzip..

QuestionMark Januar 30, 2018 um 22:25

@H.K.Hammersen Januar 30, 2018 um 22:09
Bereits in den 90er Jahren sind nicht mal 10% der Ingenieursabsolventen in der Entwicklung oder Forschung eingesetzt worden. Schon damals waren die Leutz froh, wenn sie “irgendeinen” Job nach dem Studium bekommen haben.
Sehr viele Leute hat es in den Vertrieb verschlagen. Oder Service und und und…
Sprich: Das Ingenieursüberangebot ist in Bereiche gegangen die vorher von kaufmännischen Angestellten bedient worden sind. Letztere wurden verdrängt.

Zum Meister: Macht bloß keinen Meister. Der ist viel zu teuer und wird deshalb nicht eingestellt. Lediglich für die Leute die im Handwerk die Selbstständigkeit anstreben ist das eine sinnvolle Weiterbildung. Ansonsten: Zeit- und Geldverschwendung.

gelegentlich Januar 30, 2018 um 22:34

@ Thor Januar 30, 2018 um 22:19
Die Link ist „scharf“ auf den Islam? Wo haben Sie das denn her? Sachen gibt’s…
Immerhin trauen Sie sich an Kernthema, wenngleich erfolglos. Die richtige Lösug ist einfach: vierundsechzig Grad, nicht sechszig, nicht siebzig, 90 Minuten oder länger. Gibt es auch in Berlin zu kaufen. 34 Euronen für zwei. Nichts für Poser mit ihren sog. SUVs.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 22:39

Über die kriminelle Energie mit der unsere lieben Asylbetrüger vorgehen:

Altersschwindel bei Flüchtlingen
“Trefferquote 35 Prozent”
http://www.spiegel.de/video/minderjaehrige-fluechtlinge-probleme-mit-der-altersangabe-video-99013116.html

Thor Januar 30, 2018 um 22:42

@gelegentlich
“Die Link ist „scharf“ auf den Islam? Wo haben Sie das denn her? Sachen gibt’s…”
Ist so mein Eindruck…

“Immerhin trauen Sie sich an Kernthema, wenngleich erfolglos. Die richtige Lösug ist einfach: vierundsechzig Grad, nicht sechszig, nicht siebzig, 90 Minuten oder länger. Gibt es auch in Berlin zu kaufen. 34 Euronen für zwei. Nichts für Poser mit ihren sog. SUVs.”

Völlig verwirrtes, sinnfreies Geschwafel….

QuestionMark Januar 30, 2018 um 22:49

Schmarotzen in Deutschland. Jetzt auch mit Zweitfrau:

Union und SPD sehen Nachzug einer Zweitfrau als Härtefall
https://www.welt.de/politik/deutschland/article172950558/Union-und-SPD-sehen-Familiennachzug-einer-Zweitfrau-als-Haertefall.html

Mit vier Kindern und seiner Ehefrau reiste ein Syrer 2015 nach Deutschland ein. Später durfte er auch seine zweite Frau nachholen. Führende Politiker von Union und SPD haben diese Entscheidung zum Familiennachzug nun als Härtefall verteidigt.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 22:52

Mehr Nachzug – bei gleichzeitigem Abzug von Wählern
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article173007996/GroKo-Poker-Mehr-Nachzug-bei-gleichzeitigem-Abzug-von-Waehlern.html

Angesichts ihrer Zuwanderungspolitik, die nicht auf Einwanderung nach den Bedürfnissen der Volkswirtschaft abzielt, sondern Zuwanderung nach den Wünschen der Migranten gestattet, müssen die Christdemokraten selbst um den Anspruch kämpfen, die letzte Volkspartei Deutschlands zu sein.

gelegentlich Januar 30, 2018 um 22:53

@ Thor Januar 30, 2018 um 22:42
Sehen Sie: so einfach laufen Trennvorgänge. Macher von Schwätzern trennen, in getrennte Behältnisse. Einfach mal ausprobieren, dann wiederkommen und sich für die eigene Dämlichkeit entschuldigen.
Selbstredend empfehle ich nur, was theoretisch und praktisch optimal ist, weshalb ich das immer erst mehrere Male ausprobiere.
Die fachliche Erklärung darüber, warum das so ist, kommt später.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 22:58

Dabei fällt mir ein. Kann sich der @Goodnight eigentlich eine Zweitfrau leisten? ;-)
Da lebt der Asylschmarotzer am Ende noch besser als ein @Goodnight.

Thor Januar 30, 2018 um 23:12

@gelegentlich
Wer es nicht klar und einfach sagen kann, der soll Schweigen und weiterarbeiten bis er es kann.

Um nicht zu erkennen, dass alle (Linken) Medien, bis hin zum Ex-Bundespräsi(das Medium ist die Botschaft), für den Islam Trommeln, dazu muss man schon sehr Betriebsblind sein. Ich habe mich halt gefragt was dahinter steckt.

gelegentlich Januar 30, 2018 um 23:13

@ Thor Januar 30, 2018 um 22:42
Nur damit das Ziel klar ist: es geht um das Ei an sich, das Ankommen des Geschmacksglücks im 7. Eierhimmel. Nein, über Geschmack kann man nicht streiten, sich höchstens einer Stimme enthalten. Das ist eine verachtenswerte Ausrede von Versagern.

QuestionMark Januar 30, 2018 um 23:27

Vermutlich kommt aus diesen Eiern einfach nichts mehr fruchtbares.
Und köpfen will man sie ja auch nicht. Welch ein Elend!

ruby Januar 30, 2018 um 23:32

Ich will ja mal erwarten, das die Koalitionsverhandlungen morgen zu den Akten gelegt werden.
Weil soviel verlogene opportunistische Heuchelei auf Kosten der Bürger, die dieses “demokratische” System tagtäglich am laufen halten und dabei in widerwärtigster abscheulicher Verachtung hinters Licht geführt werden, zeigt untolerierbaren Zynismus.
Mit sowas beschäftige ich mich keine Sekunde mehr.
Dies Gesichter will ich auch auf keinem Wahlplakat sehen und die Stimmen aus keinem Lautsprecher hören.

@Sus scrofa
In aller Wissenschaftlichkeit habe ich handelstheoretisch den Vorstand von Siemens (eine deutsche AG) hier mit der volksverräterischen Verlagerung der Entwicklung von neuen Generationen von Gasturbinen in die USA entlarvt.
Ich erwarte eine Stellungnahme und ein Abschwören der Volksvermögen zerstörenden Handelspolitik.
Eine derartige Person gehört per sofort vom Aufsichtsrat von der Unternehmensleitung entfernt!

Sus scrofa Januar 30, 2018 um 23:50

@ Thorsten Haupts Januar 30, 2018 um 08:26 —> “erzwungenen Austerität in Griechenland …”/ Die hat erstens nichts mit unserem Leistungsbilanzüberschuss zu tun, ist zweitens nicht “erzwungen” und drittens keine “Austerität”. Griechenland möge aus dem Euro austreten und kann – zack – in hauseigener Währung soviele Schulden machen, bis es keine Kreditgeber mehr findet.”

Hm… dazu gab’s hier ja 2015 umfangreiche Argumentenaustäusche, die alle noch nachlesbar sind.

Kurz: Gewiss ist es Austerität, wenn in einer Rezession als vermeintliche Kur prozyklisch der öffentliche Sektor geschrumpft, Löhne und Renten gesenkt und öffentliches Eigentum verramscht wird. Man kann natürlich alle Begriffe irgendwie umdefinieren.

Die MoUs gingen inhaltlich über das hinaus, was besiegten Ländern für gewöhnlich als Besatzungsstatut auferlegt wird.

Und gewiss war und ist es ein Problem in der Währungsunion, wenn auseinanderdriftende Leistungsbilanzen (bewirkt durch unterschiedliche Preisentwicklungen) nicht einfach durch Wechselkursanpassungen bereinigt werden können.

Ich hätte wohl korrekter sagen sollen: Die Währungsunion ist das primäre Übel. Und unser Leistungsbilanzüberschuss ist ein wesentlich durch die Währungsunion befördertes Übel.

Aber – Sie mögen mich für einen Verschwörungstheoriker halten – ich halte es schon für sehr wahrscheinlich, dass die WU von deutscher Seite her gezielt mit der Idee betrieben wurde, exportorientierte Branchen per institutionalisiertem Währungsdumping vor Aufwertung zu schützen. Mit allen in Kauf genommenen Folgen für die binnenmarktorientierte Wirschaft in D und für andere Eurostaaten.

Die Sache mit der plattgemachten DDR-Industrie ist ja der Extremfall einer Währungsunion. Von einem Tag auf den anderen um den Faktor 4,5 aufgewertet. Wie hätte das anders als mit “plattmachen” ausgehen sollen? Yep, natürlich, es ist demokratisch darüber abgestimmt worden. – Während in GR wohl für etwas anderes gestimmt worden war.

Es hätte für GR 2015 die harte Euro-Ausstiegsoption gegeben. Offenbar wäre das nur konfrontativ möglich gewesen mit der Erwartung eines Finanzkrieges von seiten der Eurozonen-Institutionen incl. EZB, die dann versucht hätten ein Exempel zu statuieren und andere potentielle südeuropäische Exit-Kandidaten abzuschrecken.

Trotzdem wäre ein Ausstieg vielleicht eine gute Lösung gewesen… also zunächst Einführung eines parallelen Staatsgeldes. Es war ja intern bei Syriza knapp, es hätte situative Entschlossenheit gebraucht (vulgo: “Eier” @Goodnight)… also wäre nur statt des Herrn Tsipras im entscheidenden Moment damals Mme. Konstanopoulou dran gewesen… Wobei kein Vorwurf an Herrn Tsipras, ich neige selbst auch mehr zur Figur des Hamlet…

Als Euroskeptiker hab ich damals u.a. die Statements von Costas Lapavitsas verfolgt. Der schrieb seinerzeit, Währung sei etwas außerhalb von rein ökonomischer Rationalität. Für die Mehrheit der Griechen sei es ökonomisch besser, den Euro zu verlassen. Aber mit dem Hintergrund der osmanischen Geschichte, der Militärdiktatur und so sei der Euro ein starkes Zeichen, als zivilisiertes Land zu Europa zu gehören und nicht zum Nahen Osten. Ein irrationales Motiv, ja sicher. Aber ein Motiv.

Entfernt vergleichbar mit der DDR. Das Streben nach der schnellen Währungsunion war ökonomisch irrational. Es war ein Geltungsanspruch, der daran hing. Naja, und man wollte im Urlaubssommer 1990 schon mit Hartwährung gen Westen reisen…

Ach und zum Huhn… Nicht alles was Ihnen in den 70-ern als urban legend begegnet ist, ist deshalb heute falsch. Ich empfehle dies, ganz seriös.

http://www.brandes-apsel-verlag.de/cgi-bin/germinal_shop.exe/VOLL?session_id=E82C6AEF-0B87-479E-80A1-B71C5F7D94FF&titel_nummer=8300852&titel_id=8300852&caller=rotpunkt

Gibt zum “globalen Huhn”auch eine für arte gemachte Dokumentation auf youtube.

ruby Januar 31, 2018 um 00:18

Das Nivellieren der Einkommen durch Löhne auf niedrigsten Niveau des Währungsmitglieds muss schnellsten aufhören, weil die Leistungen diesem Standart folgen und Wettbewerbsfähigkeit downgesized wird.
Dieses Europa ist gescheitert mit den Politikern.
Trump gibt die Akteure der Lächerlichkeit preis – schon heute.

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 00:45

@sus scofra:

“… dass die WU von deutscher Seite her gezielt mit der Idee betrieben wurde, exportorientierte Branchen …”

Da kommenm wir nicht zusammen. Ich war zu der Zeit, als die Entscheidung pro Währungsunion fiel, noch ganz am Rande der Bundespolitik tätig und bekam einiges an Information aus internen Gesprächen.

Nope, Kohl betrachtete die Währungsunion tatsächlich u.a. als europäischen “Preis” für die deutsche Vereinigung sowie als möglichen Treiber eines europäischen Bundesstaates. Die Union selbst war in erster Linie ein französisches Projekt.

“Trotzdem wäre ein Ausstieg vielleicht eine gute Lösung gewesen …”

Eine von zwei halbwegs vernünftigen. Die andere war ganz offenkundig, Griechenland für mehr als ein Jahrzehnt mit hohen zweistelligen Milliardensummen aus der EU zu versorgen, gegenleistungs- und kontrollfrei, wofür es nirgendwo in Europa eine Mehrheit gab.

“Gewiss ist es Austerität, wenn in einer Rezession als vermeintliche Kur prozyklisch …”

Gut, wenn Sie das so sehen wollen. Meine Sicht ist ganz einfach – Griechenland hat einen hohen Preis dafür gezahlt, dass es für viele Jahre deutlich über seine Verhältnisse gelebt hat und am Ende die Schulden nicht mehr bedienen bzw. die prohibitiv hohen Zinsen für einen Risikoschuldner bei Kreditneuaufnahmen nicht mehr bezahlen konnte. Das war weit vorher absehbar und wurde von der gesamten politischen Klasse in Kauf genommen.

Wüsste nicht, wie man da schmerzfrei wieder rauskommt, hätte aber (auch im Interesse der Griechen) ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorgezogen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 00:49

Ach, und danke für den Buchtip. Teaser gelesen und sofort fündig geworden:

“Nach einer Untersuchung einer Interessenorganisation von Kleinbauern in Kamerun gingen allein im Jahr 2003 110.000 Arbeitsplätze verloren, weil die Billigexporte aus der Europäischen Union …”

Aha. Wer regiert eigentlich Kamerun? Richtig, die Kameruner! Wenn also die Hühnchenimporte derartig verheerende Wirkungen haben, warum lässt man sie dann ins Land? Und Ende Beweisaufnahme – sofern die Wirkungen so verheerend sind, hat Kamerun sie selbst gewollt. Nicht mein Problem.

Gruss,
Thorsten Haupts

Morph Januar 31, 2018 um 01:11

@Haupts

“Aha. Wer regiert eigentlich Kamerun? Richtig, die Kameruner!”

Nein. Die Regierung von Kamerun.

Hajib Chamberlain Januar 31, 2018 um 01:23

Thor:
Ich stimme Ihrer Auffassung zu 100% zu: Der Islam ist eine Drohnenreligion und passt daher wie keine andere Religion zur “Borg-Zukunft” der sozialistischen Orientierung. Neben Raddatz ist hier auch der Vortrag von Nagel empfehlenswert: https://www.youtube.com/watch?v=mQUzmSmxkuY
Beide gehen allerdings nicht auf den Widerspruch ein, der mir wichtig erscheint und den Unterschied zwischen Islam und sog. Islamismus betrifft. Dieser Unterschied zwischen einem Islam als “Friedensreligion” und einem Islam als “Kriegsreligion” löst sich auf, wenn berücksichtigt wird, dass im Zweifelsfall das “spätere Wort” des Propheten gilt. Dieser hatte eine frühe Wirkphase (in Mekka wurde noch Toleranz gegenüber Andersgläubigen gepredigt) und eine späte Wirkphase (in Medina mutierte der Koran dann zur Kriegsreligion). Als Kriegslist (Taqiyya) wurde es zulässig, Kuffar zu belügen.
Sprich: Im Erstfall gibt es keine Toleranz im Islam – im Ernstfall ist der Gegner zu töten.

Hajib Chamberlain Januar 31, 2018 um 02:43

Haupts,

“Nope, Kohl betrachtete die Währungsunion tatsächlich u.a. als europäischen “Preis” für die deutsche Vereinigung sowie als möglichen Treiber eines europäischen Bundesstaates. Die Union selbst war in erster Linie ein französisches Projekt.”

Hmm..

Es gab bereits lange vor Kohl die paneuropäische Idee eines Koudenhove-Kalergi, deren Realisierung allerdings “seinem Mädchen” “zugeehrt” wurde: https://www.bundeskanzlerin.de/ContentArchiv/DE/Archiv17/Artikel/2011/01/2011-01-13-merkel-europapreis.html.
Nota bene: Einer ehemaligen FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda.

Die Konstruktion eines “sozialistischen Europas” war bereits von den Nationalsozialisten vorgesehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Europapl%C3%A4ne

Da gibt es interessante Verbindungen zu den IG Farben, die ich vielleicht später noch mal verlinken werde. Aber Sie wissen ja: Ich sehe Nationalsozialismus in erster Linie als Sozialismus und in zweiter oder dritter Linie als national.

Die Rolle der Grande Nation sollten Sie vielleicht etwas plausibler machen, nur damit man es nachvollziehen kann. Vielleicht fangen Sie beim ECU an,,,

enrico Januar 31, 2018 um 09:48

“””””Nein. Die Regierung von Kamerun. “”””””

Nein, die Eliten Frankreichs, die die “Regierung von Kamerun” einsetzten, also diejenigen, die auch den Franc CFA kontrollieren.
LG enrico

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 10:40

Zum Thema Ingenieurbedarf und -ausbildung vertraue ich neben meiner Lebenserfahrung deren Interessenvertretung:

https://www.vdi.de/artikel/nachfrage-nach-ingenieuren-steigt-auf-rekordhoch/

81.000 offene Stellen, 24.000 arbeitssuchende Ingenieure. Thema für mich durch.

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 10:42

@Morph:

Oh bitte, keine Haarspaltereien. Kamerun ist als Präsidialrepublik keine Diktatur und die kamerunische Regierung besteht aus Kamerunern.

Gruss,
Thorsten Haupts

Morph Januar 31, 2018 um 10:44

@enrico

“Nein, die Eliten Frankreichs, die die “Regierung von Kamerun” einsetzten, also diejenigen, die auch den Franc CFA kontrollieren.”

It takes two to tango. Die Regierenden müssen mitspielen.

Morph Januar 31, 2018 um 10:47

@Haupts

“Oh bitte, keine Haarspaltereien.”

Ich weiß, das Kommentariat hier liebt es einfach.

“die kamerunische Regierung besteht aus Kamerunern”

fallacy of composition.

holger Januar 31, 2018 um 11:07

und Dosenmilch aus Dosen

holger Januar 31, 2018 um 11:10

Irgendwie erinnert mich ja Haupts an den Regierungssprecher… Seibert bist du es ?!

enrico Januar 31, 2018 um 11:24

“”””It takes two to tango. Die Regierenden müssen mitspielen.”””””

Klar müssen die mitspielen.
Die werden gezwungen mitzuspielen. Gezwungen mittels Geld. ;-)

Und wer nicht mitspielt ist dann ein Terrorist. Und gegen die hilft nur Militärintervention aus F. Und weil wir ja sooo dicke Freunde sind mit dem ach so friedlichen Frankreich, schicken wir schon mal Bundeswehrsoldaten zur Hilfe (die aus Sachsen Anhalt, die dann immer öfters im Silberpfeil zurückkommen.)

Super!

ruby Januar 31, 2018 um 13:47
Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 13:50

@Morph:

“fallacy of composition.”

Nö, dafür müssten Sie Belege dafür liefern, dass die kamerunische Regierung im Interesse ausländischer Mächte und nicht Kameruns tätig ist.

Gruss,
Thorsten Haupts

enrico Januar 31, 2018 um 14:40

“”””””Nö, dafür müssten Sie Belege dafür liefern, dass die kamerunische Regierung im Interesse ausländischer Mächte und nicht Kameruns tätig ist. “”””””

Natürlich Herr Haupts, in Kamerun herrscht völlige Demokratie, Präsident Paul Biya (den kenn ich noch aus meiner Zeit in Marua) ist super nett und sehr gut zu seinem Volk. Zudem wird diese sehr gute Demokratie von den absoluten Spezialisten für Demokratie, den USA beschützt.

Es gibt überhaupt keine ausländischen Interesse am Öl, Erdgas, das Bauxit, das Mangan, die seltenen Erden und was sonst noch in Kamerun zu finden ist. Ganz sicher: Alles befindet sich in den Händen des Volkes von Kamerun.

Dios, wie naiv kann man denn noch sein?

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 14:50

“.. Kamerun herrscht völlige Demokratie, …”

Nö, eingeschränkte, nichtsdestotrotz sind Parlament und Präsident gewählt.

“… überhaupt keine ausländischen Interesse …”

Da es überhaupt kein Land dieser Erde OHNE ausländische Interessen an irgendwas gibt, ist das kein Argument, sondern heisse Luft.

Morph Januar 31, 2018 um 15:33

@Haupts

“Nö, dafür müssten Sie Belege dafür liefern, dass die kamerunische Regierung im Interesse ausländischer Mächte und nicht Kameruns tätig ist.”

Muss ich nicht. Es reicht darauf hinzuweisen, dass sich die kollektiv bindenden Entscheidungen einer Regierung in keiner nachvollziehbaren Weise auf die Entscheidungswünsche derer reduzieren lassen, welche diese Regierung ins Amt gebracht haben (egal, ob man glaubt, dass die wahlberechtigten Kameruner diese Inauguration verursacht haben oder eine mit Bestechungsgeldern intervenierende ausländische Macht).

Eine solche Haarspalterei ist notwendig um Handlungsmacht und Handlungsverantwortung im Kontext beobachtbarer Entscheidungen sachgerecht attribuieren zu können. Sonst landet man schnell bei Verschwörungstheorien und/oder Illusionen der ‘Volkssouveränität’ (die es prinzipiell nicht geben kann).

Morph Januar 31, 2018 um 15:44

Dass eine Regierung im Interesse der Regierten entscheidet, ist immer extrem unwahrscheinlich.
Die Standardposition ist, dass sie im Interesse ihres Machterhalts entscheidet. Dafür sind Lobbies und die Eigentumsverhältnisse der dominanten Massenmedienorganisationen sehr viel relevanter als die persönlichen Meinungen und Interessen der einzelnen Staatsbürger.
Ein Sonderfall ist die massive Bestechung von Amtsträgern (oder die Aussicht auf eine höchst lukrative Anschlussverwendung), die u.U. verursachen kann, dass eine Regierung offenkudig gegen ihren eigenen Machterhalt entscheidet.

Hajib Chamberlain Januar 31, 2018 um 16:25

Wer wissen will, wie Jemand mit den Qualitäten eines weissen Magiers den neuen nationalen Geist heraufbeschwören kann, der höre sich die gestrige Rede von Donald Trump an:
https://www.youtube.com/watch?v=DfA03HQbj7E

Es tut einem in der Seele weh, mit welchem Mittelmaß wir in Deutschland aufgestellt sind und wie lächerlich die Agitation und Propaganda der Bundeskanzlerin dagegen wirkt.

Bogus Januar 31, 2018 um 16:54

ruby Januar 31, 2018 um 13:47

“http://www.jungundnaiv.de/2018/01/29/bundesregierung-fuer-desinteressierte-komplette-bpk-vom-29-januar-2018/”

Ihr guckt hier Jung & Naiv? Tilo Jung, die linke Socke?
Gefällt mir!

Bogus Januar 31, 2018 um 16:55

Test

Citizen Januar 31, 2018 um 16:55

tesst

gelegentlich Januar 31, 2018 um 17:12

Test
Ei des Kolumbus

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 17:45

@Morph:

“Muss ich nicht. Es reicht darauf hinzuweisen, …2

Schön. Dann gibt es also für Sie keine Regierungsformen, die in irgendeiner Weise Interessen einer Mehrheit der von ihr Regierten widerspiegeln. Passt mir prima, ich bin eh Monarchist.

Spielt für unsere Debatte allerdings eine völlig untergeordnete Rolle – Adressat für eine angeblich verfehlte Hühnchen-Importpolitik ist die kamerunische Regierung bzw. das kamerunische Parlament und nicht die EU. Denn wir haben ja gemeinsam festgestellt, dass Kamerun von Kamerunern regiert wird. Und nicht von der EU.

Gruss,
Thorsten Haupts

gelegentlich Januar 31, 2018 um 17:55

@ Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 17:45

Genau. Beide Parteien (Spieler) betreten das Feld, Kamerun und die EU. Es gelten die gleichen Regeln für beide. Der Bessere soll gewinnen.

So geht guter Sport. Politik, @Thorsten Haupts, auch?

QuestionMark Januar 31, 2018 um 18:01

Kamerun gibt es doch überhaupt nicht. Kamerun ist eine bekannte Verschwörungstheorie.
Oder kann hier irgendjemand beweisen, dass es Kamerun gibt?

QuestionMark Januar 31, 2018 um 18:12

Kennt das irgendjemand?

Für FOX-news Anchor Sean Hannity ist der damit verbundene Skandal, dass Donald Trump vom FBI und im Auftrag von Clinton-Anhängern bespitzelt wurde, größer als Watergate und nicht weniger als der größte Skandal der US-Geschichte. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass weitere FBI-Beamte wegen Amtsmissbrauch und noch schwerer wiegender Verfehlungen nicht nur entlassen, sondern angeklagt und in den Knast wandern könnten.
https://propagandaschau.wordpress.com/2018/01/31/wie-man-aus-einem-elefanten-eine-muecke-macht-ard-tagesschau-unterdrueckt-fisa-memo/#more-37678

enrico Januar 31, 2018 um 18:15

“””””””Passt mir prima, ich bin eh Monarchist. “”””””

Das wärs doch: Kamerun bekommt einen König, oder besser (wieder) einen Kaiser aus Deutschland:

Thorsten der 1. (der erste Hauptsmann).

Den Leuten in Kamerun würde das sogar gefallen.

Gruß von Kaiser Thorsten dem Ersten:
https://www.deutsche-schutzgebiete.de/webpages/Kamerun_Gouvernementsgebaeude_1898_.jpg

(war nicht bös gemeint)

Morph Januar 31, 2018 um 18:28

@Haupts

“Adressat für eine angeblich verfehlte Hühnchen-Importpolitik ist die kamerunische Regierung bzw. das kamerunische Parlament und nicht die EU.”

Ja klar. Aber man sollte das nicht den Kamerunern anlasten. Die haben halt das unangenehme Schicksal (das sie mit der Mehrheit der Menschheit teilen), dass in ihrem Siedlungsgebiet Institutionen bürgerlicher Lebensformen allenfalls nominell existieren.

Als Fan bürgerlicher Lebensformen und Parteigänger der Aufklärung sollte man auf dem Schirm haben, dass beides extrem voraussetzungsreich ist. Man sollte anderen Völkern nicht anlasten, dass sich in ihrem Siedlungsgebiet die modernen Institutionen nicht verlässlich zur Geltung bringen.

Kurzum: Man sollte nicht von Kamerunern reden, wenn man die Regierung von Kamerun meint. Eigentlich ziemlich simpel. Trotzdem wichtig.

enrico Januar 31, 2018 um 18:48

“””””Man sollte anderen Völkern nicht anlasten, dass sich in ihrem Siedlungsgebiet die modernen Institutionen nicht verlässlich zur Geltung bringen. “”””

In anderen Worten: you just can’t blame the people for being in a shithole?

Tja, wäre Luhmann ein Neger aus Kamerun gewesen, sähe die Welt der “modernen Institutionen” heute ganz anders aus…

QuestionMark Januar 31, 2018 um 19:32

@Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 10:40
“Zum Thema Ingenieurbedarf und -ausbildung vertraue ich neben meiner Lebenserfahrung deren Interessenvertretung”

Das der VDI offensichtlich NICHT die Interessen der Ingenieure vertritt, das sollte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben. s.dazu u.a. auch Wikipedia-Eintrag.

Haupts, du wirst definitiv dumm sterben. Und deine Lebenserfahrung ist ja offensichtlich nicht zu gebrauchen. Dein Urteilsvermögen rangiert auf dem eines dümmlichen Teenagers. Lediglich als Troll bist du wenigstens ganz niedlich.

QuestionMark Januar 31, 2018 um 19:33

Ach, unsere lieben Neuzugänge. Die sind schon krass drauf.
Neueste Variante lautet: “Ich weiß wo du wohnst”

Bedrohung in Mönchengladbach
Islamisten lauern Polizisten an Privatadresse auf – Gewerkschaft ist alarmiert
https://www.stern.de/politik/deutschland/bundespolizei–beamter-an-privatadresse-von-islamisten-bedroht-7844736.html

“Lass es sein, unsere Brüder nach Hause zu fliegen!” Mit diesen Worten soll ein Beamter der Bundespolizei von mutmaßlichen Islamisten bedroht worden sein.

ruby Januar 31, 2018 um 20:45

@Enrico
Bin ab und zu in den Hallen und der Bibliothek des OVG in dem wo Luhmann wirkte gewandelt.
Konnte keinen Geist finden, nur Aktenböcke und Regale, aber einen schönen Blick in den Garten…

ruby Januar 31, 2018 um 20:53
Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 21:11

” dumm sterben.”
“nicht zu gebrauchen.”
“Urteilsvermögen eines dümmlichen Teenagers.”
” Lediglich als Troll …”

Bravo! Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Mit einem freundlichen “Trottel” verabschieden wir das Fragezeichen …

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 21:17

@Morph:

“Aber man sollte das nicht den Kamerunern anlasten.”

Kann man so sehen, wenn man Regierung und Parlament als vollständig vom Volk getrennte Entitäten denkt, die nur für sich selber sorgen.

Der zivilisatorische Rückstand ist mir schon bewusst, mir ging es nicht um eine Mit”schuld” der Menschen Kameruns. Ärgern tut mich allerdings die patriarchalisch herablassende Art, allen nichtwestlichen Staaten automatisch eine eigene Agenda abzusprechen. IMHO auch eine Form von Rassismus.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 21:19

@gelegentlich:

“Genau. Beide Parteien (Spieler) betreten das Feld, …”

Völlig falsch. Wenn ich in einem Spiel notwendig chancenlos unterlegen bin, spiele ICH gar nicht erst mit.

Spiele ich mit, würde ich mich richtig aufregen, wenn nach dem Sieg des Gegners jemand vorbeikäme und sich entrüstet beschwerte, dass der Gegner überhaupt gespielt hat. Es war MEINE Entscheidung, mitzuspielen.

Gruss,
Thorsten haupts

karla Januar 31, 2018 um 21:55

Thorsten Haupts Januar 29, 2018 um 22:30

> Und weil ich bei Einkommen deutlich oberhalb des (deutschen) Existenzminimums keinen zwingenden staatlichen Handlungsbedarf sehe.

Heute abend in den 20 Uhr-Nachrichten wurde vermeldet, dass die Groko-Verhandlungen für die Pflegekräfte Bezahlung nach Tarif anstreben. Das wird wohl auf die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen in dieser Branche hinauslaufen.

Wie sehen Sie das als Anhänger der Monarchie? In der Monarchie wurde sowas mit einem “Vergelts Gott” , freier Logis und Verpflegung abgegolten.

QuestionMark Januar 31, 2018 um 22:08

@Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 21:11
” dumm sterben.”
“nicht zu gebrauchen.”
“Urteilsvermögen eines dümmlichen Teenagers.”
” Lediglich als Troll …”
Du bist anhand dieser Formulierungen zu einer Selbsterkenntnis gekommen? Das freut mich für dich. ;-)

karla Januar 31, 2018 um 22:24

Bogus Januar 31, 2018 um 16:54

> Ihr guckt hier Jung & Naiv? Tilo Jung, die linke Socke?
Gefällt mir!

Kennen Sie das von Jung & Naiv? https://www.youtube.com/watch?v=6q5JoE9DWKQ

Könnte WGN´s – Threadvorgabe weiterhin wie bisher ins Reich des höheren Blödsinns begleiten.

QuestionMark Januar 31, 2018 um 22:30

@karla Januar 31, 2018 um 22:24
Der Stahl plädiert für SelbstHEILung! Das wäre doch auch mal was für den Haupts. :-D

QuestionMark Januar 31, 2018 um 22:43

@karla Januar 31, 2018 um 22:24
Das ist wirklich ein lustiges Interview. Da trifft aber nicht jung auf naiv. Sondern eher doof auf saudoof.
Danke für den Link.

karla Januar 31, 2018 um 23:00

QuestionMark Januar 31, 2018 um 22:43

> Das ist wirklich ein lustiges Interview. Da trifft aber nicht jung auf naiv. Sondern eher doof auf saudoof.

Ich denke Sie haben das Projekt “Naiv & Jung” nicht verstanden. Der Interviewer stellt sich naiv bei seinen Fragen. Der Interviewte beantwortet die Fragen. Und mit den Antworten beginnt das Hinterfragen derselben. Nimmt man Ihr Urteil “Da trifft aber nicht jung auf naiv, Sondern eher doof auf saudoof.” ernst, kann man sich das Interview sparen.

ruby Januar 31, 2018 um 23:08

wundervolle Skizzen
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-piraten-in-nadelstreifen-100.html
einfach nur draufhalten
erwachsen und desillusioniert

QuestionMark Januar 31, 2018 um 23:12

@karla Januar 31, 2018 um 23:00
Ich kenne die Beiträge vom Jung schon. Und die Historie ist doch etwas eine andere. Der Mann und sein Team haben es nicht so sehr mit dem kritischen politischen Background. Die haben aber durchaus sehr talentiert so etwas wie “Jugendfernsehen im Internet” aufgebaut und können auch davon leben.
Die Protagonisten des Formats haben übrigens auch nie irgendein “gehobenes Niveau” für sich in Anspruch genommen. Insofern gesehen ist das alles durchaus eine lustige unterhaltsame Geschichte.
Allerdings hört der Spaß dann auch irgendwann mal bei Mord und Totschlag auf.
Und Deutschland ist an einem Angriffskrieg gegen Afghanistan beteiligt. Deutsche Truppen bekämpfen seit 16 Jahren das afghanische Volk und befinden sich bis aktuell dort als Besatzungsmacht.
Nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker hat das afghanische Volk das Recht solche feindlichen Besatzungstruppen zu bekämpfen.
Also: Eigentlich kein Fall für die Unterhaltungsindustrie a la “Jung & Naiv”. Aber gut, egal.

QuestionMark Januar 31, 2018 um 23:38

@karla
Wenn man schon solche Themen wie Afghanistan journalistisch behandelt, dann muß herausgearbeitet werden:
a) Der Westen ist der Aggressor
b) Der Westen betreibt aggressive Außenpolitik im Nahen Osten um dortige Völker zu unterdrücken und damit billig an dortige Rohstoffe heranzukommen
c) Der Westen tut das mittels des Militärs und mittels viel Mord und Totschlag (Clausewitz: Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln)
d) Die angegriffenen Länder haben ein Widerstandsrecht. Diese Länder befinden sich nicht auf der Seite des moralischen oder rechtlichen “Bösen”. Ganz im Gegenteil.
e) Pointiert wäre die Frage zu stellen: Was ist schlimmer? Ein paar tausend Banker in NYC zu ermorden oder hunderttausende armer Bauern in Afghanistan, im Irak etc.?
Meine Antwort darauf stünde schnell fest.

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 23:56

karla:

“Heute abend in den 20 Uhr-Nachrichten wurde vermeldet, dass die Groko-Verhandlungen für die Pflegekräfte Bezahlung nach Tarif anstreben.”

Okay. Ich halte Pflege- und Krankenhausdienste für drastisch unterbezahlt, seitdem ich 20 wurde.

“Wie sehen Sie das als Anhänger der Monarchie?”

Prima :-). Monarchen pflegten gute Dienstboten ordentlich zu entlohnen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 00:00

“a) Der Westen ist der Aggressor”

Echt? Afghanistan hat AlQaida keinen Unterschlupf gewährt und deren Ausbildungslager zugelassen? Staun. Das bestreiten ja nicht mal die Taliban selbst.

b) Der Westen betreibt aggressive Außenpolitik im Nahen Osten um dortige Völker zu unterdrücken und damit billig an dortige Rohstoffe heranzukommen

Und was hat das mit Afghanistan zu tun? Welche Rohstoffe genau bezieht “Der Westen” aus Afghanistan? Richtig …. bisher keine. Ausser Opium, nur das nicht legal und ganz sicher nicht im Interesse der Regierungen.

Bogus Februar 1, 2018 um 00:46

karla Januar 31, 2018 um 22:24

Das Stahl-Interview kannte ich schon.

Das J&N-Format hat für mich bei den Interviews einen gewissen Reiz dadurch, dass die scheinbare Naivität des Interviewers eine Atmosphäre der Offenheit schafft, die dem Interviewten manchmal Statements jenseits der üblichen Phrasen entlockt. Andererseits fehlt dann leider oft das kritische Nachhaken; der Zuschauer braucht Hintergrundwissen, um das Gesagte einordnen zu können.

Nur ein Beispiel (auch für Hauptmann Haupts):
Für die Bewertung des Anlasses, der zum NATO-Angriff auf Afghanistan geführt hat, ist es entscheidend, ob man akzeptiert, dass Osama bin Laden der Planer und Strippenzieher hinter 9/11 war. Wer weiß denn heute bei uns noch, dass die Taliban damals von den Amis Beweise für diese Behauptung gefordert haben, aber nie welche bekamen?
http://m.fr.de/politik/zeitgeschichte/911/taliban-chef-fordert-von-usa-beweise-und-geduld-a-1202630

Ganz anders hingegen bei der BPK – da sind Tilos Fragen eigentlich die Antworten.

Das Gesamtkonzept finde ich gut, Tilo Jung hat da echt was Neues geschaffen. Wer aus der heutigen Medienwelt kann das noch von sich behaupten?

Bogus Februar 1, 2018 um 01:07

Guter Kommentar zu Stahl ( nicht von mir):
—-
Ich fasse mal zusammen, was ich gelernt habe:

- Wir bomben so lange, bis die lernen, dass keine militärische Lösung möglich ist. Bis dahin müssen wir mit Gewalt auf Gewalt antworten.
- Wir bomben und warten, bis der Impuls zu Frieden und Stabilität aus der Gesellschaft kommt.
[...]

An dieser Stelle frage ich mich mal wieder, ob es überhaupt irgendwelche halbwegs unabhängigen Indizien (d.h. nicht durch Folter erlangte Geständnisse) dafür gibt, dass Terroranschläge insbesondere gegen Deutschland von Afghanistan aus geplant werden/wurden? (Afghanistan war zwar Rückzugsort Bin Ladens, 9/11 wurde aber in den USA und Deutschland geplant).

Interessante Wiki-Zitate:
The Federal Bureau of Investigation has stated that classified evidence linking al-Qaeda and bin Laden to the September 11 attacks is clear and irrefutable. The UK Government reached a similar conclusion regarding al-Qaeda and Osama bin Laden’s culpability for the September 11 attacks, although the government report noted that the evidence presented is not necessarily sufficient to prosecute the case.

It was not until eight days after the bombing of Afghanistan began in October 2001 that the Taliban finally did offer to turn over Osama bin Laden to a third-party country for trial in return for the United States ending the bombing. This offer was rejected by President Bush stating that this was no longer negotiable, with Bush responding “there’s no need to discuss innocence or guilt. We know he’s guilty.”

Kommentar-Ende

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 01:23

@ Hajib —> “Wer wissen will, wie Jemand mit den Qualitäten eines weissen Magiers den neuen nationalen Geist heraufbeschwören kann, der höre sich die gestrige Rede von Donald Trump an”

Hab da reingehört. Hihi. Gib’s zu, Du fandest auch Gerhard Schröder gut.

Im übrigen hab ich nichts gegen Trump. Würde in USA zwar nie die Republikaner wählen, schon allein wegen deren asozialen Teaparty-Flügels nicht. Aber Trump ist da ja eher ein Gemäßigter. Hat mich sogar gefreut, dass er die Vorwahlen gewonnen hat. Ted Cruz als Präser wäre m.E. schlimm geworden.

Bernie Sanders wäre mein Mann gewesen. Nachdem sowohl Sanders wie auch Cruz draußen waren, war mir der Hillary-Donald-Endkampf recht egal.

Und ich sieze Dich nicht. Du bist kein Mensch, sondern eine Echse vom Pluto. Deshalb hast Du auch Angst vor den Borgs. Ich sieze keine Echsen vom Pluto. Beschwer Dich bei den Herren Lübberding & Strobl.

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 01:43

Tja, werter Sus scrofa,

“Und ich sieze Dich nicht. Du bist kein Mensch, sondern eine Echse vom Pluto. Deshalb hast Du auch Angst vor den Borgs. Ich sieze keine Echsen vom Pluto. Beschwer Dich bei den Herren Lübberding & Strobl.”

Was soll eine Echse vom Pluto tun? Den Weg von Susanne Kablitz gehen?
(https://www.youtube.com/watch?v=vzh2e8FlIxU)

Den Weg werde ich (noch) nicht gehen. Danke für Ihr outing als Sozialist. 33 wären Sie glühender Verfechter eines gewissen Aloys Hütt gewesen.

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 02:26

@ Hajib

Ha mir das aus Pietät jetzt tatsächlich ganz angehört. Hab Ähnliches mal gelesen, als ich versehentlich bei der Hayek-Gesellschaft reinzappte. So’ne Mischung aus teaparty-artiger Staatsfeindlichkeit und weinerlichem Nationalismus. Naja, muss man wohl die Ader dafür haben.

Bin ich Dir mit der Plutoechse zu nahe getreten? Ooch… ich dachte, wer in diesem krawalligen Blog seit Jahren zum Inventar gehört, der kann so sensibel nicht sein…

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 02:41

Muss nochmal zu Protokoll geben, dass ich alle hier nicht mit Klarnamen schreibenden Avatare als nichtpersönliche Kunstfiguren ansehe und ihnen ggf. mit Mittel der Schmähkritik zu Leibe rücke. Dies kann auch umgekehrt gelten, wobei es gefälligst stilvoll zu geschehen hat!

bleistift Februar 1, 2018 um 02:48

@ Wildsau

“Aber Trump ist da ja eher ein Gemäßigter. Hat mich sogar gefreut, dass er die Vorwahlen gewonnen hat. Ted Cruz als Präser wäre m.E. schlimm geworden.
Bernie Sanders wäre mein Mann gewesen. Nachdem sowohl Sanders wie auch Cruz draußen waren, war mir der Hillary-Donald-Endkampf recht egal.”

Oh, ja Trump ist extrem gemäßigt. Er hätte so ziemlich jedes Gesetz unterschrieben um Obamacare rückgängig zu machen.
Seine Achtung vor der Freiheit der Presse oder des Rechtsstaats ist ebenso legendär wie seine Abneigung gegen Nazis.
Und das wo du noch oben erklärt hast in Yugoslawien saßen Nationalisten zurecht im Knast.

Trumps Steuerreform begünstigt Reiche massiv. Die einkommensschwächsten Amerikaner werden ab 2021 etwa 25 Prozent mehr Steuern zahlen als heute. Die Steuervergünstigungen die heute praktisch allen amerikanischen Privathaushalten gewährt wurden laufen nämlich schrittweise aus. In zehn Jahren sind sie komplett ausgelaufen. Dann werden nur die wohlhabendsten etwa 30 Prozent der Amerikaner dauerhaft niedrigere Steuern zahlen als vor der Steuerreform. Für die restlichen etwa 70 Prozent wird es spätestens in 10 Jahren teurer werden.
Dauerhaft entlastet werden nur Firmen. Und zwar massiv.

Zur Finanzierung der Steuerreform werden die Republikaner nicht umhin kommen die ohnehin schon rudimentäre Sozialgesetzgebung der USA weiter zusammen zu streichen.
Die Staatsverschuldung wird trotzdem deutlich steigen.

Hillary Clinton hätte dagegen Obamacare nicht angetastet. Vemutlich hätte sie sogar versucht die nicht zu leugnenden Schwächen der Reform zu beseitigen. Immerhin hat sie während der Präsidentschaft Bill Clintons schon einmal versucht eine umfassende Krankenversicherungsreform durchzusetzen.
Sie hätte den Atomdeal mit Iran nicht infrage gestellt.
Der wichtigste Punkt ist aber, sie hätte den Rechtsstaat der USA nicht in Zweifel gezogen oder durch Äußerungen mutwillig zu demontieren versucht.
Ansonsten hätte sie vermutlich eine eher klassische amerikanische Außenpolitik betrieben. Was aus Sicht Deutschschlands oder der Europäischen Union mit Sicherheit keine schlechte Sache gewesen wäre.

Auffällig bei der Argumentation der Linksradikalen ist meiner Meinung nach die Parallele zur Weimarer Republik. Schon der Vergleich von Schröder mit Trump ist extrem deplaziert.
Im Zweifelsfall hält die radikale Linke die radikale Rechte für das geringere Übel. Das war wohl ein Grund für den Untergang der Weimarer Republik. Fairerweise muss man natürlich auch sagen, dass die Sozialdemokraten den Kommunisten damals wenige Gründe geliefert haben die Republik zu lieben oder zumindest zu verteidigen.
Heute ist das aber wohl anders. Arbeiter werden nicht mehr auf der Straße zusammen geschossen und der Umgang mit der Linkspartei findet auf einer vernünftigen und ziviliserten Ebene statt.
Trotzdem scheint für die radikale Linke in diesem Land die radikale Rechte das kleinere Übel zu sein.
Das erfüllt mich mit Sorge.
Die radikale Linke ist heute genauso gern bereit auch noch den reaktionärsten Blödsinn zu verteidigen der aus Russland und anderen Staaten gemeldet wird, wie es die reaktionäre Rechte ist. Nur von denen erwartet man es nicht anders.
Damit ist eine links-orientierte Regierung in Dtl. auf absehbare Zeit unmöglich. Die radikale Linke schadet damit nur den Interessen der Arbeiterschaft. Würde die radikale Linke in diesem Land endlich mal zur Vernunft kommen, dann hätten wir in absehbarer Zeit eine linke Regierung in Dtl. So haben wir nur die Situation, dass es Linksliberalen wie mir gruselt vor Typen wie euch.
Das Ergebnis heißt: Angela Merkel.
Herzlichen Dank, Wildsau!

Ich persönlich finde Trump extrem abstoßend. Trump ist das fleischgewordene Vorurteil sämtlicher Antiamerikaner dieses Planeten. Er ist extrem vulgär, ungebildet, ernährt sich von Fast Food. Er ist nicht intelligent, er ist selbstbezogen, gierig und nur an materiellen Gütern interessiert.
Außerdem ein Rassist, ein Nazi Sympathisant und ohne jede Achtung vor Rechtsstaat oder Medienfreiheit.
Ich persönlich hasse ihn. Das kann ich ungelogen so sagen.

Ich habe das vergangene Jahr nur überlebt weil es Stephen Colbert gibt (den ich verehre) oder Trevor Noah oder Bill Maher oder John Oliver. Ansonsten hätte ich schon längst aufgegeben.
Wenn ich mir einen Auftritt von Trump anschauen muss, dann steigt in meinem Hals die Kotze hoch.
Es ist fast so, als hätte der Joker aus Batman das Präsidentenamt erobert.

Nur leider ist das wohl die neue Realität mit der wir zurecht kommen müssen.
Hier in Dtl. haben wir ja nur Angela Merkel.
Ein großer Dank geht deshalb abschließend noch einmal an die radikale Linke in diesem Land.
Vielen Dank dafür, dass ihr hier so verlässlich wie voraussehbar populistische Politik betreibt.
Denn am Ende müsstet ihr auch noch Regierungsarbeit leisten. Und da sei der Herrgott vor!
Das würde ja nur systemstabilisierend wirken. Und wer kann das schon wollen.
Da lieber Trump, die AfD oder die FPÖ.
Man hat es ja schon immer gewusst….

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 03:17

“Bin ich Dir mit der Plutoechse zu nahe getreten?”
Nein, sind Sie nicht.

Aber ich erkenne, wie weit die Gehirnwäsche, die sich als “Diktatur des Proletariats” eingenistet hat, inzwischen vorangeschritten ist. Manche wachen halt sehr spät auf. Wenn Sie den Ex-SPDler Don Alphonso im Nachbarblog in ein paar Jahren fragen, wieso er denn überhaupt in eine sozialistische Partei eingetreten ist, dann wird er Ihnen bestätigen, dass er den Neusprech von der sozialen Gerechtigkeit eben auch nicht sofort als Neusprech erkannt hat. Soziale Gerechtigkeit hört sich für diesen Menschentyp nämlich ähnlich gut an wie etwa ein “enhanced leverage investment funds” für einen anderen Menschentyp (so aus Reptilienaugen betrachtet).
Es braucht Zeit bis ein Gutmensch erkennt, dass “Sozialindustrie” eben auch nur eine Industrie ist. Allerdings eine, die mit Bullshit-Jobs für Nichtskönner bis an den Rand geflutet ist. An der Spitze keine talentierten “Mover”, sondern mächtige Genossen, die den gesamten Bullshit tatsächlich geniessen (statt ihres Klientels, das Gini-messbar immer ärmer wird).

Auch in den USA sind es primär Sozialisten, die hinsichtlich der Korruption ganz tief im Sumpf stecken.

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 04:04

Stift: “Ich persönlich hasse ihn. Das kann ich ungelogen so sagen.”

Sus: “Im übrigen hab ich nichts gegen Trump. ”

Ergebnis aus Reptilienaugen betrachtet: Stift hat sich emotional nicht unter Kontrolle. Seine Aussage ist aber authentisch. Mit dem geeigneten Programm kann man ihn dazu bringen, sogar Bleistifte zu hassen. Alternativ auch Mohrenköpfe – oder wie Negerküsse heute heissen. Obamaschaumkugeln vielleicht? Egal.

Sus hingegen lügt so, dass es ihm selbst nicht auffällt, dass er lügt. So gesehen lügt er nicht, sondern spricht einfach nur widerspruchsbefreites Sozisprech. Denn in einem Vasallenstaat darf man ja gegen POTUS nichts haben, egal wie chic man dessen Frisur findet. Ein perfekter Kandidat für Politik, Asyl- oder Sozialindustrie, wenn er da nicht schon längst als Genosse mitgeniesst. Programmieraufwand im Falle eines systemischen Reboots minimal, da auf Anpassung sozialisiert.

Bogus Februar 1, 2018 um 07:21

bleistift Februar 1, 2018 um 02:48

“Gemäßigt” vs. “radikal”

Bleistift schrieb:
“Die radikale Linke ist heute genauso gern bereit auch noch den reaktionärsten Blödsinn zu verteidigen der aus Russland und anderen Staaten gemeldet wird, wie es die reaktionäre Rechte ist. Nur von denen erwartet man es nicht anders.
Damit ist eine links-orientierte Regierung in Dtl. auf absehbare Zeit unmöglich. Die radikale Linke schadet damit nur den Interessen der Arbeiterschaft. Würde die radikale Linke in diesem Land endlich mal zur Vernunft kommen, dann hätten wir in absehbarer Zeit eine linke Regierung in Dtl. So haben wir nur die Situation, dass es Linksliberalen wie mir gruselt vor Typen wie euch.
Das Ergebnis heißt: Angela Merkel.”

Der Begriff der Radikalität erscheint mir einigermaßen ungeeignet, um politisches Denken und Handeln zu beschreiben. Radikalität findet sich in jedem beherzten Tun, ja sogar im Nichtstun:

- Schröders Reformen zum Umbau des Sozialstaats und zur Etablierung eines breit aufgestellten Niedriglohnsektors waren durchaus radikal. Mit krassen Folgen weit über den heimischen Tellerrand hinaus (durch Verstärkung der europäischen Ungleichgewichte).

- Merkels Kehrtwende in der Atompolitik war radikal

- Sogar Merkels Nichtstun in Form der Weigerung, entgegen vorher in der GroKo getroffener Absprachen einen Befehl zum Schließen der Grenzen nicht zu geben [vgl. Robin Alexander, "Die Getriebenen"], war bezüglich der Folgen für die politische Landschaft hierzulande radikal und hatte ebenfalls Auswirkungen auf ganz Europa.

In dem Sinne, wie du den Begriff “radikal” verwendest, ähnelt er in seiner Aussagekraft einem “Dislike” in den sogenannten “sozialen Netzwerken”. Sein Wert, um eine Argumentation zu untermauern, ist leider null.

Bogus Februar 1, 2018 um 07:24

Nat schrieb:
“Mit dem geeigneten Programm kann man ihn dazu bringen…”
“Programmieraufwand im Falle eines systemischen Reboots minimal,…”

Alles manipulierbare Idioten, gell?
Alle außer Nat…

karla Februar 1, 2018 um 10:49

Thorsten Haupts Januar 31, 2018 um 23:56

> Monarchen pflegten gute Dienstboten ordentlich zu entlohnen.

https://www.planet-wissen.de/geschichte/adel/geschichte_des_hauspersonals/index.html

und

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesindeordnung

Das waren noch Zeiten. Herrschaftszeiten !

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 11:17

“… ob man akzeptiert, dass Osama bin Laden der Planer und Strippenzieher hinter 9/11 war.”

Unter anderem hat er sie öffentlich selbst übernommen. Keine Ahnung, was die Verteidiger von AlQaida an Beweisen sonst noch fordern, bevor sie von ihrer faktenfreien Überzeugung abrücken, dass die NATO ein total unschuldiges Land brutal überfallen haben?

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 11:20

@Karla:

Ich rede von Monarchie und Grossadel (Grossgrundbesitzer) und Sie kommen mir mit Dienstbotenbedingungen im Gross- und Kleinbürgertum? Wollen Sie meine Beweisführung für die Überlegenheit der aufgeklärten, absoluten Monarchie unterstützen :-)?

Gruss,
Thorsten Haupts

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 11:28

@bleistift:

“Würde die radikale Linke in diesem Land endlich mal zur Vernunft kommen …”

Das geht schon ökonomisch nicht. Wenn man die Kernforderungen aller Linken sauber zusammenrechnet (von deutlich verbesserter Kranken- und Pflegeversorgung, der Abschaffung von Hartz IV, über deutliche Erhöhung von Arbeitslosengeld und Renten, Aufstockung des Mindestlohnes auf 15 Euro, Abschaffung der Zeitarbeit, Enteignung aller Unternehmenserben über eine hohe Erbschaftssteuer etc. pp), dann landet man bei einer Staatsquote von weit 65% und mehr, finanziert durch drastische Steuererhöhungen aller Einkommensbezieher über Medianeinkommen, gekoppelt mit einer Wirtschaft im schleichenden Niedergang.

Es ist dieses Programm – neben den abenteuerlichen gesellschaftspolitischen Vorstellungen, darunter die Abschaffung des Rechtsstaates per “glaubt den Opfern” – das der gesellschaftlichen Mitte Angst macht. Und nicht so sehr die aussenpolitischen Vorstellungen. Die entscheiden zwar langfristig über das Schicksal eines Staates, sind aber ausserhalb des Erfassungsbereiches von 95% der Menschen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Bogus Februar 1, 2018 um 11:32

Hauptmann Haupts:
“Unter anderem hat er sie öffentlich selbst übernommen.”

Gemeint ist vermutlich die Verantwortung für 9/11. Frage dazu: Wann? Auf welche Weise?
Ich kenne die Antworten, aber kennst du sie auch, Haupts?

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 11:35

Alle außer Nat…
und Keynesianer natürlich…
Als halblinkes Pendant zu Hajib.

Wie gesagt, Leute wachen unterschiedlich schnell auf. Manche wollen den linken Traum auch gar nicht verlassen. Weil er so schön gemacht ist. Von der Bewusstseinsindustrie. Wir Reptilien beobachten das natürlich. Das Prinzip scheint zu sein, dass man Widersprüche in sinnstiftenden Metaebenen durch Neuschaffung von Metaebenen auflöst. Per Gesetz. Per Obrigkeit. Dorgs (=deutsche Borgs) lieben das. Auf diese Weise “lebt” der Deutsche in einer Zwiebelschalenheuristik, die man früher Dialektik nannte. Murx (und sein Schutzengels) kannten den Mechanismus, der sich des Predigers bedient. Einzige Voraussetzung: Rauschebart und schwallartig-hassbetonte Wortgewalt. Durch Inspiration, heute nennt man es auch Channeling. Da kommen dann leicht Regalmeter zustande, die ein Apostel sein Leben lang studiert, um zuletzt – beim Aufwachen – festzustellen, dass das nicht “von hier” ist. Wie so vieles, das von Rauschebärten in religiöser Verzückung empfangen wird. Rabbis und Imane können Murx genau so gut – wenn nicht sogar noch besser als Murx selbst. Sind halt alles Religionen. Auch der von Murx in den dialektischen und sogar historischen Kontext verfeinerte Materialismus.

Echte Wundermacher sind aber extrem selten, wenn nicht sogar singulär. Da muss ein Emissär einer weitüberlegenen himmlischen (=kosmischen) Zivilisation schon einiges an göttlichem Mut aufbringen, um auf diesem Farmlandplaneten, der auch als Gefängnisplanet zur Seelenläuterung bekannt ist, in materialisierter Form zu wirken. Für Götter ist das hier eine Hölle.

Für einen Repto-Menschen, der so ein gaaanz klein wenig selbst zu denken gelernt hat, allerdings auch. Das Posten in diesem Blog, in dem es vor lauter Restlinken nur so wimmelt, ist sozusagen selbstgewählte Katharsis ;-)

peewit Februar 1, 2018 um 13:18

@Haji Laberschlaim

“… das Posten in diesem Blog, in dem es vor lauter Restlinken nur so wimmelt, ist sozusagen selbstgewählte Katharsis”

Katharsis? Du meine Güte! Es handelt sich doch wohl eher um Catarrhus senilis.

karla Februar 1, 2018 um 13:42

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 11:20

> Ich rede von Monarchie und Grossadel (Grossgrundbesitzer) und Sie kommen mir mit Dienstbotenbedingungen im Gross- und Kleinbürgertum? Wollen Sie meine Beweisführung für die Überlegenheit der aufgeklärten, absoluten Monarchie unterstützen :-)?

Ihre Rosinenpickerei werde ich ganz bestimmt nicht unterstützen.

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 13:44

@Haupts,

der bekannteste Monarchist im deutschsprachigen Raum ist ein gewisser Werner E*i*c*h*e*l*b*u*r*g, der auch die Seite H*a*r*t*g*e*l*d dot com herausgibt. Der schreibt zum Beispiel sowas:
https://h*a*r*t*g*e*l*d.com/media/pdf/2018/Art_2018-340_Tolerierte-Islamisierung.pdf

Will heissen: Mit Ihrer Präferenz für Monarchie müssen Sie in Deutschland ein wenig aufpassen, wenn Sie stets “Mitte” sein wollen. Manche – darunter auch diejenige Fraktion des tiefen Staates, die sehr gut mit einer Intelligenzagentur in den USA zusammenarbeitet, deren Anfangsbuchstabe manche als “christlich” fehlinterpretieren – sehen das nämlich als “rechtsaussen”. Also, der Herr H*ö*c*k*e ist da ein Waisenknabe.

Egal….

Was mich interessiert an besagtem Burgherrn ist seine Affinität zur Monarchie und gleichzeitig zum Gold. Kann man das irgendwie begründen – woher leitet sich das ab? Woher kommt diese Attraktivität des Goldes und dieses Greenspansche Urvertrauen in eine “ewige Währung”.

Was selbst der besagte Burgherr noch nicht herausgefunden hat: Gold ist nämlich zentral mit der Menschheitsgeschichte verknüpft – auf eine ganz besonders tief verwurzelte Art. Manche sagen sogar, dass es uns auf diesem Planeten nur deshalb gibt, weil es hier Gold gibt.

Was? Wie bitte?

Es gibt einen Anthropologen namens Sasha Lessin, der an der UCLA promoviert hat und während seiner Studien der sumerischen Mythologie auf Zecharia Sitchin traf . Ich habe jetzt keine Zeit, die gesamte Geschichte zu erzählen, zumal sie in Deutschland sozusagen hochbekämpft wird, und ich keine Lust oder Zeit habe, in humorbefreiter Form mit Ihnen oder gar gelegentlich zu diskutieren.

Aber soviel sei gesagt: Der Respekt vor den Monarchen entspringt dem Respekt, den die Sumerer vor ihren Gottheiten, den Annunaki, hatten. Und diese “Verbundenheit zum Gold” kommt daher, dass die Annunaki den Menschen geschaffen haben, um Sklaven für das Mining von Gold einsetzen zu können. Das ist sozusagen in Ton gemeisselt. Wie man das dann interpretiert, nämlich als religiöser Mythos oder als Historiographie, bleibt denkenden Menschen selbst überlassen. Die Übersetzungen dieser Tabletts sind sozusagen Ausgangsbasis für eine ganze Reihe sogenannter Verschwörungstheorien, die von Präastronautik a la Däniken bis hin zu satanischen Blutlinien a la Icke und de Ruiter reichen. Aus meiner Sicht sind sogar beide Interpretationen zulässig und nur deshalb nicht einfach zusammenzubringen, weil uns das Wissen über “exotische Technologien” noch fehlt.

“Annunakiland” reicht von Ostanatolien bis nach Nordägypten und umschliesst das heutige Syrien, Irak, Jordanien, Isreal, und den Sinai. Auch Deutschland spielt in dieser Story eine besondere Rolle, aber das ist jetzt echt zu kompliziert, wenn man wie ich keinen Vollbart trägt.

peewit Februar 1, 2018 um 13:50

q.e.d.

gelegentlich Februar 1, 2018 um 14:17

Hier sind nun doch weite Strecken so sehr durch den Wind dass es sich lohnt an das Thema zu erinnern. Mich selbst interessiert in den sozialen Medien am meisten wie sich Leute ihre Meinung bilden. Und wie stabil ihre Filterblasenzugehörigkeiten sind. Also versuchte ich es mit einem Witz. Der Witz daran war dass es keiner war. Dass aber die Filterblasengefangenen die mitgeteilte, empirisch wiederholte Male geprüfte Wahrheit nicht erkennen konnten, weil – Filterblase. Hat vortrefflich funktioniert.
Die Lösung der Eierfrage also wiederholt: 64°C, nicht weniger, nicht mehr, 90 Minuten oder mehr im Wasserbad. Das Eiweiß stockt besser bei längerer Anwendung. Wer es nicht glaubt benutzt die Suchmaschine seiner Wahl. Für den Puristen ist jede andere Methode gustatorisch zweite oder dritte Wahl. Die Kommentaatoren, die laufend „Enteierung“ hier beklagen, wissen jetzt dass sie recht haben. Die Wahrheit ist auch sozialverträglich: sie läßt sich nicht beschaffen indem man die Ehefrau mit dem SUV losschickt. Qualität muss man wirklich wollen. Wer nur mit ihr angeben will verfehlt sie.

Bruchmüller Februar 1, 2018 um 15:16

Sicher wäre es anregend, wenn Sie mit @gelegentlich und dem Tausendgrüßler @Haupts diskutierten, sind doch beide stark von künstlicher Intelligenz befallen. Das ist bei höherem politischen Führungspersonal nicht mehr anders denkbar, dass aber die KI bereits so weit ins Flachland eingedrungen ist und Erfolge verzeichnet, erstaunt dann doch. Während der unaufhörlich gelegentliche noch einigermaßen formwahrend agiert – solange sein Algorithmus nicht neue unzählige Schlampen ins KI-programm drückt – grüßt und beschimpft Haupts wohl bald auch sich selbst. Wäre das nicht eine Delikatesse, so als neue Diskussionsgrundlage?

Im übrigen habe ich registriert dass nach Boxenstopp auch das Duo Morph/peewit wieder auf der Piste ist …Hach!

Thorsten Haupts Februar 1, 2018 um 15:41

@Karla:

Ich wollte einen Scherz machen. Misslungen offensichtlich.

Gruss,
Thorsten Haupts

@Chamberdingsbums:

Bitte beachten Sie Ihre Funktion im Forum. Sie dienen der Volksbelustigung über völlig abstruse Konzepte ebenso, wie als Demonstration der absurdesten Netzbeiträge. Beides übrigens sehr gelungen, Glückwunsch.

@Bruchpilot:

Lernen Sie bei Gelegenheit mal, ne anständige Polemik rauszuhauen? Ihre Stolperversuche in diese Richtung sind ja nachgerade peinlich.

gelegentlich Februar 1, 2018 um 15:55

Bei Kommentatoren, die nur was über andere Kommentatoren äußern, aber sich eigener Beiträge enthalten, also nur Meta-Kommunikation erbringen: sollte man da im Fall des Mißlingens , was die Regel zu sein scheint, auch von Meta-Bruch sprechen? Oder, trinkhallenkompatibel, von Metbruch?

Hajib Chamberlain Februar 1, 2018 um 17:38

@Haupts,

“Bitte beachten Sie Ihre Funktion im Forum. Sie dienen der Volksbelustigung über völlig abstruse Konzepte ebenso, wie als Demonstration der absurdesten Netzbeiträge. Beides übrigens sehr gelungen, Glückwunsch.”

Danke, gern geschehen!

Dass Sie nicht mehr aufwachen, das war mir klar. In Abwandlung von Gorbatschow bleibt nachzutragen: “Wer zu lange schläft, der verpennt das Leben!” @Holger hatte Recht: Sie kombinieren den Humor eines Regierungssprechers mit der Auffassungsgabe eines frühvergreisten Volkspolizisten.

@Bruchmüller

“Während der unaufhörlich gelegentliche noch einigermaßen formwahrend agiert – solange sein Algorithmus nicht neue unzählige Schlampen ins KI-programm drückt – grüßt und beschimpft Haupts wohl bald auch sich selbst. Wäre das nicht eine Delikatesse, so als neue Diskussionsgrundlage?”

Schon – wenn es nur nicht so traurig wäre. “Soft disclosure” führt bei Normdeutschen mit linksgeprägter Programmierung aus geisteswissenschaftlichen Studiengängen häufig zu Tourette-Anfällen – bzw. Ausfällen. Bei Volkspolizisten wie @Haupts erfordert die Volkserziehung daher zuvor eine Volksbelustigung. Das ist ja genau der Grund, warum Inhaltliches heute ins politische Kabarett verschoben wird, wenn man etwa an den Auftritt von Seehofer bei Pelzig denkt.
(https://www.youtube.com/watch?v=19asrm-S4i0)

Bruchmüller Februar 1, 2018 um 19:00

@ gelegentlich

Nun mal ernsthaft. Sie monieren zum wiederholten Mal, dass ich nichts ” zur Sache” beitrage. Sie haben damit recht. Mein Wissensstand bei allen wichtigen gesellschaftspolitischen Themen liegt schätzungsweise bei 0,3 % des Erforderlichen, um mitreden zu können. Beim Thema Geldsystem vielleicht etwas höher. Nun mag Ihr eigener Fundus, sagen wir, den meinen zehnfach übersteigen, also mit 3,0 % zu veranschlagen sein. Wir wissen also, kurz gefasst, beide so gut wie nichts. Ich sehe den Unterschied darin, dass ich mir dessen bewusst bin.

Wenn Sie mir etwas zugute halten wollen, dann ist das meine Eigenschaft, meine Person bei jedweder ironischen Betrachtung mit einzubeziehen. Wenn nicht, dann nehmen Sie sich den @Haupts zum Vorbild. Der Mann ist wirklich ein grandioses Sinnbild für das Kürzel a.D. Wie ja mehr und mehr das ganze Land…

ruby Februar 1, 2018 um 19:08
ruby Februar 1, 2018 um 19:15

Mit dem Wahlergebnis vom 24. September hat das Volk zum Ausdruck gebracht, nicht mehr regiert werden zu wollen.

Es hat ein Bekenntnis zur politischen Vielfalt abgegeben und den Abgeordneten den Auftrag erteilt, damit klarzukommen. Was zunächst als Fluch erscheint, könnte sich als Segen entpuppen: Ohne Regierungsmehrheit kann das Gesetzgebungsverfahren nicht mehr von großsüchtigen Profilneurotikern missbraucht werden. Kein Geschacher um Ministerämter mehr, keine Karrieren, keine Seilschaften. Das Höchste, was man werden kann, ist: Abgeordneter.

Und welch ein Signal ginge aus an all die machtgeilen Popanze in der Welt: Seht her, wir haben die Macht abgeschafft! Das würde, da bin ich mir sicher, so manche Aufgeblasenheit implodieren lassen.

Anarchie in Deutschland: Das ist keine wilde Vision, sondern ein offenes Fenster mit frischer Luft. Wir sollten es nicht aus lauter Schiss wieder zuschlagen. Ganz ehrlich.

aus
http://www.deutschlandfunkkultur.de/deutschland-ohne-neue-regierung-100-tage-anarchie.1005.de.html?dram:article_id=409671

Bruchmüller Februar 1, 2018 um 19:17

>>>Ich wollte einen Scherz machen…

Bitte nicht. Ein Pferd kann ein Pferd machen. Es kann Äpfel machen. Aber ein Scherz wird niemals einen Scherz machen können.

gelegentlich Februar 1, 2018 um 20:01

@ Bruchmüller Februar 1, 2018 um 19:00
Gerne doch! Bei unter 5% bleibt doch nur noch positives Denken als Strohhalm übrig. Das mit dem Ei sollten Sie aber wirklich mal probieren. Dafür braucht man nicht mal 1 Promille Verständnis. Hat noch immer geklappt in all den Jahren. Alternativ: selber googeln, Ei „Onsen“, in Berlin, 2 Stück für 34 € vor ein paar Jahren, im Lokal serviert.

QuestionMark Februar 1, 2018 um 20:11

Köstlich. Bruchmüller läuft sich hier langsam warm. Ich habe selten so herzhaft lachen können wie nach der “Tausendgrüßler”-Satire.
Beste Unterhaltung. Bruchmüller for president! ;-)

QuestionMark Februar 1, 2018 um 20:18

Ich möchte, trotz aller Dramatik der aktuellen deutschen Situation, noch mal auf Boris Reitschusters Text im cicero hinweisen.
Dieser Text weist wohl letztlich den Weg aus der gegenwärtigen Malaise.
Der Autor finalisiert seinen Artikel mit einem sehr intelligenten Satz von Lassalle. Und Lassalle zeigt den Ausweg auf:
Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.

https://www.cicero.de/innenpolitik/spd-groko-schulz-nahles-soziademoktratie

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 21:04

@ bleistift Februar 1, 2018 um 02:48

Der Reihe nach. Zu Trump…

Du kennst Dich mit den inneramerikanischen Angelegenheiten gewiss besser aus. Aber im folgenden meine ggf. inhaltlich zu korrigierende Sicht der Dinge.

Die Republikaner (“GOP”) sind in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen eh zu einer rechtsradikalen Partei mutiert. Sie haben im Kongress die Mehrheit. Trump ist innerhalb der Partei m.E. keiner der Radikalen. Sicher ein populistischer Rhetoriker. Aber kein fanatisierter Antisozialer wie andere dort.

—> Obamacare

Unterhielt mich just zu der Zeit, als das im Kongress zur Abstimmung stand, letztes Jahr mit einigen Amerikanern und fragte nach ihrer Einschätzung. Die meinten, die GOP habe seit Jahren Stimmung gegen Obamacare gemacht, das sei so deren Mantra gewesen. Trump habe das im Wahlkampf zwar aufgegriffen einfach weil das als rep. Präsikandidat so dazugehörte. Aber er habe es nicht wirklich abschaffen wollen, zumal er auch kein alternatives “Trumpcare” in der Tasche habe. Er habe die Abstimmung so lanciert, dass es dafür keine Mehrheit gab. Nun sei das Thema mehr oder weniger begraben. Wann immer die Obamacare-Gegner in der eigenen Partei ihn damit nerven würden, könne er sagen: Jungs und Mädels, ich hab das im Kongress zur Abstimmung stellen lassen. Aber ihr wolltet nicht.

—> Steuerreform

Sicher keine erfreuliche Sache. Aber ist das Trump-spezifisch, oder hätte nicht jeder republikanische Präsident sowas gemacht?

—> Protektionismus

Halte ich für sinnvoll. Hierzulande gab’s große, vor allem von links her unterstützte Anti-TTIP-Demostration und Kampagnen. Völlig zu Recht. Die Regierung eines demokratischen Staates sollte Zölle und Einfuhrbeschränkungen ebenso verhängen können wie Qualitätsstandards souverän festlegen etc. Mit Trump ist TTIP vorläufig erledigt und dieser ganzen aggressiv-globalistischen Freihandelswelle ist die Spitze genommen. Soll ich das jetzt schlecht finden, weil Trump kein Linker ist? (Bzw. … innerhalb der GOP steht er damit ja weit links.)

—> Außen- & Militärpolitik

Da ist ein Urteil wohl verfrüht. Die USA pflegen ja in den Jahren vor Präsidentschaftswahlen Kriege zu führen (1999, 2003), insofern muss man bis 2019 warten.

Lange haben die USA eine interventionistische Außenpolitik verfolgt, bis das unter Obama von einer größeren Binnenzentrierung abgelöst wurde. Obwohl Trump ein anderes Programm und eine ganz andere Rhetorik hat, scheint er mir diese Binnenzentrierung (“America first”) aber beibehalten zu haben. D.h. einen aggressiven Universalismus von “Demokratieexport” bis “Regime Change”, wie er von Madeleine Albright bis hin zu den Neocons unter Bush jr. verfolgt wurde, erwarte ich von Trump gerade nicht. – Aber, siehe oben, vielleicht muss ich mich später korrigieren.

Soweit erst mal dazu. Der Rest dann später.

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 22:19

@ @ bleistift Februar 1, 2018 um 02:48, zum zweiten

Wir haben da wohl unterschiedliche politische Koordinatensysteme. Ich staune zunächst über Dein linksliberales Bekenntnis. Hätte Dich nach früheren Äußerungen so für einen bayerischen (naja, unterfränkischen) “Mia-san-mia”-CSU-Parteigänger gehalten.

Selbst würde ich mich ja als moderaten & liberalen Linken ansehen. Aber gut, wenn in Deinem Koordinatensystem selbst Schröder noch ein Linker ist, dann bin ich vielleicht doch ein Radikaler…

Zu Schröder… Was den Vergleich mit Trump angeht, so meinte ich nur die theatralische, inszenierte Macho-Rhetorik…

Aber gut. Schröder war 7 Jahre Kanzler. Was war das Ergebnis?

1.) Absenkung des Spitzensteuersatzes, Steuerbefreiung der Veräußerung von Betriebsanteilen (vgl. Deine Kritik an Trumps Steuerreform)

2.) Agenda 2010, Abschaffung der alten Rentenformel in der gesetzlichen Rente, stattdessen staatliche Subventionierung von privaten “kapitalgedeckten” Rentensystemen (vgl. Deine Kritik an Trumps Sozialpolitik)

3.) erste deutsche Kriegsbeteiligung seit 1945, übrigens bei einem rechtswidrigen Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat (vgl. Deine Kritik an Trumps Außenpolitik)

4.) das schmähliche Ende seiner Kanzlerschaft mithilfe einer manipulierten Parlamentsabstimmung (vgl. Deine Kritik an Trumps Rechtsverständnis)

Was Schröders Wirtschafts- und Sozialpolitik angeht, so sind damit nicht nur seine Wähler einmalig in den Arsch getreten worden. Wäre es nur an dem gewesen, dann hätte die SPD jetzt trotzdem wieder > 30%. Nein, Schröders politische “Errungenschaften” haben die soziale Wählerbasis der SPD nachhaltig zerstört. Sie haben aus verbürgerlichten Arbeitern mit Sozialprestige und sozialer Absicherung eine disponible Verfügungsmasse von Lohnsklaven gemacht. Die nie wieder SPD wählen werden. Selbst wenn Schröder schon vergessen ist. Einfach weil das soziale Milieu nicht mehr da ist, das die Stärke der SPD mal ausmachte. Weil es (u.a.) von der SPD selbst zerstört wurde. – (Ich rede jetzt nicht über alle, sondern über die Differenz von 15% zwischen früherer und heutiger SPD-Wählerschaft, sozusagen konjunkturbereinigt).

Kein rechtspopulistischer Politiker hätte in D eine derart zerstörerische Wirkung auf das gesellschaftliche Klima haben können wie Gerhard Schröder. Hassen kann ich ihn trotzdem nicht mehr. Wahrscheinlich ist er auch nur eine Echse.

Teil 3 folgt…

Sus scrofa Februar 1, 2018 um 23:35

@ bleistift, zum dritten

Was Russland angeht… Du kannst gern suchen, ob Du einen Kommentar findest, in dem ich das sozialökonomische Modell des Putinismus irgendwie verherrlicht habe. Wirst Du nicht finden. Ich halte es für einen gemäßigt-autoritären Günstlingskapitalismus, allerdings mit Streben nach einem inneren und sozialen Ausgleich. Dabei immer noch mit massiver Korruption und Amtsmissbrauch und keinem gut funktionierenden Rechtssystem. Im positiven Sinne beispielhaft aber ist der Umgang mit nationalen Minderheiten, und das auch im gesamteuropäischen Maßstab.

Es gibt da nicht nur Licht und nicht nur Schatten. Man kann es auch nicht sinnvoll mit Westeuropa vergleichen, sondern man sollte es im Kontext der ganzen postsowjetischen Entwicklung sehen. Und da bin ich bereit, die progressiven Seiten des Putinismus zu sehen (ohne die anderen zu übersehen).

Es gibt auch in der Linken keine Russland-Verherrlichung (abgesehen vielleicht von ein paar im Paralleluniversum lebenden Antiimps und ein paar sehr alten Ostlinken).

Worum es 2014 ging, das war eine wirklich widerwärtige antirussische Hetze hierzulande, und das auch in sehr maßgeblichen Medien. Dieser Hetze 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges entgegenzutreten, das wäre eine Angelegenheit sämtlicher aufgeklärter Linken gewesen… und darüber hinaus eine Angelegenheit sämtlicher gebildeter liberal-bürgerlicher Milieus.

Das ist alles nicht vergessen, und Du wirst vielleicht verstehen, dass ich mir hier von Leuten, die damals anfällig gewesen sind für diese Hetze, heute keine Nähe zu “Rechtspopulismus” und so nachsagen lassen mag.

Davon abgesehen bin ich natürlich für ein Linksbündnis (Rot-Rot-Grün oder Rot-Grün-Rot oder Grün-Rot-Rot) im Bund. Zu den Voraussetzungen… siehe hier:

http://www.ipg-journal.de/rubriken/soziale-demokratie/artikel/die-linkspopulaere-option-2562/

Von Andreas Nölke ist gerade auch ein Buch erschienen.

ruby Februar 1, 2018 um 23:40

@Sus scrofa
“—> Protektionismus

Halte ich für sinnvoll. Hierzulande gab’s große, vor allem von links her unterstützte Anti-TTIP-Demostration und Kampagnen. Völlig zu Recht. Die Regierung eines demokratischen Staates sollte Zölle und Einfuhrbeschränkungen ebenso verhängen können wie Qualitätsstandards souverän festlegen etc. Mit Trump ist TTIP vorläufig erledigt und dieser ganzen aggressiv-globalistischen Freihandelswelle ist die Spitze genommen. Soll ich das jetzt schlecht finden, weil Trump kein Linker ist? (Bzw. … innerhalb der GOP steht er damit ja weit links.)”

Das ist kein Abschwören – eher ein Hauch von Beichte…
Da geht noch was, so ohne Nutzenkurven!

Zur Koalition und Europa:
Wer Digitalisierung in nationalen Zuwendungen in Geld denkt und haushalterisch abhandelt, zeigt die Unfähigkeit, diese Aufgabe in Ziel-Mittelrelationen geographisch und technologisch sowie rechtlich anzugehen bzw. in einem europäischen Binnenmarkt mit 27 Staaten und neun Währungen plus Großbritannien (28 – 10) zu verwirklichen.
Ich denke diese Schaumschläger sind Luftnummern ohne Bodenkontakte. Diese Blasen zerplatzen.
https://i5.walmartimages.com/asr/54fde26e-41d7-4faa-9955-36f22d922561_1.2ea2580670e4bb659cb308c022f20be2.jpeg

ruby Februar 1, 2018 um 23:53

Ach, das oben gesagte gilt auch für eine / mehrer Krytowährungen…

ruby Februar 2, 2018 um 00:35

Liberal?
https://archive.org/details/grundstzederpol00millgoog
Zum downloaden der Übersetzung
Wo geht es vom Nationalismus zum Faschismus?
Bei Grenzen, Geld, Bildung, Gewalt/Militär
Fragen über Fragen…
Individualität-ja
Kollektivität-warum?

Thorsten Haupts Februar 2, 2018 um 00:47

@Sus scrofa:

Danke für den Link. Die Analyse unterschreibe ich, obwohl ein politischer Gegner einer solchen “linken” Sozialdemokratie. Meine Frau (ehemalige JuSo und immer noch SPD-Mitglied) wie mich wundert seit Jahren die strategische Unfähigkeit, einer sich weiter in der Mitte positionierenden Union ein explizit linkes Modell entgegenzusetzen.

Das hätte natürlich Risiken, aber “in Gefahr und Not bringt der Mittelweg den Tod”. Zur Zeit ist die SPD in akuter Gefahr, zwischen Unon und LINKEN aufgerieben zu werden.

Gruss und gute Nacht,
Thorsten Haupts

Hajib Chamberlain Februar 2, 2018 um 03:13

Ruby, QM, und wer auch immer

Ich denke, dass sämtliche “Altparteien” mitsamt des “Altsystems” angeschlagen sind in “Altdeutschland”. Da kommt was Neues. Das Breitsitzen des Ar… von Andrea Nahles und millionenfacher Bullshit-Kopien in “Industrien”, die nichts anderes produzieren als “Obrigkeit” in Form sinnbefreiter Regularien und “Verwaltung” – alles im Auftrag von “sozialer Gerechtigkeit” hat zu einer gigantischen Furzduft-Blase geführt, die nur in den Nasen derer nicht stinkt, die ihr Gehalt und Zulagen für die Produktion von Bullshit kassieren. Ein MASSIVES Problem in Doitscheland.

Was nun automatisiert und “digitalisiert” werden muss, ist der Staat selbst – mitsamt des Geldsystems. Auch wenn die Kryptos im Moment gewaltig “auf die Fresse” kriegen (von wem wohl?), die Grundidee ist gut und übertragbar (z.B. als “social ledger”) für Leistungen an die Gemeinschaft in Form eines STO (“service to others”).

Was wir nicht brauchen ist “entfremdende” Arbeit (ja ein Murx-Begriff) in Form von Bullshit. “Verwaltungsdamen ” könnten sich ja z.B. alternativ um ihre Kinder kümmern – die Entfremdung besteht darin, daß man diesen Damen eingeredet hat, ein STS (“service to self”) sei besser als das STO. Dasselbe gilt auch für die “Herren” der Politik. Die Korruption per linksverstrahlter Ideologie ist grenzenlos – es wird uns fressen, wenn wir es nicht stoppen.

Das neue heisst Identitär und Libertär (nicht zu verwechseln mit liberal oder gar neoliberal). Alles Nazis und irgend ein …ssssssissssmussss (selbstverständlich).

Denkt selbst – ihr Restlinken!

bleistift Februar 2, 2018 um 03:55

@ Sus scrofa

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich hätte zu etlichen Dingen einige Anmerkungen zu machen, muss mich aber aus Zeitgründen auf ein kleine Auswahl beschränken.

“das schmähliche Ende seiner Kanzlerschaft mithilfe einer manipulierten Parlamentsabstimmung (vgl. Deine Kritik an Trumps Rechtsverständnis)”

Das war keine manipulierte Abstimmung. Und insofern auch kein Bruch mit irgendeinem Rechtsstaatsverständnis. Es war Demokratie, so wie sie halt auch mal funktioniert. Sollten die GroKo Verhandlungen scheitern wirst Du vermutlich bald wieder eine “manipulierte” Abstimmung erleben.
Deiner Charakterisierung Schröders stimme ich zu. Aber einen Vergleich mit Trump halte ich in etwa so abwegig wie einen Vergleich mit Berlusconi. Schröders Reformen war hauptursächlich für den Absturz der SPD. Auch dem stimme ich zu. Er hat die Parteibasis nicht nur überfordert, er hat sie regelrecht vergewaltigt. Überspitzt formuliert. Ähnliche Aussagen könnte man mittlerweile wohl auch über Angela Merkel tätigen. Auch sie treibt der Parteibasis die Schweißperlen auf die Stirn. Trotzdem ist Trump eine völlig andere Baustelle.

“Kein rechtspopulistischer Politiker hätte in D eine derart zerstörerische Wirkung auf das gesellschaftliche Klima haben können wie Gerhard Schröder.”

Dieser Aussage stimme ich nicht zu. Die Gesellschaft in Dtl. ist heute faktisch nicht mehr ansatzweise ethnisch homogen. Eine verantwortungsvolle Politik trägt dem Rechnung. Ich möchte nicht in einem Land leben in dem Spitzenpolitiker Menschen gegeneinander aufhetzen. Das wäre aus patriotischer Sicht eine extrem unkluge Politik, die den Interessen des Landes und der der einzelnen Menschen extrem schaden würde.

“—> Protektionismus”

Ich halte Protektionismus nicht für sinnvoll. Ich halte ihn nur dann für vertretbar wenn ein Land objektiv unfair agiert (nicht das was Trump subjektiv für unfair hält, also so ziemlich alles bei dem die USA nicht gut dastehen).
Freihandel per se halte ich für eine prinzipiell gute Sache. Dtl. ist bislang damit gut gefahren und als Deutscher sehe ich nicht warum ich der deutschen Exportindustrie (die Jobs schafft) da auf den Schlips treten sollte. Man müsste den geschaffenen Wohlstand nur besser umverteilen.
Ich war und bin gegen TTIP oder CETA aus einem einfachen Grund.
Und das sind die geheim tagenden Schiedsgerichte. Das ist für einen Rechtsstaat nicht akzeptabel und eine Schande.
Schiedsgerichte waren ursprünglich gedacht um Handelsabkommen zu ermöglichen zwischen Rechtsstaaten und (meist korrupten) Dritt Welt Ländern. Es ist nachvollziehbar, dass eine Firma aus Deutschland keine Lust hat in einem Land wie zum Bsp. Vietnam zu investieren wenn sie sich nicht darauf verlassen kann rechtsstaatlich-fair behandelt zu werden. Also geheim tagende Schiedsgerichte sind im Interesse auch von Dritt Welt Ländern. Denn nur so können sie Investoren in’s Land locken.
Bei Abkommen zwischen Rechtsstaaten selbst ist das aber ein Unding für mich. Die USA sind ein Rechtsstaat, ebenso wie die EU oder Kanada. Es gibt keine Notwendigkeit für geheim tagende Schiedsgerichte. Das ist eine Aushöhlung des Rechtsstaats und der Beginn einer Feudalherrschaft multinationaler Konzerne.
Es gibt gute Gründe dagegen zu sein.

Trump ist nicht gegen Freihandel. Er möchte nur bilaterale Abkommen abschließen. Ein Abkommen zum Bsp. nur zwischen den USA und Dtl. Es dürfte offenkundig sein warum er das tun möchte.
Er hat kein Problem mit geheim tagenden Schiedsgerichten. Glaub’ mir das bitte.

“—> Obamacare”

Mit Verlaub und bei allem Respekt. Aber diese Einschätzung (deiner amerikanischen Freunde) halte ich persönlich für Quark. Das erinnert eher an eine Verschwörungstheorie. Jeder Erfolg und auch jeder Misserfolg war von Anfang an so geplant…
Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Obamacare steht nach wie vor auf der Kippe. Die Steuerreform bedeutet einen bedeutenden Einschnitt und die Finanzierung ist nach wie vor offen. Ich habe keinen objektiv belastbaren Grund anzunehmen, dass Trump es nicht ernst meint.
Die Republikaner haben in den vergangenen Jahren einiges an Originalität walten lassen um Obamacare zum Scheitern zu bringen.
In vielen konservativ regierten Staaten klafft eine stattliche Lücke zwischen dem Anspruch auf medizinische Armenfürsorge und dem Mindesteinkommen das man beziehen muss um überhaupt in den Genuss von Obamacare zu gelangen.
Wenn du bspw. in einem demokratisch regierten Staat lebst dann ist die Grenze zwischen Medicaid und Obamacare fließend. Entweder zu kriegst Medicaid oder du hast Anspruch auf Obamacare.
Konservativ regierte Staaten haben dagegen das Limit für Medicaid systematisch zurück gefahren. So ist eine Grauzone entstanden. Du bist zu reich für Medicaid, aber zu arm für Obamacare.
Hauptproblem bei Obamacare ist trotzdem die Eigenbeteiligung. Das ist der Grund warum Obamacare selbst von Betroffenen abgelehnt wir. Einerseits zahlst du sehr hohe Beiträge und andererseits noch extrem hohe Eigenbeteiligungen.
Du zahlst zum Bsp. etliche hundert Dollar im Monat für eine eher bescheidene Krankenversicherung. Krankenversicherungen in den USA bieten unterschiedlichste Programme an. Und wenn du dann wirklich krank wirst zahlen sie erst wenn ein bestimmtes (vorher vereinbartes) Kostenlimit überschritten ist. Zum Bsp. 2000 Dollar pro Jahr oder pro Behandlung. Das ist sehr verschieden. Die ersten drei Schnupfen sind kostenpflichtig, ab der dem vierten wird es kostenlos. Überspitzt formuliert.
Ich glaube jedenfalls keine Sekunde daran, dass Trump diesen Blödsinn irgendwie in den Griff kriegen wollte.

Ich könnte noch ‘ne Menge mehr schreiben. Aber es soll jetzt mal genug sein.

Stellt Euch alle einfach mal vor was ich von Trump halte. Dann multipliziert Ihr das mit hundert.
Ungefähr das denke ich von Donald Trump und seiner Partei.
Und besonders von seiner Partei!

enrico Februar 2, 2018 um 09:24

“””””Ich halte Protektionismus nicht für sinnvoll. Ich halte ihn nur dann für vertretbar wenn ein Land objektiv unfair agiert (nicht das was Trump subjektiv für unfair hält, also so ziemlich alles bei dem die USA nicht gut dastehen). “””””

Protektionismus ist eigentlich erst dann Protektionismus wenn ein Land Exportüberschüsse erzielt und gleichzeitig trotzdem Importe beschränkt. Wenn ein Land ein Außenhandelsdefizit hat ist es absolut gerechtfertigt den Import abzubremsen. Letzteres wäre dann auch kein Protektionismus.

“Freier Handel” ist nicht das Entscheidende und hat ja oft sehr wenig mit Freiheit zu tun, aber fairer Handel, das ist das, was wir brauchen. Wobei ein fairer Handel stets nach Ausgleich strebt.

LG enrico

ruby Februar 2, 2018 um 10:34
ruby Februar 2, 2018 um 11:37

Norwegen 29 – 11
Ukraine 30- 12
Schweiz 31 – 13
Serbien 32 – 14
Albanien 33 – 15
Weißrussland 34 – 16
Montegro geschenkt
Kosovo geschenkt
und jetzt in Bevölkerung dargestellt;
wer indogtriniert ein € ist lebensnotwendig?
Mit der Blockchain und Währungsapplikation auf Smartphones ist eine WCU World Currency Unit mit flexiblen Kursen easy as fuck.
Das können autonome staatliche Zentralwährungssondervermögen mit Rechnern und sicheren Datenhighways in harmonischer fairer Gemeinschaft.
Aber dafür müsst ihr die Gier, die Sucht der Macht und Herrschaft überwinden. Nicht wie die verlogene heuchlerische Koalitionspolitik die letzten freien Geister manipulieren wollen.

Thorsten Haupts Februar 2, 2018 um 13:43

@bleistift:

“Die ersten drei Schnupfen sind kostenpflichtig, ab der dem vierten wird es kostenlos.”

Man kann auf der Basis sehr wohl ein vernünftiges Krankenversicherungssystem konstruieren, Singapur zeigt, wie das geht. Vermutlich die einzig taugliche marktwirtschaftliche Lösung des Krankenversicherungsproblems.

Kaum jemand ist für Bagatellbehandlungen auf eine Versicherung angewiesen, sehr wohl aber bei langanhaltenden, teuren oder arbeitsplatzgefährdenden Krankheiten (z.B. lange Krankenhausaufenthalte). Und ob ich dieses Existenzrisiko mit einer vollständig staatlichen Krankenversorgung (Grossbritannien), der seltsamen Mischung staatlicher, halbstaatlicher und privater Versorgung (Deutschland) oder mit verpflichtender Privatversorgung (Singapur) löse, ist letztlich irrelevant.

Das US-Krankenversorgungssystem ist gleichzeitig das teuerste, ineffizienteste und ungerechteste System aller entwickelten Staaten. Aber Ihr Kritikpunkt ist der denkbar schwächste.

Gruss,
Thorsten Haupts

ruby Februar 2, 2018 um 13:47
ruby Februar 2, 2018 um 13:57
enrico Februar 2, 2018 um 16:06

“””””@Thorsten Haupts”””””

“a) Der Westen ist der Aggressor” “”” USW…

Die sogenannte Alqaida war eine saudi-arabisch-ägyptische-sunnitische Gründung, die bereits während der Sowjetbesatzung in Afghanistan operierte. Man nannte sie in den westlichen Medien am Anfang auch “Mudschahedin” oder “Freiheitskämpfer” Diese Gruppen wurden eindeutig via Saudi Arabien von den USA ins Leben gebracht. Und wie halt so oft, gleiten den Amis solche Aktionen meist aus den Händen. Es war ein eindeutiges Interesse der US-Interventionisten, dass sich die ursprünglich rein arabische Alqaida in Afghanistan etabliert. Ziel war es, die Sowjetunion in einen verlustreichen Konflikt zu ziehen. Diese Falle hat gut funktioniert, es war der Anfang des Endes des Sowjetimperiums. Nur haben sich dann eben die teilweise vom Westen ausgebildeten Freiheitskämpfer gegen ihre einstigen Unterstützer gewandt und wurden zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für das westliche Establishment mit seinen Westlichen Werten®. Sie schufen einen Geist, den sie nicht mehr in die Flasche zurückbringen konnten.

Wer Afghanistan kontrolliert kann auch China, die Zentralasiatischen Länder und Russland in der Zange halten.

Nun benötigte man einen Vorwand direkt in Afghanistan zu intervenieren.
Am 11. 09. 2001 flogen angeblich mehrere Terroristen mit Linienflugzeugen in wichtige Gebäude New Yorks und Washingtons. So flogen angeblich zwei Maschinen in zwei Bürotürme, worauf gleich drei solcher Türme einstürzte…(im offiziellen Bericht wurde dieses dritte Gebäude einfach ignoriert)
Auch gab es große Merkwürdigkeiten bei dem angeblichen Angriff auf das Pentagon auch mittels von Linienflugzeugen. Von Trümmern, und Gebäudeschäden, die an ein Flugzeug erinnerte, war nicht viel zu sehen.

Auf der Seite der Architects and Engineers for 9/11 Truth Switzerland

http://www.ae911truth.ch/

Werden diese offene Fragen noch einmal von gründlich von technischen Fachleuten angegangen.

Mit dem Anschlag an diesem 9. September haben es die US-Interventionisten eindeutig übertrieben. trotzdem ist es sehr erstaunlich, wie leicht man die Bevölkerung von etwas überzeugen kann, das physikalisch einfach nicht möglich ist.

Max Aurel:
Eine der wichtigsten Nachwirkungen von 9/11 war der radikale Wandel in der Außenpolitik der USA. Diese folgte ab diesem Zeitpunkt der sogenannten „Bush-Doktrin“, benannt nach dem damaligen Präsidenten George W. Bush. Diese besagte vereinfacht gesagt, dass Amerika sich nicht nur im Krieg mit dem Terrorismus befand, sondern auch mit den Nationen, die Terroristen Unterschlupf gewährten. Zügig nach 9/11 begann die Invasion Afghanistans, indem die USA den Drahtzieher der Anschläge, Osama Bin Laden, vermuteten. Im März 2003 folgte die Invasion eines weiteren Landes, des Iraks. Diese Invasion sollte zu einem völligen Desaster für die USA werden.
Denn diese wurde damit gerechtfertigt, dass die irakische Regierung unter Saddam Hussein chemische und biologische Massenvernichtungswaffen verstecke und dass es in dem Land Terroristen gab, die Verbindungen zu Al-Qaida und 9/11 hatten. Man fand weder Massenvernichtungswaffen, noch Terroristen in dem Land. Diese „erschuf“ die USA im Laufe der nächsten Jahre sozusagen selber. Die Invasion war so fürchterlich organisiert und man hatte keinen Plan, wie der Irak nach der Invasion aussehen solle. Bei der Errichtung einer neuen irakischen Regierung beging die USA den Fehler, der die gesamte Region im Nahen Osten über Jahre hinweg de facto in ein Kriegsgebiet verwandeln würde.

Wenn sich nun herausstellen sollte, dass 9/11 ein ein inside job, ein “make it happen by purpose” und nicht nur ein “let it happen by purpose” war, dann bricht das ganze Kartenhaus der Lügen, die so viel Elend und Verwüstung gebracht haben in sich zusammen.

Ich halte die Kommentare von Thorsten Haupts eigentlich für recht wertvoll, denn sie zeigen in etwa die vorherrschenden Vorstellungen in der Deutschen Bevölkerung®: “Was nicht sein darf kann nicht sein.”

LG enrico

Thorsten Haupts Februar 2, 2018 um 17:12

“Am 11. 09. 2001 flogen angeblich …”

Oh, ein Truther. Niedlich. Diskussion dementsprechend sinnlos, truther sind die Äquivalente zu islamistischen Fundamentalisten.

enrico Februar 2, 2018 um 18:22

“””””Oh, ein Truther. Niedlich. Diskussion dementsprechend sinnlos, truther sind die Äquivalente zu islamistischen Fundamentalisten. “””””

iss ja gut, ich glaube ich bin kein Truther, oder was immer dieses bescheuerte Creol-Wort bedeuten soll. Jedoch vertraue ich auf Wissenschaft und gemessene Fakten, was jetzt ja die islamistischen Fundamentalisten nicht so sehr drauf haben.

Wer sich nicht mit Wissenschaft und Fakten auseinandersetzten will und dies für sinnlos hält ist doch wohl eher wie die Islamisten, oder nicht? Der feste Glaube an die herrschende Erklärung. Bloß nichts hinterfragen. Das gefällt dem Mohamed

“”””Am 11. 09. 2001 flogen angeblich … “””””
Nun, ich war damals nicht -wie vielleicht Sie- in New York, habe deshalb selbst keine Flugzeuge gesehen und kann nur das weitergeben was mir berichtet wurde. Was die Medien eben angegeben haben. Deshalb “angeblich”.
LG enrico

LG enrico

bleistift Februar 3, 2018 um 13:07

@ Haupts

“Das US-Krankenversorgungssystem ist gleichzeitig das teuerste, ineffizienteste und ungerechteste System aller entwickelten Staaten. Aber Ihr Kritikpunkt ist der denkbar schwächste.”

Der Gerechtigkeit halber sollte man aber vielleicht auch noch hinzufügen, dass das amerikanische System das innovativste der Welt ist was die Entwicklung von besseren Behandlungsmöglichkeiten angeht. Wenn Sie in den USA das entsprechende Geld haben bekommen Sie die modernsten und besten Behandlungsmöglichkeiten die aktuell zur Verfügung stehen.
Ich möchte damit sagen, dass das viele Geld eben durchaus auch in den Fortschritt investiert wird. Was dann wieder auch Krankenversicherten in Dtl. oder Europa zugute kommt.

Ich bin zwar ein Befürworter einer Bürgerversicherung. Trotzdem kann man nicht einfach zur Seite wischen, dass Ärzte in Dtl. sich gerade aufgrund der deutlich höheren Einnahmen durch Privatpatienten überhaupt erst modernste Geräte leisten können. Was dann auch wieder den Kassenpatienten nutzt. Denn die haben ja auch nichts davon, wenn sie zwar genauso schnell behandelt werden wie Privatpatienten, die Ärzte sich aber in ihren Praxen auf veraltetes Gerät verlassen müssen. Weil sie sich modernere nicht leisten können.

Ursprünglich ging es mir aber um Obamacare. Und da zeugt ihre Meinung lediglich von mangelnder Empathiefähigkeit.
Es ist glaube ich nicht allzu schwer sich vorzustellen, dass eine Eigenbeteiligung von 2000 € und mehr im Jahr gerade für Menschen ein Problem darstellt, die sich eine KV ohne staatliche Subventionierung überhaupt nicht leisten könnten.

Sie schreiben “Kaum jemand ist angewiesen…”, nur reden wir hier doch gerade über diese Leute. Wir reden nicht von der Mittelschicht und auch nicht von der oberen Unterschicht. Sondern von Menschen die sich jahrelang überhaupt keine KV leisten konnten und dies nun nur aufgrund staatlicher Subventionierung können. Da sind 2000 € pro Jahr (und da fängt es überhaupt erst an, das können auch 3000 oder 4000 € sein) mit Sicherheit ein Problem.
In Dtl. gab es vor ein paar Jahren noch die sog. Praxisgebühr. Die betrug 10 oder 15 bis 20 € pro Quartal (den genauen Betrag habe ich vergessen). Diese Praxisgebühr wurde mit dem erklärten Ziel eingeführt Menschen davon abzuhalten wegen jedes Wehwehchens zum Arzt zu rennen. 15 € pro Quartal (oder so).
Sie sehen schon den Unterschied zwischen 60 € pro Jahr und 2000 €? Oder nicht?
In Dtl. reichen angeblich 60 € pro Jahr schon aus um Menschen davon abzuhalten sinnlos zum Arzt zu rennen. Aber arme Menschen in den USA können einfach mal eben so 2000 Dollar locker machen?
In welcher Welt leben Sie? Jedenfalls in einer Welt in der Sie den Kontakt verloren haben zu Menschen die eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sie können ja mal in Dtl. versuchen von 8,84 € Mindestlohn eine Wohnung, ein Auto und eine Familie zu bezahlen und dann mal eben locker flockig 2000 Kröten für eine Behandlung aufzubringen.
Ihre Arroganz und Ihre Ignoranz stehen stellvertretend für die immer größer werdende Kluft zwischen Wohlhabenden und Privilegierten in diesem Land (oder den USA) und der immer größer werdenden Unterschicht.
Wenn Ihnen heute irgendwo etwas wehtut und Ihnen etwas seltsam vorkommt an Ihrem Körper, dann sollten Sie zu Arzt gehen. Und nicht dazu verdammt sei erstmal abwarten zu müssen ob aus dem leichten Zwacken ein ausgewachsener Tumor wird.
Mit ein wenig Empathie könnte man das begreifen. Gerade in einem Land das so reich ist wie nie zuvor in seiner Geschichte.
Aber je mehr Kohle man hat, desto mehr geht anscheinend auch die Empathie flöten.
Seltsam. Wäre die Welt ein guter Ort, wäre es vermutlich umgekehrt.

bleistift Februar 3, 2018 um 13:33

Fun fact am Rande.
Deutschland hat nach Meinung der New York Times (immerhin die wichtigste Zeitung der Welt, ungelogen) das beste Krankenversicherungssystem der Welt.
Ok, das zweitbeste. Knapp hinter der Schweiz.

Die NYT hat ein paar Experten beauftragt die KV-Systeme wichtiger Länder zu bewerten. Dtl. musste gegen die Schweiz antreten und schied damit schon in der ersten Runde aus. Aber knapp.
3:2.
Deutschland also schon in der ersten Runde ausgeschieden.

In der Zusammenfassung schreibt die NYT dann aber interessante Dinge: “Germany would have tied Switzerland had we averaged our rankings of the nations instead of using head-to-head matchups in a bracket system (Switzerland eliminated Germany in the first round). It’s an example of how close the voting was. Not one vote was unanimous among the judges, and all the semifinal and final votes were 3-2. Clearly, there is room for disagreement about the relative merits of health systems, and different experts would surely reach different conclusions.”

Also der Sieg der Schweiz fiel denkbar knapp aus. Dtl. hätte auch gewinnen können.
Sieger der Herzen sozusagen. Typisch deutsche Redewendung.
So ganz schlimm kann unser KV-System also auch nicht sein.

Hier der Artikel der NYT.

“The Best Health Care System in the World: Which One Would You Pick?

To better understand one of the most heated U.S. policy debates, we created a tournament to judge which of these nations has the best health system: Canada, Britain, Singapore, Germany, Switzerland, France, Australia and the U.S.”

https://www.nytimes.com/interactive/2017/09/18/upshot/best-health-care-system-country-bracket.html

bleistift Februar 3, 2018 um 13:41

Übrigens, @Haupts:

“U.S. vs. Singapore: Our pick: United States, 4-1″

Bitter!

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