Der langweiligste Börsencrash der Geschichte

by Weissgarnix on 6. Februar 2018

Wäre es nicht überall der Online-Aufmacher, ich hätte es noch nicht mal bemerkt. Wallstreet bis zu 6% runter, aha, Dow Jones “historisch” um ganze 1600 Punkte eingebrochen, Wahnsinn! OK, nun steht er “historisch” ebenso bei knapp 24.000 Punkten und ging seit gefühlten 5 Jahren stetig nach oben, aber gut: Das verwässert die schöne Katastrophengeschichte, ergo erwähnen wir es allenfalls in einem Nebensatz.

Der das hier schreibt hat gute 70% seines Vermögens in Aktien, annähernd 100% seiner liquiden Assets, and couldn’t give a shit. Die Zeiten, wo mich ein Börseneinbruch gefrustet hat (und oh ja, die gab es!) sind vorbei. Außerdem haben sich die Verhältnisse geändert. Und zwar gerade nicht so, dass “This time it’s different!” als Losung auszugeben wäre, sondern das genaue Gegenteil: “This time it’s like every time!”. Eben. Langfrist Charts von Dax und Dow schon mal angesehen? Ja? OK, dann wisst ihr was ich meine.

Die simple Conclusio lautet: Alle Ansichten über “langfristige” Anlage in Aktien sind richtig. Ausnahmslos. Noch jeder Crash war in der historischen Perspektive eine Kaufgelegenheit. Und dieser ist es bzw wird es auch. No kidding!

Aktien sind Kapitalismus. Kapitalismus ist unser System. Ich betone “Kapitalismus”, nicht “Marktwirtschaft”. Marktwirtschaft ist was anderes, etwas, dass es vielleicht mal gegeben hat oder vielleicht auch nicht (ich zweifle jedenfalls stark daran). Aber Kapitalismus, that’s the name of the game. Wer sich darüber beklagt, hat lediglich nicht genügend Mittel, um mitzuspielen. Alle anderen freuen sich. So wie ich.

Es hat sicher nicht meines kleinen Büchleins und übriger schriftstellerischer Gehversuche bedurft, um das der Welt klar zu machen. Es war schon immer klar. Seit mindestens 500 Jahren, soweit es die Neuzeit betrifft. Und seit mindestens 40 Jahren, wenn wir nur die jüngere Geschichte ins Auge fassen. Die “Globalisierung” und der “entfesselte Raubtierkapitalismus” sei das böse Werk von Thatcher, Reagan & Co gewesen, und hierzulande haben Kohl und Konsorten dazu beigetragen. Na klar! Was sonst? Wo kommt denn der Wohlstand her, im Kapitalismus? Aus dem Kapitalismus! Yep, so easy! Man muss wirklich kein Raketentechniker in Diensten von Elon Musk sein, um das zu begreifen. Die Politik hat deshalb, aller sozialistisch eingefärbten Reden zum Trotz, ein Megainteresse daran, dass das Spiel weitergeht. Und es wird weitergehen!

Der alte Kostolany schrieb mal, dass er auf einem seiner Vorträge ein Wasserglas in den Gang zwischen den Sitzreihen geworfen hätte, um dem verdutzten Publikum zu verdeutlichen, wie das Spiel neuerdings laufe. Das Glas landete auf dem dicken Teppich, ohne zu zerbrechen. “Sehen Sie, der Teppich, das sind die Notenbanken.” Das war so um 1985, lange, lange vor der Eurorettung und den ganzen unzähligen Milliarden und Abermilliarden, die ausschließlich politisch motiviert in die Märkte gepumpt wurden, um weiterhin für Feel-Good-Atmosphäre zu sorgen. Kostolany hätte gestaunt, was alles geht. Die Trinkgläser, die man ihm auf seinen Vorträgen aufs Pult gestellt hatte, würden heute nie und nimmer ausreichen, um dem Publikum auf derartige Weise zu verdeutlichen, was geldpolitisch angesagt ist.

Und mal ganz abgesehen davon: Aktien sind, da beißt die Maus keinen Faden ab, seit langem die einzige verbliebene Option für positive Realrenditen. Staatsanleihen? Forget It! Corporate Bonds? Haha, nächster Vorschlag! Immobilien? Na ok, geht so. Aber auch nur, wenn man vom Fach ist und sich damit richtig gut auskennt. Und alles andere? Like what?

Aktien sind langristig die einzige originäre Anlage, weil Kapitalismus pur. Alles andere ist daraus mehr oder weniger abgeleitet. Wenn Aktien nicht laufen, weil es den Firmen nicht gut geht, dann sind Corporate Bonds auch kein Ruhekissen. Dann lieber the real deal. Und um die Ausmaße der aktuellen Katastrophe mal in den Kontext zu setzen, hier ein kurzes Zitat aus der FAZ:

Der Dow Jonesverlor zeitweise bis zu 6,25 Prozent und notierte auf nur noch 23.924 Punkten. Damit verlor er an nur einem einzigen Handelstag bis zu 1600 Punkte. Seine seit Jahresbeginn eingefahrenen Gewinne gab er damit komplett wieder ab.”

Wir checken mal kurz: Das Jahr ist Stand heute wie alt? 5 Wochen?

Der Dow hat also tatsächlich den Gewinn der letzten 5 Wochen eingebüsst.

Eine Luxuskatastrophe…

 

{ 197 comments… read them below or add one }

holger Februar 6, 2018 um 12:02

Eaton wo steht Eaton ?!

Das ist der Laden, wo ich wo gelernt habe… Gummi für Hydrsaulikschläuche gemacht…. WORLDWIDE used … und nun gehen se in die Türkei…

Ach Aktionäre sind auch nur Arshlöcher :D

holger Februar 6, 2018 um 12:04

Der Sinn der Börse Geld mit Hirn zusammen zu bringen ist och dahin

holger Februar 6, 2018 um 12:07

Strobl

“ohne Dummheit läuft nix”

wo is eigentlich e-flatione der Apfeljünger ?! Letztenw war er doch noch mitz Meyer Frank von telebörse n-tv bei n-tv ….

Alles wird gut … :D

ruby Februar 6, 2018 um 13:46

Alles wegen kleinster Zinserwartungen, Fundamentaldaten verschwinden im Sog zum Nichts.
Zentralbanken fungieren als schwarze Löcher der Traumgalaxien.

Adler Februar 6, 2018 um 14:50

„Aktien sind Kapitalismus. Kapitalismus ist unser System. Ich betone “Kapitalismus”, nicht “Marktwirtschaft”. Marktwirtschaft ist was anderes, etwas, dass es vielleicht mal gegeben hat oder vielleicht auch nicht (ich zweifle jedenfalls stark daran). Aber Kapitalismus, that’s the name of the game. Wer sich darüber beklagt, hat lediglich nicht genügend Mittel, um mitzuspielen. Alle anderen freuen sich. So wie ich.“

Wow – ein echter Strobl! Dafür lieben ihn seine Fans.

Nur hat er fast keine mehr. Ja damals, beim FAZ-Blog „Chaos as usual“, da hat er den Don Alphonso, deutlich überholt.

Heute ist Don Alphonso der Star-Blogger der FAZ. Und zieht eine riesige Herde von Spießern und Biedermeiern hinter sich her mit seinen langweiligen Geschichten von Teekannen, vom Radfahren, den Kuchenstücken am Tegernsee, dem Müll in Berlin, dem Kampf gegen Feministinnen, Genderistinnen, Nafris, Linken und Grünen.

Selbst ein Goodnight scheint nicht mehr so begeistert vom Kapitalismus und dem schnellen Geld zu sein, denn – dies scheint er inzwischen begriffen zu haben – der Preis dafür ist der Verlust der bürgerlichen Welt.

Goodnight schreibt:
It’s time to call bullshit. Bullshit on what? Every fucking thing.
Wenn man mal verstanden hat, wie abgef.ckt moderne Wirtschaftssysteme funktionieren, dann wundert einen ein Berliner Flughafen oder Stuttgart21 oder täglich erneuerte Autobahnen etc. nicht mehr. …
Wer eine moderne Immobilie erwirbt, der erwirbt das Abfallprodukt einer Gewinnmaximierungsmaschine.“
http://blogs.faz.net/stuetzen/2018/02/04/die-aufgabe-der-klimaziele-und-daemmplatten-8718/#comment-195056

Genau das ist Kapitalismus. Nichts weiter als eine Geldvermehrungsmaschine für diejenigen, die Geld haben.

Aber das Leben wird immer beschissener. Da ist nichts mehr mit dem Guten, Wahren, Schönen.

Die Gesellschaft wird zur Dystopie. Und die Zukunft ist ein Leben in failed States.

egghat Februar 6, 2018 um 15:05

Habe gestern eine kurz charttechnische Analyse gesehen (gebe nicht viel auf den Mist, war aber für die Einordnung ganz gut): Der Dow ist mit dem “Crash” gestern an den *oberen* Rand des Aufwärtstrends seit Anfang 2016 zurückgefallen. Daraus lassen sich schnell zwei Dinge ableiten: a) Der Aufwärtstrend ist noch völlig intakt. b) Der steile Aufwärtstrend der letzten paar Wochen konnte eh nicht so weiter gehen.

Hajib Chamberlain Februar 6, 2018 um 15:18

Werter Weissgarnix,

als kürzlich ernannter Sprecher der Reptokraten in Ihrem Blog möchte ich mich zunächst für das Vertrauen bedanken, dass Sie der Asset-Klasse “Aktien” und der Teppich-artigen Rolle der Notenbanken entgegenbringen. Gleichzeitig erlaube ich mir aber, auf ein Ereignis hinzuweisen, das am 8.1.1988 stattfand und in besonders eindrucksvoller Form zu belegen weiss, wie weitsichtig doch das Führungspersonal meiner Spezies gegenüber gewöhnlichen Erdmenschen ist. An diesem Tag, also übermorgen vor genau 30 Jahren, erschien das auf diesem Planeten durchaus renommierte Wirtschaftsjournal “The Economist”. Wie immer kommt der Jahresausgabe dieses Journals eine besondere Bedeutung zu, da es auf der Titelseite ein Gleichnis erzählt, das irgendwie und für gewöhnliche Erdmenschen nicht sofort ersichtlichen Weise auf die Zukunft hinweist. Sie sehen hier: https://www.reddit.com/r/ethtrader/comments/4na8uw/1988_economist_cover_predicting_a_world_currency/ , dass es in 2018 eine neue Asset-Klasse des Typs “Coins” geben wird, die sich wie ein Phoenix aus der Asche abbrennender Papierwährungen erheben wird.

Diese Asset-Klasse besitzt Achterbahnvolatilität, die gut und vernünftig ist, um gewöhnliche Erdmenschen von einer Partizipation abzuschütteln.

Weissgarnix Weissgarnix Februar 6, 2018 um 15:20

Paperlapap. Der Don ist der Beste. Chaos as Usual war eine der großen Enttäuschungen meines Lebens, zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd auf dem Niveau von Fonsi oder dem wgn-Blog. Ich gebe keinem die Schuld außer mir, es ist halt ein Riesenunterschied, im heiligen Hellerhof einen auf intellektuell zu machen oder auf seiner hauseigenen Spielweise ungehemmt drauflos zu fabulieren. Zu meiner Ehrenrettung gebe ich zu Protokoll, dass mir das sehr schnell klar wurde, viel schneller als so manch anderem, und ich dann auch schnell die Reissleine zog.

Weissgarnix Weissgarnix Februar 6, 2018 um 15:22

>Genau das ist Kapitalismus. Nichts weiter als eine Geldvermehrungsmaschine für diejenigen, die Geld haben.

Yep. Was sollte es sonst sein? Der Name ist Programm, insofern machen der Kapitalismus und seine Fans auch niemandem etwas vor.

Systemfrager Februar 6, 2018 um 16:33

Wo kommt denn der Wohlstand her, im Kapitalismus? Aus dem Kapitalismus! Yep, so easy!

Ach jetzt kapiere ich es:
USA, EU ist Kapitalismus, deshalb seit etwa drei Jahrzehnten “der Wohlstand für alle” – untere 90%
China ist Kommunismus, deshalb seit etwa drei Jahrzehnten “kein Wohlstand für alle” – untere 90%
Hilfeeeeeeeeeeeeeeeeeeee,
da habe ich was schrecklich durcheinander gebracht, verwechselt

Linus Februar 6, 2018 um 16:42

“Wo kommt denn der Wohlstand her, im Kapitalismus? Aus dem Kapitalismus! Yep, so easy!”
Nope, not so easy! Auch im Kapitalismus gilt: wir leben nicht von denen, die Bullshit produzieren, sondern von denen, die keinen Bullshit produzieren. Das darfst du dir übers Bett hängen.

Viele Menschen sehen dieses Motto als Berufung. Und haben gerade deshalb im Kapitalismus schlechte Karten.

Systemfrager Februar 6, 2018 um 16:49

Was haben Fisher und Strobl gemeinsam?

Mit seiner Überzeugung hat Fisher sein Geldvermögen in Aktien investiert, weil er noch wenige Tage vor dem Börsencrash am Schwarzen Freitag fest davon überzeugt war, dass die „Aktienkurse ein – wie es scheint – dauerhaft hohes Niveau erreicht haben.“ Dumm gelaufen, kann man da wohl sagen. Auf einen Schlag hat er alles verloren. Wie jedoch bekannt ist, können Tatsachen einen neoliberalen Ökonomen nicht beeindrucken, geschweige denn seinen Glauben an den freien Markt in Zweifel ziehen. Auch nach seiner persönlichen Katastrophe konnte Fisher einfach nicht davon lassen, sich immer weiter zum Narren zu machen. Noch monatelang hat er mit seinem ganzen Renommee als großer Wirtschaftswissenschaftler den Investoren versichert, die Wirtschaft stünde kurz vor einer kräftigen Erholung. Nur ein Bisschen mehr Realitätsfremdheit würde eigentlich schon eine psychologische Behandlung erfordern – allerdings gelten in der Wirtschaftswissenschaft bis heute noch andere Maßstäbe.

Es verwundert nicht, dass eine solche „Kapazität“ wie Fisher ein Unterstützer und Berater des damaligen konservativen und marktradikalen Präsidenten Herbert Hoover war. Fügen wir noch hinzu, was Hoovers Finanzminister Mellon damals zur Krise zu sagen hatte.

„Sie wird die Fäulnis aus dem System waschen. Hohe Kosten für die Lebenshaltung und hohe Lebensstandard werden herunter kommen. Leute werden härter arbeiten, ein moralisches Leben führen. Werte werden gesetzt und unternehmende Leute werden aufsammeln, was die weniger fähigen Leuten zurück lassen.“

Man kann sich fragen, wie ist es ihm nur gelingen konnte, die ganze neoliberale Überheblichkeit, Dreistigkeit und Rücksichtslosigkeit in so wenige Worte zu fassen. Das Wort „waschen“ passt auch gut zu Fisher. Vor der Großen Depression hat sich der große Ökonom leidenschaftlich dafür eingesetzt, den Arbeitern den Alkohol zu verbieten und ihnen persönliche Hygiene anzuordnen. Man kann sich schnell denken warum. Die nüchternen und gesünderen Arbeiter kann man eben noch besser ausbeuten. Aber kommen wir zurück zu Fishers ökonomischen Irrungen und Wirrungen.

Der Ökonom mit dem Hammer

Michael Februar 6, 2018 um 16:58

Dieses Crashchen war eher interessant. Es gab in einem maßlos übergekauften und nach wie vor fundamental erheblich überbewerteten “Markt” keine Vorwarnungen. Also ist das nicht sonderlich ernst. Aber von total übergekauft innerhalb von wenigen Tagen auf überverkauft zu trudeln halte ich für interessant.

Das zeigt letztlich, dass DOW&co. nur von Algorithmen aufgeblasen waren. Und zwar auf Kredit. Das zeigen die Wertpapierkredite an der NYSE, die gewöhnlich bis zu 6 Monate vor dem Crash sinken. Nur 2015 funktionierte das nicht, sie stiegen trotz sinkender Wertpapierkredite wie irre weiter. Die letzten bekannten Zahlen vom Dezember hatten ein neues Allzeithoch gebildet. Falls es ernst wird, sollte man die beobachten. Ebenso, wie die Aktienrückkäufe durch US-Konzerne. Auch, und nicht zu knapp, “auf Kredit gekauft”.

In die “Märkte” wurde überhaupt kein “Geld” gepumpt. Die Notenbanken haben im Prinzip nur die faulen Kredite der letzten Exzesse frei- oder hochgekauft. Die Indizes wurden durch Algorithmen aufgeblasen. Genauso haben sie jetzt innerhalb weniger Tage etwas heiße Luft abgelassen.

Da ist nichts anders als früher und es wird enden wie immer. Wichtig ist das nicht. Für den Kapitalismus sind solche Zockerbuden, von denen behauptet wird, es wären “Märkte”, eine Methode überschüssig geschaffene Liquidität zu vernichten.

Bogus Februar 6, 2018 um 17:15

“Aber Kapitalismus, that’s the name of the game. Wer sich darüber beklagt, hat lediglich nicht genügend Mittel, um mitzuspielen. Alle anderen freuen sich. So wie ich.”

Strobl, als ich damals – verwirrt durch die Ereignisse der Finanzkrise, erschreckt durch all die Crashproheten, von nix ‘ne Ahnung habend und angelockt durch einen interessanten Buchtitel, der eine andere Sichtweise versprach als das gängige, mir damals bekannte Narrativ – als ich damals also zuerst bei deinem Buch gelandet bin und dann in deinem Blog, da wurde mir zwar nach und nach einiges klarer, auch dank so mancher Kommentatoren, aber vieles fand ich immer noch in sich widersprüchlich.

Wenn du damals Buch und Blog das obige Zitat als Motto vorangestellt hattest, so denke ich nun, hätte sich manche Widersprüchlichkeit von alleine aufgelöst oder wäre von mir erst gar nicht als solche empfunden worden.

Goodnight Februar 6, 2018 um 17:47

Yep.

Den Kapitalismus hat WGN begriffen.

Trotz marktwirtschaftlicher Indoktrinierung im Studium und Unternehmen.

Das unterscheidet ihn von all den Leuchten hier, die immer noch versuchen die Realität an die VWL anzupassen. Ohne (Lern-)Erfolg.

Im Kapitalismus muss man mit der Herde schwimmen. Aber immer im vorderen Drittel.
Das beste Schwimmbecken im Kapitalismus ist der Aktienmarkt, da kann man WGN ebenfalls nur zustimmen.

Tja.

Und jetzt Bühne frei für die VWLer.

enrico Februar 6, 2018 um 17:50

@WGN schrieb:
“”””””””Na klar! Was sonst? Wo kommt denn der Wohlstand her, im Kapitalismus? Aus dem Kapitalismus! Yep, so easy! “”””””””””

Nope, not so fricken easy:

Diese WGN-Aussage ist in etwa so, als wie wenn man sagen würde: “Nicht der Sklave erarbeitet das Zuckerrohr sondern der Sklavenhalter als Plantagen-Eigentümer.

Der Wohlstand entsteht zunächst einmal durch gute Zusammenarbeit mittels Arbeitsteilung.
Kapitalismus schafft kein Wohlstand, so wie auch der Sklavenhalter keine Plantagen-Produkte produziert. Trotzdem hat das eine mit dem anderen zu tun.

@WGN weiter:
“””””Marktwirtschaft ist was anderes, etwas, dass es vielleicht mal gegeben hat oder vielleicht auch nicht”””””

Marktwirtschaft ist (IMHO) ab dem Moment entstanden wo “Geld” als Tributmittel eingeführt wurde. Die Steuerpflichtigen mussten nämlich ab sofort unbedingt zu diesem Geld kommen um ihrer Tributpflicht nachzukommen. Und das konnten sie eben nur, wenn sie etwas gegen dieses verkauft haben.

Nachdem aber das Geld so unter die Leute gekommen ist, entstand kurz darauf auch ein Kreditwesen, welches sich diesem Gelde bediente und anpasste. Das war der Moment wo sich der dann erst entstandene Kapitalismus der Marktwirtschaft bemächtigte. Marktwirtschaft als solche, d.h. ohne Kapitalismus gab es nur sehr, sehr kurzzeitig. Kapitalismus könnte man auch als Chrematistike bezeichnen, sie ist die Kunst, Reichtum zu erlangen

Da haben wir also die (Staats-)Herrschaft, die zwar nichts erarbeitet, die aber das Wirtschaften erst entstehen ließ.

Dann haben wir die Herrschaft des Kapitalismus, der selbst auch nicht produktiv arbeitet, aber eine sehr produktive Arbeitsteilung entstehen ließ und lässt.

Aus der Geldwirtschaft sind somit zwei Aktivitäten entstanden: 1. die Marktwirtschaft und 2. die Chrematistike also der Kapitalismus.

Der Kapitalismus hat sich aber der Marktwirtschaft bemächtigt wie einst der Sklavenhalter der Sklaven.

@Adler schrieb:
“”””der Preis dafür [des Kapitalismus] ist der Verlust der bürgerlichen Welt. “””””

Das ist sehr wichtig dies zu erkennen: Der Kapitalismus zerstört die bürgerliche Welt, die ja auch Voraussetzung für verbreiteten Wohlstand ist. Kapitalismus und Wohlstand sind richtig gesehen eigentlich Antagonisten. Wohlstand ist im Grunde lebendige und gesunde “Zivilisation”. Somit ist der Kapitalismus nichts anderes als ein Parasit der Zivilisation.
Trotzdem hat er aber dazu beigetragen, dass die Zivilisation zum Blühen kam. Das erscheint paradox. So paradox wie die Erkenntnis, dass das Geldwesen und die Wirtschaft letztlich eine Folge des Krieges war.

Wie gesagt: Marktwirtschaft ist nicht gleich Kapitalismus. Was wäre heute aber Marktwirtschaft ohne Kapitalismus? Es wäre eine flache, ziemlich ärmliche Bazarwirtschaft. Und zwar deshalb, weil das Kreditwesen fehlen würde, letzteres gehört immer noch zur Chrematistike.

Was heute also fehlt ist die Abtrennung der Chrematistike von der Zivilisation. So gesehen bin ich weder Sozialist noch Kapitalist aber ein “Zivilisationist”.

Zivilisation entsteht durch Erkenntnis der größeren Zusammenhänge. 2Im nächsten Kapitel” geht es dann um das Modell einer “Zivilisationistischen Wirtschaft”. Merkwürdig, während ich diese Zeilen schreibe, kommt mir immer wieder Alexander von Humboldt in den Sinn. Vielleicht hätte ihm diese Überlegung ja gefallen.

saluditos, enrico

Goodnight Februar 6, 2018 um 17:55

BTW:

Natürlich werden die Zentralbanken All In gehen um einen Crash zu verhindern, aber auch im Kapitalismus gibt es dieses kleine böse Ding namens “Paradoxie”.

Die Paradoxie, die uns gerade umtreibt ist die:

Der Markt weiß: Die Zentralbanken wollen den Zins UNBEDINGT erhöhen.
Die Zentralbanken wollen aber nicht, dass der Markt das weiß.

Der Markt weiß es aber.
Aber der Markt hofft, dass die Zentralbanken wissen, dass es der Markt weiß, und die Zentralbanken deshalb nicht tun, was sie zu tun haben.

Paradoxien sind extrem instabil, wenn sie nicht zu eine rSeite aufgelöst werden können.

Tja, und das sehen wir gerade.

Goodnight Februar 6, 2018 um 17:58

@Enrico

“Wohlstand ist im Grunde lebendige und gesunde “Zivilisation”. Somit ist der Kapitalismus nichts anderes als ein Parasit der Zivilisation.”

Yep, jetzt kann ich das McBook zuklappen, jetzt kommt das sinnlose VWL Gedöns…

enrico Februar 6, 2018 um 18:05

“”””””>Genau das ist Kapitalismus. Nichts weiter als eine Geldvermehrungsmaschine für diejenigen, die Geld haben. “””””””

Kapitalismus ist Chrematistike. und Chrematistike ist der unerkannte Parasit der das Fleisch der zivilisatorischen Gemeinwesen unentwegt zersetzt.

LG, enrico

enrico Februar 6, 2018 um 18:20

“”””””””Yep, jetzt kann ich das McBook zuklappen, jetzt kommt das sinnlose VWL Gedöns… “””””

Nein, hier sind wir noch nicht beim VWL Gedöns, sondern eher beim Politgedöns.
Die Gesellschaften –am besten zu erkennen in Lateinamerika– werden NICHT durch Marktwirtschaft geschädigt, ganz im Gegenteil. Nein, sie werden durch Kapitalismus zersetzt.

Der Witz an der Sache ist jedoch dabei, dass dieser Parasit namens Kapitalismus stimulierend auf die Entwicklung der Zivilisation wirkt. Ein bisschen wie Kokain. Stimulierend und gleichzeitig immer mehr zerstörend.

LG enrico

Goodnight Februar 6, 2018 um 18:32

@Enrico

Zum Drogenmarkt:

Der VWLer sagt: Die Marktwirtschaft dient dazu, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.
D.h: Drogenhandel ist gut für die Menschheit!

Der Kapitalist sagt: Ich verkaufe nur Güter, die knapp sind.
Wenn die Politik das Gut Kokain durch Gesetze verknappt: fine by me.
d.h.: Drogenhandel ist gut für mich..was interessiert mich die Menschheit.

otto Februar 6, 2018 um 18:49

Vor sieben Jahren war die Finanzkrise wohl noch etwas frischer in Erinnerung.

WGNX
Und wer genau ist das im sozialen Wohlfahrtsstaat? Rentner, Beamte, Sozialhilfeempfänger und alle anderen, die von Erwerbstätigen finanziert werden. Oder sehe ich das falsch? Worin besteht also der wahre Antagonismus? Zwischen Kapital+Arbeit, die in der ökonomischen Realität zumindest im selben Boot sitzen (wenngleich die Machtverhältnisse innerhalb dieses Bootes klarer Weise asymmetrisch sind); oder zwischen Produktiven und Unproduktiven?

Neuling
es war einmal …….. die produktive Arbeit füttert die unproduktive Arbeit mit durch und das produktive Kapital füttert das unproduktive Kapital durch. Nun muss das unproduktive Kapital auch noch von der produktiven Arbeit mit versorgt werden.

WGNX
Verhält es sich nicht eher so?
“Das unproduktive Kapital füttert die unproduktive Arbeit durch, und produktives Kapital + produktive Arbeit füttern das unproduktive Kapital durch.”
Und das kann man gut finden oder auch nicht (ich finde es in Maßen gut). Gleichwohl sollte man nicht die Augen davor schließen, dass hier die entscheidende Linie verläuft und längst nicht mehr zwischen “Arbeit” und “Kapital”. Hardt/Negri haben es begriffen, diverse andere Autoren haben es begriffen, die Pseudo-, Proto- und Quasi-Marxisten in diesem Blog haben es noch nicht begriffen.

Neuling
…… vielleicht sind wir auch schon weiter und das unproduktive Kapital kreist um sich selbst und die unproduktive Arbeit fällt hinten runter.

WGNX
Diese Möglichkeit lässt sich leider nicht ausschließen.

Adler Februar 6, 2018 um 18:50

Zum einen ist der Kapitalismus eine Geldvermehrungsmaschine für diejenigen, die Geld haben.

Zum anderen eine Arbeitsmaschine. Kein System treibt die Menschen zum Arbeiten so an, wie der Kapitalismus, und zwar ohne die Peitsche des Sklaventreibers, sondern allein aus der Motivation, Geld verdienen zu müssen bzw. mehr Geld verdienen zu WOLLEN.

Kein anderes System fördert so die Selbstausbeutungsbereitschaft.

Und allein aus diesem Grund war der Kapitalismus den bisherigen Sozialismen unterlegen, zumal diese auf niedrigem technologischen Stand der Produktivkräfte operierten.

Kein anderes System fördert so die Gier der Geldeigentümer. Sie werden nie satt und bekommen nie genug.

Deshalb ist der Kapitalismus historisch so erfolgreich gewesen, kein anderes System hatte jemals den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt so gefördert.

Aber bei keinem anderen System in der Geschichte der Menschheit war die Diskrepanz zwischen technisch-wissenschaftlichen Fortschritt und dem fehlenden Wohlstand bzw. der Armut der arbeitenden Bevölkerung so groß.

Auf der einen Seite die Super-Reichen, deren Privatvermögen größer als das BIP vieler Staaten ist, auf der anderen Seite die lohnarbeitenden Habenichtse, die sich arm arbeiten – und dies alles in einer Gesellschaft.

Aber jetzt bekommt das kapitalistische System erstmalig Konkurrenz durch ein System, welches den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zum Wohle der arbeitenden Massen nutzt, deren Wohlstand und Lebensqualität ständig steigt.

djargo Februar 6, 2018 um 18:57

merkwürdig am “crash” ist höchstens, dass der letzte vergleichbare schon über ein jahr her ist bzw. der anstieg in dieser zeitspanne so ruhig verlief. umso schriller ist eben die medienreaktion nach all der zeit.

Systemfrager Februar 6, 2018 um 19:01

kein anderes System hatte jemals den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt so gefördert.

richtig

Aber bei keinem anderen System in der Geschichte der Menschheit war die Diskrepanz zwischen technisch-wissenschaftlichen Fortschritt und dem fehlenden Wohlstand bzw. der Armut der arbeitenden Bevölkerung so groß.

richtig

Aber jetzt bekommt das kapitalistische System erstmalig Konkurrenz durch ein System, welches den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zum Wohle der arbeitenden Massen nutzt, deren Wohlstand und Lebensqualität ständig steigt.

schnell, ich will es genau wissen!

Goodnight Februar 6, 2018 um 19:03

@Adler

Der Erfolg des Kapitalismus begründet sich durch die Indifferenz von Geld.

Geld ist der moralisch hochwertigste Maßstab ever.

Geld ist Demokratie pur.

Geld ist Freiheit.

Geld ist das Paradis auf Erden.

enrico Februar 6, 2018 um 19:05

@Aguila
“””””””Aber jetzt bekommt das kapitalistische System erstmalig Konkurrenz durch ein System, welches den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zum Wohle der arbeitenden Massen nutzt, deren Wohlstand und Lebensqualität ständig steigt. “”””””

was ist damit gemeint?

China?
Nationalsozialismus?
Etwas, das es vorher noch nicht gegeben hat?

lg,enrico

enrico Februar 6, 2018 um 19:13

“””””””Kein anderes System fördert so die Selbstausbeutungsbereitschaft. “”””””””

Das stimmt. Durch Zuckerbrot, Peitsche und Verführung.

Adler Februar 6, 2018 um 19:30

Korrektur:

Und allein aus diesem Grund war der Kapitalismus den bisherigen Sozialismen ÜBERLEGEN, zumal diese auf niedrigem technologischen Stand der Produktivkräfte operierten.

Logisch.

H.K.Hammersen Februar 6, 2018 um 19:38

@Adler
“Kein anderes System fördert so die Gier der Geldeigentümer.”

Können Sie nicht lesen? Hat Weissgarnix was von Geldeigentum geschrieben? Es ist wirklich so, dass die meisten Leute es niemals kapieren werden.

jmg Februar 6, 2018 um 19:41

@Goodnight Februar 6, 2018 um 18:32

“Der Kapitalist sagt: Ich verkaufe nur Güter, die knapp sind.
Wenn die Politik das Gut Kokain durch Gesetze verknappt: fine by me.
d.h.: Drogenhandel ist gut für mich..was interessiert mich die Menschheit.”

Kurz zusammengefasst:
Erstes Goodnightsches Kapitalismustheorem:
Wenn sich jeder verhält wie ein Arschloch, dann ist die Welt in Ordnung.

Auf sowas können nur Leute kommen, die Adam Smith und Hayek nicht gelesen (bzw. gelesen aber nicht verstanden) haben.

Goodnight Februar 6, 2018 um 19:42

@JMG

Adam Smith ist ein Märchenerzähler.

Goodnight Februar 6, 2018 um 19:43

Korrektur:
war ein Märchenerzähler.

Thorsten Haupts Februar 6, 2018 um 19:43

“Kein System treibt die Menschen zum Arbeiten so an, wie der Kapitalismus …”

Der altertümliche Landgutsklave, der mittelalterliche Bauer und der Bergwerksarbeiter des 18. Jahrhunderts gucken von ihrer Wolke runter und können sich nicht entscheiden, ob sie weinen oder lachen sollen.

jmg Februar 6, 2018 um 19:53

@ Adam Smith war ein Märchenerzähler.
So wie sie.

jmg Februar 6, 2018 um 19:54

Korrektur.
Sie wie sie es immer noch sind.

Sus scrofa Februar 6, 2018 um 20:04

Wertes @ Reptil vom Pluto, Februar 6, 2018 um 15:18

Statt “Reptokraten” muss es heißen “Plutokraten”.

Thorsten Haupts Februar 6, 2018 um 20:09

@Goodnight:

“Adam Smith ist ein Märchenerzähler.”

Reden wir über den Mann, der ganz offen davon schrieb, wie Wirtschaft durch den Egoismus der Händler und Unternehmer getrieben wird, denen es um ihren persönlichen Profit geht?

Über den?

Gruss,
Thorsten Haupts

Goodnight Februar 6, 2018 um 20:19

@Haupts

Genau über den.

Def. Wiki Märchen:

“Charakteristisch für Märchen ist unter anderem das Erscheinen phantastischer Elemente ….gleichzeitig tragen viele Märchen sozialrealistische oder sozialutopische Züge und sagen viel über die gesellschaftlichen Bedingungen, z. B. über Herrschaft und Knechtschaft, Armut und Hunger oder auch Familienstrukturen zur Zeit ihrer Entstehung, Umformung oder schriftlichen Fixierung aus. ”

Invisible Hand…..phantastische Elemente…

bleistift Februar 6, 2018 um 20:26

@ goodnight

“Geld ist der moralisch hochwertigste Maßstab ever.
Geld ist Demokratie pur.
Geld ist Freiheit.
Geld ist das Paradis auf Erden.”

Hast du noch mehr derartige sinnbefreite Plattitüden zu bieten?
Ich wette drauf.
Meiner bescheidenen Meinung nach bist du hier der größte Wellenschläger ever.
Du schreibst hier absolut nichts als eine Aneinanderreihung von hohlen Phrasen.
Jan Böhmermann hat in einer seiner Sendungen mal die moderne Popmusik kritisiert. Nichts weiter als Phrasen.
Um das zu beweisen (oder medienwirksam in die die Öffentlichkeit zu transportieren) hat er Kärtchen mit Wörtern an Schimpansen verteilt und aus dem Ergebnis einen Song gedichtet.
Ziel war es einen Preis beim Echo abzuräumen. Um die Banalität der Popmusik zu demonstrieren.

Ich gehe jede Wette ein das gleiche wäre auch mit dir und deinen Beiträgen hier möglich.

Es macht glaube ich wirklich keinen Unterschied ob der @goodnight hier sein Zeug erzählt oder ob es ein paar Schimpansen tun.
Sorry!

Hier der Song der Schimpansen:
https://www.youtube.com/watch?v=h8MVXC_hqNY

Michael Februar 6, 2018 um 20:27

“Und mal ganz abgesehen davon: Aktien sind, da beißt die Maus keinen Faden ab, seit langem die einzige verbliebene Option für positive Realrenditen. “
Soweit ich es richtig verstand, zahlen US-SP500-Unternehmen 2018 1,83% Dividenden und US-10y-Staatsanleihen 2,79% Zinsen. Bei Leitzinsen von 1,5% wird dieses Jahr mit 4 Zinsanhebungen in kleinen Schritten gerechnet. Nebenbei will Trump seine Steuerreform mit zusätzlichen Schulden finanzieren. Aktien sind nicht mehr “alternativlos”.

Rein theoretisch wäre es geboten long Euro und long US-Staatsanleihen gegen den Abbau von Aktienpositionen zu zocken.

Die Fahnenstange der US-Aktien ist gebrochen. Die fundamentale Bewertung, ja ich weiß, die bedeutet nicht allzuviel, ist nach dem Shiller-KGV nur noch knapp unter der des Allzeithochs von 1929 gewesen. Viele sind mit schlappen 100% Aktien unterwegs. Selbst wenn die “Konjunktur” super gut sein sollte, was ich schon bei den vergangenen Jahren bezweifeln würde, sollte man die Hintertür nicht aus dem Blick verlieren. Denn dieses mickrige BIP-Wachstum um 2% wurde in D oft mit Target2-Salden “bezahlt”. Also von der Bundesbank. Zum Ende 2017 summierte sich das auf schlappe 907 Mrd. €.

Das ist alles graue Theorie, ich spiele real nicht mit und warte auch nicht an der Seitenlinie. Natürlich werden im Februar/März immer mal wieder “Aktienschwächen” zelebriert, weil es Banken gibt, die dann die Aktien billig auf Kredit einsammeln, um die Dividenden zu kassieren. Zum Sommer fliegen sie dann wieder raus. Nachzusehen bei der Bundesbank Zeitreihe Wertpapierkredite. Da lässt sich sogar rausfiltern, welche Schmuddelkinder das spielen. Die ach so sauberen Sparkassen vornweg!

Kein Grund zur Panik, aber langsam nachdenken, ob Fundamentaldaten doch eine gewisse Berechtigung haben könnten. Das geht niemals gut und der Schwierigkeitsgrad bestünde darin, zum richtigen Zeitpunkt von long Euro auf long Dollar umzuschwenken.

Thorsten Haupts Februar 6, 2018 um 20:30

@Goodnight:

Ihnen ist schon klar, dass die “Invisible Hand” eine Metapher war für eine absolut reale Beobachtung – die Verbesserung der materiellen Lebensumstände?

Gruss,
Thorsten Haupts

Goodnight Februar 6, 2018 um 20:32

@bleistift

Geld ist frei von Rasse, Religion, politischer Überzeugung, Herkunft, Klasse, Geschlecht, Alter, Nationalität, etc.

Nichts auf dieser Welt war jemals ein größerer Equalizer.

Und jetzt Du.

bleistift Februar 6, 2018 um 20:33

“Jan Böhmermann lässt Song von Affen schreiben und landet auf Platz 1

Kurz vor der diesjährigen Echo-Preisverleihung knallte Jan Böhmermann der deutschen Musikindustrie eins vor den Latz und sagte, der wichtigste deutsche Musikpreis „Echo“, der fast ausschließlich nach Verkaufszahlen vergeben wird, ehre zu oft „seelenlose Kommerzkacke.“ Vor allem auf den zweifach nominierten Max Giesinger hatte es Böhmermann beim diesmaligen „Neo Magazin Royale“ abgesehen, der nur Gefühle abklappere, Trost spende und Tiefe vorgaukle. „Millionen erreichen und verdienen und dabei immer schön unpolitisch und abwaschbar bleiben“, so das Fazit des Moderators.”

http://www.webmail.business-punk.com/2017/04/jan-boehmermann-landet-auf-platz-1/

bleistift Februar 6, 2018 um 20:38

@ goodnight

“Geld ist frei von Rasse, Religion, politischer Überzeugung, Herkunft, Klasse, Geschlecht, Alter, Nationalität, etc.
Nichts auf dieser Welt war jemals ein größerer Equalizer.
Und jetzt Du.”

Welchen Schimpansen soll ich nun wählen?
Um auf Platz 1 zu landen?
Ein Wettbewerb der Eitelkeiten.

bleistift Februar 6, 2018 um 20:41

Ich hab’ einfach genug von Schimpansenmusik.
Ich will Jim Morrison.

Goodnight Februar 6, 2018 um 20:47

@Haupts

Wie im Märchen: Alles was er berichtet war richtig. Nur die Verpackung ist fake.
Die Kernaussagen von Smith sind Hardcorekapitalismus in Abgrenzung zur staatlichen Steuerung, nur ist das alles in einem Zuckerguss des gesamtgesellschaftlichen Glück verpackt, was dazu führte, dass die VWL und die jmg dieser Welt Smith für einen Sozialisten halten und dieser dann auch so verkauft wird. Und am Ende der Staat die Leerstelle der unsichtbaren Hand übernimmt (die Smith eigentlich nie wirklich ausführte)

Goodnight Februar 6, 2018 um 20:48

@bleistift

Haste keine Ahnung.

Tja.

bleistift Februar 6, 2018 um 21:01

Patti Smith – Because The Night

https://www.youtube.com/watch?v=uoGdx3I3dPE

bleistift Februar 6, 2018 um 21:03
jmg Februar 6, 2018 um 21:06

@Goodnight Februar 6, 2018 um 20:47
“Die Kernaussagen von Smith sind Hardcorekapitalismus in Abgrenzung zur staatlichen Steuerung, nur ist das alles in einem Zuckerguss des gesamtgesellschaftlichen Glück verpackt, was dazu führte, dass die VWL und die jmg dieser Welt Smith für einen Sozialisten halten und dieser dann auch so verkauft wird.”

Weder die “VWL” noch ich halten A.S. für einen “Sozialisten”. Die Ahnungslosigkeit scheint ja erheblich größer zu sein als ich vermutet habe. Zum Einstieg:
http://www.beck-shop.de/fachbuch/leseprobe/9783423307086_Excerpt_001.pdf

Thor Februar 6, 2018 um 21:07

@WGN

Du bist so weise, da kommt mir eine Frage in Erinnerung, die ich in ähnlicher Weise mal im “Gelben Forum” mit ihrer Elliot-Theorie, gestellt habe. Funktioniert “Elliot” wenn alle danach Traden?
Kann der Kapitalismus funtkionieren, wenn sich alle kapitalistisch verhalten? Ich meine ja nein.

Aktien zu kaufen ist natürlich trotzdem eine gute Idee.

Goodnight Februar 6, 2018 um 21:10

@jmg

Falls Du Smith gelesen haben solltest, dann stellt sich mir die Frage, inwieweit da aus Diener Sicht eine von Dir angedeutete Abweichung zum “Erstes Goodnightsches Kapitalismustheorem:

Wenn sich jeder verhält wie ein Arschloch, dann ist die Welt in Ordnung.

bestehen soll????

Goodnight Februar 6, 2018 um 21:12

BTW:

Natürlich halten VWLer den Adam Smith für einen Sozialisten, denn die VWL ist eine Sozialistische Lehre.

bleistift Februar 6, 2018 um 21:13

Nirvana – Where Did You Sleep Last Night

https://www.youtube.com/watch?v=pznH6HialbE

Das ist jedenfalls keine Fahrstuhlmusik.

Goodnight Februar 6, 2018 um 21:30

Übrigens haben wir seit 2008 Sozialismus.

Aber das ist etwa zu abstrakt für Euch.

Adler Februar 6, 2018 um 21:40

@ Goodnight
Der Erfolg des Kapitalismus begründet sich durch die Indifferenz von Geld.
Geld ist der moralisch hochwertigste Maßstab ever.
Geld ist Demokratie pur.
Geld ist Freiheit.
Geld ist das Paradis auf Erden.

Für wen?
Für intelligente oder dumme Menschen?

Geld ist der neue Gott, schrieb Marx 1844. Er erkannte den Fetischcharakter des Geldes. Und dass die Menschen zu „Fetischdienern“ werden.

„Geld ist Freiheit.“ – Aber nur, wenn der Mensch nicht dem Fetisch verfällt.

Geld ist lediglich äußere Freiheit, Freiheit zum Kaufen und Freiheit vom Zwang zur Erwerbsarbeit.

Für die bürgerliche Kultur und den bürgerlichen Menschen war die innere Freiheit ganz wichtig, weil sie Voraussetzung zur Selbstbestimmung ist.

Geld schafft keine innere Freiheit.

Wer dem Fetischcharakter des Geldes verfällt wird unfrei. So ein Mensch wird von Gier und Geiz beherrscht.

Solche Menschen – die gierigen und geizigen – verachtete der freie Bürger.

Der Kapitalismus macht fast alle Menschen zu „Fetischdienern“.

Ihre Idole sind reiche Menschen. Bei denen kommt der Marketingspruch „Geiz ist geil!“ an.

Der Nationalsozialismus verachtete das „raffende Kapital“ und deren Personifikationen.

„Geld ist Freiheit.“ Das ist einerseits zutreffend. Aber zur wirklichen Freiheit gehört die innere Freiheit vom Geld.

Man muss das Geld nicht abschaffen, wie einige Vulgärmarxisten meinen.

Selbstverständlich gehört es zur Freiheit der Menschen auch in postkapitalistischen Gesellschaften über Geld verfügen zu können und so die Wahlfreiheit zu besitzen, was sie für ihr Geld eintauschen wollen.

Sus scrofa Februar 6, 2018 um 21:57

@ Bleistift / Goodnight

Ich wollte in das Wirtshaus nun gelangen
Doch war ich schwul und schwarz und Schwein
Und fühlte mich gar elend und befangen
Und war nicht sicher: lässt man mich hier rein?

Der Wirt: ein übles Vieh, nicht gut geraten
Er sah mich an – und nein, kein Zweifel blieb:
Er wollte sagen “Sau!” – Da zeigte ich Dukaten.
Er sagte “Sir”. – Man hatte mich dann lieb.

Thor Februar 6, 2018 um 21:57

Geld ist Freiheit.

(Plainview, there will be Blood)
Well, if it’s in me, it’s in you. There are times when I… I look at people and I see nothing worth liking. I want to earn enough money I can get away from everyone.

Goodnight Februar 6, 2018 um 22:11

Geld ist wirklich ein Gefängnis. Im Gegensatz zu ….äh…zum Paradis.

Aber Ihr Snowflakes orientiert Euch ja immer am Paradis, deshalb sind Eure Argument auch so sinnlos, hier in der Realität.

Und jetzt geht weinen.

Übrigens, in der Realität kann ein kleiner hässlicher schwacher Mann aus der Unterschicht, mittels kapitalistischen Erfolg, d.h. Gelderwerb, eine Alpha Frau ergattern und soziale Anerkennung und Macht und Ruhm und Wohlstand und Freude und Glück und sich so dem Paradis maximal annähern.

Wer etwas kennt, außer Geld, das eine solche Befreiung aus strukturellen Begrenzungen ebenfalls ermöglicht, der trete hervor und spreche jetzt.

Die größte Freiheitsbewegung der Menschheit war die Erfindung des Geldes.

Period.

Adler Februar 6, 2018 um 22:19

@enrico Februar 6, 2018 um 19:05
was ist damit gemeint?
China?
Nationalsozialismus?
Etwas, das es vorher noch nicht gegeben hat?

Der Nationalsozialismus war vom ökonomischen Konzept her rückschrittlich und primitiv. Wie im „Middle Age“ wollten die Nazis und ihre Hintertanen mit militärischen Mittel erobern, versklaven und rauben.

Die Nazis und ihre Drahtzieher hatten nicht verstanden, dass in der kapitalistischen Welt der Aufstieg zur Weltmacht durch die Eroberung von Märkten geschieht. Nicht mit militärischen Mitteln, sondern mit innovativen und überlegenen Produkten auf Basis wissenschaftlich-technischer und industrieller Überlegenheit.

Im Nationalsozialismus bestimmten reaktionärer Adel, rückständige Kapitalisten auch der Schwerindustrie, Finanzkapitalisten und Militärs über den Aufstieg der Nazis.

China hat es sehr clever gemacht. Es hat die Profitgier der Kapitalisten und ihrer Funktionseliten ausgenutzt, so dass diese in China ihre Werke aufbauten. Mit billigen Arbeitskräften konnte sie hohe Profite realisieren. Die Gewinne gingen an die Kapitaleigner und das Management. Und China profitiert vom Technologietransfer. Und investierte in Bildung und Forschung.
China praktiziert ein Konzept von Mixed Economy, also von Planwirtschaft und Marktwirtschaft.

Sus scrofa Februar 6, 2018 um 22:21

@ Goodnight

Mit dem Geld hast Du schon recht. Trotzdem schreist Du gerade. Nach was?

Goodnight Februar 6, 2018 um 22:24

@Sus scrofa

Nach Ruhm, weil hier ist die Welt ja noch unfrei, in diesem Blog, hier kann man Ruhm nicht kaufen. Hier muss man noch arbeiten.

Goodnight Februar 6, 2018 um 22:25

BTW.

Wer arbeitet, der ist kein Kapitalist.
Der ist VWLer.

Bogus Februar 6, 2018 um 22:50

“Aber Kapitalismus, that’s the name of the game. Wer sich darüber beklagt, hat lediglich nicht genügend Mittel, um mitzuspielen. Alle anderen freuen sich. So wie ich.”

Strobl, du bist doch nicht blöd. Na ja – zumindest nicht ganz so blöd wie beispielsweise der Superproll (“Mein SUV! Mein MacBook! Meine Rolex”) Goodnight. Deshalb nehme ich dir nicht ab dass du so tust als wüsstest du nicht ganz genau, dass es durchaus Gründe gibt jenseits von “hat nicht genügend Mittel”, die es rechtfertigen, diesen Kapitalismus zu kritisieren.

Linus Februar 6, 2018 um 23:06

“Übrigens, in der Realität kann ein kleiner hässlicher schwacher Mann aus der Unterschicht, mittels kapitalistischen Erfolg, d.h. Gelderwerb, eine Alpha Frau ergattern und soziale Anerkennung und Macht und Ruhm und Wohlstand und Freude und Glück und sich so dem Paradis maximal annähern.”

Es gibt Notwendigkeiten, und es gibt Eitelkeiten. Diese Aufzählung erschöpft sich in Letzteren.

“Nach Ruhm, weil hier ist die Welt ja noch unfrei, in diesem Blog, hier kann man Ruhm nicht kaufen. Hier muss man noch arbeiten.”

Hier ist nichts unfrei. Hier kann man nichts kaufen. Hier darf man arbeiten. Völlig andere Baustelle.

H.K.Hammersen Februar 6, 2018 um 23:08

Mit dem Kapitalismus ist es wie mit der Demokratie: von allen bekannten Systemen das am wenigsten schlechte.

Übrigens, Goodnight, es geht es nicht um Geld, sondern um Kaufkraft. Für die braucht man kein Geld.

Thorsten Haupts Februar 6, 2018 um 23:52

@Bogus:

“… Gründe gibt jenseits von “hat nicht genügend Mittel”, die es rechtfertigen, diesen Kapitalismus zu kritisieren. …”

Man kann alles kritisieren (in Deutschland muss man das sogar :-)).

Das Kernproblem aller Kritiker ist sehr einfach: Sie haben keine, zero, nada überzeugende, geschweige denn praxiserprobte, Alternative. Das führt dazu, dass Kritik im wesentlichen destruktiv wirkt/ist. Deswegen ist sie so häufig – gerade in “sozialen Netzwerken” – und gleichzeitig so folgenlos.

Gruss,
Thorsten Haupts

Hajib Chamberlain Februar 7, 2018 um 00:15

Sus scrofa Februar 6, 2018 um 20:04

“Statt “Reptokraten” muss es heißen “Plutokraten”.”

Nein, das ist fasch – wir kommen nicht vom Pluto. Wir waren vor euch auf diesem Planeten. Ihr seid das Produkt einer – wie heisst es eurer Sprache – Manipulation: https://www.luisprada.com/the_lacerta_files/

Hajib Chamberlain Februar 7, 2018 um 00:53

Adler Februar 6, 2018 um 22:19

“Der Nationalsozialismus war vom ökonomischen Konzept her rückschrittlich und primitiv. Wie im „Middle Age“ wollten die Nazis und ihre Hintertanen mit militärischen Mittel erobern, versklaven und rauben.”

Das ist nicht richtig: Der Nationalsozialismus war nicht rückschrittlich und primitiv – er war aber aggressiv. Die Aggressionen waren gegen eine Gruppe von Menschen gerichtet, die andere Interventionisten mit Bezug auf biblische Skripten auf uns, die Ureinwohner “eures” Planeten richteten, um von ihren eigenen malevolenten Absichten abzulenken.

Hajib Chamberlain Februar 7, 2018 um 01:10

Sus Scrofa:

“Der Wirt: ein übles Vieh, nicht gut geraten
Er sah mich an – und nein, kein Zweifel blieb:
Er wollte sagen “Sau!” – Da zeigte ich Dukaten.
Er sagte “Sir”. – Man hatte mich dann lieb.”

Korrekt ist:

“Der Wirt: ein übles Vieh, nicht gut geraten
Er sah mich an – und nein, kein Zweifel blieb:
Er sagte “Ssssüsssse Ssssau!” und zeigte dann Dukaten.
Ich sagte “Ssssssir”. – Man hatte mich dann lieb.

Adler Februar 7, 2018 um 01:31

@H.K.Hammersen
Können Sie nicht lesen? Hat Weissgarnix was von Geldeigentum geschrieben? Es ist wirklich so, dass die meisten Leute es niemals kapieren werden.

Können Sie diesen Einwand erläutern?

Mein Eindruck ist, Sie kapieren es nicht.

Geldeigentum ist die abstrakteste Form von Eigentum, die zu Kapital gemacht werden kann.

Hajib Chamberlain Februar 7, 2018 um 01:38
Adler Februar 7, 2018 um 01:45

@Goodnight

Seltsame Diskussion hier.

Propagiert hier irgendjemand die Abschaffung des Geldes?

Ich jedenfalls nicht, im Gegenteil:
<i<Selbstverständlich gehört es zur Freiheit der Menschen auch in postkapitalistischen Gesellschaften über Geld verfügen zu können und so die Wahlfreiheit zu besitzen, was sie für ihr Geld eintauschen wollen.

Mit der Transformation des Kapitalismus verschwindet nicht das Geld.

Gibt es Widerspruch?

Nein?
Dann ist dieser Punkt abgehakt.

Adler Februar 7, 2018 um 02:16

@Goodnight
Übrigens, in der Realität kann ein kleiner hässlicher schwacher Mann aus der Unterschicht, mittels kapitalistischen Erfolg, d.h. Gelderwerb, eine Alpha Frau ergattern und soziale Anerkennung und Macht und Ruhm und Wohlstand und Freude und Glück und sich so dem Paradis maximal annähern.

Wer etwas kennt, außer Geld, das eine solche Befreiung aus strukturellen Begrenzungen ebenfalls ermöglicht, der trete hervor und spreche jetzt.

Wo soll der gesellschaftliche Vorteil liegen, dass sich ein kleiner hässlicher schwacher Mann aus der Unterschicht – egal wie – eine Alpha Frau ergattert?

Und mit ihr weitere kleine hässliche schwache Männchen zu zeugen?

Nehmen wir an, der kleine hässliche schwache Mann ist – wie z.B. Luhmann – intellektuell höchst leistungsfähig, dann kann er in einem staatlichen System wie dem Wissenschaftssystem aufsteigen oder auch im nicht-kapitalistischen China. Und dort bekommt er dann auch seine Alpha Frau. Und die Gesellschaft hat etwas davon, wenn sich höchst intelligente Menschen vermehren.

Deine Argumentation ist also kein Argument für den Kapitalismus. sondern ein Argument für eine offene Gesellschaft und gegen geschlossene Gesellschaften wie feudale sowie Kastengesellschaften.

Für mich ist es völlig klar, dass eine nachkapitalistische Gesellschaft
1. eine offene Gesellschaft sein soll
2. keine Gleichmachergesellschaft wie der Gleichmachersozialismus sein darf

Weil alles andere ein historischer Rückschritt wäre.

Das heutige China ist KEINE Gleichmachergesellschaft! Wer im Staatsapparat in hoher oder höchster Position tätig ist, fährt Porsche Cayenne und bekommt seine Alpha-Frau, auch wenn er wie Luhmann aussieht.

Was Du als Kennzeichen des Kapitalismus ansiehst, ist auch in nachkapitalistischen Gesellschaften möglich.

Deine Argumentation ist folglich hinfällig.

Systemfrager Februar 7, 2018 um 07:14

@jmg

Wenn sich jeder verhält wie ein Arschloch, dann ist die Welt in Ordnung. Auf sowas können nur Leute kommen, die Adam Smith und Hayek nicht gelesen (bzw. gelesen aber nicht verstanden) haben.

So etwas kann nur jemand sagen, der Smith und Hayek, oder beide nicht gelesen hat.
@Goodnight

Natürlich halten VWLer den Adam Smith für einen Sozialisten, denn die VWL ist eine Sozialistische Lehre.

Nehmen wir an, mit der VWL wird der Frühliberalismus/Politische Ökonomie gemein. Dann ist es richtig. Der Letzte Smith-Nachfolger war John. S. Mill – er meinte die Marktwirtschaft würde zum Sozisalismus werden.
Der Neliberalismus ist der Kapitalismus.
Der Kapitalismus ist der kälteste aller kalten Ungeheuer.
Hayek ist ein Prophet des Bösen, ein Arxxloch, ein Unmensch, eine Monster ohne Moral, Gewissen … eine Kombination aller niedrigen und verdorbenen menschlichen Eigenschaften.
Der Neoliberalismus ist ein kompleter Verrat des Frühliberlismus.
Der Neoliberalismus ist der Faschismus, der sich noch unter Demokratie versteckt.

Systemfrager Februar 7, 2018 um 07:20

Mit John. S. Mill starb zuerst der Versuch, die Marktwirtschaft zur ökonmischen Ordnung einer humanen und menschenwürdigen Gesellschaft zu machen.
Die Marktwirtschaft wurde danach zur Beute des Kapitalismus.
Es began die Zeit der Finsternis auf der Erde.

Bogus Februar 7, 2018 um 07:22

“Aber Kapitalismus, that’s the name of the game. Wer sich darüber beklagt, hat lediglich nicht genügend Mittel, um mitzuspielen. Alle anderen freuen sich. So wie ich.”

Zu Haupts Februar 6, 2018 um 23:52:

Haupts, du hast mal wieder nichts kapiert. Es ging mir in meinem vorigen Posting nicht darum, OB man den Kaptalismus kritisieren sollte, sondern WARUM. Ich wehre mich gegen Strobls Unterstellung, Kapitalismuskritik käme nur von denen, die nicht zu den Profiteuren dieses Systems gehören.

Das ist falsch. Es gibt für JEDEN, der über den Tellerrand das eigenen kleinen “Ich! Ich! Ich” (Strobl) oder “Ich! Mein SUV! Mein MacBook!” (Goodnight) hinausschauen kann, genügend Gründe einzusehen, dass ein “Weiter so!” bezüglich der Ausbeutung von Mensch und Natur in die Katastrophe führen wird.

Systemfrager Februar 7, 2018 um 07:34

Ich wehre mich gegen Strobls Unterstellung, Kapitalismuskritik käme nur von denen, die nicht zu den Profiteuren dieses Systems gehören.

Ja, ich kenne es persönlich …
Mein Vater wer sehr erfolgreicher, von ganz unten stammender kleiner Unternehemer
(Wenn er je Hayek gelesen hätte, wäre er grenzenlos begeistert)
Und zugleich einer wie aus dem Bilderbuch der “Leistunfgsträger” also Schmeichler, Opportunsiten und Arschkrxxxr
Sein Leistungsdrag war der lebenslange Versuch seine Komplexe der Minderwertigkeit zu besiegen. Ihm ging es nie darum, das Leben zu geniesen, nicht um SEIN, sondern um HABEN, um “den anderen zu beweisen” (sein Formulierung) was er ist.
Die sogenannten Leistunsträger, Streber sind einfach Menschen mit großen psychischen Problemen, unheibar krank (im Kopf)
Hayek ist der Pfaffe, der solchen kranken Menschen erzählt, wie großaritg sie sind

peewit Februar 7, 2018 um 07:41

Tja, China ist DIE große Hoffnung der Menschheit.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/deutscher-botschafter-in-china-sieht-in-entfuehrung-von-verleger-praezedenzfall-15436375.html

Adler u. Systemfrager applaudieren natürlich unisono.

Systemfrager Februar 7, 2018 um 07:42

In der ganzen Geschichte hat eine Minderheit über die Mehrheit geherrscht
Der Kapitalismus ist der einzigartige Fall, in dem die Menschen mit niedrigsten Motiven diese herrschende Minderheit sind

enrico Februar 7, 2018 um 08:29

@Adler

“””””””Aber jetzt bekommt das kapitalistische System erstmalig Konkurrenz durch ein System, welches den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zum Wohle der arbeitenden Massen nutzt, deren Wohlstand und Lebensqualität ständig steigt. “”””””

Nochmal: Was ist das für ein (neues) System? (habe nicht nach dem gefragt, was es nicht ist).

“””””China praktiziert ein Konzept von Mixed Economy, also von Planwirtschaft und Marktwirtschaft. “””””

Da wären wir ja fast beim Ahlener Programm:
(aus Wikiplödia)
Das Ahlener Programm ist ein am 3. Februar 1947 im Gymnasium St. Michael in Ahlen unter dem Motto „CDU überwindet Kapitalismus und Marxismus“ beschlossenes Wirtschafts- und Sozialprogramm der nordrhein-westfälischen CDU.

Ich frage mich aber, was China verlässlich daran hindern kann, die gleiche Entwicklung wie die CDU zu gehen, um am Ende zu einem neoliberales Monstrum zu mutieren.

Lass uns das einmal sauber ausarbeiten. Warum nicht hier auf diesem Blog.

Es gibt ja schon gute Ansätze aber das Puzzle ist noch lange nicht vollständig

LG enrico

Systemfrager Februar 7, 2018 um 08:38

Das Ahlener Programm am 3. Februar 1947 im Gymnasium St. Michael in Ahlen

Es gab schon etwas viel besseres

Auch wenn im Mittelstand der Glaube weit verbreitet ist, die neoliberale Angebotspolitik sei die Politik der Mitte, so täuschen sie sich hierin. Darauf hat bekanntlich schon Marx immer wieder mit Nachdruck hingewiesen. Seine Prophezeiungen, für den Mittelstand gäbe es keinen gefährlicheren Feind als den ungezügelten Kapitalismus, ist übrigens eine, die sich als richtig erwiesen hat. Hat sich das Versprechen der neoliberalen Wirtschaftspolitik vornehmlich auf die mittleren, gebildeten Schichten gerichtet, so stellt man heute fest, dass in den letzten Jahrzehnten hoch bezahlte Arbeitsplätze, vor allem in der Auto-, Stahl- und Werkzeugmaschinenindustrie in großem Umfang verloren gegangen sind – vor allem in Amerika. Dass gerade die Laissez-faire-Wirtschaftspolitik der wahre Feind der Klein- und Mittelbetriebe ist, darauf haben sogar Liberale oft genug aufmerksam gemacht, genauer gesagt die Sozial-Liberalen. Erinnern wir uns an die Worte von Karl-Hermann Flach, des ehemaligen Generalsekretärs der FDP: „Die Mehrheit jener bedauernswerten und völlig unfreien Menschen, die um Sozialfürsorge nachsuchen müssen, sind ja nicht ehemalige Arbeiter und Angestellte, sondern ehemalige Selbständige, die dem altliberalen Ideal vom freien Mann im eigenen Betrieb huldigten.“ Als Flach dies geschrieben hat, schwebten ihm womöglich die Schicksale von Klein- und Mittelbetrieben aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg vor. Und er kannte die Folgen: Von den extremen Linken verschmäht und verfolgt, vom freien Markt ausgenutzt und verraten, war es nämlich der deutsche Mittelstand, der damals Hitler den Weg zu Macht ebnete. „Die Befreiung des Liberalismus aus seiner Klassengebundenheit und damit vom Kapitalismus ist daher die Voraussetzung seiner Zukunft“, folgert daraus dieser ehemalige Generalsekretär der liberalen Partei. Es ist nun einmal so, auch wenn man es nicht immer glauben will: Die „Pathologisierung der Lebenswelt“, die durch die Krisen im Bereich der materiellen Reproduktion entsteht, verschont langfristig keine soziale Schicht, mögen ihre Erscheinungsformen auch noch so verschieden sein. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, um mit Adorno zu sprechen.

Der Ökonom mit dem Hammer

Thorsten Haupts Februar 7, 2018 um 09:30

“Es ging mir in meinem vorigen Posting nicht darum …”

Schön.

“… bezüglich der Ausbeutung von Mensch und Natur in die Katastrophe …”

Mit Regulierungen aller Art kommt der Kapitalismus bisher ziemlich gut klar, also ist die Alternative “kein Kapitalismus oder Katastrophe” mitnichten zwingend.

Und bisher fehlt, wie gesagt, eine überzeugende Alternative. Solange werden Kassandrarufe zu Recht ignoriert.

Thorsten Haupts Februar 7, 2018 um 09:33

“Wir waren vor euch auf diesem Planeten …”

Ah. Daher die sichtbaren Degenerationserscheinungen.

H.K. Hammersen Februar 7, 2018 um 09:41

@Adler
Geld ist -aggregiert – niemals Eigentum. Sich für Geldeigentümer Haltende sind in dem Spiel die dümmsten aller Teilnehmer. Genau deshalb sind ja auch die Deutschen, im Vergleich zu anderen Industrienationen, so vermögenslos.

H.K.Hammersen Februar 7, 2018 um 09:43

@Adler
Geld ist -aggregiert – niemals Eigentum. Sich für Geldeigentümer Haltende sind in dem Spiel die dümmsten aller Teilnehmer. Genau deshalb sind ja auch die Deutschen, im Vergleich zu anderen Industrienationen, so vermögenslos.

Systemfrager Februar 7, 2018 um 09:53

Doch, der Kapitalismus muss immer in der Katastrophe enden.
Die freie Marktwirtschaft sit ein nicht stabiles System, das – wie alle unstabilen Systeme – periodisch zusammenbrechen muss.
Dann bekommt die kleine herrschende Oligarchie Angst, dass sich das Volk gegen sie erhebt. Und was tut sie dann?
- Die EU ist eine Vasalenunion der USA, sie kann sich gegen das Volk nicht anders wehren, als Divide et Impera. Deshalb will man Millionen von Barbaren herholen, dass sie mit dem Stammvolk um Arbeitsplätze usw. kämpfen. Die EU gestaltet damit den “guten Bullen” des Kapitalismus.
- Die USA sind militärische agressive Macht. Sie gestalten den “bösen Bullen”. Sie wissen dass heute nur Kriege den Kapitalismus retten können. Deshalb wollten die US-Oligarchen die Killary zur politischen Puppe machen, und sind in der Panik, da es missluntgen ist.
Donald Trump Saved America >>>

Goodnight Februar 7, 2018 um 10:12

@Adler

Nochmal, in einfachen Worten:

Nur der Kapitalismus ermöglicht massiven sozialen Aufstieg.

Weil er sich nur an Geldeigentum orientiert.

Der Preis ist natürlich, dass sich alles nur an Geldeigentum orientiert.

Das ist der Preis. Für eine soziale Gesellschaft.

Aber das ist nicht einfach zu denken, d.h. in Differenzen als Grundlage von Einheiten. Können nicht wirklich viele.

enrico Februar 7, 2018 um 10:16

“”””””“””””””Aber jetzt bekommt das kapitalistische System erstmalig Konkurrenz durch ein System, welches den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zum Wohle der arbeitenden Massen nutzt, deren Wohlstand und Lebensqualität ständig steigt. “”””””

Um herauszufinden, was diese Konkurrenz zum Kapitalismus sein könnte, hier ein paar Stichpunkte als Diskussionsgrundlage. Mein Vorschlag “Moderierte Markt- und Eigentumsordnung”

Moderierte Markt- und Eigentumsordnung (MME)

1.Umfang des Ressourcen-Eigentums pro Mensch ist (in großzügigem Rahmen) limitiert.
2.es gibt öffentliche und nicht-öffentliche Unternehmen.
3.Jeder kann ein nicht-öffentliches Unternehmen Gründen. Er ist dann Unternehmer eines nicht- öffentlichen Unternehmens.
4.Umfang des Ressourcen-Eigentums eines nicht-öffentlichen Unternehmens ist ebenfalls (großzügig) limitiert.
5. Das Eigentum eines nicht-öffentlichen Unternehmens ist getrennt vom Eigentum der Unternehmer. (nix mehr mit Aktien)
6.Der Eigentümer eines nicht-öffentlichen Unternehmens ist das Unternehmen selbst.
7.Der Unternehmer eines nicht-öffentlichen Unternehmens hat kein Eigentum am Unternehmen, welches er leitet aber er hat übertragbare Nutzrechte und weitestgehend volle unternehmerische Entscheidungsfreiheit.
8.Trennung von Arbeitskosten für die Unternehmen und Einkommen der Beschäftigten.
9.Das Unternehmen kann wie gesagt nicht verkauft werden, jedoch aber das Recht, dieses zu leiten.

unter Ressourcen-Eigentum ist Eigentum an physischen und nicht-physischen Gütern zu verstehen, die nicht reproduziert werden können (Z.B. Land, Wasser, Rohstoffe, Patente etc)

Die Hauptidee, die hinter der MME steckt ist die Begrenzung der GRÖSSE der Unternehmen und des UMFANGS des Eigentums an Ressourcen.

Ziel ist eine Wirtschaft, die auf privater Ebene nur aus geschützten* kleinen und mittelständischen Unternehmen besteht. Auf staatlich Ebene soll es aber auch noch größere Monopolunternehmen geben dürfen (z.B. die Eisenbahn).

* Die Betriebe der MME sollen vor den Gefahren des Kapitalismus und des Kriminalismus geschützt werden.

LG enrico

Systemfrager Februar 7, 2018 um 10:25

Ziel ist eine Wirtschaft, die auf privater Ebene nur aus geschützten* kleinen und mittelständischen Unternehmen besteht. Auf staatlich Ebene soll es aber auch noch größere Monopolunternehmen geben dürfen (z.B. die Eisenbahn).

Hatten wir schon in Exjugoslawien

enrico Februar 7, 2018 um 10:34

@Systemfrager

“””Die freie Marktwirtschaft sit ein nicht stabiles System, das – wie alle unstabilen Systeme – periodisch zusammenbrechen muss “””””

Denke, wir sind uns einig: Marktwirtschaft ist NICHT gleich Kapitalismus.

Es geht also darum die Marktwirtschaft OHNE Kapitalismus stabil zu machen.
Diese Frage beruht zwar auf einer uralten Idee, sie ist aber nie vollständig beantwortet worden. Sie lässt sich aber beantworten, davon bin ich überzeugt. Durch neue Gedankenansätze.

LG enrico

Systemfrager Februar 7, 2018 um 10:42

Diese Frage beruht zwar auf einer uralten [frühliberalen] Idee, sie ist aber nie vollständig beantwortet worden. Sie lässt sich aber beantworten, davon bin ich überzeugt. Durch neue Gedankenansätze.

Ja: Durch neue Gedankenansätze
Wie es Max Weber schon sagte:

Irgendwann wechselt die Farbe … Der Weg verliert sich in die Dämmerung. Dann rüstet sich auch die Wissenschaft, ihren Standort und ihren Begriffsapparat zu wechseln und aus der Höhe des Gedankens auf den Strom des Geschehens zu blicken. Sie zieht jenen Gestirnen nach, welche allein ihrer Arbeit Sinn und Richtung zu weisen vermögen.

Die “Freiheit” und die “Demokratie” sind nicht die Fragen des 21. Jahrhunderts. Es sind die Fragen des westlichen Imperialismus, der Beherrschung der “restlichen” Welt.
Die Frage des 21. Jahrhunderts heißt:
Wie lässt sich die Marktwirtschaft im Sozialismus einbetten?

enrico Februar 7, 2018 um 10:46

@Goodnight (der so nett war, zu sagen, dass er befürchtet, er sei nicht nett ;-)

“”””””Nur der Kapitalismus ermöglicht massiven sozialen Aufstieg. “”””””

Besser: nur Marktwirtschaft ermöglicht Wohlstand für alle — und das ohne staatliche Gängelei. Leider ist aber die Gängelei durch den Kapitalismus eine fast größere Gefahr für die Marktwirtschaft geworden. Viel mächtiger als die durch den Staat.

Nochmal: Kapitalismus ist nicht gleich Marktwirtschaft und auch nicht gleich Geldwirtschaft, auch wenn beides im Kapitalismus zu finden ist.

LG enrico

enrico Februar 7, 2018 um 10:53

@Systemfrager
“”””Wie lässt sich die Marktwirtschaft im Sozialismus einbetten? “””””

setzen wir es in eine andere, zeitgemäßere Frage: Wie lässt sich Marktwirtschaft durch Fairness stabilisieren?
Und:
Wie schafft man im Wirtschaftsleben Fairness ohne staatliche Bevormundung?

Systemfrager Februar 7, 2018 um 10:58

Wie lässt sich Marktwirtschaft durch Fairness stabilisieren? Und: Wie schafft man im Wirtschaftsleben Fairness ohne staatliche Bevormundung?

Jein!
Richt übel nach Moral.
Die Moral gehört den Pfaffen, den Metaphysiekrn, den klassischen Linken/Sozialisten und den neoliberalen Heuchlern (ein bisschen: zB Ordolieberalen). In die Wissenschaft nicht.
Die Idee der Marktwirtschaft wurde nicht aus der Idee des Guten entwickelt, sondern aus der Erknenntnis des “Menschen wie er wirklich ist”.

H.K.Hammersen Februar 7, 2018 um 11:00

@Goodnight
Ich habe noch keinen Mann gesehen, der sich einen Kontoauszug als Balzhilfe an die Brust geheftet hat.

Adler Februar 7, 2018 um 11:05

@H.K.Hammersen
Geld ist -aggregiert – niemals Eigentum. Sich für Geldeigentümer Haltende sind in dem Spiel die dümmsten aller Teilnehmer. Genau deshalb sind ja auch die Deutschen, im Vergleich zu anderen Industrienationen, so vermögenslos.

Zu behaupten, aggregiertes Geld sei kein Eigentum ist schlichtweg falsch. Hört sich nach Bauern-Logik an. Nach Konfusion, die nicht klar zwischen Eigentum, Besitz und Kapital differenziert.

Aggregiertes Geld ist Liquidität. Es kann – unter Normalbedingungen – jederzeit in Sacheigentum umgewandelt werden.

Sacheigentum lässt sich differenzieren in Eigentum, welches an der Kapitalverwertung teilnimmt oder nicht teilnimmt.
Z.B. typisches Konsumeigentum: die selbstbewohnte Immobilie, der private Badestrand, der Porsche, die benutzte Hermes-Tasche, die getragene Grand Complication von A. Lange & Söhne etc.

Das in den Prozess der Kapitalverwertung eingebrachte Privateigentum nennt man Kapital, jedenfalls in der wissenschaftlichen Definition, nicht unbedingt am Stammtisch.

Dieses Kapital kann die unterschiedlichsten sachlichen Formen annehmen: Aktien, Immobilien, Boden, jede handelbare Sache …
Aber es kann auch in der Geldform bleiben, so beim profitablen Geldverleih.

Wenn man Geld hortet und nicht in den Wirtschaftsprozess einbringt, also nicht zu profitablen Kapital macht, dann verliert das Geld an Wert. Aber auch Sacheigentum kann an Wert verlieren. Z.B. Immoblien. Goodnight hat dazu intelligente Kommentare beim Alfons geschrieben.

Goodnight Februar 7, 2018 um 11:05

@Hammersen

Doch haben Sie:

Rolex, Porsche, Armani, IphoneX, ….

Adler Februar 7, 2018 um 11:07

@enrico
Das Ahlener Programm ist ein am 3. Februar 1947 im Gymnasium St. Michael in Ahlen unter dem Motto „CDU überwindet Kapitalismus und Marxismus“ beschlossenes Wirtschafts- und Sozialprogramm der nordrhein-westfälischen CDU.
Ich frage mich aber, was China verlässlich daran hindern kann, die gleiche Entwicklung wie die CDU zu gehen, um am Ende zu einem neoliberales Monstrum zu mutieren.

Enrico, dies ist m.E. eine Frage, die in die Irre führt.

Richtig wäre, zu fragen, warum das Ahlener Programm nicht umgesetzt wurde?

Weil Deutschland besetzt war und die Siegermächte die Wirtschaftsordnung bestimmten. Die wollten eine Wirtschaftsordnung, von der sie profitierten.

Warum sollte China den Weg verlassen, den es so erfolgreich geht?
Die Funktionseliten sind zufrieden. Das Volk ist hoch zufrieden – im Gegensatz zur Mehrheit der US-Bevölkerung.

Ist der US-NATO-Imperialismus in der Lage, China von diesem Weg abzubringen?

Blue Angel Februar 7, 2018 um 11:14

@Adler: ” Ist der US-NATO-Imperialismus in der Lage, China von diesem Weg abzubringen? ”

Nein. Der US-NATO-IMperialismus pfeift militärisch und wirtschaftlich auf dem letzten Loch. – Gut so.

- Guter Hinweis auf das Ahlener Programm.

Enrico, Ihre MME – Idee gefällt mir auch.

H.K.Hammersen Februar 7, 2018 um 11:18

@Goodnight
Haben sie eben nicht, denn Rolex, Porsche, Armani, IphoneX, …. sind das Gegenteil von Geldeigentum. Das Geld ist schließlich für die Statussymbole draufgegangen. Ich habe noch nie wirklich erfolgreiche Menschen kennengelernt, deren Streben es war, Geldeigentum oder Statussymbole anzuhäufen. Und beim für’s Leben entscheidenden Balztanz (dem zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr) spielen Rolex, Porsche, Armani, IphoneX, …. keine Rolle.

Sie haben, so scheint es mir, den mentalen Schritt aus dem Proletentum noch nicht geschafft.

enrico Februar 7, 2018 um 11:32

“”””””Die Idee der Marktwirtschaft wurde nicht aus der Idee des Guten entwickelt, sondern aus der Erknenntnis des “Menschen wie er wirklich ist”. “”””””

Marktwirtschaft wurde nicht geplant und entwickelt, sie entstand durch die (zwangsläufige) Interaktion von Menschen bei gegebenen Umständen. Die Voraussetzungen an der Marktwirtschaft teilhaben zu können, das ist das Entscheidende. Denn diese Umstände können durch unvollkommenes Recht und unvollkommene Durchsetzung des Rechts große Ungleichheit schaffen.
Und große Ungleichheit zerstört natürlich die Marktwirtschaft, so dass sie am Ende zu neoliberalem Kapitalismus wird

Es ist die alte Frage: wie kann man Macht (des Staates oder der “Kapitalisten”) in Schranken halten?

Oder: Wie kann man die natürliche Neigung der Menschen, eine Rangordnung zu bilden so moderieren, dass dieses Streben nicht die faire Kooperation behindert.

LG enrico

enrico Februar 7, 2018 um 11:44

“”””””Ist der US-NATO-Imperialismus in der Lage, China von diesem Weg abzubringen? “””””

Bisher haben sie es durch Unterwanderung, Förderung der Kriminellen mittels geheimer Lieferung von Kleinwaffen und Dollars, geheime Drogenlieferungen immer wieder geschafft Länder fast unbemerkt zu destabilisieren. Ob das auch in China geschieht, das wissen wir nicht, aber es ist damit zu rechnen. Versuchen werden sie es auf jeden Fall.

LG enrico

Adler Februar 7, 2018 um 11:56

@Goodnight Februar 7, 2018 um 10:12
Nur der Kapitalismus ermöglicht massiven sozialen Aufstieg.
Weil er sich nur an Geldeigentum orientiert.
Der Preis ist natürlich, dass sich alles nur an Geldeigentum orientiert.
Das ist der Preis. Für eine soziale Gesellschaft.

Der erste Teil ist zutreffend:
Nur der Kapitalismus ermöglicht massiven sozialen Aufstieg, weil er sich nur an Geldeigentum orientiert.

Nach Deiner Meinung ist dies gut und wünschenswert. Ich vertrete die Gegenposition.

Weil im Kapitalismus von der Art und Weise des Erwerbs von Geldeigentum abstrahiert wird.

Daher kommen regelmäßig Verbrecher an die Spitze, die mit Drogen-, Waffen-, Menschenhandel, Kriegen etc. das große Geld gemacht haben.

Eben weil man mit Verbrechen besonders schnell und besonders viel Geld machen kann.

Wie Horkheimer sagte:
Der Kapitalismus tendiert aus ureigenstem Prinzip zur Verbrecherherrschaft.

Heute spielt Finanzbetrug eine zentrale Rolle. Aber auch das große Geld im militärisch-industriellen Komplex, wo Kriege ein höchst profitables Geschäftsmodell sind und deshalb verbrecherische Kriege geführt werden (cf. D. Ganser „Illegale Kriege”). Und mit Drogen- und Menschenhandel kann man nach wie vor das große und schnelle Geld machen.

Oder der muslimische Massenimport. Auch ein höchst profitables Geschäftsmodell, womit unsere Gesellschaft zerstört wird.

Auch dieser Satz ist zutreffend:
Der Preis ist natürlich, dass sich alles nur an Geldeigentum orientiert.

Jedoch die letzte Aussage ist völlig daneben:
Das ist der Preis. Für eine soziale Gesellschaft.

Das Gegenteil ist der Fall. Es entsteht eine anti-soziale und anti-humane Gesellschaft.

Eine Dystopie.

Adler Februar 7, 2018 um 12:25

@Blue Angel
Der US-NATO-Imperialismus pfeift militärisch und wirtschaftlich auf dem letzten Loch.

Wirklich?

Das Gegenteil ist doch der Fall.

Er hat in seinem Imperium und seiner Einflusssphäre alles unter der totalen Kontrolle. Wer eine Gegenmacht aufbauen wollte, wurde beseitigt, wie Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi.

Kuba stagniert, Venezuela steht vor dem Kollaps.

Nirgendwo gibt es im Imperium eine Gegenmacht, die seine Herrschaft gefährden könnte.

Er beherrscht das Wirtschaftssystem, (fast) alle Medien sowie Parteien, Politiker, Wissenschaftler etc.

So sieht die gegenwärtige Machtkonstellation aus.

Linus Februar 7, 2018 um 12:28

@Adler:
“Weil im Kapitalismus von der Art und Weise des Erwerbs von Geldeigentum abstrahiert wird.”
Der Kapitalismus hat die Metrik Profit. Da gerät alles andere unter die Räder, auch die von mir oben angedeutete Metrik “Bullshit” vs. “kein Bullshit”.

holger Februar 7, 2018 um 13:21

Nach all den Jahren hier und beim Vorgänger

Jeder hat irgendwie auf seine Art und Weise recht, was dieses System betrifft. Denn jeder hat eine andere Perspektive der Beobachtung.

Im Grunde genommen (LOL) :D hat dieses System nur eine winzige kleine Macke, die verändert werden müsste, und trotzdem würde sich das Rad des Hamsters weiter drehen.

Trennt endlich mal Arbeit von Einkommen (Bonität) !!! Und das für alle.

Definiert endlich mal AAAABEIT in Notwendig und NICHT-NOTWENDIG !!!

Und stellt einfach mal das KÖNNEN auf Nummer EINS und nicht das pure Dasein als Solches…

Steckt doch dem Goodnight seine Millionen so in den Arsch, ohne das die Belegschaft von ihm unter Terror gesetzt wird…

Geht nicht ?! Doch geht :D Millionen Affen auf Ämtern machen es vor… :D

holger Februar 7, 2018 um 13:25

Das größte Problem hat nämlich der Sozialismus !!!

Dieser muss den Menschen erklären, dass er ohne Arbeit nicht fressen darf… DAS ist keine Erfindung der Kapitalisten sondern der Sozialisten !!! Genannt auch Politiker !!!

Nicht ich erkläre4 als fauler Kapitalist Arbeit zum Einkommen, sondern der Sozialist erzä.hlt mir fauler Sau ich hätte gefälligst etwas zu TUN !!! Ob mit Sinn dahinter oder nicht !!!

Der Sozialismus ist eine ABM Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mehr nicht…

holger Februar 7, 2018 um 13:59

Und einmal in Fahrt,

es ist kein Wunder, dass die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln ernten… :D

enrico Februar 7, 2018 um 14:07

“”””””Wie Horkheimer sagte:
Der Kapitalismus tendiert aus ureigenstem Prinzip zur Verbrecherherrschaft. “”””””

Ja, weil Kapitalismus eben Prädatorismus ist und auf Raub aufbaut.

Marktwirtschaft dagegen funktioniert durch ausgleichende Gegenseitigkeit. Marktwirtschaft ist Mutualismus. Kapitalismus verhindert dagegen die ausgleichende Gegenseitigkeit und profitiert davon, wenn Ungerechtigkeit herrscht.

Es gab in der Geschichte mehrere prädatorische Imperien, heute ist dies vor allem das US-Raubimperium. Eine Räuberorganisation, die dabei ist die Welt bis in den letzten Winkel auszunehmen und ins Elend zu stürzen. Dass das nichts, aber auch gar nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun hat, das liegt auf der Hand.

Es war ein raffinierter Schachzug, Prädatorismus (Kapitalismus) mit Marktwirtschaft gleich zu setzten. So war es möglich, dass Menschen ohne ausgleichende Gegengabe völlig unbemerkt, freiwillig für das Raubimperium schuften wollen.

Liebe: Ja! —————- Vergewaltigung: Nein!
Marktwirtschaft: Ja! —- Kapitalismus: Nein!

lg enrico

holger Februar 7, 2018 um 14:32

ENRICO :D

Kapitalismus (CAPUT) baut eben nicht auf RAUB auf, sondernauf der NOTWENDIGKEIT den KOPF zu benutzen ?! Auf der ERKENNTNIS, dass man “überleben” möchte oder besser gesagt: Mehr Freizeit hier auf IRDEN genießen kann !!!

Goodnight Februar 7, 2018 um 14:33

@Hammersen

Tja, dann scheinen sich Rolex, Porsche etc. ja zu irren und verfolgen ein falsches Geschäftsmodell…muss ihnen nur mal einer sagen, sonst merken die das nicht, bei all den jahrzehntelangen Gewinnen.

Ich kenne eigentlich nur Menschen die wegen Geld arbeiten und sich im Konsum verwirklichen. Aber scheint ein anderer Planet zu sein.

Und das zwischen 15 und 25 der Balltanz fürs Leben entschieden wird, das ist wohl auch schon 20 Jahre her. Und auch da hat Papis Porsche einigen geholfen.

Aber wie schon gesagt: Anderer Planet.

Goodnight Februar 7, 2018 um 14:35

Jesus:

Marktwirtschaft ist das Märchen, was man dem dummen Volk erzählt, um den Kapitalismus durchsetzen zu können.

Wer hier von Marktwirtschaft redet, der ….naja, siehe oben.

Goodnight Februar 7, 2018 um 14:40

@Adler

Funktionale Differenzierung als Bedingung der Moderne.

D.h.: Das Wirtschaftssystem, d.h. der Kapitalismus ist nicht zuständig für das Soziale. Fürs Soziale haben wir den Staat.

Der Kapitalismus ist das beste Wirtschaftssystem weil hochgradig effizient, gerade weil er sich nicht um das Soziale kümmern muss.
Nennt sich Arbeitsteilung, da sind wir wieder beim guten alten Smith.

Folglich sollten Du nicht dem Kapitalismus vorwerfen, dass er funktioniert. Für den Kapitalismus existieren keine Verbrecher. Im Kapitalismus ist man reich oder arm, weitere Unterscheidungen existieren dort nicht.
Verbrecher sind eine Erfindung des Rechtssystems. Und nur dort sollte man sich um sie kümmern.

Goodnight Februar 7, 2018 um 14:41

@Holger

“Steckt doch dem Goodnight seine Millionen so in den Arsch, ohne das die Belegschaft von ihm unter Terror gesetzt wird…”

Danke, werde ich direkt der Firmenleitung vorschlagen…

holger Februar 7, 2018 um 14:43

es ist doch schier zum Bekloppt werden !!! Ich als Maschinenbauer, mache das, damit die Neger mehr Freizeit haben. Dann kommt der Sozialist und sagt den Nagern du faule Sau. Du hast gefälligst zu Negern sonst kein Fressi !!!

Alter SPD Slogan “Arbeit macht Frei” “Jedem das Seine mir das Beste”

Ihr geht mir alle auf den Sack

holger Februar 7, 2018 um 14:45

goodnight

so Makellos mein Vorschlag auch sein mag… dich lasse se nicht… du heißt nicht Mehdorn

enrico Februar 7, 2018 um 14:48

weil wir so schön in Fahrt sind -> @ Holger

“”””sondern auf der NOTWENDIGKEIT den KOPF zu benutzen “”””

Es gibt viele Möglichkeiten für was man den Kopf einsetzten will. Z.B. für allgemeinen Wohlstand mittels Wirtschaften auf Gegenseitigkeit oder für egoistische Ziele durch Übervorteilung von anderen.

Deshalb sage ich ja, “Kapitalismus” ist eine irreleitende und absichtliche Fehlbezeichnung für den tatsächlichen stattfindenden Prädatorisms.

LG enrico

holger Februar 7, 2018 um 14:54

goodnight

seien wir doch ehrlich: Du stehts des Morgens auf,danach gehts du der Belegschaft auf den Sack, und bekomst dafür X das macht der CFO Weissüberhauptnix auch.

Ich stehe des Morgens auch auf, gehe allen auf den Sack, nur das X sieht halt anders aus…

:D

so einfach ist das….

H.K.Hammersen Februar 7, 2018 um 14:57

@Goodnight
Das Durchschnittsalter der Porschekäufer ist weit über 50, da hilft der Wagen auch nicht mehr. Mein Eindruck ist, dass die meisten Menschen ständig dem in der Vergangenheit verpassten Leben hinterherlaufen.

“Ich kenne eigentlich nur Menschen die wegen Geld arbeiten und sich im Konsum verwirklichen.”
Durch Arbeit ist noch keiner zu was gekommen. Und sich im Konsum verwirklichen ist Ersatzbefriedigung. Der nächste Schritt sind dann Drogen.

Sie schwadronieren ständig vom Kapitalismus, haben aber nicht einmal dessen elementarste Regel verstanden. Konsum ist das Gegenteil von Kapitalismus. Vielmehr dient der Konsum der Anderen den Kapitalisten zur Kapitalbildung.

ruby Februar 7, 2018 um 15:04

@hammersen
Das Geld in der Kassette zu horten ist ebenso genußvoll, wie Drogen, nicht ganz so wie Autofahren…

holger Februar 7, 2018 um 15:09

hammersen

falsch: der kapitalist hat schon das kapital nur der konsument nicht und zwischen a und b ist der HÄNDLER , der die importe via Geld ermöglicht.

und da wären wir eben nicht mehr beim KAPITALISMUS sondern bei der INDUSTRIE UND HANDELSKAMMER die NUR via GELD funktioniert.

der KAPITALIST existiert auch OHNE GELD

holger Februar 7, 2018 um 15:12

DH

GELD ermöglicht, sich den kapitalisten kaufen zu können. goofynight ist kein kapitalist, er hat nur GELD … :D

holger Februar 7, 2018 um 15:13

deswegen goethe:

zum golde drängt am golde hängt… ACH WIR ARMEN :D

ruby Februar 7, 2018 um 15:16

@holger
Deswegen haben die Kaufleute Piraten gejagt, geköpft und ihre Schädel aufgespießt ausgestellt…

Thorsten Haupts Februar 7, 2018 um 15:17

@Linus:

“Der Kapitalismus hat die Metrik Profit. Da gerät alles andere unter die Räder, auch die von mir oben angedeutete Metrik “Bullshit” vs. “kein Bullshit”.”

??? Was “Bullshit” ist oder keiner, bestimmt der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Der von Kunden bezahlte Preis ist der Bullshitindikator.

Und ich ziehe diesen Indikator jedem anderen vor! Was “Bullshit” ist und was nicht, liegt so sehr im Auge und der Ideologie des betrachters, dass ich keinem der Betrachter die Entscheidungsgewalt darüber einräumen würde.

Alle gedanklichen Versuche, “Bullshit” (objektiv) zu identifizieren, sind genau genommen paternalistischer Grössenwahn.

Gruss,
Thorsten Haupts

enrico Februar 7, 2018 um 15:17

@Holger
“”””Ich stehe des Morgens auch auf, gehe allen auf den Sack, nur das X sieht halt anders aus…””””

Na, solange Du Dir nicht selbst auf den Sack gehst ist das mit dem X völlig nebensächlich. ;-)

(La historia te absolverá!)

lg enrico

Blue Angel Februar 7, 2018 um 15:19

@Adler:
“Nirgendwo gibt es im Imperium eine Gegenmacht, die seine Herrschaft gefährden könnte.”

Diese Herrschaft beschränkt sich inzwischen unfreiwillig auf den größeren Teil der EU, mit Schwerpunkt Deutschland. Dort allerdings wird sie mit Zähnen und Klauen verteidigt (siehe neue “Gro”Ko).

Bis vor einiger Zeit wurde globalistischerseits z. B. noch mit Sanktionen bezüglich des Finanzsektors widerständiger Staaten gedroht (“Ausschluß vom SWIFt-Verfahren” z. B.). Davon liest man seit ca. einem Jahr nichts mehr.
Warum? – China und Russland (als Nucleus vieler weiterer Länder) haben eigene, alternative Mechanismen entwickelt und könnten innerhalb von Stunden ihren Zahlungsverkehr darauf umstellen.

Alleine China könnte schon die USA von jetzt auf gleich in den Bankrott schicken. Will und tut es aber nicht sondern setzt auf eine “weiche Landung” der USA. Nicht nur um Schäden an der eigenen Wirtschaft zu vermeiden sondern auch, weil die neue, multipolare Weltordnung eine ist, die auf Konsens setzt statt auf Krieg. – Weil friedliche, konsensuelle Verhältnisse besser für den Handel sind.

Der Petrodollar als Basis der globalistischen Weltherrschaft war so lange sicher wie die militärische Macht der USA ihn durch Erpressung, Nötigung, regime change und Krieg durchgesetzt hat (siehe u. a. Ghaddafi, Saddam Hussein bis zurück zu Mossadegh und die auf diese Weise unterworfenen Staaten Mittelamerikas etc).

Der Petrodollar wird jetzt nach und nach abgelöst (mit Ziel einer “sanften Landung”). Immer mehr Länder handeln ihre Rohstoffe untereinander in ihren eigenen Währungen. China und Russland haben in den letzten Jahren (anfangs belächelt) große Mengen Gold aufgekauft und könnten jederzeit eine gemeinsame, teilweise gold-gedeckte, neue Währung implementieren (m. W. gibt es schon Projekte in dieser Richtung auch für eine virtuelle, “irgendwas mit coin”-Handelswährung).

Gleichzeitig sind die militärischen Möglichkeiten der Imperialisten gesunken: Immer mehr Ex-Vasallen wenden sich ab (aktuell z. B. grade Südkorea und die Türkei). Das Atomwaffenarsenal ist extrem veraltet. Die real noch existierenden Fähigkeiten von Luftwaffe und Marine widersprechen den Propaganda-Filmchen von NTV und Co vehement. Da haben große Konzerne sehr großen Reibach auf Kosten echter Effektivität gemacht (ein typisches Beispiel für kapitalistische Gier übrigens ;-)), während die Russen – viel billiger – Bewährtes weiterentwickelt haben.

Es gibt eine gewisse Arbeitsteilung: China finanziert z. B. den von Russland militärisch ermöglichten Wiederaufbau Syriens. Das ist ein Muster, das zur Zeit vielfach beobachtet werden kann (z. B. im von den EU-Globalisten anvisierten Serbien) und sehr erfolgreich ist.

Trump unterstützt den Rückzug der USA von der Position der (ehemals) “einzigen Weltmacht” (Brezinski) nach Kräften. Daher wiederhole ich es gerne nochmal: Er ist der beste US-Präsident, den die multipolare Weltmacht derzeit haben kann.

Blue Angel Februar 7, 2018 um 15:23

Freudscher: Im letzten Satz sollte es multipolare WeltORDNUNG heißen. Aber es stimmt schon, daß es sich auch um eine multipolare WeltMACHT handelt. – Ohne Macht keine Ordnung.

ruby Februar 7, 2018 um 15:25

Geld ist das Medium der kaufmännischen Buchhaltung.
Alles wird in Geld bewertet und bilanziert.
Rückstellungen sind ungwisste Posten.
Unvorstellbares wird einfach aussen vorgelassen.
Deshalb ist die Bankenaufsicht zum Scheitern bestimmt.
Politik verdrängt Bonität!

holger Februar 7, 2018 um 15:34

angel

ich hätte, wenn ich könnte 1:678956478 gewettet, dass der goldstandard (gibt es nicht :D ) auftauchen wird… :D

Systemfrager Februar 7, 2018 um 15:36

@Goodnight:

Ich kenne eigentlich nur Menschen die wegen Geld arbeiten und sich im Konsum verwirklichen.

Seltsam, ein Gefühl lässt mich nicht los, als ob ich das für dich immer geahnt hätte
….
seltsam, seltsam

Und man kann es nicht glauben, dass dies das gemeine Volk schon immer wusste. Wie hieß es auf Deutsch?
Gleich und gleich gesellt sich gern.

holger Februar 7, 2018 um 15:37

ruby

ich habe grundsätzlich kei ahnung von kennzahlen … wirklich nicht :D wie türen aufgehen iss mir auch ein rätsel… alles irgendwie nebulös :D

enrico Februar 7, 2018 um 15:38

@rubysh
“”””Deswegen haben die Kaufleute Piraten gejagt, geköpft und ihre Schädel aufgespießt ausgestellt… “”””

Ja so sind sie, die ISIS-Kaufleute aus Hamburg: Die jagen und köpfen die Piraten.

oder wer hat da wen geköpft? die Kaufleute die Piraten oder umgekehrt? ;-)

holger Februar 7, 2018 um 15:39

sorry für die kleinschreiberei sitz im flix-bus :D

Goodnight Februar 7, 2018 um 15:46

@Holger

Nope, ich bekomme Geld nur und ausschließlich dafür, dass ich der Belegschaft auf den Sack gehe. Du und WGN, Ihr müsst wirklich arbeiten.

Der Witz an der Sache ist aber: Meinen Job können viel weniger als Euren Job.

holger Februar 7, 2018 um 15:46

ruby

inner stund bin ich zu hangover… für 50 minutos… time ?!

holger Februar 7, 2018 um 15:48

goodnight

höre uff zu prahlen… denk dran du bist d-dorfer

Systemfrager Februar 7, 2018 um 15:49

Womit kann sich ein Mensch ohne irgendwelche Talente, insbesondere wenn er auch noch langweilig, schlechten Charakters und hesslich ist, sich einen besseren Status ergattern?
Die Zauberformel heißt:
GELD!

holger Februar 7, 2018 um 15:50

neander-TALER :D

Systemfrager Februar 7, 2018 um 15:52

Der Mensch, der nur durch und dan des Geldes etwas ist, kann nicht ertragen, wenn jemand nicht nach Geld giert.
Dieser zerstört den ganzen Sinn seiner Existenz.

enrico Februar 7, 2018 um 15:54

“”””Womit kann sich ein Mensch ohne irgendwelche Talente, insbesondere wenn er auch noch langweilig, schlechten Charakters und hesslich ist, sich einen besseren Status ergattern?
Die Zauberformel heißt:
GELD! “””””

Ja, …..oder er geht zur SPD (am besten in Hessen, wo ja eh alle hesslich sind).

Systemfrager Februar 7, 2018 um 15:57

Der Mensch, der nur durch und dank des Geldes etwas ist, muss alles tun, damit die anderen wenig wie möglich Geld haben, dass für immer weniger Geld immer mehr schuften.
Dadurch fühlt er sich bestätigt, dass alle das Gleiche anstreben wie er, er ist aber meilenweit erfolgreicher als sie. Er ist etwas besonders.

Blue Angel Februar 7, 2018 um 16:01

Gute Reise(-fortsetzung) Holger! – Eigentlich hieß/heißt es Neantherthaler (so hab ich´s noch gelernt und stand es am kleinen Museum dort, ist aber zugebenermaßen schon lange her).

Jemand, der nur für Geld tätig ist und jemand, der glaubt, ein “Status” (im Sinne von Ansehen bei anderen) sei wichtig, lebt meiner Beobachtung und Lebenserfahrung nach verkehrt.

holger Februar 7, 2018 um 16:18

Angel

zum theyl hasste ja recht … die verdammten Reformen aber auch ;)

holger Februar 7, 2018 um 16:22

seit meiner zangengebuet würde ich als reformiert irgendwann blickt man nicht mehr durch… so isses … die Party hat immer recht

H.K.Hammersen Februar 7, 2018 um 16:22

@ruby
Noch einmal für die ganz Blöden: Kapitalisten horten kein Geld!

holger Februar 7, 2018 um 16:30

ich kann ja auch nix hörten was ich net hab :)

La Maison de la Terre Februar 7, 2018 um 21:34

Edit: Müsste es nicht eher heißen, “Keine Macht ohne Ordnung.”

ruby Februar 7, 2018 um 21:43

@hammersen
Zum dritten:
Optimale Haushaltsführung ist 0,00 Kassenhaltung, weil kein Aufwand für EK und FK anfällt.
Deshalb werde mit Vergnügen eine inaktive autonome Zentral”Bank” führen.
Kein Zinsertrag für Kapitalisten!

@Enrico
Es ist unterhaltsam, Hanseaten leer ausgehen zulassen…
Der Finanzsenator wird dem Scholz nachfolgen, müssen.

@Holger
Passarelle oder Ernst-August-Center?

Linus Februar 7, 2018 um 23:21

@Thorsten Haupts:
“Was “Bullshit” ist oder keiner, bestimmt der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Der von Kunden bezahlte Preis ist der Bullshitindikator.

Und ich ziehe diesen Indikator jedem anderen vor! Was “Bullshit” ist und was nicht, liegt so sehr im Auge und der Ideologie des betrachters, dass ich keinem der Betrachter die Entscheidungsgewalt darüber einräumen würde.”

Das ist genial!!! Mit der Methode erledigt sich endlich und ein für alle Mal jede Diskussion darüber, was Bullshit ist, und was nicht.
Effizienter geht’s kaum. Endlich Bullshit bis zum Abwinken.

Gratuliere, Herr Haupts! Ich überreiche Ihnen hiermit den goldenen Bullshit-Orden. Heften Sie ihn nur gleich zu den anderen ans Revers.

Adler Februar 8, 2018 um 08:07

@ Blue Angel:
„Er [Trump] ist der beste US-Präsident, den die multipolare Weltmacht derzeit haben kann.“

Möglicherweise. Vielleicht wird er zur Abrissbirne des US-Imperiums.
Schaun mer mal.

Dazu:
„Die grösste Gewinnerin des trumpschen Schlingerkurses steht bereits fest: die Volksrepublik China. Und mit ihr der Mann, der vor zwölf Monaten als Stargast und Eröffnungsredner am WEF in Davos war: Xi Jinping, Staatspräsident und Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas.

Soft Power, also die Fähigkeit, andere Staaten nicht mit Waffengewalt, sondern mit Idealen, Lebensstil und Kultur zu beeinflussen, war jahrzehntelang eine Stärke der USA. Nicht zuletzt im Kontrast zum maoistischen China.

Wie die Geschichte so spielt: Im Weissen Haus residiert ein irrer König, und in Peking herrscht der gerissenste und mächtigste Führer seit mindestens drei Jahrzehnten.

Die beiden Männer gleichen sich in ihrem Machtdenken, doch ansonsten könnten die nterschiede kaum grösser sein: Trump will bessere Deals für Amerika machen. Xi will langjährige Bindungen mit China erreichen. Trump denkt transaktional und kurzfristig, Xi denkt relational, strategisch und langfristig. Trump ist ohne Leistungsausweis im Weissen Haus gelandet, Xi hat sich über Jahrzehnte in der brutalen Karriereschule des Parteiapparats beweisen und sich gegen tausende Widersacher durchsetzen müssen.

Die Welt hält den Atem an und blickt nach Davos. Doch der wahre Gewinner der Trump-Präsidentschaft ist dieses Jahr nicht in die Schweiz gereist.
Er sitzt in Peking. Und lächelt.“
https://www.republik.ch/2018/01/26/ein-laecheln-in-peking

Systemfrager Februar 8, 2018 um 08:31

Soft Power, also die Fähigkeit, andere Staaten nicht mit Waffengewalt, sondern mit Idealen, Lebensstil und Kultur zu beeinflussen, war jahrzehntelang eine Stärke [des Westens]

Es war einmal. Durch Propaganda ausgeBILDeter westlicher, sich eingeBILDeter BILDungsbürger träumt aber weiter in diese Zeiten hinein. In dem Rest der Welt gilt der Westen für das, was er schon immer war: Eine rücksichtslose verbrecherische koloniale Macht. Das Böse an sich. Ein Verbrecher, der ständig nach der kleinsten Flamme in der Welt sucht, um dort Benzin zu gießen.

Systemfrager Februar 8, 2018 um 09:22

Tja,
es schient, den Weißhelmen und den von den USA ausgebildeten IS-Halsabschneider gelingt es nicht mehr, Chemie zu werfen, um dies Assad in die Schuhe zu schieben …
Jetzt heiß es, syrische Armee hat die Amist angegriffen, die mussten sich währen und haben die syrische Armee direkt angegriffen … über hundert Tote
Ups
Was sucht NATO in einem souveränen Staat Syrien?
Hat es jemand gerufen?
Wurde das in UNO je genehmigt?

H.K.Hammersen Februar 8, 2018 um 09:58

@ruby
“Optimale Haushaltsführung ist 0,00 Kassenhaltung, weil kein Aufwand für EK und FK anfällt.”

Wo haben Sie denn diese ‘Buchhalterweisheit’ her? Ist die Kasse leer, gibt’s kein EK und kein FK mehr? Da hat sich aber verdammt was geändert seit meinem ersten Semester Grundkurs Rechnungswesen.

Systemfrager Februar 8, 2018 um 12:30

Worüber die Lügenpresse nicht berichten wird

Am 4. Februar demonstrierten im Kiewer Stadtzentrum 30 Menschen … Studenten, Künstler und IT-Experten. Der Protest richtete sich gegen einen Marsch von 600 uniformierten und teilweise maskierten Männern der neuen paramilitärischen Organisation Nationalni Druschini (ND) durch die Kiewer Innenstadt und die Duldung dieser Organisation durch die Regierung. Nationalni Druschini, das heißt so viel wie “Nationale Kommandos”. Der Marsch der neuen Rechts-Organisation fand ausgerechnet am 28. Januar statt, dem Tag des internationalen Holocaust-Gedenkens. Gegen Abend – es dämmerte schon – legten die 600 Marschierer unter Fackelschein einen Eid ab, der Ukraine treu zu dienen. Der ND-Führer Igor Michailenko und Andrej Bilezki, der Leiter des rechtsradikalen Asow-Bataillons, sprachen zu den Versammelten

Telepolis >>>

ruby Februar 8, 2018 um 12:51

@hammersen
etwas zum denken
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/kapitalmarkt-der-ezb-gehen-die-bundesanleihen-aus-15437577.html
Sie sollten sich göttliche Unternehmensfinanzierung verinnerlichen, nicht vorgekauten Interest(engl. für Zins)-Quark.
Wenn das Unternehmen perfekt arbeitet -herstellt und erlöst – braucht es kein EK und FK. Das ist das Optimum, der Himmel.
Immer und ewig !

ruby Februar 8, 2018 um 14:17

from the Dexbamplayer
https://www.youtube.com/watch?v=V1rbjqFIEg4
end of vinyl era

Adler Februar 8, 2018 um 14:41

@Blue Angel

Oben schrieb ich:
„Nirgendwo gibt es im Imperium eine Gegenmacht, die seine Herrschaft gefährden könnte.“

Ja, es gibt keine effektive Opposition.

Es gibt Opposition wie die Identitären, die Patrioten etc. Aber die besitzen Randgruppencharakter. Wie die revolutionären Linken in der 68er Zeit.

Es gibt ein paar kritische Intellektuelle, aber die können am selbstzerstörerischen Kurs nichts bewirken. Sei es ein Krugman, Sennett, Streeck …

Wie auch in einer Gesellschaft, die sich im Stadium eines kollektiven Rationalitätsverlustes.

Man muss sich nur die Führungsfiguren in der westlichen Welt anschauen. Wie z.B. Berlusconi, DSK (Dominique Strauss-Kahn), die Clintons, Sarkozy, Hollande Macron, Merkel, von der Leyen, Schulz, Nahles …

Denen geht es primär um die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, nach Sex, Macht, Status, Bereicherung …

Überhaupt scheint es so, als könnten Argumente generell bei den Individuen nichts mehr bewirken, wobei die seltenen Ausnahmen die Regel bestätigen.

Mich erinnert das Ganze an den Hitler-Faschismus. Trotz aller Aufklärung und aller Warnungen war der gesellschaftliche Umbruchprozess nicht aufzuhalten. Der Faschismus überrollte die Gesellschaft wie eine Lawine. Als das Nazi-System etabliert war, gab es keinerlei Möglichkeit mehr, dieses von innen zu überwinden.

Viele Deutsche haben ihre Wunsch- bzw. Wahnvorstellung vom Endsieg erst aufgegeben, als die Russen bzw. Westalliierten unmittelbar vor ihrer Tür standen und die totale Niederlage nicht mehr zu verdrängen und zu leugnen war.

Die Menschen halten an ihren subjektiven Realitätskonstrukten solange fest, bis diese absolut nicht mehr mit der unmittelbaren Erfahrung vereinbar sind.

Ein Beispiel ist der Blog vom Alfons.

Das ist bis auf wenige Ausnahmen eine Herde von Deppen, obgleich fast alle Kommentatoren Akademiker sind. Völlig argumentresistent halten sie an ihren idiotischen Realitätskonstrukten fest, wie z.B.:
Die 68-er sind an allem Schlechten schuld, Merkel macht eine linke Politik. Usf.

Wir beobachten eine Art Herdenverhalten, welches „selbstorganisiert“ zustande kommt. Ohne dass an der Spitze große Führer stehen.

Warum ist dies so? Man kann dies kompliziert erklären und sich auf große Soziologen und Psychologen beziehen. Alle kommen zum gleichen Schluss:
Es ist system- und sozialisationsbedingt, d.h. der Gesellschaftsprozess produziert diesen Menschentyp.

De Sozialisationstyp – also der gesellschaftliche Grundtypus aka „Sozialcharakter“ (Fromm) – der 60-er Jahre war anders als der heutige. Die Sozialisation in der Familie, Schule, Hochschule, durch die Medien und im System war anders. Das System funktionierte anders.

Folglich hat sich auch das Verhalten der Individuen verändert, in den Institutionen, zwischen den Individuen und den Geschlechtern, zu den Medien und zum Konsum.

Die subjektiven Realitätskonstrukte in den Köpfen haben sich verändert, Die Wahrnehmung, das Denken, der Umgang mit Informationen etc.

Heute suchen die Individuen vor allem Bestätigung ihrer subjektiven Realitätskonstrukte, nehmen Informationen selektiv wahr, verdrängen und blenden Informationen aus, die in Widerspruch zu ihren subjektiven Realitätskonstrukten stehen. Entsprechend wählen sie ihre Informationsmedien.

Es ist eine Welt von vereinzelten Einzelnen geworden, die wie Sekten unterschiedliche Identitätsgemeinschaften bilden. Z.B. Feministen, Genderisten, Multikulti, Welcomer, „no borders – no nations“, Ökologisten, Rassisten, Identitäre, Veganer usw. usf.

Die Gesellschaft besteht weitgehend nur noch aus „Randgruppen“ mit unterschiedlichen Identitäten, die jeweils ihre Identität gegen Veränderung immunisieren. Es existiert keine gemeinsame Identität mehr, kein gemeinsames Bewusstsein des Ganzen, das allgemein kompatibel ist. Bei Bourdieu kann man dies studieren.

Das Resultat ist ein Gesellschaftsprozess, in dem es keine machtvolle und effektive Opposition und damit keine Möglichkeit einer Kurskorrektur gibt

Man kann nur abwarten bis das System kollabiert und danach wird das System neu strukturiert werden. So wie 1989/91 in der DDR und in Russland. In Russland wurde das System erst unter Putin wieder stabil.

Jetzt kann man darüber Hypothesen bilden, wie, wann, wodurch der Systemkollaps eintreten wird, wodurch er ausgelöst wird, mit welchen Erscheinungsformen er einhergeht. Mit massenhafter Verarmung und Verelendung, Drogenkonsum, Kriminalität, Brasilianisierung, Zusammenbruch der Infrastruktur, Bürgerkrieg, Krieg?

So wie Erscheinungsformen von failed States eben aussehen. Kann man schon heute in den USA studieren, in den Slums, Elendsregionen etc.

Sicher ist nur eines: Es wird zum Systemkollaps kommen. So oder so, früher oder später.

Schaun mer mal.

Systemfrager Februar 8, 2018 um 14:56

@Adler
Magna cum laude

Blue Angel Februar 8, 2018 um 15:01

@Adler:

“Die 68-er sind an allem Schlechten schuld, Merkel macht eine linke Politik. Usf.”

Das sehe ich nicht so. Frau Merkel macht globalistisch-neoliberale Politik (bzw. läßt sich dazu benutzen, eigene Motive hat sie, abgesehen von Eitelkeit, nicht).

Die 68er wollten ursprünglich mehrheitlich was anderes (z. B. ein Ende der globalistisch-imperialistischen US-Politik), wurden dann aber teils marginalisiert (die an den ursprünglichen Idealen festhielten), teils korrumpiert (Herr Fischer t al), ihre ursprünglichen Ideale teils (wie z. B. Basisdemokratie, Solidarisierung, konsensuelle Koordination, Entmachtung von Hierarchien und Feudalsystemen) in ihr Gegenteil verkehrt (die Liste ist zu lang), teils “umgedeutet” und kommerzialisiert.

Das Tragische ist, daß viele das nicht bemerken und immer noch denken, auf der Seite der “Guten”TM zu stehen, obwohl die Auswirkungen ihrer Handlungen inzwischen genau das Gegenteil von dem sind, was sie mal bekämpfen wollten: Re-Feudalisierung, Stärkung alter Hierarchien und Aufbau von neuen (mit den alten kooperierenden), Separierung statt Einheit, Zerstörung statt Aufbau, etc…

Insofern würde ich nicht sagen, “die 68er sind an allem schuld” sondern: Ursprüngliche Ideen der 68er wurden okkupiert, umgedeutet, gegen die Ziele der 68er eingesetzt und viele von ihnen sind zu dumm, das zu bemerken.

Blue Angel Februar 8, 2018 um 15:26

- Das war jetzt stark vereinfacht, z. B. kann man kaum von “den” 68ern sprechen, die Bewegung war ja so homogen nicht.

Als junger Teenager habe ich alles darüber gelesen, was die Stadtbücherei her gab. Es waren meine Helden und ich fand es sehr schade, in den Sechzigern noch zu jung gewesen zu sein um mich irgendwie (z. B. an Anti-Vietnamkriegsdemos) beteiligen zu können.

In den Siebzigern hatte ich das Glück, Leuten zu begegnen, bei denen es die spätere (bzw. später grundlegende) Trennung in “Politische” und “Selbsterfahrungspioniere” (mit zig “Untersektionen”) nicht gab und viel von ihnen lernen zu können: Ein ECHTER “Hippie” (oder zumindest ein großer Teil von ihnen) unternahm zwar seiner Zeit KONTROLLIERTE Versuche mit certain substancies, aber nicht aus einer “Spaß-Haben”-Motivation (und erst recht nicht um sich zu- oder weg zu dröhnen, also aus Frust), aber bedacht und respektvoll (auch gegenüber der eigenen Gesundheit, was das Spektrum der substancies einschränkte), aus tatsächlichem Forscherdrang und Interesse an grundlegenden, philosophischen Fragen heraus.
Gleichzeitig war so jemand immer politisch interessiert, informiert und engagiert.

Von diesen echten Hippies gab es damals noch einige, später immer weniger, die neu hinzukamen. Diejenigen, deren späteres Leben ich (aus geringerer oder größerer Entfernung) verfolgen konnte, sind ihren Idealen, ihrer politischen Haltung und ihren Prinzipien überwiegend treu geblieben. – Nach wie vor starke Persönlichkeiten und gute Leute, nicht korrumpierbar. Für mich nach wie vor die “wahren” 68er.

Die Geschichte bewegt sich m. E. pendelförmig: Ein großer Ausschlag in die eine Richtung bewirkt zwangsläufig einen genauso großen in die entgegengesetzte.
Die 68er-Bewegung (bzw. das, was ihre eigentliche Intention war) hatte zu ihrer Zeit eine Berechtigung und Notwendigkeit. Die Auswirkungen wurden aber “überdreht” (oder korrumpiert, verfremdet, für Gegenteiliges benutzt) und tragen daher den “Keim” zum starken Auspendeln in die Gegenrichtung mit sich. Das ist, was wir grade erleben.

Adler Februar 8, 2018 um 16:04

@Blue Angel
Insofern würde ich nicht sagen, “die 68er sind an allem schuld” sondern: Ursprüngliche Ideen der 68er wurden okkupiert, umgedeutet, gegen die Ziele der 68er eingesetzt und viele von ihnen sind zu dumm, das zu bemerken.

Sie wissen dies, weil Sie die damalige Zeit erlebt bzw. darüber gelesen haben.

Aber 90 Prozent der arroganten Deppen, die beim Alfons kommentieren, wissen dies nicht, sondern quatschen papageienhaft aus den MSM nach und halten sich für die großen Durchblicker.

Diese Leute halten an ihren Vorurteilen fest, ignorieren Gegenargumente und vor allem: sie bemühen sich nicht um die Wahrheit. Sie recherchieren nicht und lesen die verlinkten Texte nicht.

Das Schlimmste ist, selbst wenn diesen Leute anspruchsvolle Texte gegeben werden, dann verstehen sie diese nicht. Weil sie die erforderlichen Denkstrukturen entwickelt haben. Darüber berichten viele Hochschullehrer.

Viele haben ihr Gehirn vertwittert und verblogt. Sie verfügen über keine anspruchsvollen Theorien und sind nicht in der Lage, einen komplexen Gedanken zu formulieren.

Ihr Bewusstsein ist empiristisch und durchdringt die Oberfläche nicht. Deren Meinungen sind daher komplexitätsreduziert und simplifiziert.

Diese Leute sind nicht dumm im Sinne des Alltagsverständnisses, denn sie haben Abitur und Uni-Diplome. Viele sind in ihren Jobs erfolgreich.

Aber sie sind verblödet hinsichtlich des kritischen Verständnisses gesellschaftlicher Zusammenhänge, hinsichtlich dessen, was jenseits der medialen Darstellung wirklich in der Gesellschaft abläuft. Wie Kinder, die an den Klapperstorch und den Weihnachtmann glauben, so glauben sie an die Narrative, Deutungsmuster und Frames der Medien.

Adler Februar 8, 2018 um 16:23

Korrektur

Das Schlimmste ist, selbst wenn diesen Leute anspruchsvolle Texte gegeben werden, dann verstehen sie diese nicht. Weil sie die erforderlichen Denkstrukturen nicht entwickelt haben.

@Blue Angel,

Ich hatte nicht bemerkt, dass Sie anschließend noch einen 2. Kommentar veröffentlicht haben.

Linus Februar 8, 2018 um 16:34

@Adler:
“Weil sie die erforderlichen Denkstrukturen nicht entwickelt haben.”

“Ihr Bewusstsein ist empiristisch und durchdringt die Oberfläche nicht. Deren Meinungen sind daher komplexitätsreduziert und simplifiziert.”

Weitgehend Zustimmung. Ich meine Ähnliches zu beobachten, auch wenn ich nicht weiss, welche Inzidenz das wirklich hat.

Ich nenne das eine “integrales/integrierendes Bewusstsein”, das andere “fragmentiertes Bewusstsein” (es gibt sicher bessere Wordings). Ich will auf folgendes hinaus: Könnte es sein, dass dies eine direkte Folge von Differenzierung / Spezialisierung ist?
Bzgl. Wissenschaft kann ich das zumindest für einen Fachbereich (Geologie/Mineralogie) bestätigen.

ruby Februar 8, 2018 um 17:14

@Adler
Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt navigiert wird alles live erfahren.

Adler Februar 8, 2018 um 17:22

@Linus
Ich nenne das eine “integrales/integrierendes Bewusstsein”, das andere “fragmentiertes Bewusstsein” (es gibt sicher bessere Wordings). Ich will auf folgendes hinaus: Könnte es sein, dass dies eine direkte Folge von Differenzierung / Spezialisierung ist?

Das Bewusstsein des normalen Arbeitsmenschen ist praxisnahes (Alltags)Bewusstsein.

Arbeitsteilung = Spezialisierung gibt es schon lange.

Was sich vor allem geändert hat, sind die Strukturen der schulischen und universitären Bildung. Gymnasien und Universitäten sind Institutionen der Massenqualifikation von Arbeitsmenschen geworden und nicht mehr Institutionen der Elitenbildung.

Im Feudalismus wurden die Fürsten- und Königskinder auf ihre zukünftige Führungsrolle mit spezieller Erziehung und Beschulung vorbereitet. Im Bürgertum war es ähnlich, wenn die Kinder vorbereitet wurden, um als Nachfolger die Führung des familieneigenen Industrie-, Handels- oder sonstigen Unternehmens erfolgreich ausführen zu können.

Für diese komplexen Führungsaufgaben benötigt man eine breite und tiefe Allgemeinbildung und höchst entwickeltes Denkvermögen.

Heute geht es um in den Schulen und Hochschulen um die Vermittlung von marktgerechten und spezialisierten Qualifikationen, sei es im technischen, juristischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich.
Die Hauptaufgabe der Absolventen ist Produkte für den Markt zu entwickeln sowie Gewinnoptimierung.

Mangels Elitenbildung fehlen hochkompetente Führungskräfte. Fast nur noch mittelmäßige Dilettanten in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Blue Angel Februar 8, 2018 um 17:25

@Adler:

Na ja, beim Don sind längere Kommentare nicht so gerne gesehen (das Thema gab´s schon öfter). In Kürzeren wird´s dann eben oft “holzschnittartig”, zumal wenn das Thema eine Ausformung “verminderter Komplexität” ist und dann auch als Reaktion darauf eine Neigung zu gegenpoliger “verminderter Komplexität” hervorruft.

So pauschal würd ich´s aber auchter diesem Gesichtspunkt nicht sehen: Einige Kommentatoren dort scheinen mir schon etwas komplexer zu denken.

Daß ein überwiegend “großbürgerliches” Publikum bzw. Kommentariat natürlich i. g. G. andere Biographien hat als Leute, die in mancher Hinsicht “Außenseiter-Prägungen” aufweisen, dürfte ja klar sein. Darum würde es m. E. – auch wg. begrenzterem Zeilenraum – dort wenig sinnvoll sein, Dinge oder Erfahrungsräume zu versuchen zu “erklären”, für die dort einfach weder Ort noch Publikum passen.
Ab und zu kann man´s ja trotzdem versuchen ;-)

Blue Angel Februar 8, 2018 um 17:26

auchter = auch unter (wieder eine Tastatur von vierfüßigen Saboteuren hingemetzelt).

Adler Februar 8, 2018 um 17:47

P.S.
„2012 veröffentlichte Rietzschel das Buch Die Stunde der Dilettanten. Wie wir uns verschaukeln lassen, in dem er Felder des öffentlichen Lebens wie Politik, Wirtschaft, Kunst, Bildung und die Unterhaltungsindustrie untersuchte und anhand aktueller Fallbeispiele zu dem Ergebnis kam, die gegenwärtige Gesellschaft sei geprägt durch Dilettanten, die viel wollten, aber nur wenig könnten. Ihre Devise sei „Learning by doing“ oder auch „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Sie handelten nicht wider besseres Wissen, sondern seien schlicht ahnungslos, aber durchdrungen von der Bedeutung ihrer Rolle, in der sie lebten „wie der Mime auf der Bühne“.“ (Wikipedia)

enrico Februar 8, 2018 um 17:47

„Nirgendwo gibt es im Imperium eine Gegenmacht, die seine Herrschaft gefährden könnte.“

Das sehe ich leider auch so. Vielleicht gibt es aber dennoch etwas, was sich wie eine Gegenmacht verhält und das findet sich im “gringonischen” Weltimperium selbst: Der kommende Krieg, der auch deren Eliten nicht verschonen wird. Das ganze Wirtschaftsgedöns ist fast nebensächlich, zumindest in Deutschland. Entscheidend sind in diesen Tagen die kriegerischen Aktivitäten, die sehr schnell eine Eigendynamik entwickeln kann, die sich bald nicht mehr kontrollieren lässt.

Dass sich die Gesellschaftliche Entwicklung unaufhaltsam in Richtung Zersetzung und Vereinsamung gehen wird, das erscheint mir so. Allerdings wird dabei der Frosch gaaanz langsam gekocht, fast so, dass man sich über eine lange Zeit hinweg daran gewöhnt.

Dazu kommt noch, dass es heute kaum mehr Utopien gibt, von denen man zumindest träumen kann. Alles geht weiter und weiter aber verliert immer mehr seinen Sinn. Das kann zu einer Situation führen, wo die Menschen einfach verrückt werden, weil sie spüren, dass da etwas mächtig schief läuft, aber man findet nicht heraus was wirklich falsch läuft.. Sie spüren, dass es kein gutes Leben im schlechten geben kann und verschließen aber gleichzeitig die Augen vor dem offensichtlich Schlechten.

So ist es naheliegend, dass die Menschen in nicht all zu langer Zeit sich sogar nach Krieg sehnen, weil sie es einfach nicht mehr aushalten und diesen als so etwas wie eine Chance zur Reinigung, zur Befreiung erhoffen. Was natürlich voll daneben ist. Wenn sie sich aber nach Krieg sehen, dann kommt er ganz sicher.

Man stelle sich nur einmal vor, wie viel Waffen, große und vor allem auch kleine, heute laufend produziert werden. Wer glaubt da, dass dies ewig so weiter gehen kann? Das ist den Menschen doch schon völlig aus den Händen geglitten.

traurige Grüße, enrico

Linus Februar 8, 2018 um 18:01

@Adler:
Du klagst jetzt über das Bildungssystem, und damit hast du sicher recht. Das erklärt aber mE nicht hinreichend, warum auch im Wissenschaftssystem ganz Ähnliches zu beobachten ist.
Nach meiner Einschätzung hat dies auch viel mit der explosionsartigen Vermehrung der verfügbaren und erzeugbaren Datenmengen zu tun.
In den 80-ern lagen vielleicht 20 noch zu lesende Artikel auf meinem Schreibtisch, in den 90-ern wuchs dieser Stapel bis zur Decke. Und das lag gewiss nicht an mir. Abhilfe: Man packt den ganzen Stapel und wirft ihn ungelesen in den Papierkorb. Und für die Zukunft spezialisiert man sich.

holger Februar 8, 2018 um 18:24

Nein Linus

das System belohnt “Nachschwätzer” die nur eines vermittelt bekommen, nämlich nur die gestellte Aufgabe nach Vorgabe “lösen” zu können. Warum es aber so gelöst werden kann interessiert nicht.

Guck dir einfach nur an, wer wie und warum eine “Belohnung” erhält !

Daher kotzen mich die ständigen Verweise auf irgendwelche vermeintlichen Super-Hirne an. Wir hatten das schonmal bei der “Doktor” Diskussion…

Die meisten Dr. Schilder müssten ein c.p. enthalten und die Quellen-Angaben gleich darunter. So als Sammlung für nicht selber denken müssende.

Aber egal… wichtig ist die Quellen Angabe… damit der andere weiss, dass der Autor vermeintlich auch was wusste.

Und an den echten Betrieb der “Wissenschaft” kommt kaum einer noch ran. Und wenn doch, lebt “dieser” auf gefährlichster Stufe.

enrico Februar 8, 2018 um 18:30

“””””Nach meiner Einschätzung hat dies auch viel mit der explosionsartigen Vermehrung der verfügbaren und erzeugbaren Datenmengen zu tun.
In den 80-ern lagen vielleicht 20 noch zu lesende Artikel auf meinem Schreibtisch, in den 90-ern wuchs dieser Stapel bis zur Decke. Und das lag gewiss nicht an mir. Abhilfe: Man packt den ganzen Stapel und wirft ihn ungelesen in den Papierkorb. Und für die Zukunft spezialisiert man sich. “””””

Das ist interessant. Vielleicht könnte man auch sagen, dass die Komplexität der Menschenwerke den Menschen mehr und mehr über den Kopf wächst und man sich gar nicht mehr zu Gedanken kommt, wie ein gesundes, vielleicht einfaches aber freies Leben organisiert werden könnte. So hätten wir sicher alle Voraussetzungen den Arbeitsaufwand zur Deckung unseres tatsächlichen Bedarfes auf ein Zehntel zu reduzieren.

Offensichtlich haben wir uns eine Falle gebaut. Wir haben den Verstand und somit auch die Vernunft verloren. Durch hochkomplexem (Lebens-)Dilettantismus.

LG enrico

Adler Februar 8, 2018 um 19:18

@Linus
Du klagst jetzt über das Bildungssystem, und damit hast du sicher recht. Das erklärt aber mE nicht hinreichend, warum auch im Wissenschaftssystem ganz Ähnliches zu beobachten ist.
Nach meiner Einschätzung hat dies auch viel mit der explosionsartigen Vermehrung der verfügbaren und erzeugbaren Datenmengen zu tun.

Zunächst weise ich nur auf die Defizite in der Bildung von Führungseliten hin.

Die Frage ist allerdings, ob derartig allgemeingebildete, gemeinwohlorientierte und humanistische Eliten überhaupt eine Führungsposition in dieser Gesellschaft, so wie ist, in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erhalten würden?

Vor rund 20 Jahren hörte ich einen Vortrag von einem weltberühmten Psychiater und Psychoanalytiker, der über die Situation in USA berichtet. Dort finden sich in den Führungspositionen „mittelmäßige, narzisstische Psychopathen“, während die Hochintelligenten sich depressiv zurückgezogen haben.

„Mittelmäßige, narzisstische Psychopathen“ werden bei hochschuldemokratischer Wahl im Wissenschaftsbetrieb von anderen mittelmäßigen, narzisstischen Psychopathen auf die Berufungsliste gesetzt, weil sie vor einem eines nicht wollen, nämlich dass jemand, der besser als sie ist, die Professur bekommt und sie in den Schatten stellt.

Hochkompetente Wissenschaftler werden z.B. nicht zu den politischen Hearings zur Reform des Gesundheitswesens eingeladen. Denn die stören nur. Weil sie die Argumentation der Pharma-, Medizingeräte-, Krankenhauslobbyisten etc. sachkundig widerlegen können. Da lädt man lieber die „gekauften“ Professoren ein.

In der Wirtschaft kommen mittelmäßige, narzisstische Psychopathen in Führungspositionen, weil sie rücksichts- und skrupellos Gewinnoptimierung im Dienste der Anteilseigner betreiben.

Und in der Politik? Da muss man sich nur die mittelmäßigen, narzisstischen Figuren ansehen, welche heute die Führungspositionen in den Parteien innehaben. Und dies z.B. in der SPD mit der Zeit vor 50 Jahren vergleichen.

Das defizitäre Bildungssystem passt zum gesellschaftlichen System. Denn im gesamten System dominiert nur eines: G -> G´.

Die Probleme mit der Datenflut sehe ich weniger auf Ebene der Führung, denn dort hat man genügend Leute, die zuarbeiten. Die Probleme haben eher die „Praktiker“, die eine generalistische Funktion einnehmen. Z.B. in der Medizin die Allgemeinärzte. Als Facharzt mit begrenztem Spezialgebiet hat man deutlich weniger Belastung durch neue Forschungsergebnisse, technische Entwicklungen und Behandlungsverfahren.

Adler Februar 8, 2018 um 19:34

@enrico
Das sehe ich leider auch so. Vielleicht gibt es aber dennoch etwas, was sich wie eine Gegenmacht verhält und das findet sich im “gringonischen” Weltimperium selbst: Der kommende Krieg, der auch deren Eliten nicht verschonen wird.

Ja, Kriegsgefahr, Brasilianisierung usw.

Meine Erfahrung ist, dass viele Menschen in Führungspositionen, wenn sie pensioniert sind und mit ihren geliebten Enkeln spielen, ihre Einstellung zur gesellschaftlichen Entwicklung ändern. Vorher waren sie in ihren Blasen und Hamsterrädern und alles drehte sich um Markterfolg und Gewinnoptimierung. Nun wird ihnen erst bewusst, in welche Richtung der Gesellschaftsprozess sich bewegt und dass die Zukunft ihrer Enkel gefährdet ist oder zerstört wird.

Möglicherweise kann sich auf Ebene der Führungseliten so etwas wie Gegenmacht entwickeln. Das wäre nicht das erste Mal in der Geschichte.

Schaun mer mal.

enrico Februar 8, 2018 um 19:43

“”””””Heute geht es in den Schulen und Hochschulen um die Vermittlung von marktgerechten und spezialisierten Qualifikationen, sei es im technischen, juristischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich.
Die Hauptaufgabe der Absolventen ist Produkte für den Markt zu entwickeln sowie Gewinnoptimierung. “”””””

Schulen und Hochschulen sind halt Institutionen des Systems. Wenn man da etwas ändern will muss man Akademien vollkommen außerhalb des Systems neu aufbauen. Neben ein bisschen Geld bräuchte es natürlich vor allem auch Menschen, die sich dafür überhaupt interessieren an einem Geistesleben teilzuhaben, das eben nicht der Kariere dient und stattdessen nur der Freude am Erkennen und dem Dienst für ein besseres Leben. (“easy life technology”)

Eine solche freie Institution, so denke ich, könnte sogar den heute, zu recht verblichenen Stellenwert der Kirchen übernehmen. Erkenntnis als Re-Ligio, als Weg zur Wiederverbindung mit dem Allumfassenden. Und warum auch nicht als Freidenker-Kloster mit teilweiser Selbstversorgung….

So etwas zu organisieren wäre doch eine wundervolle Aufgabe für emeritierte Akademiker, die geistig noch wach sind. Am besten zusammen mit “emeritierten Gewindeschneidern”.

que pensan ustedes?

Ist zwar bisschen Utopie aber machbar, Frau Nachbar…

LG enrico

Adler Februar 8, 2018 um 19:43

OT – Zur Info:

Die Seidenstrasse des Geldes
Der Dollar ist die wichtigste Währung. Das bleibt nicht mehr lange so. Ablösen wird ihn der chinesische Yuan.
Die Vorherrschaft des US-Dollars im globalen Finanzsystem wird über kurz oder lang enden. An seine Stelle dürfte der chinesische Yuan treten. Die Frage ist nur – wie. Gibt es einen sanften Übergang? Oder einen Knall?
https://www.republik.ch/2018/02/08/die-seidenstrasse-des-geldes

enrico Februar 8, 2018 um 19:48

schade, hat sich überschnitten…..

“”””””Dort finden sich in den Führungspositionen „mittelmäßige, narzisstische Psychopathen“, während die Hochintelligenten sich depressiv zurückgezogen haben. “”””””

Genau diese Hochintelligenten, die im bestehenden System nur depressiv werden können, genau die benötigen wir. Und ich schätze, das sind nicht wenige.

LG enrico

Blue Angel Februar 8, 2018 um 20:37

Über die Zustände an deutschen (und teilweise auch an US-amerikanischen) Universiäten kann man immer wieder bei hadmut danisch (danisch.de) einiges erfahren (wenn man starke Nerven hat, ansonsten besser Illusionen bewahren).

Ende des Petrodollars: China, Russland und Verbündete möchten einen sanften Übergang…Ob das angesichts der aktuellen Entwicklung (Eskalation in Syriens Deir Ezzor-Region, Forderung nach weiterem Nato-Hauptquartier in D, IImplementierung von Kosovo 2.0 in D und Mitteleuropa inform des EU-Imperiums) noch möglich ist? – Keine Ahnung.

Und ja: Sollte die Chance noch bestehen (Repression gegen Dissidenten wird durch “Gro”Ko verstärkt, vor allem auch zur Liquidierung von D benötigt: Widerstand muß verhindert/gebrochen werden) wird es unabhängige, alternative, evtl. regionale Strukturen geben: Nicht nur bezüglich Bildung und Wissen, auch in Bezug auf Gesundheit, Daseins- und Altersvorsorge.
Das ist eine Begleiterscheinung des Staatszerfalls: Die Leute nehmen ihre Angelegenheiten selbst in die Hand, nicht nur bezüglich der Sicherheit.

Mediokre Funktionäre: Schwache Menschen ohne Rückgrat lassen sich leicht lenken, sind perfekte Marionetten (Seehofer sagte ja mal “Die man sieht haben nichts zu sagen, die was zu sagen haben sieht man nicht).
Lenkbar sind sie a) über extreme Eitelkeit (wie m. E. z. B. Frau Merkel) und b) über Erpressung/Nötigung via Dossiers mit Informationen, die sie lieber geheim halten möchten.
Ab und zu vielleicht auch durch Drohungen (wer möchte wie Kennedy enden? Oder verschwundene Familienmitglieder?). Viele auch durch (immer dokumentierte) Korruption diverser Art.

Die eigentlichen Strippenzieher agieren meist (Ausnahmen bestätigen die Regel) im Hintergrund und sind oft hochintelligente Soziopathen.

Blue Angel Februar 8, 2018 um 21:20

Wer gute Nerven hat und wissen möchte, wie Gerichtsurteile und Rechtsprechung in dieser Bananenrepublik zustande kommen, findet hier Erhellendes:
http://www.danisch.de/blog/2018/02/07/zur-juristen-junta-und-dazu-wie-bundesverfassungsgerichtsentscheidungen-gemacht-werden/

ruby Februar 9, 2018 um 01:15

@hammersen
Nur für Sie,
Ein Unternehmen mus alles betriebsnotwendige Vermögen aus Umsätzen erlösen. EK und FK sind betriebswirtschaftlich irrelevant, weil sie bei Beendigung des Unternehmen zurückgezahlt werden.
Es reicht nur dieses Betriebs-, Unternehmens Kapital.
EK dient nur dazu die Leiter des Unternehmens rechtlich zu legitimieren!
Sprung, deshalb kann ein Staatswesen ohne kaufmännische Buchführung existieren, Es ist ihm scheixxegal, was für eine EK-Quote vorliegt, Es finanziert sich aus Steuern.
Schulden sind nicht erhobene Steuern.
Dass gilt ebenso für Zentralbanken, die keine privaten Anteilseigner haben.
Der nächste Schritt nach dem Bankrott Europas ist dann ein Neustart mit globalen privaten Finanziers. Dort können diese ihr eigenes Geld aus dem Nichts und unbegrenzt schöpfen.
Himmel und Erde in einem.
Das lässt sich niemand der es verstanden hat mehr aus den Händen nehmen.
Dafür wird er den Weltuntergang ein kalkulieren, weil man lässt sich nicht mehr aus dem Paradies vertreiben.

H.K.Hammersen Februar 9, 2018 um 09:31

@ruby
Haben Sie überhaupt schon einmal eine Bilanz oder GuV erstellt? Sie reden da über etwas, von dem Sie wirklich gar keine Ahnung haben.

Der Gewinn von Unternehmen wird durch Bilanzierung ermittelt, nicht durch EÜR. Selbst die Kommunen haben auf Bilanzierung umgestellt. Und was die Kameralistik anrichtet, können wir sehr schön bei der Bundesregierung erleben. Die reklamiert einen zu verballernden Haushaltsüberschuss, obwohl die Infrastruktur verrottet.

So wie Sie stelle ich mir den durchschnittlichen Politiker vor; von nichts ‘ne Ahnung, aber zu allem eine Meinung.

ruby Februar 9, 2018 um 12:41

@hammersen
gehen Sie zu ihrem Kämmerer und lassen sich die Beitrags- und Gebührenkalkulationen der Satzungen für die kostenrechnenden Einrichtungen erklären inklusive der Rechtsprechung des OVG Lüneburg zum Kommunalabgabengesetz in Niedersachsen.
Sie werden sehen was ihre bevorzugte kfm Buchführung innerhalb kürzester Zeit für Unsinn bewerkstelligt.
Ein Gemeinwesen ist k e i n Unternehmen, es will keinen Gewinn erzielen.
Sie sind gar kein Politiker, sie sind ein Möchtegernhaushälter, der keine Zusammenhänge eines Kommunalwesens durch seine einseitige Gewinnbrille verstehen kann.
Und selbstverständlich ist die Einnahme-Überschußrechnung eine anerkannte Rechnungslegung von Unternehmen. Fragen sie mal nach den steuerbaren Betrieben ihrer Kommune nach und lassen sich die Steuerveranlagungen vorlegen.

ruby Februar 9, 2018 um 12:45

@Hammersen
Die Kommunen können garnicht auf HGB umstellen, weil sie eine eigene gesetzliche Haushaltswirtschaft haben.
https://www.mi.niedersachsen.de/themen/kommunen/kommunales_haushaltsrecht/kommunales-haushaltsrecht-und-rechnungswesen-in-niedersachsen-63110.html

H.K.Hammersen Februar 9, 2018 um 12:52

@ruby
Jedes Gemeinwesen muss Überschüsse erwirtschaften, um Neuinvestitionen zu ermöglichen. Wenn nicht, dann muss es mit Fremdkapital arbeiten. Also: kein EK und/oder FK? Und gerade die Ver- und Entsorgungsbetriebe müssen zwingend bilanzieren, um überhaupt eine Gebührenordnung errstellen zu können.

Versuchen Sie mal, dass Finanzamt zu überzeugen, dass Sie als nicht Freiberufler eine EÜR statt GuV und Bilanz einreichen dürfen.

ruby Februar 9, 2018 um 12:52
ruby Februar 9, 2018 um 12:59

@hammersen
es gibt eindeutige Steuergesetze, die die Grenzen regeln und die ihre kommunale Finanzabteilung/Kämmerei vorlegen muß – einfach mal angucken in der Kommune

ruby Februar 9, 2018 um 13:04

@hammersen
wenn Sie mir nächsten Monat in fünf Sätzen die gesetzlich zulässige Beitragshöhe erklären können, kriegen Sie ein sattes Gut in Haushaltsrecht!!!

ruby Februar 9, 2018 um 13:15

@hammersen
Gebührenkalkulationen müssen Anlagennachweise vor Gericht nachweisen. Die sind nicht von einer bestimmten Rechnungslegung abhängig – sie sind Vermögensnachweise.

H.K.Hammersen Februar 9, 2018 um 13:43

@ruby
Was sind bitte Vermögensnachweise anderes als EK? Im Übrigen geht es dabei um die AfA, die – neben allen anderen Aufwendungen -
zwingend in die Gebührenordnung einfließen müssen. Hauptgedanke dabei ist nämlich, dass Gebühren nicht subventioniert werden dürfen. Vor Einführung der Doppik war es nämlich kaum möglich, Aufwendungen periodengerecht zu erfassen. Außerdem wird ein Überschuss bei den Ver- und Entsorgungsbetrieben nicht an die Gebührenzahler rückerstattet, sondern fließt allenfalls in die zukünftigen Gebührenordnungen ein.

Im Übrigen müssen Sie mir nicht kommunales Haushaltsrecht in Niedersachsen erklären, ich war lange genug Mitglied in Rat und Finanzausschuss. Ob das Ding Bilanz und GuV oder Ergebnis- und Vermögenshaushalt heißt, ändert nichts an den zugrunde liegenden Prinzipien der Doppik.

Sie machen sich hier lächerlich, nur um Ihre Behauptung aufrecht erhalten zu können, alle kapitalistisch organisierten Unternehmen seien , im Gegensatz zu den VEBs in der ehemaligen Ostzone, geldgierige Verbrecher.

ruby Februar 9, 2018 um 14:37

@hammersen
“Vor Einführung der Doppik war es nämlich kaum möglich, Aufwendungen periodengerecht zu erfassen.”
Dieser Satz ist durch eine gebührengerechte Kostenrechnung als völlig falsch höchstrichterlich abgeurteilt. Prinzipen der Doppik, wie Sie es nennen sind bei kostenrechnenden Einrichtungen irrelevant.
Es ist traurig zu lesen, wie Sie Halbwissen alleine durch die Teilnahme an Gremien begründen.
Hier bin Ich mit der Doppik – wir sind das Heil!
Sie haben überhaupt nicht begriffen, welche Funktionen EK, Beiträge, Zuschüssen und FK haben, spielen sich aber als Leiter eines Gemeinwesens auf.
Vermögenswerte werden in Bestandsnachweisen dokumentiert und zusammengefasst in Bilanzpositionen auf der Aktivseite ausgewiesen. Deren Finanzierung durch EK, Rücklagen, Beiträge, Zuschüsse, Rückstellungen, FK auf der Passivseite zeigt keine direkte Verknüpfung. Diese muß ausserhalb der Bilanz erfolgen.
Lernen Sie erstmal aufzuhören mit “Ding” zu verallgemeinern wo es ausdifferenzierte gesetzliche Regelungen mit rechtlichen Entscheidungen gibt.
Gemeinden sind keine “kapitalistisch organisierten Unternehmen”.
Versuchen Sie die Leistung einer Schule, die Bildung, in Geld zu messen und in einem “Ding” jährlich aufzustellen.
Ihre Denkmuster sind rudimentär und unangemessen für kommunale Gemeinwesen.

H.K.Hammersen Februar 9, 2018 um 17:09

@ruby
Zitat aus Ihrem eigenen Link:
“Das kommunale Haushaltsrecht in Niedersachsen wurde seit Beginn des Jahres 2006 auf die Grundlagen der kommunalen Doppik umgestellt. Nach einer Übergangsfrist ist das neue Haushalts- und Rechnungssystem ab dem Haushaltsjahr 2012 in allen Kommunen anzuwenden. Der erste konsolidierte Gesamtabschluss war erstmals im Jahr 2013 für das Haushaltsjahr 2012 aufzustellen.”

Seitdem müssen Kommunen die Doppik verwenden und einen Ergebnis- Vermögens- und Finanzhaushalt erstellen. Dabei entspricht der Ergebnishaushalt der GuV, der Vermögenshaushalt der Bilanz und der Finanzhaushalt dem Liquiditätsplan. Der Ergenishaushalt muss mindestens mit einer schwarzen Null abschließen. Wenn die Kommune ihr Vermögen erhöhen will, muss sie entweder Kredite aufnehmen oder Überschüsse erwirtschaften. Und nur weil die Einnahmen der Kommune, aus denen sie u. a. ihre Überschüsse im Ergebnishaushalt erzielt, Steuern heißen, ist da kein Unterschied zu einem privaten Unternehmen. Beim zahlenden Bürger macht es keinen Unterschied, ob er Steuern zahlt oder die in den Preisen enthaltenen Gewinne.

Sozialisten können einfach nicht denken. Selbst die Lehrer einer nicht gewinnorientierten Schule erwarten Besoldung in einer Form, die ihnen Kaufkraft für von Kapitalisten produzierten Gütern verschafft.

Systemfrager Februar 10, 2018 um 09:51

Die Aufgabe unserer Ziet ist nicht die postmodernen Skeptizisten zu verstehen und mit ihnen zu diskutieren, sondern
wissenschaftlich zu erklären
um welche schwere psychische Krankheit sich bei den Meistern dieses postmodernen Skepitizimus und ihren Nachplappern handelt

ruby Februar 10, 2018 um 10:21

noch zu den Kosten der Schüler
http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=SchulG+SH+%C2%A7+111&psml=bsshoprod.psml&max=true
exakte Kostenermittlung ist das Verrechnungsziel…

D´accord @Systemfrager

QuestionMark Februar 11, 2018 um 10:24

Die nächste Dumpfbacke ist schon im Anmarsch:

Nahles könnte schon am Dienstag SPD-Chefin werden
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kommissarische-parteivorsitzende-fuer-schulz-nahles-koennte-schon-am-dienstag-spd-chefin-werden/20949500.html

Dazu kürzlich Boris Reitschuster im cicero:

Da ist etwa Ex-Juso-Chefin Andrea Nahles. Über einen größeren Kontakt von ihr zur realen Arbeitswelt ist nichts bekannt – es ging schwups von den Jusos über die Uni in den Bundestag und ins Ministeramt. Immer, wenn ich Nahles sehe, muss ich an die damaligen Juso-Sitzungen in den verrauchten Hinterzimmern denken. An die Ideologie dort.

https://www.cicero.de/innenpolitik/spd-groko-schulz-nahles-soziademoktratie

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