Politik ist weiblich

by Weissgarnix on 13. Februar 2018

Rekapitulieren wir mal kurz: An der Spitze der CDU und Deutschelands Angela Merkel fest im Sattel. An der Spitze der SPD voraussichtlich in Kürze Andrea Nahles. Wenn sie nicht auf den letzten Metern noch abgefangen wird von Simone Lange, der Oberbürgermeisterin aus Flensburg, die dem geschundenen Proletariat endlich wieder eine Stimme geben will, gegen die ganzen Bonzen da im Willi-Brandt-Haus in Berlin. Der SPIEGEL schreibt heute über die gleiche Anzahl Ministerinnen wie Minister in der neuen GroKo “So viel Matriachat war nie“. Die AfD wird von einer Frau geführt, zumindest der appetitliche Teil der AfD, und wenn von der Linken mal wieder was zu hören ist, dann entweder von Sahra Wagenknecht oder Katja Kipping. Bleiben noch die Grünen, aber bestehen die nicht nur aus Frauen? Und noch die FdP, ok, da gibt’s den Lindner. CSU zum Schluss, da möchte man spontan “Männerpartei!” ausrufen, aber hey: so sicher bin ich mir da gar nicht. Immerhin wagte eine Ilse Aigner in der Debatte um die Seehofer-Nachfolge kurz den Sturm im Wasserglas und Julia Klöckner darf auch ab und an ins Rampenlicht. Da geht also vielleicht noch was, so mädeltechnisch gesehen. Wohl nicht heute, aber warum nicht morgen? Zumindest vorstellbar.

Die Politik wird also insgesamt weiblicher. Theoretisch kann einem das egal sein, praktisch werden es die einen mögen und die anderen zum Fürchten finden. Wundern tut es mich nicht, denn bereits seit geraumer Zeit wird die Öffentliche Debatte von Themen bestimmt, zu denen man als Mann die Schnauze hält, wenn man schlau ist. Von Homoehe über Metoo und dieselvergiftete Laboraffen gilt: Besser nichts sagen. Denn was man sagt, kann und wird gegen einen verwendet werden. Was früher als “Öffentlicher Diskurs” vermarktet wurde, ähnelt heute dem kritischen Blick der Frau vor dem Spiegel: “Findest du mich zu dick?” … Die älteren unter uns wissen: Don’t go there! Zum Glück lassen mit den Jahren ja auch die Sinne nach, da überhört man sowas auch schon mal…

Dass in der Politik zunehmend die Frauen den Ton angeben ist insofern folgerichtig. Weil Frauen dürfen alles sagen. Sie sind empathisch, das sind Männer nie. Und sie sind differenziert. Das sind Männer auch nicht. Frauen stellen häufig die Mehrheitsmeinung, denn sie sind klug. Und wenn sie mal eine Minderheitsmeinung vertreten, dann sind sie emanzipiert. Das gefällt. Männer machen da keinen Stich. Männer wollen immer nur das eine: Macht. Frauen in der Politik zwar auch, aber anders. Wie anders? Na anders halt. Nett anders. Andrea Nahles sei der “einzige Mann in der SPD-Führung” hieß es neulich in der FAZ. Wohl wahr. Ebenso wahr, dass in der danach einsetzenden Empörung über ein derartiges Urteil von den vielleicht doch vorhandenen anderen Männern in der SPD nichts zu hören war. Und zudem wahr, dass sich der Urheber des Bonmots anschließend erklären musste, vor dem Internationalen Gendergerichtshof. Was er da schreibe sei wieder typisch männlich, Frauen seien niemals so wie Männer, am liebsten würde man ihm “von heute an in die Fresse hauen”… hoppla, das zum Schluss weiß ich jetzt gar nicht, ob das so stimmt, vielleicht geraten mir da gerade die Dinge durcheinander. Ich setze mich zur Entspannung kurz auf das Fernsehsofa und gucke nochmal die Szene aus der Elefantenrunde am Wahlabend, in der sich Martin Schulz heulend bei Angela Merkel darüber beschwert, dass sie ihm das angetan habe, was man, da wo ich herkomme, die “Eier abschneiden” nennt.

Frauen sind die besseren Menschen. Deshalb lieben wir sie. Demnächst machen sie große Politik, und das ist gut so. Männer, denen man sowas zutrauen könnte, sind eh keine mehr da.

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holger Februar 13, 2018 um 12:16

LOL

wenn ich mir so manche “Weiber” in der Politik anschaue, muss da auch eine Portion Sado-Maso dabei sein. Anders kann man sich diese “Fesselspiele” nicht mehr erklären…

Und yep das mit der “Cemine-Hofreiterinnen” stimmt auffallend.

Blue Angel Februar 13, 2018 um 12:16

Sie verwechseln Willy Brandt mit Sackarschwilli (falls ich als ungebildeter Mensch Probleme mit schwierigen, ausländischen Namen habe, bitte ich um Nachsicht), der kürzlich aus der Ukraine heraus- und nach Polen transportiert wurde. Das hat Willy Brandt (mit Y) nicht verdient.

M. E. verwechseln Sie auch Lautstärke mit gesellschaftlicher Macht: Ein Streik von Müllabfuhr, Klempnern und Klärwerken z. B. würde die lautstarken Damen sehr schnell zur Einsicht bringen, sollten sie ihre Unterwerfungsversuche aller normalen Menschen (wozu auch eine Mehrheit der Frauen gehört) zu weit treiben.

Ansonsten kopier ich faulerweise mal einen Kommentar ein, den ich heute in einem anderen Forum geschrieben hatte und der m. E. auch hier sehr gut passt:
“Feministinnen, die Gruppen von Frauen (die, die schon von Migrantengewalt betroffen waren und die, die es noch sein werden) ausdrücklich als solidarisierungs-unwürdig ausschließen, können weder Feministinnen, noch Vertreterinnen eines Gleichwertigkeitsgedankens aller Menschen sein.

Was besagte Frau Stokowski und ähnliche Propagandistinnen betrifft, halte ich diese ganze Filterblase für erheblich überschätzt: Normale, einfache Menschen, die ihr Alltagsleben bewältigen müssen (m. E. gibt es davon mehr als von solchen, die “irgendwas mit Medien” betreiben und die, die das dann rezipieren) kennen weder deren Namen, noch deren abstruse Ideen. – Wenn sie zufällig davon erfahren, reagieren sie darauf mit Kopfschütteln.

Die vorgebliche Relevanz solcher vorgeblichen Feministinnen bezieht sich auf einen sehr kleinen, sehr gut vernetzten Kreis mit sehr großem Lautstärkepegel und Empörungspotential.

Das Schlimmste, was man diesen Leuten antun kann, ist, ihre Relevanz weiter zu minimieren (das passiert ja schon durch sinkende Auflagen und Zuschauerzahlen der Medien, auf denen sie basiert).
Empören wir sie also noch ein bißchen mehr indem wir sie, wo immer möglich, ignorieren.”

ruby Februar 13, 2018 um 12:24

Nahles kann keine Parteivorsitzende werden.
Es gibt sechs Vizevorsitzende.
Oder gilt in der SPD kein Recht mehr?

ruby Februar 13, 2018 um 12:27

Es gibt keine kommissarische Parteivorsitzende.

chabis Februar 13, 2018 um 12:32

Klaus Theweleit: Männlichkeit im Wandel, hörens- und sehenswert
https://www.youtube.com/watch?v=aPYCv2qTvmE

ruby Februar 13, 2018 um 13:05
Blue Angel Februar 13, 2018 um 14:02

Politik (res polis, die Angegenheit/en der Stadt/Öffentlichkeit) ist menschlich.
Zum Menschsein gehören die Erscheinungsformen “männlich” und “weiblich”. Wäre das nicht so, gäbe es keine Menschen. – Divergenzen davon gibt es auch in der Natur, sie haben sicher ihren eigenen Zweck, waren aber nie in der Mehrzahl und werden es auch nicht sein.

Es gibt eine relativ kleine Gruppe überwiegend westlicher Menschen, die meinen, die wichtigste der Welt zu sein und ihre Version von Normalität allen anderen überstülpen zu können. Damit befinden sie sich im Irrtum und werden das früher oder später einsehen.

Aus abgetrennten, blutigen Hälften läßt sich kein heiles Neues bilden. Dieses Vorhaben ist m. E. so größenwahnsinnig und frevelhaft (gegen die Natur, ohne die wir keinen Tag überleben können) wie die Versuche, Fortpflanzung zu entkörperlichen oder (der nächste Schritt) transhumane Wesen zu “bauen”.

Jede Art von Hybris erlebt über kurz oder lang ihre Niederlage, weil sie sich über die Basis der Seins-Bedingungen zu erheben versucht.

Auf der Ebene der aktuellen Innenpolitik ist das anhand sogenannter “Parteien” grade sehr deutlich zu erkennen. Das System, dessen Erscheinungsformen u. a. diese Parteien sind, hat auch den Genderismus erzeugt.

So wie das System zerfällt, zerfallen auch dessen Erscheinungsformen: Vielleicht sollten diese wichtigen Personen öfter auf unwichtige Gärtner hören. Die könnten ihnen nämlich sagen, daß ohne oder gegen die Natur mittelfristig nichts funktioniert.

holger Februar 13, 2018 um 14:22

Angel

man waas es net… der olle Häuptling der Sioux war wohl mehr für das Auswärtige Amt zuständig und die Wig-Wam Hüterin mehr für die innere Stabilität …

Deswegen ist Flintenuschi auch fehl am Platz… seitdem die BW wieder versucht im Ausland was zu melden… das ganze Kriegsgerät ist ja Pfuschi … samt Gender gerechter Ausstattung…

enrico Februar 13, 2018 um 16:11

so in den 90er Jahren gab es mal diese lustigen Bezeichnungen für Weicheier wie z.B. “Saunauntensitzer”, “Warmduscher”, Airbag-Nachrüster, Birkenstockputzer usw usf.

Der absolute Tophit war aber natürlich “Frauenversteher”.
Erinnerst du dich?
Viele Jahre sind nun ins Land gezogen und fast alle sind in der Zwischenzeit verstorben. Die Weicheier und auch die, die sich darüber lustig gemacht haben. Mausetot, erschlagen von lächerlichen Tatsachen. Nur die Frauen haben überlebt. Oder sie wissen es zumindest noch nicht, dass sie eigentlich auch schon tot sind. Aber schön, da ist es nicht so schwer einfach wie bisher weiterzumachen.
Politik ist ein weibisches Weib. Wir wussten es.

Thorsten Haupts Februar 13, 2018 um 17:13

@WGN:

“Internationalen Gendergerichtshof”

Wenn ich sowas lese, lach ich mich immer schlapp. Ein, maximal zwei Dutzend aufgebrachte Frauen auf twitter, wenigen einschlägigen Feministinnen-Blogs, hier und da unterstützt von den Kinderbrigaden in den “Qualitäts”medien bento und zett.

Gott ist die heutige öffentliche Diskussion enteiert :-). Ich hatte zu meiner aktiven Zeit mehr lokale Gegner, als sich heute üblicherweise deutschlandweit zu einem “Shitstorm” oder zu einem “Gerichtshof” vereinen.

Gruss,
Thorsten Haupts

Michael Februar 13, 2018 um 17:21

Zitat: “Die AfD wird von einer Frau geführt, zumindest der appetitliche Teil der AfD, “ Ich denke, das ist eine Lesbe, zählen die als Frauen oder als “ES” ? Genauso ist es mit Schwulen oder Transen, die müssten rein theoretisch alle als “ES” tituliert werden. Dazu hatte das Verfassungsgericht kürzlich die Politik zu Änderungen aufgefordert, aber weiter nachgelesen hatte ich nicht.

Auf jeden Fall haben die Deutschen erstaunlich viele Frauen in der Politik, die kein anderes Land geschenkt haben wollte. Man könnte fast boshaft behaupten, seitdem die sich breitgemacht haben, läuft in der Politik der Bunten Republik nichts mehr so, wie es sollte. Das ist in anderen Ländern eindeutig nicht so. Letztlich nicht so wichtig, wenn wir uns an die Worte des Bayern-Horstels erinnern, der klarstellte, dass Politiker letztlich nichts zu sagen haben.

Adler Februar 13, 2018 um 17:28

Das Phänomen ist leicht zu erklären.

Schon zu Zeiten der traditionellen Rollentrennung waren Frauen in den Familien häufig dominant. Es war normal, dass viele Männer mit körperlich harter Arbeit (z. B. Bau-, Fabrikarbeiter) den Lohn bei der Ehefrau, häufig „Mutti“ genannt, ablieferten, und dann ein Taschengeld bekamen.

Einen offensiv-aggressiven Feminismus gibt es in D seit ca. 50 Jahren.

Damals haben die Frauen Frauengruppen, Frauencafés, Frauenbuchläden etc. gegründet, wo Männer exkludiert waren. Es gab eine Zeit, da war „Penetration“ verpönt und die Frauen bestimmten die Sexualpraktiken.

Damals waren die meisten Frauen Studentinnen im Alter von Anfang/Mitte Zwanzig, Alice Schwarzer (*1942) war älter.

Die Lesben waren nur eine kleine Minderheit, aber sie dominerten sehr stark die Diskussion und die Öffentlichkeit. Die meisten der feministisch orientierten Frauen waren jedoch eher konservativ eingestellt, was auch die soziologische Forschung belegt. Sie wollen Beruf, Ehe, Familie und Kinder miteinander vereinbaren und ihre Haupterwartung und –forderung war ein verändertes Männerverhalten, und zwar als als Ehemann . Da ging es um die Verteilung der Hausarbeit und Kinderbetreuung.

50 Jahre Feminismus, das bedeutet, dass die Kinder der damals feministisch orientierten Frauen heute so zwischen 40-50 Jahre alt sind und deren Töchter schon längst selbst Kinder geboren haben, wovon ein mehr oder minder großer Teil schon volljährig und wahlberechtigt ist.

Auch wenn die meisten Mütter heute berufstätig sind, so ist es weiterhin die Normalität, dass die Mütter nach wie vor das Erziehungsmonopol innehaben.

War es bereits damals so, dass die Kindergärtnerinnen bzw. Früherzieherinnen fast ausschließlich weiblich waren, so ist es heute Normalität, dass es an Grundschulen fast kein männliches Lehrpersonal mehr gibt. Das getrenntgeschlechtliche Gymnasium gibt es nicht mehr, seit 50 Jahren gibt es Koedukation. Und auch in den Gymnasien sind weibliche Lehrpersonen in der Mehrzahl und es gibt immer mehr Rektorinnen.

Durch ihr Erziehungsmonopol erziehen sich die Frauen einen Typus Mann, der sich ihrem Dominanzstreben unterwirft.

Dazu kommt noch die mediale Beeinflussung. Die Botschaft der 70-er Jahre war: Frauen sind die besseren Menschen. Frauen spenden Leben, sie verfügen über höhere emotionale Intelligenz, mit Frauen in der Politik gibt es mehr Frieden und sie besitzen mehr Empathie für die Schwachen. Frauen eignen sich daher besonders gut als Führungskräfte. So sind in fast allen schwedischen Krimis Frauen in der Führungsposition.

An den Hochschulen ist es normal, dass Frauen Seilschaften bilden und Frauen auf Professuren und auf Führungspositionen bringen. Das wird vom „Staatsfeminismus“ explizit gefordert und gefördert.

Und in den politischen Parteien? Da geht es vor allem darum, ein Maximum an Stimmen beim Stimmvieh herauszuholen. Frauen sind unter den Wahlberechtigten eindeutig in der Mehrzahl. Besonders im Rentenalter, weil Männer früher sterben.

Und Frauen wählen bevorzugt Frauen.

Klar, in China ist es anders. Da bedeutet Parteiarbeit Schulungen und Theoriearbeit. Und überall, wo hohe Ansprüche an Theoriearbeit gestellt werden, gibt es nur wenige Frauen.

peewit Februar 13, 2018 um 17:40

@Haupts

“Gott ist die heutige öffentliche Diskussion enteiert :-). Ich hatte zu meiner aktiven Zeit mehr lokale Gegner, als sich heute üblicherweise deutschlandweit zu einem “Shitstorm” oder zu einem “Gerichtshof” vereinen.”

Ich wette, Sie haben den armen Teufeln damit gedroht, mal kurz Ihren Bücherschrank vorbeizuschicken…

Thorsten Haupts Februar 13, 2018 um 18:14

@peewit:

“Ich wette, Sie haben den armen Teufeln damit gedroht, mal kurz Ihren Bücherschrank vorbeizuschicken…”

Nö, ich habe mich damit amüsiert, sie kräftig zu ärgern und mich über die Flugblätter ihres Ärgers an der Hochschule bekannt zu machen.

Gruss,
Thorsten Haupts

holger Februar 13, 2018 um 18:19

haupts pickelbruder

dafür werden die fementittchen auch zur Prime Time gesendet und dein tarnfleck dödel nicht

muhaaaaaaa :)

holger Februar 13, 2018 um 18:22

die gorch fick kennt ja auch die Masse nur. weil so ein Weib in Board war … dabei weiss jeder der Bär maximal ziehen:)

holger Februar 13, 2018 um 18:23

die gorch fick kennt ja auch die Masse nur. weil so ein Weib in Board war … dabei weiss jeder seebär maximal Ziegen

so ISS richtig

Adler Februar 13, 2018 um 18:29

Damals, Anfang der 70-er hatte man als Student, wenn man guter Theoretiker war, noch beste Chancen bei den Studentinnen. Man wurde bewundert und geliebt. Und schrieb dann für die Freundinnen Haus- und Abschlussarbeiten und manchmal auch Promotionen.

Aber mit der Massenuniversität änderte sich dies alles. Die neuen Studentinnen waren theoriefeindlich und beschimpften die Männer als verkopft. Die Professoren revidierten ihre Ansprüche nach unten, sie wollten ja beliebt sein. Außerdem sind höhere Leistungsansprüche an die Studierenden auch mit mehr Arbeit und mehr Konflikten verbunden.

Aufgrund der Massen, wurden die Arbeiten der Studenten nur noch höchst oberflächlich gelesen. Ein paar Seiten, das Literaturverzeichnis – das war es.

Es wurde immer leichter, Abschlüsse zu erlangen. Durch geringere Ansprüche und durch Plagiate.

Zudem kommt hinzu, dass der Markt höchst selten Arbeitskräfte mit hoher theoretischer Kompetenz nachfragt. Im Gegenteil. Flexible Menschen braucht man, ohne Skrupel bei der Profitmaximierung.

In der Politik muss man gut reden und schauspielern können. Raffiniert, machtgierig und skrupellos muss man sein. Seilschaften bilden, erfolgreich intrigieren und mobben können, gehört auch dazu.

Leistungsfähigkeit im bürgerlichen Sinne? Braucht man heute in der Politik nicht mehr. Ist eher ein Verkäuferjob wie im Marketing oder als Sprecher eines Unternehmens.

holger Februar 13, 2018 um 18:43

Adler

du musst aber nicht als jammern über längst vergangene Epochen… nu iss es so gekommen wie es kommen sollte. WARUM auch immer…

peewit Februar 13, 2018 um 19:03

@Adler

“Damals, Anfang der 70-er hatte man als Student, wenn man guter Theoretiker war, noch beste Chancen bei den Studentinnen. Man wurde bewundert und geliebt. Und schrieb dann für die Freundinnen Haus- und Abschlussarbeiten und manchmal auch Promotionen.”

Hahaha, wie blöd kann man sein… ;-)

(Konrad Lorenz wusste das schon längst: Was dooferes als Adler findet man nicht so leicht in der Vogelwelt)

Adler Februar 13, 2018 um 19:35

@peewit
Hahaha, wie blöd kann man sein… ;-)

Warum blöd?

War doch eine gedankliche Herausforderung und zum Teil gedankliche Spielerei. Hat Spaß gemacht.

Gedankengang und Gliederung darlegen, Literaturhinweise geben, Entwurf anschauen etc.

Getippt haben es die Mädels selbstverständlich selber. Schreibmaschine hatten die damals noch gelernt.

Und als Dank haben sie dann meine Texte getippt, Literatur aus der Bibliothek geholt und für gutes Essen und gutes Sexualleben gesorgt.

Win – win. Wie es zwischen den Geschlechtern sein soll …

Adler Februar 13, 2018 um 20:21

@QuestionMark Februar 13, 2018 um 18:57
Aber den Gipfel der Dummheit erklimmt natürlich immer wieder die SPD als Gesamtorganisation.

Die SPD hatte bis Anfang/Mitte der 70-er Jahre. mehr exzellente Intellektuelle als alle anderen Parteien, insbesondere die CDU/CSU. Die FDP hatte immerhin Intellektuelle wie Ralf Dahrendorf und Karl-Hermann Flach.

Man denke z.B. an die Professoren Horst Ehmke, Ludwig von Friedeburg, Richard Löwenthal aka Paul Sering, Peter von Oertzen, Karl Schiller et al.

Das änderte sich mit dem Radikalenerlass von 1972 und dem Rechtsschwenk in der Schmidt-Ära. Es gab viele Ausschlussverfahren gegen linke Intellektuelle, andere gingen wegen des Rechtskurses. Ein prominentes Beispiel ist Jochen Steffen, der „Rote Jochen“, der 1980 die SPD aus Enttäuschung über deren zu kapitalismusfreundlichen Kurs verließ.

Peter von Oertzen 2005 im Interview:
https://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich——-peter-von-oertzen–3298948.html

Karl-Hermann Flach kommt in seinem Buch „Noch eine Chance für die Liberalen“ (1971) u.a. zu dem Ergebnis, dass „wenn ernsthafte Gefahr für ihre Besitzpositionen droht, (…) den herrschenden Kreisen in kapitalistischen Staaten die Rettung durch eine faschistische Ordnung lieber sein [kann] als ihr Abstieg.“ (Wikipedia)

Adler Februar 13, 2018 um 20:31

@QuestionMark
Leider hast du damit aber auch dummerweise diesen Nullnummern zu einem akademischen Abschluss verholfen und damit zur Korruption des deutschen Wissenschaftsbetriebs beigetragen. Also letztlich wohl gesellschaftlich eher kontraproduktiv.

Das Leben – zumal im Kapitalismus – ist nicht widerspruchsfrei.

Und der Wissenschaftsbetrieb war damals bereits schon lange im Arsch. Zum anderen strebten die Mädels keine wissenschaftliche Karriere an.

Adler Februar 13, 2018 um 20:50

Questionmark, ich habe schon in der Schule andere abschreiben lassen.

Zudem hatte ich damals kein Amt im Wissenschaftsbetrieb. Und unter Linken war es üblich, sich untereinander zu helfen.

holger Februar 13, 2018 um 21:13

Adler

Genau deswegen hat man ja Soziologie erfunden :) frag luebberding :D der hat in Göttingen aber eifrig ;)

holger Februar 13, 2018 um 21:18

Die 55 bis 60 jährigen :) alles weibsvolk

holger Februar 13, 2018 um 21:20

Angefangen hat der scheixx doch mit der Faabe im TV :) und Der schwuchtel Dieter t. Heck und Ilja Richter : D

Sus scrofa Februar 13, 2018 um 22:06

@ Blue Angel —> “Dieses Vorhaben ist m. E. so größenwahnsinnig und frevelhaft (gegen die Natur, ohne die wir keinen Tag überleben können) ”

Zivilisation ist ein ständiger Kampf gegen die Natur, v.a. gegen die biologische Natur des Menschen.

Sie sind erklärter Veganer. Das ist zwar löblich, doch ist es contra naturam. Der natürliche Mensch (nicht im HCschen) Sinne ist ebenso wie sein Bruder im Geiste, das Schwein, ein Allesfresser. Würden Sie im Einklang mit der Natur handeln, so stünden nicht nur die Pflanzen und Kräuter Ihres Gartens auf Ihrem Speiseplan, sondern auch der Igel, die Amsel und das Eichhorn.

Sie sind Veganer dank der Zivilisation, nicht dank der Natur.

Auch schlagen Sie niemanden tot und werden nicht totgeschlagen dank der Zivilisation. Nicht dank der Natur.

—> “Jede Art von Hybris erlebt über kurz oder lang ihre Niederlage, weil sie sich über die Basis der Seins-Bedingungen zu erheben versucht.”

Genau. Wenn nämlich dereinst der Altersheimer sich Ihrer bemächtigt haben wird, so wird man Sie mit Wursthäppchen füttern. Sollte der Pfleger ein Moslem sein, so hätten Sie immerhin die Aussicht auf Rindswürstchen.

Disclaimer: – Das hier ist versuchte Ideologiekritik. Die industrielle Massentierhaltung gehört natürlich verboten.

ruby Februar 13, 2018 um 22:56

@Sus scrofa
Unsere Wölfe haben sich auf Bio-Fleisch spezialisiert, die sind Feinschmecker. Demnächst kommen Hüttehunde für die Lämmer, aber was fressen die?

Sus scrofa Februar 14, 2018 um 00:11

@ ruby

Ob der große Schnuffel evtl. auch vegetarisch oder gar vegan ernährt werden kann, darüber müsste der vegane Hundehalter @BA bessere Auskunft geben können. Interessiert mich auch.

chabis Februar 14, 2018 um 01:04

@Sus scrofa / Schnuffel
Die nehmen es auch mit Bären auf, wurden dafür letzhin in den
Schweizer Bergen eingeführt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Maremmen-Abruzzen-Sch%C3%A4ferhund
Sie wachsen mit den Schafen innerhalb der Herde auf.
Gefüttert werden die mit dem üblichen Trocken- und Feuchtfutter(frass), soll es auch in vegetarischer und veganer Version geben, wen’s interessiert – Weiteres unter ‘Hundefutter’ bei Wikipedia.

bleistift Februar 14, 2018 um 01:05
bleistift Februar 14, 2018 um 01:07

Einen Hund komplett vegan oder vegetarisch zu ernähren ist aber ohnehin unmöglich.
Jeder freilaufende Hund frisst mal eine Maus, eine Ratte, einen Vogel usw.

bleistift Februar 14, 2018 um 01:29

@ chabis

“Die nehmen es auch mit Bären auf…”

Naja, die werden bellen und versuchen ihn zu vertreiben. Aber “aufnehmen” ist vielleicht doch etwas übertrieben. Gegen einen ausgewachsenen Bären hat so eine Hütehund vermutlich keine Chance. Kommt wohl auch auf die Anzahl der Hunde an…

bleistift Februar 14, 2018 um 01:58

“Politik ist weiblich”

Vor ein paar Tagen wurden hier noch Artikel rausgehauen in denen es hieß, der Gabriel soll sich mal nicht so anstellen. Dann sollte sich der Schulz mal nicht so anstellen.
Alles schließlich ganz normal
Da hat @WGN noch verkündet: “Weil Sigmar Gabriel kein Trottel ist, zudem selbst auch kein Kind von Traurigkeit, weiß er natürlich, dass das alles so ist wie es immer war und im Grunde auch sein muss.”
Also ein großes Spiel. Poker und so. Ein Kartenhaus.

Aber bei Nahles ist nun plötzlich alles ganz anders? Nicht mehr “House of Cards” sondern die Brigitte?

Wenn ein Mann gegen einen Mann intrigiert ist es Poker und ein tolles Schauspiel. Geht schließlich um MACHT.
Wenn eine Frau gegen einen Mann intrigiert ist es “nett” und ein Blick in eine Frauenzeitschrift oder einen Spiegel.

Eine Frau die gegen einen Mann intrigiert verhält sich so “wie es immer war und im Grunde auch sein muss.”

Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich wundere mich, dass zu so einer Selbstverständlichkeit überhaupt ein Artikel rausgehauen wird.

Es ist wie es sein sollte.

Und was #Metoo betrifft. Der eine Kerl ist erledigt. Der andere landet im Weißen Haus.
Poker. Oder besser Roulette.

bleistift Februar 14, 2018 um 02:00

“Es ist wie es sein sollte.”

Falsch formuliert. Es könnte deutlich besser sein.
Aber es ist eben wie es ist.

chabis Februar 14, 2018 um 02:09

@bleistift
Soviel mir bekannt ist, geht ein körperlich überlegenes Raubtier
der Verletzungsgefahr durch schwächere verteidigungsbereite Tiere/Menschen ‘instinktiv’ aus dem Weg, sie können mit angebrochenem Gliedmass oder eiternder Wunde schliesslich nicht zum Heiler oder Arzt und sind ziemlich geliefert, das ‘wissen’ die (Ausnahme sollen z.B. durch nachlässigen Umgang mit menschlichen Leichen auf Menschenfleisch angefixte Tiger in Indien sein, von streunenden Hunden im 30jährigen Krieg wird ähnliches berichtet).
Intelligent im Rudel jagende Raubtiere sind (durch Vereinzelungs-taktik gegenüber einer Gruppe / für Vereinzelte) wiederum eine sehr grosse Gefahr. So heisst es, dass von den Raubtieren einzig die Hyänen den in Afrika aufkommenden Menschenarten ein Ende hätten bereiten können, einziges Hindernis, – Hyänen können nicht klettern ( auf Bäume oder Felsen ) (Quelle kann ich nachliefern).

holger Februar 14, 2018 um 02:12

Der Hyänenbär kann aber klettern

chabis Februar 14, 2018 um 02:26
bleistift Februar 14, 2018 um 02:30

Man könnte #Metoo auch als eine großangelegte Intrige lesen. Tue ich nicht. Aber man könnte.
Was ist dann eigentlich schlecht daran?
Warum ist die eine Intrige Poker und House of Cards und die andere Intrige ist unmoralisch, schlimm und schrecklich?
Der eine Typ landet an den Schalthebeln der Macht obwohl er Frauen zwischen die Beine gegriffen hat (das zugegeben hat) oder in die Umkleidekabine von nackten Frauen eindrang (und das ebenfalls zugegeben hat). Der außerdem von mehr als zehn Frauen beschuldigt wird sie sexuell zumindest belästigt zu werden.

Ein Typ behauptet etwas (“Ich habe Frauen zwischen die Beine gefasst”) und man legt keine moralischen Maßstäbe an. Mit Moral will man nicht belästigt werden.
Eine Frau behauptet etwas und plötzlich legt man moralische Maßstäbe an?
Es macht wenig Sinn, passiert hier aber.

Vielleicht gibt es Frauen die über #Metoo intrigieren. Und? So what?

Entweder es gibt Moral oder es gibt eben keine. Aber man kann Moral nicht dann ausbuddeln wenn einem grade danach ist.
Vielleicht ist Kevin Spacey unschuldig. Vielleicht haben schwule Männer nur gegen ihn intrigiert. Na und?
Kevin Spacey ist erledigt und das findet man bedauerlich.
Die blonde Föhnfrisur ist Präsident und das findet man toll.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es Frauen die #Meetoo dazu benutzen um gegen männliche Konkurrenten zu intrigieren.
Aber als Bewunderer von moralbefreiten Intrigen sollte man ihnen dafür wohl eher Respekt zollen.
Als herum zu jammern wie so ein Gabriel oder ein Schulz und wie die Versager sonst noch so heißen mögen.

Wer an das Recht des Stärkeren glaubt (“Das Recht des Stärkeren, oh mein Gott, als sei es je anders gewesen.”) der sollte sich nicht weinerlich darüber beklagen nicht mehr der Stärkere zu sein.

Ich glaube an die Herrschaft des Rechts, an den Rechtsstaat. An meine geliebte Föderation. Ganz bestimmt nicht an ein “Recht des Stärkeren”.
Daran hat Hitler geglaubt und den haben sie zusammen gefaltet und durch eine “Herrschaft des Rechts” ersetzt.
Wofür ich sehr dankbar bin.

Systemfrager Februar 14, 2018 um 07:57

Weil Frauen dürfen alles sagen. Sie sind empathisch, das sind Männer nie. Und sie sind differenziert. Das sind Männer auch nicht. Frauen stellen häufig die Mehrheitsmeinung, denn sie sind klug.

Ein glänzendes Beispiel der westlichen Dekanenz.
In der ganzen Geschichte waren Männer Gentlmen, die neuen emanzipierten Frauen dürfen alles sagen: weil sie einfach frech geworden sind. Von der Empathie kann keine Rede sein. Die Frauen waren schon immer rücksichtslos. Ein Man hat probleme auf Kinder und Frauen zu schießen, die Frauen nicht. Ja, Frauen kriegen Nobelpreis wie die Friedensstifter – ja für den Frieden auf westliceh Art. Für Wissenschaften sind sie nicht klug genug.
Die westlichen emanzipierten Frauen können alles, große Perobleme oder fast völlig unfähig sind sie Ehefrauen zu sein und Kinder gebären. Unwichtig. Der Westen legt immer wider ein Land in Schutt und Asche, die Frauen können sich Kinder aus dem Mittelmehr, die von den dummen und unemanzipierten Frauen fischen.
Eine großartiege Kultur, das Ende der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes.
Zum Glück die Barbaren kommen.

Systemfrager Februar 14, 2018 um 08:03

Tja
schon im alten Rom, als das Ende nahte, waren Frauen sehr emanzipiert
Waren zu fein Kinder zu geberen und um Steuer nicht zu behalen, haben sie sich als Huren deklariert

Systemfrager Februar 14, 2018 um 08:11

Eine beachtliche Dosis von Schlauheit lässt sich Frauen nicht abstreiten
Wie geschickt sich ins Bett der reichen Männer einschleichen, und sie dann zu erpressen
Interessant:
Die Frauen und Männer sind gleich – nicht wahr?
Es gibt reiche Frauen, die Erbinen, wann haben wir aber gehört, ein Mann ist ihnen ins Bett gerutscht, und er erpresste sie danach.
So empathisch die Frauen – aber wahr.

peewit Februar 14, 2018 um 08:48

@Systemfrager

“Die Frauen und Männer sind gleich – nicht wahr?
Es gibt reiche Frauen, die Erbinen, wann haben wir aber gehört, ein Mann ist ihnen ins Bett gerutscht, und er erpresste sie danach.”

Verstehe ich Dich richtig: Du meinst, es komme nicht vor, dass Männer reiche Frauen verführen und dann erpressen?

Thorsten Haupts Februar 14, 2018 um 09:02

@WeissGarNix:

So, mit einem Tag Abstand nochmal gelesen.

Was für ein weinerlicher Unterton. Frauen an der Spitze, weil, die dürfen was sagen und die armen Männer nicht?

Bigotter und selbstmitleidiger Unsinn. Die Frauen sind an der Spitze einiger Parteien, weil sie a) dahin wollten und b) wussten, wie sie dahinkommen. Und nicht, weil man als Mann in der Öffentlichkeit besser Abstand von dreckigen Witzen hält.

Gruss,
Thorsten Haupts

Systemfrager Februar 14, 2018 um 09:09

@peewit
Lass es besser. Du kommst nicht einmal mit den Newtonschen Gesetzen zurecht, die man als Kind verstehen soll. Die Frauen kommen später und sich zu anspruschsvoll für dich.
;-)
Sei mir nicht böse, es wurde doch so gemeint.

Hajib Chamberlain Februar 14, 2018 um 09:24

Scholz statt Schulz
Teil III
Eingetreten
Punkt
https://www.focus.de/politik/deutschland/groko-im-news-ticker-kaum-im-neuen-kommissarischen-amt-gibt-scholz-ehrgeizige-ziele-aus_id_8464791.html
Mehrheit der online-Umfrage (bisher 88%) kann mit Quietsche-Andrea nix anfangen.
Der Basis wird es ähnlich gehen.
Scholz ist der kommende MANN der SPD.
Punkt.

peewit Februar 14, 2018 um 09:44

@Systemfrager

“Die Frauen kommen später und sich zu anspruschsvoll für dich.”

Da hast Du aber mal voll ins Schwarze getroffen ;-)

Ach ja, und vielleicht interressiert Dich dieser Link:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/erpressung-der-quandt-erbin-klatten-mitleid-sex-und-videos-1.536464

Hajib Chamberlain Februar 14, 2018 um 09:48

PS:
Problem – Reaction – Solution
These – Antithese – Synthese
Problem: Hilfe, der weisse Westen verweiblicht und zerstört sich dadurch selbst.
Reaction: Rein mit Archao-Männern aus sh..hole countries.
Solution: Weisse Männer erobern klassische Männerfelder (Politik gehört dazu) zurück.

ruby Februar 14, 2018 um 10:32
Blue Angel Februar 14, 2018 um 11:44

@sus scrofa: Bin nur (bzw. seit 22 Jahren wieder) Vegetarier, zum Veganer fehlt es an Disziplin.

Hunde kann man, genau wie Katzen und andere Säugetiere mit Fleischfresser-Verdauungstrakt m. E. nicht vegetarisch (erst recht nicht vegan) ernähren. Versuche dazu halte ich für Tierquälerei.

Wenn die Not hereinbricht, werd ich sicher die eine oder andere Maus von Hund und Katzen schnorren. Solange das nicht der Fall ist, genieße ich den Luxus des Vegetariertums.

Für viele Menschen auf der Welt ist es übrigens nicht unnatürlich, fleischlos zu leben. In Indien und Teilen Afrikas z. B. waren immer schon (seit der Sesshaftwerdung) diverse Getreide bzw. Reis und regionale Früchte/Gemüsesorten Hauptnahrungsmittel.
Von Veganern aus dem Umfeld weiß ich auch, daß z. B. verschiedene Bohnenarten fleischliches Eiweiß sehr gut ersetzen.

Vor vielen Jahren gab´s mal eine ÖR-Dokumentation über ein (süd-?) italienisches Dorf, in dem es besonders viele besonders alte und dabei besonders fitte Menschen gab. Die wurden darin nach ihrer Lebens- und Ernährungsweise befragt: Fast alle hatten die meiste Zeit ihres Lebens fast ausschließlich von Polenta gelebt (eine Art Maisbrei oder -gebäck, soweit ich weiß), fast nie Fleisch gegessen (kein Geld dafür) und fast alle keinen Fernseher. Stattdessen trafen sich auch die über 100jährigen noch abends am Dorfplatz zwecks Kommunikation und einem Spiel (sowas wie Boule, glaub ich), wozu sie längere und oft steile Fußwege zurücklegen mußten.

Hierzulande werden die Alten “stillgelegt” und es “funktioniert” sehr gut: Ohne Aufgabe und Bewegung sterben sie dann meist sehr schnell…
Sowas wie Alters- oder (ha!) “Pflege”-heim kommt für mich nicht infrage: Wenn ich gar nicht mehr arbeiten kann (noch ist es nicht so weit) kenne ud habe ich als Gärtner genug Möglichkeiten für ein sozialverträgliches (zumindest, wenn ich die Entrümpelung vorher noch selbst schaffe, ansonsten droht große Tochter mit Verfluchung ;-)), schnelles Ableben. Selbstbestimmt wie das ganze bisherige Leben.

H.K.Hammersen Februar 14, 2018 um 11:50

Hajib Chamberlain
“Scholz ist der kommende MANN der SPD.”
Da fehlt noch was: Scholz ist der kommende MANN der gehenden SPD. Punkt!

Die SPD wird weiterhin pro Jahr mindestens 10 % ihrer Wähler verlieren. Die Union übrigens auch. Beider Ursprungsmilieus bestehen fast nur noch aus Rentnern. Und selbst die gehen nach und nach von der Fahne.

Blue Angel Februar 14, 2018 um 11:51

“Scholz ist der kommende MANN der SPD.
Punkt.” (Hajib Chamberlain)

De mortui nihil nisi bene (“nur Gutes über die Toten”). Nach diesem Grundsatz wollte ich über die Spezialdemokraten eigentlich nix mehr sagen und schreiben :-X
Zum o. G. daher nur kurz: Was hätte es der Titanic gebracht, kurz vor dem Sinken noch das Personal auf der Brücke auszutauschen?

Blue Angel Februar 14, 2018 um 11:56

“Und selbst die gehen nach und nach von der Fahne.”

Das haben Sie sehr nett gesagt, Herr Hammersen. Eine Steigerung wäre eventuell nur noch was wie “Die gemeinsamen Lebenswege vieler, älterer Menschen und der spezialdemokratischen Partei D es (Ex-)Landes, wo man früher gut und gerne lebte trennen sich…aus unterschiedlichen Gründen” ;-)

Die einen Ex-Wähler wachen noch zu Lebzeiten auf, die anderen etwas später.

Adler Februar 14, 2018 um 16:38

Zurück zum Thema:

Der Neoliberalismus profitiert vom Feminismus in doppelter Weise:

1. Ökonomisch durch Mehrwertabschöpfung bei lohnarbeitenden Frauen.

2. Politisch durch das Wahlverhalten von Frauen.

Feministisch orientierte Frauen wählen feministisch orientierte Parteien, insbesondere wenn sie Frauen als Spitzenkandidatinnen haben.

Typischerweise sind alle neoliberalen Parteien feministisch orientiert, auch (Pseudo)Sozialisten in der PdL. Das belegt, dass diese Partei nicht humanistisch (sozialistisch) ausgerichtet ist. Denn Geschlechterkampf ist anti-humanistisch, die Geschlechtersolidarität ist sozialistisch.

Das macht es logischerweise einer nicht-feministischen, oppositionellen Partei wie der AfD schwer.

Einzig die Identitären propagieren offensiv ihren Nicht-Feminismus und profitieren davon.

bleistift Februar 15, 2018 um 02:04

@ Blue Angel

“Hunde kann man, genau wie Katzen und andere Säugetiere mit Fleischfresser-Verdauungstrakt m. E. nicht vegetarisch (erst recht nicht vegan) ernähren. Versuche dazu halte ich für Tierquälerei.”

Das ist wohl Unsinn. Einen Link habe ich ja weiter oben geliefert. Ich selbst ernähre meine Hündin auf herkömmliche Weise. Ab und zu bekommt sie auch frisches Fleisch.
Meine Nachbarin aber backt Plätzchen für ihren Hund zum Bsp. zu Weihnachten. Was ich wirklich ziemlich dekadent finde. Aber diese Frau ernährt ihren Hund (wie auch ihre gesamte Familie) seit Jahren vegan. Und der Hund ist kerngesund.
Ich selbst bin weder Vegetarier noch Veganer. Esse aber trotzdem eher selten Fleisch. Nicht weil ich ein so großer Moralapostel wäre, sondern einfach weil es mir schmeckt. Wir haben hier einige vegetarische Kochbücher stehen und die Rezepte sind schmackhaft.
Ein besseres Gewissen bekommt man noch obendrauf.

Du schreibst nun: “Versuche dazu halte ich für Tierquälerei.”
Erstens ist es keine Tierquälerei. Dazu gleich mehr.
Und zum anderen kannst du doch wohl nicht das Wohl deines Hundes aufwiegen wollen mit dem Wohl eines Mastschweins, einer Kuh, eines Huhnes in einer Legebatterie oder irgendeinem anderen Tier. Schweine sind hochintelligente Tiere. Soweit ich informiert bin, sind sie nicht blöder als Hunde.
@Sus scrofa hat völlig zurecht gefordert die Massentierhaltung zu verbieten. Das ist auch meine Meinung. In unserer modernen Konsumgesellschaft wird niemand verhungern nur weil die Pizza mit Spinat belegt ist, statt mit Salami oder Schinken.
Niemand wird leiden nur weil die Preise für Fleisch ein wenig steigen könnten. Außerdem ist die Nahrungsmittelindustrie schon heute extrem erfinderisch. Dazu muss man sich nur mal die entsprechenden ZDF Sendungen (“Die Tricks der Lebensmittelindustrie”) antun. Es steht Salami drauf. Aber drinnen ist so gut wie alles, bloß kaum Salami.
Will ich die Tierquälerei (in Form von Massentierhaltung) aber effektiv bekämpfen, dann muss ich nicht nur an die Essgewohnheiten der Menschen ran. Sondern natürlich auch an die der Haustiere.
Denn sehr viele Menschen halten Hunde oder Katzen. Wollen dies auch weiterhin tun und brauchen deshalb preiswertes Futter.
Wenn also das Schwein in der Massentierhaltung nicht mehr leiden soll und der Preis für Hundefutter nicht steigen soll, dann benötigen wir einen veganen Ersatz.
Dieser Ersatz ist möglich. Das zeigt mein Link weiter oben und eben auch “die Tricks der Lebensmittelindustrie”.

Warum ist es nun keine Tierquälerei? Dazu fällt mir eigentlich nur die als unhöflich geltende Gegenfrage ein. Warum sollte es denn Tierquälerei sein?
Man kann einen Hund nicht zum Fressen zwingen. Ein Hund frisst alles was er als fressbar erachtet. Meine Hündin frisst ranzige Äpfel und Birnen die im Herbst im Garten rumliegen. Sie knackt Walnüsse mit ihren Zähnen. Lässt die Schale liegen und frisst nur das Innere. Jetzt im Winter frisst sie die Hagebutten die an den Sträuchern wachsen oder die Rüben die die Jäger im Wald verteilen um die Wildtiere durch den Winter zu bringen.
Wenn die Nahrungsmittelindustrie veganes Hundefutter herstellt, dass von Hunden auch gefressen wird verstehe ich das Problem nicht.
Wo soll da die Tierquälerei sein? Ein Hund denkt nicht nach. Der hat einfach Kohldampf. Dem sind Vitamine, Proteine, Ballaststoffe… völlig wurscht.
Es ist im auch wurscht ob er verarscht wird oder nicht.
Die moderne Nahrungsmittelindustrie kann problemlos vegane Hundenahrung herstellen, die alle wichtigen Nährstoffe enthält.
Über Geschmacksverstärker ist sie zudem in der Lage jeden Hund zum Fressen zu verführen.
Also alles kein Problem.

Der Hund kriegt seine gesunde Nahrung. Das Mastschwein ist Geschichte und der Otto Normaldepp kriegt von der Lebensmittelindustrie weiterhin vorgegaukelt, dass seine Salamipizza auch tatsächlich eine Salamipizza ist.

Ende der Geschichte. Alle sind glücklich.
Und die Bank hat gewonnen.

Thor Februar 15, 2018 um 22:30

Die Weiber können es nicht austehen, wenn die Männer ihre eigenen Refugien bilden. Man lese mal wie sie damals (Anno 1600) die Kaffeehäuser verdammt haben.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/das-getraenk-der-denker/781162.html
Ob ich das gut finden soll, da bin ich mir noch nicht so sicher?

Morph Februar 19, 2018 um 18:42

@wgn

“Frauen sind die besseren Menschen. Deshalb lieben wir sie. Demnächst machen sie große Politik, und das ist gut so. Männer, denen man sowas zutrauen könnte, sind eh keine mehr da.”

Das stimmt nicht. Aber es ist sicher richtig, dass es noch zu wenig Männer gibt, die dem Feminismus (der an der Schwäche aller -ismen krankt) selbstbewusst entgegentreten können, ohne sich gleich wie ein Arschloch aufzuführen. Für diesen Mangel männlicher Kultur sind die Kommentare in diesem blog (und leider, leider: auch Deine peinlichen Eingansstatements, wann immer Frauenfragen Thema sind!) ein prangendes Belegbeispiel.

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